Offiziell: Martina Voss-Tecklenburg wird Bundestrainerin

Von am 26. April 2018 – 11.13 Uhr 26 Kommentare

Wie bereits letzte Woche berichtet, jetzt auch offiziell: Martina Voss-Tecklenburg wird neue Trainerin der deutschen Frauenfußball-Nationalelf. Die 50-Jährige erhält einen Vertrag bis einschließlich zur EURO 2021.

Martina Voss-Tecklenburg in Aktion bei der EURO 2017

Martina Voss-Tecklenburg wird ab September neue Bundestrainerin © Brendan Moran / Sportsfile

Voss-Tecklenburg ist derzeit noch Trainerin der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft, ihre neue Funktion wird sie nach Ende der Qualifikation für die Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich antreten. Bis dahin bleibt Horst Hrubesch Interimstrainer der DFB-Frauen.

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Britta Carlson wird Assistentin

Assistentin von Voss-Tecklenburg wird die 31-malige Nationalspielerin und Europameisterin Britta Carlson, die seit 2012 erfolgreich im Trainerstab des Champions-League-Siegers, Deutschen Meisters und DFB-Pokalsiegers VfL Wolfsburg arbeitet. Carlson wird bereits zum Länderspiel der DFB-Auswahl gegen Kanada am 10. Juni das Team um Horst Hrubesch ergänzen.

Mit der Schweiz erstmals bei der WM

Als Spielerin absolvierte Voss-Tecklenburg 125 Länderspiele für die DFB-Auswahl und gewann dabei viermal die Europameisterschaft. Ihre Karriere als Trainerin begann sie 2008 beim FCR 2001 Duisburg, mit dem sie zweimal DFB-Pokalsieger wurde und den UEFA-Cup gewann. Nach einer Zwischenstation beim FF USV Jena übernahm sie 2012 die Frauen-Nationalmannschaft der Schweiz. Sie führte das Team drei Jahre später erstmals zu einer WM.

„Spannende Aufgabe“

Voss-Tecklenburg sagt: “Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und die spannende Aufgabe. Gerade die Umstrukturierung des DFB und die Verzahnung mit dem Männerfußball bieten riesige Chancen, um Synergien zu nutzen und innovative Wege zu gehen. Es ist eine große Ehre, aber auch Verantwortung und gleichzeitig Verpflichtung, das Amt der Cheftrainerin beim zweimaligen Welt- und achtmaligen Europameister zu übernehmen. Ich freue mich zudem, dass ich mit Britta Carlson eine erfahrene Kollegin in meinem Team habe, unsere Gedanken und Ideen werden sich gut ergänzen. Nach sechs Jahren als Trainerin für den Schweizerischen Fußballverband, mit dem ich viele sehr schöne Momente erleben durfte, hat mir der DFB den Weg geebnet für den nächsten Schritt. Meine Konzentration gilt aktuell noch der Schweizer Nationalmannschaft und unseren Zielen. Danach werde ich mit Elan und Leidenschaft meine neue Aufgabe angehen.”

Grindel: „Sie ist die Richtige“

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: “Martina Voss-Tecklenburg ist eine erfahrene und hoch angesehene Trainerin. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie mit ihrer Expertise und Persönlichkeit die Richtige ist, um unsere Frauen-Nationalmannschaft gemeinsam mit Britta Carlson weiterzuentwickeln und erfolgreich zu führen. Es war mir wichtig, den Schweizerischen Fußballverband offen in unsere Überlegungen einzubeziehen, dazu habe ich auch persönlich mit SFV-Präsident Peter Gilliéron gesprochen und von ihm eine sehr positive Reaktion auf diesen transparenten und fairen Umgang miteinander bekommen. Mein Dank geht auch an dieser Stelle noch mal an Horst Hrubesch, der sich sofort bereit erklärt hat, unser Team bis zum Ende der WM-Qualifikation zu betreuen.”

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    @ Fan2:
    „Ich vermute tatsächlich, dass Carlson nicht von MVT ausgesucht wurde, sondern vom DFB.“

    Ich tendiere ehrlich gesagt auch zu dieser Annahme. Dafür spricht auch die eher ‚reservierte‘ Reaktion von Voss-Tecklenburg: „…unsere Gedanken und Ideen werden sich gut ergänzen.“ Klingt ein bisschen wie: „wir kennen uns zwar nicht, aber werden uns aneinander gewöhnen“. Aber vielleicht interpretiere ich da auch zuviel hinein…

    Und das muss auch nicht unbedingt verkehrt sein, gerade nach den Erfahrungen mit Steffi Jones. Die durfte sich ihr Trainerteam mit den Assistenten M.Högner und V.Hagedorn selbst zusammenstellen, aber diese ‚Troika‘ war keine Erfolgsgeschichte: das eine ‚Pferd‘ sprang schon nach kurzer Zeit aus dem ‚Geschirr‘, und die beiden anderen zogen in unterschiedliche Richtungen, so dass der ‚Schlitten‘ nicht recht vorankam!

    Wollen wir hoffen, dass das Gespann MVT/BC besser harmoniert!

    (4)
  • Sundermann sagt:

    @Manni

    „Da wäre zumindest das Überstehen der Gruppenphase Pflicht gewesen. Also, Ball mal etwas flachhalten.“

    Was ja auch bei der auch WM passiert ist. Also, erstmal den Ball etwas flachhalten.

    (3)
  • Detlef sagt:

    @Sundermann,
    Wie ich bereits geschrieben habe, sahen das auch die Schweizerinnen selbst so!!!
    Eine EM ist da noch ein anderer Schnack als eine WM!!!
    Bei dem Potenzial in der Mannschaft, war die Gruppenphase auf jeden Fall Pflicht!!!

