DFB-Pokal: Wolfsburg und Potsdam erste Halbfinalisten

Von am 20. Dezember 2014 – 17.10 Uhr 56 Kommentare

Der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Turbine Potsdam stehen im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Wolfsburgerinnen setzten sich gegen Aufsteiger SC Sand überraschend erst durch einen späten Treffer in der Verlängerung durch. Potsdam brachte den Erfolg beim 1. FC Köln ebenfalls erst spät in trockene Tücher.

Die Wolfsburgerinnen gewannen ihr letztes Spiel im VfL-Stadion am Elsterweg gegen den SC Sand mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung.

Müller erlöst Wolfsburg
Die eingewechselte Zsanett Jakabfi brachte die Gastgeberinnen nach schöner Vorarbeit von Vanessa Bernauer in Führung (66.), doch Rebekah Stott rettete ihr Team fast mit dem Schlusspfiff in die Verlängerung (90.). Dort dauerte es bis zur 117. Minute, ehe Martina Müller den Meister erlöste und mit ihrem Treffer den Halbfinaleinzug perfekt machte.

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Pauline Bremer bejubelt ihren Führungstreffer beim 1. FC Köln

Pauline Bremer bejubelt ihren Führungstreffer beim 1. FC Köln © foto2press / Oliver Zimmermann

Potsdam trifft in Halbzeit zwei
Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann beim 1. FC Köln im Franz-Kremer-Stadion mit 3:0 (0:0). Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Pauline Bremer die Gäste mit einem Schuss aus sechs Metern in Führung (47.).

Bremer trifft doppelt
Dann dauerte es bis zur 87. Minute, ehe Tabea Kemme nach einem Konter auf Vorlage von Bremer mit dem zweiten Turbine-Treffer für die Entscheidung sorgte (87.). Bremer setzte dann mit einem Drehschuss aus acht Metern in der letzten Spielminute mit ihrem zweiten Treffer den Schlusspunkt (90.).

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Topspiel am Sonntag
Am Sonntag stehen ab 11 Uhr die beiden weiteren Viertelfinalpartien auf dem Programm. Dann empfängt im Topspiel der 1. FFC Frankfurt den FC Bayern München, der SC Freiburg trifft auf den FSV Gütersloh. Dabei steht der 1. FFC Frankfurt nach der kürzlichen Niederlage gegen Bayern München in der Bundesliga unter Druck. „Wir wollen endlich zeigen, dass wir auch wieder Spitzenspiele gewinnen können – und es gäbe keine bessere Gelegenheit, dies am Sonntag unter Beweis zu stellen“, so Frankfurts Trainer Colin Bell

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

56 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Also, ich finde die Wolfsburger Spielerinnen sehr natürlich und sympathisch und den Trainer sehr kompetent. Wolfsburg ist das Maß aller Dinge im Frauenfußball geworden und tanzt weiter auf allen drei Hochzeiten mit.

    Ich meine überhaupt nicht, dass Wolfsburg im Sinne des Frauenfussballs irgendetwas falsch gemacht hat.
    Es ist momentan (neben München) die einzige deutsche Spitzenmannschaft, wo man von einem wirklich guten Zusammenhalt der Spielerinnen und Trainer untereinander sprechen kann.
    Frankfurt und Potsdam haben diesbezüglich offensichtlich noch sehr viel aufzuholen.

    Dass manche hier Angst vor einem neuen „Bayern München des Frauenfussballs“ zu haben scheinen, bedeutet noch lange nicht, dass man den Wolfsburger Weg für schlecht halten muß.
    Ich tue es jedenfalls nicht. Vielmehr freue ich mich ehrlich über die Erfolge der „Wölfinnen“ und hoffe, dass sie mit Nadine Keßler und Julia Simic noch attraktiver spielen werden.

    Die Spielerinnen, die sich dann über zu wenig Einsatzzeiten beschweren, werden dann sicherlich genügend andere Interessenten finden, die sie mit Kußhand nehmen werden.

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  • Detlef sagt:

    Ich kann keinen Sinn in dieser Verpflichtung für WOB sehen!!!
    Sie haben bereits jetzt mit Bernauer, Magull und Wagner drei gute Alternativen im zentralen Mittelfeld!!!
    Und alle 3 wissen bereits, wie der Hase in WOB läuft!!!
    An KESSI und Goeßling kommt JULIA ohnehin nicht vorbei, und da ist ja immer noch das Gerücht mit YUKI!!!

