DFB-Frauen lösen EM-Ticket

Von am 12. April 2016 – 20.47 Uhr 28 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat durch einen Arbeitssieg gegen Kroatien die Teilnahme an der EM-Endrunde perfekt gemacht.

Die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid gewann in Osnabrück durch Tore von Dzsenifer Marozsán (32.) und Anja Mittag (50.) mit 2:0 (1:0). Das Russland im Heimspiel gegen Ungarn nicht über ein 3:3 hinauskam, ist die deutsche Mannschaft in Gruppe 5 nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

Die DFB-Elf jubelt über einen Treffer gegen Kroatien

EM-Teilnahme perfekt: Die DFB-Elf bejubelt das 2:0 gegen Kroatien © foto2press / Oliver Baumgart

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Drei Änderungen in der Startformation

Vier Tage nach dem 6:0 in der Türkei wechselte Neid ihre Startformation auf drei Positionen. In der Innenverteidigung begann Babett Peter für Annike Krahn, links in der Viererkette bekam Tabea Kemme den Vorzug vor Kathrin Hendrich und auf der rechten Außenbahn kam Pauline Bremer für Anna Blässe zum Einsatz.

Tore durch Marozsán und Mittag

Ein perfekt getretener Freistoß von Marozsán aus 22 Metern brachte für die überlegene DFB-Elf die Führung (32.), Anja Mittag sorgte kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit mit einem nicht unhaltbaren Volleyschuss für den Endstand (50.).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • holly sagt:

    @SF, gegen einen Gegner wie Kroatien der sich aufs verteidigen beschränkt und auf Konter und den lieben Gott hofft hätte das auch andere machen können z.B. Däbritz Leupolz usw.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @holly
    Wenn, wie Du schreibst, Kroatien sich nur auf’s verteidigen beschränkt, hast Du das Spiel nicht gesehen, denn da gab es sehr wohl 2 für unsere Defensive nicht ungefährlichen Aktionen!
    Die eine davon solltest Du Dir in den DFB-TV-Highlights mal anschauen.
    Und ja, auch meine Oma könnte z.B. diese Rolle einnehmen! 😀
    Bei den Beiden von Dir Vorgeschlagenen wäre doch eine ziemliche Überforderung feststellbar gewesen, weil z.B. Leupolz derzeit nirgendwo eine Alternative abgibt. Sie läuft ständig hinterher und zwar ihrer Form, auch Eckbälle von ihr kann man vergessen. Schaue Dir mal die von Kerschowski zum Vergleich an!

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  • holly sagt:

    @ SF, naja nach vorne ging ja wohl bis fast garnix bei Kroatien.
    Ok, in HZ 2 hatte sie zwei Chancen. Im Gegensatz zum Hinspiel war ich von den Kroatinnen enttäuscht.
    Isabell auf der Maro Postion wäre totale Verschwendung ihrer Stärken gewesen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @holly
    Nicht nur, dass Du plötzlich doch einlenkst zzgl. dem Verweis auf das Hinspiel, wie kommst Du auf den Isabell und Maro-Vergleich?
    Ich schrieb nur von der Qualität ihrer Eckstöße und nichts weiter gegenüber denen von Leupolz. 🙁
    Ich glaube, generell mehr überlegen vor dem Schreiben, wäre nicht ganz unangebracht.

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  • holly sagt:

    @SF, ok da hab ich dann wohl was falsch verstanden. Wieso das ist kein einlenken. Es entspricht ja nunmal der Wahrheit das die Kroatinnen im Hinspiel viel besser gespielt haben. Was sind zwei Chancen in 90 Minuten?

    (-1)
  • Detlef sagt:

    @Hannis,
    Im Grunde sind wir wohl nicht so weit auseinander!!!
    Der DFB ist nicht mein „Feind“, aber er bietet für mich ständig Anlaß zur Kritik, und dabei gehts (zumindest mir) nicht um Bestechungsgelder an die Fifa!!! 😉

    Du nagelst mich jetzt etwas zu sehr auf die Körpergröße fest, aber darum ging es mir ja eigentlich gar nicht!!!
    Das Thema lautete;
    – mangelhafte Ballbehandlung,
    – hohe Fehlpaßquote,
    – fehlende Kreativität im Mittelfeld

    Deine Beispiele passen daher nur bedingt, denn Sandra Smisek war eher eine Läuferin und Kämpferin aber keine Technikerin!!!
    Ähliches trifft sicher auch auf Theresa Panfil und Ramona Petzelberger zu!!!
    Daher passen/paßten sie natürlich perfekt ins bisherige Schema der DFB-Elf!!!

    Bei Leonie Meier sind sicherlich schon sehr gute technische Fähigkeiten vorhanden, aber eine Technikerin wie Renate Lingor oder Dzsenifer Marozsan ist auch sie nicht!!!

    Nach der letzten-, erneut versemmelten WM kamen ja so Äußerungen, daß die Spielerinnen in Zukunft besser ausgebildet werden müßten,….und zwar von den Vereinen!!!
    Das war etwas völlig Neues, denn seither wurden die Kickerinnen ja nur in den DFB-Lehrgängen überhaupt richtig ausgebildet!!!
    Mittlerweile müssen wohl auch die DFB-Göttinnen zugeben, daß die Spiele in der Buli, im Pokal und in der CL oft anspruchsvoller und aussagekräftiger sind als alle Qualispiele der Natio!!! 😉

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  • FFFan sagt:

    @ Volker:
    „Eigentlich halte ich nichts von solchen „Qualifikationen“ da Sie ein falsches Bild vom Frauenfussball zeichnen.“

    Gibt es denn ein völlig ‚richtiges‘ Bild vom Frauenfußball?
    Anders gefragt: ergibt sich ein zutreffendes Bild des Frauenfußballs nicht erst aus einer Gesamtschau all seiner Erscheinungsformen?
    Frauenfußball – das ist doch nicht nur die Glitzerwelt der Women’s Champions League! Frauenfußball ist genauso der Alltag auf den staubigen Ascheplätzen der Amateurspielklassen, wo vielleicht außer ein paar Familienangehörigen niemand zuschaut.
    Ob Qualifikationsspiele gegen inferiore Gegner, das WM-Finale vor 50.000 Zuschauern im Stadion (und zig Millionen weltweit an den Fernsehbildschirmen) oder die B-Juniorinnen-Bundesliga – all das sind einzelne ‚Facetten‘, die erst zusammen ein Bild des Frauenfußballs ergeben!

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  • Volker sagt:

    FFFan: Leider hast Du meinen Kommentar völlig falsch verstanden, ich gebe dir sogar völlig Recht. Vergleich doch mal die Einschalt Quoten bei ARD-ZDF 1,5-2 Millionen Zuschauer mit den Quoten bei Liga Spielen auf Eurosport 150 000. Der Gedanke liegt nah das die Breite Masse ein falsches Bild vom Frauenfußball bekommt und weiter das diese Qualifikation Spiele gegen schwache Gegner eher ein falsches Bild zeichnen.

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