Babett Peter verlässt 1. FFC Frankfurt

Von am 4. Februar 2014 – 16.12 Uhr 57 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt und Verteidigerin Babett Peter werden ab der kommenden Saison 2014/15 getrennte Wege gehen.

Der bis zum 30. Juni 2015 datierte Vertrag zwischen Verein und Spielerin wird vorzeitig zum 30. Juni 2014 aufgelöst. Der Verein entsprach dem Wunsch der 79-fachen Nationalspielerin, das Vertragsverhältnis aus persönlichen Gründen vorzeitig zu beenden.

Peter: „Persönliche Beweggründe“
Peter erklärt: „Nach sehr freundschaftlichen und vertrauensvollen Gesprächen mit den FFC-Verantwortlichen bin ich froh, eine Entscheidung hinsichtlich meiner Zukunft getroffen zu haben. Mein Wunsch, den Verein nach der laufenden Spielzeit zu verlassen, entwickelte sich unabhängig vom sportlichen und internen Umfeld des 1. FFC Frankfurt. Persönliche Beweggründe sind der Anlass, den Vertrag für die kommende Saison aufzulösen. Nach meiner langen Verletzungspause werde ich nun alles daransetzen, unserem Team beim Erreichen der Saisonziele zu helfen.“

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Lange Verletzungspause
Peter wechselte vor der Saison 2012/13 vom 1. FFC Turbine Potsdam an den Main, für den sie in 22 Bundesliga-Spielen zum Einsatz kam. Wegen eines Überlastungsbruchs des Kahnbeins im linken Fuß verpasste sie die Europameisterschaft in Schweden und stand dem 1. FFC Frankfurt im bisherigen Saisonverlauf nicht zur Verfügung. Mittlerweile ist die 25-jährige Defensivspezialistin ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Babett Peter

Babett Peter verlässt Frankfurt aus persönlichen Gründen © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Bell: „Verlieren tolle Persönlichkeit“
FFC-Trainer Colin Bell meint: „In Babett Peter verlieren wir zum Ende der laufenden Saison nicht nur eine herausragende Abwehrspielerin, sondern auch eine tolle Persönlichkeit, die selbst während ihrer langen Verletzungspause ein wichtiger Bestandteil unseres Teams war. Ich bin mir sicher, dass Babett bis zum letzten Spiel alles daransetzen wird, mit dem 1. FFC Frankfurt erfolgreich zu sein. Schon jetzt wünsche ich ihr sportlich wie privat alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg.“

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Beste Wünsche für die Zukunft
FFC-Manager Siegfried Dietrich erklärt: „Natürlich hätten wir Babett Peter sehr gerne weiter im Boot gehabt, respektieren aber ihre ganz persönliche Entscheidung und wünschen ihr für die Zukunft das Beste.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

57 Kommentare »

  • Thomas sagt:

    Zum Thema B. Peter und WOB gibt es einen Artikel bei den Wolfsburger Nachrichten

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  • kelly sagt:

    hallo ich koennte mir schweden vorstellen tyresö oder anjas team

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  • DAWIDenko sagt:

    @ Thomas:
    Danke für den sehr interessanten Artikel aus den Wolfsburger Nachrichten.
    Ansonste ließt man ja immer nur das selbe über Babett´s Vertragsauflösung.
    in der Printausgabe des heutigen Kicker´s, schenkt man dem Thema eine kleine Randnotiz, wo suggeriert wird, als wenn Peters Wechsel zum VfL nur noch Formsache wäre.

    Ganz abwägig erscheint mit diese Spekulation jetzt doch nicht. Josi Henning´s Vertrag läuft nämlich (Quelle soccerdonna) am Ende der Saison aus.Letzte Saison hatte sie ihren Vertrag bei WOB nur um ein Jahr verlängert.
    Babett könnte dann gemeinsam mit Nilla Fischer die Innenverteidigung bilden.

