Frauen-EM: Deutschland spielt remis gegen Schweden

Von am 18. Juli 2017 – 0.46 Uhr 39 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat zum Auftakt der EM in den Niederlanden gegen Schweden remis gespielt. Im zweiten Gruppenspiel gewann Russland gegen Italien.

Im Rat-Verlegh-Stadion von Breda sahen 9.267 Zuschauer zwischen Deutschland und Schweden ein 0:0 der unterhaltsameren Art.

Gute Chancen auf beiden Seiten

Dabei hatte die DFB-Elf nach nervösem Beginn nach einer Leistungssteigerung in Halbzeit zwei gute Chancen durch die für die verletzte Svenja Huth eingewechselte Mandy Islacker. Doch auch die Schwedinnen kamen durch Einwechselspielerin Stina Blackstenius, die bereits im Olympia-Finale gegen Deutschland getroffen hatte, einem Treffer nah. Und so konnten am Ende beide Teams mit dem Remis gut leben.

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Lindahl verhindert DFB-Erfolg

Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl verhinderte die beste deutsche Chance, als sie reflexartig eine Abnahme von Mandy Islacker nach Vorarbeit von Dzsenifer Marozsán mit den Fingerspitzen übers Tor lenkte (83.). „Es war eine gute zweite Halbzeit von uns, auf die wir aufbauen wollen“, so Bundestrainerin Steffi Jones. Dzsenifer Marozsán, die zur Spielerin des Spiels gekürt wurde, räumte ein: „In der ersten Halbzeit war viel Nervosität im Spiel.“

Logo der Frauenfußball EM 2017

Logo der Frauenfußball EM 2017 © UEFA

Sundhage zufrieden

Schwedens Trainerin Pia Sundhage meinte: „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber es war ein guter Turnierstart für uns. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Deswegen bin ich zufrieden, auch mit der Art, wie wir verteidigt haben.“

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Italiens Aufholjagd kommt zu spät

Im zweiten Spiel der Gruppe B gewann Russland gegen Italien mit 2:1 (1:0). Elena Danilova (9.) und Elena Morozova (26.) trafen für die Russinnen, den Italienerinnen gelang spät nur noch der Anschlusstreffer durch Ilaria Mauro (88.), doch trotz einiger Chancen gelang der Ausgleich nicht mehr.

Die Spiele am Dienstag

18.00 Uhr: Österreich – Schweiz (Deventer)
20.45 Uhr: Frankreich – Island (Tilburg)

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

39 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Es wird mir hier viel zu viel Wind um das Spiel gemacht. Ich habe mir die Situation in der Gruppe angesehen und vorher gedacht: „Das Spiel geht Unentschieden aus und viele Tore werden wohl nicht fallen.“ Ich danke, sowohl Schweden als auch Deutschland haben ihr Ziel erreicht, nicht zu verlieren und „zu Null“ zu spielen. Damit ist die Gruppenphase quasi durch und man kann gegen Russland und Italien das Zusammenspiel verfeinern. Es war also ein typisches Auftaktspiel, zumal es gleich gegen den zweiten Gruppenfavoriten ging.

    Zum Spiel ist schon Vieles gesagt, aber manchmal zu negativ, weil einfach die Gruppensituation nicht als Grundlage gelegt wurde.

    Ein paar Sachen sind mir trotzdem aufgefallen: Demann hat die Rolle der 6 ganz anders gespielt als ich sie bisher gesehen habe. Wenn das von Jones so geplant war, ist eine deutliche Handschrift auf dieser Position zu sehen und ich glaube, dass nur Goeßling es ähnlich spielen kann, denn Demann ließ sich beim Aufbau immer zwischen die IV fallen und zum Teil noch dahinter. Dadurch entzog sie sich der Bewachung und konnte das Spiel besser aufbauen als Henning und Peter. Die Beiden gingen dadurch nach außen und konnten so die Außenverteidigerinnen noch weiter nach vorn schieben. Das sollte in meinen Augen ausgebaut werden, weil man dadurch noch schneller über außen spielen kann. Es hat aber den Nachteil, dass Demann vor sich viel leeren Raum gesehen hat, der nicht durch eine deutsche Spielerin besetzt war, weil Marozsan weiter nach vorn auf der 10 gespielt hat. Das hatte auch zur Folge, dass man sie locker doppeln konnte. Ich denke, dieses Vakuum im Mittelfeld muss noch irgendwie gefüllt werden, wenn man gegen Mannschaften wie England und Frankreich bestehen will.

