DFB-Frauen siegen in Schweden

Von am 29. Oktober 2014 – 20.07 Uhr 41 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat nach einer Leistungssteigerung gegenüber dem Frankreich-Spiel das Testspiel in Schweden gewonnen. Dabei geriet die DFB-Elf in der zweiten Halbzeit zunächst in Rückstand, doch binnen drei Minuten drehte Deutschland die Partie.

Beim 2:1 (0:0)-Sieg in der Behrn-Arena von Örebro brachte Lotta Schelin Schweden in Führung (68.), doch Dzsenifer Marozsán (76.) und die eingewechselte Alex Popp (79.) sorgten dafür, dass der DFB-Elf eine zweite Niederlage in Folge erspart blieb.

Vier Veränderungen in der Startformation
Bundestrainerin Silvia Neid änderte ihre Startformation gegenüber der 0:2-Niederlage gegen Frankreich auf vier Positionen. Für Kathrin Hendrich, Bianca Schmidt, Babett Peter und Melanie Behringer durften Tabea Kemme, Josephine Henning, Jennifer Cramer und Melanie Leupolz von Beginn an spielen.

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DFB-Elf mit guten Chancen
Die DFB-Elf hatte früh eine gute Chance zur Führung, als Jennifer Cramer mit einem Schuss aus gut 20 Metern nur die Latte traf (8.). Und auch in der Folge hatte die deutsche Mannschaft die besseren Chancen, doch Célia Šašić köpfte nach Flanke von Simone Laudehr aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei (22.).

Schweden nur selten gefährlich
Die Schwedinnen kamen nur selten gefährlich vor das deutsche Tor. DFB-Torhüterin Nadine Angerer musste sich erstmals bei einem Schuss von Sofia Jakobsson strecken, die am linken Flügel zuvor Tabea Kemme überlaufen hatte (40.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kamen die DFB-Frauen noch einmal zu einer Chance, als Tabea Kemme Dzsenifer Marozsán auf die Reise schickte, doch Schwedens Torhüterin Carola Söberg rechtzeitig aus ihrem Tor herauskam und klären konnte (45. +1).

Führung durch Schelins Rekordtor
Das Spiel plätscherte in der zweiten Halbzeit lange Zeit ohne Highlights vor sich hin, bis Lotta Schelin in einen missglückten Rückpass von Jennifer Cramer spritzte, Nadine Angerer umkurvte und mit der ersten echten schwedischen Torchance die schmeichelhafte Führung erzielte (68.) – für Schelin war es der 73. Treffer im Nationaldress, mit dem sie sich an die Spitze der schwedischen Bestenliste setzte.

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DFB-Frauen siegen nach Rückstand
Alexandra Popp

Alex Popp erzielte in Schweden den Siegtreffer (Archiv-Bild) © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

DFB-Elf dreht Partie
Doch das Spiel wurde nun unterhaltsamer und die DFB-Elf biss sich in die Partie zurück. Dzsenifer Marozsán erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern den Ausgleich (76.). Mit neuem Schwung erzielte die zur zweiten Halbzeit eingewechselte Alex Popp mit dem Außenrist die deutsche Führung (79.), nachdem Melanie Leupolz und die eingewechselte Luisa Wensing die Vorarbeit geleistet hatten.

Angerer hält Sieg fest
Bis in die Nachspielzeit hatte Deutschland die Partie dann im Griff, doch dann musste Angerer bei einem Schuss der eingewechselten Fridolina Rolfö noch einmal ihr ganzes Können aufbieten (90.+2), doch am Ende stand ein verdienter 2:1-Auswärtserfolg beim Weltranglisten-Fünften.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

41 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    @Statistiker.

    Statistiken helfen sicherlich mehr Objektivität in die Beurteilung von Leistungen einzubringen, können aber auch Eindrücke des Gesamterscheiningsbildes verzerrt wiederspiegeln.

    Was ist denn D.Maroszan nun in der N11 – Stürmerin oder MF-Spielerin ?

    Ihre individuelle Klasse ist unbestritten und wird ja auch entsprechend von S.Neid und den meisten Journalisten, fast schon „überschwenglich“, gewürdigt.

    Doch es bleibt das Problem ihrer „Laufbereitschaft (Lauffähigkeit) u. ihrer „Mentalität“, sowohl als Stürmerin, als auch als offensive MF-Spielerin.
    In diesem Zusammenhang sehe ich M.Leupolz auch als eine Spielerin, die sich durchaus auch im MF der N11 eine Position erarbeiten kann und dabei frage ich mich eher, nicht weil sie so „gut“ (macht die Laufarbeit für Maro) mit ihr harmoniert,sondern ob sie nicht statt Maro im MF eingesetzt werden sollte.

    Ich habe den Eindruck, daß Maro im Umgang mit dem Ball beim Umschalten das Spiel „langsam“ macht,wobei dies andererseits auch von S.Neid gewollt wird, denn sie spielt nicht „konsequent“ mit schnellen Außenspelerinnen (wie z.B. P.Bremer), wie es auch der 1.FFC nicht tut. Ihre Standards u. den ein o. anderen genialen „langen“ Pass nach vorn reichen mir persönlich für ein Mannschaftsspiel nicht aus. Das können andere (mit kleinen Abstrichen) auch.

    Wie ich schon zuvor gesagt hatte, „eiert“ S.Neid mit klaren Positionsbestimmungen herum, da sie offenbar unbedingt S.Laudehr u. D.Maroszan im Team spielen haben möchte.

    Genau dieses „unklare“ Bild haben wir auch in der Defensive auf den AV-Positionen. Ich frage mich in diesem Zusammenhang dann auch, wo dann evtl. L.Meier spielen sollte – AV links o. rechts ? Auch die „Position“ von T.Kemme in der N11 irritiert mich, denn ich habe sie eigentlich bei TP überwiegend auf der linken Seite in Erinnerung, wo doch auch wohl J.Cramer „zu Hause“ ist. Das V.Faißt in der N11 keine so große Rolle mehr auf AV links spielt, liegt wohl daran, daß S.Neid auf Flanken von links in den 16er offenbar keinen „Wert“ legt, da ausser Alex ( evtl.noch Anja) kein „Abnehmer“ dafür zu erwarten ist (???).

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