    PS. womensoccer hatte auch über Josis vertragsverlängerung bis 2014 berichtet.
    https://www.womensoccer.de/2013/01/24/vfl-wolfsburg-verlaengert-mit-josephine-henning/

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  • Sheldon sagt:

    @DAWIDenko: Das wäre ein Traum. Peter zu Wolfsburg, Henning zu Frankfurt 😀

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  • Altwolf sagt:

    Es zeigt sich ja deutlich, daß keiner etwas Genaueres weiß und deshalb mit allen möglichen und unmöglichen Argumenten eine neue Heimat für B.Peters prophezeit.
    Zwar hatte sich R.Kellermann offenbar in den WN dahingehend geäußert sich durchaus bei dieser Konstellation für eine solche Spielerin zu interessieren, aber ob das konkret zu einer Verpflichtung führen könnte steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Ich darf mal daran erinnern, daß er das auch zu L.Lotzen gesagt hatte, als bekannt wurde, daß ihr Vertrag zum Saisonende ausläuft. Warum sollte er so etwas nicht mitteilen, daß er sich für sehr gute Spielerinnen interessiert? Zumal es ja laut @Sheldon alles nur Spielerinnen sind, die der 1.FFC den anderen Clubs „übrig“ läßt.
    @Alice.“….befeuert meine Angst vor Kellermanns Magath-Masche. 🙁 “ da ist mir wohl etwas entgangen, da ich bisher auch bei F.Magath trotz einer gewissen Massenverpflichtung nicht erkennen konnte, daß er e. Verpflichtung tätigte, nur weil ein Spieler auf dem Markt war.
    Jetzt bitte ich dich doch mal mir darzulegen, welche Verpflichtungen R.Kellermanns diesem „magathschen Prinzip“ entsprechen oder entsprochen haben.

    GW zur Auszeichnung zum besonderen „Wölfe-Fan“ in @Sheldons Fußballwelt u.Bewertungs-Skala. 🙂

    @Sheldon. Da kontrakarierst du dich ja mal wieder selbst, wenn du dir von den weniger Qualität habenden WOB-Spielerinnen eine davon beim 1.FFC vorstellen könntest.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Ich habe nie gesagt, dass die Spielerinnen des VfL per se weniger Qualität haben als die Frankfurterinnen. Ich habe nur gesagt, dass der VfL es nicht schafft, aus diesen Spielerinnen das Beste herauszuholen.

    Du kannst jede Spielerin von Wolfsburg und Frankfurt austauschen, wie es dir beliebt. Am Ende wird jede Spielerin bei Frankfurt besser sein als bei Wolfsburg, solange Bell und Kellermann auf den Positionen sind.

    Kellermann bekundet nicht sein Interesse an guten Spielerinnen, sondern an allen Spielerinnen, die irgendwie Rang und Namen haben und verfügbar sind, egal, ob sie nun ins Konzept passen oder nicht. Peter wäre Abwehrspielerin Nr. 12 mittlerweile. Wo sollen die ganzen Spielerinnen noch spielen?

    Magath hat die Massenverpflichtungsmaschine angeworfen, und zwar durchaus, indem er einfach jeden B-Promi geholt hat, der irgendwie verfügbar war:

    Hleb, Chris, Hitzlsperger, Kyrgiakos, Salihamidzic, Lakic, Ochs, Felipe, Cale, Jönsson, Sio, Sissoko, Pilar etc. pb.

    Alles Spieler, die unter Magath geholt wurden, und die nicht mal ein Jahr geblieben sind bzw. die zur Zeit im Zustand der Dauerausleihe sind.

    Kellermann hat es ihm auch schon nachgetan:
    Bestes Beispiel dafür Desiree Oparanozie, aber auch Almuth Schult wurde nur geholt, weil sie auf dem Markt war, nicht weil man sie tatsächlich gebraucht hätte. Peggy Kuznik wurde auch nur geholt, weil sie auf dem Markt war. Annabel Jäger und Carolin Simon ebenso. Und Kellermann fängt gerade erst an.

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  • Alice sagt:

    @Altwolf: Ich habe lediglich Angst, dass es bei Kellermann in die erwähnte Richtung laufen könnte. In die der Massenverpflichtung, denn Anzeichen sehe ich schon. Mit der Verpflichtung von Schult hat er meinerseits eben ein Stück Vertrauen einbüßen müssen. Wenn man in Betracht zieht, dass Ivonne Hartmann und Lena Goeßling auch noch hervorragende Alternativen für unsere Abwehr sind, dann sieht man auf diesen Positionen einem gewaltigen Überschuss entgegen. ABER sollten Jo Tietge, Ivonne Hartmann, Laura Vetterlein und Josi nicht verlängern, dann rückt das den möglichen Transfer auch für mich in ein anderes Licht, denn DANN besteht Bedarf und wenn Babett nach der VErletzung an alte Leistungen anknüpfen kann, ist sie ohne Frage ein echter Gewinn!

