DFB-Frauen: WM-Quali mit Hrubesch, danach mit Voss-Tecklenburg

Von am 20. April 2018 – 16.53 Uhr 26 Kommentare

Die derzeitige Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg wird im September Bundestrainerin der deutschen Frauenfußball-Nationalelf und somit Nachfolgerin von Steffi Jones und Interimstrainer Horst Hrubesch, der die DFB-Frauen bis zum Ende der WM-Quali betreuen soll.

Martina Voss-Tecklenburg in Aktion bei der EURO 2017

Martina Voss-Tecklenburg wird ab September neue Bundestrainerin © Brendan Moran / Sportsfile



Wie FAZ.net berichtet
und in Einklang mit Womensoccer-Informationen, wird Voss-Tecklenburg nach Abschluss der Qualifikation zur Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich im September das Amt von Interimstrainer Horst Hrubesch übernehmen, der die Mannschaft im Testspiel in Kanada (11. Juni) und in den verbleibenden WM-Qualifikationsspielen auf Island (1. September) und den Färöer-Inseln (4. September) betreuen wird.

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Schweiz auf WM-Kurs

Derzeit ist Voss-Tecklenburg noch Trainerin der Schweizer Nationalelf, mit der sie nach fünf Siegen in fünf Spielen voll auf WM-Kurs liegt. Eine endgültige Entscheidung über die direkte WM-Qualifikation fällt allerdings aller Voraussicht nach erst am 30. August, wenn die Schweiz zum Rückspiel in Schottland antritt (Hinspiel: 1:0 für die Schweiz).

Women´s-Cup-Siegerin mit Duisburg

Die 50-Jährige bestritt als Spielerin zwischen 1984 und 2000 insgesamt 125 Länderspiele für die deutsche Frauenfußball-Nationalelf.

Nach Stationen als Verbandssportlehrerin trainierte sie ab 2008 den Frauenfußball-Bundesligisten FCR 2001 Duisburg, mit dem sie 2009 den UEFA Women´s Cup, den Vorläufer der UEFA Women´s Champions League, gewann. Bis zur Einstellung 2012 war sie zudem Chefredakteurin der Frauenfußball-Zeitschrift FF-Magazin.

Seit 2012 Nationaltrainerin der Schweiz

Von 2011 bis 2012 stand sie in Diensten des FF USV Jena, bevor sie 2012 Schweizer Nationaltrainerin wurde. Unter Voss-Tecklenburg qualifizierte sich die Schweiz erstmals für eine Frauenfußball-WM. In Kanada stieß die Elf 2015 bis in die K.-o.-Runde vor. Seit 2018 hat Voss-Tecklenburg einen Sitz im Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • codo25 sagt:

    Die Schweizer Seite hat zumindest Gespräche bestätigt. Eine Entscheidung wird es eh erst nach dem 30.08. geben, wenn die Nati die entscheidenden Vorrundenspiele absolviert hat. Ich muss mich auch korrigieren: der Konflikt MVT und DFB war schon bei Olympia 2000. Egal, ohnehin dürfte entscheidend sein, wie der heutige Verband mit der kompetenten Trainerin umgeht. Eine bequeme Ja-Sagerin, die Entscheidungen der Herren Grindel, Bierhoff & Co. mal so abnickt, werden sie nicht bekommen. Wenn man jetzt auch die Scouting- Abteilung des FF ernsthaft professionalisiert, sehe ich tatsächlich Hoffnung für die N11

    (5)
  • enthusio sagt:

    @micky:

    Die Nachfolge von Horst Hrubesch durch Martina Voss-Tecklenburg scheint offensichtlich doch noch nicht endgültig in trockenen Tüchern zu sein.

