Glanzloser Arbeitssieg der DFB-Elf

Von am 22. Oktober 2011 – 17.52 Uhr 48 Kommentare

Die deutsche Nationalelf ist in der Qualifikation zur Frauenfußball-EM 2013 weiter auf Kurs. Im zweiten Spiel kam das Team von Bundestrainerin Silvia Neid nach einer spielerisch wenig überzeugenden Leistung zu einem glanzlosen Arbeitssieg in Rumänien.

Beim 3:0 (1:0)-Erfolg in Mogosoaia nahe Bukarest brachte Lena Goeßling das deutsche Team per Kopf in Führung (21.), Fatmire Bajramaj (56.) und Melanie Behringer per Foulelfmeter (59.) erzielten die weiteren Treffer.

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Zwei Änderungen in der Startformation
Im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen die Schweiz in Augsburg ging die DFB-Elf mit einer auf zwei Positionen veränderten Anfangsformation in die Partie: Für die verletzte Saskia Bartusiak kam Verena Faißt zu ihrem fünften Länderspieleinsatz und übernahm die linke Außenbahn von Babett Peter, die als Innenverteidigerin die Position von Bartusiak einnahm. Im Sturm ersetzte die gegen die Schweiz verletzungsbedingt fehlende Inka Grings ihre frühere Duisburger Teamkollegin Alexandra Popp.

Wenige Highlights
Nach gemächlichen Anfangsminuten hatte Melanie Behringer auf dem ausgebleichten, stumpfen Rasen des Mogosoaia-Stadions mit einem Schuss über das Tor die erste Chance des DFB-Teams (7.). Ein nach einer Behringer-Ecke von Inka Grings abgeprallter Querschläger von Andreea Laiu hätte fast für die deutsche Führung gesorgt (11.).

Führung durch Goeßling
In der zähen Partie schickte Fatmire Bajramaj Simone Laudehr mit einem kurzen Steilpass in den Strafraum, deren abgefälschte Flanke nickte Goeßling am langen Pfosten mühelos mit ihrem ersten Länderspieltreffer zur deutschen Führung ein (21.). In einer an Höhepunkten armen Partie hatte Grings mit einem Schrägschuss aus acht Metern eine der wenigen guten Torchancen gegen die kompakte rumänische Hintermannschaft (34.).

Bajramaj erhöht
Mit Anja Mittag für Linda Bresonik startete die DFB-Elf in die zweite Hälfte, Grings hatte mit Schüssen unweit der Strafraumgrenze die ersten Chancen nach der Pause (47. und 52.). Doch spielerisch konnte die deutsche Mannschaft auch weiterhin nicht überzeugen. Laudehr hatte noch Pech mit einem sehenswerten Volleyschuss an den Pfosten, doch Bajramaj machte es Sekunden später besser, als sie nach Ablage von Grings freistehend aus zehn Metern mit einem Flachschuss die Führung ausbaute (56.).

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Behringer verwandelt Foulelfmeter
Das deutsche Spiel nahm nun Fahrt auf, nach einem Foul der heute vorwiegend in der Abwehr eingesetzten Stürmerin Cosmina Duşa an Bianca Schmidt verwertete Behringer den Foulelfmeter sicher zum 3:0 (59.). Duşa hatte dann aber bei einem schnell vorgetragenen Konter die Chance auf den Ehrentreffer, doch sie zögerte zu lange und schob den Ball alleinstehend vor Nadine Angerer am Tor vorbei (66.).