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  • Altwolf sagt:

    @Alice.Ok.Deine Gedanken kann ich nachvollziehen.Auch wenn A.Schult durch die „Animositäten“ in Potsdam zur Verpflichtung auf dem „Markt“ war und ich auch A.Vetterlein sehr geschätzt habe und auch weiterhin schätze, war ihre Verpflichtung vom fußballerischen her absolut richtig, da sie die stärkere Torhüterin ist.
    Ich denke,daß manche Verpflichtungen nur perspektivisch nachzuvollziehen sind, da wir doch noch einige Spielerinnen im Kader haben, die möglicherweise in absehbarer Zeit (> 30 Lbj.) und andere wohl auch nach der WM ( z.B.L.Gößling) in anderen Vereinen ihre Herausforderungen suchen werden.
    So richtig vorstellen kann ich mir die Verpflichtung von B.Peters eigentlich nicht.
    Andererseits sollte man einem Trainer, der in 5 Jahren eine Top-Mannschaft entwickelt hat auch zutrauen ein gewisses fußballerisches Niveau auch durch entsprechende Personalentscheidungen halten zu können und auch dabei das Teamgefüge nicht wesentlich zu verändern.
    Ein Überangebot an Spielerinnen sehe ich derzeit noch nicht, lasse mich aber auch eines Besseren belehren, wenn ich mich da täusche.

    @Sheldon. Wenn du da etwas differenzierter aufzählen würdest könnte ich dir bei einigen Personalien folgen (was die Oldies betrifft), bei den anderen nicht.
    Bei R.Kellermann stimme ich bei A.Schult u. C.Simon zu die letztere hatte auch die Chanhce sich hier zu etablieren.

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  • Sheldon sagt:

    Wieder ein Sympathiepunkt mehr, Alice! Gute Analyse der Lage, ehrliche Kritik in Form der Äußerung der Bedenken, aber dabei differenziert die Situationen durchdacht, die entstehen könnten. Würden sich andere VfL-Fans sich mal ein Beispiel an dir nehmen und nicht alles versuchen schönzureden, dann könnte man das Ganze ja sogar etwas neutraler betrachten.

    Einfach mal die Kritik annehmen, statt sie versuchen, wegzureden!

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Es mag durchaus richtig sein, dass Almuth Schult marginal stärker sein mag. Allerdings war die Torhüterposition keine Position, auf der eine Verbesserung tatsächlich notwendig war. In der Tat ist es so, dass die Abwehr im letzten Jahr sogar noch stabiler war (nach 9 Spielen nur 5 Gegentore).

    Zudem kommt hinzu, dass die Vorgeschichte dieses Wechsels ein immens schlechtes Licht auf Kellermann wirft, da es durchaus danach aussah, dass dieser Wechsel und die damit verbundene Stammplatzgarantie nur einen Vollzug des Wunsches der Bundestrainerin darstelle und damit die Frage einhergeht, ob Kellermann Herr seiner eigenen Personalentscheidungen ist.
    Kellermann hat eben auch nicht den Versuch unternommen, diesen Wechsel klar als seine Entscheidung zu verkaufen.

    Ich würde hier bitte den Versuch unternehmen, von Kellermann als Trainer und von Kellermann als Manager abzusehen. Wenn man sich die halbe Nationalmannschaft zusammenkauft, indem man konkurrenzlose Angebote macht, dann hat man bereits eine überdimensionale Grundstärke im Kader, die noch nichts über die Leistung als Trainer aussagt. Selbst bei einer überaus schwachen Leistung des Trainers (siehe Kahlert) kann so ein Kader einfach durch die Leistung der Einzelspielerinnen kaum unter Platz 3 oder 4 fallen und wird auch in der CL nur drei-vier Mannschaften haben, die dieses Team schlagen kann.
    Auf diesem Niveau des Kaders ist eine trainerische Leistung kaum mehr an der Platzierung zu erkennen, weil der Kader selbst mit einer vollkommen desolaten Leistung immer noch aus eigener Kraft zu den Top 10 Teams Europas gehören würde.

    Ein Überangebot sehe ich in jedem Fall in der Abwehr, sollten alle Spielerinnen fit sein. Mit Ivonne Hartmann und Lena Goeßling hat man 13 Abwehrspielerinnen im Kader, Babett Peter wäre Nr. 14!
    Ich weiß nicht, ob man neuerdings in Wolfsburg plant, im Eishockey-Modus in festgeschriebenen Reihen zu spielen, ich weiß nur, dass der Wechselmodus das nicht zulässt, alle in einem Spiel einzusetzen.

    Gehen wir mal davon aus, dass alle Spielerinnen fit sind:
    Dann hätte man mit Noelle Maritz, Nilla Fischer, Olga Petrova, Verena Faißt, Josephine Henning, Luisa Wensing und dann auch noch Babett Peter 7 reine Abwehrnationalspielerinnen im Kader. Alleine die 7 könnten zwei Abwehrreihen stellen.

