Ideenlose DFB-Elf unterliegt Norwegen

Von am 17. Juli 2013 – 20.22 Uhr 108 Kommentare

Die deutsche Nationalmannschaft hat zum ersten Mal seit zwanzig Jahren ein Europameisterschaftsspiel verloren. Gegen Norwegen kassierte die DFB-Auswahl im letzten Vorrundenspiel eine 0:1 (0:1)-Niederlage und zieht nun als Gruppenzweiter hinter den Norwegerinnen ins Viertelfinale ein.

Bundestrainerin Silvia Neid veränderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum Island-Spiel. Für Lena Goeßling spielte Simone Laudehr. Und in der Abwehr rückte, wie erwartet, Leonie Maier auf die linke Seite der gelbgesperrten Jennifer Cramer. Rechts spielte Luisa Wensing.

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Norwegen ohne die Stars
Wirklich überraschend war allerdings die Aufstellung der Norwegerinnen. Nationaltrainer Even Pellerud ließ fast alle Stars draußen. Ingvild Stensland, Trine Rønning, Marit Christensen, Solveig Gulbrandsen, Caroline Graham Hansen – sie alle nahmen auf der Bank Platz. Auf dem Feld stand eine junge Mannschaft, die die DFB-Auswahl aber dennoch gut im Griff hatte.

Gute norwegische Defensive
So gehörte auch die erste Chance in der vierten Minute den Norwegerinnen, doch Torhüterin Nadine Angerer konnte den Freistoß von Emilie Haavi parieren. In der Folge der ersten Halbzeit konnte Norwegen nach vorne zwar keine entscheidenden Akzente setzen, aber in der Defensive agierten sie diszipliniert und standen sicher. War Deutschland in Ballbesitz, zogen sich die Norwegerinnen meist in die eigene Hälfte zurück, und die DFB-Auswahl sah sich zwei Viererketten gegenüber, gegen die kaum ein Durchkommen war. In der 13. Minute schaffte es Dzsenifer Marozsán mit einem Zuspiel auf Célia Okoyino da Mbabi, doch die Stürmerin schoss am Tor vorbei. In der 24. Minute behauptete sie sich im Strafraum gegen drei Gegenspielerinnen, aber ihr Schuss war kein Problem für Torhüterin Ingrid Hjelmseth.

Ingvild Isaksen erzielte den einzigen Treffer der Partie. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Ingvild Isaksen erzielte den einzigen Treffer der Partie. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Isaksen erzielt norwegische Führung
Zu einem kuriosen Treffer hätte es kommen können, als Hjelmseth nach einer knappen halben Stunde einen Ball von Saskia Bartusiak unterschätzte. Die schoss von der Mittellinie, und Hjelmseth konnte den Aufsetzer gerade noch über den Kasten klären. Über das Tor flog auch Luisa Wensings Kopfball bei der anschließenden Ecke. Die DFB-Elf nutzte ihre Chancen nicht – die Norwegerinnen schließlich schon. Mit dem erst zweiten Torschuss der ersten Hälfte erzielten sie durch einen abgefälschten Ball von Ingvild Isaksen das 1:0. „Die erste Halbzeit war wirklich unterirdisch“, konstatierte Bundestrainerin Silvia Neid.

Norwegen taktisch diszipliniert
Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst nach neuem Schwung auf Seiten der DFB-Auswahl aus. „Wir haben uns viel besser bewegt und haben mit mehr Tempo nach vorne gespielt“, urteilte Neid, doch Erfolg brachte dies keinen. Pellerud brachte schließlich seine Routiniers Gulbrandsen, Hansen und Stensland aufs Feld. Auch wenn Hansen das Spiel über die linke Seite bei den Norwegerinnen durchaus belebte, war es dennoch weiter die Defensive, mit der Norwegen überzeugte. Die Deutschen waren bemüht, agierten jedoch zu ideenlos und fanden kein Mittel gegen die konzentriert und abgeklärt agierten Norwegerinnen, die aufopferungsvoll kämpften und den knappen Vorsprung schließlich über die Zeit brachten.

