Wolfsburg und Frankfurt lassen Punkte liegen

Von am 15. September 2013 – 17.10 Uhr 78 Kommentare

Auch der zweite Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hielt einige Überraschungen bereit: So wartet Meister VfL Wolfsburg nach wie vor auf den ersten Saisonsieg, auch der 1. FFC Frankfurt musste sich mit einem Remis im eigenen Stadion begnügen. Neuer Tabellenführer ist der 1. FFC Turbine Potsdam, die Topkulisse des Spieltags gab es bei Aufsteiger Cloppenburg.

Nach dem enttäuschenden 1:1-Auftakt gegen den FC Bayern München vor acht Tagen präsentierte sich der VfL Wolfsburg auch am zweiten Spieltag noch nicht in meisterlicher Form.

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Zwischenstand im Bundesliga-Tippspiel

Hearn gleicht spät aus – Goeßling verletzt
Beim 1:1 (1:0) beim FF USV Jena musste sich die Elf von Trainer Ralf Kellermann erneut mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Zwar brachte Kapitänin Nadine Keßler ihr Team kurz vor der Pause in Führung (40.), doch der Neuseeländerin Amber Hearn gelang kurz vor Spielende der verdiente Ausgleich (88.), so dass das Team aus Thüringen auch dem zweiten Topteam in Folge ein Bein stellen konnte, eine Woche zuvor hatte die Elf von Trainer Daniel Kraus bereits dem 1. FFC Turbine Potsdam überraschend einen Punkt abgetrotzt. Beim VfL Wolfsburg verletzte sich Lena Goeßling am Knie, eine genaue Diagnose wird erst am Montag eine MRT-Untersuchung ergeben.

Ein enttäuschter Trainer Kellermann meinte: „Wir hatten das Spiel komplett im Griff, außer in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit. Mit unseren Torchancen hätten wir den Sack zumachen müssen, stattdessen kriegen wir das Gegentor – das ist sehr enttäuschend. Jenas Trainer Kraus meinte: „Wir haben schon zu Beginn gut Fußball gespielt und nach dem Tor auch in der zweiten Halbzeit nicht aufgesteckt. Mit viel Mut und Kampfgeist hat sich die Mannschaft heute den Punkt absolut verdient.“

Ioannidou sorgt für Essener Punktgewinn
1:1 (1:1) stand es nach 90 Minuten auch zwischen den Frankfurterinnen und der SGS Essen, dabei begann die Partie für die Gastgeberinnen nach Maß. Schon in der fünften Minute brachte Kerstin Garefrekes den FFC vor 1 820 Zuschauern in Führung, aber in der Folge boten die Frankfurterinnen nicht mehr viel. Dennoch brauchte es für Essen erst einen Foulelfmeter kurz vor der Halbzeitpause, den Irini Ioannidou (45.) zum Ausgleich verwandelte, zuvor war sie selbst von Bianca Schmidt gefoult worden. Nach dem Seitenwechsel kam Frankfurt wieder besser ins Spiel, doch es blieb beim 1:1 zwischen beiden Teams.

Klarer Sieg für Potsdam
Weitaus mehr Tore fielen hingegen in der Partie zwischen dem VfL Sindelfingen und dem 1. FFC Turbine Potsdam. Mit 7:0 (4:0) gewannen die Brandenburgerinnen beim VfL. Die Tore erzielten U19-Nationalspielerin Pauline Bremer (4./36.), Natasa Andonova (38./84.), Lisa Evans (42.) und Genoveva Anonma (62./86.).

Colin Bell

Frankfurts Trainer Colin Bell musste mit seinem Team einen ersten Dämpfer hinnehmen © Zetbo / Framba-Fotos.de

Duisburg feiert ersten Saisonsieg
Der FCR 2001 Duisburg kam gegen Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim zu einem klaren 4:1 (1:0)-Sieg. Lieke Martens sorgte in der ersten Halbzeit für die Führung (16.), obwohl der Aufsteiger in der Anfangsphase mehr vom Spiel hatte. Nach der Pause schraubten Laura Neboli per Kopf (64.), Jennifer Oster im Fallen (80.) und Laura Luis mit einem fulminanten Schuss (83.) das Ergebnis in die Höhe, ehe Susanne Hartel nach einem Missverständnis in der Duisburger Abwehr in der Schlussminute noch der Ehrentreffer gelang (89.).

