Champions League: VfL Wolfsburg steht im Halbfinale

Von am 28. März 2015 – 17.11 Uhr 44 Kommentare

Der VfL Wolfsburg steht zum dritten Mal in Folge im Halbfinale der UEFA Women’s Champions League. Beim schwedischen FC Rosengård kam der Titelverteidiger allerdings auch im Rückspiel nicht über ein Remis hinaus.

3:3 (1:2) hieß es am Ende eines erneut umkämpften Matches vor 5748 Zuschauern im schwedischen Malmö. Somit steht der VfL nach dem 1:1 im Hinspiel aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore im Halbfinale.

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Start nach Maß
Den Wolfsburgerinnen, die unter anderem auf Lena Goeßling verzichten mussten, war der Frust des Hinspiels anzumerken. Der Titelverteidiger ging beherzt in die Partie und erwischte einen Traumstart. Bereits in der vierten Minute erzielte Alexandra Popp nach einer Hereingabe von Noelle Maritz per Kopf das 1:0. Auch in der Folge hatten die Wolfsburgerinnen weitere Möglichkeiten. Martina Müller scheiterte in der achten Minute mit einem strammen Schuss an Rosengårds Torhüterin Zecira Musovic.

Rosengård mit Führung in die Halbzeit
Die Gastgeberinnen ließen sich von der Führung des VfL allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Nach Zuspiel von Therese Sjögran gelang Marta in der 24. Minute der Treffer zum Ausgleich. In der 42. Minute gelang es den Wolfsburgerinnen nicht, den Ball aus dem Strafraum zu befördern. Anja Mittag nutzte die Situation und traf zum 2:1. Eine Direktabnahme von Popp von der Strafraumgrenze brachte kurz darauf keinen Erfolg; es ging mit dem 2:1 der Gastgeberinnen in die Pause.

Alexandra Popps Doppelschlag stellte den Halbfinaleinzug sicher (Archivbild) © Sven-E. Hafft, girlsplay.de

Alexandra Popps Doppelschlag stellte den Halbfinaleinzug sicher (Archivbild) © Sven-E. Hafft, girlsplay.de

VfL dreht die Partie
Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Wolfsburgerinnen zurück in die Partie. Babett Peter gelang in der 55. Minute der Ausgleich. Ihren ersten Versuch hatte Musovic noch parieren können, beim anschließenden Kopfball war sie machtlos. Ebenfalls per Kopf war Popp in der 81. Minute erfolgreich. Als alles schon auf einen Sieg des VfL hindeutete, traf Sara Björk Gunnarsdottír in der dritten Minute der Nachspielzeit noch zum Ausgleich. Mehr war für Rosengård trotz einer weiteren Ecke allerdings nicht mehr drin.

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Beide schwedischen Vereine ausgeschieden
Damit steht der VfL im Halbfinale. Ebenfalls in der Runde der letzten Vier steht Dänemarks Brøndby IF, das mit Linköpings FC den zweiten schwedischen Vertreter aus dem Wettbewerb schmiss. Nach dem 1:0 im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften im Rückspiel nun 1:1. Paris Saint-Germain empfängt am Abend den schottischen Meister Glasgow City, morgen Mittag spielt der 1. FFC Frankfurt gegen Bristol Academy WFC.

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44 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Spielszenen:
    https://www.ndr.de/sport/fussball/VfL-Frauen-mit-Wut-im-Bauch-ins-Halbfinale,vflfrauen196.html

    Imponierend für mich einige Spielzüge auf beiden Seiten, etwa die Entstehung des 0:1 über mehrere Stationen mit der punktgenauen Maritz-Flanke auf den Kopf von Popp oder der Traumpass von Sjögran auf Marta, der zum 1:1 führte.

    Umgekehrt war das Fehlen von Gößling nicht nur bei den harmlosen Freistößen von Ogimi deutlich zu spüren.
    Dafür wurde Ramona Bachmann diesmal gut aus dem Spiel genommen, die ich eigentlich nur in der allerletzten Spielszene bewusst wahrgenommen habe.

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  • cosinus sagt:

    Glückwunsch an die WOB`innen !
    Bei meinen letzten Einschätzungen zu den Spielen habe gerade
    dies angesprochen – konzentriert euch auf die eigenen Stärken,
    dann …. . Ich finde Simic hat ein super Spiel gemacht, klar
    ist Kessler ein anderer Typ aber sie bringt gute Ideen ins Spiel. Frankfurt wird sich noch mehr ärgern über den Abgang
    von B. Peter !!!

