Frauen-Bundesliga: So lief der 4. Spieltag

Von am 1. Oktober 2017 – 17.34 Uhr 27 Kommentare

Am vierten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga kamen der VfL Wolfsburg und Bayern München zum Auftakt der Englischen Wochen zu Siegen. Ebenfalls erfolgreich verlief das Debüt von Frankfurts neuem Trainer Niko Arnautis.

Spielszene zwischen dem FF USV Jena und dem 1. FFC Frankfurt

Frankfurts Kumi Yokoyama (li.) bescherte ihrem neuen Trainer Niko Arnautis ein gelungenes Debüt. © Holger Peterlein

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Peter trifft bei Wolfsburg-Sieg

Meister VfL Wolfsburg gewann beim MSV Duisburg vor 659 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg trotz einer Vielzahl von Chancen nur mit 1:0 (1:0). Babett Peter erzielte den Treffer des Tages (33.), die Wolfsburgerinnen feierten im vierten Saisonspiel den vierten Erfolg und blieben dabei auch zum vierten Mal ohne Gegentreffer.

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meinte: „Wir sind ein bisschen schwer reingekommen, was auch daran lag, dass der Platz in einem sehr schlechten Zustand war. Trotzdem konnten wir das Tempo hochhalten und uns sehr gute Chancen erspielen. Schon in der ersten Halbzeit hätten wir das eine oder andere Tor mehr machen können, nach dem Wechsel haben wir fünf oder sechs Hochkaräter liegen gelassen und Duisburg damit unnötig lange im Spiel gehalten.“

Bayern München souverän

Der FC Bayern München gewann vor 1.760 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion von Sinsheim bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 4:0 (2:0). Simone Laudehr (17.) und Fridolina Rolfö (39.) trafen vor der Pause, in der zweiten Halbzeit waren Kristin Demann (49.) und Lineth Beerensteyn (63.) erfolgreich.

Drei Tore von Klara Bühl bei Freiburgs Kantersieg

Der SC Freiburg kam vor der mickrigen Kulisse von 100 Zuschauern im Kölner Südstadion zu einem 7:0 (4:0)-Sieg bei Aufsteiger 1. FC Köln. Lina Magull brachte die Gäste mit einem Doppelschlag auf Kurs (26., 29.), Klara Bühl baute die Führung rasch aus (32., 42.). Erneut Bühl (47.) und zwei Mal Giulia Gwinn (58., 60.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Das Spiel hatte mit 30 Minuten Verspätung begonnen, da die Freiburgerinnen wegen des Köln-Marathons und eines Staus mit Verspätung anreisten.

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Freiburgs Trainer Jens Scheuer meinte: „Es war ein verdienter Sieg, der bei konsequenterer Chancenverwertung noch höher hätte ausfallen können. Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Vor dem Spiel hätte niemand erwartet, dass wir hier so deutlich gewinnen, gerade wenn man Kölns bisherige Ergebnisse und Leistungen sieht. An der Chancenverwertung werden wir weiter arbeiten, aber bei einem 7:0 kann man da sicherlich darüber hinwegsehen.“

SC Sand verliert auch zweites Heimspiel

Der SC Sand verlor vor 711 Zuschauern im Orsay-Stadion gegen die SGS Essen trotz Führung am Ende mit 1:3 (1:0). Anne van Bonn brachte die Gastgeberinnen früh durch einen von Linda Dallmann verursachten Handelfmeter mit 1:0 in Führung (5.). Doch nach der Pause gelang Ina Lehmann nach Dallmann-Freistoß per Kopf der Ausgleich (65.).

Dallmann selbst brachte die Gäste in Führung (80.), die eingewechselte Lea Schüller setzte den Schlusspunkt (87.). „Ich bin von der Art und Weise enttäuscht“, so das Fazit von Sands Trainer Sascha Glass. „Wir kamen nicht ins Spiel rein und bis auf Johanna Tietge und Anne van Bonn hatten alle anderen Spielerinnen eine negative Zweikampfbilanz.“

Frankfurt siegt bei Arnautis-Debüt

Der 1. FFC Frankfurt hat sein Gastspiel beim FF USV Jena vor 411 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 1:0 (1:0) gewonnen und seinem neuen Trainer Niko Arnautis einen gelungenen Einstand beschert. Kumi Yokoyama erzielte kurz vor der Pause den einzigen Treffer der Partie (43.).

Potsdam gegen Bremen am Montag

Zum Abschuss des vierten Spieltags stehen sich dann am Montag ab 18 Uhr der 1. FFC Turbine Potsdam und der SV Werder Bremen gegenüber.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Helmut sagt:

    Scheinbar bin ich jede Menge an Leuten hier auf die Füße getreten sonst hätte ich nicht so viele Daumen runter geerntet!
    Aber solche Sprüche wie von @FFFan ich zitiere „oder hat Wörle hier auf einen Schlag fünf prominente Spielerinnen gegen sich aufgebracht?“ ist eher B…-Zeitungs Niveau. Auf die Idee das besagte Spielerinnen einfach nur verletzt oder angeschlagen sind ist @FFFan wohl nicht gekommen.