Duisburgs Trainer Sven Kahlert meinte: „Wir haben schöne Tore gesehen und in glückliche Gesichter geschaut, das hat richtig Spaß gemacht. Am Anfang haben wir uns nicht gut bewegt, nicht annähernd die Leistung gebracht, die wir zuletzt im Training abgeliefert haben. Aber dann kam die eine Aktion, das eine Tor – und von da an hat die Mannschaft endlich gezeigt, was sie kann und Fußball gespielt.“

Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann meinte: „Es war ein verdienter Sieg für Duisburg. Wir hatten einen guten Start ins Spiel und zwei gute Möglichkeiten. Nach dem Gegentor war Duisburg dann aber obenauf, wir haben zu viele Fehler gemacht. Im Umschaltspiel haben wir Lehrgeld bezahlt. Wir müssen jetzt lernen, unsere Fehler schnell abzuschalten.“

Cloppenburg und Leverkusen teilen Punkte
Keine Sieger gab es hingegen im Duell zwischen dem BV Cloppenburg und dem bisherigen Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen. Dabei verfolgten 1 845 Zuschauer das torlose Remis, die größte Kulisse am zweiten Spieltag.

Gelungene Heimpremiere für Bayern
Bereits am Samstag kam der FC Bayern München beim Debüt im Grünwalder Stadion zu einem 2:1 (2:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg. Die Treffer für die Gastgeberinnen erzielten Lena Lotzen (23.) und Amber Brooks (35.), für die Freiburgerinnen traf Neuzugang Sandra Starke (50.).

Frauenfußball-Bundesliga, 2. Spieltag, Ergebnisse

FC Bayern München SC Freiburg 2:1 (2:0)
VfL Sindelfingen 1. FFC Turbine Potsdam 0:7 (0:4)
1. FFC Frankfurt SGS Essen 1:1 (1:1)
FF USV Jena VfL Wolfsburg 1:1 (0:1)
BV Cloppenburg Bayer 04 Leverkusen 0:0
FCR 2001 Duisburg TSG 1899 Hoffenheim 4:1 (1:0)

Tabelle

Rang Verein Spiele Torverhältnis Punkte
1. 1. FFC Turbine Potsdam 2 8:1 4
2. Bayer 04 Leverkusen 2 3:0 4
3. 1. FFC Frankfurt 2 3:1 4
4. FC Bayern München 2 3:2 4
5. FCR 2001 Duisburg 2 4:4 3
6. TSG 1899 Hoffenheim 2 2:4 3
7. SGS Essen 2 4:4 2
8. BV Cloppenburg 2 3:3 2
9. FF USV Jena 2 2:2 2
9. VfL Wolfsburg 2 2:2 2
11. SC Freiburg 2 1:4
12. VfL Sindelfingen 2 0:8

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78 Kommentare »

  • Michele sagt:

    @Sheldon

    Warum soll mein Bericht nicht stimmen? Ich habe das Spiel live gesehen und konnte mir ein Bild davon machen! Es war grauenhaft wie Frankfurt gespielt hat!

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  • Maren sagt:

    Zum Thema Wolfsburg:

    „Never change a winning Team“

    Die Entscheidung A. Schult den Vorzug gegenüber A. Vetterlein zu geben, war für mich in der Transferphase die größte Überraschung. Nur, weil A. Schult Deutschlands Nr. 2 ist. Eine für mich merwürdige Entscheidung da A. Vetterlein für mich in der Saison 2012/2013 überragend gehalten hat.
    Einziger für mich nachzuvollziehender Tansfer war N. Fischer in Wolfsburg.

    Natürlich ist A. Schult nicht die Verantwortliche der ersten beiden Unentschieden um das hier nochmal klarzustellen.

