Tessa Wullaert verlässt den VfL Wolfsburg

Von am 26. März 2018 – 17.00 Uhr 27 Kommentare

Die belgische Nationalspielerin Tessa Wullaert wird den VfL Wolfsburg zum Saisonende trotz eines Angebots zur Vertragsverlängerung verlassen.

Tessa Wullaert führt den Ball im Spiel VfL Wolfsburg gegen AC Florenz

Tessa Wullaert wird den VfL Wolfsburg verlassen © imago / regios 24

Wullaert, die seit Juli 2015 in Diensten des VfL Wolfsburg stand, wird den Verein in unbekannte Richtung verlassen. Ein Angebot zur Vertragsverlängerung hat die 25-Jährige nicht angenommen. Dem Vernehmen nach hat der englische Premier-League-Verein Manchester City seine Fühler nach Wullaert ausgestreckt.

Anzeige

Stolze rückt in Bundesligakader auf

Perspektivisch soll sie durch Anna-Lena Stolze ersetzt werden, in den Bundesligakader aufrückt und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 unterschrieb.

Die 17-jährige Offensivspielerin war 2015 vom ATSV Stockelsdorf zum VfL Wolfsburg gewechselt, für den sie zunächst in der U17 in 17 Partien 25 Tore erzielte. Seit Ende 2015 lief die Ostholsteinerin zudem in der Zweiten Liga für die U23 des VfL auf, wobei ihr bislang 15 Treffer in 26 Spielen gelangen.

„Hochtalentierte Offensivspielerin“

„Wir freuen uns sehr, dass Anna-Lena ihre Zukunft weiter beim VfL Wolfsburg sieht. Sie ist eine hochtalentierte Offensivspielerin, die noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen ist und ab Sommer den nächsten Karriereschritt angeht. Wir werden sie mit Geduld an die Herausforderungen der Bundesliga heranführen, sind aber vollständig überzeugt, dass wir mit ihr den Abgang von Tessa Wullaert mittelfristig ideal aus den eigenen Reihen kompensieren können“, sagt Wolfsburgs Sportlicher Leiter Ralf Kellermann.

Tags: , ,

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    Sehr überraschen kann diese Meldung eigentlich nicht mehr,denn es war hier inoffiziel schon längere Zeit bekannt, daß sie das Angebot des VFL nicht anzunehmen gedachte und in diesem Zusammenhang auch mal ihren Lieblingsverein Manchester City erwähnte.

    Schade eigentlich schon, aber dafür auch wieder ein positives Zeichen für Anna Lena Stolze aus dem eigenen Nachwuchs, die nun sicherlich auch e. Chance hat sich auf höherem Niveau zu zeigen u. neben Pia Sofie Wolter die 2. junge deutsche Spielerin ist, die der VFL bindet.

    (9)
  • enthusio sagt:

    Okay, Tessa, aber vorher machst Du am 24. Mai mit Deinen „Wölfinnen“ noch den Champions-League-Triumph klar – von mir aus auch gegen Manchester City. Das Siegtor darf Dir Pernille Harder gerne überlassen.
    Danach kannst Du gerne wechseln. 🙂

    P.S.: Tessa, gegen die SGS Essen brauchst Du Dich dafür am 15. April im DFB-Pokal-Halbfinale nicht so ins Zeug zu legen. 🙂 🙂

    (0)
  • tom sagt:

    Oh je wie Schade.
    Diese arme medel Stolze.Das ja grenzt an vernichtigende Urteil. Wenn diese Kenner Keller-mann eine Spielerin gut findet – oh je. Ist Chance gering. Sagen wir wenn Kellermann jemand gut findet ungefer, nur jede zente Mal richtig ligen tut. Wird er also wol auch kaum ,finden gleichgute Ersatz für Wullaert.

    (-5)
  • never-rest sagt:

    Schade, dass mit Tessa Wullaert eine technisch hochveranlagte und spielintelligente Angreiferin geht. Hat aber für meinen Geschmack auch etwas zu wenig aus ihren Möglichkeiten bei WOB gemacht.

    Gut dass mit Anna Lena Stolze endlich mal ein deutsches Nachwuchstalent aus der eigenen U-Mannschaft in das Bundeligateam hoch gezogen wird. Hoffentlich bekommt sie auch eine faire Chance, sprich Einsatzzeit und kann sich mittelfristig durchsetzen. Die Richtung stimmt jedenfalls, wenn diese Personalie keine Ausnahme bleibt. Vor allem in der Innenverteidigung sollte langsam mal verjüngt werden, um konnkurrenzfähig zu bleiben. Der Leistungszenit von Fischer, Peter und Goeßling neigt sich dem Ende zu, wenn mich nicht alles täuscht.

    (8)
  • Fan2 sagt:

    „Mit Geduld an die Herausforderungen heranführen“ – in Wolfsburg eine Umschreibung dafür, eine Spielerin erst 4-5 Jahre auf der Bank versauern zu lassen, um sie dann nach Freiburg oder Sand zu verleihen bzw. abzugeben. So wurden auch schon Magull und Frohms, Vetterlein und Tietge an die 1. Mannschaft herangeführt.

    (7)
  • bale sagt:

    JA HABE ES MIR AUCH GEDACHT,ABER VFL HAT SO EINEN GUTEN KADER,DAS MERKT MAN LEIDER GAR NICHT.
    HOFFE P.HARDER BLEIBT NOCH EINE WEILE.

