Weltrangliste: DFB-Elf rückt USA auf die Pelle

Von am 22. Juli 2011 – 10.19 Uhr 21 Kommentare

Weltrangliste paradox: Trotz des Viertelfinal-Aus bei der Frauenfußball-WM hat Deutschland ordentlich Boden auf Spitzenreiter USA gut gemacht und nur noch 16 Punkte Rückstand.

Die USA führen die Rangliste mit 2162 Punkten nun bereits seit März 2008 ununterbrochen an, verloren aber gegenüber der März-Rangliste 29 Punkte.

Die DFB-Elf verlor hingegen nur sieben Punkte und liegt deswegen nur noch knapp hinter den USA auf Platz 2. Nach der WM-Vorrunde hatte die DFB-Elf die USA sogar zwischenzeitlich überflügelt, doch das Ausscheiden gegen Japan sowie die weiteren Siege der USA stellten die alte Rangordnung wieder her.

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DFB-Team

Die DFB-Elf hat in der Weltrangliste trotz WM-Pleite Boden gut gemacht © Nora Kruse / ff-archiv.de

Weltmeister Japan festigt Platz 4
Erstaunlicherweise hat die WM insgesamt kaum Spuren in der Weltrangliste hinterlassen. Brasilien liegt mit einem Plus von 23 Punkten weiter auf Rang drei, Japan konnte seinen vierten Platz trotz der Sieg gegen Deutschland, Schweden und die USA nicht verbessern, gewann aber 39 Punkte hinzu. Die Niederlage gegen England zum Abschluss der Vorrunde verhinderte eine bessere Platzierung des frisch gekürten Weltmeisters.

Nordkorea rutscht aus den Top 10
Schweden liegt unverändert auf Rang fünf, den größten Sprung machte England, das sich mit einem Plus von 35 Punkten vom 10. auf den 6. Platz der Weltrangliste verbesserte. Frankreich liegt weiter auf Platz sieben, trotz starker WM hat das Team aber 16 Punkte weniger als in der vorherigen Rangliste. Australien schob sich vom 11. auf den 9. Platz, Nordkorea fiel vom 8. auf den 12. Platz und somit aus den Top Ten heraus. Auch Kanada verlor nach enttäuschender WM einige Plätze und rutschte vom 6. auf den 8. Platz.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

21 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Bei der Interpretation der aktuellen Rangliste ist auch zu bedenken, dass da nicht nur die WM-Spiele eingeflossen sind, sondern alle Länderspiele seit Mitte März, also auch die Testspiele vor der WM.
    So hat z.B. England von den Testspielsiegen gegen die USA (2-1) und Schweden (2-0) stark profitiert, auch wenn Freundschaftsspiele viel schwächer gewichtet werden als WM-Spiele.
    Auch Deutschland konnte durch die glatten Siege gegen Nordkorea (2-0), Italien (5-0), Niederlande (5-0) und Norwegen (3-0) ein paar Punkte sammeln, während etwa bei den USA die Bilanz vor der WM bereits negativ war.

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