Frauen-Bundesliga: Topspiel Potsdam gegen Wolfsburg

Von am 30. März 2018 – 11.37 Uhr 1 Kommentar

Am heutigen Ostersonntag wird mit vier Partien der 16. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga komplettiert. Das Highlight ist ab 15 Uhr das Topspiel zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem VfL Wolfsburg.

Spielszene beim 2:2 zwischen dem VfL Wolfsburg und Turbine Potsdam

Im Hinspiel trennten sich der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Turbine Potsdam mit 2:2 © imago/hübner

Freiburg ohne Hegenauer?

Bereits am Ostersamstag, 11 Uhr, ist der SC Freiburg zu Gast beim SV Werder Bremen. Die Elf aus dem Breisgau plagen weiterhin Personalsorgen. So werden in Bremen weiterhin Kim Fellhauer (Außenbandriss), Hasret Kayikci (Muskelfasserriss), Clara Schöne (Aufbautraining), Carolin Simon (Kniereizung) und Sandra Starke (angeschlagen) fehlen. Zudem ist der Einsatz von Anja Maike Hegenauer unsicher und entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining.

Anzeige

Scheuer: „Jammern hilft nicht“

„Jammern hilft nicht, die Situation ist wie sie ist“, so Freiburgs Trainer Jens Scheuer, der Respekt vor dem Aufsteiger hat. „Sie zeigen immer wieder auch ihr fußballerisches Können, das macht sie gefährlich.“ Folglich erwartet Scheuer ein „schweres Auswärtsspiel, in dem wir wieder alles abrufen müssen, um erfolgreich sein zu können.“

Auch Bremen mit Sorgen

Doch auch der Aufsteiger kann personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Neben Giovanna Hoffmann und Janine Angrick, die bereits länger fehlen, wird auch Kapitänin Marie-Louise Eta aufgrund ihrer Sprunggelenksverletzung definitiv ausfallen.

Roth: „Keine leichte Aufgabe“

Bremens Trainerin Carmen Roth meint: „Die Favoritenrolle im kommenden Spiel hat der SC Freiburg. Mit dem SC erwartet uns erneut eine spielstarke Mannschaft, die unserem Team alles abverlangen wird. Vor heimischem Publikum werden wir alles daran setzen, dass wir nun Zählbares holen, was sicherlich mit unserer Personalsituation keine leichte Aufgabe wird.“

Sand mit Moral und Selbstvertrauen

Der SC Sand hat nach dem furiosen 3:2-Sieg gegen den 1. FFC Frankfurt am vergangenen Mittwoch nun mit dem FC Bayern München gleich die nächste schwere Aufgabe vor sich. Der Gast aus München verbindet unangehme Erfahrungen mit der Reise. Denn vor ziemlich genau zwei Jahren verloren die Münchenerinnen im DFB-Pokal-Halbfinale mit 1:2 in der Ortenau.

Bayern will Lauf nutzen

Bayern-Trainer Thomas Wörle meint: „Der SC Sand verfügt über eine erfahrene, eingespielte Mannschaft, die ein schnelles Umschaltspiel pflegt und geschlossen und diszipliniert verteidigt.“ Bayern-Kapitänin Melanie Behringer sagt: „Jeder weiß, dass das Spiel gegen Sand richtig schwer wird. Die Spielerinnen sind sehr aggressiv und bissig und die Begegnung wird uns alles abverlangen. Im Moment sind wir jedoch richtig gut drauf und wollen diesen Lauf natürlich mitnehmen.“

Jena will Defensivprobleme in den Griff bekommen

Der FF USV Jena ist im Heimspiel gegen die SGS Essen unter Zugzwang. „Nach dem verlorenen Spiel gegen Frankfurt und der damit unveränderten Tabellensituation sind unsere Ziele weiterhin ganz klar – wir benötigen Punkte!“, so Jenas Trainerin Katja Greulich. „Wir bekommen zu viele Gegentore. Hier liegt der Fokus. Wir müssen unsere Stärken weiter ausbauen und unsere Defizite abstellen.“

Essen will dagegen halten

Essens Trainer Daniel Kraus meint: „Natürlich freue ich mich besonders auf die Rückkehr nach Jena am kommenden Sonntag. Ich habe den Großteil meines Lebens in der Stadt verbracht und dort weiterhin viele Freunde. Für das Spiel am Sonntag spielt all das aber keine Rolle. Wir treffen mit dem FF USV Jena auf ein Team, das tief im Abstiegskampf steckt und mit körperbetonter Spielweise um jeden Punkt kämpft. Wir haben aber zuletzt auch gegen den SC Sand bewiesen, dass wir dagegenhalten können und konsequent unser Spiel spielen.“

