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Die deutsche Mannschaft ist bei der Frauenfußball-WM schon lange ausgeschieden, doch das Finale zwischen Japan und den USA bescherte der ARD noch einmal eine phänomenale Einschaltquote.
Die Weltmeisterschaft im Sommer wird für den Frauenfußball neue Maßstäbe setzen. Damit man dies auch vor den TV-Geräten sieht, soll die Fernsehproduktion und –verteilung beispiellos sein. Darüber hinaus setzt Eurosport auch nach der WM auf den Frauenfußball, der Spartensender unterschrieb längerfristige Verträge mit der FIFA.
Die Frauenfußball-Fans dürfen sich auf umfangreichen TV-Übertragungen von der Frauenfußball-Europameisterschaft in Finnland vom 23. August bis 10. September freuen. Während sich die öffentlich-rechtlichen Sender auf die Spiele der DFB-Elf beschränken, liefert Eurosport das volle Programm frei Haus.
Die Frauenfußball-Fans in Deutschland dürfen sich freuen: Sowohl das Hinspiel im UEFA-Pokal-Halbfinale zwischen Olympique Lyon und dem FCR 2001 Duisburg am 28. März wie auch das Rückspiel in Deutschland am 5. April sind live im Fernsehen zu sehen.
Im Vorjahr übertrug der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in seinem dritten Programm noch zwei Stunden live vom DFB-Hallenpokal in Bonn. Doch diesmal wird es von dem am Samstag, 24. Januar, erstmals in Magdeburg ausgetragenen Turnier keine Livebilder, sondern nur eine einstündige Zusammenfassung der Höhepunkte geben.
Am morgigen Donnerstag, 27. November, steht das ARD-Morgenmagazin ganz im Zeichen der Frauenfußball-Mannschaft des Hamburger SV. Die ARD berichtet zu früher Morgenstunde um 6.40 Uhr, 7.40 Uhr und 8.40 Uhr live aus der HSH-Nordbank-Arena. Mit dabei sind Trainer Achim Feifel und zahlreiche Spielerinnen.
Anja Mittag, Stürmerin von Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam, schwimmt derzeit auf einer Welle des Erfolgs. Brachte sie es in der vergangenen Saison gerade einmal auf neun Tore in 20 Ligaspielen, hat sie dieselbe Trefferquote diesmal bereits nach dem neunten Spieltag vorzuweisen. Und einer dieser Treffer hat es jetzt sogar in die Auswahl zum „Tor des Monats“ geschafft.
„Das ist ein Witz, oder?“, so die erste Reaktion von Turbine Potsdams Stürmerin Anja Mittag, nachdem sie von ihrer Nominierung zum Tor des Monats April erfahren hatte.
Beim 3:0-Sieg gegen die SG Essen-Schönebeck hatte sie am 6. April mit einem artistischen Drehschuss zum 2:0 in der 88. Minute maßgeschneidert ins linke Eck getroffen. Doch schönes Tor hin oder her – die Konkurrenz um die Trophäe der ARD-Sportschau ist hochkarätig.
„Kabarett darf unverschämt sein, Kabarett darf ungerecht sein, Kabarett darf übertreiben“, sagte der altehrwürdige Kabarettist Werner Schneyder anlässlich seines 70. Geburtstags. Und wie sieht es mit der weniger politischen Comedy aus?
Darf sie derart unverhohlen den Frauenfußball und seine Akteurinnen verunglimpfen, wie das Matthias Knop und Oliver Pocher in der ARD-Sendung „Schmidt & Pocher“ am 24. April 2008 im Rahmen der Parodie „Die Bayern-WG“ taten?
Verkleidet als Oliver Kahn und Franz Beckenbauer diffamierten sie nicht nur den Frauenfußball, sondern werteten auch die sexuelle Ausrichtung der Spielerinnen ab. Der verantwortliche Sender, die öffentlich-rechtliche ARD, findet das in Ordnung.
Unser heutiger Splitter befasst sich mit Sönke Wortmanns Dokumentation “Die besten Frauen der Welt”, mit St. Paulis Wunsch, Spielort bei der Frauenfußball-WM zu werden, Martas Teilnahme am “Spiel gegen die Armut” mit den weltbesten Fußballern, Kelly Smith’ Wunsch, ihre Autobiographie zu schreiben und wir werfen einen Blick auf den frisch erschienenen Mädchenfußball-Roman “Imke und die gestohlenen Trikots”.