    VIEL GLÜCK TESSA

    DIE IST SCHON EINE SAUGUTE SPIELERIN,ABER BEI DEN Wölflingen hat es irgendwie nie richtig gepasst.

    (1)
  • Henne sagt:

    Glückwunsch für Anna Lena, aber ich bin der gleichen Meinung wie Fan 2.
    Ich bin mir relativ sicher, dass für Wullaert auf dem Transfermarkt sofort nachgeordet werden wird und somit die Chancen für den eigenen Nachwuchs (A. L. Stolze) gen Null bleiben.
    Kellermann wird sie nur für die zweite Mannschaft „festgemacht“ haben, da nach dieser Saison etliche Spielerinnen aus diesem Team gehen. Man bedient sich lieber auf dem Transfermarkt und holt fertige Spielerinnen, statt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, denn Geld ist ja da….. .

    (4)
  • Hotte sagt:

    was ist eigentlich mit Luisa Wensing ?
    Sie war doch auch mal ein großes Talent, kam zusammen mit A.Popp vom
    FCR Duisburg.

    (7)
  • holly sagt:

    Die ganzen Wahrsager haben Anna lena sicher noch nie spielen gesehen. Schonmal garnicht der multiple user der sich ein dreck um den Nachwuchs kümmert laut eigner aussage. Er übernimmt einfach nur die Namen die andere mal nennen und spielt sich dan als Nachwuchs experte auf.

    (0)
  • Henne sagt:

    Die ganzen Wahrsager haben Anna lena sicher noch nie spielen gesehen. Schonmal garnicht der multiple user der sich ein dreck um den Nachwuchs kümmert laut eigner aussage. Er übernimmt einfach nur die Namen die andere mal nennen und spielt sich dan als Nachwuchs experte auf.

    Solltest du mich gemeint haben, dann liegst du etwas daneben. Ich verfolge den Nachwuchs des VfL schon etwas länger und weiß wie mit Talenten der Zweiten umgegangen wird und was sie für „realistische Chancen“ in der Ersten erhalten. Diese werden nicht einmal bei einem deutlichen Spielstand von 5:0 ,Pokalspiel gegen Union Berlin, eingewechselt.

    (1)
  • holly sagt:

    Was heisst denn du verfolgst den Nachwuchs vom vfl? Im Stadion oder nur die Ergebnisse?
    Wie wird den mit wem von der zweiten umgegangen? Erhellend ist deine Antwort auch nicht in dem Punkt ob du anna lena schon spielen gesehen hast?

    (0)
  • Henne sagt:

    Anna Lena ist eine wirklich gute Fußballerin, dass steht außer Frage. Ich schaue mir fast regelmäßig die Spiele der U23 IM STADION an. In meinen Wortmeldungen wollte ich gegen keine Spielerin negative Äußerungen vorbringen. Meine Kritik bzw. Einwände gehen an die Verantwortlichen der Abteilung Frauenfußball des VfL.
    Spielerinnen der Zweiten, die einen Vertrag bei der Ersten bekommen haben sind schon längst wieder in die zweite Mannschaft zurückbeordert worden, da ihnen A- Nationalspielerinnen aus dem Ausland (bei Neuverpflichtungen) stetig vor die Nase gesetzt werden.
    Meine Bedenken gehen dahin, dass dies auch Anna Lena geschieht.

    (1)
  • holly sagt:

    Wenn von der zweiten würdest denn in der ersten sehen? Also mir fällt da eigentlich nur luisa ein.
    Ich denke wenn jemand von den Spielerinnen das Potenzial hätte wurxe man sie auch in der ersten spielen lassen. Bei Anna lena sehe ich dieses potential. Gut es gibt noch ein paar paar junge aber adigo hatte viel verletzungspech . Meret wittje ist vielleicht auch noch eine Kandidatin.

    (1)
  • enthusio sagt:

    @Henne:

    Es ist natürlich die Frage, ob die jungen Wolfsburger Talente in absehbarer Zeit das Spitzenniveau erreichen, das die (jungen) ausländischen Spielerinnen wie Hansen, Wullaert, Pajor etc. nachweislich haben. Wer von uns will das beurteilen ? Kellermann und Lerch sind doch ausgewiesene Experten.
    Dass die Wolfsburger Spielerinnen aus der zweiten Reihe gut genug für solides Bundesliganiveau sind, zeigt ja ihre Verpflichtung durch andere Vereine. Aber in Wolfsburg wird Spitzenfussball auf europäischem Niveau in einer Liga mit Lyon und Paris, Manchester und Chelsea gespielt. Dafür braucht man überdurchschnttlich gute Spielerinnen.Wolfsburg hat das Geld, sie zu verpflichten. Damit verringern sich natürlich die Chancen eigener junger Spielerinnen, in eine Spitzenmannschaft hineinzuwachsen.
    Muß man das wirklich bedauern ?

    (11)
  • Per Larssen sagt:

    Schaut man sich die Interviews an, die mit den Verantwortlichen des VFL geführt werden, so wird in der Tat deutlich, dass der allererste Anspruch des Vereins darin besteht, sich als europäischer(!) Spitzenclub zu etablieren und entsprechend Titel zu gewinnen. Von daher ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass der VFL immer wieder versucht, seinem Kader absolute Spitzenspielerinnen zuzuführen.

    Entsprechend schwer dürfte es auch weiterhin für jede junge Spielerin – wir reden hier immerhin von Spielerinnen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren – sich in einer solchen Mannschaft in jungen Jahren nennenswerte Spielanteile zu erkämpfen.

