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Am vergangenen Sonntag sorgte der SC Freiburg durch das starke 5:5 bei Tabellenführer Bayern München für die Überraschung des Spieltags. Gegen den Aufsteiger USV Jena gehen die Breisgauerinnen als Favorit ins Spiel.
Wenn sich heute der USV Jena und der 1. FFC Turbine Potsdam in der Frauenfußball-Bundesliga gegenüberstehen werden, dürften Erinnerungen wach werden. Denn schon in den 80er-Jahren und Anfang der 90er-Jahre gab es zwischen den beiden Teams zunächst im Rahmen der Bestenermittlung in der DDR, dann in der Oberliga Nordost Duelle. Doch die Oberliga-Zeiten sind Geschichte, Potsdam geht diesmal als klarer Favorit in die Partie.
Der verletzungsgeplagte Aufsteiger USV Jena bewies beim unerwarteten 3:1-Sieg gegen die SG Essen-Schönebeck trotz 0:1-Rückstand Moral und Kampfgeist, der VfL Wolfsburg fing sich gegen den 1. FFC Turbine Potsdam auf eigenem Platz erneut fünf Gegentreffer ein und findet sich nun gar auf einem Abstiegsplatz wieder.
Drei vorgezogene Partien der Frauenfußball-Bundesliga vom neunten und elften Spieltag stehen am heutigen Mittwoch auf dem Programm. Und das größte Interesse dürfte dabei die Partie von Tabellenführer FC Bayern München gegen den Hamburger SV auf sich ziehen, die ab 17.30 Uhr im Sportpark Aschheim steigt.
Sechs Siege in sechs Bundesligaspielen lautet die makellose Bilanz von Trainer Günther Wörle und seinem Team, doch der 1:0-Erfolg gegen den 1. FFC Frankfurt im DFB-Pokal am vergangenen Sonntag hat sowohl körperlich wie mental viel Kraft gekostet. Und so hofft die Bayern-Konkurrenz, dass der HSV zumindest einen Punkt aus dem Süden entführen kann.
Meister 1. FFC Frankfurt und Vizemeister FCR 2001 Duisburg weilen derzeit zu den UEFA-Pokal-Miniturnieren in Norwegen und der Ukraine. Deswegen müssen die beiden Top-Teams tatenlos zuschauen, wie der FC Bayern München am Sonntag erstmals in der Geschichte der Frauenfußball-Bundesliga die Tabellenführung übernehmen könnte.
An den fünften Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga werden sich die beiden Aufsteiger FF USV Jena und Herforder SV Borussia Friedensthal noch lange erinnern. Die Jenaer feierten beim 1:0 gegen den TSV 1848 Crailsheim den ersten Saisonsieg und vergrößerten damit die Nöte des Gegners, der weiterhin punktlos am Tabellenende steht. Herford gelang gar ein überraschender 4:0-Auswärtssieg beim SC 07 Bad Neuenahr, mit dem man in der Tabelle am Gegner vorbeizog.
Der USV Jena und der Herforder SV Borussia Friedenstal haben es geschafft: Am 22. und letzten Spieltag der 2. Liga sicherten sich die beiden Teams in den Staffeln Süd und Nord den Aufstieg in die erste Frauenfußball-Bundesliga.
Die Jenaerinnen gewannen nach schnellem 0:2-Rückstand beim Tabellenzweiten VfL Sindelfingen 3:2. Nur bei einer Niederlage mit acht Toren Unterschied hätte Jena noch von der Spitze verdrängt werden können. Ein Herschlagfinale gab es im Norden, wo lange Zeit der FC Gütersloh 2000 wie der Aufsteiger aussah.
Es waren schon etwas seltsam anmutende Szenen, die sich nach dem 1:0-Sieg des USV Jena gegen den SC Sand abspielten. Freudentänze, Interviews und auch schon ein paar Sektduschen. Zugegeben: Jena fährt nächste Woche mit einem dicken Polster von drei Punkten und 15 Toren zum direkten Konkurrenten um den Aufstieg in die 1. Bundesliga nach Sindelfingen.
Doch auch wenn die rechnerische Wahrscheinlichkeit gering ist, den Sprung in Liga eins noch zu verpassen, zu sicher sollten sich die Spielerinnen noch nicht fühlen.
Nicht minder spannend als im Norden hat sich der Kampf um den Aufstieg in die 1. Frauenfußball-Bundesliga in der 2. Bundesliga Süd zugespitzt. Der VfL Sindelfingen wittert nach den beiden Punktverlusten von Spitzenreiter USV Jena am vergangenen Wochenende wieder Morgenluft.
Nur noch einen Punkt Rückstand haben die auf Platz 2 liegenden Sindelfingerinnen und am 22. und letzten Spieltag empfängt das Team den Tabellenführer Jena zum voraussichtlich großen Aufstiegsfinale. Doch vorher wartet am Pfingstmontag noch eine andere Hürde.
Nach den bereits bekannt gegebenen Vertragsverlängerungen von Birgit Prinz und Silke Rottenberg kann der 1. FFC Frankfurt einen weiteren Erfolg in der sportlichen Planung für die kommende Saison vermelden. Dazu unter anderem im Splitter: Die Tickets für das DFB-Pokalhalbfinalspiel zwischen Bayern München und dem 1. FFC Frankfurt sind heiß begehrt, Silvia Neid stellt ihre Lieblings-Websites vor und der Zweitligist USV Jena präsentiert sich der Öffentlichkeit.