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  • Cujo31 sagt:

    JUHU da ist das nächste Wochenspiel perfekt.
    Gibt doch nichts schöneres. Großes LOB an den Verband das er es einfach nicht schafft die Spieltage gescheit zu planen. CL-Halbfinale für deutsche Teams kommt ja auch so überraschend.
    Ein zerstückelter vorletzter Spieltag bringt ja echt viel Spannung.

    Ansonsten Glückwunsch an Wolfsburg.

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  • Maskal69 sagt:

    @Balea. Gut erkannt:-). Das hat sie sich verdient.
    Bei Hansen rot und bei einer Tätlichkeit außerhalb des Spielfeldes gelb in Ordnung finden, alles klar.
    Ich fand die Kommentatorin vom NDR hat es exakt auf den Punkt gebracht, sehr gut.
    Das hat nichts mit Rassimus zu tun!!
    Ich habe die Szene vom Algarve Cup halt noch nicht vergessen!

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  • dummkopf sagt:

    @balea
    Ist mir schon ein paarmal aufgefallen, dass, wenn es nicht um deine TP-Brille geht, einiges so schlecht nicht beobachtet ist, von dem was du äusserst (und natürlich sprachlich wie du es äusserst). Steckt in dir auch ein kleiner sheldon?

    Bei dem, der sich auf Fürth freut, braucht man sich aber keine Sorgen zu machen. Das scheint alles bloss wie fast immer eine nachgeplapperte Floskel – hier aus dem er/sie möchte mal den starken Mann geben Milieu. Sonst müsste man ja meinen, er will mal hinrennen zu Marta und ihr Mal seine Meinung von Respekt geigen – auf international verständlich. Oder vielleicht freut er sich auch nur darauf, ihr ein paar Buh-Rufe oder Pfiffe „reinzudrücken“. Sozusagen noch ein Pfeifen-Schlingel.

    Dabei darf man getrost davon ausgehen, dass meist das genaue Gegenteil von dem zutrifft, was da so gefloskelt wird – nicht nur beim starken Mann, sondern folgerichtig auch bei den Bewertungen der Spiele, der Trainer, der Mannschaften und natürlich der eigenen und der gegnerischen Spielerinnen.

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  • Altwof sagt:

    @balea.

    „Ich finde diese Hetzkampgane einfach nur noch bestürzend und erschreckend.“
    Eine solche Einstellung von dir, sollte dir Respekt erweisen, aber warum machst du das selbst in der genau „gleichen“ Weise, gegenüber Spielerinnen, die nicht bei Turbine spielen?

    Marta und Anonma sind zweifelsohne hervorragende Fußballerinnen, die sicherlich auch außerhalb des Fußballplatzes freundliche und angenehme Menschen sind, aber leider auf dem Platz sich immer wieder zu „Tätlichkeiten“ hinreißen lassen. Nur „dieses“ Verhalten wird zu Recht kritisiert.

    Foulspiele, ob nun von V.Bernauer, M.Müller o. A.Popp, die du so gerne beispielhaft immer wieder aufführst, werden in der Regel auch von den Schiris geahndet und auch, wie direkt im Anschluß an Martas Einsatz gegen M.Müller, mit „Gelb“ geahndet.

    „denen offener Hass entgegen schlägt.“ Sollte dies den Tatsachen entsprechen, ist das schlimm und dann solltest du dich auch im Einzelnen zu den Kommentatoren dazu äußern, aber nun nicht wieder
    “ Und ich bin inzwischen 100% davon überzeugt, dass Anonma in WOB beleidigt wurde, von wem auch immer“ mit dieser „pauschalierten“ Unterstellung das auf WOB reduzieren, zumal ja auf der Tribüne in WOB nicht nur VFL-Fans standen.

    Ich empfinde das „Fan-Sein“ als wesentlichen Bestandteil dieses Sportes und auch als wesentlichen Beitrag für die Emotionalität des Frauenfußballs, immer aber im Rahmen eines Respekes für die Fans und Spielerinnen der gegenerischen Clubs, so wie es eigentlich, bis auf wenige Ausnahmen, auch die Spielerinnen nach dem Spiel sich gegenseitig erweisen.

    Bei dir vermisse ich jedoch genau das, was du auf der anderen Seite hier so „anprangerst“.