    @holly
    Sowohl die von Dir erwähnten Anna-Lena Stolze und Meret Wittje haben schon jetzt das Niveau, 1. Bundesliga zu spielen – trotzdem reichen sie leistungsmäßig im Moment nicht an die internationalen Spitzenkräfte beim VFL heran. Wobei man fairerweise sagen muss, dass hier die Cremé de la Cremé des europäischen Frauenfußball aufläuft. Alleine Pernille Harder besitzt schon die Qualität von drei sehr guten Bundesligaspielerinnen zusammen. Wieviel Potential beide Spielerinnen (und andere junge Spielerinnen) tatsächlich noch besitzen, kann ich von daher zum jetzigen Zeitpunkt nur vermuten, bin aber tatsächlich optimistisch. Bei Luisa Wensing habe ich hingegen den Eindruck, dass sie nach ihren schweren Verletzungen nie wieder die Leistung erreicht hat wie davor (dies sage ich ausdrücklich unter Vorbehalt, da ich sie in dieser Saison nur dreimal live gesehen habe).

    Interessanterweise verfolgt der FC Bayern aktuell eine ähnliche Strategie, wenngleich sich hier noch zeigen muss, inwieweit da auch ein Team entsteht. Bei den letzten Neuverpflichtungen standen zwar weniger ausländische Top-Spielerinnen, sondern mehr oder weniger etablierte deutsche Spielerinnen anderer Bundesligavereine im Fokus – der Effekt ist aber der gleiche: Auch in München haben talentierte junge Spielerinnen wie Anna Gerhardt, Sydney Lohmann oder Verena Wieder kaum eine Chance, sich in der ersten Mannschaft nennenswerte Spielanteile zu erarbeiten. Und auch hier gilt: es zählt am Ende der Erfolg, und dieser wird auch im Frauenfußball am Ende einer Saison in Titeln gemessen.

    Es bleiben also – insbesondere für uns als Zuschauerinnen und Zuschauer – die Fragen: Will ich, dass „meine“ Mannschaft Titel gewinnt? Will ich, dass möglichst kontinuierlich Nachwuchskräfte aufgebaut werden? Und wie oder kann es überhaupt gelingen, beides miteinander zu verbinden: Kontinuierlich Fußball in der europäischen Spitze bei gleichzeitiger Einbindung der einen oder anderen talentierten Spielerin aus den eigenen Reihen?

    (16)
  • Fan2 sagt:

    @enthusio: Das Denken, was ich da entdecke, ist so durch und durch deutsch und gleichzeitig so durch und durch falsch. Es geht davon aus, dass eine Spielerin grundsätzlich ein Grundvermögen mitbringt, was darüber entscheidet, ob sie sich durchsetzt, oder wie du es beschreibst, ob sie überdurchschnittlich ist. Das heißt im Umkehrschluss etwas platt: Jede Spielerin, die tatsächlich überdurchschnittliches Talent hat, wird sich auch notwendigerweise durchsetzen, und jede Spielerin, die sich nicht durchsetzt, hatte auch kein überdurchschnittliches Talent.
    Training hat dann nur noch die Funktion einer Feinabstimmung, ein bisschen Nachjustieren, keine große Weiterentwicklung, jedenfalls keine grundsätzliche Bedeutung für die Frage, ob sich eine Spielerin durchsetzt oder nicht.

    Das Gegenteil ist der Fall: Gerade bei einem Mannschaftssport wie dem Fußball, noch dazu bei einem solch verhältnismäßig unterentwickelten Sport wie dem FF, spielt mitgebrachtes Talent häufig letztlich nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger sind die Trainer, bei denen die Spielerinnen gespielt haben, und die letztlich darüber entscheiden, inwiefern das Talent einer Spielerin überhaupt entdeckt wird, gefördert wird, und sie dieses dann auch auf dem Platz abrufen kann.
    Und Kellermann sowie Lerch sehe ich hier nicht als ausgewiesene Experten, da sie auf die allermeisten Spielerinnen keinen nennenswerten Einfluss hatten, weder negativ noch positiv. Fast alle Spielerinnen haben so gespielt, als würden sie noch unter ihren vorherigen Trainern spielen. Keßler, Odebrecht und Henning haben gespielt wie unter Schröder, Popp und Wensing wie unter MVT und Ketelaer, usw., ihr wisst, was ich meine.

    Was jetzt die Jugendentwicklung betrifft, so ist es nicht so einfach, wie du es dir machst, nach dem Motto: Es gibt Ausbildungsvereine, und es gibt Topvereine, aber ein Ausbildungsverein kann nie ein Topverein werden, und ein Topverein kann nie ein Ausbildungsverein sein. Doch das ist ein Trugschluss.
    Denn Wolfsburg hätte schon längst Spielerinnen aus der II. Mannschaft heranführen können, selbst solche, die vielleicht auf den ersten Blick keine Bundesligatauglichkeit haben.