    (-2)
  • FFFan sagt:

    @ bale:
    „hätten die männer,als sie pizarro kauften nicht noch eine abwehrspielerin holen können?“

    Sollen sie vielleicht A.Krahn aus dem ‚Altenteil‘ zurückholen? Bedenke, dass bis Ende Dezember nur vertragslose Spielerinnen verpflichtet werden können!

    @ enthusio:
    „Schade, dass es aus Sand gestern keinen Liveticker gab.“

    Aus Sand scheint es nie einen Liveticker zu geben. Beim ersten Heimspiel war es jedenfalls auch schon so.

    @ Detlef:
    „Aber am meisten regte er sich über die Schiris auf!!! „Das kannste ja vergessen, das ist unterste Kreisklasse“ war sein vernichtendes Urteil!!!“

    Dann soll er es doch besser machen!!! Solche Nörgler können dem FF gestohlen bleiben…

    @ Helmut:
    „Halte dich bitte mit solchen flappsgen Spürchen zurück, wenn du die Hintergründe nicht kennst! Es gibt nämlich immer zwei Seiten einer Medalie und die meisten von uns sehen nur die glänzende Oberseite!“

    Ich weiß nicht, wovon hier die Rede ist! Vielleicht klärst du uns mal über die „Hintergründe“ auf?!

    @ Zoo:
    „Ich bin immer wieder genervt von der Berichterstattung der FBL. Den deutschen Meister haben wir nach dem vierten Spieltag noch nicht einmal live erleben dürfen.“

    Nun ja, die bisherigen Gegner hießen Hoffenheim, Sand, Jena und Duisburg. Da geht es nur um die Höhe des Sieges. Für neutrale Zuschauer ist das nicht besonders interessant.
    Aber am nächsten Spieltag kommt Turbine Potsdam – es wird sogar von einer Live-Übertragung im Free-TV gemunkelt…! 😉

    (2)
  • SCF Klausi sagt:

    @FFFan

    Deine Argumentation betreffs TV Übertragungen hinkt aber gewaltig.

    Was legitimiert die Paarung München : Köln,der fünfte gegen den letzten zu einem Spitzenspiel,während sich am selben Spieltag Freiburg : Potsdam,der zweite gegen den Dritten gegenüberstanden ? Von dieser Paarung gab es nur als Zusammenschnitt ein paar mickrige Minuten auf DFB.TV zu sehen.

    Während man dem Frauenfußballfan am TV ein Spiel servierte,wo es nur darum ging,welche Mannschaft sich an Einfallslosigkeit überbietet wurde ihm das echte Spitzenspiel,wo alles geboten war was man sich wünscht,vorenthalten.

    So langsam sollte man bei den Sendeanstalten und beim DFB eigentlich wissen,welche Paarungen für den Zuschauer interessant sein können.Zudem hatte München in dieser Saison auch erst einen wirklich starken Gegner.Also kann das nicht das Argument für eine Überpräsenz der Müncher im TV sein.

    (6)
  • ajki sagt:

    „es wird sogar von einer Live-Übertragung im Free-TV gemunkelt…!“

    Zum „Gemunkel“ zum 5. Spieltag (15.10.):

    https://www.fussballgucken.info/fussball-deine-suche?competition=20&media=&team=&date=&s=Suchen

    (2)
  • Markus Juchem sagt:

    Das steht ja nun schon eine ganze Weile fest, siehe auch: https://www.womensoccer.de/frauenfussball-live-im-tv/

    (2)
  • Zaunreiter sagt:

    Ich hab hier noch was internationales aus den USA. Da ist die Liga zu Ende. Nach „europäischer Gleichung“ wäre jetzt der erste Meister. Doch der bekommt stattdessen den „community shield“. Letztes Jahr warens die Thorns und dieses Jahr sind die North Carolina Courage der community-shield-winner.
    Die Plätze für das play-off an diesem Wochenende haben sich ergattert:
    1. NC Courage
    2. Portland Thorns
    3. Orlando Pride
    4. Chicago Red Stars.

    Die Spiele heißen also:

    Portland Thorns – Orlando Pride (Samstag, 22 Uhr MESZ)
    NC Courage – Chicago Red Stars (Sonntag, 22 Uhr MESZ)

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  • enthusio sagt:

    Hier mal ein interessantes Interview mit Pernille Harder:

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/pernille-harder-naturlich-mochte-ich-die-beste-fussballerin-der-welt-sein/

    Zitat von ihr:
    „In Schweden kann man jedes Spiel der 1. Liga zumindest im Internet live sehen; in der Beziehung könnte man in Deutschland schon noch einiges lernen.“

    So ist es !
    Ich wünsche mir schwedische Verhältnisse.

    (3)