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  • Jan sagt:

    Noch solche Pyrrhus-Ergebnisse – und Wolfsburg scheint verloren.

    Ob Sportschau u. Aktuelles Sportstudio die Frauen-CL auch gezeigt hätten, wenn Herren-BuLi-Spieltag gewesen wäre (u. dazu die Wintersportsaison noch liefe), darf jedoch bezweifelt werden.

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  • kelly sagt:

    ja ich freue mich auch auf ard und zdf diese berichte gesehen zu habenABER…Ich bezahle auch GEZ Zwangs gebühren!!!!!!!!!!!!! glaube aber wenn männersport also winter oder fussball wäre nix gekommen.

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  • balea sagt:

    @Maskal69 und Altwolf

    Die rote Karte für Hansen war zu hart? Die Meinung ist vertretbar, keine Frage. (Ich erinnere mich an eine gelbe Karte für Anonma, die sehr hart war…). Darf sich das Publikum darüber aufregen und Unmut äussern? Selbstverständlich. Hat Marta die Karte gezückt? Nein. Hat sie in der Szene geschauspielert? Nein. Offensichtlich wurde sie getroffen, fiel hin und hatte mit sich selbst zu tun, während die Schiri eine Entscheidung traf. Hat Marta diese rote Karte provoziert? Wohl kaum. Ist es rational, sie anschliessend bei jeder Ballberührung auszupfeifen? Wohl kaum. Ist es nachvollziehbar, dass sie auf das Publikum reagiert? Ich finde, absolut ja. Wie hat sie das erlebt:

    Sie [Caroline Graham Hansen] hat mich wirklich hart am Bein getroffen. Ich lag am Boden und habe mich versorgen lassen. Ich habe gar nicht gesehen, wie sie die Rote Karte bekommen hat und dann werde ich ausgebuht? Wenn man so hart getroffen wird, darf man keine Schmerzen haben? Ich bin auch nur ein Mensch. Das Publikum hat sehr schlecht reagiert, aber sie scheinen mich einfach zu hassen…

    Zitat hier aus Womensoccer. Sie erlebt das als Hass des Publikums, völlig verständlich.

    […]

    Eine hässliche Szene beim Algarve Cup, die Schiri ahndet das nicht. Unsportlich, schlecht. Bei Marta wird das in die lange Liste eingekerbt, man sieht sich wieder…
    Ich erinnere mich an ein ganz hässliches, unnötiges und vorsätzliches Foul an einer Kanadierin, der weitab vom Ball auf den Fuss gesprungen wird. Wurde nicht geahndet. Sauerei. Begannen von Simone Laudehr, auf der sich der Fussballfan sicher auch wieder freut. Nur macht die nicht solche Grimassen.

    Ich darf das alles nicht kritisieren, weil ich Alex Popp ua andere kritisiere, da diese Spielerinnen, meiner Meinung nach, viel zu häufig simulieren, schauspielern und mit dem Schiri diskutieren? Das ist respektlos ggü Alex Popp?
    Nein. Fouls und Unsportlichkeiten sollen und müssen bei allen geahndet werden. Man mag mir vorwerfen, dass ich wohl etwas allergischer auf Unsportlichkeiten reagiere, die ihren Ursprung in reiner „Theatralik“ haben, als auf Fouls, die in der Hitze des unmittelbaren Zweikampfs entstehen. Ich habe nie behauptet, dass Anonma oder Marta foulfrei und geradezu körperlos spielen würden. Sie teilen aus und stecken auch sehr viel ein. Genau wie eine Alex Popp. Aber eine Anonma verzieht vielleicht mal das Gesicht und schüttelt den Kopf, wenn sie die Entscheidung des Schiri falsch findet. Was ich kritisiere sind nicht solche verständlichen Unmutsäusserungen der Spielerinnen oder des Publikums. Sondern diese grosse Oper, die von manchen Protagonisten bewusst daraus gemacht wird, in der Hoffnung beim Schlussapplaus ein wenig mehr abzusahnen.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Altwof sagt:

    @balea.

    Deine Einstellung und Kritik an „Theatralik“ und „Schauspielerei“ von Spielerinnen teile ich mit dir, egal welchen Clubs sie angehören.

    Ich habe mich an „Buhrufen“ oder anderen „Beleidigungen“ aus Teilen des Publikums weder an Spielerinnen,Trainern noch an Schiris beteiligt und brauche dies auch als Fan eines dieser Teams nicht.

