WM-Quali: Historische Pleite für DFB-Frauen

Von am 20. Oktober 2017 – 18.18 Uhr 84 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat in der Qualifikation zur Frauenfußball-WM 2019 gegen Island zum ersten Mal seit fast 20 Jahren ein Spiel verloren. Doch der späte Anschlusstreffer von Debütantin Lea Schüller könnte im weiteren Verlauf noch wichtig werden.

Island jubelt, Deutschland trauert

Die DFB-Elf ging in der WM-Quali zum ersten Mal seit 19 Jahren als Verlierer vom Platz © imago / Jan Hübner

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In Wiesbaden setzte es für die DFB-Elf vor 4.292 Zuschauern eine verdienten 2:3 (1:1)-Niederlage, die sogar noch höher hätte ausfallen können. Dagný Brynjarsdóttir brachte die Gäste nach einem Fehler von DFB-Torhüterin Laura Benkarth in Führung (15.), Alex Popp gelang per Kopf kurz vor der Pause der Ausgleich (42.).

Ex-Bayern-Soielerin Brynjarsdóttir trifft doppelt

Kurz nach Wiederanpfiff brachte Elin Metta Jensen die Isländerinnen erneut in Führung (47.), erneut Brynjarsdóttir schraubte das Ergebnis in die Höhe (58.). Kurz vor Spielende gelang der eingewechselten Lea Schüller in ihrem ersten Länderspiel das 2:3 (88.). Doch das verhinderte nicht die erste Niederlage der DFB-Elf in der WM-Qualifikation seit dem 17. Juni 1998. Damals gab es in Norwegen eine 2:3-Niederlage.

Jones sauer auf ihr Team

Eine wütende Bundestrainerin Steffi Jones erklärte: „Es kann nicht sein, dass wir uns mit so einfachen Mitteln schlagen lassen. Wir wussten, was Island kann und wir haben nur 15 Minuten richtig dagegengehalten und ein Stück weit gezeigt, dass wir Deutschland sind. Das ist mir zu wenig. Man konnte klar sehen, dass Island wollte. Wenn wir nicht dagegenhalten, sind wir Verlierer. Wir müssen unsere Einstellung ändern und Gras fressen, sonst werden wir lange brauchen, in die Erfolgsspur zurückzukommen.“

WM-Quali in Gefahr

Die DFB-Elf wird sich im weiteren Verlauf der WM-Qualifikation gewaltig steigern müssen. Denn nur die Sieger der sieben Qualigruppen qualifizieren sich direkt für die WM-Endrunde. Nur die vier besten Gruppenzweiten erhalten die Chancen, sich über Playoffs einen Startplatz zu sichern. Bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich, so dass der späte Treffer von Schüller noch Bedeutung gewinnen könnte.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

84 Kommentare »

  • Fan2 sagt:

    @JK: Vielleicht lag der Torwartwechsel auch daran, dass Jones sich das Spiel Wolfsburg gegen Potsdam am Wochenende angeschaut hat?

    Noch einmal ein bisschen analytisch zu meinen Vorschlägen in der N11, die ja hier durchaus auf Unverständnis gestoßen sind:
    1. Wie bisher noch nicht registriert, favorisiere ich aktuell ein 3-5-2 für die N11. Weshalb? Nun, erstens kennen dieses System mittlerweile alle Spielerinnen (bis auf die Wolfsburgerinnen) in dieser oder ähnlicher Form aus ihren Vereinen. Dort wurde oder wird immer noch seit Jahren so gespielt. Dementsprechend wäre es für viele keine große Umstellung.
    Zweitens kommt es fast allen Spielerinnen sehr zugute, sogar den Wolfsburgerinnen. Jones dagegen hat mittlerweile sowohl die Raute als auch das 4-2-3-1 ausprobiert und ist gescheitert.
    Wieso kommt es dem deutschen Spiel zugute? Im wesentlichen aus 5 Gründen: Erstens: Durch die 3er-Kette, die bei gegnerischem Angriff zu einer 5er-Kette werden kann, sowie den 2 Spielerinnen auf der Doppelsechs ist in der Defensive eine viel größere Sicherheit und Kompaktheit gegen Konter gegeben, die Deutschland jetzt schon ein ums andere Mal ins Mark getroffen haben. 3er- und 4er-Kette viel besser ineinandergreifen als zwei 4er-Ketten.
    Zweitens: Mit Bremer, Maier und Simon, aber auch mit Laudehr, Blässe oder beispielsweise Gwinn haben wir eine ganze Reihe Außenläuferinnen, denen eine solche Aufstellung zugute käme, da sie alle viel Speed mitbringen. Um diesen Speed ausspielen zu können, brauchen sie große Räume, die sie nur dann haben, wenn sie die Bahn vor sich frei haben, nicht zu offensiv aufgestellt. aber gleichzeitig in der Defensive auch nicht maximal miteingebunden sind. In einem 4-2-3-1-System wäre die Abwehrposition für alle zu defensiv, während die Flügelposition zu offensiv für sie wäre. Noch dazu haben wir kaum echte Flügelstürmerinnen mehr in Deutschland.
    Drittens: Im Vergleich zur Raute ist es hinlänglich notwendig, dass wir zwei ZDMs haben für den Spielaufbau, aber auch für die defensive Kompaktheit. Bei der EM haben wir mit Demann gesehen, wie lasch Abwehr und Mittelfeld zusammenhängen in einer Raute, zumal die klassische Raute kein einziges BL-Team spielt und die Halbpositionen dementsprechend überhaupt keinen Plan haben, was sie tun sollen, und wie das für eine Spielerin kaum alles zu leisten ist zwischen Abwehr und Mittelfeld.
    Viertens: Gleichzeitig ist ein klassisches 4-4-2 mit zwei „6“ern ebenfalls nicht erstrebenswert, weil Spielerinnen wie Marozsan, Däbritz oder Magull sowohl im Sturm als auch auf der „6“ verschenkt sind. Sie brauchen einen Raum, in dem sie ihre Kreativität voll entfalten können, hinten abgesichert durch eine kompakte Defensive, die sie von den Aufgaben nach hinten befreit, während vorne zwei Stoßstürmerinnen die Räume für sie reißen. Genauso lief es bei Bayern in der besten Zeit mit Däbritz: Hinten sicherten Behringer und Leupolz ab, auf den Flügeln flitzten Maier und Lewandowski und vorne rissen Miedema und Stengel die Räume für Däbritz oder auch Vero auf.
    Das Ergebnis: Eine der souveränsten Meistertitel in den letzten Jahren. Fünftens: Nur mit diesem System lässt sich zu dem realisieren, mit zwei Stoßstürmerinnen zu spielen, was bei den aktuellen Gegnern auch notwendig sein dürfte. Insgesamt also das aktuell beste System.