Im Viertelfinale gegen Italien
Als nun Gruppenzweiter trifft Deutschland im Viertelfinale am Sonntag in Växjö auf Italien, die ihre Gruppe gestern ebenfalls auf dem zweiten Rang beendeten. Die Norwegerinnen erwartet tags darauf der Zweitplatzierte der Gruppe C.

Island überrascht
Unterdessen haben sich die Isländerinnen etwas überraschend mit 1:0 gegen die Niederlande durchgesetzt. Dagný Brynjarsdóttir gelang in der 30. Minute der einzige Treffer der Partie, der für die schon fast totgesagten Isländerinnen den Viertelfinaleinzug. Mit vier Punkten auf dem Konto sind sie besser als Dänemark in Gruppe A und somit unabhängig von den morgigen Resultaten in Gruppe C sicher in der K.o.-Runde.

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108 Kommentare »

  • Ellis sagt:

    Zum Thema die „jungen Spielerinnen“: Auf ein solches Turnier sollte die bestmögliche Mannschaft fahren, das darf, wie schon oft erwähnt, nichts damit zu tun haben, ob jemand schon in den U-Mannschaften gespielt hat oder früher noch nicht so gut war oder eine zu eigene Meinung hatte. Menschen ändern sich, und Spielstärken auch. Daran krankts doch total. Wo ist Conny Pohlers? Vielleicht Steffi Draws? Und zwei überragende Spielerinnen der abgelaufenen Bundesligasaison, Kerstin Garefrekes und Martina Müller, haben schon ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt, aus beruflichen Gründen? Zweifel sind angebracht. Das ist doch tragisch! Diese überragende Garefrekes und auch Martina Müller hätten unserer Mannschaft gut zu Gesicht gestanden. Und es wären vielleicht noch andere erfahrenere in Frage gekommen, die vielleicht nie in der U gespielt haben und gar nicht gesehen werden.
    Ganz abgesehen davon sind nicht 6 Stammspielerinnen ausgefallen. Ob Odebrecht wirklich gesetzt sein sollte bei der Trainerin, war doch gar nicht raus. Und Faißt und Popp als Stammspielerinnen zu zählen? Ebenso ein Alibi wie die Jugendlichkeit, beides taugt nicht dazu, zu erklären, dass uns kein besseres Team vertritt. Stattdessen werden immer wieder Spielerinnen vom DFB und dadurch auch von den Medien gehypt und sind gesetzt, die oft Mittelmaß abliefern und nicht auswechselt werden, andere, wie Mittag oder Bajramaj, aber sofort.
    Den Spielerinnen würde ich wirklich einen Sieg im Viertelfinale wünschen, aber es muss eine Niederlage werden, damit es eine kleine Chance auf einen Trainerwechsel gibt. Ein Halbfinaleinzug würde vermutlich als großer Erfolg dieses „jungen Teams“ gefeiert.

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  • shane sagt:

    @krissi: es geht doch gar nicht darum, dass hier wer unbedingt den meistertitel erwartet hat. sondern darum, WIE gespielt wurde, im grunde die gesamte vorrunde durch. das war einer EM nicht würdig. ich seh mich im moment nicht mehr in der lage, den FF-hassern objektive argumente entgegenzusetzen. denn gestern das war in der tat nicht mehr als schmerzhaft anzuschauendes kreisliganiveau. :-/

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  • Krissi sagt:

    @shane: aber das ist doch im Prinzip genau das was ich meine…natürlich haben unsere Mädels schlecht gespielt, aber dennoch war die Erwartungshaltung (und da nehme ich auch die Medien nicht außen vor!) von Anfang an zu hoch! Mein Gott, es ist für diese Mannschaft, in dieser Zusammensetzung, das 1. große Turnier, da kann man zwar mehr, aber nicht so einen „Hurra-Fußball“ wie ihn die Französinnen praktizieren, erwarten…Schade, dass du den Frauenfußball-Hassern nix objektives mehr entgegen zu setzen hast, denn auf so etwas warten diese Leute doch nur… 🙁 wir warten einfach mal ab, wie das VF gegen Italien wird – danach sind wir schlauer (oder ausgeschieden) 😉

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  • Schlafwagenfußball sagt:

    Für mich zeigt sich immer deutlicher, dass wir eine Wachablösung im Trainerteam brauchen. Die ist- bei allen Verdiensten von SN- überfällig.
    Die schon von vielen beschriebenen Mängel im deutschen Spiel wie fehlende Ruhe im Spielaufbau, planloses Nachrücken und unbeholfenes Verschieben, unkontrollierte Ballannahme, Hektik usw. sind sicher auch das Resultat einer enormen Verunsicherung. Das kann immer wieder aus den unterschiedlichsten Gründen passieren.
    Für mich steht daher die Frage im Raum, warum dieses Team so wenig aus dem wirklich vorhandenen Potential abrufen kann- die können alle Fußball spielen auch die Jungen. Woran liegt es, dass wir uns jetzt nach dem desaströsen Auftreten bei der Heim-WM auch in unserem ersten wichtigen Wettbewerb zwei Jahre später so präsentieren? Es macht doch wirklich keinen Spaß mehr, unser Team spielen zu sehen, auch wenn sie gewinnen. Und wenn man sich jetzt nach dem Norwegen Spiel die Schlussfolgerungen anhört- naja- also, „den Arsch hochkriegen“ (Angerer) „Unser Spiel war scheiße, jetzt geht’s nur mit 200% Leistung“ (Krahn), „Ich habe auch Fragen an die Spielerinnen“ (Neid), dann hat man irgendwie das Gefühl, die sind zufällig nach Schweden gereist, und aus Versehen in einem Fußballstadion ausgerechnet rechtzeitig zur Anstoßzeit eines EM-Spiels gelandet…
    Wir haben verletzungsbedingt aber auch durch den Generationenwechsel viele neue junge unerfahrene, aber auch noch etliche etablierte Spielerinnen im Team. Wir spielen aber immer noch mit derselben starren Spielauffassung (Dauerdruck, schnellstens irgendwie nach vorne spielen). Und da liegt meines Ermessens das Problem: konsequentes Offensivpressing kann erfolgreich sein, ist aber durchaus anspruchsvoll und kein Allheilmittel, wenn die Spielertypen etwas anderes besser können. Ergebnis ist, das weder Spielfreude (es heißt immer noch Fußball „spielen“) noch erfrischende Dynamik aufkommen können. Und die Etablierten haben sich eben auch leider nicht gesteigert (Krahn, Bajramaj, Laudehr) auf die passt das alte Muster auch nicht mehr. SN hat aber anscheinend kaum berücksichtigt, welche Stärken die jüngeren Spielerinnen in welchem System auf welcher Position entwickeln können und dazu noch eine anscheinend verstaubte Einschätzung des Könnens der etablierten Spielerinnen. Wenn da Mbabi vorne sich wie ein Staubsaug-Roboter auf alles stürzt und alle Räume zu rennt, zeigt das doch beängstigend die Plan- und Hilflosigkeit in SNs Spielanweisungen.
    Wir spielen fußballerisch eine eindimensionale Variante, die das Team seiner Stärken beraubt, ausgenommen, wir können einen Gegner -wie Island- einfach konditionell abnutzen: Wir versuchen immer früh zu stören, offensiv zu pressen und mit ungeheurer Hektik das Spiel zu eröffnen. Wir machen die Räume eng und stehen- solange die Kondition es zulässt- ohne echten Gewinn meist recht hoch. Dabei geht Momentum verloren- man muss auch in der Lage sein, einen Gegner kommen zu lassen, ihn herauszulocken. Und dann presst man, wenn es am wirkungsvollsten ist- wenn der Gegner aufgerückt ist. Wenn dann eine Balleroberung gelingt, kann man mit schnellem Umschalten seine Stärken einsetzen. Wir wären mit unserer Mannschaft prädestiniert so zu spielen. Statt dessen versuchen wir durch überhastetes und mit ungeheurem Aufwand betriebenes offensiv Kontrollieren des Spiels ständig den Gegner in seiner Hälfte unter Druck zu setzen. Wenn man aber wie gegen Holland nach und nach verkrampft und gar nichts mehr gelingt und der Gegner konditionell ähnlich stark ist, wird es gefährlich. Und wenn dann die Abspiele im Windschatten der Mitspielerin landen und die Ballannehmenden gar nicht wissen wo ihre Mitspielerinnen ein anschließendes Zuspiel erwarten, wenn schon im Spielaufbau so viele Fehler passieren, dann sollte man besser das Mittelfeld überbrücken und …kick and rush spielen (sorry, ich weiß, das ist jetzt nicht ganz real, aber ich finde die Löschtaste nicht…) Also einfach mal mit ein paar langen hohen Flanken in die Spitze auf ein Runterfallen des Balles an richtiger Stelle hoffen oder aus dem offensiven Mittelfeld gleich mal direkt aufs Tor schießen. Das hätte uns vielleicht mehr gebracht (übrigens, wird mir tatsächlich der Torabschluss zu wenig aus der Distanz gesucht) Also Sarkasmus beiseite: Wenn wir in der Lage sind, defensive Phasen nicht nur als Erholung sondern als taktisches Mittel (bspw. zur Einleitung von Kontern- so banal das klingt) einzusetzen, werden wir spielerisch sicherer und effektiver.