Tabellenführung zurückgeholt
In der Schlussphase hatte die deutsche Mannschaft die Partie weiterhin im Griff, doch die Rumäninnen hielten konditionell erstaunlich lange gut mit und die DFB-Elf tat nicht mehr als notwendig, Grings vergab per Kopf in der Nachspielzeit die letzte gute Chance. Nach dem zweiten Sieg führt Deutschland die Tabelle der Gruppe 2 nun mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 7:1 an, vor Kasachstan, das durch das 0:0 in der Türkei am Nachmittag kurzzeitig die Tabellenspitze übernommen hatte.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

48 Kommentare »

  • melli sagt:

    @ michele
    „B.Schmidt hatte mehr Fehlpässe und Ballverluste als man überhaupt zählen kann.“ da stellt sich mir die frage, wie weit du zählen kannst. vielleicht zählst du beim nächsten mal, wie oft sich bianca ins spiel nach vorne einschaltet, sich über rechts frei läuft, um dann doch nicht angespielt zu werden. das war schon bei der wm so. allein ihr laufpensum ist bemerkenswert. wie hätte sie auch sonst als abwehrspielerin nen elfer rausholen können. klar kommt nicht jeder ball an. das gelang heute niemandem im dt. trikot. also bitte mal den ball flach halten.
    zudem fällt ein fehlabspiel natürlich mehr auf, wenn es herr schmelzer noch extra kommentiert. das tat er meines erachtens z.b. bei bianca, bei anderen nicht. ist halt wie überall – die eine wird mehr, die andere weniger gemocht; die eine darf sich mehr, die andere weniger leisten, bevor kritik kommt usw.! sie haben heute alle nicht das gezeigt, was sie können und das spiel war alles andere als überragend. aber ein totalausfall war für mich nicht dabei!

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  • marion sagt:

    ihr habt doch net ganz alle radkappen auf den rädern….echt ma

    wenn zu inka die pässe nicht ankommen kann sie auch shclecht die dinger rein machen.wenn nicht ein funken über rechts zu linda gespielt wird,denn kann linda auch schlecht so spielen,wie sie es kann….
    und habt ihr mal die spiele von zürich gesehen?die sind weit aus viel besser wie die deutschen spiele….
    also bildet euch kein urteil wenn ihr keine ahnung habt!

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  • Michele sagt:

    Naja,Bianca ist halt Potsdamerin. Da können einige Potsdamer scheinbar keine Kritik vertragen. Ich bin auch großer Fan von Bresonik und sage sie war einfach nur schlecht. Wieso könnt ihr das bei B.Schmidt nicht einfach auch mal eingestehen?

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  • rosa sagt:

    Bresonik, gegen die Schweiz am besten, nach Rumänien ohne Kommentar verglichen, war heute nicht sein Tag … aber wir werden am Mittwoch sehen, wenn Sie spielen muss! Die Bank ist nicht der richtige Ort.
    go Linda!!!

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  • jochen-or sagt:

    Interessant, wie unterschiedlich hier die Meinungen sind – dies sowohl zur Spielqualität als auch zu einzelnen Spielerinnen!

    Eigentlich zeigt dies eines, und das erscheint mir das ganz Wesentliche:

    Es gibt momentan keine überragende Spielerinnenpersönlichkeit in der deutschen Mannschaft, wie zu Zeiten von Birgit Prinz, Maren Meinert, Bettina Wiegmann u.a..

    Die Mannschaft besteht im Wesentlichen aus duchschnittlichen oder unfertigen Spielerinnen. Dennoch sind genug Talente dabei, die hoffen lassen, dass hieraus neue Top-Frauen erwachsen.

    Auch muss man hinnehmen, dass andere Nationen aufholen und sich( Gott sei Dank) nicht mehr abschlachten lassen.
    Auf jeden Fall rechne ich nicht damit, dass Deutschland bei der nächsten EM wieder „die“ dominierende Rolle spielt.

    So besehen fand ich das Spiel nicht so katastrophal. Man war bemüht ( = Note zumindest ausreichend!), schnell zu spielen, aber da fehlte es eben in der Regel am entscheidenden Pass und auch einer überragenden Stürmerin.
    Richtig schlecht habe ich nur Linda gesehen und die kaum geforderte Annike wirkt weiterhin steif und ungelenk. Anders als andere fand ich Bianca nicht besser oder schlechter als die anderen. Sie machte doch Druck, ist aber technisch eben noch unfertig.
    Laudehr, die gerade in der 2. Halbzeit viele Ballkontakte hatte, sich viel bewegte und immerhin 2x den Pfosten traf, war für mich nach der Pause sogar die auffälligste Spielerin (@Krissi). Daneben gefielen mir noch Faißt und Behringer und auch Viola in ihrer kurzen Zeit. Anja ging leider ziemlich unter.

    Eigentlich sagt das Spiel nicht viel über die wahre Spielstärke aus, da die Mannschaft nicht ernsthaft gefordert wurde.

    Eben ein glanzloser Arbeitssieg – aber kein Grund die Mannschaft zu verdammen.

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  • maxsee sagt:

    Holla, das war typisch Schmelzer´s Stil-einseitig, Lobbyist.
    Aber manchmal gibt es Töne,die aufhorchen lassen, dass der DFB-FF ein Leistungszentrum benötige (?). Sind das schon die ersten Töne, um die Pläne der DFB-Arbeitsgruppe zur Bundesliga-Entwicklung rechtzeitig unter die Fans, Leute zu bringen? Wehret den Anfängen; nicht weitere Konzentration des Leistungspotentials, sondern eine breite Spitze sind der Weg zu mehr Kreativität.

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  • Therese sagt:

    Quali EM Schweden 2013
    23.10.2011 11:00 Spanien – Schweiz (2-0HZ)

    link:

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  • Krissi sagt:

    @Jochen-or: Prinzipiell gut eingeschätzt von dir (außer, wie schon gesagt, mit Laudehr habe ich das anders gesehen) – ich denke aber nicht, dass hier irgenwer die Mannschaft „verdammen“ möchte. Wie war das? Kritik muss erlaubt sein? 😉 Finde ich persönlich ganz gut, dass es jetzt nicht (mehr) so eine alles in den Schatten stellende Spielerin gibt – geht ja schließlich ums Kollektiv. Und wenn sich die Mannschaft so erst mal gefunden hat (was meiner Meinung nach noch etwas Zeit braucht), dann bin ich sicher, dass wir (wieder) eine schön homogene N11 haben. Das wird schon!

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  • Therese sagt:

    Quali EM Schweden 2013
    23.10.2011 11:00 Spanien – Schweiz (2-0HZ)3-2FT

    link:

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  • Sheldon sagt:

    Ich habe das Spiel noch nicht gesehen, werde mal schauen, ob es im Internet noch eine Wiederholung gibt.

    Allerdings scheine ich ein paar Dinge durchaus hinauslesen zu können:

    1. Die Defensive – sie schien kompakt gestanden zu haben und nahezu beschäftigungslos gewesen zu sein.
    Die Zusammenstellung gefällt mir eigentlich ganz gut, man könnte und sollte im nächsten Spiel in jedem Fall noch einmal Tabea Kemme und Luisa Wensing testen, da wir hinten unbedingt Alternativen brauchen!
    Die Einschätzung von Bianca Schmidt, die hier vielfach beschrieben wurde, bestätigt auch meinen Eindruck in der Bundesliga. Bei ihr ist zur Zeit ein bisschen der Wurm drin, sie tritt nicht so souverän auf wie noch in der letzten Saison. Ihre Pässe sind nicht so präzise wie gewohnt, ihr Zweikampfverhalten ist immer ein wenig zögerlich.
    Die Entschlossenheit scheint ihr ein wenig abhanden gekommen zu sein!