    Wo bleibt dann noch ernsthaft Platz für Spielerinnen wie Tetzlaff, Laura Vetterlein oder die jungen Tietge oder Wedemeyer?

    Natürlich darf man gerne perspektivisch Spielerinnen verpflichten, sollte das aber nicht mehr als 1-2 Jahre vor dem Abschied eben dieser Spielerinnen tun, die auf ihr Karriereende zugehen, und ihnen dann zumindest auch mal Einsatzzeiten einräumen und eine Wachablösung langsam, aber sicher vornehmen. Eine Spielerin 2 Jahre nur auf der Ersatzbank schmoren zu lassen, ist nicht besser, als sie zwei Jahre in einem anderen Verein spielen zu lassen, damit sie Spielpraxis hat, und sie dann zu verpflichten, wenn Not am Mann ist.

    Eine solche Problematik habe ich auch bei Caro Simon gesehen. Ganz unabhängig, was dort wirklich vorgefallen sein soll, in welcher Mannschaftskonstellation hätte sie tatsächlich eine Aussicht auf einen Stammplatz gehabt? Nimm den Kader von 2012/13 und bastel mir etwas daraus zusammen. Die Schwierigkeit dabei: Ich traue Kellermann nicht ernsthaft zu, dass er einer aktuelle Stammspielerin der Nationalmannschaft eine deutsche Nichtnationalspielerin aus Leistungsgründen vorsetzt und damit riskieren würde, Neids Personalentscheidungen zu deren Ungunsten zu beeinflussen.

    Was Kellermann geholfen haben mag, nämlich, dass er Personalentscheidungen wirklich persönlich nahm und damit vielleicht ein sehr enges Verhältnis zu seinen Spielerinnen hatte, was diesen letztjährigen Flow ermöglichte, könnte ihm bei der Bestätigung dieser Leistungen zum Verhängnis werden. Denn dazu bedarf es der Fähigkeit, wirklich über Personalentscheidungen zu stehen und diese aus rein sportlichen, nicht aus persönlichen Gründen zu treffen.

    Kritisch sehe ich hier zum Beispiel den Umgang mit einer Conny Pohlers, mit der er scheinbar durch ihre 3 Monate Amerika ein persönliches Problem hat. Ihre Trefferquote ist ja erstaunlicherweise – gemessen an ihrer Einsatzzeit – keineswegs derartig schlecht. Im Gegenteil, keine Wolfsburgerin hat (sowohl in der CL als auch in der Meisterschaft) eine bessere. Dennoch kommt sie bloß noch zu Kurzeinsätzen.

    Solche ungeklärten persönlichen Dinge beschneiden die eigene Leistungsfähigkeit und zeugen eben nicht von großartiger Souveränität.

    Zuletzt: Welche Personalien du meinst, ist mir schleierhaft. Die unter Magath? Muss man da wirklich differenzieren? Es gibt eher noch andere, von denen man nie was gehört hat, die aber auch für 1,5-2 Millionen gekommen sind, ne halbe Saison da waren und sich seitdem rund über die Welt verteilt im Leihstatus befinden, und auf die Möglichkeit warten, ablösefrei zu wechseln.
    Allein 2011/12 hat Felix Magath 36 Spieler eingesetzt (Bundesligarekord), dazu waren 9 Spieler ausgeliehen.
    In der Saison 2012/13 war es noch schlimmer, 29 Spieler eingesetzt, 18 (!!!) ausgeliehen. Wenn man noch die Spieler im Kader berücksichtigt, die in den Saisons nicht zum Einsatz kamen, aber die ganze Zeit im Kader waren, sind das insgesamt 50-55 Spieler, jede Position 5-fach besetzt!!

    Diese Saison hatte Wolfsburg immerhin nur noch 39 Spieler, aber auch das ist viel zu viel dafür, dass man in nur zwei Wettbewerben vertreten ist.
    Nur mal zum Vergleich: Der Minimalrekord an eingesetzten Spielern in der Bundesliga liegt bei 13! Bayern ist damit 1972 Meister geworden. Soviele Spieler haben die meisten Vereine heute schon im ersten Ligaspiel verbraten.

    In der Theorie brauchst du allerdings zumeist maximal 3 Torhüterinnen, 6-7 Abwehrspielerinnen und 10 Offensivspielerinnen überhaupt im Kader, macht 19-20 Spielerinnen.

