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Meister 1. FFC Frankfurt und Vizemeister FCR 2001 Duisburg weilen derzeit zu den UEFA-Pokal-Miniturnieren in Norwegen und der Ukraine. Deswegen müssen die beiden Top-Teams tatenlos zuschauen, wie der FC Bayern München am Sonntag erstmals in der Geschichte der Frauenfußball-Bundesliga die Tabellenführung übernehmen könnte.
Frauenfußball-Bundesligist Bayern München hat die Verpflichtung von Nationalspielerin Melanie Behringer bestätigt. Die ehemalige Freiburgerin erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010.
Die 32-fache Nationalspielerin freut sich: „Der FC Bayern hat eine gute Mannschaft, in die ich sehr gut reinpasse. Das sieht man schon am aktuellen dritten Tabellenplatz. Zusammen wollen wir vorne angreifen.”
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat dem Einspruch des SC Freiburg gegen die Spielwertung der Partie der Frauen-Bundesliga beim 1. FC Saarbrücken am 1. Mai 2008 (Endstand 1:1) im Einzelrichter-Verfahren stattgegeben. Die Spielwertung wird aufgehoben, die Partie mit 2:0-Toren für den SC Freiburg als gewonnen und mit 0:2-Toren für den 1. FC Saarbrücken als verloren gewertet.
Eine seltsame Entwicklung nimmt derzeit der Protest, den Frauenfußball-Bundesligist SC Freiburg gegen die Spielwertung des Spiels beim 1. FC Saarbrücken vom 1. Mai eingereicht hat (Womensoccer.de berichtete).
Denn nach Aussage von Freiburgs Abteilungsleiterin Birgit Bauer hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in einer schriftlichen Stellungnahme dem Protest der Freiburger stattgegeben und das Spiel mit 2:0 für den SC Freiburg gewertet.
Doch was der an sich schon brisanten Angelegenheit das i-Tüpfelchen aufsetzt: Beim 1. FC Saarbrücken fiel man, von Womensoccer.de mit der Entscheidung konfrontiert, aus allen Wolken. Dort weiß man nach Aussagen von Abteilungsleiter Heinz Haupenthal noch nichts von einem bereits ergangenen Urteil.
Sicherlich, entschieden ist die Meisterschaft in der Frauenfußball-Bundesliga noch nicht. Doch es gibt Niederlagen, die tun doppelt weh. Zu dieser Sorte gehörte am 16. Spieltag das überraschende 1:4 (1:2) des FCR 2001 Duisburg im Lokalderby gegen die SG Essen-Schönebeck.
Denn verloren hat man nicht nur drei wertvolle Punkte im Titelrennen, sondern vor allem das kleine psychologische Plus, das man sich hart erarbeitet hatte und mit dem man den 1. FFC Frankfurt in den kommenden Wochen gehörig unter Druck hätte setzen können.
Doch die geplante Demonstration der eigenen Stärke und Entschlossenheit ging vor 1.424 Zuschauern daneben, stattdessen schossen sich die Frankfurterinnen mit einem überzeugenden 6:2 (2:1)-Sieg beim SC Freiburg den angestauten Frust von der Seele und können nun wieder mit souveräner Gelassenheit auf die nächsten Partien blicken.
Frauenfußball-Bundesligist SC Freiburg hat am Freitag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) fristgerecht Protest gegen die Spielwertung des 1:1-Unentschiedens beim 1. FC Saarbrücken am 1. Mai eingelegt. Die Saarländerinnen hatten im Bundesliga-Nachholspiel am Donnerstag in der 56. Minute Julia Leykauf eingewechselt, die nach Auffassung Freiburgs nicht spielberechtigt war.
Die Managerin der Freiburger Frauenfußball-Mannschaft, Birgit Bauer, erklärte: “Natürlich wäre es mir lieber, wir hätten sportlich gewonnen und müssten den Weg jetzt nicht beschreiten. Aber es wäre in unserer Situation geradezu fahrlässig, das Einspruchsverfahren nicht zu führen. Dennoch bin ich mir sicher, dass Saarbrücken trotz des möglichen Punktverlusts nicht absteigen wird.”
Dass die Gegner des Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt „stets mehr als 100 Prozent“ (Birgit Prinz) geben, ist man gewohnt. Da bildete auch der FC Bayern München in der Nachholpartie vom 12. Spieltag vor 3.500 Zuschauern in Bayreuth keine Ausnahme.
Doch neu ist, dass dem Meister und Pokalsieger momentan die Mittel fehlen, um starke Gegner in Schach zu halten. Zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen gingen die Hessinnen überraschend als Verlierer vom Platz, ein Novum seit der Gründung des Vereins im Jahr 1999.
Nach der 0:1-Heimniederlage gegen den SC 07 Bad Neuenahr in der vergangenen Woche setzte es nun ein 2:3 gegen einen Gegner, den man im DFB-Pokalhalbfinale fünf Wochen zuvor beim 4:0-Sieg in München noch problemlos im Griff gehabt hatte.
