Frauen-Bundesliga: Potsdam verliert Tabellenspitze an Wolfsburg

Von am 2. April 2017 – 17.00 Uhr 48 Kommentare

Am 16. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga hat der VfL Wolfsburg mit einem klaren Sieg gegen Hoffenheim die Tabellenspitze übernommen. Dabei profitierten die „Wölfinnen“ davon, dass der 1. FFC Turbine Potsdam sich mit einem Remis in Essen begnügen musste.

Wolfsburg wackelt nur am Anfang

Der VfL Wolfsburg ließ im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim nichts anbrennen und kam zu einem letztlich souveränen 4:0 (2:0)-Sieg. Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult verhindert zweimal gegen Nicole Billa und Fabienne Dongus beherzt einen möglichen Rückstand, Caroline Graham Hansen (26.) und Emily van Egmond (45.+2) trafen vor der Pause. In der zweiten Halbzeit waren Pernille Harder (48.) und erneut Van Egmond (77.) erfolgreich.

Potsdam lässt Punkte in Essen

Der 1. FFC Turbine Potsdam musste sich bei der SGS Essen vor 1.384 Zuschauern im Stadion Essen mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Zwar brachte Johanna Elsig eingeleitet durch einen Freistoß von Jennifer Cramer die Turbinen in Führung (26.), doch Charline Hartmann gelang in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit der Ausgleich in personeller Überzahl, als Laura Lindner an der Seitenlinie behandelt wurde (52.).

Anzeige
Spielszene VfL Wolfsburg gegen TSG 1899 Hoffenheim

Hoffenheims Sophie Howard (26) und Dóra Zeller jagen hinter Caroline Graham Hansen her © foto2press / Oliver Baumgart

Frankfurt gewinnt in Jena

Der 1. FFC Frankfurt gewann sein Auswärtsspiel vor 645 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld beim FF USV Jena mit 1:0 (1:0). Unter den Augen von Bundestrainerin Steffi Jones erzielte Mandy Islacker den einzigen Treffer der Partie (28.) in einer umkämpften, an Höhepunkte aber eher armen Partie.

Freiburg gegen Gladbach ohne Mühe

Der SC Freiburg gewann sein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach vor 576 Zuschauern im Möslestadion mit 4:0 (3:0). In der ersten Halbzeit sorgten Hasret Kayikci (16.) und Giulia Gwinn mit einem Doppelpack (21., 25.) früh für klare Verhältnisse. Kurz vor Ende der Partie traf Lina Magull zum Endstand (87.). Vor dem Spiel wurde Freiburgs Torhüterin und Kapitänin Laura Benkarth für 150 Pflichtspiele im SC-Trikot geehrt.

Jetzt lesen
Smidt Nielsen fällt mehrere Monate aus

Nullnummer im Abstiegsduell

Bayer 04 Leverkusen und der MSV Duisburg trennten sich im Duell zweier abstiegsgefährdeter Teams vor 538 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion mit einem 0:0.

Bayern schlägt Sand

Zum Abschluss des Spieltags gewann der FC Bayern München gegen den SC Sand mit 1:0 (0:0). Caroline Abbé erzielte spät per Abstauber den Treffer für die Münchenerinnen (80.).

[jsoncontentimporter url=“http://tab.fuzball.de/json/?season=27″]

{subloop:ranking:-1}

{/subloop:ranking}
[/jsoncontentimporter]

Tabelle Frauen-Bundesliga

Platz Team Spiele S U N Tore Tordifferenz Punkte
{tab.rank} {tab.team.name} {tab.team.nomatches} {tab.team.wins} {tab.team.ties} {tab.team.loss} {tab.team.goalsfor}:{tab.team.goalsagainst} {tab.team.tordelata} {tab.team.pkt}

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

48 Kommentare »

  • Ludwig sagt:

    @Detlef:
    Ich habe nicht nach F.B.s Motiven gefragt oder sie in Frage gestellt. Dann täte ich ja genau das, was mich an solchen Beiträgen stört. Ich habe absolut nichts dagegen, Dinge zu diskutieren. Das tu ich nämlich hin und wieder selbst. Aber wilde Spekulationen über Motive haben nichts mit einer im Grunde sachlichen Diskussion zu tun. Gar nichts. Und das erregt meinen Unmut. Und den äußere ich auch schon mal.
    Wenn es denn ein typischer Ludwig ist, dass ich an einer weitgehend sachlichen Diskussion interessiert bin und das kund tue, dann betrachte ich das als Lob. Vielen Dank dafür.

    (2)
  • F.B. sagt:

    @Ludwig:
    Was hat das denn mit „wilden Spekulationen“ zu tun, wenn nach den Motiven für einen Rücktritt fragt? Es macht doch etwa einen großen Unterschied, ob die Konzentration auf den Posten des Sportlichen Leiters freiwillig erfolgte oder von der Geschäftsführung gefordert wurde. Und natürlich auch, inwiefern die sportliche Entwicklung des Teams dabei einen Ausschlag gespielt hat. Das sind Fragen, die du mir als Anhänger des Vereins zugestehen musst, und um so etwas zu diskutieren, ist doch ein Forum da. Dass die Veränderung ein Resultat des Ausscheidens in der CL gegen Lyon ist, wie bale mutmaßt, halte ich jedoch für ziemlich unplausibel. Sicher hat man sich schon in der Winterpause zusammengesetzt und das geplant, überraschend bleibt nur der Zeitpunkt der Bekanntgabe.