    2. Kommen wir nun also zu den Besetzungen: Die Besetzungen sind im Wesentlichen keine großen Neuerungen. Seit Jahren wird Elsig in die IV gefordert, auch Demann hat bei Bayern eher in der IV ihre Stammposition als im DM, daher ist sie dort gut aufgehoben. Daneben wurde hier auch immer wieder von verschiedenen Seiten Fellhauer gefordert, die ein riesiges Talent in der IV ist, wie sie gerade bei Freiburg zeigt. Mit 19 gehört sie nun auch nicht mehr zu den allergrößten Küken, Lea Schüller ist auch erst 19. Viel Alternativen gibt es dazu auch gar nicht, sowohl Hendrich als auch Peter und Henning sind nicht auf der Höhe, Schiewe wurde mittlerweile bei Freiburg von Fellhauer auf die Bank verdrängt, allenfalls noch eine Marith Prießen käme da noch infrage neben Schiewe.
    Diese 3er-IV könnte schnell zu einer 4er-Verteidigung umgestellt werden, wenn man einfach eine der drei auswechselt und auf der Außenbahn links die defensivere Simon nach hinten beordert. Auf rechts sehe ich hier zur Zeit Siems als erste Einwechsel-Option. Wieso? Ja, sie ist noch sehr jung, aber das sollte kein allzu großes Argument sein. Letztlich wäre sie sowieso nur Ergänzungsspielerin und hätte dadurch die Möglichkeit, behutsam an die Rolle rangeführt zu werden. Was sie zuletzt bei Potsdam gezeigt hat, war zudem äußerst beachtlich. Was vor allem für sie spricht, ist, dass sie im Vergleich zu all den anderen RVs, die wir aktuell in Deutschland haben, eine defensive Version ist, vielleicht vergleichbar mit Lahr. Alle anderen drängen, was ja auch gut ist, immer und gerne und viel nach vorne. Gerade gegen die wenigen Teams wie Holland, die ihre stärkste Offensivpielerin auf links haben, wäre das eine Option für mehr Sicherheit und Stabilität.
    Ansonsten sehe ich auf den Außenbahnen Bremer und Simon gesetzt, worüber es aktuell glaub ich auch keine Diskussionen geben dürfte. Bremer hat diese Position beim besten Klub der Welt hervorragend bekleidet, auf links käme hier maximal Faißt als Alternative infrage, die aber wohl von der Ausrichtung dann doch eher zu offensiv wäre.
    Im Zentrum habe ich ja schon bereits beschrieben, wieso ich Goeßling nicht als erste Wahl sehe. Meines Erachtens gibt es zumindest für die echte „6“ eine bessere, nämlich Clara Schöne, die diese Position bei Freiburg genau so spielt, wie eine „6“ sie spielen muss. Im Zweifel könnte sie auch eine Art „5,5“ spielen, also eine Spielerin, die immer wieder zwischen 5er-Kette und DM je nach Bedarf hin- und herwechselt, wie sie es auch schon bei Freiburg gespielt hat, und wie Henry diese Position einst bei Lyon bekleidet hat.
    Neben ihr auf der „8“ gäbe es dann verschiedene Möglichkeiten: Eine Julia Simic könnte ich mir da durchaus vorstellen, auch eine Goeßling könnte so etwas spielen, aktuell ist mein Favorit aber eine Linda Dallmann, die damit zwar etwas defensiver spielt als in Essen normalerweise, der ich diese Position aber durchaus zutraue, als eine Art zweite hängende „10“ hinter Magull. Das wäre dann das Mittelfeld also. Auf der „10“, die in diesem Spielsystem tatsächlich mal eine echte „10“ ist, hat man dann mit Magull, Däbritz und Marozsan, langfristig auch Chmielinski eine ganze Reihe Kandidatinnen, auf die eine solche Position genau zugeschnitten ist. Marozsan und Däbritz würde diese Position hinter zwei Spitzen womöglich sogar noch mehr zusagen, während Magull diese Position auch hinter einer Spitze spielen könnte. Jedenfalls hätte jede dieser Spielerinnen genau die Freiheiten, die sie bräuchte.
    Vorne dann gibt es mit Popp und Schüller zwei klare Stoßstürmerinnen, wozu ich auch Kemme zählen würde. Von diesen wäre meines Erachtens Popp gesetzt, weil ich ihr zutraue, mit beiden anderen zu harmonieren, während ich das Duo Kemme/Schüller eher etwas skeptischer sehe, da beide sich doch sehr unterscheiden in der Art und Weise ihrer Interpretation.