    11 Stammspielerinnen, eine Ersatz-Innenverteidigerin, eine bis zwei Ersatz-Außenverteidigerinnen, eine DM-Ersatzspielerin, zwei OM-Ersatzspielerinnen und eine Ersatzstürmerin. Wenn jede Spielerin zudem mehrere Positionen spielen kann, ist es sogar mit einem Kader von 18 Spielerinnen durchaus schon getan.

    Ansonsten muss man halt die Strukturen so umstellen, dass auch in der zweiten Mannschaft und in der U17 so gearbeitet wird, dass die Strukturen durchlässig sind und im Falle von Verletzungsmiseren Spielerinnen hochgezogen werden können.
    Das hat Wolfsburg in Lyn Meyer ja bereits das ein oder andere Mal gezeigt, wie es gehen könnte.
    Würde man eher daran arbeiten, dann könnte man den Kader deutlich verschlanken.

    Man muss eben schauen, dass die 16-18 Stammspielerinnen eben ein möglichst ausgeglichenes Leistungsniveau haben. Auch hier steht der FCB bei den Männern Vorbild, wie es gehen könnte: Mit einer festen Abwehr, für die es mit Contento, van Buyten und Badstuber verhältnismäßig gleichwertige Alternativen gibt und einem sehr flexiblen Mittelfeld, in dem Lahm, Kroos, Martinez, Schweinsteiger und Thiago defensiv agieren können und Götze, Müller, Ribery, Robben, Shaqiri, Mandzukic und Pizarro die offensiven Aufgaben verrichten. In der Theorie ist dadurch jede Position doppelt besetzt, praktisch sogar mehrfach, da viele Spieler nur grob Positionsgebunden sind und mehrere Positionen bekleiden können und dabei alle immer auf hohem Niveau agieren können. Dazu kommen in Höjbjerg, Weiser, Weihrauch, Green usw. Talente, die mit den Bayern mittrainieren und wie bei Höjbjerg schon geschehend, langsam an die 1. Mannschaft rangeführt werden.

    Deswegen sähe ich es lieber, wenn Wolfsburg sich deutlich verschlankt und dafür mehr in vielseitige Spielerinnen investieren würde, die dann auch verschiedentlich eingesetzt werden und dadurch auch innerhalb der ersten 11 eine stärkere Rotation erfolgt, die sich dann natürlich auch auf das Spiel auswirkt, da eine statische Manndeckung, wie sie Martina Müller gegen Frankfurt erfahren hat, einfach nicht mehr möglich ist. Je weiter es nach vorne geht, desto stärker muss auch im Spiel selbst die Rotation sein, dazu müssen die Außenspielerinnen halt auch stärker harmonieren und Kombinationen ausgearbeitet werden durch Blässe/Maritz und Popp/Faißt.

    Aber naja, da ist es sicherlich besser, wenn man das an Spielen analysiert und nicht hier ins Abstrakte hinein philosophiert!

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  • Aldur sagt:

    Sheldon sagt:

    „Gehen wir mal davon aus, dass alle Spielerinnen fit sind:
    Dann hätte man mit Noelle Maritz, Nilla Fischer, Olga Petrova, Verena Faißt, Josephine Henning, Luisa Wensing und dann auch noch Babett Peter 7 reine Abwehrnationalspielerinnen im Kader. Alleine die 7 könnten zwei Abwehrreihen stellen.“

    Petrova ist – so weit ich weiß – keine Abwehr- sondern Mittelfeldspielerin. Faißt wurde in Verein wie Nationalmannschaft bereits im linken Mittelfeld eingesetzt, und Fischer ist – analog zu Goeßling und Hartmann – im zentralen Mittelfeld zu Hause, kann aber auch Innenverteidigung. Ich sehe da ehrlich gesagt kein Problem, sondern eher eine gewisse Flexibilität.
    Davon abgesehen ist nicht klar, was mit den auslaufenden Verträgen passiert, die Alice und Altwolf angesprochen haben, und zu guter Letzt ist ohnehin alles nur Kaffeesatzleserei, solange nicht klar ist, wohin Peter eigentlich wechselt.

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  • dummkopf sagt:

    @altwolf
    Du hast mir doch neulich das Querlesen nicht abgenommen.
    Liest du das wirklich immer noch alles?
    Ich habe beim Querlesen nur Magath aufgeschnappt und Contento -> interessiert mich nicht, also weiter.
    Man darf ja auch als bekennender sheldon-follower nicht vergessen, dass gar zu übermässiger Genuss selten gut ist.
    Wenn sheldon also hier das „Salz“ in der Suppe zum Kaffee ist, wenn ich einmal dieses grosse geflügelte Wort eines berühmten TV-Sprechers frei zitieren darf – muss man wissen, dass eine starke Überdosis Salz auch tödlich sein kann.