    Quelle:
    https://www.soccerdonna.de/de/dfb-in-gespraechen-mit-schweizer-nationaltrainerin-voss-tecklenburg/news/anzeigen_5111.html

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ Fan2:
    „Da wäre es doch eine Idee gewesen, einen prominenten Trainer wie vllt Thomas Schaaf zu verpflichten, um den FF medial weiter zu stärken…“

    Unter diesem Aspekt wäre wahrscheinlich Lothar Matthäus die optimale Lösung! 😀

    (-2)
  • Fan sagt:

    @Fan2,
    ich schließe mich deiner Meinung oben voll an. Aber ob Schaaf das machen würde glaube ich weniger, er ist nämlich bei Werder Bremen in führender Stelle im Gespräch. Es gibt aber sicher noch andere gute Trainer-/Innen die diese Aufgabe übernehmen könnten.
    @FFFan,
    Ich weis jetzt zwar nicht ob du das mit Lothar Matthäus ernst gemeint hast? Aber Lothar war einer der besten Fußballer der Welt und ich glaube er wäre mit Sicherheit kein schlechter Trainer, ob er für unsere Mädels der Richtige wäre sei mal dahin gestellt.

    (-6)
  • Fan2 sagt:

    @FFFan: Du hast ja gemerkt, dass der Satz noch weiterging ;). Und da glaube ich eher, dass unter Loddar das Gegenteil passieren würde.

    @Fan: Schaaf war nur ein Beispiel, weil er für mich Prominenz und Ruhe gleichermaßen mitbringt. Aber ich könnte mir auch einen Jupp Heynckes nochmal für ein paar Jahre vorstellen, der ja vertragslos im Sommer wird. Da fände sich sicher auch noch der ein oder andere.

    (-4)
  • Zaunreiter sagt:

    Was das Island-Spiel angeht…

    Ich hab auf equalizer-soccer gestöbert, weil dort auch die „injury-list“ für die NWSL-Teams immer angegeben wird. Da ist mir aufgefallen (zugegeben erst da, weil ich der Copa femenina und dem Asien-Cup den Vorzug gab 😉 und mir nicht auffiel, dass die Thorns ihre Saison ohne sie eröffneten), dass Dagny Brynjarsdottir schwanger ist. Vor 2 Wochen war sie in der 27. Woche.
    Wenn ich mich nicht verrechnet habe, wird sie im September fehlen. Das ist ein Nachteil für Island aber ein Vorteil für Deutschland.

    Ich finde das bizarr, wenn eine Hochleistungssportlerin in wichtigen Qualifikationsspielen fehlt, nicht weil sie verletzt ist, sondern weil sie schwanger ist.
    Bizarr ist vielleicht das falsche Wort und ich hoffe, das bekommt ihr nicht in den falschen Hals. Im isländischen oder im nordamerikanischen Sinne werden ja die jungen Fußballerinnen während ihrer Karriere schwanger, wie auch in Skandinavien. Nicht so wie bei uns in Deutschland. Wo dann mit dem Kinderkriegen das Fußballspielen auf hohem Niveau vorbei ist.

    (2)
  • Markus Juchem sagt:

    @Zaunreiter: Ich gehe davon aus, dass sie im September spielen wird, wenn mit der Schwangerschaft alles glatt läuft. Zwischen Geburt und Spiel ist meines Erachtens genug Zeit.

    (2)
  • Zaunreiter sagt:

    Okay, Herr Juchem, dann will ich mal darauf vertrauen. 😉

    (1)
  • Markus Juchem sagt:

    @Zaunreiter: Schau´mer mal. 😉

    (2)
  • Sundermann sagt:

    @Der Zuschauer

    „aber auch der altgediente Schrott muß weg“

    Wer Spielerinnen als „Schrott“ bezeichnet disqualifiziert sich selbst und ist als Diskussionspartner nicht mehr ernst zu nehmen.

    (5)
  • wisser sagt:

    lieber detlef, ein traumpaar sind mvt und der dfb nur darum geworden weil die momentane führungs-und entscheidungsspitze des dfb mit der vergangenheit von mvt nichts anfangen können

    (-1)

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