Beiträge mit folgendem Tag: Conny Pohlers
Im Mittelpunkt der Tops und Flops stehen in dieser Woche treffsichere Torschützinnen und hoffnungsvolle Talente, aber auch ein explodierender Trainer, ein überforderter Zweitligist und eine unwürdige Rutschpartie.
Am ersten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga gaben sich Meister 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt keine Blöße und fuhren klare Siege ein. Auch Wolfsburg und Duisburg gewannen, und die Torschützenkönigin der vergangenen Saison traf bereits wieder ins Schwarze.
Aller guten Dinge sind drei: Nach Nadine Keßler und Laura Vetterlein hat der VfL Wolfsburg nun Bundesliga-Torschützenkönigin Conny Pohlers von DFB-Pokalsieger 1. FFC Frankfurt verpflichtet.
In unserer heutigen Ausgabe der Reihe Tops und Flops geht es unter anderem um Jubiläen, spannend gewordene Abstiegskämpfe und TV-Übertragungen – aber auf der anderen Seite auch um Negativserien, hohe Niederlagen sowie den neuerlichen Rückzug einer Frauen-Mannschaft.
Der 1. FFC Turbine Potsdam hat mit einem knappen Sieg gegen den FCR 2001 Duisburg am 18. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga seine Ambitionen auf den Gewinn der dritten deutschen Meisterschaft in Folge untermauert. Doch der 1. FFC Frankfurt sitzt Turbine weiter im Nacken.
Mit einem eindrucksvollen Auswärtssieg hat der 1. FFC Frankfurt am 9. Bundesliga-Spieltag ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt, auch der SC 07 Bad Neuenahr war in Torlaune. Nadine Keßler schoss Meister 1. FFC Turbine Potsdam bei ihrem Ex-Verein zum Sieg, der FCR 2001 Duisburg und der FC Bayern München verloren überraschend.
Wenige Tage vor dem Beginn der Rückrunde in der Bundesliga ist der Druck beim 1. FFC Frankfurt groß. Der frühere Ligaprimus liegt auf dem dritten Platz in der Tabelle, hat acht Punkte Rückstand auf das Führungsduo – es droht eine Saison zu werden, bei der abermals die Qualifikation zur Champions League nicht gelingt. Und diese außergewöhnliche Situation bringt den FFC sogar dazu, sich mit Erzrivale Potsdam zu vergleichen: Mit dem habe vor einem Jahr nach der Hinrunde auch keiner mehr gerechnet – am Ende waren die „Torbienen“ Meister. „Wir wollen auf einen der ersten beiden Tabellenplätze“, gibt sich Manager Siegfried Dietrich kämpferisch.
Beim 1. FFC Frankfurt läuft die Woche der Vertragsverlängerungen. Nachdem bereits Saskia Bartusiak, Sandra Smisek sowie Svenja Huth für weitere Jahre in Frankfurt unterschrieben hatten, hat sich der dreifache UEFA-Cup-Sieger nun auch die Dienste von Conny Pohlers über die laufende Saison hinaus gesichert.
Die vergangene Woche bot wieder reichlich Positives und Negatives. Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen stehen diesmal ein glanzvolles Comeback, und eine großartige Zuschauerkulisse, aber auch geplatzte Träume, harte Kritik und ein spannungsraubender Pokal-Modus.
Der 1. FFC Frankfurt möchte in der Saison 2009/10 nach einem verkorksten Jahr wieder ganz vorne mitmischen, doch noch immer reißt die Serie der Verletzungen nicht ab.
„Schluss mit dem Vorspiel“, betitelte die Berliner taz bereits im Jahr 2007 ihr Plädoyer für ein eigenes DFB-Pokalfinale der Frauen abseits von Berlin. Im Hinblick auf die Frauenfußball-WM 2011 hat man sich beim Deutschen Fußballbund (DFB) nun dazu entschieden, ab 2010 den Frauen ihr eigenes Endspiel zu gönnen, um eine eigene Tradition aufzubauen und das Profil der Sportart zu schärfen. Wichtiger Schritt in die richtige Richtung, sagen die einen, eine verfrühte Abkoppelung, sagen die anderen. Wer hat Recht?
Auch der Monat April hatte 2008 in puncto Frauenfußball eine Menge zu bieten. Einer der Höhepunkte war das DFB-Pokalfinale in Berlin inklusive einer wachsenden Diskussion über den Finalstandort. Der DFB gab bekannt, den Hallenpokal zukünftig in Magdeburg austragen zu wollen, und wir lernten die Geschichte von Doreen „Dodo“ Nabwire kennen.
Noch vor zwei Monaten hätte bei den Verantwortlichen des 1. FFC Frankfurt ein erst in letzter Minute gegen den Abstiegskandidaten Nummer Eins sicher gestellter 2:0-Heimsieg eher für missmutige Laune gesorgt. Doch nach dem Dreier gegen den TSV Crailsheim am gestrigen Sonntag fiel FFC-Manager Siegfried Dietrich und Trainer Günter Wegmann ein erster Stein vom Herzen.
Denn wenngleich der holprige Pflichtsieg gegen das punktlose Schlusslicht nicht gerade zur glanzvollen Sorte gehörte, war man heilfroh, keine wichtigen Punkte im Kampf um die deutsche Meisterschaft liegen gelassen zu haben. Denn Wegmann musste nach den beiden klaren und enttäuschenden Niederlagen gegen den FCR 2001 Duisburg im UEFA-Pokal einräumen: „Das ist momentan das Leistungsniveau, das wir abrufen können.“
Über eines sind sich die Experten vor der am Samstag mit dem Spiel SC 07 Bad Neuenahr gegen den 1. FFC Frankfurt beginnenden neuen Saison in der Frauenfußball-Bundesliga einig: Der Kreis der potenziellen Spitzenteams neben Triple-Sieger 1. FFC Frankfurt wird größer.
Doch worüber man öffentlich weniger gerne redet: Das Gefälle in der Liga wächst ebenfalls, das finanzielle Ungleichgewicht steigt, die Topklubs beginnen, sich gegen die aufkommenden Konkurrenz der Zukunft zu positioniere und die Top-Spielerinnen bündeln sich in immer weniger Vereinen. Ergebnis: Die kleineren Vereine geraten zunehmend ins Abseits.