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  • Sheldon sagt:

    @Aldur: Selbst, wenn dem so wäre, dennoch ist ein immenses Ungleichgewicht im Kader vorhanden.

    Von mir aus kannst du die Rechnung auch so machen:

    Goeßling, Keßler, Odebrecht, Faißt, Wensing, Henning, Fischer, Maritz, Petrova – 9 Nationalspielerinnen für 6 Defensivpositionen.

    Dazu kommen noch: Tetzlaff, L. Vetterlein, Hartmann, Wedemeyer, Bunte, Tietge und vielleicht noch Babett Peter

    Sind 16 Spielerinnen für 6 Positionen, davon 10 Nationalspielerinnen. Daraus machen andere Vereine drei Abwehrreihen.
    Wenn man noch dazu rechnet, dass Popp LV spielen kann und Magull DM, sind das 3 Reihen.

    Dagegen reibt sich Müller ganz vorne jedes Spiel voll auf, ohne echten Back-up. Damnjanovic ist noch zu jung, Pohlers nicht mehr gewollt. Jakabfi hat vorne im Zentrum nicht überzeugt.

    Schaut euch doch die Torstatistik an, 29 Tore gerade mal. Da sind Leverkusen, Essen und Bayern nicht weit von entfernt. Frankfurt hat mehr als 1 1/2 mal so viel!

    Und die Offensivverstärkungen, die bis jetzt gemutmaßt wurden, haben alle abgesagt (Lotzen, Leupolz, Däbritz).

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon. „Aber naja, da ist es sicherlich besser, wenn man das an Spielen analysiert und nicht hier ins Abstrakte hinein philosophiert!“ Das möchte ich dir schon mal bestätigen.

    Wenn man als ehemaliger Torwart erkennt, daß mit A.Schult, nach dem Nichtzustandekommen der Verpflichtung mit TP,eine Torfrau vertragslos ist, die die optimalen Voraussetzungen für eine Top-Torhüterin hat und damit auch die „natürlichen“ Nachteile einer A.Vetterlein nicht kompensieren muß, wäre es absolut „fahrlässig“ gewesen sie nicht zu verpflichten und ich setze die Wertigkeit perspektivisch mit der Verpflichtung von N.Kessler u. L.Gößling gleich. Das bedeutet nicht, daß A.Vetterlein nicht auch eine sehr gute Torfrau ist, aber sie wurde und würde aufgrund ihrer fehlenden Körpergröße deshalb nie in die N11 berufen. A.Schult wird sich in naher Zukunft zur Top-Torhüterin der Liga entwickeln und auch etablieren. Die ihr angelasteten „Unsicherheiten“ beim Herauslaufen haben schon ganz andere Größen – auch des NF- gezeigt ohne ihnen deshalb die Klasse abzusprechen.
    Was ich dir diesmal zugute halte ist, daß du dich sachlicher bei diesem Themenkomplex äußerst, wobei wir hier sinnvollerweise nicht Magaths Eigenarten u. dein Idealbild Bayern München diskutieren sollten.
    Wie @Aldur es richtig aufführte, sind nicht alle von dir aufgezählten Spielerinnen auf die IV bzw. AV festgelegt, sondern können auch im DM, wie auch auf d. offensiven Außenbahn eingesetzt werden.Die von dir genannten J.Tietge u.J.Wedemeyer sind beide Jahrgang 1996 u.spielen zunächst mal in d.2.Buli,was ja auch Sinn macht.
    M.Tetzlaff ist bekanntermaßen verletzt und die Chance, daß mal alle Spielerinnen uneingeschränkt zur Verfügung stehen ist bei dem Mammut-Programm einschl. N11- u. UN11Einsetzen relativ gering, was ja auch die zurückliegende Saison gezeigt hat.Wenn sich der Kader entsprechend deinem Vorschlag deutlich verschlankt, haben wir dann nicht mal mehr die Option, daß A.Popp hinten links in d.AV-Position spielen kann (CL-Finale).

