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Frauenfußball ist „in“, wie die Nachfrage nach Eintrittskarten für die beiden DFB-Pokal-Halbfinalspiele TuS Köln rrh. gegen 1. FC Saarbrücken (Ostersonntag, 23. März, 14.00 Uhr) und Bayern München gegen 1. FFC Frankfurt (Ostermontag, 24. März, live ab 13 Uhr in BR und HR) eindrucksvoll belegt.
Dazu im heutigen Splitter: Das Land Brandenburg würdigt Turbine-Trainer Bernd Schröder, eine erneute Spielverlegung in der Bundesliga und ein überraschender Sieg Schottlands.
„So langsam frage ich mich aber wirklich, was eine Bianca Rech verbrochen hat!“, schrieb kürzlich ein User mit dem Kürzel „A40“ in einem großen Frauenfußball-Forum über die Nichtberücksichtigung der 20-fachen Nationalspielerin für den Algarve Cup.
War schon der Verzicht auf die Bayern-Spielerin für die Frauenfußball-WM in China nur schwerlich nachzuvollziehen, wurde sie nun auch bei der Benennung des Kaders für das Turnier in Portugal einmal mehr „vergessen“. Abgeschoben auf die Abrufliste, die seit der Berufung von Rechs dort nicht gelisteter Teamkollegin Nicole Banecki zur Bedeutungslosigkeit degradiert wurde.
„Das Thema Nichtnominierung ist für mich abgehakt“, erklärt die 27-Jährige mit dem großen Kämpferherz mit Nachdruck gegenüber Womensoccer.de, bevor sie in einem Münchner Cafe behutsam einen Schluck heiße Schokolade zu sich nimmt.
Nach den bereits bekannt gegebenen Vertragsverlängerungen von Birgit Prinz und Silke Rottenberg kann der 1. FFC Frankfurt einen weiteren Erfolg in der sportlichen Planung für die kommende Saison vermelden. Dazu unter anderem im Splitter: Die Tickets für das DFB-Pokalhalbfinalspiel zwischen Bayern München und dem 1. FFC Frankfurt sind heiß begehrt, Silvia Neid stellt ihre Lieblings-Websites vor und der Zweitligist USV Jena präsentiert sich der Öffentlichkeit.
Seitdem der Fußball-Weltverband (FIFA) am 30. Oktober des vergangenen Jahres Deutschland den Zuschlag zur Ausrichtung der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 erteilte, hat im deutschen Frauenfußball eine neue Zeitrechnung begonnen. Von der wachsenden Beliebtheit des Frauenfußballs will bis 2011 jeder profitieren und ein Stück vom Kuchen abbekommen.
Fieberhaft bemühen sich potenzielle WM-Städte, Vereine, Spielerinnen und Trainer mehr oder weniger systematisch darum, sich für die Herausforderungen der nächsten Jahre zu wappnen. Während die Bewerber als WM-Spielort hinter den Kulissen seit Monaten Lobbyarbeit betreiben, um vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) den Zuschlag als einer der heiß begehrten Spielorte zu erhalten, hat darüber hinaus bei einigen Vereinen der ersten und zweiten Frauenfußball-Bundesliga sowie Spielerinnen und Trainern ein Umdenkprozess eingesetzt.
Und so bot die Winterpause einen ersten Vorgeschmack darauf, was in den kommenden Jahren noch zu erwarten ist: Die Professionalisierung des Frauenfußballs wird nicht geräuschlos vonstatten gehen.
Die Nachricht traf Günther Wörle unerwartet. „Eine sinnvolle Zusammenarbeit war aus unserer Sicht unter den gegebenen Umständen nicht mehr möglich“, begründete der TSV Crailsheim in einer Pressemitteilung am Dienstagabend den überraschenden sofortigen Rauswurf seines Erfolgstrainers.
Nur wenige Stunden zuvor war der 58-Jährige in München auf einer Pressekonferenz im dritten Stock des Bayerischen Fußballverbands (BFV) als neuer Trainer Bayern Münchens ab der Saison 2008/2009 präsentiert worden, da Bayern-Trainerin Sissy Raith ab 1. Juli als Verbandstrainerin zum BFV wechselt.
Gleich mehrere interessante Erkenntnisse hielt der achte Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga parat. Turbine Potsdam landete zum zweiten Mal hintereinander einen 1:0-Auswärtssieg beim FCR 2001 Duisburg. Damit versetzte das Team von Trainer Bernd Schröder den Titelträumen der Duisburgerinnen bereits früh einen herben Dämpfer und brachte sich selbst wieder ins Meisterrennen zurück.
Der Hamburger SV entpuppt sich immer mehr als große Überraschung der bisherigen Saison. Das Team von Trainer Achim Feifel liegt auf dem unerwarteten vierten Tabellenplatz. Das mit viel Schwung in die Saison gestartete Bayern München musste bei der Heimniederlage gegen Wolfsburg erkennen, dass die Trauben derzeit noch ein wenig zu hoch hängen. Ein Aufatmen gab es hingegen bei der SG Essen-Schönebeck nach dem ersten Saisonsieg im achten Anlauf.
Ein ganzer Bundesliga-Spieltag wird verschoben, die SG Essen-Schönebeck rüstet für die Zukunft und testet eine finnische Torjägerin und Australien pumpt Millionen in den Frauenfußball sind nur einige der interessanten Themen in unserem heutigen Splitter.