    Gerade, weil Wolfsburg so gut aufgestellt ist, könnten sie viel, viel mehr in die eigene Jugend setzen. Denn knappe Spiele gibt es normalerweise doch nur sehr selten. Wolfsburg spielt dieselben Spiele, wie alle anderen Vereine in der Bundesliga, sogar etwas leichter, weil man selbst zu den stärksten Vereinen der Liga gehört, sprich, sie spielen im Verhältnis öfter gegen schlechtere Teams. Im DFB-Pokal spielen sie auch gegen keine anderen als in der Bundesliga, in der CL sind maximal die letzten drei bis fünf Spiele tatsächlich von dem Kaliber, die du beschreibst. Das sind allerdings im Ernstfall 5 von insgesamt 34 Spielen! Und niemand erwartet, dass Wolfsburg gerade in diesen 5 Spielen, bzw. in den 4-6 Spielen in der Bundesliga oder in den 1-2 Spielen im DFB-Pokal, wo es tatsächlich drauf ankommt, junge Talente auf Teufel komm raus einsetzt.

    In Wolfsburg hätten diese Saison bestimmt 4-5 junge Talente debütieren können, und sogar auf regelmäßige Einsatzzeiten kommen können. Und zwar wie folgt:

    1. Spieltag gegen Hoffenheim – gegen ein solches Team muss man nicht mit dem allerbesten Kader antreten. Gerade angesichts der Tatsache, dass viele Spielerinnen EM gespielt haben, wäre es hier durchaus möglich, mal ein paar Spielerinnen wie Blässe oder Bernauer, die sowieso nicht in Form sind, auf die Tribüne zu setzen und dafür junge Talente aus der zweiten zu berufen. So könnte man die Ersatzbank aus drei Top-Spielerinnen besetzen, auf die man zurückgreifen kann, falls es überraschenderweise doch nicht so rosig läuft wie angenommen, und mit denen man gut reagieren kann, und die drei weiteren Plätze für Juniorinnen frei lassen.

    59. Minute: Wolfsburg führt 5:0 – spätestens jetzt ist das Spiel gelaufen und ein besseres Training. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde noch nicht gewechselt. Anstelle nun Bernauer, Blässe und van Egmond, die sowieso von vornherein als Fehltransfer feststand, wäre es nun möglich, gleich drei jungen Talenten Bundesligapraxis zu geben, einfach um die Abläufe zu lernen, sich daran gewöhnen, vor dem Publikum zu spielen, auch mal einen Fehler machen zu können, ohne dass er sich zu stark auswirkt, aber vielleicht auch das ein oder andere positive Erlebnis zu haben, die ersten angekommenen Pässe oder Flanke, der erste Torabschluss, ein gewonnenes Dribbling, einen gewonnenen Zweikampf oder ähnliches.

    Und so hat man Spiele wie gegen Jena, das Rückspiel gegen Atletico oder ähnliche Spiele, in denen man genau das gleiche Szenario eines früh entschiedenen Spiels hatte, bei Atletico hatte man sogar das Rückspiel, das praktisch schon vor dem Anpfiff entschieden war.

    Und wenn eine Spielerin dann zwei, drei positive Jokereinsätze ohne allzu viele Fehler hatte, sich auch im Training nicht komplett daneben benommen hat, dann schenkt man ihr gegen einen leicht zu spielenden Gegner (wie beispielsweise Köln oder Jena) mal das Vertrauen, auch mal von Beginn an zu spielen. Bei einer auf 11, die jetzt auch nicht unbedingt die allermeisten Spielanteile haben muss, sollte das nicht das allergrößte Risiko darstellen. Für die Spielerin ist das aber ein Riesenschritt, mal von Anfang an spielen zu dürfen und von Beginn an im Spielsystem integriert zu sein.
    Und wenn sie das komplett vergeigt, ja gut, dann ist sie erstmal weg vom Fenster! Aber dann hatte sie zumindest eine Chance. Und das muss ja auch nicht heißen, dass sie nie wieder eine Chance bekommt. Man wird das verfolgen, und ihr dann vielleicht, wenn sie weiterhin gute Leistungen in der 2. Mannschaft bringt, irgendwann wieder einmal die Chance einräumen. Und so kann man pro Jahr zumindest 3-4 Spielerinnen an die erste Mannschaft zumindest mal heranführen, gerade bei einem Verein wie dem VfL Wolfsburg, der erstens im besten Fall 34 Spiele hat, und bei dem zweitens nicht jedes Spiel auf Messers Schneide ist wie beispielsweise in Essen oder Hoffenheim.

    Im besten Fall vergeigt die Spielerin es nicht, sondern schlägt ein wie Stegemann oder Siems oder Gwinn oder Bühl und macht den arrivierten Spielerinnen in der Stammelf tatsächlich Druck. Im etwas schlechterem, aber immer noch guten Fall lässt sich aus der Spielerin immerhin eine brauchbare Ergänzungsspielerin machen, die vielleicht nicht gut genug ist, um in einem CL-Finale eine tragende Rolle zu spielen, die man aber ohne große Probleme gegen eine Mannschaft aus dem Mittelfeld mal bringen kann oder auch in einem Spitzenspiel mal zur Absicherung einer Führung oder auch einfach als Ersatzspielerin für eine Spielerin, bei der nach 70, 80 Minuten der Tank leer ist.

    Klar, dass bei einem Verein wie Wolfsburg nie alle diese Spielerinnen unbedingt den Durchbruch schaffen und über Jahre zur Ersten gehören werden. Bei vielen wird die dauerhafte Existenz als Ergänzungsspielerin auch nicht unbedingt der Anspruch sein, und Wolfsburg kann sich solche Spielerinnen auch nicht leisten, das ist klar. Doch wenn man immerhin einen Schnitt erreichen kann, dass im Kader dauerhaft wenigstens 6-7 Spielerinnen stehen, die bei Wolfsburg tatsächlich den Sprung von der Jugend in die 1. Mannschaft geschafft haben, und sei es auch nur als Ergänzungsspielerinnen, die vielleicht bei der Hälfte aller Spiele im Kader und zumindest mal 3-5 Einsätze als Einwechselspielerin haben, dann wäre schon viel, sehr viel gewonnen.