    2. Das zentrale Mittelfeld – hier scheint sich Simone Laudehr mittlerweile zu einer Führungsspielerin herauszukristallisieren, sie scheint noch den besten Job auf dem Feld gemacht zu haben, sie könnte eine der neuen Führungsspielerinnen im Team werden.
    Dazu Lena Goeßling: Über sie ist hier noch kein Wort gefallen, deswegen möchte ich mich auch nicht äußern. Nur soviel: Ich sehe sie nach wie vor eher in der Abwehr, da im ZDM mE andere die Nase vorne haben werden.
    Zum Beispiel Viola Odebrecht, die ja in den letzten 13 Minuten anscheinend ausnahmslos positiv in Erscheinung getreten ist, insbesondere durch ihren Kampfgeist und ihr Engagement. Sollte sie im Schweden-Spiel, wo ich sie an Neids Stelle ebenfalls nochmal testen würde, diese Leistung in der N11 bestätigen können, dann wird sie zur echten Alternative und könnte auch von ihrem Alter her die Reife zur Führungsspielerin haben.
    Dadurch würden sich viele verschiedene Möglichkeiten ergeben, auch in der Offensive:
    Diese scheint nach wie vor eine Baustelle zu sein, Bresonik scheint auf der rechten Seite wohl etwas deplatziert zu sein, Grings scheint jetzt schon nachzulassen, weil ihr in der Schweiz verständlicherweise einfach das Niveau fehlt und Bajramaj scheint immer noch nicht ihre Position so richtig gefunden zu haben, wenn ich das richtig mitbekomme.

    Es ist also noch viel Luft nach oben. Durch die neue Alternative Odebrecht wäre natürlich auch ein 4-3-3 bzw. 4-1-4-1 möglich in der Form, wie es die Schweizerinnen spielen. So könnte Odebrecht hinter den beiden Kreativspielerinnen absichern, die dann auf den Halbpositionen etwas davor spielen würden. Vorne hätte man dann eine lose und flexible Sturmreihe mit vielen Räumen, dadurch, dass ein klassischer „10“er nicht mehr vorhanden ist, die sich dann aus Bajramaj, Behringer und Popp bzw. Grings zusammensetzen würde, wobei ich Popp wegen ihrer Dynamik gegenüber Grings im Vorteil sehe.

    Das Ganze würde dann wie folgt aussehen:

    ———–Angerer———–
    Faißt—Krahn—Peter—Kemme
    ———-Odebrecht———-
    ——Kulig——Laudehr—–
    Bajramaj————Behringer
    ————Popp————-

    Allgemein ist es aber schön zu sehen, wie der „deutsche Patient“ wieder versucht auf die Beine zu kommen. Das ist wohltuend, bei dieser Findungs- und Experimentierphase zuzuschauen.
    Neid muss jetzt Führungsstärke beweisen und sie hat schon einiges Gute angestoßen. Ich hoffe, dass jetzt eine feste Hand behält und klug weiterarbeitet, um den Schalter vollständig umzulegen!

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  • melli sagt:

    meine kritik/nicht-kritik hat nichts mit pro oder contra potsdam zu tun. das tut nichts zur sache und ist auch kein punkt, den michele hier als begründung anführen könnte. das wäre zu einfach. nein – mich nervt es nur wahnsinnig, dass sich wohl diverse spielerinnen im dfb-trikot alles erlauben können und andere nicht, dass um manche ein hype gemacht wird und der rest unten durchfällt. unsere dt. glanzlichter können auf dem platz nur auffallen, wenn das drumherum stimmt. wenn du spielerinnen hast, die „lautlos“ ihre leistung bringen. und dazu zählen für mich seit langem babett peter und bianca schmidt. falls sich jemand erinnert, auch pia wunderlich war so ein stiller typ, der gerne mal übersehen wurde.
    auffällig ist, dass genau diese „stillen“ öfter kritisiert werden, wenn es mal nicht läuft. meines erachtens hat sich gestern die gesamte mannschaft kein lob verdient, aber wer explizit wird erwähnt? bianca. dabei wird jedoch eins vergessen: wer mehr investiert, kann auch mehr fehler machen. wenn ich nur 10 mal den ball habe, kann ich ihn nur 10 mal verspielen usw., usw.
    richtig ist, dass bianca momentan nicht 100% ihrer leistung abruft (ich denke eher abrufen kann). warum auch immer. ABER: das tun auch andere nicht.