    JULIA ist eine technisch versierte Spelerin, die ohne Frage auch torgefährlich werden kann!!!
    Aber ihr fehlt die Konstanz in ihren Leistungen, und noch etwas sehr wichtiges!!!
    MM nach fehlt ihr die Ausdauer, sich gegen Mitbewerberinnen durchsetzen zu müssen!!!
    Das war wohl schon in München so, wo für sie mit Talenten wie Romert, Rudelic, Maier und Leupolz die Luft ziemlich dünn wurde!!!

    Also wechselte sie zu TURBINE, wo gerade wieder mal einige Leistungsträgerinnen ihren Abschied bekannt gaben!!!
    Darunter war auch die Spielmacherin PATTI HANEBECK, deren Posten sie nun einnehmen sollte!!!
    Auch YUKI verließ uns Richtung London, die ja zumindest teilweise diese Position inne hatte!!!
    ANJA war zudem schon in der Winterpause nach Malmö gewechselt!!!
    Es gab also keine echte Konkurrenz mehr für JULIA auf dieser Position!!!

    Und so bekam der fränksche Sonnenschein von Schröder einen Freifahrtschein ausgestellt, und so durfte sie immer in der Startformation auflaufen!!!
    Aber hier konnte sie leider nur sehr selten ihr wahres Leistungsvermögen zeigen!!! 🙁
    Zum Teil wurde sie auch einfach mit hohen Bällen überspielt, und konnte so erst gar nicht eingreifen!!! 🙁
    Irgendwie stotterte der TURBINE-Motor immer wieder, aber Schröder reagierte einfach nicht, und schenkte JULIA weiter das Vertrauen!!!
    Deshalb ist es mir bis heute ein Rätsel, wieso JULIA aus Potsdam weg will???

    Sie hat/hätte bis heute keine wirkliche Konkurrenz im TURBINE-Mittelfeld zu fürchten, und Schröder „fraß ihr förmlich aus der Hand“!!!
    Also was veranlaßte sie nun dazu, ausgerechnet ins „Haifischbecken“ Wolfsburg zu springen, wo sie nur eine von vielen technisch hochbegabten Spielerinnen ist, die dazu noch konstanter in ihren Leistungen sind???
    Glaubt sie ernsthaft, daß sie auch den kühlen Prakmatiker Kellermann so einfach um ihren Finger wickeln kann, wie sie es mit dem meist emotional, und nach seinem Bauchgefühl entscheidenden Schröder getan hat???
    Ich glaube nicht, daß sie in WOB noch einmal einen Freifahrtschein bekommt!!! 😉

    Mir ist bis heute auch nicht klar, wie sie es mit diesen Leistungen geschafft hat, zu Lehrgängen der Natio eingeladen zu werden???
    Wahrscheinlich interessiert die Bundesgöttin die Buli sowieso nicht, und sie brauchte halt eine kamerataugliche-, immer nett lächelnde Spielerin!!! 😉

    Also was zum Geier will Kellermann mit JULIA???
    Will er damit seine etablierten Spielerinnen noch zusätzlich anspornen und motivieren???
    Oder hat er schon einige Reservistinnen aus seinem Konzept gestrichen???
    Oder will er damit wirklich einen direkten Konkurrenten schwächen???

    Eine wirkliche Schwächung ist es für TURBINE ja nicht, da JULIA ja eigentlich ihr Leistungsvermögen hier kaum ausschöpfen konnte!!!
    Und eine mit sich selbst unzufriedene Spielerin kann uns auch nicht wirklich weiterhelfen!!! 🙁
    Müssen wir in Potsdam am Ende dem VfL sogar noch dankbar sein, daß wir nun eine nicht gerade integrationswillige-, vieles schuldig gebliebene-, und zudem sicher recht teure Spielerin von der Gehaltsliste streichen können??? 🙁

    Möglicherweise glaubt der „Rudelführer“ auch, daß er dieser sehr extrovertierten Spielerin die Ausdauer beibringen kann, die sie in München und Potsdam nicht hatte???
    Vielleicht gelingt es ihm wie bei Blässe und Goeßling, an denen sich ihre Ex-Trainer ja auch vergeblich „die Zähne ausgebissen“ hatten???