Viel war in den vergangenen Tagen seit dem Titelgewinn der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft in China davon die Rede, die Frauenfußball-Bundesliga müsse in Zukunft professioneller werden. „Die Bundesliga muss auch endlich was tun“, sagte etwa Turbine Potsdams Torhüterin Nadine Angerer kürzlich im Interview. „Die Zeit für den Frauenfußball ist so günstig wie nie“, erklärt ihr Trainer Bernd Schröder.
Und doch muss man sich dieser Tage verwundert die Augen reiben. Gleich mehrere Bundesligavereine leisten sich den Luxus, Schlüsselspielerinnen für die Militärweltmeisterschaft in Indien abzustellen. Gründe mögen beide Vereine anführen können, doch die Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt ist dennoch mehr als fragwürdig, setzt sie doch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ein Signal in die falsche Richtung. Denn genau jetzt geht es darum, für Nachhaltigkeit zu sorgen und die Gunst die Stunde zu nutzen, auf den Fußballplätzen die besten deutschen Spielerinnen aufzubieten.
Nur noch zwei Tage, dann steigt im Hongkou-Stadion von Shanghai das Endspiel um die fünfte Frauenfußball-Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und Brasilien. Daumen drücken ist für das deutsche Team angesagt, das das erste in der Geschichte der Frauenfußball-WM wäre, dem die Titelverteidigung gelingt.
Um die DFB-Elf anzufeuern haben sich der FCR 2001 Duisburg und Bayern München etwas ganz Besonderes ausgedacht: Beide laden ihre Fans zum Public Viewing ein.
Im Schatten der fünften Frauenfußball-Weltmeisterschaft in China wurde an den letzten drei Wochenenenden das WM-Überbrückungsturnier der Erstligisten ausgetragen. Gestern ging es zu Ende und fand im FCR 2001 Duisburg seinen Sieger. Die Rumelnerinnen konnten sich ebenso wie der 1. FFC Frankfurt und der FC Bayern München über die Maximalausbeute von neun Punkten aus drei Spielen freuen und belegen aufgrund des besseren Torverhältnisses Platz eins.
Vor allem dem hohen 10:1-Sieg gegen die SG Wattenscheid 09 haben die Spielerinnen von Trainer Thomas Obliers ihr gutes Torverhältnis zu verdanken. In den darauf folgenden Spielen gegen die SG Essen-Schönebeck (3:1) und den SC 07 Bad Neuenahr, in das beide Seiten erheblich ersatzgeschwächt gingen, bestätigten die Löwinnen ihre guten Leistungen. Die für die WM nicht berücksichtigte Stürmerin Inka Grings schoss sich dabei den Frust von der Seele und war mit acht Treffern die erfolgreichste Duisburger Torjägerin.Mehr
Vor dem Spiel war die Welt für U-19-Europameisterin Julia Simic noch in Ordnung. Da gab es für sie und ihre Teamkolleginnen Katharina Baunach und Nicole Banecki vom Präsidenten des Bayerischen Fußballverbands, Dr. Rainer Koch, einen hübschen Blumenstrauß als Dankeschön für den gewonnen EM-Titel.
Doch nach dem Spiel war Simic untröstlich, die Tränen flossen. In der 90. Minute hatte sie mit einem verschossenen Elfmeter die Riesenchance vergeben, ihr Team zum Sieg gegen den Hamburger SV zu schießen. Und Bayern-Trainerin Sissy Raith war noch Minuten nach dem Spiel verstimmt.
2:5 verloren, doch viele Sympathien gewonnen: Trotz der Niederlage bei Meister 1. FFC Frankfurt dürfen sich Bayern München und Trainerin Sissy Raith zu den moralischen Gewinnern des ersten Spieltags zählen. Denn wer vorher gedacht hatte, die Bayern würden vom scheinbar übermächtigen Gegner überrollt werden, sah sich getäuscht.
Ganz im Gegenteil: Mit einem gepflegten Spielaufbau gepaart mit einer mutigen, erfrischenden Spielweise brachte man den Branchenprimus phasenweise gehörig ins Schwitzen und die Zuschauer zum Staunen. Vor allem die jungen Bayern-Spielerinnen wussten zu gefallen.
Im Interview mit Womensoccer.de spricht die bayerische Erfolgstrainerin über die Leistung in Frankfurt, die Ziele für die Saison, junge Talente und die ganz spezielle Bayern-Philosophie.
17 Tore, begeisterte Zuschauer, Überraschungen und der Meister in Nöten: Dieser Saisonstart hatte es in sich und machte Appetit auf mehr.
Der 1. FFC Frankfurt hatte in einer sehenswerten Partie Mühe, das starke Team von Bayern München in Schach zu halten. Der TSV Crailsheim landete mit dem Sieg über die „jungen Wilden“ aus Potsdam die erste Überraschung der Saison. Und auch die Aufsteiger sorgten für ein Ausrufezeichen. Mehr
Bei Meister und Pokalsieger 1. FFC Frankfurt herrschte zwei Tage vor dem Start in die neue Bundesligasaison eine Atmosphäre der Gelassenheit und Souveränität. Im 49. Stock des Commerzbank-Towers gab FFC-Manager Siegfried Dietrich bei der Pressekonferenz zum Saisonauftakt hoch fliegende Saisonziele aus.
Zum ersten Mal seit 2002 soll neben den nationalen Titeln endlich auch wieder einmal der UEFA-Pokal an den Main geholt werden. Doch in Duisburg ist man entschlossener denn je, die Pläne der Frankfurterinnen zu durchkreuzen. Mehr