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  • pinkpanther sagt:

    @melli: Hier geht es ja nicht darum, Bianca aus der NM zu schreiben (hoffe ich mal). Für mich zumindest ist sie auch derzeit sehr wichtig für die NM. Umsomehr war sie für mich gestern eine der größten Enttäuschungen und ich finde das darf ruhig auch gesagt werden.

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  • SGS sagt:

    Mit der Überschrift „Glanzloser Arbeitssieg“ ist das gestrige Spiel sicherlich sehr gut umschrieben. Totalausfälle habe ich ehrlich gesagt nicht gesehen, allerdings auch keine einzige erwähnenswerte Leistung. Ich war etwas überrascht ob der Startaufstellung: Streng genommen befanden sich mit Bajramaj und Grings ja nur 2 Offensivspielerinnen unter den ersten 11 – und das gegen einen Gegner, von dem zu erwarten war, dass er sich hinten reinstellt. Vielleicht hätte etwas mehr Mut zum Risiko (z.B. Huth von Beginn an) das Unterfangen leichter gemacht. Jedenfalls war auf den Flügeln für meinen Geschack viel zu wenig Bewegung. Für Bresonik ist das definitiv die falsche Position, und auch Behringer (die gestern definitiv dennoch zu den Besseren gehörte) ist für meinen Geschmack zu defensiv ausgerichtet für die Anforderungen der offensiven Flügelposition. Bajramaj hingegen ist in der zentralen Offensivposition für meinen Geschmack verschenkt, weil sie mit ihrer Dynamik eigentlich ideal auf der offensiven Flügelposition ist. Solange Maroszan (alternativ da Mbabi oder Simic) nicht fit sind, ist Bajramaj ob ihrer Spielintelligenz aber wohl dennoch die beste Lösung auf der „10“, nur müssten dann die Flügel anders besetzt werden als gestern. Man darf jedenfalls gespannt auf Mittwoch sein.

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  • Sheldon sagt:

    Stimmt, die „Maro“ gibts ja auch noch. Hoffentlich gibt sie bald ihr Comeback in der N11, mit ihr, Bajramaj und Popp würde sich eine ideale Sturmreihe zusammenbasteln lassen.

    Seien wir ehrlich, Potential hat Deutschland nach wie vor, es gilt nur, die richtige Mischung zu finden!

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  • Detlef sagt:

    @ pinkpanther,
    BIANCA und auch Annike sind Abwehrspielerinnen!!!
    Da (bis auf eine Szene) sie hinten kaum gefordert wurden, kann man doch bei ihnen nicht von „Totalausfällen“ sprechen!!!
    Ergo, haben sie doch ihre Hauptbeschäftigung gut gemacht, und die gemachten Fehler passierten fast ausschließlich im Vorwärtsgang!!!

    Das in der modernen Interpretation von Abwehrspielerinnen, auch der Spielaufbau und für Außenverteidigerinnen auch das Unterstützen des Flügelspiels gehört, darf man natürlich sagen, daß weder BIANCA noch Verena gestern sehr wirkungsvoll waren!!!

    Ironischerweise leitete ausgerechnet BIANCA mit ihrem Vorstoß das 3:0 vor, da sie von ihrer rumänischen Gegenspielerin im Elfer gelegt wurde!!!
    In Halbzeit Eins kam auch noch hinzu, daß Linda vor BIANCA spielte, die ihrerseits Probleme auf dieser Seite hatte!!!
    Diese Konstellation wurde auch früher noch nie ausprobiert, und so ist es nicht verwunderlich, das die rechte Angriffseite ziemlich blass blieb!!!
    Vielleicht hätten Linda und Mel.B mal ab und zu ihre Positionen tauschen sollen, denn gerade Mel.B forderte sehr oft die Bälle, wenngleich ihr nicht sehr viel damit einfiel!!!
    Das änderte sich auch in Hälfte Zwei nicht, als ANJA für Linda kam!!!
    Der Ball lief fast nur über Links, was sehr eintönig und ideenlos war, weil auch das Zusammenspiel von Mel.B mit Verena nicht besonders gut war!!!
    Hier gilt es also noch vieles zu verbessern!!!

