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In der Vorsaison verpasste der FC Bayern München nur um ein einziges Tor die Deutsche Meisterschaft. Doch der Wind hat sich gedreht. In der Liga hat man neun Punkte Rückstand auf die Spitze, in Champions League und DFB-Pokal kam das frühe Aus. Im Interview mit Womensoccer spricht Bayern-Trainer Günther Wörle über die Gründe der derzeitigen Krise, das bevorstehende Spiel in Duisburg und über die verkürzte Bundesligasaison 2011.
Zugegeben: Ich war nur mäßig überrascht, dass der FC Bayern München der Schießbude der Frauenfußball-Bundesliga heute Mittag acht Tore eingeschenkt und die Tabellenführung zurückerobert hat. Die in allen Belangen drückend überlegenen Münchenerinnen waren immerhin so gastfreundlich und gnädig, es in der Schlussviertelstunde nicht zweistellig zu machen und der ab nächste Saison in München spielenden Isabell Bachor in Form des Ehrentreffers ein vorgezogenes Willkommensgeschenk mit auf die Heimreise nach Bad Neuenahr zu geben. Doch was mich schon sehr beeindruckt hat, war die Leidenschaft, Spielfreude und der Spaß, mit denen der überforderte und bemitleidenswerte Gegner nach allen Regeln der Kunst mit gepflegtem Kurzpassspiel ausmanövriert wurde.
Frauenfußball-Bundesligist FC Bayern München hat zwei weitere wichtige Bausteine für das Team der Saison 2009/10 halten können. Nach einigen Vertragsverlängerungen jüngerer Spielerinnen gelang es nun auch, die beiden letzten auslaufenden Verträge zu verlängern. Mit den Unterschriften von Günther Wörle und Ulrike Schmetz bleiben damit auch die Spielführerin und der Trainer in der kommenden Saison erhalten. Somit wird keine der aktuellen Spielerinnen den Münchener Verein verlassen.
Lange Zeit schien der FC Bayern München in dieser Saison unantastbar. Doch im Jahr 2009 ist das Team ein wenig außer Tritt geraten. Vor dem heutigen Topspiel beim FCR 2001 Duisburg (19.00 Uhr) sprach Bayern-Trainer Günther Wörle mit Womensoccer über Verletzungspech, Terminstreitigkeiten und die Entwicklung im Frauenfußball.
„Ich dachte, dass wir heute erstmals ein Spiel verlieren“, gab Bayern Münchens Trainer Günther Wörle nach dem glücklichen 2:1 (0:1)-Sieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam am 12. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga unumwunden zu.
Highlights des Spiels …
In der Vergangenheit tat sich der FC Bayern München in den Südderbys gegen den TSV Crailsheim meist schwer (drei knappe Siege und eine Niederlage in den vergangenen vier Punktspielen). Doch vor dem elften Spieltag der aktuellen Saison (Sonntag ab 14.00 Uhr im Sportpark Aschheim) sind die Vorzeichen anders.
Denn dann empfängt ein nach acht Siegen in neun Spielen selbstbewusster Tabellenführer der Frauenfußball-Bundesliga den punktlosen Tabellenletzten, bei dem derzeit nur wenig Signale wahrzunehmen sind, die auf ein Aufbäumen gegen den drohenden Abstieg schließen lassen.
Der FC Bayern München, Tabellenführer der Frauenfußball-Bundesliga, wird im Viertelfinale des DFB-Pokals auf den Sieger der am 10. Dezember ausgetragenen Partie FCR 2001 Duisburg gegen Hamburger SV treffen. Dies ergab die Auslosung in der DFB-Zentralverwaltung in Frankfurt am heutigen Montag. Als Glücksfee agierte Katrin Kliehm, frühere Bundesligaspielerin beim 1. FFC Frankfur
Zehn Mal in Folge stand der 1. FFC Frankfurt im Finale des DFB-Pokals, doch in der Saison 2008/2009 wird daraus nichts. Denn Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern München warf den Triple-Sieger bereits in der 2. Runde aus dem Wettbewerb und entwickelt sich langsam zum Frankfurt-Schreck.
Denn die Bayern-Frauen bezwangen die Frankfurterinnen nach zwei Siegen in der Liga bereits zum dritten Mal in Folge. Der FFC, für den die Niederlage vor allem einen finanziellen Rückschlag bedeutet, tat sich schwer, den Sieg des Gegners anzuerkennen.