    Schaut man sich bisher aber Wolfsburgs Umgang mit der 2. Mannschaft an, dann hat das schon fast den Charakter, als ob diese Spielerinnen Aussätzige wären. Man kann es an einer Jasmin Sehan oder an einer Michaela Brandenburg sehen: Sie wurden damals mit viel Getöse als mit die besten Nachwuchstalente auf ihrer Position geholt, haben alle Juniorinnen-N11 als Stammspielerinnen durchlaufen, haben allerdings in den 3-4 Jahren, in denen sie da waren, nicht einmal die Chance auf einen Bundesligaeinsatz bekommen, nicht einmal als Einwechselspielerin, und sind mittlerweile mit 20 fast schon zu alt, um das, was da an Talent verkümmert ist, wieder effektiv zu beleben. Man wird sehen, wie das bei Sehan in Sand wird, Brandenburg kann man nur wünschen, dass sie sich auch bald möglichst von Wolfsburg trennt, ansonsten muss man das letztlich als Zeichen werten, dass sie mit dem FF letztlich abgeschlossen hat.

    Stolze kommt jetzt nicht unbedingt mit besseren Meriten als sich Sehan oder Brandenburg in ihrer Zeit in Wolfsburg und schon davor erworben haben, insofern kann man wirklich daran zweifeln, inwieweit sie tatsächlich ihre Chance bekommt, oder ob das mehr so eine Alibiveranstaltung wird wie mit Wedemeyer, was schon ein großer Schritt für Wolfsburg wäre. Wenn sie aber tatsächlich die hochtalentierte Spielerin ist, als die sie angepriesen wird, dann erwarte ich dann aber auch, dass man das in der neuen Saison in Form von Einsätzen, und zwar mehr als Kurzeinsätzen sehen wird, denn dann dürfte es ihr nicht schwer sein, ihre Bundesligareife in Null Komma Nix unter Beweis zu stellen und dauerhaft zumindest Teil der Top 14 zu werden, so wie es Wullaert zuletzt war.

    Nicht nur ich scheine guten Grund zu haben, dies zu bezweifeln.

    (7)
  • Altwolf sagt:

    Es ist schon erstaunlich, wie hier argumentiert wird.
    Der bisherige Tenor lautete doch von den „Kennern“ hier, der VFL habe für d. Nachwuchsarbeit überhaupt nichts übrig, verpflichtet doch nur „fertige“ Stars, insbes. aus dem Ausland.

    Und nun ? Da glaubt man seitens R.Kellermann u. insbes.auch St.Lerch, der ja vor 2 Jahren noch die 2. trainierte u. auch d. B17 kennt, das sich hier e. Spielerin aus dem eigenen Nachwuchs mal für höhere Ansprüche anbietet, da wird ihr schon die „Einsatzmöglichkeit“ in d. 1. abgesprochen.

    Die Spielerinnen mit dem sogg. „Potential“ trainieren des Öfteren mit d. 1. mit, fahren mit in die Trainingslager u. können sich dort zeigen. Das war mit J.Tietge, wie auch mit F.Fiebig u.einigen Anderen der Fall.
    S.Glas kennt sie eben alle aus seiner Zeit als Nachwuchstrainer u. -Koordinator beim VFL u. so bekommen sie bei ihm jetzt die Chance in d. AFBL zu spielen, die sie offenbar in WOB möglicherweise aus Leistungsgründen nicht haben, zumindest werden sie von den Verantwortlichen nicht so eingeschätzt.

    Nur zur Erinnerung, C.Hansen kam mit 18, E.Pajor mit 17 u. auch N.Maritz kam mit 17 Jahren nach WOB, konnten die sich nicht entwickeln ? Sitzen die nur auf der Bank?

    So ist die Darstellung bezügl. L.Magull ebenfalls nicht korrekt.
    Sie wurde schon sehr geschätzt, hatte mehrfach in der Startelf gestanden u. auch CL gespielt. Doch ihr Leistungsstand war damals nicht der, den sie dann durch zunehmende Spielpraxis b. SC entwickelte u. dann auch zu WOB zurückkommen sollte. Nun, sie hat sich anders entschieden, so wie sie jetzt zu den Bayern geht.

    Genau wie @enthusio das darlegt, die Ansprüche sind erheblich höher, um e. Chance in d. 1. zu bekommen. Da gehört nicht nur das Talent, die Physis, sondern auch d. mentale Einstellung dazu, alles für d. Fußball zu tun u. entsprechend auch danach zu leben.
    WOB ermöglicht es diesen Spielerinnen finanziell sich nur um den Fußball zu kümmern u. dadurch ihre Leistungsfähigkeit zu steigern.

    Wie am Beispiel v. J.Wedemeyer zu sehen ist, wird aber auch respektiert u. sie dabei auch unterstützt, wenn der schulische Abschluß erst erfolgen sollte. Natürlich hat das in dieser Zeit zur Folge, das sie für die 1. dann weniger in Frage kommt, da eben Konkurenz mit Qualität vorhanden ist.

