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Mit zweieinhalb Millionen Einwohnern ist Fortaleza ein bisschen kleiner als Berlin. Doch das ist den U17-Fußballschülerinnen aus der Potsdamer Eliteschule Friedrich Jahn schnurzpiepegal. 18 Mädels und ihre Betreuer sitzen heute im Flieger in die nordostbrasilianische Stadt, in der ab Montag um die Schul-WM gespielt wird.
Was vor kurzem noch ein böser Verdacht war, hat sich mittlerweile bestätigt. Beim Finale der Schul-Fußball-WM im türkischen Antalya zwischen den U17-Juniorinnen der Potsdamer „Eliteschule des Sports“ und der Mannschaft aus Chongqing (China) vor drei Wochen ging nicht alles mit rechten Dingen zu.
Wie golden schimmert das WM-Silber der Eliteschülerinnen Friedrich Ludwig Jahn bei der Schulfußball-WM in Antalya wirklich? Im Gruppenspiel hatten sie China bezwungen, im Finale waren sie noch unentschiedenem Spiel im Entscheidungsschießen unterlegen. Jetzt vermeldet die US-Nachrichtenagentur AP, immerhin eine Weltagentur, über ihren Pekinger Korrespondenten, dass laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua und der größten chinesischen Sportzeitung „Titan-Sports“ in der Türkei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Potsdams Lehrertrainer Jürgen Theuerkorn will nun am grünen Tisch um Gold kämpfen.
Am vergangenen Sonntag holte sich China im Finale gegen Deutschland den Titel bei der Schul-Weltmeisterschaft im türkischen Antalya. Doch nach einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hat die chinesische Auswahl unerlaubterweise Junioren-Nationalspielerinnen eingesetzt, die gar nicht der Schule angehören.
Puh, was war das spannend. Chinas Schulfußballerinnen lieferten bei der Schul-WM im türkische Antalya im Finale dem Potsdamer Eliteinternat Friedrich Ludwig Jahn einen hochdramatischen Kampf, der erst im Penalty-Schießen entschieden wurde.
Am Ostersamstag hat sich im Halbfinale die Vorhersage von Trainerlehrer Sven Theuerkorn bewahrheitet, dass das Spiel noch schwerer werden würde als gegen China. Durch einen knappen 1:0-Sieg gegen Finnland hat die deutsche Mannschaft bei der Schul-Weltmeisterschaft in Antalya aber dennoch das Finale erreicht. Dort geht es gegen einen alten Bekannten.
Trainerlehrer Jürgen Theuerkorns Fußballerinnen vom Internat am Luftschiffhafen sind nicht zu bremsen. Am Donnerstag haben sie auch Titelträger China mit 3:0 besiegt und damit die schwerste Hürde auf dem Weg ins Halbfinale abgeräumt. Felicitas Mayr, Jalila Dalaf und Jennifer Cramer trafen nach der Pause. Wenig Mühe hatte man dann mit Schweden.
Drittes Spiel, dritter Sieg für die Fußballerinnen von der Eliteschule Friedrich Ludwig Jahn aus Potsdam. Dieses Mal schlugen die Girls vom Luftschiffhafen gestern Vormittag die Türkei mit 7:1. Am Nachmittag ging es weiter mit der Partie gegen Italien. Viertes Spiel, vierter Sieg. Ein richtiges Fußballspiel konnte sich angesichts des Resultats nicht entwickeln.
Deutschland zeigte im ersten Spiel gegen Belgien keine Spur von Startschwierigkeiten. Nach 60 Minuten stand es bereits 7:0. So darf es gerne weiter gehen. Drei Tore erzielte Maria Mack. Caro Heinze, Felicitas Mayr und Sandra Starke sorgten für die vier weiteren Treffer. Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Schülerinnen vom Luftschiffhafen waren damit Tabellenführer nach dem ersten Spieltag vor China. Und gewannen auch gleich das zweite Spiel.
Das 17:1 (8:0), mit dem die Potsdamer Girls in der Landesklasse bei den C-Junioren von BSC Rathenow 94 als Generalprobe auf die Schul-WM in der Türkei richtigen Torhunger bewiesen und die armen Jungen in die Ecke stellten, ist Vergangenheit. Jetzt zählt’s in Antalya, nachdem der Tross, seit Sonntagvormittag unterwegs, gegen 23 Uhr abends schließlich doch noch müde, aber glücklich die Unterkunft erreicht hat.
Die Fußballmädchen der Potsdamer Eliteschule des Sports namens Friedrich Ludwig Jahn stehen vor der Erfüllung eines Traumes: Weltmeisterschaftsteilnahme. Vom 5. bis 13. April sind sie bei der Schul-WM im türkischen Antalya dabei. Das Ticket wurde als Bundessieger bei „Jugend trainiert für Olympia“ gelöst, der Countdown läuft.
