Glanzloser Arbeitssieg der DFB-Elf

Von am 22. Oktober 2011 – 17.52 Uhr 48 Kommentare

Die deutsche Nationalelf ist in der Qualifikation zur Frauenfußball-EM 2013 weiter auf Kurs. Im zweiten Spiel kam das Team von Bundestrainerin Silvia Neid nach einer spielerisch wenig überzeugenden Leistung zu einem glanzlosen Arbeitssieg in Rumänien.

Beim 3:0 (1:0)-Erfolg in Mogosoaia nahe Bukarest brachte Lena Goeßling das deutsche Team per Kopf in Führung (21.), Fatmire Bajramaj (56.) und Melanie Behringer per Foulelfmeter (59.) erzielten die weiteren Treffer.

Zwei Änderungen in der Startformation
Im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen die Schweiz in Augsburg ging die DFB-Elf mit einer auf zwei Positionen veränderten Anfangsformation in die Partie: Für die verletzte Saskia Bartusiak kam Verena Faißt zu ihrem fünften Länderspieleinsatz und übernahm die linke Außenbahn von Babett Peter, die als Innenverteidigerin die Position von Bartusiak einnahm. Im Sturm ersetzte die gegen die Schweiz verletzungsbedingt fehlende Inka Grings ihre frühere Duisburger Teamkollegin Alexandra Popp.

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Wenige Highlights
Nach gemächlichen Anfangsminuten hatte Melanie Behringer auf dem ausgebleichten, stumpfen Rasen des Mogosoaia-Stadions mit einem Schuss über das Tor die erste Chance des DFB-Teams (7.). Ein nach einer Behringer-Ecke von Inka Grings abgeprallter Querschläger von Andreea Laiu hätte fast für die deutsche Führung gesorgt (11.).

Führung durch Goeßling
In der zähen Partie schickte Fatmire Bajramaj Simone Laudehr mit einem kurzen Steilpass in den Strafraum, deren abgefälschte Flanke nickte Goeßling am langen Pfosten mühelos mit ihrem ersten Länderspieltreffer zur deutschen Führung ein (21.). In einer an Höhepunkten armen Partie hatte Grings mit einem Schrägschuss aus acht Metern eine der wenigen guten Torchancen gegen die kompakte rumänische Hintermannschaft (34.).

Bajramaj erhöht
Mit Anja Mittag für Linda Bresonik startete die DFB-Elf in die zweite Hälfte, Grings hatte mit Schüssen unweit der Strafraumgrenze die ersten Chancen nach der Pause (47. und 52.). Doch spielerisch konnte die deutsche Mannschaft auch weiterhin nicht überzeugen. Laudehr hatte noch Pech mit einem sehenswerten Volleyschuss an den Pfosten, doch Bajramaj machte es Sekunden später besser, als sie nach Ablage von Grings freistehend aus zehn Metern mit einem Flachschuss die Führung ausbaute (56.).

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Behringer verwandelt Foulelfmeter
Das deutsche Spiel nahm nun Fahrt auf, nach einem Foul der heute vorwiegend in der Abwehr eingesetzten Stürmerin Cosmina Duşa an Bianca Schmidt verwertete Behringer den Foulelfmeter sicher zum 3:0 (59.). Duşa hatte dann aber bei einem schnell vorgetragenen Konter die Chance auf den Ehrentreffer, doch sie zögerte zu lange und schob den Ball alleinstehend vor Nadine Angerer am Tor vorbei (66.).

Tabellenführung zurückgeholt
In der Schlussphase hatte die deutsche Mannschaft die Partie weiterhin im Griff, doch die Rumäninnen hielten konditionell erstaunlich lange gut mit und die DFB-Elf tat nicht mehr als notwendig, Grings vergab per Kopf in der Nachspielzeit die letzte gute Chance. Nach dem zweiten Sieg führt Deutschland die Tabelle der Gruppe 2 nun mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 7:1 an, vor Kasachstan, das durch das 0:0 in der Türkei am Nachmittag kurzzeitig die Tabellenspitze übernommen hatte.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

48 Kommentare »

  • Winter sagt:

    @VoxHumana

    Sehr schöner Humor.
    Bei Angerer fehlt mir nur noch die Mitteilung, in welchem Restaurant oder Café sie gerade rumlungert! Das auch ja ein Fan sie erkennt!

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  • speedy75 sagt:

    @ VoxHumana: LoL 🙂

    Gefällt mir dein Beitrag so richtig erheiternd und doch mit viel wahrem dran.

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  • pinkpanther sagt:

    @VoxHumana: Einfach nur Klasse, super!!! 🙂 🙂
    Vielleicht sollten die Öffentlich-rechtlichen Waldis Altherrenclub (oder so ähnlich) mal ne dufte Frauen-Kabarett-Gruppe vorsetzen 😉
    Nach deinem Beitrag haben die ja schonmal etwas „Stoff“!

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  • hanah sagt:

    ich sag mal was zu den 3 besten und schlechtesten:
    Beste:1. Lira Bajramaj: Sie hat am geringen aufbauspiel seeeeeeeeeeehhhhhhhhhhhhhrrrr viel teilgenommen und für mich die beste aufm platz!!!!;)
    2. Faißt: Sie ist mir sehr aufgefallen obwohl ich sie manchmal mit lira verwechselt hab!!!
    3.Gößling: endlich ihr erstes tor sie hat gut gespielt!!
    schlechteste: 1.Grings: Hab ich kaum gesehen!!!!
    2.Krahn: Hat mir nicht gefallen!!!!
    3.Behringer: Kann die eigentlich noch was anderes als Freistöße, Ecken etc.??????;)

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  • Michele sagt:

    @Hanah
    Welches Spiel hast du gestern gesehen? Bajramaj war für dich beste Spielerin? Behringer war schlechter als Bresonik?

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  • Sheldon sagt:

    Ich glaub, es dreht sich um das Rumänienspiel, aber dennoch fragwürdig die Analyse!

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  • Michele sagt:

    @Sheldon
    Achso, dass kann sein. Aber in Rumänien war Behringer noch eine von den Besseren. Wirklich sehr, sehr fragwürdig.

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  • Sheldon sagt:

    Naja, für ihre Ecken hat sie zurecht Schelte bekommen. Wenn man es nur darauf reduziert, dann war sie sicherlich die schlechteste auf dem Platz. Aber das wäre zu einfach…

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