    Es wäre schon angebracht das etwas differenzierter zu betrachten u. nicht diese pauschalen Statements abzugeben.
    Es wird den Verantwortlichen damit mehr oder weniger unterstellt, sie seien nicht „fähig“ geeignete Spielerinnen in der eigenen Umgebung zu beurteilen und stattdessen lieber zu versuchen möglichst viel Geld in die Hand zu nehmen, um so dann weniger talentierte Spielerinnen zu verpflichten.
    Das schließt sicher nicht aus, das man sich auch in der ein o. anderen Verpflichtung vertan bzw. mehr versprochen hatte u. sich deshalb auch wieder getrennt hat.

    @Per Larsson
    Ein sehr guter Kommentar. Danke.

    (2)
  • Per Larssen sagt:

    @Fan2
    Und damit ist meine an sich rhetorisch gemeinte Frage, mit welchem Ansatz oder welcher Haltung(!) es tatsächlich gelingen würde, bei gleichzeitigem Anspruch, um alle Titel mitzuspielen, junge Spielerinnen aus den eigenen Reihen an die 1. Mannschaft heranzuführen, recht gut beantwortet 🙂

    (4)
  • Fan2 sagt:

    Was zu Wolfsburg noch zu sagen ist: Ich sehe eigentlich maximal zwei Spielerinnen in der Kategorie „unverzichtbar“ beim VfL Wolfsburg. Und das sind Pernille Harder und mit Abstrichen noch Caroline Hansen. Und mit unverzichtbar meine ich eine absolute Einsatzgarantie in allen relevanten Spielen, was bedeutet, dass hier maximal das Spiel in der zweiten Runde des DFB-Pokals zu streichen ist, sie sich in allen anderen Spielen aber eigentlich so gut wie selbst aufstellen. Auch Popp ist an dieser Kategorie dran, wenn auch zu wenig torgefährlich, als dass sie ganz unverzichtbar wäre.

    Ansonsten aber sehe ich keine Spielerin, die ich jetzt unter die „Creme de la Creme“ rechnen würde. Marta wäre noch so eine Spielerin aus dieser Kategorie, eine Alex Morgan ebenfalls, Ada Hegerberg war das vor ein paar Jahren, Wendie Renard, Le Sommer, vielleicht auch Miedema, Amandine Henry oder Lucy Bronze.

    Bei Wolfsburg sehe ich sonst keine mehr von diesem Kaliber, die nicht theoretisch verdrängt werden könnte. Die, die mal diese Stellung innehatten, wie Fischer, Peter und Goeßling, sind mittlerweile über den Zenit, und selbst Schult ist jetzt nicht die Übertorfrau, die nicht verdrängt werden könnte. Insofern sehe ich es nicht so schwarz wie mancher hier für die Jugend, das, was sich da bei Wolfsburg vor allen Dingen tummelt, sind große Namen, nicht unbedingt immer noch große Klasse. Deswegen würde ich Wolfsburg aktuell eben auch nicht auf einer Stufe mit Lyon oder Orlando Pride (mit Morgan, Marta, Harris, Leroux und Co.) sehen, und langfristig auch hinter ManCity.

    (-1)
  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: In deinem Kommentar steckt mehr Wahrheit, als dir lieb ist.

    „Es wird den Verantwortlichen damit mehr oder weniger unterstellt, sie seien nicht „fähig“ geeignete Spielerinnen in der eigenen Umgebung zu beurteilen und stattdessen lieber zu versuchen möglichst viel Geld in die Hand zu nehmen, um so dann weniger talentierte Spielerinnen zu verpflichten.“

    Nicht mehr oder weniger, sondern voll und ganz. Du hast es perfekt zusammengefasst. Genau das ist es. Und weder Kellermann noch Lerch haben bisher das Gegenteil bewiesen.

    „Nur zur Erinnerung, C.Hansen kam mit 18, E.Pajor mit 17 u. auch N.Maritz kam mit 17 Jahren nach WOB, konnten die sich nicht entwickeln ? Sitzen die nur auf der Bank?“

    Alle drei kamen als fertige Spielerinnen, sprich:

    Hansen kam mit 19 und hatte schon 4 Jahre Erstligaerfahrung in Schweden und Norwegen, debütierte damals mit 15 in der norwegischen Liga, hatte 87 Pflichtspiele absolviert, in denen sie 37 Tore geschossen hatte, hatte zweimal die norwegische Liga und dreimal den norwegischen Pokal gewonnen, jeweils als Stammspielerin, hatte 2011 mit 16 in der N11 debütiert, spielte also beim Wechsel bereits 3 Jahre in der N11, spielte die EM 2013 als Stammspielerin und stand damals bereits im EM-Finale. Zudem hatte sie bereits CL-Erfahrung mit Stabaek und Tyresö.

    Maritz kam im Alter von 17, hatte zuvor aber bereits 28 Spiele in der Schweizer Liga absolviert und hatte mit ihrem Klub FC Zürich schon zweimal das Schweizer Double gewonnen und damit ebenfalls schon CL gespielt. Auch sie war bereits A-Nationalspielerin und hatte beim Zypern-Cup bereits für die Schweiz geglänzt.

    Pajor kam 2015 im Alter von 18 Jahren, hatte zuvor aber auch bereits 3 1/2 Saisons in der polnischen ersten Liga gespielt, auch sie hatte bereits mit 15 debütiert und schoß für Konin in 57 Spielen 62 Tore. Sie wurde einmal Meister mit Konin und zweimal Pokalsieger, spielte CL, bevor sie zu Wolfsburg kam, und das für einen polnischen Klub nicht unerfolgreich, sie führte ihre Mannschaft zur U17-Europameisterschaft und wurde dort als beste Spielerin ausgezeichnet, und debütierte mit 16 in der polnischen Nationalmannschaft.

