Conny Pohlers verlängert in Wolfsburg

Von am 16. November 2012 – 10.49 Uhr 29 Kommentare

Bundesliga-Spitzenreiter VfL Wolfsburg hat den Vertrag mit Topstürmerin Conny Pohlers vorzeitig verlängert. Die 34-Jährige wird ihrem Team somit über den Sommer hinaus zur Verfügung stehen.

Die 34-Jährige verlängerte ihren zum 30. Juni 2013 auslaufenden Vertrag vorzeitig und wird den Wölfinnen mindestens bis 2014 zur Verfügung stehen.

Kellermann: „Eingebaute Tor-Garantie
„Der VfL Wolfsburg und Conny Pohlers – das passt einfach. Ich bin sehr froh, dass wir uns zu diesem frühen Zeitpunkt einigen konnten und dass Conny sich zum VfL bekennt. Sie hat eine eingebaute Tor-Garantie und ich freue mich, längerfristig mit ihr zusammenarbeiten zu können“, freut sich der Sportliche Leiter und Cheftrainer Ralf Kellermann.

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Conny Pohlers

Conny Pohlers stürmt auch 2013/14 für den VfL Wolfsburg © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Pohlers will Großes erreichen
Die Rekord-Torschützin der UEFA Women’s Champions League (40 Treffer), die zudem in den bisherigen 8 Bundesligapartien 9 Tore erzielte, meint. „Ich bin superglücklich über die frühzeitige Verlängerung und freue mich über das Vertrauen. Ich bin sicher, dass wir hier noch Großes erreichen können. Mir geht es beim VfL Wolfsburg sehr gut, hier wird professionell gearbeitet und man kann sich voll auf den Fußball konzentrieren.“

Erfolgsbilanz
Conny Pohlers kam 2011 vom 1. FFC Frankfurt zum VfL Wolfsburg. Zuvor war sie lange Jahre für den 1. FFC Turbine Potsdam aktiv, wurde zweimal Deutsche Meisterin, dreimal Pokalsiegerin und zweimal Hallenpokal-Siegerin. 2002, 2006 und 2011 wurde Pohlers Torschützenkönigin der Bundesliga.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

29 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @laasee: Wenn du nur einmal im Frankfurter Stadion warst (z.B. zum Achtelfinale), dann wüsstest du, wie das Verhältnis zwischen SiDi und Bell ist. So habe ich ihn glaub ich bei Kahlert nie gesehen. Die beiden sind sich derartig in die Arme gefallen, wie zwei alte Schulfreunde.

    Nicht mal Schröder ist sicherer als Bell zur Zeit.

    Es geht auch nicht um die Titel, es geht ums Konzept. Ohne Veränderung geht die Luft raus, man kommt schnell in einen Trott rein und wird schlampig. Ein neuer Trainer wäre Motivation pur für Wolfsburg gewesen, da sich jede Spielerin neu durchsetzen hätte müssen, wie auch unter Guardiola, und auch jeder die Chance dazu hat.

    Wär hätte gedacht, dass Kroos bei all den Monstertransfers Stammspieler bleibt? Ich hätte darauf keinen Pfifferling gesetzt.

    Ich bleibe dabei, der große Kater bei Wolfsburg jetzt hätte mit einem Trainerwechsel verhindert werden können!

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  • laasee sagt:

    „Die beiden sind sich derartig in die Arme gefallen, wie zwei alte Schulfreunde.“

    Ahhh, the love story of SiDi and Bell.

    SiDi + Bell + Sheldon = ein fussball menage a trois.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Du hast aber auch eine sonderbare Wahrnehmung von einer Mannschaft,die über 5 Jahre aufgebaut und gewachsen ist,sich systematisch mit den passenden Spielerinnen verstärkt hat und mit dem für den FF noch ungewohnten Pressing im Spiel zuletzt maximal erfolgreich gewesen ist.Auch wenn das hier gerne anders gesehen wird, stand da auch ein richtiges Team auf dem Platz.
    Wenn man den FF professioneller haben will,dann muß man auch eine Perspektive für die nächsten Jahre haben,wenn sie denn erfolgreich weiter gestaltet werden soll.Natürlich haben wir „Fans“ den Weggang von A.Vetterlein bedauert, aber aus Sicht eines Trainer/Manager ist es nachvollziehbar sich nach potentiell besseren Spielerinnen umzusehen, wenn diese auf dem sogg. „Markt“ sind.A.Vetterlein hat sich nicht für den Verbleib in WOB entschieden, so wie sie auch den 1.FFC damals verlassen hatte.A.Schult hat alle Vorraussetzungen eine der besten Torhüterinnen in d.FF-Welt zu werden und ist da auch schon auf e.sehr guten Weg dorthin.Rückschläge bei e. 22-jährigen Torfrau gehören zur Entwicklung und N.Angerer war mit 22 auch nicht die Top-Goali,die sie zuletzt gewesen ist.
    R.Kellermann in e.solchen Situation, gerade um weiterhin Konstanz und Spielsystem auch für die Nachwuchsteams zu entwickeln, zu entlassen, fällt auch nur dir ein.
    Was hätte sich der Verein da von der sogg. „Fachwelt“ anhören müssen und du selbst wärst der Erste,der da draufhaut.Was sollen da auch die von ihm verpflichteten Spielerinnen halten, wenn sie der Verein auf solch eine Weise in den Regen stellt.
    Du scheinst ja gerade mal wieder ein Paradigmen-Wechsel vorzunehmen, denn du hast dich bisher immer „lautstark“ für den Einsatz der jungen Spielerinnen eingesetzt und nun willst du denen C.Pohlers vor die Nase setzen und auch noch gleich möglichst zur Torschützen-Königin erheben.
    C.Pohlers ist eine tolle Spielerin und auch e.charakterlich toller Mensch, aber sie ist mit 35 Jahren nicht mehr in der Verfassung wie vor 3 Jahren.Das von ihr aus „egoistischen“ Gründen gewollte Spielen in den USA hat sie die komplette Vorbereitung verpassen lassen und deshalb ist es nur konsequent und auch glaubwürdig gegenüber den anderen Stürmerinnen, wenn sie sich da hinten anstellen muß.
    Es ist auch wohl vielen entgangen, daß sie e. Strafraumspielerin ist, jedoch bei dem von WOB praktzierten Spielsystem (in deinen Augen haben sie allerdings keins) nicht so gegen den Ball arbeiten kann, wie dies beispielsweise noch von M.Müller geleistet wird.Auch wenn da in der WAZ, die gerne mit Spekulationen an die Öffentlichkeit geht, vermutet wird, Connys Vertrag wird nicht verlängert,heißt das noch lange nicht, daß sie doch dem Verein womöglich in anderer Funktion erhalten bleibt.
    Die Krönung ist allerdings,daß du Trainer aufführst,die „mit dem Erfolg umzugehen wissen“, die WOB statt R.Kellermann hätte verpflichten sollen.Wer von denen hat da schon mal das „Trippel“ gewonnen?
    @Jennifer. Wenn dir, aus welchen Gründen auch immer, R.Kellermann nicht sympathisch ist, hätte sich das auch nicht bei e. Vertragsverlängerung von C.Pohlers geändert.Und was weißt du detailiert über den Umgang von.R.Kellermann u. C.Pohlers?

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  • Ralligen sagt:

    @Altwolf
    Wenn wir gerade bei Stürmerinnen sind die evtl. WOB weiterhelfen könnten würde mir eine Gaetane Thiney(Juvisy)als erste Wahl einfallen.Bin einfach der Meinung,Sie wäre genau die richtige für die Problemzone(Sturm!!) im Spiel des VFL.Laut Aussage von Thiney (bei der Euro) könnte sie sich vorstellen ab der nächsten Saison im Ausland zu spielen.lass mich deine geachtete Meinung wissen.

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  • Altwolf sagt:

    @Ralligen.Ich muß dich leider enttäuschen,da ich bewußt keine Spiele von ihr in Erinnerung habe und somit auch keine kompetente Aussage über ihre Leistungsfähigkeit machen kann.Ich werde aber nun entsprechend deiner Empfehlung mal mehr auf sie achten.Ich kenne natürlich die Vorstellungen von R.Kellermann nicht genau, was er evtl.noch für die Offensive für einen Typ Stürmerin sucht bzw. ergänzen möchte.In jedem Falle muß sie gegen den Ball arbeiten können und auch wollen.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Tritschoks und Staab haben schon das Triple mit Frankfurt gewonnen, Theune hat die WM und drei EMs geholt.

    Staab hat in 6 Jahren bei Frankfurt 4mal die Meisterschaft geholt, 5mal den Pokal gewonnen und bei 3 Teilnahmen einmal den UEFA-Cup geholt.
    Als sie 2004 nur jeweils 2. in UEFA-Cup, Meisterschaft und DFB-Pokal wurde, legte sie ihr Amt von sich aus nieder.
    Tritschoks trat nach einem Triple-Gewinn sogar zurück. Insgesamt wurde er in 4 Jahren mit dem FFC 3mal Meister, 2mal Pokalsieger und 2mal UEFA-Cup-Sieger.

    Zum Fall Conny Pohlers: Kellermann hätte darauf bestehen können. Ansonsten hätte er sagen können: Du kannst in die USA gehen, aber dann suchst du dir auch nen neuen Job.

    Zu Wolfsburg: Letzte Saison mag da durchaus ein Team auf dem Platz gestanden haben. Aber ich lebe nunmal nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart. Das „Team“ von letzter Saison ist längst Geschichte. Nun ist dort Katerstimmung. Klar, Wolfsburg hätte sich ne Tracht Prügel eingefangen von den Medien und wäre großes Risiko eingegangen, aber das ist Bayern auch, noch viel mehr. Doch ich muss sagen, dass ich auch nur Mannschaften ernsthaft bewundere, die sich trauen, umstrittene, riskante Entscheidungen treffen, die dann aber greifen, weil dahinter ein Plan steht. Denn nur dann zeigt man, dass man souverän in seinen Entscheidungen den vermeintlichen Experten gegenüber ist.

    Von Menschen, deren Schachzüge alle berechenbar, voraussehbar und ohne jedes Risiko sind, will und wird man nichts lernen. Diese Schachzüge hätte man auch selbst tätigen können. „Schlag den Raab“ hat genau deswegen Erfolg, weil Stefan Raab riskiert, sich voll zum Affen zu machen. Und dennoch hat er damit nicht nur medialen, sondern realen Erfolg, weil er es einfach drauf hat.

    Klar, wenn Wolfsburg Kellermann entlassen hätte, dann hätten viele erstmal in die Kerbe geschlagen. Hätte man die Lücke aber mit Staab oder Tritschoks gefüllt, dann wäre man vielleicht erschrocken, verängstigt, aber hätte keineswegs ohne Anerkennung reagiert. Denn das wäre ein klares Zeichen gewesen, dass man nicht einfach nur die Kellermann-Welle reiten will, solange sie noch da ist, sondern dass man ernsthaft dieses Niveau über Jahre halten will. Man wird selbst aktiv, man ändert was, man riskiert was, aber man lenkt eben auch, und lässt es nicht einfach vor sich hinplätschern, wie es zur Zeit läuft. Der Kater war doch vorhersehbar, auch die Art und Weise. Keine Aggression, kein Feuer, eben nicht dieses Pressing, das sie letztes Jahr gespielt haben. Da sind alle Spielerinnen nunmal satt. Und der Trainer auch.

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  • sonic sagt:

    @Altwolf
    „und mit dem für den FF noch ungewohnten Pressing im Spiel“

    Das klingt ja bei dir als hätte Wolfsburg das Pressing für den FF entdeckt und das erscheint mir denn doch nicht richtig zu sein. Die Spitzenmannschaften auf Nationalmannschaftsebene und auf Vereinsebene praktizieren das schon weitaus länger als Wolfsburg.

    Im übrigen finde ich es weitaus wichtiger, dass die Spielerinnen mit dem Ball arbeiten können und wollen. Eine positive Einstellung zum Spielgerät ausgedrückt in der ein oder anderen Streicheleinheit und auch mal einem wohlgemeinten Tritt, ja im Ideal sogar eine symbiotische Vereinigung zwischen Spieler und Ball erachte ich für erstrebenswerter als ständig gegen ihn zu arbeiten, zumal er ja am wenigsten dafür kann, daß er vom Gegenspieler schanghait wurde 😉

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  • Altwolf sagt:

    @sonic. Dem 2.Teil deines Kommentares stimme ich im „wortwörtlichen“ Sinne zu :). Beim 1.Teil,möchte ich dir doch widersprechen,denn mit dieser Konsequenz und nahezu über 90 min. kann ich mich nicht erinnern dies bei gleichstarken Teams gesehen zu haben,denn dazu benötigt man entsprechende Fitness u. Spielerinnen, die sicherlich in einigen N11-Teams, wie den USA u.auch D zu finden,jedoch auf Vereinsebene sehr rar sind.Ich habe ja auch nicht behauptet, sie hätten das „erfunden“,sondern ich denke sie haben das mit der größten Konsequenz im FF durchgezogen und so haben sich gerade Spielerinnen wie z.B. N.Kessler,L.Gößling (soweit im MF eingesetzt),M.Müller,Z.Jakabfi,A.Blässe u.A.Popp in der Balleroberung ausgezeichnet und dadurch auch WOBs Spiel entscheidend geprägt.Das sogg.Pressing funktioniert ja auch nur, wenn sich alle Offensivkräfte daran beteiligen.
    @Sheldon.“Zum Fall Conny Pohlers: Kellermann hätte darauf bestehen können. Ansonsten hätte er sagen können: Du kannst in die USA gehen, aber dann suchst du dir auch nen neuen Job.“ Genau das wäre die Art und Weise,die @Jennifer als unsympatischen Umgang bezeichnenh würde.“Der Umgang mit ihr ist einfach desolat“ Das wäre dann auch die von dir treffende Beurteilung eines solchen Verhaltens.Was weißt du denn von dem Gespräch und den Modalitäten, die zwischen Conny und ihrem Trainer/Manager abgesprochen wurden? R.Kellermann hat deutlich zu verstehen gegeben,daß er den Wunsch Connys aufgrund ihrer „Verdienste“ für den FF und auch für d.Verein respektiert,ihm als Trainer jedoch mißfällt.Das ist ehrlich,klar und deutlich und auch gegenüber Conny fair.Die Konsequenzen daraus sind Conny bekannt und sie hat sie wohl auch so akzeptiert,denn so zeigt sie es auch nach außen.
    Deinen Vergleich mit den „Männer-Bayern“ ehrt uns zwar,hinkt aber allein aus den Fakten heraus ganz gewaltig.Jupp H. ist aus dem Ruhestand aktiviert worden u.über seine Motivation nochmal als Trainer zu arbeiten und den Abstecher nach Leverkusen nochmals zu Bayern zurückgekehrt.Er hat dieses Team erfolgreich „geformt“,jedoch nicht aus e.unteren Liga zum Spitzenclub geführt u.entsprechend Spieler nach seinen Vorstellungen über mehrere Jahre verpflichtet.Wahrscheinlich hätte er sogar weitermachen dürfen,vielleicht auch sollen,wenn nicht die Option J.Gardiola u.dessen positive Signale auf dem „Markt“ gewesen wäre.
    Deine „Art“ der Entscheidungen bezüglich Trainer-Einschätzung und Spielerinnen-Einsatz trägt doch sehr „magathsche“ Züge,wobei ich F.M.für das zuvor 2009 Geleistete immer dankbar bin.Wir Fans,die Stadt WOB und insbes. der VFL WOB haben diese „Achterbahnfahrten“ satt und fahren jetzt mit dem „langweiligen“ Zug Kontinuität,Nachwuchsförderung u. möglichst auch mit Nachhaltigkeit.
    Auch werden wir unser „Handicap“ einen Trainer ohne „Plan bzw. Konzept“ zu haben weiterhin geduldig ertragen und auf die „Fügung einer höheren Eingebung“ für diesen Trainer hoffen.
    Deine Trainer-Alternativen mögen für sich betrachtet Qualität haben,aber das sind alles Erfolge aus einer anderen „FF-Zeit“ und sage mir bitte, wo sie derzeit „sehr“ erfolgreich arbeiten.Zu Zeiten der „Alleinherrschaft“ des 1.FFC Frankfurt ist das sicherlich anders als heute zu bewerten und gerade auch d. nicht „unumstrittene“ B.Schröder zeigt, wie Kontinuität geht und hat ja auch entsprechend die „erfolgreiche“ Zeit Frankfurts beendet.
    Ich bedauere deine „Katerstimmungs-Empfindung“, die hier in WOB eigentlich keiner hat, aber vielleicht spürst du das nur, weil die Wölfinnen noch zu viele Erfolgs-Optionen offen haben und das Pokal-Spiel nicht so abgelaufen ist,wie du es vor einiger Zeit im Sinne e. „Klatsche“ prophezeit hattest.
    P.S. Du willst doch nicht ernsthaft diesen „Klamauk“ mit St.Raab mit dem FF vergleichen. Das hat diese Sportart nun wirklich nicht verdient, auch wenn die „Einschaltquoten“ erstrebenswert erscheinen.

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  • shane sagt:

    „Und dennoch hat er [Raab] damit nicht nur medialen, sondern realen Erfolg“

    fuer die fussballerInnen muesste das equivalent ja dann wohl heissen „Und dennoch haben sie damit nicht nur sportlichen, sondern realen Erfolg“?
    was beeinhaltet denn der reale erfolg, was der jeweils fachliche noch nicht umfasst? und wie, wenn nicht medial, sollte denn raab erfolg haben?

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