    @Detlef:
    Ja, das ist alles völlig richtig, was du schreibst. Es ist auch definitiv besser, wenn die beiden Posten getrennt sind, Kellermann hatte einfach zu viel Macht inne. Dennoch überrascht es mich, dass er den Trainerposten nicht den des sportlichen Leiters aufgegeben hat. Ich stelle es mir sehr schwer vor, sich nach einer solch langen Zeit auf dem Trainerstuhl ins Büro zurückzuziehen.

    (1)
  • Altwolf sagt:

    @Detlef.
    R.Kellermann hat 2008/2009 erst als Trainer unter Manager Huhnholz gearbeitet und dann nach dessen Ausscheiden beide Funktionen übernommen. Hatte ich schon zuvor erwähnt.

    Also die „Vermutung“ er wäre zum Sieg der CL verpflichtet und deshalb „versetzt“ worden, ist für mich ziemlich „absurd“.
    Mit der Zielsetzung immer CL spielen zu wollen hatte man sich bei den Männern schon vor einiger Zeit Probleme gemacht und dieses „Ausrufen“ doch inzwischen relativiert und deshalb auch bei den deutlich erfolgreicheren Frauen das Ziel und den Anspruch möglichst immer um Titel spielen zu wollen formuliert.

    Die VW-Oberen interessiert hauptsächlich das „Standing“ dieses Teams in Europa u. möglichst auch darüber hinaus und sicherlich auch der Gegenwert, den sie im Marketing und im Ansehen der VFL Fußball GmbH gerade auch im Ausland insbes. auch in Asien (China)
    wiederfinden.
    Man gibt doch einem R.Kellermann ohne Not keinen unbefristeten Arbeitsvertrag, wenn man ihn nicht unbedingt im FF-Staff halten will.
    Ich hatte schon weiter oben erwähnt, er ist kein Vollbluttrainer, der nur auf dem Platz stehen möchte, sondern ein gelernter Bankkaufmann, dem, so glaube ich, die Managerfunktion noch mehr liegt und sicherlich diese Veränderung insbes. auch seiner Familie entgegenkommt.

    Zudem hat man sich offensichtlich von den Trainerqualitäten e. Stefan Lerch überzeugt und so den Schritt auch entsprechend vollzogen.

    Diese Idee, es könnte von der Geschäftsführung gefordert worden sein, ist für mich nicht realistisch, denn wenn das nicht in R.Kellermanns Sinne ist, dann wäre er wohl kaum noch in WOB und würde diesen Vorgang auch noch groß erläutern.

    Was sind das denn für Vorstellungen ? Sind wir hier kurz vor dem Abstieg ?

    Habt ihr die sportlichen Leistungen, die dieses Team gerade gegen Ol gezeigt hat, schon aus der Erinnerung getilgt ?

    (7)
  • Markus Juchem sagt:

    @Altwolf: Huhnholz soll wohl Bernd Huneke heißen, oder? 😉

    (2)
  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Achja, Bernd Hunnecke, kann mich noch gut erinnern!!! 😉

    Der Rest war hoffentlich nicht an mich gerichtet???
    Dann geht nämlich all der Unmut von Dir ins Leere!!!
    Ich bin da ganz der Ansicht von F.B.!!!
    Diese bestimmte „Vermutung“ hatte ja auch er bereits als unwahrscheinlich bewertet, und ich schließe mich dem an!!!

    Es überrascht halt der Zeitpunkt dieser Ämtertrennung!!!
    Ausgerechnet jetzt, wo die Wölfinnen wieder in die Spur zurück gefunden haben, und gleichzeitig einigen „personellen Ballast“ abgeworfen haben, ausgerechnet jetzt zieht sich der Macher des Erfolges hinter seinen Schreibtisch zurück, und überläßt die Früchte seiner Arbeit einem Anderen???
    Wie F.B. fällt auch mir das sehr schwer zu glauben, daß es allein seine Entscheidung war!!!

    Mit der sehr knappen Niederlage gegen den Titelverteidiger der CL hat das ganz sicher nix zu tun!!!
    Wie Du richtig beschrieben hast, hat sich Euer Team da sehr achtbar geschlagen!!!
    Vielleicht eher noch mit dem recht üppigen „personellen Ballast“, dessen Verpflichtung ja allein auf sein Konto ging!!!
    Da wollten die Chefs der VFL Fußball GmbH vielleicht für die Zukunft vorsorgen, daß da noch wer anderes draufschaut, bevor die Unterschrift drunter gesetzt wird!!! 😉
    Ist aber auch nur meine persönliche Spekulation!!!