    Was mich bei deinen Äußerungen stört und dementsprechend „unangemessen“ empfinde, sind deine „Gleichstellungen“ mit „Tätlichkeiten“ und die betreffen, deinen Aussagen zu Folge, fast „ausschließlich“ WOB-Spielerinnen.

    Genauso empfindest du „jegliches“ Stürzen oder Fallen einer deiner besonders beobachteten Wölfinnen wie A.Popp,L.Gößling u. nun auch noch V.Bernauer (wurde sie beim BV Cloppenburg, da auch schon so von dir gesehen ?) als unangemessene Theatralik, wie auch ein Teil der Turbine-Anhänger mit weiderholtem „Aaaauuuuah“ reagierten, als A.Popp sich vom Boden aufrichtete.
    Als sich im Halbfinale der CL A.Popp behandeln ließ u.Julia versuchte sie hochzuziehen, wurde die von Tabi zurückgedrängt, da sie wußte, daß sie sie mit dem Kopf getroffen hatte.

    Es wäre gut, wenn auch du dich wieder um mehr Objektivität bemühen und nicht „Sheldonische Sichtweisen“ von dir geben würdest.

    Ich darf dir versichern, ich habe weder Marta noch Anonma an irgendeiner Stelle beschimopft, verunglimpft noch ausgepfiffen, was ich auch zukünftig nicht tun werde. Aber ihre „Tätlichkeiten“ sollten auch kritisiert und auch geahndet werden.

    Auch wenn C.Hansen ihren Körper in d.Lauf von Marta stellte (und sie steht dabei auch) und so damit evtl. ein Offensiv-Foul begeht, ist dies keine Tätlichkeit. Was S.Laudehr damals mit einem gezielten Tritt,begangen hatte, hätte als Tätlichkeit interpretiert werden können, eigentlich sogar müssen, da es auch ohne Ball und Spielsituation vorsätzlich geschah.

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  • Alice sagt:

    Als jemand der gerade aus Malmö gekommen ist kann Ich sagen, dass uns dort deutlich weniger Missgunst entgegen gebracht wurde als hier. Willkommen zurück Wölfinnen. 🙂

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  • balea sagt:

    @Altwolf

    Ich habe Dir niemals irgendwann oder irgendwas persönlich unterstellt, also brauchst Du Dich in keiner Weise mir gegenüber zu rechtfertigen oder verteidigen.
    Ich habe nichts gegen körperbetontes Spiel, wo Fouls passieren. Eine Elsig kassiert auch regelmässig ihre 5 Karten-Auszeit. Ich habe keine Lust, mich auf regelkundliches Kleinklein einzulassen, ab wann, ob mit oder ohne Ball eine spezielle Situation rot oder gelbwürdig ist. Ich bin kein Schiri.
    Und nochmal: Sowohl Spielerinnen als auch Zuschauer dürfen in der Hitze des Gefechts im Rahmen des Normalen ihrem Unmut Audruck verleihen. Und Frau Bernauer hatte ich zB erwähnt, weil mir die Betrachtung des Rosengard Hinspiels (und evt schon beim Potsdam Spiel) die Diskussion der „Foulanteile“ recht einseitig erschien.

    Wenn Du meine Einstellung zur Theatralik teilst, freut mich das. Ich denke, WOB besitzt davon zZ eindeutig mehr Spielerinnen als zB Potsdam oder Herford (soweit ich das beurteilen kann), die genau dazu neigen. Bei Potsdam mag es daran liegen, dass es dort ausgesprochene Selbstdarstellerinnen aus wahrscheinlich sehr bestimmten Gründen nie lange aushalten.

    Aus meinem Beitrag wurde leider noch ein Hinweis herausgekürzt, der sich nicht auf die Fouls oder die Theatralik bezog, sondern auf Verhalten von Publikum (oder auch von Moderatoren uä), dass sich im Grunde genommen lediglich an reinen Äusserlichkeiten von Spielerinnen „abarbeitet“. Dafür habe ich NULL Verständnis. Solche Verhaltensweisen treffen in erster Linie Spielerinnen, die sowieso schon „exponiert“ sind und deswegen mit Sicherheit umso sensibilisierter in diesen Fragen.
    (Um solch einfache Dinge mal sehr kompliziert auszudrücken.)

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  • Altwof sagt:

    @balea.

    Das ist korrekt – Vorwürfe hast Du mir persönlich nicht gemacht.