Duisburg will Aufwärtstrend untermauern

Der MSV Duisburg ist nach dem Überraschungssieg des 1. FC Köln bei der TSG 1899 Hoffenheim auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Umso wichtiger, aus dem Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt Zählbares mitzunehmen. Nach zwei Heimsiegen in Folge und einer guten zweiten Halbzeit bei der Niederlage in Potsdam wollen die Duisburgerinnen ihren Aufwärtstrend unter Beweis stellen. Duisburgs Trainer Thomas Gerstner meint: „Natürlich wollen wir zuhause mutig auftreten und definitiv punkten – auch gegen einen starken Gegner wie Frankfurt.“

Frankfurt wieder mit Martinez und Munk

Der 1. FFC Frankfurt will die 2:3-Niederlage beim SC Sand aus den Gliedern schütteln. Dabei kann FFC-Trainer Niko Arnautis anders als in Sand wieder auf seine Stürmerinnen Shekiera Martinez (zurück nach erfolgreicher U17-EM-Quali) und Lise Munk (berufliche Gründe) bauen. „Die ärgerliche wie unglückliche Niederlage beim SC Sand ist analysiert und abgehakt und ich bin mir sicher, dass diese Partie am Sonntag beim MSV Duisburg keine Rolle mehr in unseren Köpfen spielen wird“, so Arnautis.

Das Topspiel des 16. Spieltags steigt am Ostersonntag ab 15 Uhr (SPORT1, DFB-TV, TELEKOM SPORT live), wenn der noch ungeschlagene 1. FFC Turbine Potsdam Tabellenführer VfL Wolfsburg zu Gast hat.

Topspiel Potsdam – Wolfsburg: „Kleinigkeiten können entscheiden

VfL Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meint: „Wenn solche Mannschaften mit enorm hoher Qualität aufeinandertreffen, dann können Kleinigkeiten entscheiden. Deswegen erwarte ich am Sonntag ein sehr spannendes und intensives Spiel. Potsdam arbeitet sehr gut im physischen Bereich, verteidigt aggressiv. Es geht wieder darum, möglichst wenige Fehler zu machen und wach zu sein. Selbst wenn man meint, man hätte Potsdam im Griff, dann haben sie immer die Qualität zurückzuschlagen.“

Harder wieder fit

Entwarnung gab Lerch bei der zuletzt in der Champions League geschonten Topstürmerin Pernille Harder. „Gegen Prag war es uns wichtig, dass sie noch mal eine Pause bekommt und die Ferse auch. Jetzt kann sie wieder voll angreifen“, so Lerch.

Turbine bangt um Kapitänin Lia Wälti

Turbine Potsdams Neuzugang Klára Cahynová, die am Sonntag womöglich für die verletzte Lia Wälti zum Einsatz kommen könnte, meint: „Es wird ein ausgeglichenes Spiel, beide können gewinnen. Wir werden alles geben.“ Wältis Einsatz ist wegen eines lädierten Sprunggelenks fraglich. Auch die Rückkehr von Johanna Elsig (Muskelfaserriss) ist ungewiss:. „Wir müssen abwarten“, so Potsdams Trainer Mattias Rudolph.

Frauenfußball-Bundesliga, 16. Spieltag

Sonntag, 1. April
11.00 Uhr: SC Sand – FC Bayern München (TELEKOM SPORT live)
14.00 Uhr: FF USV Jena – SGS Essen
14.00 Uhr: MSV Duisburg – 1. FFC Frankfurt
15.00 Uhr: 1. FFC Turbine Potsdam – VfL Wolfsburg (SPORT1, DFB-TV, TELEKOM SPORT live)

Bereits gespielt:

Samstag, 31. März
Werder Bremen – SC Freiburg 0:3

Donnerstag, 29. März
TSG 1899 Hoffenheim – 1. FC Köln 0:1

Tags: , , , , , , , , , , ,

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Fan2 sagt:

    Freiburg dann doch mit einem klaren Sieg! Und erfreulich: Mit Fuso wurde gleich die nächste Spielerin aus der Jugend getestet.

    (3)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar