EURO 2017: Neuling Lea Schüller im vorläufigen EM-Kader

Von am 2. Juni 2017 – 11.51 Uhr 27 Kommentare

Bundestrainerin Steffi Jones hat einen 29 Spielerinnen umfassenden Kader für die Vorbereitung auf die Frauenfußball-EM in den Niederlanden benannt. Dabei fehlen zwei prominente Namen, allerdings gibt es auch einen Neuling.

Während Lena Goeßling (VfL Wolfsburg) in den Kader zurückkehrt, fehlen nach ihren langen Verletzungen Simone Laudehr und Melanie Leupolz (beide FC Bayern München). Erstmals mit dabei ist Stürmerin Lea Schüller (SGS Essen). „Lea ist eine interessante Spielerin, sie ist uns sehr positiv in den U-Teams und in der Liga aufgefallen. Sie soll nun bei uns auf diesem Niveau Erfahrungen sammeln.”

Goeßling auf gutem Weg

Darüber hinaus erklärt Jones: „Lena ist wieder voll belastbar, hat im Vereinstraining einen sehr guten Eindruck gemacht und ist für uns mit ihrer Erfahrung und Variabilität eine wichtige Spielerin. Simone ist dagegen noch immer im Aufbautraining, die EM kommt für sie nach ihrem Syndesmosebandriss noch zu früh. Melanie hatte zuletzt in der Bundesliga zwar wieder Spielanteile, ist allerdings nach ihrer Knieverletzung immer noch nicht ganz beschwerdefrei und damit nicht voll belastbar. Wir haben gemeinsam mit den Spielerinnen und den jeweiligen medizinischen Abteilungen sowie unseren Ärzten entschieden, dass eine Nominierung zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn ergibt.”

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Lea Schüller

Lea Schüller steht im vorläufigen EM-Kader © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Schmitz und Schlüter unter den Torhüterinnen

Im vorläufigen Aufgebot stehen fünf Torhüterinnen: Almuth Schult (VfL Wolfsburg), Laura Benkarth (SC Freiburg), Lisa Weiß (SGS Essen), Lisa Schmitz (1. FFC Turbine Potsdam) und Carina Schlüter (SC Sand). “Beide haben sich ihre Nominierung aufgrund konstant guter Leistungen über die Saison verdient”, so Jones über Schmitz und Schlüter.

Bekanntgabe des EM-Kaders am 5. Juli

Die EM-Vorbereitung beginnt am 18. Juni, insgesamt stehen drei Maßnahmen bis zur Abreise in die Niederlande am 12. Juli an. Die EM-Generalproble wird am 4. Juli (17.45 Uhr, ARD live) in Sandhausen gegen Brasilien stattfinden.

Jones sagt: “Wir haben zwar nur 15 Tage EM-Vorbereitung. Diese wollen wir jedoch intensiv nutzen. Es gilt, Abläufe zu optimieren und uns als Team zu finden.” Das drei Torhüterinnen und 20 Feldspielerinnen umfassende finale EM-Aufgebot soll am 5. Juli bekanntgegeben werden.

Der vorläufige DFB-Kader für die EM im Überblick

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Ich bin da ziemlich zwiegespalten, wenn ich mir den Kader so ansehe!!!
    Zum einen hat Steffi Jones einige vielversprechende junge Talente eingeladen (Schlüter, Schüller), und auch ein paar neue Spielerinnen (Simon,Kayikci,SCHMITZ,ELSIG), die bei ihrer Vorgängerin keine Berücksichtigung fanden!!!

    Aber es geht leider auch bei Steffi weiter wie seither, daß Nominierungen ohne ausreichenden Leistungsnachweis (MITTAG,Popp,Meier,HENNING,Däbritz,Goeßling) getätigt werden!!!
    Das wären meine Streichkandidatinnen!!!

    OK, es fehlt eine Torfrau!!!
    Carina Schlüter darf sehr zufrieden mit der Einladung sein, und sie sollte jede Minute genießen, die sie im Kreise der Natio sein darf!!!
    Aber für sie kommt diese EM noch etwas zu früh!!!