Lange hat der SC Freiburg auf seinen ersten Saisonsieg in der Frauenfußball-Bundesliga warten müssen, doch am 14. Spieltag war es soweit. Und wohl nur wenige hätten vorher vermutet, dass gerade bei Bayern München der Knoten platzen würde. Und das auch noch nach einem schnellen Zwei-Tore-Rückstand, was Freiburgs Trainer Alexander Fischinger zum Spruch der Woche inspirierte.
Der FCR 2001 Duisburg präsentierte sich beim Kantersieg gegen den TSV Crailsheim in Torlaune und übernahm dank zweier mehr ausgetragener Partien gegenüber dem 1. FFC Frankfurt die Tabellenführung, der VfL Wolfsburg und Turbine Potsdam kamen ebenfalls zu klaren Heimsiegen. Und der 1. FC Saarbrücken fuhr dank Nadine Keßler im Duell der Aufsteiger am mit 31 Treffern bisher torreichsten Spieltag der Saison drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg ein.
Gleich mehrere interessante Erkenntnisse hielt der achte Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga parat. Turbine Potsdam landete zum zweiten Mal hintereinander einen 1:0-Auswärtssieg beim FCR 2001 Duisburg. Damit versetzte das Team von Trainer Bernd Schröder den Titelträumen der Duisburgerinnen bereits früh einen herben Dämpfer und brachte sich selbst wieder ins Meisterrennen zurück.
Der Hamburger SV entpuppt sich immer mehr als große Überraschung der bisherigen Saison. Das Team von Trainer Achim Feifel liegt auf dem unerwarteten vierten Tabellenplatz. Das mit viel Schwung in die Saison gestartete Bayern München musste bei der Heimniederlage gegen Wolfsburg erkennen, dass die Trauben derzeit noch ein wenig zu hoch hängen. Ein Aufatmen gab es hingegen bei der SG Essen-Schönebeck nach dem ersten Saisonsieg im achten Anlauf.
Nur knapp mit 1:2 verlor der SC Freiburg sein Achtelfinalspiel im DFB-Pokal bei Bayern München. Lange sah es sogar danach aus, als könnte man dem Favoriten ein Bein stellen, wie verwandelt präsentierte sich die Mannschaft im Vergleich zu den ersten Duellen mit den Münchnerinnen in dieser Saison.
Über weite Strecken konnten die Breisgauerinnen das Spiel offen gestalten, ehe den Bayern in den Schlussminuten noch der aufgrund der zweiten Halbzeit verdiente Siegtreffer gelang.
Freiburgs Trainer Thomas Schweizer verriet Womensoccer.de nach den 90 Minuten, warum er trotz der Niederlage viel Optimismus aus dem Spiel zieht.
Ende Juni in Leipzig war es, als beim ersten DFB-Fankongress dem Themenpunkt “Anti-Diskriminierung” ein eigenes Forum gewidmet wurde und dabei erstmalig auch Probleme wie Sexismus oder Homophobie im Fußball auf offizieller Ebene angesprochen werden konnten. Auch wenn es noch nicht jedem DFB-Vertreter leicht fiel, derartige Tabus über die Lippen zu bringen, so war doch ein erster, wichtiger Schritt gemacht. Das (Ver-)Schweigen war gebrochen.
Schon damals wurde vereinbart, den Lippenbekenntnissen möglichst bald Taten folgen zu lassen, was nun am letzten Freitag beim 1. Aktionsabend gegen Homophobie in Berlin gelang. Vertreter von Verbänden, Vereinen und verschiedenen Organisationen sowie Faninitiativen waren anwesend, um Erfahrungen auszutauschen und eine Erklärung gegen Diskriminierung zu unterzeichnen. Von den zwölf Frauenfußball-Bundesligisten hielt es jedoch nur ein Verein für nötig, sich den darin vereinbarten Zielen zu verschreiben.
In der noch jungen Bundesliga-Saison dreht sich das Trainer-Karussel zum ersten Mal. Der SC Freiburg und Trainer Dietmar Sehrig gehen mit sofortiger Wirkung getrennte Wege. Man habe sich im “beiderseitigen Einvernehmen” getrennt, heißt es in …
17 Tore, begeisterte Zuschauer, Überraschungen und der Meister in Nöten: Dieser Saisonstart hatte es in sich und machte Appetit auf mehr.
Der 1. FFC Frankfurt hatte in einer sehenswerten Partie Mühe, das starke Team von Bayern München in Schach zu halten. Der TSV Crailsheim landete mit dem Sieg über die „jungen Wilden“ aus Potsdam die erste Überraschung der Saison. Und auch die Aufsteiger sorgten für ein Ausrufezeichen. Mehr
Bei Meister und Pokalsieger 1. FFC Frankfurt herrschte zwei Tage vor dem Start in die neue Bundesligasaison eine Atmosphäre der Gelassenheit und Souveränität. Im 49. Stock des Commerzbank-Towers gab FFC-Manager Siegfried Dietrich bei der Pressekonferenz zum Saisonauftakt hoch fliegende Saisonziele aus.
Zum ersten Mal seit 2002 soll neben den nationalen Titeln endlich auch wieder einmal der UEFA-Pokal an den Main geholt werden. Doch in Duisburg ist man entschlossener denn je, die Pläne der Frankfurterinnen zu durchkreuzen. Mehr