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  • holly sagt:

    so bin nun ausgeschlafen aus Frankfurt zurück.

    Frankfurt hat nicht nur eine Baustelle im Bentanobad. Die erste HZ war echt ein Witz von den Damen vom Main. Nach dem 1:0 haben sie quasi das spielen eingestellt.
    In HZ 2 hatten sie ohne Ende Chancen, die eine hervorragende Lisa Weiss zunichte machte. Ein zweimal auch mit Glück aber was solls der fleisige wird belohnt.
    Celia hatte ein paar Chancen die sie nicht verwerten konnte, und damit sind wir aus meiner Sicht auch schon beim großen Problem des FFC. Sie werden wieder leer ausgehen am Ende der Saison und wenn es wegen der schlechteren Tordifferenz ist. Immer wird KG ihnen nicht die Punkte retten können.
    Die hier von vielen hochgelobte Peggy Kuznik fand ich nicht dolle. Wenn das eine der besten dt. IV sein soll? Naja so hat halt jeder seine Sicht der Dinge

    @ Sheldon

    solche Spieleindrücke sind meist sehr unterschiedlich. Irgendwer hatte oben geschriben das er Maro gut spielen sehen hat. Meine Empfindung ist eine ganz andere. sie hat nicht schlecht gespielt aber im Gegensatz zu ihrem Können fand ich es schwach.
    Bianca Schmidt fand ich auch ganz toll.
    Habe mich gestern mit Leuten unterhalten die am Samstag in München beim Zitat „Grottenkick“ der Bayern Frauen waren.
    Was die berichtet haben deckt sich auch nicht mit deinen Eindrücken die Du von den Bayern Frauen vermittelst.
    Ich hatte leider keine Zeit mir das Spiel im Fersehen anzusehen da ich auf dem Weg nach Frankfurt war.

    Bei Essen sind mir neben Lisa vor allem Linda Dallmann und Madeleine Gier positiv aufgefallen

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich möchte mal an dieser Stelle, die Gelegenheit beim Schopfe packen und dem DFB-TV-Team, die uns auch allwöchentlich die Torshow inkl. dem „Tor des Spieltages“ präsentieren, einen großen Dank aussprechen!
    Der immense Aufwand, der hier betrieben wird, ist mir Anliegen und Grund zugleich für diese (über-)fällige Würdigung, und ich hoffe, dieser Service wird uns noch recht, recht lange zur Verfügung stehen.

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  • Sheldon sagt:

    Einzige Konsequenz der Kommentare hier:

    Meister wird Jena oder Essen. Dahinter Cloppenburg, Leverkusen und Duisburg.

    Alle anderen müssen schon gewaltig aufpassen, dass sie bei ihren „Grottenkicks“ nicht absteigen^^

    Mal ganz ehrlich: Es mag vielleicht noch nicht das Gelbe vom Ei sein, was Frankfurt, Potsdam, Wolfsburg und Bayern spielen. Doch das ist nunmal zur Zeit das Beste, was wir haben. @holly: Wer ist denn sonst noch besser als Peggy Kuznik? Wolfsburgs IV schwankt enorm mit Hartmann, Potsdam hat eig keine IV außer Draws, Bayerns IV hat keine deutschen Spielerinnen, und Spielerinnen aus anderen Vereinen fehlt beileibe die Konstanz. Wer bleibt also übrig? Und soviele können auch nicht verletzt sein!

    Es kommt mir mittlerweile so vor, dass alle immer nur noch zu den Spielen fahren, um nachher zu erzählen, wie grauenhaft das war und wie schlecht dieser oder jener Verein ist, um am Ende festzustellen, dass eigentlich alle Vereine Grottenschlecht spielen!