    Ein weiterer Punkt, der mir immer öfter auffällt ist, dass man versucht, mit Worthülsen moderner Fußballtaktik zu suggerieren, zeitgemäß und progressiv zu arbeiten/argumentieren: Wir machen die Räume eng, schalten schnell um, pressen offensiv, verlagern geschickt das Spiel, spielen in die Schnittstellen, studieren 30 verschiedene Laufwege pro Position ein, stürmen mit der falschen Neun und schaffen Überzahl, stehen situativ kompakt, beherrschen das spielraumorientierte Gegenpressing und versperren antizipativ alle Passwege etc. Da wird sich verbal ein taktisches Arsenal an Möglichkeiten zurecht gelegt, das einen in seiner sprachlichen Virtuosität glatt umhaut, wenn man die Begriffe hört. In der Realität ist dann aber doch selten eine Umsetzung gewinnbringend auf dem Platz erkennbar. Und wenn dann auch nur von Teams, die sich auf einige wenige Varianten festlegen und diese oft sehr lange konsequent trainieren. Wenn man aber sich dabei nicht primär an seinen Spielern orientiert, um deren Stärken durch das System zu stärken, hat man keine Chance, ein komplexes Reaktionsmuster einzustudieren. Wie auch immer kommt es aber trotz aller Systemorientierung und taktischer Feinabstimmung eben auch auf die ursprünglichen Qualitäten wie Ballsicherheit, Willensstärke, Athletik und Spielintelligenz an. Habe ich SpielerInnen, die das können, bin ich auch ohne filigrantaktische Varianten schon ziemlich erfolgreich. Wird das vernachlässigt werde ich sogar von einem zusammengewürfelten Bolzplatzteam geschlagen- trotz Mikro/ Makrotaktik und ausgefeiltem Matchplan.. Und- um jetzt endlich zum Punkt zu kommen-solange SN solch fertige Spielerinnen die Fülle hatte und es nur eine Handvoll wirklich konkurrenzfähiger Teams gab, hat sie es auch nicht schwer gehabt. Jetzt ist sie seit einigen Jahren als echte Führungspersönlichkeit mit Kreativität und methodischem Geschick gefragt, teils unfertige und teils mit anderen Anlagen& Fähigkeiten begabte Fußballerinnen mit den etablierten Spielerinnen durch ein variableres System zu einem erfolgreichen Team zu formen, dem man auch durchaus Spielfreude ansehen darf. Damit ist SN schon viel zu lange überfordert.

    Es wäre gut, wenn es einen Neuanfang im Trainerstab gibt, egal ob wir die EM gewinnen oder Sonntag rausfliegen.
    Ein Neuanfang wäre daher aus meiner Sicht das eigentlich erfolgreiche Abschneiden bei dieser EM.

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  • speedy75 sagt:

    @DAWIDenko

    Klar hat England enttäuscht das seh ich auch so, aber man sollte nicht davon ablenken dass es eben auch bei Deutschland spielerisch keine Fortschritte mehr gibt und das ist einfach zu wenig.

    Ich geh sogar soweit und behaupte mal dass selbst wenn wir gegen Italien verlieren S. Neid weiter Trainerin bleiben wird, außer sie tritt selbst zurück.