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  • pinkpanther sagt:

    @Detlef: Gute Analyse und im Großen und Ganzen gebe ich dir auch Recht!
    Was nichts daran ändert, dass ich mir persönlich von Bianca doch etwas mehr – ich sage jetzt mal – erhofft hatte.
    Aber solange unterm Strich die Punkte eingefahren werden ist es mir lieber, dass was Neues ausprobiert wird, Fehler gemacht werden, den Spielerinnen die Möglichkeit gegeben wird, etwas zu Lernen und nicht der Stab über sie gebrochen wird (was zumindest ich für meine Person nicht beabsichtigt hatte).
    Im Gegenteil, solche Spiele sind um Längen besser als die 8:0-, 5:0-Spiele von vor ca. einem Jahr, die – wie wir im Sommer schmerzhaft erfahren haben – eher dazu geeignet waren, von den eigenen Schwächen abzulenken und den WM-Hype anzukurbeln, denn ein Team taktisch, spielerisch und psycchologisch auf die Auseinandersetzung mit den wirklich starken Gegnern eines großen Turniers einzustellen.

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  • waiiy sagt:

    Also ich finde, dass wir hinten schon positives gesehen haben:

    Annike Krahn wirkt deutlich ruhiger und sicherer neben einer Babett Peter als sonst mit Saskia Bartusiak. Sie hat damit eine Anspielstation mehr, die sie auch in engen Situationen nutzen kann.

    Die Außenverteidigerinnen haben nach hinten nichts zugelassen. Das ist sehr positiv. Dazu haben beiden versucht, nach vorn Druck zu machen, was nicht immer geklappt hat, was man aber trotzdem positiv bemerken muss. Dazu muss man sagen, dass Bianca Schmidt der Elfmeter fast allein gehört. Wenn sich der Gegner hinten staut, ist es natürlich für die nachrückenden Außenverteidigerinnen schwer, weil schon genügend Leute vorn drinstehen und die Räume eng machen.

    Viola Odebrecht ist sicher eine Alternative auf der 6-er Position. Vor allem, wenn es mal richtig rund geht und Ruhe in heiklen Situationen gefragt ist, kann man bedenkenlos auf sie zurückgreifen. Dann würde ich immer auf das Duo Laudehr/Odebrecht vertrauen. Aber um auch an die Zukunft zu denken, sollte Goeßling immer von Anfang an eingesetzt werden, wenn man offensiv auftreten will. Ob Laudehr oder Odebrecht daneben spielt, ist fast zweitrangig. Und da kann man es (auch als Potsdam-Fan) Silvia Neid nicht verdenken, wenn Laudehr die Nase vorn hat.

    Wie wurde eigentlich die Leistung von Anja Mittag gesehen? Und Behringer? Es wird sich immer wieder beschwert, dass Inka Grings keine Bälle bekommen hat (da stimme ich zu). Aber liegt das nicht direkt an den Leistungen der Außenspielerinnen?

    waiiy

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  • VoxHumana sagt:

    Was sah ich am Samstag im TV?

    Angerer: Kapitänin und weitgehend arbeitslos. Das Einzige, das mir von ihr in letzter Zeit in Erinnerung blieb, sind ihre sinnfreien Twitterbeiträge…die mich quasi „überall hin“ zu verfolgen scheinen 😉

    Krahn: Ihre bekannt rustikale Spielweise ist auch vor dem Hintergrund eines Ackers nicht unsichtbar. Das wird sich in diesem Fußballerleben wohl auch nicht mehr ändern. Fährt sie eigentlich einen SUV?

    Peter: Die gewohnte Ruhe ausstrahlend und dennoch dem rumänischen „Rasen“ einige Fehlpässe schenkend, war sie wie immer…auffällig unauffällig bei der Sache. Da sie mehr Souveränität ausstrahlt als Frau Bartusiak, sehe ich sie viel lieber in der IV. Ihre Führungstendenzen würden in der linken Ecke da draußen weitgehend nutzlos verpuffen.