    Kommen wir damit zu den Auswechselspielerinnen: In der Defensive haben wir bereits 3 IVs, dazu mit Schöne noch eine weitere, die das spielen kann, sodass ich mich dafür entschieden habe, nur noch eine nominelle IV mitzunehmen, und zwar Carolin Schiewe, die zwar in Freiburg aus der Stammmannschaft verdrängt wurde, jedoch nur, weil es zwei bessere gibt. Sie gehört zu den Spielerinnen, die nicht großartig meckern, wenn sie auf der Bank sitzen, aber, wenn sie dann einspringen müssen, voll da sind!
    Dafür habe ich allerdings für rechts und links jeweils zwei Ersatzspielerinnen, eine defensive und eine offensivere Variante. Hier habe ich vor allen Dingen auf die Jugend gesetzt, spricht: Bühl, Gwinn, Siems. Wieso? Sie sind zwar noch sehr jung, doch haben gerade Gwinn und Bühl zuletzt bei Freiburg Leistungen gezeigt, die für ihr Alter aller Ehren wert sind. Sie haben bewiesen, dass sie im Spieltempo und von der Spielanlage bei den Großen nicht nur mithalten, sondern zeitweise sogar den Takt angeben können. Zudem gilt auch hier: Sie sind erstmal nur Ergänzungsspielerinnen, die die N11 kennenlernen sollen und herangeführt werden sollen. Zudem sollen sie ja auch nicht in die Stammelf, sondern maximal als letzte Alternative in der zweiten Halbzeit kommen.
    Dazu sehe ich am ehesten Faißt auf links, einfach, weil wir keine bessere/andere haben.
    Im Mittelfeld sehe ich Doorsoun als erste Alternative für Schöne, um die Position hinter Dallmann streiten sich Simic und Goeßling. Auf der „10“ sehe ich aktuell Marozsan oder Magull und im Sturm streiten sich Kayikci und Huth um den letzten Platz hinter den drei gesetzten.

    3. Eine wichtige Personalie möchte ich noch ansprechen: Es ist ja schon öfter hier spekuliert worden, wer denn Nachfolger von Jones im Falle eines Rücktritts werden sollte. Die Namen, die ich bisher so gehört habe, waren: Neid, Kellermann, Wörle, Scheuer, Schröder. Ich halte alle diese nicht für eine Option, da sie alle Bundesligatrainer bzw. ehemalige Bundestrainer sind. Bundesligatrainer als N11-Trainer hat noch nie wirklich gut funktioniert in Deutschland (und andersrum), weil das zwei völlig unterschiedliche Dinge sind, mit Neid again wäre es wieder der alte Trott.

    Den Trainer, den ich am befähigsten sehen würde, und der mE die einzige echte Alternative ist, ist: Ralf Peter! Wer ihn nicht kennt, google ihn mal. Er würde wie die Faust aufs Auge passen und mehr Qualität mitbringen als alle oben genannten zusammen!

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  • Sundermann sagt:

    Da hier schon zu allem viel geschrieben wurde, vieles richtig, manches sehr spekulativ und einiges ziemlich naiv, nun noch einge Anmerkungen von mir.

    1. Gefühlt dürfen Dallmann und Magull anscheinend nur spielen wenn es auf dem Platz nicht läuft.

    2. Bemerkenswert fand ich die Einwechselung von Schüller in dieser Situation, immerhin hatte sie noch keine Minute in der Natio gespielt. Schön das sie dann auch noch getroffen hat, aber das sollte man natürlich nicht überbewerten, Island war am Ende doch ziemlich platt.

    3. Der Mannschaft fehlt eine Denkerin/Lenkerin/Spielgestalterin, eine Spielerin die vorangeht, momentan haben wir nur Indianer und keinen Häuptling, niemand der das Kommando übernimmt, insbesondere in Spielen wo es nicht läuft. Das es mental nicht stimmt, das sieht wohl jeder.

    4. In der Mannschaft gibt es viele Baustellen, Abwehr/Mittelfeld und Angriff. Die Trainerin hat jetzt eine weitere Baustelle eröffnet, und zwar im Tor. Egal wer morgen spielt, diejendige die auf der Bank sitzt ist beschädigt und moralisch angeknackst. Ich halte beide für ungefähr gleich stark, aber Schult hat mehr internationale Erfahrung ud hat eine gute EM gespielt. Aber wie auch immer, danke Frau Jones, das war vollkommen unnötig.