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.Der von dir angesprochene Teil in @Sheldons Ausführungen entspricht sicherlich deinem Empfinden und kann sicherlich überlesen werden.
    Noch lese ich die für mich interessanten und insbes. WOB betreffenden Kommentare/Meinungen ganz, damit ich mich auch bei herausgeforderten „Gegendarstellungen“ oder „korrigierenden“ manchmal auch „zustimmenden“ Kommentaren meinerseits nicht zu „Unkorrektheiten“ verleiten lasse. 🙂
    Da du die Fähigkeit hast aus dem „Quergelesenen“ die „Essenz“ des Geschriebenen sofort zu erfassen , kannst du es dir erlauben weiterhin so zu verfahren. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Wenn dem so ist, muss ich das als Trainer auch nach außen so kommunizieren. So einen Wechsel tätigt man nicht mal eben einfach so.

    Es ist fahrlässig, sich vor der ersten Trainingsstunde schon auf eine Nr. 1 festzulegen. Wäre Kellermann klug gewesen, hätte er Schult verpflichtet, ohne sich irgendwie festzulegen. Vielleicht wäre es auch erstmal klug gewesen, weiter an Vetterlein festzuhalten und Schult eher als hochwertige Konkurrenz zu Vetterlein zu verkaufen.

    Damit hätte man mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 1. hätte man Vetterlein behalten und mit ihr eine hochklassige Torhüterin. 2. hätte man Schult etwas aus der Schussbahn genommen und sie in Schutz genommen, 3. hätte man einen hochklassigen Konkurrenzkampf gehabt im Training, bei dem jede Torhüterin immer ihr Bestes geben muss, 4. wäre es ein klares Bekenntnis zu Schult gewesen, wenn Kellermann sie dann aufgestellt hätte, weil sie sich dann leistungstechnisch gegen eine hochklassige Torhüterin durchgesetzt hätte und 5. hätte er die Entscheidung als SEINE verkaufen können und müsste sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, vor Silvia Neid lieb Kind gemacht zu haben.

    Denn noch ist es eben nicht absehbar, dass Schult sich als die Top-Torhüterin etablieren wird. Da haben Berger und Schumann von ihren natürlichen Qualitäten einfach die Nase noch vorne. Schult hat nicht nur Probleme im Herauslaufen, sondern vor allem auch in der Kommunikation mit der Abwehr. Das ist das entscheidende Manko, gerade beim Konterspiel. Das konnte man nicht nur einmal beobachten.
    Ja, diese Probleme hatten auch andere, ohne Frage. Doch gerade die Entwicklung bei den Männern zeigt: Das Mitspielen wird als Torwart immer wichtiger! Ein Torwart ohne Strafraumbeherrschung hat heute nahezu keine Chance mehr. Von einem Weltklassetorhüter wie Manuel Neuer wird sogar erwartet, dass er einen Konter sogar schon mal 30, 40 Meter vor seinem Kasten sicher unterbinden kann.

    Zu euren Rechnungen: Wie soll Wolfsburg denn künftig spielen?
    Mit 8 Defensivspielerinnen? Ist Wolfsburg im Abstiegskampf oder wollt ihr um die Meisterschaft mitspielen?

    Gerade mit einer Alex Popp im Kader reichen 7 Abwehrspielerinnen locker aus, jede mit einem Back-up. Im DM sind Goeßling und Keßler gesetzt, dahinter steht Odebrecht, gut, vielleicht noch Petrova, aber das wars. Und selbst, wenn 3 ausfallen sollten, gibt es mit Magull oder Hartmann nochmal Alternativen zur Verstärkung!

    Nur Faißt kann auf Linksaußen spielen, ansonsten kenne ich keine AV, die offensiv irgendwie spielen könnte. Und was ich von Faißt gesehen habe als Linksaußen, das war mehr als dürftig. Zur Stürmerin ist sie nicht geboren, und diese Position gehört nunmal in den Bereich Sturm.

    Mein Vorschlag: Von mir aus eine Abwehr mit Wensing, Henning, Fischer und Faißt als Stamm, Hartmann, Tetzlaff, Maritz und Peter als Back-up, alle anderen Abwehrspielerinnen in die 2. oder Verträge auslaufen lassen, dafür auf den Außenbahnen und im Sturmzentrum verstärken.

    In der Abwehr alle Spielerinnen wie Wensing auf zumindest eine Außenbahn und IV bzw. beide Außenbahnen schulen, um zu große und zu viele Umstellungen und damit Qualitätsverlust zu vermeiden. Außerdem alle Spielerinnen dort auf Robustheit und Schnelligkeit schulen, um größere Verletzungen zu vermeiden.

    Im Mittelfeld hat man im DM mit Goeßling, Keßler, Petrova und Odebrecht 4 Spielerinnen. Tip: Keßler immer spielen lassen, Goeßling, Petrova und Odebrecht wechseln immer durch, um diese Spielerinnen zu schonen. Auf den Außenbahnen noch mindestens ein Transfer für links tätigen, ansonsten müssen Blässe, Jakabfi, Popp, Müller und Damnjanovic immer ordentlich rotieren und dürfen nicht auf eine Position festgelegt sein.