    Es wäre zumindest schade um JULIA, wenn sie bald erkennen müßte, daß auch in der Autostadt die gebratenen Tauben nicht von allein in den Mund fliegen, und sie sich dann bald wieder nach einem anderen Verein umsieht!!!

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  • Alice sagt:

    @ Detlef. Danke für dein kleines Resümee und somit den kleinen Einblick in die Gedankenwelt eines Turbineanhängers bzgl. des Wechsels und der Betroffenen. Da kann man sehen, dass man sich hier und dort die selben Fragen stellt.

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  • GG sagt:

    Und auch ich will nicht verhehlen, eher geschockt als beglückt zu sein. Die ersten Wochen der Vorbereitung – und speziell das Trainingslager in Portugal – werden spannend zu verfolgen sein. Zumal Kessi erklärt hat, wieder ins Mannschaftstraining zurückzukehren.
    Auch Isy Kerschowski war im Rahmen unserer heutigen Fan-Weihnachtsfeier von dieser Nachricht überrascht. Sie hat aber auch bekundet, dass Julia als Privatperson sehr angenehm und nett sei. Bleibt dennoch die Skepsis, was das vom Trainergespann verfolgte Ziel ist. Klar, die unglaublich hohen Belastungen der Spielerinnen bis Mitte Mai. Mit entsprechendem Verletzungsrisiko. Und dennoch, mehr Spielpraxis, und Selina Wagner und Lina Magull bekommen jenes Selbstbewusstsein und die Sicherheit, um entscheidende Erfolgsmomente der Wölfinnen zu kreieren.

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  • tavalisk sagt:

    @Detlef
    „Das war wohl schon in München so, wo für sie mit Talenten wie Romert, Rudelic, Maier und Leupolz die Luft ziemlich dünn wurde!!!“

    Die Behauptung ist ziemlich albern. Leupolz spielte noch 1 Jahr in Freiburg, nachdem Simic München verlassen hatte, und die 3 anderen sind schon positionsmäßig keine Konkurrenz.

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  • balea sagt:

    Auf Framba wurde darauf hingewiesen, dass Simic zwar einerseits Fussballerin ist, aber auch eine Werbemarke.
    Auf Facebook mehr als 128 tausend Likes, nahezu jeder Eintrag von ihr eine ausgesprochene Promotionsaktion. Sie liebt das offenkundig. Also hat sich Wolfsburg nicht nur eine Fussballerin eingekauft, sondern auch ein Model. Und Gelegenheit für Werbung mit potenten Auftraggebern gibts dort ja nun wirklich… Und wenn man auf diese Weise ein paar tausend Simic – Fans auch noch für den VFL/VW freundlich stimmen kann, ist dieser Aspekt wohl mindestens genauso wichtig und dürfte auch in die Vertragsausgestaltung eingepflegt worden sein.
    Was das Ganze für fast jeden anderen Verein perspektivisch noch problematischer machen wird.

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  • balea sagt:

    Inzwischen ist auch die „Nachfolge“ bei Potsdam bereits geklärt: Amela Kršo, wie Lidja Kulis in der bosnischen-herzogewinischen Natio und zZ in Ungarn bei Budapest. Auch dort wurde ein Vertrag frühzeitig aufgelöst.

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Deshalb ist es mir bis heute ein Rätsel, wieso JULIA aus Potsdam weg will???“

    –> Wir kommen des Rätsels Lösung vielleicht näher, wenn wir einen Blick auf Julias Facebook-Seite werfen:

    „Schlussendlich habe ich für mich persönlich festgestellt, dass die fußballerische Philosophie und Denkweise des Vereins nicht immer mit meiner Art und Weise, Fußball zu spielen, übereinstimmen und es mir somit schwerfällt, mein vollständiges Leistungspotential der Mannschaft zur Verfügung zu stellen. Andererseits ist es notwendig, diese Leistung zeigen zu können, um meine persönlichen Ziele, aber gleichzeitig auch die der Mannschaft zu erreichen, was mich ebenfalls zu diesem Schritt bewegt hat.“

    https://www.facebook.com/JuliaSimic

    Das sind ausnahmsweise mal keine Floskeln! Tatsächlich hat J.Simic im Spielsystem von Turbine nie wirklich ihre Rolle gefunden. Oder anders herum ausgedrückt: B.Schröder ist es in anderthalb Jahren nicht gelungen, diese Spielerin taktisch so einzubinden, dass ihre zweifellos vorhandenen großen Fähigkeiten zu 100% für die Mannschaft nutzbar gemacht werden können.