    Der DFB wird wohl die Trainerin nicht entlassen, in solchen Sachen ist der Verband in D nicht sehr entscheidungsfreudig. Falls doch, dann bitte nicht Grings oder gar Wörle, dann wirds ja noch grausiger. Ein neuer Trainer muss die Bundesliga kennen und internationale Erfahrung haben. Ach ja, deutsch sollte er auch sprechen. Das Geschlecht ist mir ziemlich egal. Da würde mir eigentlich nur Kellermann einfallen.

    Und nach einem Sieg gegen die Faröer ist nichts gut, man muss sich nur die Tabelle anschauen. Und das mag jetzt vielleicht arrogant klingen, aber ein Sieg sollte schon höher ausfallen als die Siege der anderen Mannschaften gegen die Faröer. Das könnte, psychologisch gesehen, vielleicht ein klein wenig helfen.

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  • FF-Fuchs sagt:

    Da der Weg nach Wiesbaden von mir aus ja nicht so weit ist, habe ich mir das Spiel angeschaut. Leider sah ich über 90 Minuten eine verkrampfte Elf spielen, ohne eigne Initiative, ohne Bewegung, ohne Hilfe von der Trainerbank. Ich habe schon das Gefühl, dass Herr Högner die Faust in der Tasche hat und frustriert auf der Bank sitzt. Ich frage mich schon, weshalb er nie aufsteht und auch in das Spiel von außen eingreift. Darf er nicht??
    Ja auch ich habe immer wieder Laura Benkarth in das Tor gefordert und ja ich muss zugeben, dass ich sie seit Monaten noch nie so schlecht gesehen habe. Zum ersten mal durfte sie in einem Pflichtspiel spielen, ohne dass Almuth Schult verletzt war. Trotzdem bin ich der Meinung, dass sie diesen Einsatz verdient hat und es auch verdient hat wieder eine Chance zu bekommen. So wie auch Almuth Schult ihre Chancen bekommen hat, nachdem sie bei ihrem ersten großen Turnier, den olympischen Spielen, doch auch ziemlich nervös und unsicher gewirkt hat. Die gesamte Mannschaft konnten ihre Qualitäten, die sie sicher haben, nicht abrufen. Wenn ich aber von außen keine Anweisungen höre, dann stimmt etwas nicht im Trainerteam. Wenn ich sehe wie der isländische Trainer von außen auf seine Mannschaft eingewirkt hat und immer wieder lautstark Anweisungen gegeben hat, während Frau Jones stillschweigend die Linie entlang lief und ab und zu den Kopf schüttelte. So war jedenfalls mein Eindruck. Ich möchte jetzt auch keine Namen nennen, wer für wen hätte spielen sollen, dafür und davon gehe ich aus, sind die Eindrücke im Training da, die ich nicht beurteilen kann.

    Ich hoffe sehr, dass die Aussprache unter der Mannschaft Früchte trägt und das im Sinne des deutschen FF. Es würde mich freuen wieder schönen Fußball zu sehen, wobei der nächste Gegner kein Maßstab ist.

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  • Timmy sagt:

    Auf einmal sollen Schlaubi Schlumpf, Aladin, Poccahontas oder Tinkerbell Bell Gras fressen. Hihi… Haben die neuen eigentlich schon ihre Spitznamen bekommen? Lang nichts gehört. 😉 https://m.bild.de/sport/fussball/fussball-em-frauen/bart-simpson-wirbelt-gegen-italien-52613194,view=amp.bildMobile.html

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  • Aldur sagt:

    Nach der EM habe ich noch dafür plädiert, dem neuen Trainerteam Zeit zu geben, den anstehenden Umbruch, der ja nicht nur das Personal, sondern auch ein Stück weit die Spielweise betrifft, in Ruhe zu vollziehen. Inzwischen darf man aber wohl bezweifeln, dass das in der derzeitigen Konstellation gelingen wird. Die Verunsicherung der Mannschaft ist greifbar, ähnlich wie schon gegen Tschechien und im EM-Viertelfinale.

    Auch wenn einzelne Personalentscheidungen für den Außenstehenden schwer nachvollziehbar sind (warum kam die im Verein derzeit überragende Magull nur von der Bank?), würde ich es gar nicht so sehr an einzelnen Spielerinnen aufhängen. Die Mannschaft muss erst einmal wieder als solche funktionieren.

    Die Zeiten in denen die deutsche Mannschaft fast alle Gegner schon allein körperlich dominiert hat, gehören der Vergangenheit an. Auch die (ohne Island zu nahe treten zu wollen) mittelmäßigen Teams wissen inzwischen, wie man fußballerisch eigentlich überlegenen Teams das Leben schwer machen kann, und halten das vor allem auch körperlich über 90 Minuten durch. Mit dem Problem steht die deutsche Mannschaft auch nicht allein. Frankreich hatte z.B. in allen drei EM-Vorrundenpartien gegen die der Papierform nach schwächer eingestuften Schweiz, Österreich und eben Island ja ähnliche Probleme. Das angestrebte Ballbesitzspiel kann dort eine Lösung sein, zumal es auch dem Umstand Rechnung trägt, dass die deutsche Offensive mit Ausnahme von Popp derzeit eher aus kleinen, flinken Spielerinnen besteht, denn aus dem Typ „wuchtige Zielspielerin“. Schüller – sollte sie sich etablieren – wäre da nochmal eine Art Hybrid. Momentan hapert es aber an der Umsetzung, und in Konsequenz daraus, an der defensiven Stabilität. Beim 1:3 von Island reichte wieder ein langer Ball, um die gesamte deutsche Defensive auszuhebeln, ähnlich wie z.B. in den Freundschaftsspielen gegen Norwegen und Österreich im Vorfeld der letzten EM.

