Beiträge mit folgendem Tag: Siegfried Dietrich
Zwei Stunden lang diskutierten Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder und Frankfurts Manager Siegfried Dietrich in der vergangenen Woche über Stand und Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland. Während Dietrich ein positives Fazit zog, sparte Schröder nicht mit harscher Kritik.
Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt und Manager Siegfried Dietrich haben eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit bis zum 30. Juni 2015 beschlossen.
Mit der Verpflichtung von Fatmire Bajramaj hat der 1. FFC Frankfurt eine neue Ära eingeläutet, die Beckhamisierung des Frauenfußballs. Denn der teuerste Einkauf der Bundesliga-Geschichte soll vor allem eines: den Wert der Marke 1. FFC Frankfurt steigern. Turbine-Trainer Bernd Schröder verfolgt die zunehmende Kommerzialisierung mit Argwohn.
Wenn der 1. FFC Frankfurt am kommenden Sonntag, 20. September, mit einem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg in die neue Bundesligasaison startet, will man alles daran setzen, die verpatzte und erste titellose Saison seit 2004 vergessen zu machen. Mit neuen Spielerinnen und gezielten Verstärkungen sieht man sich bestens gerüstet, den Top 3 der Vorsaison den Kampf ansagen.
Mit wachsender Fassungslosigkeit habe ich in den vergangenen Tagen auf den verschiedenen Plattformen die Diskussionen verfolgt, die sich rund um die Entscheidung des FCR 2001 Duisburg entwickelt haben, seine komplette erste Mannschaft nicht beim für die Meisterschaft bedeutenden Bundesligaspiel gegen den FC Bayern München antreten zu lassen. Fassungslos, weil das unfaire, unsportliche und wettbewerbsverzerrende Verhalten des UEFA-Pokal-Siegers, das eine gesamte Meisterschaftsrunde ad absurdum geführt hat bzw. hätte, wäre das Spiel nicht den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen, von einem nicht geringen Teil der Öffentlichkeit als professionell, kaltschnäuzig und konsequent gefeiert wurde.
Das Tauziehen zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FFC Frankfurt um die frisch gebackene A-Nationalspielerin Kim Kulig hat offenbar mit einem vorläufigen Punktsieg für die Hanseaten geendet. Doch der Burgfrieden erscheint wacklig, der Weggang der talentierten Nachwuchsspielerin nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Wenn an diesem Wochenende die Frauenfußball-Bundesliga auf die Zielgerade biegt und entscheidende Weichen im Kampf um Meisterschaft und Champions-League-Plätze gestellt werden, muss sich Seriensieger 1. FFC Frankfurt nach einer verkorksten Saison auf die Zuschauerrolle beschränken. Doch nicht nur sportlich weht dem Verein derzeit ungewohnter Gegenwind entgegen.
Eigentlich sollte man meinen, der spannendste Titelkampf in der Geschichte der Frauenfußball-Bundesliga müsste im Vorfeld seiner Entscheidung für reichlich Diskussionsstoff sorgen. Doch in den Medien und den Frauenfußball-Foren herrscht derzeit eher gähnende Langeweile. Dabei treffen am Sonntag, 3. Mai, 11.00 Uhr, am Frankfurter Brentanobad zwei der Titelkandidaten, der 1. FFC Frankfurt und der FCR 2001 Duisburg, sogar im direkten Duell aufeinander. Mit einem Sieg könnten die beiden derzeit nur auf Platz vier und drei liegenden Teams weiter von der Teilnahme an der im kommenden Saison erstmals ausgetragenen Champions League träumen, bei Patzern der Konkurrenz aus München und Potsdam vielleicht sogar noch einmal um den Titel mitspielen.
Ein wenig hatte ich mich schon gewundert, dass der Super-Sonntag in der Frauenfußball-Bundesliga am kommenden Wochenende mit den Topspielen zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem FC Bayern München sowie dem Duell der Erzrivalen zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt bisher nur für geringe seismologische Ausschläge in den Medien gesorgt hat.
Doch nun hat Turbine-Trainer Bernd Schröder die verbale Keule herausgeholt und seine Dauerfehde mit Frankfurts Manager Siegfried Dietrich nachhaltig erneuert. „Er ist ein Beispiel für Leute, die die Gunst der Stunde nutzen und Geld mit dem Frauenfußball verdienen“, so Schröder, der erklärt: „Moralisch bin ich ihm Lichtjahre voraus.“ Vorwürfe, die Dietrich nicht auf sich sitzen lässt.
Im Vorjahr übertrug der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in seinem dritten Programm noch zwei Stunden live vom DFB-Hallenpokal in Bonn. Doch diesmal wird es von dem am Samstag, 24. Januar, erstmals in Magdeburg ausgetragenen Turnier keine Livebilder, sondern nur eine einstündige Zusammenfassung der Höhepunkte geben.
Die wachsende Kritik am Austragungsort des DFB-Pokalfinales der Frauen hat Früchte getragen. Ab 2010 werden die Frauen ihr Endspiel an einem anderen Ort bestreiten. Dies bestätigte Hannelore Ratzeburg, Vizepräsidentin des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Nach Ariane Hingst hat der 1. FFC Frankfurt nun die zweite spektakuläre Neuverpflichtung bekannt gegeben. Die deutsche Nationaltorhüterin Nadine Angerer wechselt zum 1. Januar 2009 vom schwedischen Erstligisten Djurgården an den Main und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011.
Als „hochkarätigen Neuzugang“ hat der 1. FFC Frankfurt die Verpflichtung von Ariane Hingst bekannt gegeben. Hingst, die zuletzt in Schweden zwei Jahre für Djurgården spielte, erhält einen erstaunlich langen Vertrag bis 30. Juni 2011.
Ab April 2009 soll ein neuer Anlauf unternommen werden, in den USA professionellen Frauenfußball auf einer wirtschaftlich tragfähigen Basis zu betreiben. Die Women’s Professional Soccer (WPS) hat seit langem etwas großspurig angekündigt, wie schon die 2003 Konkurs gegangene US-Profiliga WUSA, die besten Spielerinnen der Welt aufbieten zu wollen. Doch von diesem Vorhaben ist man derzeit noch weit entfernt.