    „Also was zum Geier will Kellermann mit JULIA???“

    –> Tja, es bleibt zu hoffen, dass er einen besseren Plan hat als sein Potsdamer Kollege. Was mich jetzt doch wieder einigermaßen positiv stimmt, ist die Tatsache, dass mit Simic ein Vertrag bis 2017 abgeschlossen wurde. Man plant also langfristig mit ihr. Dieser Transfer soll nicht in erster Linie die Saisonziele für die laufende Saison absichern, sondern ist bereits im Vorgriff auf die nächste Saison getätigt worden. Überhaupt ist der VfL Wolfsburg dafür bekannt, die Personalplanungen immer recht frühzeitig voranzutreiben (mit B.Peter war z.B. auch schon Monate vorher alles klar).

    Hoffentlich bedeutet das nicht, dass N.Keßler im Sommer Wolfsburg verlässt…

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  • tpfn sagt:

    @balea
    Deine Schlussfolgerung dass sich der VFL Wolfsburg mit Simic einen guten Werbeträger holt, der es auch noch liebt im Scheinwerferlicht zu stehen, sind mMn absolut korrekt.

    Zur Turbines Philosophie eines Ausbildungsvereins passen eher andere Typen, die bei Sponsorentreffen selbstredend in den Vordergrund gestellt werden. Typen wie Bremer, Cramer und Kemme die ihre schulische sowie sportliche Ausbildung an der Sportschule absolvieren/-ten.

    Insofern war es für Simic bei TP sicherlich kaum möglich ihre Eigenmarke entsprechend zu platzieren und das kann dann, was ich mir bei ihr sehr gut vorstellen kann, durchaus demotivierend wirken.

    Unter diesem Gesichtspunkt liest sich ihr Statement auch ganz anders und vorallem schlüssig wenn sie schreibt:

    „dass die..Philosophie und Denkweise des Vereins nicht immer mit meiner Art und Weise,..,übereinstimmen und es mir somit schwerfällt, mein vollständiges Leistungspotential der Mannschaft zur Verfügung zu stellen.“

    Wie gesagt, Turbines Philosophie ist die Ausbildung/Nachwuchsförderung und solange Schröder bei TP den Hut auf hat, wird es auch für Topleistungsträgerinnen keinen Sonderstatus geben, einen roten Teppich wie er mMn vergleichsweise bei Wolfsburg für Kessi, Popp, Goeßling oder Müller ausgerollt wird, wird man hier vergeblich suchen.

    Das bedeutet nicht, dass ich diese Philosophie teile. Sie ist zwar ehrenhaft, aber ob man damit auch künftig Meisterschaften gewinnen kann, wage ich zu bezweifeln, da wird sich TP wohl eher wie Essen oder Jena in der Ligamitte wiederfinden.(da ich eigentlich alle Vereine der Ligamitte mag, finde das garnicht so schlecht)

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  • Detlef sagt:

    @tavalisk,
    Zugegeben, bei Leupolz habe ich mich geirrt!!!
    Aber Romert spielt genau diese Position, und auch Rudelic kann da spielen!!!

    @FFFan,
    Die Begründung ist unsinnig!!!
    Welches System spielt denn WOB, doch genau das selbe wie TURBINE!!!
    Vielleicht etwas weniger hohe Bälle, aber trotzdem immer volle Attacke!!! 😉

    Und die hohen Bälle sollen laut Feifel auch bei Potsdam weniger werden, bloß fehlt dazu die richtige Anspielstation im MF!!!
    Auch wir müssen wieder mehr über außen spielen, anstatt das Gefummle durch die Mitte!!! 🙁

    Was hat sie denn dazu beigetragen, daß wir kombinationssicherer werden???
    Größtenteils Fehlpässe, das Tempo aus dem Spiel genommen, und etliche Bälle hergeschenkt!!!
    Kein Wunder also, daß sie kaum noch angespielt wurde!!!