    Ein Patentrezept, wie der gordischen Knoten zu lösen ist, hat wohl niemand. Für mich bedarf es einem Impuls von außen. Wenn schon kein Wechsel auf dem Cheftrainerposten, dann könnte diesen eventuell die in der Vergangenheit bereits angekündigte Neubesetzung des zweiten Cheftrainerpostens bringen. Dort würde ich mir dann jemanden von komplett außerhalb der „Frauenfußballwelt“ wünschen, um wirklich neue Impulse zu bringen.

    Insgesamt denke ich trotzdem, dass die Niederlage für die Quali noch kein Beinbruch ist. Island muss, nach dem Kraftakt von Freitag, morgen erst einmal sein Auswärtsspiel in Tschechien gewinnen, um die DFB-Elf hinsichtlich der direkten Qualifikation wirklich in Bedrängnis zu bringen. Gegen Färöer, dass sowohl von Tschechien, als auch von Island je 8 Stück bekommen haben, werden wir ungeachtet der derzeitigen Form wohl keine Probleme bekommen – genauso wenig gegen die anderen Gruppengegner, mit Ausnahme vielleicht von Tschechien. Aber hier sehe ich Island noch weniger stabil genug, um alle anderen Gruppengegner wegzufegen.

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  • Aldur sagt:

    Nachtrag: Im vorletzten Absatz war natürlich „Neubesetzung des zweiten Co-Trainerpostens“ gemeint.

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  • Fan2 sagt:

    @Aldur: Nun, nach unserem Grottenkick gegen Tschechien, wo es eigentlich schon 0:0 hätte ausgehen müssen, sehe ich auch da im Hinblick auf das Rückspiel große Fragezeichen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die deutsche Mannschaft da auch zuhause keine gute Figur abgeben wird.
    Übrigens, selbst, wenn Island am Dienstag gegen Tschechien verlieren sollte, reicht ihnen daheim immer noch ein Unentschieden, um uns nach Hause zu schicken. Und das traue ich Ihnen allemal zu.

    Was Deutschland vor allen Dingen fehlt, ist Schnelligkeit im Spiel. Ballbesitz hilft dir nix, solange du damit nur das Spiel verlangsamst und die Lücke in der gegnerischen Abwehr nicht findest. Wenn du den Ball hast, musst du als Mannschaft in der Lage sein, mal eine Ballstaffette über 5-6 Stationen flüssig durchzuspielen in kurzer Zeit. Nur so kannst du überhaupt mal etwas Unruhe ins gegnerische Spiel bringen und die engen Reihen der gegnerischen Abwehr lockern.
    Davon aber sind wir heute meilenweit entfernt. Denn dazu bräuchte es zumindest mal die Passsicherheit bei einfachen Bällen, Grundelemente wie Ballannahme, Ballmitnahme, Stellungsspiel, Bewegung im Spiel, Anbieten, Positionswechsel, etc. etc. Alles Dinge, die bei Deutschland aktuell keine Selbstverständlichkeit mehr sind.
    Lassen wir es uns so formulieren: Deutschland verteidigen kann mittlerweile jeder mit sehr, sehr einfachen Mitteln. Was jetzt noch dazu kommt, ist eben, dass Deutschland eben nicht mehr den Status der Unbesiegbarkeit hat, sodass sich nun immer mehr Teams trauen, zu kontern und auch mal die Unzulänglichkeiten der deutschen Defensive aufzudecken. Tschechien hätte sich da schon fast belohnt, Island hat es nun in verheerender Weise getan, ein viertes Tor wäre gut gewesen, weil dann die ganze Dimension der Schmach noch einmal wesentlich deutlicher gewesen wäre.

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  • Pauline Leon sagt:

    ganz witzig, das @Sundermann der inka unterstellt, sie hätte keine ahnung von der bundesliga und keine internationale erfahrung. da, denke ich, hat sie von beidem mehr als herr kellermann. der hätte gegen island sicher dem rasen die schuld gegeben…

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  • Wolle sagt:

    Auch wenn der Karren N11 total festgefahren ist, wird es keinen Trainerwechsel geben.
    Ganz einfach: Gem. der DFB-Statuten muss es eine dt. Frau sein. Und da gibt es z. Zt. keine verfügbare Option.
    MVT wird der Schweizer Verband mitten in der Quali wohl kaum ziehen lassen.
    Maren Meinert hat schon mal dankend abgelehnt.
    S.N. wird sicherlich nicht mehr wollen, außerdem leidet Sie noch über heftige Bauchschmerzen vor lauter Lachen über Miss Jones.
    Inka Grings ist noch zu unerfahren und weitere Alternativen fallen mir nicht ein.

    Ich bin da bei Fan2: Ralf Peter wäre genau der richtige Mann, hat aber leider das falsche Geschlecht.