    Ich habe mich auch nicht mit meiner Stellungnahme rechtfertigen wollen und müssen, sondern dir nur erklären, daß sich auch WOB-Fans anders verhalten als du es manchmal durch deine Kommentare implizierst.

    Gegen Emotionen habe ich auch nichts und Kritik darf auch alle betreffen.

    Die Zeit wird zeigen, ob wir bei der Beurteilung solcher Situationen sehr weit auseinanderliegen.

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  • enthusio sagt:

    @Alice:

    Keine Sorge, es gibt hier auch Leute, die sich über die Leistung und Moral der „Wölfinnen“ und deren absolut verdientes Weiterkommen riesig gefreut haben. Frag mich mal ! 🙂

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  • balea sagt:

    @Alice

    es freut mich, dass Ihr in Malmö freundlich aufgenommen wurdet, bei aller Unterschiedlichkeit. Die Schweden haben einfach ein Händchen dafür, wie man mit Minderheiten umgeht. Ist mir nicht zuletzt dadurch aufgefallen, dass die Eckfahnen in den Regenbogenfarben aufgestellt waren. Die sind da so tolerant, dass sich auch Marta in Schweden extrem wohlfühlt. Soweit ich weiss, spricht sie sogar schwedisch und ich glaube, ich habe mal gelesen, dass sie sogar irgendwann die Staatsangehörigkeit annehmen will ?! Dabei spielt sie doch auch in Schweden Auswärtsspiele.

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  • Alice sagt:

    @enthusio:
    Das ist erleichternd und schön zu hören. Leider schreien die Missgünstigen wohl immer am lautesten. 🙂

    @balea
    Darf ich fragen, wo du im Karli deine Zeit verbringst? Deine Art zu schreiben lässt mich annehmen, dass du dich keineswegs im Glashaus wägst und das ist wirklich fast naiv-niedlich. Man es bisher vermieden von unseren Aufenthalten in der Hochburg der Toleranz Potsdam zu sprechen, sonst würdest Du vermutlich mit den Ohren schlackern. Diese Zurückhaltung spricht schon fast von Toleranz unsererseits. Warum? Weil auch das zu 90min Leidenschaft gehört. Weil kein richtiger Fan wirklich bösartig ist und auf jeden pfeiffenden auch einer kommt, der eine sichere Heimreise wünscht.

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  • Altwolf sagt:

    @balea.

    Ist das jetzt nicht doch zu „vorschnell“ geurteilt ?

    Das Marta sich in Schweden wohlfühlt kann man durchaus aus ihren Äußerungen z.B. bei einem Interview mit UEFA.com schließen.

    Doch müßte man wissen, wie sie sich bei Ligaspielen gegen andere schwedische Clubs verhält und ob sie sich da auch zu „Tätlichkeiten“ hinreißen läßt.

    “ Dabei spielt sie doch auch in Schweden Auswärtsspiele.“
    Man müßte also auch die Meinung der Gegenspielerinnen kennen, um Marta in Schweden als Spielerin beurteilen zu können.“

    Schließt du nur aus der Tatsache, „dass die Eckfahnen in den Regenbogenfarben aufgestellt waren“ das in Schweden „toleranter“ mit „Minderheiten“ umgegangen wird ?

    Welche fundierten Kenntnisse hast du vom Umgang Schwedens mit Minderheiten im Alltagsleben ?

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  • balea sagt:

    @Altwolf und Alice

    Ihr scheint Euch jeden Schuh anziehen zu wollen, den Ihr irgendwo findet könnt, oder?

    Im Karli habe ich immer eine Stehkarte, ich sitz nicht gerne rum. Und dann wandere ich während eines Spiels oft von einem Standort zum anderen. Teils wegen des Wetters oder des Spielverlaufs, teils wegen der Abwechselung. Aber manchmal auch wegen „nervender“ Fankommentare von Turbine – Fans. Meistens sind es nur einzelne ein oder zwei, die ständig rummotzen. Wenn sie trotz eines Contras – Spruchs nicht aufhören, gehe ich weiter. Mir fällt immer eine Gruppe am unangenehmsten auf, die auf der Gegentribüne, ziemlich an der Mittellinie stehen. Damit dürften sie in unmittelbarer Hörweite des Gästeblocks sein, der sich dort oft versammelt (auf der anderen Seite der Mittellinie). Die sind schon häufig sehr penetrant, immer gegen die Schiris und natürlich gegen die anderen Mannschaften. Die „Herren“ dort bekommen zwar auch immer wieder Kontrasprüche aus dem „Heimlager“, was sie aber nicht davon abhält weiterzumachen. Die Gruppe trifft sich immer dort und ist ätzend, aber nicht wirklich gross. Wie es „im Detail“ auf der Haupttribüne zugeht, weiss ich nicht.