    (-1)
  • Nero sagt:

    MVT? Welche Spielerin hat die denn schon entwicj#kelt?. Eine Popp hätte sich überall durchgesetzt. Dies gilt auch für eine Hegering!!Wensing??? Carlson dito. Die Erfolge mit der Schweiz muss man relativiereen. Der Teilnhemrkreis ist erweitert worden. Auswahltrainerin des Niederrhein. Dort hat MVT GUTE ARBEIT geleistet. Das ist schgon lange her. Duisburg hat MVT zu drei Titeln und in die finazielle PLEITE geführt. Der Club nennt sich jetzt MSV. FCR ist Geschichte. Sie hat keine Prießen,keine Knaak Irini weiterentwickelt. Sie hat Katrin Längert vergrault. Katrin wurde als Spielführerin und Torfrau des FC Bayern Pokalsiegerin 2012. Markus Högner war nicht geeignet. Linda Dallmann Sara, Lea Schüller, Jana Feldkamp, Ostermeier etc. wurden von Herrn Högner gefördert. FrauC. hat auch keine Talente nach vorne gebracht. Wenn MVT Weicheier wie Leupolz, Dallmann etc aussortiert in Ordnung. A. Schult sollte durch Frau Schmitz oder Frau Benkart ersetzt werden. Dies wird Frau C zu verhindern wissen. Nur Leistung sollte zählen.

    (-15)
  • Wolle sagt:

    Da hat es beim DFB ja wirklich ein Erdbeben gegeben, das hätte ich vor einem Jahr nicht für möglich gehalten.
    Ich finde die Personalie MVT gut, auch Britta Carlsson als Co empfinde ich als gute Entscheidung, egal wer Sie ausgesucht hat. Dazu noch Natze,eine Globetrotterin, als TW-Trainerin, das hätte was.
    Wunder sollte man aber von MVT nicht erwarten. Ich glaube, Personell wird Sie gar nicht so viel ändern. Letztendlich hatte auch Miss Jones die Besten mit deutschem Pass zusammen.
    Einige Devizite der Vergangenheit hat Joti Chatzialexiou ja schon angesprochen. Ich denke „gut Ding will Weile haben“.
    Ich hoffe jetzt noch, das man auch direkt im Scouting und im Jun.Bereich einige Köpfe austauscht. Fr Neid endlich mal in Rente schicken, Fr Bernard am besten gleich mit.
    Und dann sollte sich der DFB vielleicht auch mal Gedanken machen, dass man zukünftig kein Vakuum an Trainerinnen hat. Was nützt mir eine langjährige Jugendtrainerin die im entscheidenden Moment kneift und als N11-Trainerin absagt. Da sollte man mal geziehlt Ex-Spielerinnen auf so eine zukünftige Tätigkeit ansprechen und vielleicht auch fördern. Mir fällt da spontan Kim Kulig ein, z.Zt. Trainerin der 2. in Fft. Sie ist ja noch jung, aber warum sollte man mit Ihr nicht mal so eine Art Karriereplan aufstellen?

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  • Sundermann sagt:

    @Nero
    „Duisburg hat MVT zu drei Titeln und in die finazielle PLEITE geführt.“

    Ach, ja, die Trainerin hat also Schuld wenn ein Verein pleite geht.

    Über solche Aussagen kann man nur noch den Kopf schütteln…..

    (7)
  • Manni der Libero sagt:

    @sundermann

    Das stimmt natürlich. Ich hatte das wohl schon verdrängt. Jetzt kommt das ganz üble Spiel gegen Kamerun wieder hoch, welches ich in Edmonton erdauern musste. Und Asche über mein Haupt. Die Schweiz kam natürlich als einer von fast allen Gruppendritten weiter. Besser macht es die Leistung aber nicht.

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  • Manni der Libero sagt:

    @detlef

    Ein anderer Schnack? Gegen Österreich war unterirdisch, die Ausreden nachher auch … was machten den Team und der luxeriöse Staff in all den Wochen davor? Instastories? Eine gute Hz gegen Island reicht eben nicht. Das uninspierte Frankreich kriegte man ja trotz 60 Min Überzahl nicht hin. Enttäuschend.

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  • Detlef sagt:

    @Manni der Libero,
    Ich gebe Dir ja im Großen und Ganzen Recht!!!
    Und wie geschrieben, haben auch LIA WÄLTI, RAHEL KIWIC und ESE AIGBOGUN von einer Enttäuschung geredet!!!

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  • achilles sagt:

    Sundermann!! Frau MVT hat mit Genehmigung der Führungskräfte Spielerinnen wie Kiesel,Maes,Bresonik und CO. geholt. Diese Spielerinnen haben in Duisburg richtig gut verdient. Auch eine Grings hat vom Fußball spielen gelebt. In Duisburg sind dann verschieden Gruppen entstanden. Martina hatte diese „Männer“ desa Vorstands im Griff. Ohne Tina wurde der FCR 3x VIZE. Wenn man heute Titel gewinne will, muss Frau Geld in die Hand „NEHMNEN“. Die Frauen von Wolffsburg leben vom Fußball.Frua Voss durfte Duisburg zu drei Titeln und in den finanziellen Ruin führen. Der Vorstand hat Frau T. entlassen. Frau MVT hat daran mitgewirkt das Frau G. Trainerirn in Duisburg wurde und mit den Frauen abgestiegen ist.

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  • Sundermann sagt:

    @achilles

    Du sagst es doch selbst: Mit Genehmigung des Vorstands.

    Also hat der Vorstand schuld, wenn mehr Geld ausgegeben wird als in der Kasse ist. Nicht eine Angestellte.

    (3)

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