    Faißt: Hat die Fähigkeit zum genauen Passspiel gleich in der Kabine gelassen. Ich hoffe, das war allein dem Acker geschuldet. Ansonsten ist sie für mich nicht für die NM relevant. Schon gar nicht in der Startelf.

    Schmidt: Die Gute ist mal wieder gespalten auf’s Feld, äh…Acker gekommen. Zum einen die Athletischte unter allen und offensichtlich mit versteckter Zweitlunge unterm Trikot. Dummerweise hatte sie zum anderen aber auch ihr Alter Ego dabei: Jene Schwester Leichtfuß, die mir in wichtigen Spielen die Herzkranzgefäße verkrampft.

    Bartusiak: Machte blau!

    Laudehr: Lauf- und arbeitsfreudig…was man ihr ja nicht IMMER vorwerfen kann 🙂

    Odebrecht: Kurz aber schön.

    Popp: siehe Odebrecht. Die beiden müssen mal länger ran!

    Lira B.: Habe kein HD-Fernseher. Ich glaube, die habe ich zu oft mit Faißt verwechselt. Sage mal nix‘ zu ihr.
    Sind exakt gleiche Haarfarben und -längen überhaupt erlaubt?

    Grings: Unerklärlich wenig effektiv. In der Schweiz scheinen gute Fußballrasen der Standard zu sein. Das versaut eine Spielerin natürlich für solch‘ netten Treffen hinterm Bauernhof.
    Ich erkannte Geschwindigkeitsdefizite. Oder sie hatte schon Winterreifen drunter.

    Mittags Anja: Nomen est Omen – für sie ist nun mal langsam fünf vor Zwölf. Entweder wird sie zur Vorbereiterin wie zur Zeit in Potsdam und entwickelt sich in der Natio in eine neue Rolle…oder es ist bald nach Mittag? Andere Haarfarben helfen da auch nicht weiter.

    Behringer: An ihr scheiden sich meine Geister. Schießt prima Elfmeter…jedoch miserable Ecken. Andersherum wäre mir lieber, denn Ecken kommen öfter vor.

    Goeßling: Sicher kein Fehler, sie dabei zu haben. War mit dem Abgang aus BN cleverer als ihre Kollegin OdM.

    Neid: Ob sie während ihrer „Denkpause“ mal alle Threads hier gelesen hat? In Nahaufnahmen erkennt man hinzu gekommene Falten.
    Sollte die Quali für die EM an Spanien scheitern, freue ich mich schon auf die Aussagen von…Kollege Zwanziger!

    Prinz: Saß daheim aufm Sofa, sah diese Spiel und grinste sich einen.

    Hingst: Pfiffig gemacht von ihr, in ein Land zu wechseln, wo just gerade der Sommer vor der Tür steht. Sicher angenehmer, als bei Mistwetter auf rumänischen Hinterhöfen vor gefühlten 6 Fans durch ’n Acker zu pflügen. Ach ARI, Deine fußballerischen Fähigkeiten zu Deinen besten Zeiten fehlen dieser Mannschaft: Treffsichere Pässe über 50 Meter…intelligente Spieleröffnung…breites Grinsen in die Kamera.

    Garefrekes: Soll in geheimer Mission im „Publikum“ gesessen haben. Glaube ich aber nicht!
    Sportlich: Kein Ersatz in Sicht für die Garefrekes von ganz damals. Schade!

    …und ganz in Angerers Twitter-Deutsch nun mein letzter Satz:
    Gehe jetzt ins Badezimmer, Zähne putzen. Supergeile Sache. Solltet ihr auch mal versuchen! Drückt mir die Daumen!!!

    Gute Nacht!

    🙂

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  • wrack sagt:

    @ VoxHumana: LoL

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  • Sheldon sagt:

    @VoxHumana: Sehr geile Analyse. So lob ich mir das^^

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