Sechs Spiele, sechs Siege – beim FC Bayern München schwebt man nach dem 3:0-Sieg gegen den USV Jena und der erstmaligen Tabellenführung in der Geschichte der Frauenfußball-Bundesliga auf Wolke sieben. Bayerns Erfolgstrainer Günther Wörle analysiert im Interview mit Womensoccer.de die Gründe des momentanen Erfolgs, schwärmt von Nachwuchstalent Ivana Rudelic und blickt voraus auf das Pokalduell mit dem 1. FFC Frankfurt sowie den weiteren Saisonverlauf.
Meister 1. FFC Frankfurt und Vizemeister FCR 2001 Duisburg weilen derzeit zu den UEFA-Pokal-Miniturnieren in Norwegen und der Ukraine. Deswegen müssen die beiden Top-Teams tatenlos zuschauen, wie der FC Bayern München am Sonntag erstmals in der Geschichte der Frauenfußball-Bundesliga die Tabellenführung übernehmen könnte.
Bereits am vierten Spieltag kommt es in Aschheim zum ersten Gipfeltreffen der Frauenfußball-Bundesliga. Und wenngleich sich die Saison noch in ihrem Anfangsstadium befindet, stehen am Sonntag beim Duell zwischen dem Tabellendritten FC Bayern München und Tabellenführer 1. FFC Frankfurt mehr als nur drei Punkte auf dem Spiel.
Denn das Gastspiel des Triple-Siegers beim Emporkömmling und Geheimfavoriten der neuen Bundesligasaison dürfte einen ersten Fingerzeig dafür liefern, ob die Bayern wirklich schon das Zeug dazu haben, ein ernst zu nehmender Titelkandidat zu sein. Die Voraussetzungen für ein Duell auf Augenhöhe sind jedenfalls gegeben. Doch beim DFB sieht man dies offenbar anders, denn DFB-TV ist unverständlicherweise nicht vor Ort.
Meister 1. FFC Frankfurt ist nach dem ersten Spieltag gleich wieder Tabellenführer und auch Vizemeister FCR 2001 Duisburg startete mit dem erwarteten Pflichtsieg. Doch für das fulminanteste Ausrufezeichen zum Saisonauftakt sorgte der FC Bayern München.
Beim 3:0-Auswärtssieg gegen Turbine Potsdam brachte man dem Gegner nicht nur die höchste Heimniederlage seit Dezember 2006 bei, die Art und Weise des Siegs deutete an, dass die Momentaufnahme das Zeug hat, eine der spannendsten Geschichten der Saison zu schreiben.
Es ist noch gar nicht so lange her, da fristete die Frauenfußball-Abteilung des FC Bayern München ein eher beschauliches Dasein im Schatten der Profifußballer.
Unabhängig von der Platzierung gab es ein festes Budget, Titel erwartete von den Bayern-Damen niemand. Doch die Zeiten haben sich geändert.
Mit der WM 2011 im eigenen Land vor Augen, der zunehmenden Professionalisierung und dem Einstieg neuer namhafter Vereine in den Frauenfußball ist der Ehrgeiz im Süden der Republik vor der am Samstag beginnenden neuen Bundesliga-Saison größer denn je.
Seitdem der Fußball-Weltverband (FIFA) am 30. Oktober des vergangenen Jahres Deutschland den Zuschlag zur Ausrichtung der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 erteilte, hat im deutschen Frauenfußball eine neue Zeitrechnung begonnen. Von der wachsenden Beliebtheit des Frauenfußballs will bis 2011 jeder profitieren und ein Stück vom Kuchen abbekommen.
Fieberhaft bemühen sich potenzielle WM-Städte, Vereine, Spielerinnen und Trainer mehr oder weniger systematisch darum, sich für die Herausforderungen der nächsten Jahre zu wappnen. Während die Bewerber als WM-Spielort hinter den Kulissen seit Monaten Lobbyarbeit betreiben, um vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) den Zuschlag als einer der heiß begehrten Spielorte zu erhalten, hat darüber hinaus bei einigen Vereinen der ersten und zweiten Frauenfußball-Bundesliga sowie Spielerinnen und Trainern ein Umdenkprozess eingesetzt.
Und so bot die Winterpause einen ersten Vorgeschmack darauf, was in den kommenden Jahren noch zu erwarten ist: Die Professionalisierung des Frauenfußballs wird nicht geräuschlos vonstatten gehen.