    Auch in der Zentrale noch einen Transfer für die „10“ bzw. falsche Neun.

    Ansonsten: Wenn Wolfsburg tatsächlich das Potential des FFs ausschöpfen will, dann bitte an einer Stelle massiv investieren: PR-Berater für Ralf Kellermann! Die Außenwirkung eines Vereins hängt sehr, sehr stark an der klaren und angemessenen Kommunikation des Trainers, auch die Aufmerksamkeit der Sportart. Jeder Trainer der Bundesliga bei den Männern gibt jede Woche eine Pressekonferenz zum nächsten Spiel. Soweit ist der FF noch nicht, aber es zeigt, wie sehr eine solche Pressekonferenz für gesteigerte Aufmerksamkeit sorgt.

    Sei es nur ein Gag von Jürgen Klopp, dass Sokratis Papasthatopoulos (kurz: Papa) in dieser Woche Vater geworden ist, und die Medien reißen sich drum. Und Jürgen Klopp ist wieder der Geilste von allen!

    Hätte Kellermann mal ein klares Interview zum Transfer von Schult gegeben, wo er eben keine Stammplatzgarantie ausgerufen hätte (wenn es stimmt, dass man eigentlich kaum Konkurrenz hatte bei Almuth Schult, dann wäre das überhaupt nicht nötig gewesen), sondern den Konkurrenzkampf im Team befeuert hätte, was meinst du, wie dann das Echo gewesen wäre?

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon. Ich sehe keine Notwendigkeit einen solchen Transfer von A.Schult nach außen in der von dir gewünschten Form zu kommunizieren. Denn allein wichtig ist, daß A.Vetterlein von dieser Personalie entsprechend informiert wurde. Erst jetzt und einzig A.Vetterlein hatte die Entscheidung zu treffen, ob sie sich dem Konkurenzkampf stellen wollte.
    Da ich und wohl kaum ein anderer aus diesem Forum bei dem Vertragsgespräch zwischen R.Kellermann u. A.Schult anwesend waren, ist es offen, ob es eine Stammplatzgarantie gegeben hat. Und soweit man es nicht belegen kann,sollte man auf diese Unterstellung verzichten.
    Behaupten kann man da Vieles. Das Gleiche gilt für das Gespräch zwischen R.Kellermann und A.Vetterlein, die es dann vorzog, genauso wie seinerzeit in Frankfurt, den Verein zu verlassen und sich nicht auf eine „Kommödie“ für die Öffentlichkeit einzulassen.
    Ein etwas kurioser Gedanke ist dabei auch noch, daß sich R.K. von S.Neid vorschreiben lassen könnte, wie er mit A.Schult umzugehen habe.
    Realistischer wird eher sein, daß S.Neid ihrer Favoritin auf die N.Angerer-Nachfolge klipp u. klar gesagt hat, sie müsse nun bei einem TOP-Club unterkommen, damit sie sich entsprechend weiterentwickelt und insbes. auch internationale Erfahrungen macht . Da war wohl eigentlich TP die 1.Wahl,was dann aber bekanntlich an der „öffentlichen“ Reaktion der Turbine-Fans scheiterte.
    Über die Fähigkeiten von A.Schult haben wir ziemlich unterschiedliche Einschätzungen, deshalb lassen wir das auf sich beruhen – vielleicht steht ja am Ende des Tages 22.02.14 die Null bei ihr. 🙂
    Wie R.Kellermann sein Team nun aufstellen will ist nun mal seine Arbeit und der Kader gibt ihm genug Möglichkeiten zu variieren.
    Wie gut oder wie schlecht die Alternativpositionen von der ein oder anderen Spielerin ausgeführt werden ist dabei erst einmal unwichtig, da man das dann von Fall zu Fall trainieren wird.
    Da ich die ein oder andere Pressekonferenz m.R.Kellermann schon miterlebt habe, kann ich deinen „Wahrnehmungen“ nicht zustimmen.
    Du hast ihn ja mal als „Rohdiamanten“ im Trainergeschäft bezeichnet, der sich noch den Schliff holen muß – nun laß ihm doch auch die Zeit dafür. 🙂
    P.S. Noch mal zur Erinnerung – B.Peters spielt noch bis Ende der Saison in Frankfurt und steht hier noch nicht auf dem Platz – und wird das vielleicht auch gar nicht.

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