    Das Andere, was mir eher negativ aufgefallen ist, dass die Ecken nicht konsequent von Marozsan getreten werden. Ich bin oftmals ein starker Kritiker von Marozsan. Aber es ist unzweifelhaft, dass sie den ruhenden Ball bei weitem am präzisesten zu dem Punkt spielen kann, an den er hin soll. Dann muss sie auch alle Ecken treten, dass da mal eine Sicherheit reinkommt und man Torchancen daraus kreieren kann. So kann man sich die Dinger auch schenken, wenn man da immer wechselt.

    Tja und dann Anja Mittag: Nach den Berichten vor dem Spiel wurde immer wieder betont, wie wichtig sie für die Mannschaft ist. Da ging es (witzigerweise) nicht so sehr um ihre Leistung. Da wurde wohl sowohl von ihren Mitspielerinnen als auch von Jones schmeichelhaft umschrieben, dass sie von der sportlichen Leistung nicht mehr ins Team passt. Aber der andere Aspekt kann ja genauso wichtig sein. Aber hier muss ich sagen, dass Mittag noch nie der Typ war, der andere mitreißt, der laut wird, der pushed. Nicht umsonst trägt sie in der Regel nie eine Kapitänsbinde. Im Spiel selbst war sie vorn, wie erwartet kaum zu sehen und auch die Abstimmung mit Huth und Islacker war nicht vorhanden. Aber Mittag war oft in der Balleroberung hinter Marozsan zu finden, genau in der Lücke zwischen Demann und Marozsan, die ich oben beschrieben habe. Da konnte sie ihre Laufbereitschaft und ihr Auge zeigen. Aber eigentlich braucht man dafür keine zweite Stürmerin, da hätte eine zweite 6 (Kemme/Goeßling) genauso gut funktioniert.

    Das Abseitsspiel der Schwedinnen hat gut funktioniert, auch weil Huth und später Islacker das so nicht auf der Pfanne hatten. Da zeigt sich die eingespielte Abwehr um Fischer. Da fehlte mir die Einstellung der Stürmerinnen durch das Trainerteam vor dem Spiel, zumal es das probate Mittel der etwas langsameren Schwedinnen gegen die schnellen deutschen Spitzen war. Es war also zu erwarten…

    Ansonsten kann man zu dem Spiel eben noch nicht viel sagen. ES war halt ein Auftakt und Mannschaften, die ein Turnier gewinnen wollen, steigern sich in aller Regel im Turnier und fangen nicht auf höchstem Niveau an.

    (19)
  • sangokaku sagt:

    Das eigentlich Beeindruckende an der sympathischen Kirsten Demann, einer Spielerin (ohne „Stammplatzgarantie“), die (auch hier im Forum) am positivsten auffiel war ihre Abgeklärtheit und Souveränität.
    Peters und Henning, die eigentlichen ‚Routinierten‘ sahen (mit all ihrer sog. Erfahrung) im Licht einer solchen Sicherheit doch eher ziemlich blass aus.

    Die Frage wäre dann höchstens noch, warum es für einen Trainerstab solange dauert dies zu erkennen?
    Schließlich spielt sie ja nicht erst seit gestern (guten) Fußball …

    (Aber jetzt hat man ja eine neue ‚Chefscoutin‘ – jetzt kann das nicht mehr passieren! 😉 )

    (13)
  • schnick sagt:

    wow @waiiy kluge Analyse

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  • Detlef sagt:

    @sangokaku,
    Die Frau heißt KRISTIN!!! 😉

    @waiiy,
    Ich kann vielem folgen, glaube aber nicht, daß weder Jones noch Sundhage die Gruppe im Sinn hatten!!!

    Steffi hat immer wieder betont, daß ihr das offensive Spiel sehr wichtig ist!!!
    So wichtig, daß mir das oftmals etwas zu sehr zu Lasten der Defensive geht!!!
    Sie will Tore sehen, und kein bundesgöttliches Rumgeeiere!!!

    Die Schwedinnen wollten endlich den „deutschen Dämon“ aus ihren Köpfen vertreiben!!!
    Selbst das Unentschieden ist für sie, die ja sonst immer verloren hatten somit ein Gewinn!!!
    Für einen Sieg hatten sie zu wenig investiert, und wohl auch immer noch viel zu viel Respekt vor den Deutschen!!!
    Aber auch ihnen ging es wohl eher um das Duell gegen den ewigen europäischen Rivalen, als um die Situation in der Gruppe!!!

    Die Situation im MF sehe ich aber ganz genau wie Du!!!
    Gerade für diese offensive 6, die ja eigentlich Däbritz spielen müßte, hätten wir viele Alternativen im Aufgebot!!!
    Dallmann, Kajickci, KEMME, DOORSOUN!!!
    Mit der Startelfgarantie für Däbritz hat sich Steffi einer Möglichkeit beraubt;
    1. auf den Gegner zu reagieren
    2. den Konkurrenzkampf im Team lebendig zu halten

    Das hier immer wieder das Fehlen von Alex Popp bedauert wird, kann ich nicht nachvollziehen!!!
    Gerade aus dem Wolfsburger Fanlager war immer wieder Kritik an ihr zu hören, daß sie eine ganz schlechte Saison gespielt hat!!!
    Warum soll so jemand fehlen???
    Reichen nicht Däbritz, Meier, Goeßling, MITTAG, und HENNING aus, die man ohne Leistungsnachweis mitgeschleift hat???

    (-1)
  • Aldur sagt:

    Dasselbe Auftaktergebnis, wie vor 4 Jahren – man könnte das als gutes Omen sehen, allerdings sind beide Situationen, auch ob der damaligen und jetzigen Gruppenkonstellation kaum vergleichbar.

    Der überschaubare Unterhaltungswert eines Spieles, in dem sich beide Mannschaften so dermaßen neutralisieren, dass es in Halbzeit eins quasi keinen zwingenden Torabschluss gab, ändert in meinen Augen nichts daran, dass das für beide Seiten ein ordentlicher Auftakt war. Die Schwedinnen haben die Niederlage gegen ihren Angstgegner vermieden. Unsere Mannschaft kann auf die Leistungssteigerung in Halbzeit zwei aufbauen.

    Einer Steigerung bedarf es vor allem im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor. Dort hat sich das Sturmduo Islacker/Kayikci in meinen Augen in der Schlussphase durchaus empfohlen. Ansonsten – wie schon vielfach erwähnt – Demann mit einer blitzsauberen Vorstellung auf der Sechs, und beide Außenverteidigerinnen mit deutlich mehr Licht als Schatten.

    Der etwas überraschende Erfolg der Russinnen gegen Italien wird auch nicht von Nachteil sein. Wenn es am Freitag gegen den mutmaßlich am unangenehmsten zu bespielenden Gegner geht, wird die Cabrini-Truppe gezwungen sein, auch selbst etwas zu versuchen, wenn die k.o.-Phase nicht nach dem zweiten Spiel schon unerreichbar sein soll.

    Ganz auf die leichte Schulter darf man die Italienerinnen aber auch nicht nehmen. In der zweiten Halbzeit haben die gegen Russland ein durchaus ordentliches Offensivspiel gezeigt. Allein Mauro – die bei der Fiorentina eine ordentliche Entwicklung genommen zu haben scheint – hätte die beiden Tore der Russinnen im Alleingang egalisieren müssen.

    (6)
  • holly sagt:

    viele hier können sich wohl nicht mehr an das olympia finale erinnern. da war der kick von beiden teams auch grauenvoll. verstehe nicht mit welchen erwartungen manche das spiel geschaut haben.
    beide nationen spielen seit geraumer zeit keinen attraktiven fussball mehr.

    auch die von vielen immer so hochgelobte schweiz hat nur das gezeigt was sie schon bei der letzten wm gezeigt haben, nämlich nix. da ist man nach enttäuschender leistung auch rechtzeitig ausgeschieden. wenn man diesmal nicht die vorrunde übersteht dürfte es das für mvt gewesen sein.
    sie haben zwar einige gute einzelspielerinnen, aber kein team das war schon bei der wm offensichtlich.

    (8)
  • enthusio sagt:

    Zitat Aldur: „Einer Steigerung bedarf es vor allem im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor.“

    Diese Erkenntnis ist nicht neu. An dieser Steigerung arbeitet Steffi Jones in den Lehrgängen mit ihrer Mannschaft intensiv spätestens seit dem diesjährigen She Believes Cup, wo ja die mangelnde Chancenverwertung als großes Manko unserer an sich spielstarken Mannschaft erkannt wurde.
    Insofern bin ich überhaupt nicht zufrieden mit dem Schweden-Spiel, weil ich an diesem wichtigen Punkt keine Verbesserung erkennen konnte. Im Gegenteil, diesmal gab es lediglich die beiden schwierig zu verwertenden Islacker-Torchancen.
    Die Offensive bleibt unser Sorgenkind, das hat das Spiel gegen Schweden leider erneut gezeigt. Zu allgemeiner Zufriedenheit beseteht überhaupt kein Anlass.

    @Detlef:
    Deine Einstellung zu Alex Popp teile ich überhaupt nicht. Eine kopfballstarke Spielerin ihres Typs hat uns gegen Schweden an allen Ecken und Enden gefehlt. Und leider sehe ich da auch keine mehr im Kader. Sie ist ein unersetzlicher Verlust.

    (7)
  • Detlef sagt:

    @enthusio,
    Es hilft doch aber nix, wenn diese „kopfballstarke Spielerin“ völlig neben sich steht!!!
    Genauso könnte ich immer eine ANJA MITTAG fordern und schön reden, und an die guten alten Zeiten denken!!!
    Aber die sind bei ihr lange vorbei!!!

    Und auch eine Alex Popp muß erst im Alltagsgeschäft wieder beweisen, daß sie in diese Natio gehört!!!
    Ansonsten haben wir die selben bundesgöttlichen Zustände mit Seilschaften von Lieblingen!!! 🙁

    (0)
  • bale sagt:

    na ja,vielleicht gibt es leider Phasen wo es keine torjägerinnen gibt wie grins,Prinz,pohlers,Müller.jetzt ist es egal hauptsache eine macht den ball rein.

    (3)
  • F.B. sagt:

    Auch ich teile die von vielen geäußerte Enttäuschung über den Auftritt der deutschen Mannschaft. Positiv zu vermerken ist zunächst, dass man gegen einen Finalisten von Olympia defensiv kaum etwas zugelassen hat. Drei von vier Abwehrspielerinnen machten einen richtig guten Job, wobei ich die Außenverteidigerinnen Anna Blässe und Carolin Simon – Letztere mit ihrem 4. Länderspiel – noch einmal hervorheben möchte. Josephine Henning zwar mit einer Steigerung gegenüber ihren letzten Auftritten in der NM, sie bleibt jedoch ein Sicherheitsrisiko und ist immer für einen Stellungsfehler gut.
    Kristin Demann einerseits mit einem sehr soliden und defensiv starken Auftritt, allerdings muss von einer Spielerin auf der Sechs offensiv etwas mehr erwartet werden. Gegen Schweden war eine solche Besetzung sicherlich nicht schlecht, gegen die beiden anderen Vorrundengegner würde ich sie aber lieber in die IV zurückziehen und eine etwas spielstärkere Lösung auf der defensiven Mittelfeldposition bevorzugen. Sicherlich hat sie ihre Leistung absolut gebracht, aber sie ist nun mal eine Verteidigerin und keine Spielerin, welche eine verknüpfende Funktion zwischen Defensive und Offensive herstellt und Vertikalpässe spielt.
    Für mich war auch Sara Däbritz die schwächste deutsche Spielerin, sie knüpft nahtlos an ihre schwache Saison bei Bayern an. Es ist nicht mehr viel übrig von ihrer Dynamik und Ballsicherheit, die sie bei Olympia an den Tag gelegt hat, und es ist mir völlig schleierhaft, warum sie immer noch in der Startelf steht. Ein Einsatz von Linda Dallmann wäre mehr als gerechtfertigt. Auch D. Marozsan war für mich erneut eine Enttäuschung, sie ist mal wieder in ihrem Turniermodus, d.h. man sieht nicht viel von ihr. Lina Magull für mich noch die beste Offensivspielerin, ihr sah man zumindest die Bemühung an, auch wenn sie nicht mehr ganz auf dem Level ihrer Liga-Saison zu sein scheint.
    Der Ausfall von Svenja Huth wiegt für mich schwer. Sollte Jones an einem Sturm Mittag/Islacker festhalten, gibt es zwei Spielerinnen, die sich am Spiel praktisch nicht beteiligen, wobei Mandy Islacker, im Gegensatz zu Anja Mittag wenigstens über Torgefahr verfügt. Ich hoffe in jedem Fall auf einen Einsatz von Hasret Kayikci.

    @enthusio:
    Was du zu Alex Popp schreibst, mag für die Jahre 2014 und 2015 zutreffend sein und mit Abstrichen auch noch für die erste Hälfte des Jahres 2016, aber ganz sicher nicht für die letzte Saison. Von ihrer früheren Kopfballgefahr ist aktuell nichts mehr übrig geblieben.

    (5)
  • enthusio sagt:

    @Detlef und @ F.B.:
    Das ändert nichts an der Tatsache, dass uns eine kopfballstarke Stürmerin/Spielerin an allen Ecken und Enden fehlt.
    Die hohen Flanken gegen die schwedische Abwehr blieben deshalb völlig wirkungslos.
    Der Frust im Kommentar von Schenschtschina Futbolista (s.o. Kommentar 2) ist völlig berechtigt.

    (3)
  • Detlef sagt:

    @enthusio;
    Darüber besteht doch völlige Einigkeit!!!
    Mit Lena Petermann haben wir allerdings eine große- ,und kopfballstarke Stürmerin im Kader!!!
    Warum die auf der Bank schmoren mußte, weiß allein Steffi Jones!!!

    Es ging F.B. und mir nur darum, den Mythos einer stärken Alex Popp zu relativieren!!!
    Denn das ist schon länger her!!!
    Nicht umsonst spielte sie in WOB zuletzt nur noch im defensiven MF, und eben keine Stoßstürmerin mehr, die ihre Kopfballstärke vorn ausleben konnte!!!

    Wäre sie also gesund geblieben, hätte sie einer anderen Stürmerin den Platz weggenommen, und das wäre sicher nicht ANJA MITTAG gewesen!!! 😉
    Und am Ende hätte dies nichts gebracht, weil Alex Popp eben nicht mehr die kopfballstarke Stürmerin vergangener Jahre ist!!!

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  • Aldur sagt:

    Popp wird ja seit längerem, sowohl im Verein, als auch in der Nationalmannschaft, schon nicht mehr als Stürmerin eingesetzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das jetzt geändert hätte. Insofern hätten wir ohne ihren Ausfall vielleicht eine zusätzliche Zielspielerin für Standards, eine kopfballstarke Stürmerin, die auch aus dem Spiel heraus mit Flanken gefüttert werden kann, würde aber immer noch fehlen. Ich vermute aber, dass die in der aktuellen Spielidee auch nicht unbedingt vorgesehen ist.

    (4)
  • rogerfehlerer sagt:

    @holly:Genau meine Meinung.Und aus meiner Sicht ist es leider so dass für den Konsumenten(neudeutsch Zuschauer)der Fußball der Natio nicht wirklich attraktiver geworden ist.Athletischer ja,mehr Medien Getöse ja-aber es fehlt das Salz in der Suppe:Tore,Zweikämpfe.Fast alle Länderteams haben (wie wir) die Lektionen gelernt wie man mit großer Diziplin die Abwehrreihen geschlossen hält,möglichst nie einen Ballverlust riskiert( lieber eine Ecke zur eigenen Torhüterin schlägt),immer nochmal quer spielt, nie einen Zweikampf eingeht.Und nie einen Schuss aus mehr als 5m riskiert.Für den gemeinen Zuschauer ist dieser Rasenschach auf der Suche nach der einen Überzahl Situation oft wenig erbaulich,der Rauten Fan mag seine Freude haben.
    Okay,ich übertreibe etwas-aber nur etwas 😉

    (9)
  • waiiy sagt:

    @rogerfehlerer: Wenn wir ehrlich sind, ist der Spielstil unserer N11 schon mindestens 6 Jahre so. Am Schluss steht aber auf dem Briefbogen von Frankreich „schön gespielt“ und von Deutschland „Europameister 2013 und Olympiasieger 2016“ in dieser Zeit. Anscheinend ist es nicht vereinbar, schön und erfolgreich zu spielen. Ich finde es ätzend und hoffe, dass zwei spielstarke Mannschaften im Finale stehen werden und nicht die, die am wenigsten Gegentore bekommen haben. Aber die Geschichte lehrt halt in aller Regel: „…defense wins championships“.

    (5)
  • Hanna Hinrich sagt:

    Die Doppel-Sechs als Grundidee:
    ====================
            Islacker
     Däbritz  Marozsan  Mittag
          Demann  Goeßling
    Simon  Peter  Henning  Maier
              Schult
    ====================

    Ein Turnier gewinnt man/frau nicht
    durch offensives Schönspiel,
    sondern über eine grundsolide Abwehr.

    Fußball ist Ergebnissport.

    Wen ich arg vermisse ?
      … Simone Laudehr und Celia Sasic …

    (0)
  • Detlef sagt:

    DPA vermutet;

    „Die voraussichtliche Aufstellung der DFB-Elf:

    Schult – Maier, Demann, Peter, Simon – Däbritz – Blässe, Magull – Marozsan – Mittag, Islacker“

    (0)
  • Dr Fuentes sagt:

    @Detlef

    „Darüber besteht doch völlige Einigkeit!!!
    Mit Lena Petermann haben wir allerdings eine große- ,und kopfballstarke Stürmerin im Kader!!!
    Warum die auf der Bank schmoren mußte, weiß allein Steffi Jones!!!“

    Nein. Ich weiß es ebenfalls. Petermann ist technisch viel zu schwach. Sie hat Stärken in der Defensivarbeit, im Zweikampf und bei Kopfbällen; sie ist allerdings eine schwache Kombinationsspielerin.

    Sie ist noch jung. Und daher auch noch entwicklungsfähig.

    Aber es ist beileibe nicht so, dass sie aufgrund ihrer überragenden Fähigkeiten spielen muss. Und 5 Bundesligatore in einer Saison, welche für Freiburg großartig war, ist nun auch kein Argument dafür, dass sie unbedingt spielen muss und nur Frau Jones keine Ahnung hat

    (2)
  • Detlef sagt:

    @Dr Fuentes;
    Es wurde die mangelnde Kopfballstärke in der deutschen Offensive bemängelt, eher nicht die fehlende Kombinationsstärke!!!
    Gerade gegen Schweden war das überdeutlich!!!
    Und dafür wäre Lena Petermann genau die Richtige gewesen!!!

    (-1)

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