Lyon mit Effizienz zum Champions-League-Titel

Von am 17. Mai 2012 – 21.17 Uhr 31 Kommentare

Olympique Lyonnais hat zum zweiten Mal in Folge die UEFA Women’s Champions League gewonnen. Gegen den wacker kämpfenden, aber zu harmlosen 1. FFC Frankfurt nutzte das Team von Trainer Patrice Lair vor der Rekordkulisse von 50 212 Zuschauern im Münchner Olympiastadion zwei individuelle Fehler der Frankfurterinnen eiskalt aus.

Beim 2:0 (2:0)-Sieg trafen Eugénie Le Sommer per verwandeltem Foulelfmeter (15.) und Camille Abily mit einem Volleyschuss (28.).

Ausführlicher Bericht

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @gerd karl,
    die Kritik am Trainer ist sicher berechtigt, ist mir aber zu simpel!!!
    Auf dem Platz standen da gestern gestandene Nationalspielerinnen, die eigentlich wissen müßten, wie der Hase läuft!!!

    Aufstellung hin wie her, aber wenn die Taktik des Trainers nicht aufgeht, dann müssen die erfahrenen Spielerinnen auf dem Platz etwas umdenken!!!
    Smisek und Marozsan hätten mal die Positionen tauschen können!!!
    Immerhin ist Smisek eine gelernt Stürmerin!!!
    Garefrekes (die Einzige bei Frankfurt, die es körperlich mit einer Renard hätte aufnehmen können) hätte mal zentral gehen sollen!!!
    Insgesamt wurde auch viel zu wenig aus der Distanz versucht, um dann eventuelle Abpraller verwerten zu können!!!
    Aber da war keine Variabilität, keine Spielintelligenz beim „Rekordmeister“ zu entdecken!!!
    Selbst Crno hätte noch gut 20 Minuten Zeit gehabt, um eine Wende herbeizuführen, aber auch sie blieb blass!!!

    Das Deutschland allgemein die Entwicklung im FF etwas verschlafen hat, kann man sicherlich so unterschreiben!!!
    Früher hat uns meistens die bessere Athletik, Schnelligkeit und Kondition zum Sieg verholfen, aber das allein reicht heute eben nicht mehr aus!!!
    Andere Nationen (Frankreich, England, Japan, Spanien) haben da enorm aufgeholt, und ihre eigentlichen Stärken (Technik) noch weiter verfeinert!!!

    Wie dem auch sei, hier muß in Zukunft so Einiges nachgebessert werden!!!

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  • Jan sagt:

    Tolle Kulisse! 🙂 Der Einsatz stimmte bei Frankfurt – allein es fehlten der Glaube und die Mittel; besonders auffällig z.B. an der tragischen Figur des CL-Finales: ungeschickt den 11m verursacht, eine sog. 100%ige Torchance unsäglich kläglich versemmelt, die Ecken wie gewohnt unbrauchbar getreten – was erlauben Behringer!?

    Auch wenn Lyon grad das Maß der Dinge ist, würde ich nicht so schwarz sehen für den dt. FF. Jedenfalls darf man gespannt sein, wie die Französinnen bei Olympia auftreten. 🙂

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  • Zonk sagt:

    Sven Kahlert hat sich ja schonmal darüber geäußert warum er gerne ohne Stürmerin spielt.
    „Wir brauchen nicht unbedingt eine Stürmerin,da andere Spielerinnen durchaus auch in der Lage sind Tore zu schießen“. Mag schon stimmen, aber wenn keine Anspielstation in Strafraumnähe ist, dann wird das ziemlich schwierig.

    Frage mich,warum Dietrich unbedingt an Kahlert festhalten will, wenn seine Aufstellungen auch Nicht-Fussballkennern teilweise komisch vorkommen, wenn man ihnen erklärt,dass da keine Stürmerin im Aufgebot steht.

    Man wird sehen wie die Situation aussieht, wenn nächste Saison der 1.FFC Deutschland auf dem Platz steht. Zudem laufen zahlreiche Verträge aus und es wird sich zeigen, ob wichtige Spielerinnen (Krieger, Marozsan, Huth,…) bleiben oder nicht…

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  • paulchen sagt:

    Man muß sich nicht wundern, dass der Frauenfußball in Deutschland belächelt wird, denn Teams aus Deutschland beherrschen teilweise einfachste Dinge selbst nach Jahren nicht. Wie eben Frankfurt werden Bälle völlig blind irgendwo hin geschlagen, als würde Spielaufbau nicht trainiert. Ballannahme und Spielkultur sind sowohli in der Nati als auch bei Frankfurt unterentwickelt. Und das nach Jahren täglichen Trainings …. selbst wenn der Gegner Lyon heißt, muß das besser sein.