    Das sind für mich keine Talente mehr, das sind Spielerinnen, die sich bereits auf höchstem Niveau durchgesetzt haben. Und für die Titelsammlungen, die sie mitbrachten, hatten sie es auch nicht unbedingt leicht. Und wieso?
    Weil es in den Ländern, aus denen diese Spielerinnen kamen, Mannschaften wie Freiburg und Potsdam gab, die einem 15- oder 16-jährigen Eigengewächs das Vertrauen geben, sich durchzusetzen. Mit 15 oder 16 waren die nicht unbedingt viel besser als die Spielerinnen, die bei Wolfsburg II spielen. Hier hat auch nie jemand behauptet, dass Wolfsburg in der Jugend keine Talente hat. Sie tun bloß nix für diese Talente, sondern lieber für Talente, die schon fertig zu ihnen kommen mit Erfahrung, die man den eigenen Talenten nicht zugestanden hat.

    „So ist die Darstellung bezügl. L.Magull ebenfalls nicht korrekt.
    Sie wurde schon sehr geschätzt, hatte mehrfach in der Startelf gestanden u. auch CL gespielt. Doch ihr Leistungsstand war damals nicht der, den sie dann durch zunehmende Spielpraxis b. SC entwickelte u. dann auch zu WOB zurückkommen sollte. Nun, sie hat sich anders entschieden, so wie sie jetzt zu den Bayern geht.“

    Nun, Magull hatte in Freiburg keinen besseren Leistungsstand, sondern eher einen noch schlechteren, als sie dort ankam, im Vergleich zu ihrem Beginn bei Wolfsburg. Freiburg hat nur verstanden, sie an dem für sie richtigen Ort einzusetzen, den Wolfsburg ihr nicht freimachen wollte, wo sie immer nur auf der „6“, nie aber auf der „10“ zum Zug kam. Freiburg hat sie erst wieder zu dem gemacht, was sie konnte, und hat ihr auch das Vertrauen gegeben und hin und wieder auch mal ein schlechtes Spiel zugestanden, wie man es jeder Spielerin zugestehen muss.

    Der Kommentar ist entlarvend. Man schafft es selbst nicht, Talente weiterzuentwickeln, sondern will andere Vereine die Drecksarbeit machen lassen, um dann selbst die Ernte einzufahren. Magull hat damals das richtige getan und sich gegen Wolfsburg entschieden, weil dort ihr Platz spätestens jetzt, wo Harder da ist, besetzt ist und sie nunmal klassische „10“erin ist. Ob diese Stelle bei Bayern frei ist, ist fraglich, da eigentlich auch Däbritz eine solche echte „10“ ist und dort am besten spielen kann, wenn sie denn in Form ist. Die Gefahr, dass sie da wieder in ein System gequetscht wird, das ihr nicht liegt und in dem sie komplett außer Form gerät, ist jedenfalls groß.
    Das ist eben der Unterschied zwischen Freiburg und Wolfsburg bzw. Bayern!

    (4)
  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2
    Eigentlich „fantastisch“, wie Du dich mit den Verhältnissen von WOB auseinandersetzt u. uns auch dabei noch „plausibel“ machen kannst, wie und gegen wen man talentierte Nachwuchskräfte „clever“ einsetzen kann ohne eigentlich ein „Risiko“ eingehen zu müssen.

    Wenn ich es nicht besser wüsste, würde man vermuten können, Du bist hautnah bei den Spielen u. verfolgst die Nachwuchsarbeit auf dem Platz u. in d. Trainings, obwohl du offensichtlich noch nie in WOB warst.
    Du verstehst es wirklich beeindruckend diese ganzen Abläufe und Entscheidungen aus der „Ferne“ zu theoretisieren u. jeder Fußballclub könnte sich glücklich schätzen, so e. „Experten“ an der Hand zu haben.

    Der, der offensichlich so gut wie keine Spiele live im Stadion erlebt, der seine „Antipathie“ gegenüber d. VFL ständig bekundet,damit doch eher signalisiert dessen Spiele, falls sie mal im TV gezeigt werden, sich sicherlich nicht „zumuten“ wird, will beurteilen, das die Wölfinnen auch unter e. Trainer R.Kellermann bzw. St.Lerch, eigentlich nur das Spielen, was sie bei ihren früheren Trainern schon gezeigt haben.

    Da früher eher noch weniger Vereinsfußball in den Medien gezeigt wurde, ist es für mich ein „Phänomen“, wie Du zu solchen Eindrücken u. Wissen gelangen konntest, ja überhaupt zu wissen, wie die „früher“ gespielt haben.

    „Das Denken, was ich da entdecke, ist so durch und durch deutsch und gleichzeitig so durch und durch falsch.“
    Was soll denn dieser Unsinn ? Was ist da „durch u. durch deutsch“ ?

    Auch Deine „Wertschätzung“ der anderen Vereinen der AFBL, die sich gerade in der letzten Zeit erkennbar im Niveau, in d. Physis u. im taktischen Verhalten deutlich verbessert haben und eben keine Spiele mehr, auch für die sogg. „Grossen“ nicht, als „Selbstläufer“ einzustufen sind, ist schon sehr „despektierlich“.