    Also welche Streichung ziehe ich wieder zurück???
    Da Lena Goeßling nur aus Verletzungsgründen auf diese Streichliste gelangt ist, und nicht wegen mangelhafter Leistungen die ganze Saison hindurch, würde ich ihr eine Chance geben, auch wegen der durchaus berechtigten Gründe die F.B. ansprach!!!

    @Fan,
    Falls Dein Beitrag nicht ironisch gemeint war (es fehlt jeglicher Hinweis darauf), dies hier ist ein Fan-Blog!!!
    Also dürfen hier auch gewöhnliche Fans ihre Meinung kundtun!!!
    Wenn Dir das auf den Keks geht, bitte suche Dir einen Blog, wo nur TrainerInnen und/oder ÜbungsleiterInnen, meinetwegen auch nur BundestrainerInnen schreiben dürfen!!! 😉

    (0)
  • FFFan sagt:

    Potentielle ‚Streichkandidatinnen‘ für mich: L.Schmitz, C.Schlüter, K.Demann, S.Doorsoun, L.Petermann und L.Schüller.

    Allerdings befürchte ich, dass sich infolge von Verletzungen die Zahl der letztendlich zu streichenden Spielerinnen noch verringern wird.

    (4)
  • Zaunreiter sagt:

    @Detlef: 1. Grundsatz im Internet: Don’t feed the trolls. 😉

    OT: Pauline liesst sich wie eine Jedi-Schülerin 😉

    Meine Streichkandidatinnen wären Schulth, Goeßling, Schlüter, Henning, Popp und Mittag. Aber vielleicht wird ja die eine oder andere Staats-Schauspielerin in der Endphase der EM gebraucht. 😉

    (1)
  • Fan sagt:

    @Detlef,

    mein Beitrag ist ironisch gemeint. Den Hinweis hab ich leider vergessen, sorry!
    Mir geht dass nicht auf den Keks und ich bin auch für Meinungsfreiheit. Aber ich amüsiere mich hier manchmal köstlich über gewisse Beiträge und das ist doch auch erlaubt,oder…?

    (4)
  • alejandro sagt:

    Hört auf zu heulen! Leupolz ist kein Verlust! Däbritz schon eher.Das Klasen, Faißt und Simon nicht nomminiert worden sind ist in Ordnung. Streichen sollte man auch Weiß und dafür Schlüter nominieren. Ferner sollten auch Frau Doorsun,Mittag,Meier und Frau Lena G. gestrichen werden.

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

    (-5)
  • JK sagt:

    Ich kann es aber absolut nicht nachvollziehen, dass mit Raute im Mittelfeld gespielt wird, wenn man dann von einer Spielerin abhängig ist, die die komplette Rückrunde nicht gespielt hat (bzw als Backup nur Spielerinnen ohne jegliche internationale Erfahrung hat – doorsoun, demann).
    Für Marozsan, Däbritz oder Magull ist die Position meiner Meinung nach zu defensiv.
    Warum dann überhaupt das System mit Raute?

    (3)
  • F.B. sagt:

    @JK:
    Steffi Jones hat sich nach ihrer Amtsübernahme ja schnell auf dieses System festgelegt, ein Grund ist sicherlich auch, dass sie gegenüber dem ewig praktizierten 4-2-3-1 von Neid etwas ändern wollte. Ich finde das System grundsätzlich gut, weil man so mit zwei vollwertigen Stürmerinnen agieren kann, wobei sich auch jede der beiden mal ein wenig fallen lassen kann. Würde man mit einer Doppel-Sechs agieren, würden die Probleme auf dieser Position noch deutlicher hervortreten. Marozsan könnte natürlich den offensiveren Part auf der Doppel-Sechs bekleiden, aber dann fehlt immer noch eine defensivere Partnerin. Gleiches gilt für Magull und Däbritz, die für mich über noch weniger Defensivqualitäten als Marozsan verfügen. Egal welches System man wählt: Man benötigt eine Spielerin, welche den defensiven Part der Doppel-Sechs oder eben als alleinige Sechs vor der Abwehr der Spielaufbau organisieren und die Bälle verteilen kann und da sehe ich eben im 29 Spielerinnen umfassenden Kader nur Lena Gößling, die diese Aufgabe überzeugend erfüllen kann.