Am 30. Oktober erhielt Deutschland den Zuschlag für die WM 2011. Was das Ende der Bewerbungsphase markierte, bedeutete gleichzeitig den Startschuss für konkrete Planungen. Die ersten Schritte waren klar – ein Aushängeschild des Frauenfußballs musste gefunden werden, das das Organisationskomitee an der Spitze repräsentieren kann.
Es brauchte kein Übermaß an Phantasie, um diesem Kandidatenkreis auch die Frankfurterin Steffi Jones zuzurechnen. Aufgewachsen im Frankfurter Problemviertel Bonames, steht sie stellvertretend für die Integrationskraft des Sports. Ihren Lebensweg hat sie erst kürzlich in ihrer Biografie eindrucksvoll beschrieben.
Der zweite WM-Gewinn der deutschen Nationalmannschaft in Folge hat offenbar das Interesse der Deutschen an einer regelmäßigen Berichterstattung über den Frauenfußball im Fernsehen wachsen lassen.
Nach einer vom „Spiegel“ in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage unter 1000 Befragten des Münchner Instituts TNS Forschung votierten 71 Prozent dafür, „dass zukünftig mehr Frauenfußball, zum Beispiel Bundesligaspiele, im deutschen Fernsehen gezeigt wird.“
Nur neun Prozent sprechen sich gegen eine Ausdehnung der Übertragungen aus, 20 Prozent antworteten, sie interessieren sich nicht für die Sportart. 76 Prozent der Männer wollen mehr Frauenfußball im Fernsehen sehen gegenüber 67 Prozent bei den Frauen.
Sicherlich sind die ermittelten Werte der in der Woche nach dem WM-Sieg durchgeführten Umfrage angesichts der rund um den Titel entstandenen Euphorie zu relativieren. Dennoch scheint sich der Trend zu verfestigen, dass dem Frauenfußball eine erhöhte Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird.
http://www.womensoccer.de/2007/10/09/frauenfussball-auf-leisen-sohlen-aus-der-nische/
Wir schreiben die erste Woche nach dem WM-Titelgewinn von Shanghai, der erste Bundesliga-Spieltag im Land des Doppelweltmeisters steht morgen an. Dürfen sich heute wieder Schalke, Stuttgart oder Hertha über Zuschauerzahlen im hohen fünfstelligen Bereich freuen, während die Frauen-Bundesligisten morgen darauf hoffen, die Tausender-Marke zu überschreiten?
Sie dürfte morgen einfacher zu knacken sein, weil die erste Euphorie einige neue neugierige Zuschauer in die Stadien spülen wird. Das war 2003 nach dem ersten Titel auch so. Danach ebbte vieles wieder ab, einige aber blieben hängen. Der erste Schritt war gemacht.
Wie sieht es diesmal aus? Sind die Weltmeisterinnen eine Woche lang in den Medien präsent, berichten ARD und ZDF von der Bundesliga und eine Woche später ist alles vorbei? Diese Frage bewegt wohl alle Frauenfußball-Fans. Meine These: Es wird ähnlich laufen wie 2003. Ein nächster kleiner Schritt, kein Quantensprung. Für mehr braucht es den Zuschlag für die WM 2011. Mehr
Nein, ich will nicht nur meckern. Es ist gut und es freut mich, dass gestern Abend ARD und ZDF den Empfang der Weltmeistermannschaft live übertragen haben. Parallel. Sowas kennt man eigentlich nur von Papstbesuchen oder königlichen Hochzeiten.
Man darf sich darauf durchaus etwas einbilden, denn es ist ein Indiz dafür, dass Frauenfußball eine so große Masse begeistern kann, dass sich die Sender diese gute Quote einfach nicht entgehen lassen wollen. Das kann man getrost als einen Erfolg bezeichnen, es ist die verdiente Belohnung für harte und erfolgreiche Arbeit. Und für das dauernde Ankämpfen gegen Vorurteile.Mehr