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  • schnappa sagt:

    Wachablösung? Unsinn, brauchen wir nicht. War doch klar, dass die anderen besser werden.
    Weitermachen!
    https://www.rp-online.de/sport/fussball/frauen/em/job-garantie-fuer-bundestrainerin-silvia-neid-1.3548676
    Gute Nacht

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  • Wrack sagt:

    Um für Sonntag Mut zu machen, empfehle ich das Spielprotokoll des folgenden Links:

    https://www.abendblatt.de/sport/article118147328/Deutschland-verliert-gegen-Norwegen-und-trifft-auf-Italien.html

    In Worten sieht das Spiel gegen Norwegen gar nicht mehr so schlecht aus 🙂

    Noch ein Trost durch folgende Weisheit:
    Testspiele sind ewas grundsätzlich anderes als EM-Spiele, aber Gruppenspiele sind noch einmal etwas völlig anderes als KO-Spiele.

    Und ansonsten ein Tip für Spielerinnen und Fans: Nicht so viel denken 😉

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  • grammofon sagt:

    So, ich halte mich hier meistens raus, weil ich Frau Neid nicht ausstehen kann und meine Kommentare daher eh sehr einseitig wären. Und das will ich euch nicht antun.

    Aber vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen, dass die Frage, ob Neid noch zu halten ist, jetzt meines Wissens nach zum ersten Mal in den Medien gestellt wird:

    https://www.tagesspiegel.de/sport/nationalmannschaft-der-frauen-enttaeuscht-bei-em-wird-silvia-neid-zum-problem/8517186.html

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  • Karl sagt:

    Schlafwagenfussball hat das Problem sehr gut analysiert. Genau diese Festlegung auf Dauerdruckfussball und die abhanden gekommene Faehigkeit zu langen Paessen etc. ist das Problem. Mit Kurzpassspiel und druck alleine gehts halt nicht. Ob deswegen zwingend ein Wechsel des Trainerteams erforderlich ist weis ich nicht, aber Frau Neid wird ja bald 50 , nach allem was man so hoert verdienen Trainer beim DFB gut genug um nach 8 Jahren mit 50 aufhoeren zu koennen , ein nicht allzu ausschweifender Lebensstil vorrausgesetzt. Und falls es fuer den Vorruhestand nicht reicht wird ja in England bald ein Trainerposten frei:-)

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  • xyz sagt:

    Von selbst wird Frau Neid nicht zurücktreten.Soll sie wieder Blumen ausliefern bis zur Rente? In der Bundesliga haben sich auf Dauer nur wenig Trainerinnen halten können,da seh ich für sie auch keine Möglichkeit. Es sei denn,der DFB schafft noch irgendein Pöstchen,damit die Zeit bis zum Rntendasein gut überbrückt werden kann.

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  • lena sagt:

    Hallo,

    schade,dass Frau Neid nicht alles aus den hochbegabten Spielerinnen herausholen kann. Vielleicht hat sie auch die falschen eingeladen. Hier habe ich auch einen interessanten Kommentar zur Situation gelesen.

    Hoffen wir mal das Beste für das Viertelfinale!

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  • Schlafwagenfussball sagt:

    @nyz:

    „Von selbst wird Frau Neid nicht zurücktreten.Soll sie wieder Blumen ausliefern bis zur Rente?“

    sorry, ich kann mirs nicht verkneifen: Die ist bereits in Rente und darf jetzt beim DFB ihren Ruhestand ausleben…

    Aber jetzt mal respektvoll- sie hat grosse Verdienste, ganz klar. Vielleicht ist ihr das zu Kopf gestiegen- leider hat seit mindestens 2010 viel Mist gebaut, insbesondere durch die fehlende Kooperation mit (>allen< Topvereinen) der Bundesliga.

    Das Problem ist: sie hat einen Superjob, super bezahlt, den wird sie nicht kampflos aufgeben. Von daher hast Du recht.

    Was mich am meisten stört ist ihre Unfähigkeit zur Selbstkritik und das anscheinend völlig überhöhte Selbstbild.Vieleicht liege ich da falsch, aber ich empfinde sie als eine Person, die aufgehört zu lernen und an sich zu arbeiten. Und das spiegelt sich in ihrer Arbeit und auf dem Platz wieder.

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  • dragonfly sagt:

    Frau Bundestrainer hatte sich nach dem WM-aus reichlich Zeit genommen, ist in sich gegangen, hat über alles intensiv nachgedacht und war nach 5 Minuten schon fertig damit:
    Schicker Benz vom DFB, ordentliches Gehalt und wenig Arbeit,- warum darauf verzichten?
    Niersbach stärkt ihr noch den Rücken. Da kann sie ja schön heiter weiter rumzicken.
    Mein Vorschlag:
    Bei jedem Erstligaverein Unterschriftenlisten auslegen die den Rücktritt von Frau Bundestrainer fordern und dann Herrn Niersbach schicken.
    Oder Online so was auf die Beine stellen. Sowas müßte doch auch auf Facebook oder ähnlichen Plattformen möglich sein.
    Von alleine wird da nichts passieren!

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  • Maren sagt:

    Sicherlich hat S. Neid große Verdienste in der N11.
    2007 WM und 2009 EM. Natürlich ist das eine super Trainerkarriere. Ohne Frage.
    Dazu sollte man aber auch bedenken, dass sie 2005 eine super funktionierende Mannschaft von T. Theune übernommen hat.

    Dann kam die WM2011. Ausgeschieden im Viertelfinale, wichtige Spielerinnen sind zurückgetreten. Der viel zitierte Umbruch fand/findet statt. Nur scheinbar nicht bei S. Neid.
    Tolle Verdienste in der Vergangenheit; nur leider keine nötigen Veränderungen. Gleichbleibende Abläufe wie Trainingsmethoden, Spielsystem etc.
    (Das erinnert mich ein wenig an Thomas Schaaf.)

    Damit meine ich nicht, dass Frau Neid ebenfalls zurücktreten sollte.
    Allerdings sollte sie sich auch nicht vor der Presse präsentieren als wäre einzig allein die Mannschaft daran Schuld.

    Natürlich wurde gegen die Niederlande und Norwegen schlecht gespielt. Nur woran lag es? Weil Pellerud seine ! B-Elf ! auf das deutsche Spielsystem eingestellt hat. Es gibt eben nur das EINE Spielsystem in der N11. Und das werden die anderen Mannschaften ebenso machen.
    Wenn die N11 morgen gegen Italien wieder nicht ins Spiel kommt, wird das so ein Spiel wie gegen die Niederlande oder Norwegen. HOFFENTLICH NICHT. Wenn ja, hoffe ich wieder auf einen guten Tag von Natze. Nur abgefälschte Bälle kann auch Natze nicht halten. 😉

    Ich hoffe wirklich, dass der Knoten bei den Mädels platzt. Diese Mannschaft hat mit Sicherheit das Potential mit Frankreich oder Schweden ( USA, Japan ) mitzuhalten. Nur leider wird das Potenzial im Moment nicht zum richtigen Zeitpunkt abgerufen.

    Vielleicht morgen Abend?! Ich drücke die Daumen. 🙂

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  • Dummkopf sagt:

    Manchmal kann man nur staunen.

    I-T-A-L-I-E-N ??? !!! ???

    (0:0 gg Finnland, 2:1 gg Dänemark, 1:3 gg Schweden)

    Das ist doch keine Frage, das ist nicht mal eine Leistung, da zu gewinnen.

    NIVEAU Italien:
    Etwa BUNDESLIGA PLATZ 5-7 (Freiburg,LEV,Essen)

    Logisch:
    Der Bundesliga 4.te (Bayern) ist auf fast allen Positionen besser besetzt. (Für die, die sich da weniger auskennen:
    In der Vorrunde kam eine gewisse Lotzen bei Bayern öfter nur von der Bank) Da hat Italien keine Chance mitzuhalten.
    (Geschweige denn gegen die Bundesligisten 1-3)

    Warum sich die Leute eine solche N11 gefallen lassen?

    Bin kein Schröder-Fan, aber dass der da am Rad dreht, verstehe ich gut, nur dass die anderen BL-Vereine nicht ebenfalls viel mehr Kritik äussern, verstehe ich gar nicht.