    (6)
  • FFFan sagt:

    @ JK:
    „Warum dann überhaupt das System mit Raute?“

    Was stellst du dir sonst vor?
    Auch in jedem anderen Spielsystem hätte mindestens eine Mittelfeldspielerin überwiegend defensive Aufgaben.

    (1)
  • JK sagt:

    Ich finde, dass man bei der Raute als alleiniger 6er schon eine sehr sehr hohe Verantwortung hat. Es mag sein, dass das mit goeßling gut geht, falls sie fit genug ist. Sie wird aber sicher nicht jedes Spiel durchspielen können (vorausgesetzt sie kann nach der Verletzung überhaupt spielen).
    D.h. diese Verantwortung wird höchstwahrscheinlich auch in engen Spielen auf Spielerinnen, die diese Position nicht mehr unbedingt gewohnt sind (Kemme, Hendrich?), international völlig unerfahrene Spielerinnen (Demann?) oder Spielerinnen mit (zu) viel Offensivdrang (Popp, Marozsan, Däbritz) übertragen.
    Bei zwei 6ern (zB 4-2-3-1) könnte man z.B. Hendrich, Demann, Popp etc an der Seite von Marozsan spielen lassen, was die Aufgabe für diese Spielerinnen mMn vereinfacht.
    Ich finde es generell auch nicht schlecht, dass 4-4-2 zu beherrschen, um es zB zu spielen, wenn man in Rückstand ist. Man würde dafür aber eine Mittelfeldspielerin für eine Stürmerin opfern, wobei wir mMn im Sturm aber nicht so gut besetzt sind, dass da unbedingt 2 von 5 spielen müssen. (Oder man lässt die eine Sturmposition von Spielertypen wie Magull, Dallmann, Däbritz,… spielen. Dann ist es aber auch kein richtiges 4-4-2 sondern eher 4-1-4-1)

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  • sonic sagt:

    Grundsätzlich halte ich es für keine gute Idee sich auf ein einziges System festzulegen. Hier hatte Jones seit ihrem Amtsantritt zu wenig Mut (im Gegensatz zu ihren Personalexperimenten).

    Dieses 4-4-2 mit Raute hat mich bisher in noch keinem Spiel wirklich überzeugt. Dieses System konzentriert sich sehr auf die Spielmitte und die Linien sind insbesondere für ein schnelles Umschaltspiel zu schlecht besetzt. Eigentlich übernehmen das ja nur die Außenverteidigerinnen und eh die da vorne sind, ist der Angriff längst ins Stocken geraten.

    Hab dazu gerade auch einen Artikel beim DFB gefunden und frage mich nun, weshalb die dort erwähnten Erkenntnisse nicht bis zum Frauenteam durchdringen.

    http://www.dfb.de/trainer/artikel/wie-deutschland-beim-confed-cup-dreierkette-testen-macht-sinn-2580/?no_cache=1&cHash=2a3f8fd0ab57bf789b2682137d12fd39

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  • Frank W. sagt:

    Es ist schon witzig! Jahrelang hat Potsdam mit Dreierkette gespielt, und da hieß es von einigen „Experten“ hier, das ist ein veraltetes System, niemand spielt im modernen Fußball so. Und nun wird die Dreierkette gehypt?

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  • Detlef sagt:

    @Frank W.
    Genau, so iss es!!!
    Und nun, wo viele Topvereine sich dieser „veralteten Spielweise“ wieder bedienen, praktiziert TURBINE mit neuem Trainer die jetzt wieder „veraltete“ Viererkette!!! 😉

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