    Altwolf schrieb;
    „Die VW-Oberen interessiert hauptsächlich das „Standing“ dieses Teams in Europa u. möglichst auch darüber hinaus und sicherlich auch der Gegenwert, den sie im Marketing und im Ansehen der VFL Fußball GmbH gerade auch im Ausland insbes. auch in Asien (China)“

    Nunja, das sehe ich schon etwas anders, aber OK, viele Titel sind diesem Ziel sicher nicht ganz abträglich!!! 😉
    Mit dieser Mannschaft und diesem finanziellen Background gibt es nur ein Saisonziel, das Triple!!!
    Dein Vergleich mit den Herren hinkt natürlich gewaltig, da dort die Konkurrenz viel stärker und breiter ist als bei den Frauen!!!
    Und WOB hat im FF einen völlig anderen Stellenwert als im MF, und das meine ich nicht nur tabellarisch!!!

    (-3)
  • Altwolf sagt:

    @Markus Juchem.
    Sorry, da hast Du Recht, es ging um Bernd Huneke.

    (3)
  • Altwolf sagt:

    @Detlef.
    Nein, der Anhang war nicht an Dich gerichtet.

    Sicherlich ist der Zeitpunkt auf den 1. Blick etwas irritierend, jedoch kann man den Äußerungen R.Kellermanns doch entnehmen, das man diesen Zeitpunkt offenbar bewußt gewählt hat, denn er sagte er würde ein „intaktes Team“ übergeben und entsprechend ja auch das Trainerteam beisammenbleiben.

    Diese Veränderung sollte also nicht den Anschein erwecken, man würde mit dem Zustand des Teams bzw. seiner Leistungen nicht zufrieden sein.
    Für mich impliziert das schon eine früher getroffene Entscheidung, die jetzt deshalb veröffentlicht wurde, da die Wölfinnen doch derzeit einen recht guten Eindruck vermitteln.

    Sollte da tatsächlich Kritik an R.Kellermann bestehen, dann können wir nur darüber rätseln, denn die vermutete Personalpolitik mit der ein oder anderen Fehlverpflichtung kann es eigentlich nicht sein, denn das passiert ja dem obersten VW-Management auch.

    In 1. Linie werden es die zunehmenden Ansprüche der Professionalisierung sein und der Aufwand, immer wieder gegenüber der nun zahlreicherer Konkurenz, gute Spielerinnen und Top-Talente zu verpflichten, nimmt sicherlich immer mehr zu.

    Nach 10 Jahren Trainerdasein, zunächst mit dem Aufbau eines Team, dann das Formen zu einem Top-Team und entsprechend dann das Niveau zu halten, kann auch eine gewisse Ermüdung bei R.Kellermann hervorgerufen haben, weshalb er vielleicht auch deshalb von neuen Impulsen und Input bezüglich der Übergabe an Stefan Lerch sprach.

    (5)
  • F.B. sagt:

    @Altwolf:
    Ich gehe mit dir konform, dass die Entscheidung sicher schon zu einem früheren Zeitpunkt (ich nehme die Winterpause an) getroffen wurde und nichts mit den letzten Ergebnissen zu tun hat. Auch denke ich, dass die durch eine Doppelfunktion entstandene Ermüdung und der Wunsch nach weniger Belastung eine Rolle gespielt hat.
    Folgendem von dir verfassten Absatz: „Sollte da tatsächlich Kritik an R.Kellermann bestehen, dann können wir nur darüber rätseln, denn die vermutete Personalpolitik mit der ein oder anderen Fehlverpflichtung kann es eigentlich nicht sein, denn das passiert ja dem obersten VW-Management auch.“
    kann ich aber aus zwei Gründen nicht zustimmen. Es war ja nicht nur der „ein oder andere“ Fehlgriff, sondern eine ganze Reihe von zum größten Teil prominenten Namen, die nicht die erwartete Entwicklung genommen haben und den Verein wieder verlassen haben bzw. im Sommer verlassen werden: Ogimi, Simic, Bussaglia, Bachmann, Jensen, Mittag. Darüber hinaus Kellermanns Fehleinschätzung bezüglich Lina Magull. Und das in einem Transferzeitraum von 1,5 Jahren. Dass man eine derart hohe Menge an Fehlgriffen bei der Geschäftsführung nicht als Kleinigkeit abtut, zeigt ja der Rausschmiss von Klaus Allofs beim Männerteam, der mit explizitem Verweis auf die Transferpolitik begründet wurde.

    Eine Sache wurde übrigens noch nicht diskutiert: Dass Kellermann in den letzten Jahren kaum eine Spielerin (die in dieser Saison leider durchgängig verletzte Joelle Wedemeyer ist da im Grunde die einzige Ausnahme) aus der U23 an die erste Mannschaft herangeführt hat. Sicher besteht da die Hoffnung, dass sich das mit dem neuen, aus der Jugend stammenden Trainer ändert.
    Es bleibt natürlich Spekulation, inwiefern diese beiden Fehler ausschlaggebend für die „Neustrukturierung“ waren. Dass sie keinerlei Rolle spielten, kann ich mir aber auch nicht vorstellen.

    (2)