    Genauso, wie Du Spielerinnen, die deine Sympathie geniessen in ihren Leistungen (auch wenn sie lange nicht gespielt haben) eher „euphorisch“ positiv preist, solltest Du doch mal die Entwicklung derer abwarten, die sich nicht deiner Zuneigung erfreuen können u.
    deren Aussichten nicht von vornherein in Frage stellen.

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Damit verringern sich natürlich die Chancen eigener junger Spielerinnen, in eine Spitzenmannschaft hineinzuwachsen.
    Muß man das wirklich bedauern?“

    Ja – wenn man bereit ist, über den ‚Tellerrand‘ des eigenen Vereins hinauszudenken! Denn die ‚Eigengewächse‘, deren Chancen durch die Verpflichtung internationaler Spitzenspielerinnen verringert werden, sind (zumindest potentiell) künftige deutsche Nationalspielerinnen und damit, wenn man so will, „die Zukunft des deutschen Frauenfußballs“!

    (3)
  • Henne sagt:

    @ FFFan

    Genauso sieht es nämlich aus!!!!
    Es werden meist nur „Ausländerinnen“ verpflichtet, welche sich unter guten bis sehr guten Bedingungen in der AFBL weiterentwickeln können und dies dann bei internationalen Vergleichen/ Turnieren abrufen können.

    (2)
  • enthusio sagt:

    @FFFan und @Henne:

    Das sehe ich anders. Die „Eigengewächse“ haben im täglichen Training im Verein die Möglichkeit, sich mit den noch besseren (internationalen) Spielerinnen zu messen, von ihnen zu lernen und sich weiterzuentwickeln.
    Natürlich fehlt ihnen die Wettkampfpraxis, aber das Trainerteam wird schon erkennen, ob und wann der Zeitpunkt gekommen ist, sie aufgrund der Trainingseindrücke den „Ausländerinnen“ vorzuziehen.

    Das Thema „Nationalmannschaft“ ist kein Argument, denn entweder setzen sie sich durch oder wechseln zu anderen Vereinen, wo sie – siehe Magull – Stammspielerinnen werden und dann in die Natio berufen werden.

    Seit wann haben denn Spitzenvereine das Ziel, deutsche Spielerinnen an die Natio heranzuführen ? Es geht doch vorrangig um sportliche Qualität und den Gewinn von Titeln auf Vereinsebene. Wenn die deutschen Talente diese Qualitätsansprüche nicht erfüllen, bleiben sie eben in der zweiten Reihe. Aus Vereinssicht finde ich das völlig in Ordnung, aus Sicht der Natio würde man sich in den Spitzenvereinen natürlich am liebsten 16 deutsche Spielerinnen im Kader wünschen.

    Wenn man „über den Tellerrand des eigenen Vereins“ hinaussieht (und das mache ich selbstverständlich auch), wünscht man doch nicht nur unserer Nationalmannschaft bei ihren Turnieren, sondern auch den deutschen Spitzenvereinen wie Wolfsburg in der WCL den größmöglichen Erfolg. Dann ist aber das Verhalten der Verantwortlichen in Wolfsburg konsequent und nachvollziehbar.

    (3)
  • Henne sagt:

    @enthusio

    Du liegst mit deiner Meinung völlig richtig. Es ist ein „Teufelskreis“, die Vereine denken nur an sich, müssen sie auch, um vereinsinterne Ziele zu erreichen.

    „Das Thema „Nationalmannschaft“ ist kein Argument, denn entweder setzen sie sich durch oder wechseln zu anderen Vereinen, wo sie – siehe Magull – Stammspielerinnen werden und dann in die Natio berufen werden.“
    Hiermit gibst du uns eigentlich recht!
    Wenn du als junge Spielerin nicht an den „Ausländern“ vorbei kommst, bleibt dir nur diese Option des Wechselns zu einem „Kleineren“ Verein.
    Die Verantwortlichen der Vereine sind bei Neuverpflichtungen in der Pflicht, müssen ja beweisen das ihre Einkäufe keine Fehlinvestitionen waren. Also gibt man diesen Spielerinnen auch mehr Zeit sich zu etablieren (siehe Eva Pajor vom VfL). Ihr wurde in ihrer Anfangszeit beim VfL auch diese Eingewöhnungsphase „gestattet“, dem eigenen Nachwuchs gibt man diese Zeit nur selten, man schickt sie lieber wieder in die Zweite zurück.

    (0)
  • Zaunreiter sagt:

    Fan2 aka Sheldon vergisst in seiner Litanei, dass nicht Orlando Pride mit all den Martas und Morgans US-Meister sind, sondern sich im Championship die Thorns und die Courage gegenüberstanden.
    Die Systeme Thorns und Seattle Reign tragen sich von selbst. Ebenso das „System Courage“. So langsam müssen die Pride mal in die Puschen kommen, sonst wird es den Lateinamerikanern in Florida zu langweilig.
    Ebenso würde ich wirklich gerne mal Vergleiche sehen zwischen WOB, Lyon, Bayern, Man City oder Barcelona und den Portland Thorns, Orlando Pride, NC Courage und Melbourne City oder auch Kobe Leonessa.

    (3)
  • enthusio sagt:

    @Zaunreiter:

    „Ebenso würde ich wirklich gerne mal Vergleiche sehen zwischen WOB, Lyon, Bayern, Man City oder Barcelona und den Portland Thorns, Orlando Pride, NC Courage und Melbourne City oder auch Kobe Leonessa.“

    Ich auch ! 🙂

    (3)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar