Frauen-EM: DFB-Kader ohne Popp, Bremer und Elsig

Von am 30. Juni 2017 – 13.30 Uhr 47 Kommentare

Bundestrainerin Steffi Jones hat ihren aus 20 Spielerinnen und drei Torhüterinnen bestehenden Kader für die Frauenfußball-EM in den Niederlanden (16. Juli bis 6. August) bekanntgegeben. Dabei fehlen einige prominente Namen.

Aus dem 29-köpfigen erweiterten EM-Kader wurden Pauline Bremer (Olympique Lyon), Johanna Elsig (1. FFC Turbine Potsdam) und Lea Schüller (SGS Essen) gestrichen. Schon vorher vereinbart war, dass die beiden Torhüterinnen Lisa Schmitz (1. FFC Turbine Potsdam) und Carina Schlüter (SC Sand) nur an der Vorbereitung teilnehmen sollten, um Erfahrungen zu sammeln.

Popp fehlt verletzt

Bei der EURO fehlen wird auch Alexandra Popp. Die Stürmerin des VfL Wolfsburg hatte sich im Training am Mittwochnachmittag verletzt. Das MRT am heutigen Freitag ergab die Diagnose Außenmeniskusriss mit Dehnung des Außenbandes im linken Knie, Popp fällt damit mehrere Wochen aus. Jones erklärt: „Das trifft uns hart und ist eine bittere Nachricht, vor allem auch für Alex. Sie ist eine wichtige Spielerin für uns, aber wir werden als Team jetzt noch enger zusammenrücken und den Ausfall im Kollektiv ausgleichen.“

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Knappe Entscheidungen

Die Bundestrainerin weiter: „Wir hatten eine kurze, aber intensive Vorbereitungszeit, in der wir viele Erkenntnisse sammeln konnten. Am Ende waren es knappe Entscheidungen, denn die Qualität unserer Mannschaft ist sehr hoch. Bei Pauline und Johanna haben nur Nuancen entschieden. Beide haben auf ihren Positionen große Konkurrenz, denn wir haben einen ausgeglichenen, leistungsstarken Kader. Lea Schüller ist für uns eine Spielerin mit Perspektive, die wir weiter im Blick behalten. Für ihre Entwicklung waren die Erfahrungen auf diesem Niveau sehr wichtig.“

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Viel Erfahrung

Erfahrenste Spielerinnen des Aufgebots sind Anja Mittag (153 Länderspiele), Babett Peter (106 Länderspiele) und Lena Goeßling (93 Länderspiele). Dagegen haben Anna Blässe, Kristin Demann, Carolin Simon, Sara Doorsoun, Linda Dallmann, Lina Magull, Mandy Islacker und Hasret Kayikci noch nie eine EM oder WM mit der Frauen-Nationalmannschaft bestritten.

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Auftakt am 17. Juli

Die Vorbereitung auf die EURO wird mit dem Lehrgang in Heidelberg in der kommenden Woche abgeschlossen. Eingebettet darin ist das Länderspiel gegen Brasilien am Dienstag (17.45 Uhr, ARD live) in Sandhausen. Die Abreise in die Niederlande ist für den 12. Juli geplant. Dort trifft das Team in der Gruppenphase auf Schweden (17. Juli), Italien (21. Juli) und Russland (25. Juli.).

Das EM-Aufgebot im Überblick

Tor: Laura Benkarth (SC Freiburg), Almuth Schult (VfL Wolfsburg), Lisa Weiß (SGS Essen)

Abwehr: Anna Blässe (VfL Wolfsburg), Kristin Demann (TSG 1899 Hoffenheim), Kathy Hendrich (1. FFC Frankfurt), Josephine Henning (Olympique Lyon), Isabel Kerschowski (VfL Wolfsburg), Leonie Maier (FC Bayern München), Babett Peter (VfL Wolfsburg), Carolin Simon (SC Freiburg)

Mittelfeld: Sara Däbritz (FC Bayern München), Linda Dallmann (SGS Essen), Sara Doorsoun (SGS Essen), Lena Goeßling (VfL Wolfsburg), Tabea Kemme (1. FFC Turbine Potsdam), Lina Magull (SC Freiburg), Dzsenifer Marozsán (Olympique Lyon)

Sturm: Svenja Huth (1. FFC Turbine Potsdam), Mandy Islacker (1. FFC Frankfurt), Hasret Kayikci (SC Freibug), Anja Mittag (FC Rosengård), Lena Petermann (SC Freiburg)

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

47 Kommentare »

  • Aldur sagt:

    bale sagt:
    „wer sind eure Favoritinnen?meine England und ja den Französinnen würde ich es gönnen.und unsere Mädels können es den Männern nachmachen,Wenn es ein TEAM gibt.ps.wo kann ich die anderen spiele der em sehen??danke im voraus“

    Mit einem Favoritentipp tue ich mich diesmal schwer. Der Papierform nach haben Deutschland und Frankreich natürlich die meiste Qualität im Kader, vor allem auch in der Breite, so dass Ausfälle in der Stammelf ohne signifikanten Qualitätsverlust ersetzt werden können. Das ist bei anderen Nationen, die inzwischen auch eine starke erste Elf haben (England, Niederlande, Schweiz), oder auch bei den traditionell starken Skandinavierinnen (Schweden, Norwegen), meiner Meinung nach so nicht der Fall.

    Allerdings ist es für Deutschland das erste große Turnier nach Trainerwechsel und einem gewissen Kaderumbruch und die goldene Generation der Französinnen, die auf Vereinsebene in der Regel alles gewonnen haben, hat mit der Nationalelf bislang ein bemerkenswertes Unvermögen gezeigt, die PS bei großen Turnieren auf die Straße zu bringen. Von daher halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass wir diesmal einen „Überraschungs-Europameister“ bekommen, würde aber auf keine bestimmte Nation tippen wollen.

    Was die Übertragungen angeht, so zeigen ARD/ZDF nach eigener Aussage alle Spiele live – was nicht im TV kommt, läuft als Livestream (siehe hier: https://presseportal.zdf.de/pm/uefa-frauen-em-2017-bei-ard-und-zdf/)

    Eurosport wird aber wohl auch Spiele übertragen. Da geht für mich aus der Ankündigung aber nicht hervor, ob im TV, oder im kostenpflichtigen Player.

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  • Detlef sagt:

    Ich sehe Deutschland ganz klar als Topfavorit!!!
    Bisher hat es die DFB-Elf noch immer geschafft, die europäische Konkurrenz in die Schranken zu weisen, selbst wenn sie wie in Schweden nur ein schwaches Team aufbieten konnten!!!
    Die aktuelle Mannschaft ist für mich wesentlich besser, trotz der mitgeschleiften „Erfahrung“!!!

    Bei den französischen Frauen konnte man sich bisher noch immer darauf verlassen, daß wenn sie ihre Vereinstrikots ausziehen, und die Natiotrikots anziehen, mindestens eine Klasse schlechter spielen!!!
    Warum sollte es diesmal anders sein???
    Für ihre Schönspielerei gibt’s nun Mal keine Punkte!!!

    England war die große Überraschung bei der letzten WM!!!
    Sie könnten durchaus der größte Konkurrent in Holland werden!!!
    Aber haben sie auch einen breiten Kader, falls es zu Ausfällen kommt???

    Bei Holland bin ich gespannt, wie Miedema & Co bei Ihrer Heim-EM abschneiden werden!!!

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  • never-rest sagt:

    Topfavoriten bei der EM sind für mich Frankreich und Deutschland, und zwar genau in dieser Reihenfolge.

    Dahinter sehe ich in etwa auf Augenhöhe Schweden, England und Norwegen.

    Für Überraschungen könnten Spanien, Schweiz und der Gastgeber Niederlande sorgen.

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  • Hubbadubba sagt:

    Sehe die Deutsche Mannschaft im Gegensatz zu Detlef nicht als Favoriten an und könnte mir sogar eine große Enttäuschung vorstellen.

    Viele der Spielerinnen, die in der BL vielleicht in manchen Spielen gut aussehen, fehlt die internationale Klasse. Und genau diese hat Mittag nicht mehr.

    Ich sehe keine einzige deutsche Stürmerin, die das Prädikat internationale Klasse verdient.

    Magull, Dallmann und Kayikçi müssen erst einmal beweisen, dass sie mit der internationalen Härte und Robustheit umzugehen wissen. Eine Petermann fehlt die Technik und Islacker die Dynamik

    Wenn wir dann noch mit Kerschowski und Henning spielen sollten, würde mich ein Ausscheiden im Viertelfinale nicht überraschen.

    Ich hoffe aber, dass uns Maroszan, Goessling und Däbritz davor bewahren.

    Ihr könnt diesen Post gerne als Antithese zu Detlefs Beitrag auffassen

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  • tomasz87 sagt:

    @Hubba

    Möchte halfen erklären hir Antithese.Falls deutsch Publikum hier nicht wisse was heissen. Ist Gegensatz in Meinung.

    (-11)
  • tomasz87 sagt:

    Blässe hoher Wert Unterhaltung. 5te Fehlpass zu 5m weit stehende Gegner. Quaselkommentarer: „zu duchsichtig“. grosse Radio-Show.Sollte Top-Zuschlag

    (-2)
  • bale sagt:

    vielen dank Aldur für die infos für em spiele und auch allen anderen,die ihre tips abgegeben haben.es wird richtig spannend.

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