    Sie sollte Ideen und Kreativität ins Potsdamer Spiel bringen, dafür hatte Schröder sie geholt!!!
    Das gelang diese Saison nur noch selten, und deshalb waren wir ziemlich leicht ausrechenbar!!! 🙁

    @tpfn,
    Das es in Potsdam keine „roten Teppiche“ gibt stimmt so ja nicht!!!
    Was anderes sind/waren denn sonst die „Freifahrtscheine“??? 😉

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  • tavalisk sagt:

    @Detlef:
    Ich glaube Romert spielt auf der 6, in den U-Natios sogar IV – nicht unbedingt Simics Positionen. Rudelic ist Mittelstürmerin, und war zudem nie so wirklich Stamm bei Bayern. Also immer noch keine plausible Begründung für eine etwaige Flucht von Simic aus München.

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  • waiiy sagt:

    Wie ich den Wechsel von Simic zu Wolfsburg sehe, habe ich schon im andren Thread geschrieben. Aber es gibt ein Komponente, die hier bisher nicht beleuchtet bzw. nicht positiv gesehen wurden, weshalb der Wechsel nach Wolfsburg in meinen Augen extrem Sinn macht: ihr Auftreten in der Öffentlichkeit und ihre Wirkung auf den weiblichen Nachwuchs im Verein bzw. im Umfeld!

    Das wird hier von den Schreibenden (aus ihrer Sicht) sehr negativ gesehen. Ich zähle mich sogar dazu. Aber man muss es auch mal aus der Sicht der Handelnden sehen: Sie ist gut anzusehen, hat oft gute Laune, geht auf Leute zu. Dass sie damit polarisiert und vielleicht auch manchmal anstrengend ist, stimmt sicher. Aber sie ist in jedem Verein ein Magnet für die Mädchen in der Jugend. Sie kann Leute anziehen und begeistern mit ihrem Wesen. Das ist so (in meinen Augen) keiner anderen Spielerin in Wolfsburg (und auch in vielen anderen Vereinen) möglich.

    Wenn Wolfsburg sie gezielt einsetzt, um die eigene Jugend zu begeistern, wird sich das langfristig auswirken. Sie kann die Identifikationsfigur sein, die so fehlt.

    Ein gutes Beispiel hierfür war vor ein paar Jahren das Tandem Lira / Coco in Potsdam, die oft zu Zweit bei den Jugendteams im Training zu sehen waren und sich auch nach dem Spiel nie zu schade waren, Autogramme zu schreiben und dabei auch das Gespräch zu suchen. Beide sind übrigens von Vielen in Potsdam immer noch sehr hoch angesehen.

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  • waiiy sagt:

    @Altwolf: Sportlich gesehen stimme ich Dir zu: da würde für Wolfsburg nur ein Wechsel Sinn machen – der von Bremer, da sie auf der rechten Seite noch viel mehr Gas geben würde als Blässe und auch in der Spitze mit nahezu jeder anderen Spielerin zusammen einsetzbar ist. Aus Potsdamer Sicht hoffe ich natürlich, dass balea Recht behalten wird. Aber auf die Dauer ist die sportliche Perspektive in Wolfsburg natürlich eine ganz andere…

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  • Altfan sagt:

