Champions League: Wolfsburg jubelt, Bayern bangt

Von am 4. Oktober 2017 – 22.29 Uhr 25 Kommentare

Der VfL Wolfsburg steht nach einem klaren Hinspielsieg bei Atlético Madrid im Hinspiel der Runde der letzten 32 bereits mit einem Bein im Achtelfinale. Der FC Bayern München muss nach einer Niederlage bei den Chelsea Ladies hingegen ums Weiterkommen zittern.

Spielszene zwischen Atlético Madrid und dem VfL Wolfsburg

Pernille Harder (re.), hier im Duell mit Andrea Pereira, brachte anfangs der zweiten Halbzeit den VfL Wolfsburg auf Kurs. © imago/Agencia EFE

Der VfL Wolfsburg gewann bei Atlético Madrid mit 3:0 (0:0). Nach torloser erster Halbzeit brach Pernille Harder den Bann (47.), ein Eigentor von Silvia Meseguer (78.) sowie ein Treffer von Ewa Pajor (86.) sorgten für die Wölfinnen für eine komfortable Ausgangsposition für das Rückspiel.

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Geduldig auf die Chancen gewartet

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meinte: „Das war ein sehr gutes Fußballspiel auf einem hohen Niveau, das sehr intensiv geführt wurde. Zunächst sind wir etwas schwerer in die Partie gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir jedoch mehr die Kontrolle gesucht. Wir wussten, wir müssen geduldig sein, da unsere Chancen kommen werden – und so haben wir am Ende auch verdient gewonnen.“

Bayern trifft das Tor nicht

Der FC Bayern München unterlag vor 2.136 Zuschauern im Kingsmeadow Stadium von Kingston upon Thames bei den Chelsea Ladies mit 0:1 (0:1). Drew Spence erzielte früh den Treffer für die Gastgeberinnen (10.). Den Münchenerinnen gelang trotz Überlegenheit und einer Reihe von Chancen kein eigenes Tor.

Moser trifft für Zürich

Eine ordentliche Ausgangsposition verschaffte sich der FC Zürich Frauen durch ein 1:1 (1:1) bei Gintra in Litauen. Dabei erzielte Martina Moser den Führungstreffer der Schweizerinnen (18.). Doch Zenata Coleman gelang postwendend der Ausgleich (23.).

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St. Pölten auf verlorenem Posten

Auf ein Minimum gesunken sind hingegen die Chancen des österreichischen Meisters FSK St. Pölten, der auf eigenem Platz mit 0:3 (0:3) gegen Manchester City FC unterlag. Demi Stokes (23.), Steph Houghton (31.) und Nikita Parris (35.) trafen für die Engländerinnen.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Manchester City wird längere Zeit auf Pauline Bremer verzichten müssen, die am Samstag im Spiel gegen Everton einen Beinbruch erlitten hat.

    https://www.soccerdonna.de/de/bremer-mit-beinbruch/news/anzeigen_4870.html

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  • holly sagt:

    die englische n11 war natürlich erfolgreicher als die deutsche. ich nenn es mal glück. spielerisch sehe ich bei der n11 und den englischen clubs keine weiter entwicklung.
    weder bei der letzten wm oder em konnte england spielerisch überzeugen. schon garnichts zu sehen war von den so hoch gepriessenen spielsystem wechsel usw. das war und ist immer noch übelster kick and rush.
    bayern sehe ich in dieser saison nicht so stark wie vor zwei jahren. mein tipp ist das freiburg sich locker platz sichern wird.
    es ist schon komisch solange bachmann und bussaliga in wob gespielt haben waren sie schlecht. bei einem anderen club sind sie auf einmal alle toll.

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  • Fan2 sagt:

    @holly: Wen siehst du denn aktuell als Maßstab für internationale Klasse? Man kann natürlich an allem und jedem was aussetzen. Aber Tatsache ist, dass Chelsea und ManCity unter den Top 8 Teams in Europa gehören. Wen willst du sonst da haben? In Deutschland gibt es aktuell vielleicht 2-3 Teams (Wolfsburg, Freiburg, Potsdam), in Frankreich max. 2 (Paris und Lyon), wobei sich Paris gar nicht für die CL qualifiziert hat. Dazu vllt noch Barca oder Rosengard, das wars.

    Wenn dir schon Chelsea oder ManCity nicht gut genug sind, wer denn dann? Oder England? Wenn dir England nicht gut genug ist, wer denn dann? Etwa Japan, die 2016 die Olympischen Spiele verpasst haben? Etwa Deutschland? Etwa Österreich?

    Ja, es gibt Mannschaften wie Holland, Dänemark und die USA. Meinst du diese?

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  • holly sagt:

    @Fan2, man muss eindeutig feststellen das leider das Niveau im FF in den letzten Jahren in vielen Nationen zurück gegangen ist. Man kann natürlich auch sagen die sogenannten kleinen Nationen haben aufgeholt.
    Mir geht das dabei hauptsächlich darum das ich schöne Spiele sehe und nicht diesen Mauerfussball sowie z.B. von Chelsea gegen Bayern.
    Für meinen Geschmack gab es bei der EM auch nur ein wirklich ansehnliches Spiel und das war komischerweise das Endspiel.
    Mannschaften wie Österreich oder Dänemark(außer das Endspiel). Haben nur solange schönen ansehnlichen Fussball gespielt solange sie gegner hatten die das Spiel gemacht haben.
    Wenn man nur nach dem Erfolg geht, kann man die Nationen natürlich hervorheben. England war vor acht Jahren schonmal gegen Deutschland im Endspiel einer EM. Seitdem hat sich an der Spielweise der Engländerinnen nix geändert. Ich weiss nicht wo manche da Fortschritte sehen. Ok sie schlagen jetzt die Deutschen aber eher weil die Deutschen so schlecht sind und nicht England so gut.
    Guck dir mal den Nachwuchs in Schweden und Norwegen z.B. an. Sie haben sich nicht mal für die EM dieses Jahr qualifiziert und fehlen dann auch nächstes Jahr bei der U20 WM. Gerade für junge Spielerinnen sind solche Spiele enorm wichtig für die Entwicklung.

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  • holly sagt:

    ich gehe davon aus das Bayern heute ausscheidet. Nach den vielen Abgängen im Sommer und eher neu geholten Ergänzungspielerinnen wird es meiner Meinung nach nicht reichen. Lass mich aber gerne eines besseren belehren.
    Bei Frankreich muss der zweite Vertreter Montpellier auch Gas geben nach der 0:1 Heimniederlage.

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