    Die wirklichen Fussballfans müssen sich leider damit trösten, während der EM französisch zu denken. Ausprobieren! Fühlt sich jetzt gar nicht so schlecht an. Allez les bleus!
    Und bald gibt es in Deutschland auch wieder genauso guten Fussball zu sehen: Wenn BL und CL starten.

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  • shane sagt:

    @dummkopf: du solltest allerdings in betracht ziehen, dass auch das deutsche team im momentanen zustand nicht gegen die BL topteams gewinnen würde. sicherlich nicht gegen WOB, nicht gegen MUC, die ja gegen starke gegner immer toll waren, kaum gegen TP. vielleicht gegen FRA, zumindest ein noch nicht von glass trainiertes FRA. selbst siege gegen essen und leverkusen find ich im moment anzuzweifeln!

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  • Detlef sagt:

    @Dummkopf,
    Wir werden uns in Zukunft wohl damit abfinden müssen, mit Mannschaften wie Italien, Holland, Spanien und Norwegen auf einer Stufe zu stehen!!! ;-
    Vor allem dann, wenn Frau Bundesgöttin auch nach der EM weiter ihr „Unwesen“ treiben darf!!!

    Die deutsche Nationalmannschaft ist eben schwächer als die Summe seiner Spielerinnen!!!
    Selbst wenn da ausschließlich Kickerinnen aus Klubs der Plätze 1-3 nominiert sind, kommt bei entsprechender Führung eben nur ein Niveau von Platz 5-7 dabei rum!!!

    Warum nicht mehr Trainer und Offizielle aus der BuLi gegen Frau Bundesgöttin von DFB-Gnaden rebellieren, dürfte wohl relativ schnell klar sein!!!

    Frankfurt hat seit Jahren einen Pakt mit dem DFB, auch wenn das für den Verein am Ende eher schädlich war!!!
    Vielleicht kehrt mit Colin Bell dort endlich ein DFB-kritischer Ton ein, wenn er denn durchhält!!!
    Wolfsburg könnte sich eigentlich ähnlich klare Worte Richtung DFB-Elfenbeinturm leisten und erlauben wie Potsdam, aber dazu ist Ralf Kellermann wohl leider zu brav und zu konfliktscheu!!!
    Auch von Wörle, Obliers und Schulte erwarte ich deutliche- und lautstarke Kritik an unsinnigen DFB-Entscheidungen!!!

    Den Rest(außer Freiburg und Hoffenheim vielleicht noch) können wir vergessen, denn der hängt komplett am finanziellen Tropf des DFB, und wird sich daher hüten, übermäßige Kritik an seinem „Hauptsponsor“ zu üben!!! 😉

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  • labersack sagt:

    Wenn gegen Italien der letzte Pass permanent nicht ankommt sollte Frau Neid Celia aus dem Spiel nehmen. Dann können und müssen die anderen Spielerinnen ihr eigenes Können vor dem Tor demonstrieren und darauf sind die Italienerinnen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht eingestellt.

    Ja, ja ist schon gut, ich träume weiter.

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  • Kaiserkatze sagt:

    Hallo,

    passend zu dem Thema:

    https://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1947216/Muss-es-denn-immer-der-Titel-sein

    Mit Herrn Juchem 😉

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  • Jennifer sagt:

    Das Problem bei Frau Bundestrainerin ist doch, dass sie aus einer Zeit stammt in der der Frauenfussball auch noch anders war. Wie wir alle wissen, (nur Frau Bundestrainerin nicht?) hat sich der Frauenfussball unheimlich stark entwickelt, ist athletischer und schneller geworden usw. Aber diese Entwicklung hat der Trainerstab des DFB komplett verschlafen, weil sich dort einige nicht weiter entwickeln wollen. So spielen wir weiterhin Schlafwagenfussball. Nur durch unglaubliches Losglück sind wir überhaupt da hingekommen wo wir jetzt sind …

    @Schlafwagenfussball: Danke für den Beitrag – volle Zustimmung!

    @Kaiserkatze: Danke für das Link, interessant anzusehen, aber m. M. auch zu wenig kritisches Hinterfragen. Man könnte meinen, dass alle Beteiligten für den DFB arbeiten …

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