    Also bleibt alles beim Alten:
    Miss Jones darf weiterhin Ihre Fehler machen.
    Warum wechselt Sie vor dem wichtigsten Spiel die Torhüterin aus, die vor wenigen Wochen noch zum engsten Zirkel gehörte. Der Druck für Benkrath war unnötig hoch. Jetzt hat Sie eine verunsicherte Schult und eine verbrannte Benkrath.
    Magul und Dallmann sitzen seit der EM nur noch auf der Bank, als ob Sie am frühen Ausscheiden Schuld wären. Eine 1,5 Jahre verletzte Leupolz ist direkt in der Startelf, obwohl Sie bestenfalls bei 60-70% ist.
    M.M.n. fehlt ihr auch ein Plan B wenn es nicht läuft. Auf mich wirkt Sie plan- und hilflos und sowas färbt dann auch auf die Mannschaft ab: verunsichert, gehemmt und unpräzise.

    (14) 14 Gesamt – 14 hoch – 0 runter
  • F.B. sagt:

    @JK:
    Sorry für den Lappsus. Ich wollte erst eine Aufstellung für zukünftige Spiele machen, habe dann auf Dienstag korrigiert und dann ist so ein Mischmasch rausgekommen.

    @Fan2:
    Ich kann mittlerweile dieses Runterschreiben der Qualität des Frauenfußballs nach dem Motto „Eine Mannschaft wird nur Meister, weil die anderen noch schlechter sind“, nicht mehr hören. Unsere Defensive war in der letzten Saison, und vor allem in der Rückrunde, sehr stabil. Und gerade Anna Blässe und Babett Peter waren wichtige Säulen in der Abwehr. In der Saison 2015/16 war das sicher anders, da hatten wir große Defensivprobleme, aber das ist jetzt lange behoben.
    Du gehörst anscheinend auch zu der Fraktion, die robuste Spielerinnen bevorzugt und Kreativität und Spielintelligenz als sekundäre Eigenschaften betrachtest. Dass Lena Gößling im Schatten von Sara Gunnarsdottir steht, zeigt, dass du diese Saison nicht allzu viele Spiele gesehen hast. Letztere war in der letzten Saison in den meisten Spielen völlig überfordert, sie vermochte es überhaupt nicht, das Spiel zu dirigieren und in irgendeiner Weise der Offensive kreative Impulse zu geben. Ihre Leistung ist diese Saison besser, weil Gößling ihr die offensiven Aufgaben abnimmt und sie sich ganz auf ihre Abräumerqualitäten konzentrieren kann. Und sorry, Melanie Behringer ist bei Olympia vor allem als absolute Fehlpasskönigin aufgefallen und ganz sicher nicht als Regisseurin.
    Was Schult und Benkarth betrifft, würde ich auch sagen, dass beide grundsätzlich auf Augenhöhe sind.

    (4) 8 Gesamt – 6 hoch – 2 runter
  • Joe Waschl sagt:

    wenn der dfb wieder talente haben will muss er sein nachwuchskonzept überdenken. Für das die heutige Bundestrainerin verwantwortlich war.
    Zu viele Talente werden in sehr jungen Jahren viel zu sehr beansprucht, ja regelrecht verbrannt. Kreuzbanrisse und andere schwere Verletzungn pflastern den Weg vieler Talente. So fehlt der Fundus an Talenten, den wir bei den Männern nach Jahren der Aufbauarbeit heute wiede4 haben.
    Also: Spielhäufigkeit der u15 und u17 spielerinnen stark reduzieren (die spielen in bundesländerauswahlen, nationalteams, jungsteams und u17 buli in viel zu engem takt). Mit 17 oder 18 haben sie schon eine lange liste der verletzungen.
    Aktuellstes Beispiel: Sydney Lohmann

    (10) 10 Gesamt – 10 hoch – 0 runter
  • FFFan sagt:

    Es bringt jetzt nichts, die Mannschaft total umzukrempeln. Für das heutige Spiel wünsche ich mir eine offensiv ausgerichtete Aufstellung mit einem spielstarken Mittelfeld.

    System: 4-1-4-1

    Aufstellung: Schult – Blässe, Hendrich, Peter, Simon (Doorsoun) – Goeßling – Huth, Dallmann, Magull, Kemme – Popp.

    Nach der Niederlage gegen Island muss sich die Mannschaft nun rehabilitieren. Dazu braucht es nicht nur einen (hohen) Sieg, sondern vor allem eine überzeugende Leistung!

    (4) 8 Gesamt – 6 hoch – 2 runter
  • Oskar Walter sagt:

    Ich wollte mir das Spiel der Nationalelf zuerst in Wiesbaden ansehen, bekam aber die Eingebung, dass sich das nicht lohne. Sinnigerweise habe ich das Spiel auch noch am Freitag verpasst. Aufgrund der Kommentare habe ich es mir gestern angesehen um mir eine eigene Meinung zu bilden. Sicher ist, dass Deutschland auch durch die Unbeweglichkeit der Vorgängerin international ganz erheblich zurückgefallen ist. Ich war eigentlich von Steffi Jones vorher überzeugt, dass sie vieles besser machen wird. Allein die bisherigen Ergebnisse und das was eher stetig abwärts gehend zu sehen ist, lassen mich zweifeln. Es verbietet sich mittlerweile einfach, Spielerinnen die in der Vereinsmannschaft noch keine Form haben, in der Nationalmannschaft diese suchen zu lassen. Es ist auch ganz deutlich, dass Spielerinnen aus München wie Däbritz, Leupolz oder Maier viel von ihrem Können eingebüßt, dafür aber an Härte hinzugewonnen haben. Dass die aktuell in hervorragender Form befindlichen Magull und Dallmann zuerst auf der Bank Platz dürfen ist für mich nicht verständlich. Es macht auch wenig Sinn, Spielerinnen auf anderen als den gewohnten Posten spielen zu lassen; dazu sind wir derzeit sicher zu schwach, als dass wir uns das ungestraft leisten können. Wenn wie geschrieben wurde Markus Högner die geballte Faust in der Tasche gehabt haben soll, zur Solidarität gehört es auch, einmal klare und kritische Worte zu sagen und Veränderungen zu fordern und durchzusetzen statt ergeben zuzusehen. Sehr leid tat mir Laura Benkarth an diesem Tag. Ich habe sie in den letzten zwei Jahren immer sehr gut in Freiburg gesehen und solche Fehler sind ihr nie vorgekommen. Wenn ich aber daran denke, wie viele Klopse A. Schult gemacht und wieviel Chancen sie bekam, kann es das bei Laura Benkarth auch noch nicht gewesen sein und die völlig neben sich stehende Abwehr hat da auch sicher einiges dazu beigetragen.Ich hoffe und wünsche, dass das Trainerteam mit S.J.mit der Mannschaft sofort die Kurve bekommt; ansonsten ist wirklich Abpfiff angesagt.

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  • Fan2 sagt:

    @Wolle: Guter Hinweis. Es scheint wirklich so, als würde Jones einzelne (und zwar die falschen) für das EM-Ausscheiden verantwortlich machen: Magull, Doorsoun, Dallmann und Islacker…
    Aber bloß nicht Däbritz, Marozsan, Goeßling, Peter, Blässe, Schult usw. usf. Die spielen ja bei den richtigen Vereinen.

    Ist das mit den Statuten offiziell? Es hört sich bei dir so an. Oder ist das eher eine interne Vorgabe? Ansonsten wäre das sofort zu ändern.

    @F.B.: Die Defensive mag letzte Saison nicht ganz so grottig gewesen sein wie in der Vorsaison, dennoch: Bayern hat 14x zu null gespielt, Potsdam 12x, Wolfsburg gerademal 10x.
    Die Defensive war eben nur deswegen so stark, weil schon die Offensive gut gepresst hat. Die Gegner sind ja kaum über die Mittellinie gekommen, wenn sie es aber geschafft haben, dann klingelte es eben auch.
    Nimm die Defensive von Wolfsburg und stecke sie in irgendeinen anderen Verein, oder eben, wie bei der EM in die N11, und sie ist maximal noch guter Bundesliga-Durchschnitt, aber längst kein deutsches Spitzenniveau mehr.
    Zu Gunnarsdottir und Goeßling: Es geht mir nicht darum, wer offensiv die Akzente setzt. Dafür hat Wolfsburg mit Harder, Hansen, Popp und Co. mehr als genug Spielerinnen auf dem Feld. Es geht mir darum, wer die Schaltzentrale zwischen Abwehr und Offensive ist, die Position, die wir aktuell in der N11 brauchen. Und da war es auch schon früher Keßler, die diese Rolle ausgefüllt hat, und bei Wolfsburg ist es, wie du aktuell bestätigst, ja auch Gunnarsdottir, die den defensiveren Part spielt. Für die „8“ haben wir aktuell in Deutschland mit einer Dallmann oder einer Simic gute Spielerinnen, und da will ich Goeßling gar nicht rausrechnen, wo uns die Spielerinnen fehlen, sind auf der „6“, die Position, die Demann ja bei der EM interimsmäßig ausgefüllt hat.
    Und da, auf dieser Position, sehe ich Schöne oder Doorsoun gesetzt, nicht aber eine Lena Goeßling.

    Heute nachmittag erwarte ich bis auf die Rotation im Tor und notwendigerweise Simon auf links eigentlich genau die gleiche Elf wie gegen Island. Wieso? Weil ich immer vom Worst Case ausgehe und Jones nicht mehr zutraue, dass sie dazu lernt.

    Wobei man dazu sagen muss: Mit Peter, Blässe, Wedemeyer, Goeßling, Laudehr, Leupolz in einem 21er-Kader ist es schon schwierig überhaupt eine Wunschelf aufzustellen, die nicht in der Schottischen Furche (2-3-5) spielt:
    Schlüter – Elsig, Simon – Dallmann, Doorsoun, Magull – Huth, Popp, Schüller, Kayikci, Kemme
    Aber gut, vielleicht sollte man genau so etwas mal ausprobieren.

    (-6) 12 Gesamt – 3 hoch – 9 runter
  • Fan2 sagt:

    Übrigens, wenn wir uns die Statistiken des Island-Spiels mal anschauen, so müssen wir festhalten, dass es nicht etwa daran lag, dass Deutschland in diesem Spiel nicht wie immer dominant gewesen wäre. Nein, die Deutschen waren sehr dominant: 74% Ballbesitz, 14:6 Torschüsse, 10:0 Ecken. Dominanter geht es kaum.
    Dass das Spiel gegen Island verloren ging, lag schlicht und ergreifend daran, dass der Ball, sobald Island ihn hatte und über der Mittelline war, praktisch schon im Tor lag (von den 6 Torschüssen hätten 4 ins Tor gehen müssen), während Deutschland den Ball über Stunden hätte in den eigenen Reihen zirkulieren lassen können, ohne wirklich zwingende Torgefahr auszustrahlen.
    Aus 26% 3 Tore machen – das sollte vielen, sehr vielen Teams sehr große Hoffnungen machen.
    Mein Tipp: Alles, was aus Wolfsburg kommt, erstmal konsequent aus der Abwehr und dem ZDM aussortieren.

    (2) 12 Gesamt – 7 hoch – 5 runter
  • wolle sagt:

    @Fan2: Das steht natürlich nirgends in den Statuten, aber intern gilt dies als Doktrin. Ist ja auch in Artikeln von FR oder anderen Medien zu lesen.
    Ralf Peter war meines Wissen der letzte Trainer und hat reihenweise Talente im DFB-Nachwuchs produziert. Popp, Maro, Huth z.B. 1x unglücklich frühzeitig bei U17-WM ausgeschieden, durfte er direkt gehen. Wenn ich mir den Mist von Fr Bernhart anschaue kriege ich heute noch das Kotzen..

    @Joe Waschl: volle Zustimmung! Wir schaffen es, unsere weniger gewordenen Top-Talente zu verheizen. Gibt’s in anderen Nationen auch so vile Schwerverletzte in jungen Jahren? Wenn ich sehe das eine Oberdorf nicht mal 16 Jahre ist und schon U19 spielt finde ich das schlichtweg verantwortungslos.

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  • Fan sagt:

    @Fan2,
    wie wäre es wenn du mal deine Freiburger Vereinsbrille abnehmen würdest?
    Wenn du vom Fussball eine Ahnung und selber mal gespielt haben solltest, müßtest du wissen dass Abwehrarbeit bereits im Sturm ( Pressing ) beginnt. Also was soll die Kritik hier im Forum an der Abwehrarbeit desVfL Wolfsburg? Wie oft sind hier im Forum die Bayernladys wegen ihren 1:0 Siegen und der damit verbundenen Spielweise kritisiert worden? Aber sie sind damit Meister geworden. Also hat Wöhrle aus Bayernsicht allesrichtig gemacht? Ich war von dieser Spielweise nicht besonders angetan, da ist mir die offensive Spielweise der Wölfinnen um ein vielfaches lieber. Es ist doch gut wenn vorne mehr Tore geschossen werden als man hinten rein bekommt. Bei einer gleichen Tordifferenz zählen in einer Tabelle die geschossenen Tore mehr!

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  • Zix sagt:

    meiner Meinung hat folgender Artikel mit allem Recht:

    https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/das-frauenfussball-nationalteam-ist-in-der-krise-15257201.html

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  • Maskal69 sagt:

    @Fan2:
    Oder alles was aus Potsdam kommt, erstmal konsequent aus der Offensive aussotieren.

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  • Fan2 sagt:

    @Maskal: Auf Huth mag das in gewisser Weise zutreffen, Kemme jedoch ist aktuell neben Popp die Stürmerin mit der absoluten Topform. Aber ich gebe dir recht, aktuell wäre auch ein Sturmduo Popp/Schüller was ganz feines.

    @Fan: Noch einmal: Klar, ich sehe in Freiburg aktuell die Talentschmiede des deutschen Fußballs schlechthin. In 5-10 Jahren werden fast alle deutschen großen Spielerinnen entweder aus Potsdam oder Essen, mehrheitlich aber aus der Freiburger Jugend stammen, wenn dort überall pfleglich mit den Spielerinnen umgegangen wird. Eben wie die Ajax-Schule und La Masia.
    Bei Wolfsburg, klar, die haben über die Jahre dominiert. Ich stimme dir ja auch zu, dass die Defensive in der Offensive beim Pressing beginnt, nur da eben vor allem von Spielerinnen wie Hansen, Harder, Jakabfi, Wullaert und anderen, die nicht für die N11 spielberechtigt sind. Was sich aber eben immer wieder zeigt: Läuft es vorne nicht und lässt das Pressing nach, braucht es nur 1-2 schnelle Bälle und der Ball schlägt hinten ein. Pressing allein reicht da eben nicht, sondern da muss auch echte Defensivarbeit dahinter stehen.

    Gerade kam die Startaufstellung für die Färöer-Inseln. Und ich muss doch sagen, ich bin extrem positiv überrascht. Meine oben etwas lax dahin gesagte Traum-Startaufstellung hat dann doch zu 80% gestimmt. Ich vermute, dass das taktisch dann wie folgt etwa aussehen wird:
    Schult – Hendrich, Doorsoun, Peter, Simon – Magull, Dallmann – Kemme, Huth – Popp, Schüller

    Da hat Jones doch aus der Niederlage gelernt und doch eine der bestmöglichen Mannschaften aufgestellt, mit Laudehr, Leupolz, Goeßling und Blässe (Maier war ja sowieso klar) auch gerade die aussortiert, die die Schwachstellen im deutschen Team sind und waren.
    Taktisch würde ich persönlich das 3-5-2 favorisieren, mit Doorsoun vor der Abwehr, aber das wird sie mir wohl nicht gönnen, die gute Jones.

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