    Willkommen, Zukunft des FFs 😀

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  • H2O sagt:

    @Maren

    Sehe ich genauso. Der Vetterlein Transfer verursacht bei mir noch immer Bauchschmerzen. Mit den verlorenen Punkten hat dies wohl wenig zu tun.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon

    Du schreibst doch selbst wie schlecht die anderen Mannschaften sind, bzw wenn sie hinter den in sie gesetzten Erwartungen bleiben.
    Also ist C.Bell in deinen Augen auch ein Nörgler der den Untergang des FF heraufbeschwört?
    Der Frankfurter Trainer hat seine Mannschaft in der ersten Halbzeit auch nicht als gut empfunden.
    Wenn das so ist muss man das halt auch mal sagen können wenn eine Mannschaft schlecht spielt.

    Achso fahre nicht zu den Spielen um hinterher zu nörgeln sondern weil ich gerne FF gucke.

    Der größte Nörgler hier bist du doch selbst 😉

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Meiner Meinung hat Potsdam schon eine gewaltige Innenverteidigung, die gerade langsam in Fahrt kommt und wenn Draws und Kemme nicht aufpassen, ist für Beide bald kein Platz mehr da. Es sieht so aus, als wenn sich Elsig und Wesely gerade richtig gegenseitig pushen. Man darf gespannt sein, wie es sich entwickelt. Aber der Konkurrenzkampf kann nur gut sein für das Team. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Es geht nicht darum, dass eine Mannschaft schlecht spielt oder nicht, das darf man natürlich sagen. Natürlich gibt es auch Fanfeindschaften und man versucht, den Gegner in Misskredit zu bringen. Doch das ist hier nicht das Thema:

    Wolfsburg, Frankfurt, Bayern, Potsdam sind das beste, was wir im FF zur Zeit haben. Mannschaften wie Essen, Jena, Leverkusen etc. mögen zwar ganz guten Fußball spielen, doch haben nicht die Qualität, Deutschland international voranzubringen. So müssen wir mit den obigen Mannschaften vorlieb nehmen. Es macht zwar Spaß, Idealvorstellungen vom FF zu haben, doch wenn diese nicht in der Realität umsetzbar sind oder umgesetzt werden, dann bringen sie einem nichts, sondern man ist bloß ein Schaumschläger.

    Ja, es mag sein, dass Frankfurt katastrophal gespielt hat, es mag sein, dass Bayern am Ende doch ziemlich die Puste ausgegangen ist, dass Wolfsburg offensiv zu harmlos auftritt, und dass bei Potsdam noch nicht alles sitzt, wie es soll. Das ist so. Doch eine dieser 4 Mannschaften wird – welchen Grottenfußball sie auch immer spielen – am Ende Meister werden.

    Und wenn es nur darum geht, die am wenigsten schlechte Mannschaft herauszufiltern, dann braucht man sich das auch gar nicht anzutun. Hier wird in letzter Zeit NUR das Schlechte nach außen gekehrt. Vielleicht machen wir uns auch alle einfach nur was vor, vielleicht ist das tatsächlich das wahre Leistungsvermögen dieser Spielerinnen, was sie hier abrufen. […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • noworever sagt:

    @sheldon:
    „Es kommt mir mittlerweile so vor, dass alle immer nur noch zu den Spielen fahren, um nachher zu erzählen, wie grauenhaft das war und wie schlecht dieser oder jener Verein ist, um am Ende festzustellen, dass eigentlich alle Vereine Grottenschlecht spielen!“

    vielleicht nicht „alle“ … aber, einige könnten wohl schon dabei sein … getreu nach dem alt-bewährten, jahrtausende jahre alten motto:

    „whom can we hate together?“ … and can make responsible, that i (somehow) don’t feel so well.

    der (oder das) sog. ‚andere‘ ist immer ein willkommenes opfer … selbst wenn das ‚eigene‘ in form von einem team, coach etc … zum opfer fällt.

    natürlich, eine ganz „normale“ menschlische regung …

    but … it’s rather a kind of self-hating/-destruction …

    die sog. kritiker bezeichnen diese art von ’selbst-justiz‘ jedoch (wieder, ganz natürlich), als eine durchaus „positiv gemeinte“ kritik … ignorieren dabei (wie selbstverständlich) … wie weh sie sich mit einer solchen, sog. „positiven kritik“ eigentlich selber tun …

    okay, enough self-talk …
    as long it doesn’t hurt – go ahead! – and dive in! 🙂

    (if this sounds too preachy – just forget it … it’s not serious 😉 )

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  • noworever sagt:

    … noch einen bericht zum bereits ausgedehnt, angesprochenen thema: (gutes, aussagekräftiges foto übrigends)

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  • Altwolf sagt:

    Ich habe erst Sonntagabend die Spielausgänge realisieren können und war natürlich schon vom Ergebnis in Jena enttäuscht.Doch es sind erkennbar Probleme,die gerade die Teams haben,die normaleweise antreten die Spiele zu machen und zu dominieren um daraus dann auch die erfordelichen Tore zu erzielen.Und genau hier hakt es bei den sogg. Top-Teams, da sie gegen inzwischen erstarkte und gut defensiv stehende Teams,wie sie jetzt Jena,Essen,Freiburg und wohl auch Leverkusen darstellen, nicht die Passgenauigkeit,Schnelligkeit,Laufbereitschaft und letztendlich Konzentration im Abschluss auf den Platz bringen.Deshalb sind die Ergebnisse auch derzeit von der Leistung her nachvollziebar und auch verdient.
    Daraus schon irgendwelche Prognosen abzuleiten mag dem ein oder anderen ja Spaß machen,aber es sind derzeit noch Wunschdenken bzw. Spekulationen.WOB muß sich steigern und wird sich auch steigern,wie es auch die anderen sogg.Favoriten tun werden und jeder einzelnen Spielerin wird klar geworden sein, daß es keine leichten Spiele geben wird.
    Ein wenig hängt es aber immer auch von den Zeitpunkten des Zusammentrefens zusammen und es ist auch im MF schon immer so gewesen,gegen Bayern München hast du die größten Chancen zu Beginn einer Saison zu punkten, so auch hier.
    Wichtig ist erst einmal,daß L.Gößling sich nicht schwer verletzt hat.
    @Sheldon.Ich möchte nicht versäumen dir zu bestätigen,daß dein
    TIP mit dem Unentschieden in Jena zutraf und WOB dir damit ein wonniges Gefühl vermitteln konnte.

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  • Jonos sagt:

    Die Aussage von Sheldon „Wolfsburg, Frankfurt, Bayern, Potsdam sind das beste, was wir im FF zur Zeit haben. Mannschaften wie Essen, Jena, Leverkusen etc. mögen zwar ganz guten Fußball spielen, doch haben nicht die Qualität, Deutschland international voranzubringen. So müssen wir mit den obigen Mannschaften vorlieb nehmen.“ kann ich so nicht gelten lassen! Potsdam entwickelt sich von der einstigen Talentschiede immer mehr zu einer Mannschaft mit ausländischen Spielerinnen. Das der deutsche Frauenfußball international den guten Stellenwert besitzt, hängt eng mit der starken Liga zusammen. Auch wenn Essen, Jena, Leverkusen, etc. nur wenige Nationalspielerinnen stellen, so fordern sie die Spitzenclubs so stark, dass sich die Spielerinnen dieser Vereine auch ständig verbessern. Somit bringen sie Deutschland sehr wohl international voran!

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  • fisch sagt:

    @ waiiy
    weißt Du, was mit Tabea Kemme los ist? Offensichtlich nicht verletzt, spielte sie Sonntag in der Zweiten, gegen Jena garnicht und Kapitänin ist sie auch nicht mehr.

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  • enthusio sagt:

    @fisch:
    Tabea Kemme soll wohl nach Verletzung und Aufbautraining in der 2. Mannschaft wieder Spielpraxis gewinnen, wurde aber gegen Magdeburg interessanterweise im Angriff eingesetzt. Der Kapitän (Stefanie Draws) ist durch die Mannschaft gewählt und nicht von Schröder bestimmt worden.

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  • Dummkopf sagt:

    Viele Fliegen mit einer Klappe:

    @jonos, die Formulierung „Deutschland international voranbringen“ ist eine dieser gekonnten subtilen Formulierungen, deren Sinn = ?
    Man kann es evtl. so fehlverstehen, welcher Club wohl die meisten Nationalspielerinnen zu besseren Spielerinnen macht.
    Dann brauchst du Essen und Jena nicht zu rechtfertigen, da diese einen Stand von 0 erreichen.
    Und damit immer noch besser sind als zB das vorgenannte Frankfurt, bei dem die meisten Nationalspielerinnen schlechter werden, somit also noch weniger als Essen oder Jena zur Stärke der deutschen N11 beitragen.

    […]

    @Altwolf: Ja, dass Goessling nichts schlimmeres passiert ist, ist die Hauptsache, und hätte Wob vielfach mehr gekostet, als die 2 Punkte vom So. Aber lag es wirklich daran, dass Bayern und Jena defensiv standen? Auch in Potsdam hatte ich nicht den Eindruck. Du weisst, ich halte das Wob vom Frühjahr 2013 für besser als unsere EM-Truppe.
    Aber Leistung ändert sich. Das Wob von Jena ist eben nicht besser als Jena. Mit Goessling. Und ohne Goessling schwächer. Die Wob-Truppe, die da am Ende auf dem Platz stand, würde eher gegen den Abstieg spielen, und es ist Glück im Pech für Wob, dass die nächsten Gegner alle zu schlagen sind.
    Diese Meisterschaft wird angesichts der Ausgeglichenheit über die Verletzen entschieden. Früher konnten die Top-Teams das gegen die Kleineren mit 90% Schaukeln. Heute nicht mehr. Wob ohne Goessling, Faisst, Henning, Odebrecht, Jakabfi wäre nur Mittelmass, (Wie der FFC und Bayern ohne 5 ihrer besten auch) am So noch dazu uneingespielt und ohne Abstimmung = macht dann eben schwächer als Essen, Lev, Freibg, und zZt erfreulicherweise Jena. So stark und ausgeglichen ist die Liga eben geworden.
    Endlich und zum Glück!
    Ich hoffe auch auf bald wieder den tollen Wob-Fussball. Aber aktuell ist dort kleine Brötchen backen angesagt.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • sitac sagt:

    Hier ein Link aus der grandiosen Website „Powerfrauen im Paradies“: Interessantes Interview mit Daniel Kraus nach dem 1:1 gegen Wolfsburg.

    Auf dieser Website auch Links mit Interview Michel und den Neuseeländerinnen Hearn und Erceg.

    Das Interview mit Michel zeigt, dass MVT ihre Jenaerinnen nicht hängen lässt.

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  • Sheldon sagt:

    Es scheint mir, dass die Bundesliga nun das trostlose Stadium erreicht hat, in dem die Männer-Bundesliga knapp 20 Jahre verharrt hat: In dem „Jeder-kann-jeden-schlagen“-Stadium! Das mag zwar spannend wie noch was sein, doch die spielerische Qualität wird dabei zusehens auf der Strecke bleiben, weil die großen Clubs nicht mehr so dominant spielen können, sondern sich mehr und mehr zu ihren Titeln mauern werden müssen. Das zeigt auch die Entwicklung der deutschen Jugend: Offensivfußball ist nahezu ein Fremdwort geworden, und wirklich gute, durchsetzungsfähige Offensivspielerinnen sind im deutschen Fußball Fehlanzeige. Marozsan ist von der Technik gut, von der Geschwindigkeit her aber zu langsam, Popp ist von dem Einsatz stark, aber von der Präzision viel zu ungenau, Lotzen ist spielerisch gut, aber zu nervenschwach vor dem Tor, und viel mehr kommt auch nicht.

    Der FF sollte nicht zu lange in diesem Tal verharren. Für die N11 mag das gut sein, für den Vereinsfußball ist das pures Gift. Aus den Fehlern der Männer sollte man lernen: Zwischen 74 und 83 hat der deutsche MF in 10 Jahren 8 Titel mit gutem, schnellen, dynamischen Angriffsfußball einzelner Teams geholt, mit Magdeburg sogar gesamtdeutsch 9 Titel. 1979/80 war das einzige Jahr, wo in einem europäischen Pokal die Nation des Siegers bereits nach dem Viertelfinale (!!!) feststand! Alle 4 Halbfinalisten kamen aus Deutschland!
    Seit 83 gab es insgesamt lediglich 7 Titel in 30 Jahren.

    Ich meine, Mannschaften wie Wolfsburg, Potsdam, Frankfurt und München sollten anhand ihrer Mittel Vorreiter zu einem qualitativ hochwertigen Fußball sein, der dieses unschöne Gemauere durchbricht.

    Fußball darf nicht zu einem Sport verkommen, in dem der bestraft wird, der das Spiel spielt. Den Erfolg des Catenacchio will niemand, der ernsthaft Fußball-Fan ist! Der FF ist zumindest dafür noch nicht bereit, denn er ist noch auf Fansuche. Mit Catenacchio findest du keine Fans!

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  • enthusio sagt:

    Ich möchte noch einige Infos über die SGS Essen loswerden, weil der Verein es verdient hat, etwas stärker wahrgenommen zu werden. Trainer Högner hat die Mannschaft vor Saisonbeginn gezielt verstärkt, sofern es bei dem geringen Etat überhaupt möglich war, und dabei vor allem auf die Jugend gesetzt. Mit Sara Doorsoun aus Potsdam kam natürlich eine „Granate“ und mit Natalie Mann aus Sindelfingen eine dringend benötigte Stürmerin und Wunschspielerin Hoegners nach Essen. Das Hauptproblem liegt allerdings in der Innenverteidigung, denn Christin Janitzki – aus Leipzig verpflichtet – ist schon wieder weg und mit der 19jährigen Niederländerin Janssen und erst recht der 16jährigen Lena Ostermeier sind neben Abwehrchefin Martini nur zwei sehr unerfahrene Spielerinnen in der Innenverteidigung einsetzbar. Auf der linken Außenverteidigerposition ist wegen der Verletzung von Dörpinghaus mit Freutel auch kein adäquater Ersatz vorhanden, was man gegen Cloppenburg mit Mandy Islacker gut sehen konnte. Erstaunlicherweise hat sich Ostermeier, die gegen Frankfurt für Janssen in die Innenverteidigung gerutscht ist, aber gegen Celia Sasic wohl ganz gut behauptet und könnte es nach Ansicht Högners in den nächsten Jahren auf dieser Position weit bringen. Im Mittelfeld wird nach der Aussortierung der langjährigen verdienten Spielführerin Melanie Hoffmann neben Doorsoun auf die jungen Mester und Dallmann gesetzt, und im Angriff neben der erfahrenen Charline Hartmann und Mann auch auf Isabelle Wolff vertraut, die zum Ende der letzten Saison einige wichtige Tore als Einwechselspielerin erzielt hat. Insofern bin ich sehr gespannt, ob diese junge Mannschaft in dieser Zusammensetzung auch ohne Melanie Hoffmann weiterhin für Furore sorgen wird und wie sie sich in der nächsten Pokalrunde gegen Potsdam schlagen wird. Der hart erkämpfte Punkt gegen Frankfurt war ja schon mal ein guter Anfang.
    Hier noch ein interessanter Link, der kurz vor Saisonbeginn erschienen ist: https://www.derwesten.de/sport/lokalsport/essen/sgs-essen-brennt-auf-den-anpfiff-id8402479.html

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  • grammofon sagt:

    @Jonos: Stimmt. Man sollte nicht vergessen, dass der Sinn der Bundesliga eigentlich nur darin liegt, Nationalspielerinnen auszubilden. Die Vereine, und der Fußball den sie spielen, haben keinen eigenständigen Wert. Im FF geht es halt eigentlich nur um Nationalstolz, weil der Sport hier angeblich sonst nicht ausreicht um an nem guten Tag mal mehr als ein paar tausend Leute ins Stadion zu locken.

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