    Ist zwar schon eine Weile her, dass ich in Schweden war, aber ich fühlte mich dort als „Fremder“ deutlich freundlicher im normalen Umgangston behandelt, als man das manchmal so in D gewohnt ist. Das muss natürlich nicht viel sagen, denn auch in den USA ist der Umgangston überaus freundlich, was sie nicht vor heftigen innergesellschaftlichen Diskrinierungen bewahrt, wie man feststellen muss. Ich hab zwar auch von den letzten fremdenfeindlichen Ausfällen gegen Asylanten in SWE gelesen, aber sie haben erstmal immerhin eine grosse Menge aufgenommen. Und dass Aufstellen einer Regenbogeneckfahne ist zumindest eins: Flagge zeigen.
    Ansonsten weiss ich, dass ein Grossteil von Frauenfussball Deutschland mit Marta, sagen wir mal: Nichts anfangen will. Das ist in SWE sicher anders, sonst würde sie dort nicht bleiben. Da ich bezweifel, dass sie nur so spielt, wie sie spielt, wenn sie gegen deutsche Teams spielt, hat das am Ende wohl doch etwas damit zu tun, wie sie in SWE akzeptiert wird. Ich glaube daher nicht, dass sie in D spielen würde, ganz egal für welchen Club.

    Aber wenn meine Gedanken, die weniger etwas mit Fussballtheorie und Regelkunde zu haben, Anlass sind über allgemeine gesellschaftliche „Mentalitäten“ zu philosophieren, kann das ja auch etwas Gutes haben.

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  • Alice sagt:

    @balea:

    „Ihr scheint Euch jeden Schuh anziehen zu wollen, den Ihr irgendwo findet könnt, oder?“

    Präzisiere.

    So wie du über dies und das aus der Autostadt herziehst, solltest du was handfestes vorzuweisen haben, sonst ist das ganze nur bodenlose Stimmungsmache.

    „Ansonsten weiss ich, dass ein Grossteil von Frauenfussball Deutschland mit Marta, sagen wir mal: Nichts anfangen will.“

    Da sagst du es. Warum dann einen wolfsburger Strick draus drehen? Marta proviziert, Marta weiß das! Marta kann das mit Sicherheit wegstecken. (Das können Alex, Anonma, Simic etc. sicher auch.) Es fängt nur mit ihrer Art das Spiel zu prägen an. Bei jedem „Buh“ dreht sich eine Marta zum Publikum und heizt dieses mit Gestiken an und dreht dann richtig auf. Sie spuckt Richtung Publikum auf den Boden, lacht die Fans und Spieler UND Schiris hämisch an/aus. Diese geniale Fussballerin hat sich entweder nicht im Griff und macht dies unbewusst oder geht in ihrer polarisierenden Rolle auf. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es solche Typen gibt, die schon beim betreten des Platzes Emotionen regen. Wer damit nicht umgehen kann, muss wohl hoffen, dass der FF nicht noch populärer wird und das Puplikum weiterhin nur Beobachter ist, der keine direkten Reaktion zeigt.

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  • Altwolf sagt:

    @balea.

    Ich denke wir können uns darauf einigen, das es in beiden Lagern, wenn man mal WOB u.Potsdam als Beispiel nimmt, immer auch „Fans“ gibt, die leider „ausfällig“ werden, so wie ich es sowohl in WOB, als auch beim Turbine-Spiel erlebt habe.

    Deine Erfahrungen bezüglich der „Sitzplatz-Fans“ unter der Haupttribüne rechts der Mitte vom Durchgang aus gesehen, konnte ich schon einmal teilen, es hielt sich aber an diesem Tag beim 1:1 in Grenzen.

    Was die Toleranz im Allgemeinen betrifft, werden leider viele oberflächliche Eindrücke vermittelt, wie es jedoch bei den Menschen im Inneren aussieht, zeigen sie normalerweise nur in sehr emotionalen Situationen.

    Von meiner Seite aus können wir dieses Thema nun auch verlassen und ich denke, daß ich vielleicht etwas mehr Verständnis deiner Argumentation gegenüber gewonnen habe.

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