    Und bei der Beurteilung der Gesamtsituation sowie der Analyse des gestrigen Spiels muß auch das Umfeld einbezogen werden. Selbst wenn es einfach ist, ohne Verantwortung wie ich hier zu posten, muß dennoch gesagt werden, dass die handwerklichen Fehler in der Vorbereitung, Aufstellung und Auswechselung beim FFC Frankfurt erheblich waren.

    Dschennifer Maroszan ist eine begnadete Spielmacherin …. spielt aber im Sturm ?????

    Sandra Smisek ist Stürmerin und hat schon viele Tore erzielt …. und spielt im Mittelfeld ???????????????

    Svenja Huth ist eine der besten Spielerinnen in Europa – einen Superantritt, tolle Technik, Durchsetzungsvermögen … wird aber schon durch die taktische Ausrichtung Frankfurts aus dem Spiel genommen – und trotz guter Ansätze und Rückstand ausgewechselt ??????

    Kerstin Garefrekes kann Stürmerin spielen und ist -siehe Abwehrspielerinnn Lyons- kopfballstark …. und muß sich auf rechts zur Bedeutungslosigkeit trimmen lassen ?????

    Melanie Behringers Leistung ist nicht bundesligatauglich, extrem viele Fehlpässe, schlechte Standards trotz jahrelanger Übung …. und bleibt als Unsicherheitsfaktor dennoch auf dem Platz ???????

    Auch hier möchte ich Herrn Kahlert nichts, aber diese Fehler findet man -es tut mir leid- auch in der Männer-Landesliga nicht mehr. Herr Kahlert hätte umstellen müssen mit 1.) Maroszan auf die 10, 2.) Crno für Melanie B. einwechseln in den Sturm zusammen mit Kerstin G. und 3.) eine Abwehrspielerin für Sandra Smisek zur Stärkung der Defensive …. dies ist eine von mehreren Varianten, um dem starken Französinnen gefährlich werden zu können.

    Aber Herr Kahlert schwächt sein Team. Was willst Du mit einer einzigen Stürmerin gegen diese weltklasse-Abwehr ???????

    Der Frauenfußball in Deutschland lebt davon, dass die öffentlichen Auftritte taugen. Diese Leistungen wie auch die der Nationelelf fällt auf die Amateurvereine zurück, die dies ausbaden müssen. Wenn Du heute jemanden fragst, ob sie beim Verein mitmachen wollen oder ob jemand Bock hat, bei einem Amateur-FF-Spiel zuzugucken, wirst Du ausgelacht. Und wenn man das da sieht, durchaus zu Recht. Und das, obwohl der FF im Amateurbereich gut ist.

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  • Trojanerin sagt:

    Herzlichen Glückwunsch nochmal nach Lyon – ich habe gestern im Stadion bereits die Damen aus Lyon und ihren wundervollen Fußball hochleben lassen.

    Wäre mir natürlich lieber gewesen dem FFC Frankfurt zuzujubeln am Ende, aber verdient hatten sie sich das nunmal nicht.

    Und wenn ich auch sonst eine strickte Gegnerin davon bin den Trainer alleine verantwortlich zu machen, so muß ich sagen, daß Sven Kahlert untragbar ist.
    Er hat noch immer keinerlei Gefühl für diese Mannschaft entwickelt und hat wieder eine veränderte Aufstellung in Kürze gezaubert, die nicht funktionieren kann. Und das gegen Lyon, das seit längerem schon fast unverändert aufläuft – da stimmen einfach die Laufwege.

    In der zweiten Halbzeit waren die Reihen etwas geschickter gestellt, so daß auch etliche Chancen erspielt werden konnten. Auch passende Laufwege konnten da entdeckt werden und mindestens ein Tor hätten sich die Frankfurterinnen verdient gehabt.

    Aber alles in allem sind das Spielerinnen, die wissen wie’s geht und Fußball spielen können, wenn sie denn richtig aufgestellt werden.

    Allein schon Meike Weber – die ich sehr schätze – was soll sie gegen Schelin ausrichten?

    Ich hoffe, daß Siggi die nötigen Konsequenzen beim Trainer zieht – das kann man nicht mehr mit ansehen, wie wild dieser wöchentlich die Aufstellungen wechselt und die ganze Mannschaft in Unruhe versetzt.

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  • gerd karl sagt:

    herr kahlert hat ein interview gegeben, das auf soccerdonna veröffentlicht ist.
    lest es euch durch,der mann lernt nicht aus seinen fehlern.
    er ist der trainer, er hat die verantwortung.

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  • frosti sagt:

    An anderer Stelle ist hier schon mal darauf hingewiesen worden, dass zwischen dem Engagement von Kahlert und den wirtschaftlichen Interessen von Siggi Dietrich ein ganz enger Zusammenhang besteht.

    Siggis Unternehmen lebt von dem, was ihm nach Abführung der Garantiesummen an den 1. FFC aus den im Zusammenhang mit dem Klub getätigten Werbeeinnahmen verbleibt.

    Dies allein ist bereits eine äußerst ungesunde Verquickung von Vereins- und Unternehmensinteressen. Denn im Zweifel wird er lieber solche Spielerinnen engagieren, die einen Werbewert besitzen, als solche unbekannte Spielerinnen, bei denen man auf eine positive Entwicklung unter den Fittichen des Trainers hoffen kann.

    Dies bedeutet aber auf der anderen Seite, dass er einen Trainer benötigt, der ihm in die Einkaufspolitik des Vereins, die von ihm gestaltet und auch in diesem eigenen Interesse gelenkt wird, nicht rein redet. Da kann ihm ein schwacher Trainer, der ihm zu Dank verpflichtet, nur recht sein.

    Damit geht aber das Unglück für den Verein weiter. Würde sich der Trainer nicht sicher fühlen, so würde er sich kaum zu solchen Ausfällen gegen die eigene Mannschaft hinreißen lassen wie dies bei Kahlert nach schlechten Leistungen geschehen ist.
    Diese mehr oder minder offenen Beleidigungen werden aber wiederum nicht gerade zur Harmonie in der Mannschaft beitragen oder dem Trainer den nötigen Respekt durch alle Spielerinnen verschaffen.

    Nicht umsonst werden jetzt diverse Spielerinnen – auch vor Ablauf des Vertrages – den Verein verlassen. Und sicherlich wird dabei die ein oder andere 3 Kreuze schlagen.

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  • maxsee sagt:

    frosti:
    Sind Deine Informationen über das Dietrische Geschäftsmodell sicher?
    Da wird einem klar, warum vor der Weltmeisterschaft auf Biegen und Brechen Lira – mit ihrer damaligen Form und Ausstrahlung – mit allen Methoden nach Frankfurt geholt wurde.
    Wenn die Aufregung um die verpassten internationalen Chancen abklingen, was dann?
    Der alte FFC mit seinen Stars Prinz, Lingor, Jones, Smissek, Künzer u.a. passte da genau rein, genau so wie die enge Verbindung zum Apparat des DFB.
    Aber mit dem FC. Deutschland wird es etwas schwieriger, denn der tritt erst zur Europameisterschaft wieder international in Erscheinung.
    Worauf haben sich Peter, Schmidt und andere eingelassen? Gute Fuhre!!!
    Und wir diskutieren in diesem Blog, wie der FF attraktiver gestaltet werden kann.

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  • Maskal sagt:

    Glückwunsch an Lyon zum CL Sieg!!
    Ich war aber doch sehr überrascht, wie unsicher und nervös die Französinnen in den ersten Spielminuten agierten.
    Beispiel das Eckballfestival, da sah die Abwehr der Französinnen gar nicht gut aus.
    Das Frankfurt dies nicht zu ihren gunsten ausnutzen konnte, zeigt die derzeitge schwache Verfassung der Mannschaft.Das ist keine homogene Einheit auf dem Platz, es scheint so als würde jede ihr eigens Süppchen kochen.
    Keine aufbauende Geste an M. Behringer nach ihrem Fehler zum 0:1 (wobei M. Weber in dieser Situation nicht glücklich aussah) oder der 100% Chance vor der Pause.
    Die Auswechslung von M. Weber war in Ordnung und hätte ich nach der Einwechslung von L. Dickemann genauso gemacht.
    Nur hätte ich S. Huth ( die in meine Augen keine internationale Klasse hat) schon vor der Halbzeit ausgewechselt.
    Interessant fande ich die Grüppchenbildung nach dem Spiel!!
    Sehr lustig fand ich das Interview mit Herrn S. Dietrich nach dem Spiel!
    Das schwächste aber an der Übertragung von der ARD fand ich immer noch das man die Siegerehrung nicht Live zeigte.

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  • Caslaks sagt:

    Lyon hat es geschafft mit wenig Aufwand ein Spiel für sich zu entscheiden.

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  • hopkins sagt:

    Wenn man die Aufstellung von Frankfurt sieht, hat man es Lyon leicht gemacht. Fehler von Behringer hat die Niederlage beschleunigt.
    Der Trainer hat kein Gespür die Spielerinnen auf der richtigen Position einzusetzen. Z.B Maro Mittelstürmer, Weber Außenverteidiger usw.Man liegt 2:0 hinten und der Trainer zögert Stürmer einzuwechseln. Ana-Maria spät und Landis 10 Minuten vor Ende. Dieses Finale hätte mit der richtigen Aufstellung nicht verloren werden müssen. Wieder einmal. Warum der FFC am Trainer festhält ist ein Rätsel.

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