    Mensch, was sind hier für Phantasten am Werk, die von Werbeikone bis egoistischem Verhalten alle nur möglichen Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit dem Wechsel von Simic nach Wolfsburg bemühen. Dabei gibt es doch nur eine sinnvolle Erklärung: Wieder einmal hat Wolfsburg in Sachen Personalpolitik gegenüber der Konkurrenz die Nase vorn. Denn während weder Bayern, Potsdam und erst recht nicht Frankfurt über eine 2.Reihe mit einer gut besetzten Bank verfügen, kann Wolfsburg das Fehlen verletzter Spieler ohne große Qualitätseinbuße verkraften. Nur im Sturm können Ausfälle von Müller oder Popp noch nicht adäquat ersetzt werden. Auf den restlichen Positionen gibt es aber immer mindestens ein bis zwei Alternativen. Welcher weitere Verein in der AFB kann da mithalten? Zählt man den tollen Teamspirit hinzu, geht auch in dieser Saison der Weg zu allen drei Titeln wieder nur über Wolfsburg. Apropos Wechsel Simic: Zunächst finde ich es äußerst professionell, dass sie dich in ihren Vertrag eine Ausstiegsklausel hat einbauen lassen. […] Außerdem wird man ihr in Potsdam noch „manche Träne nachweinen“. Es gibt nur wenige Spielerinnen, die sich mit solcher Konsequenz ständig anbieten, den Ball fordern und die Situation spielerisch zu lösen versuchen. Um dieses Spiel aber effektiv und konsequent durchziehen zu können, benötigt sie Mitspielerinnen mit entsprechenden technischen Qualitäten. Und diese Umstellung ist mangels technisch begabter Mitspielerinnen in Potsdam bisher nicht gelungen, wo eher der lange Ball und die kämpferischen Tugenden im Vordergrund stehen. Ganz anders die Situation in Wolfsburg, wo der feine Ball gepflegt wird und vieles auf spielerische Art gelöst wird. Und da ist Simic die willkommene Verstärkung. Und mögliche Pfiffe Wolfsburger „Fans“ werden rasch verstummen, wenn sie erst mal begreifen, welche tolle Neuerwerbung da plötzlich in ihren Reihen steht. Und dazu kommt dann noch die tolle und sensible Förderung eines Trainers, der ein Händchen für „schwierige Fälle“ zu entwickeln scheint und eher den Rücken seiner Spielerinnen stärkt, anstatt sie in der Öffentlichkeit bloß zu stellen.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • balea sagt:

    Mit welcher Selbstverständlichkeit man darüber räsoniert, welche Spielerin man aus welchem Team gern „einkauft“, erstaunlich.
    Echtes Shoppingfieber. Liegt hoffentlich nur an Weihnachten.

    Schöne Feiertage!

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  • tpfn sagt:

    @waiiy
    du hast also das Wesen des Sonnenscheinchens erkannt und somit auch die Chancen und Risiken.

    mMn ist Simic der perfekte Individualist, sie zeigt im Grunde eigentlich jedem, wie man sich geschickt bei den Medien bedient um konsequent seine eigenen Ziele zu verfolgen. Da ist auch garnichts gegen einzuwenden, ganz im Gegenteil.

    Schwierig wirds aber im Mannschaftssport wenn man die eigenen Ziele (zB. Bekanntheitsgrad, öffentliche Wahrnehmung, im Mittelpunkt stehen etc.) denen der Gruppe unter ordnen muss,

    zB der Trainer lässt sie aus taktischen Gründen auf der Bank, das Spiel hat aber ein besonders starkes mediales Interesse (zB. weltweite TV Übertragung, hohe Zuschauerzahl etc.).

    Hier würden die persönlichen Ziele mit denen der Gruppe nicht konform gehen, es sei denn man stellt die Ziele der Gruppe über die Eigenen. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass das bei unserem Sonnenscheichen leider nicht der Fall war.

    Den Tipp den ich hier vor einiger Zeit Herrn Schröder gab, der leider, aber logischerweise, nicht beherzigt wurde, gebe ich nun an Kellermann weiter.

    Lass die Julia in Spielen mit großen medialen und öffentlichen Interesse auflaufen und setz sie auf ihre Lieblingsposition, während der anderen Spiele lass sie, wenn man so will unter dem Vorwand eines Wehwechen, als Werbeträger fungieren.

    Es gibt im deutschen FF mMn keinen derartig eloquenten und fotogenen Werbeträger, der auch noch Freude daran hat mit den Medien zu interagieren.

    Wenn ihr mein Ratschlag beherzigt, habt ihr absolute Zielkonformität!

    (Übrigens Ada Hegerberg war auch ein absolutes mediales Leckerli und hat mMn ganz gut zu TP gepasst)

    ein paar Zahlen/Fakten:

    1. Facebook“Freunde“
    Julia Simic: ~130.000
    Nadine Keßler: ~13.000
    Dzsenifer Marozsan: ~21.000

    2. Google Suchmachinen Ergebnisse:
    Julia Simic: ~355.000
    Nadine Keßler: ~128.000
    Dzsenifer Marozsan: ~45.800
    Lena Goeßling: ~50.200

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