Frauen-Bundesliga: Vorschau auf den 15. Spieltag

Von am 24. März 2018 – 10.46 Uhr 4 Kommentare

Am 15. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga will der VfL Wolfsburg mit Rotation zum Erfolg gekommen und der FC Bayern München sein spielerische Niveau abrufen. Das emotionale Highlight des Spieltags dürfte aber der Abschied von Ana-Maria Crnogorčević beim 1. FFC Frankfurt werden.

Spielszene FF USV Jena gegen 1. FFC Frankfurt

Der FF USV Jena hofft auf Punkte beim 1. FFC Frankfurt © Jürgen Scheere/FF USV Jena

Bayern gegen Hoffenheim live im TV

23 Treffer in zwei Partien – der FC Bayern München präsentierte sich zuletzt in DFB-Pokal und Frauenfußball-Bundesliga in Torlaune. Doch am Samstag (ab 14 Uhr live auf SPORT1/DFB-TV/TELEKOM SPORT) dürfte die TSG 1899 Hoffenheim mehr Klasse und Gegenwehr bieten, als die beiden Gegner zuvor.

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Bayern will sich wieder spielstark präsentieren

Bayern-Trainer Thomas Wörle meint: „Hoffenheim verfügt über eine kombinationssichere und konterstarke Mannschaft. Wir haben uns vorgenommen, das gegnerische Umschaltspiel zu kontrollieren und an die spielerische Stärke aus unseren letzten beiden Spielen anzuknüpfen.“ Bereits im Hinspiel behielten die Münchenerinnen klar mit 4:0 die Oberhand.

Ehrmann: „Wir schauen auf uns“

Die TSG 1899 Hoffenheim will sich von dem bayerischen Torrausch nicht allzu sehr beeindrucken lassen. „Wir schauen auf uns und lassen uns von Bayerns Qualität nicht entmutigen“, so Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann. „Wir müssen gegen die Münchnerinnen sehr aufmerksam sein, um rechtzeitig in die Zweikämpfe zu kommen. Denn wir dürfen dem FC Bayern nicht ermöglichen, den Ball laufen zu lassen, denn dann rennen wir nur hinterher.“

Jena in Frankfurt mit dem Rücken zur Wand

Mehr als einen Monat nach dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim (2:0) geht es für den 1. FFC Frankfurt gegen den Tabellenletzten FF USV Jena wieder um Punkte in der Frauenfußball-Bundesliga. Frankfurts Trainer Niko Arnautis meint: „Durch die Neuansetzung unseres Auswärtsspiels in Sand am nächsten Mittwoch bildet das Heimspiel gegen den FF USV Jena den Auftakt in eine englische Woche. Mit drei Spielen innerhalb von acht Tagen stehen wir also vor einer intensiven Phase – und es wäre wichtig, gleich am Sonntag ein Erfolgserlebnis einzufahren.“

Abschiedsspiel von Crnogorčević

Arnautis hofft, dass sich die Weiterentwicklung des Teams in Punkte ummünzen lässt. „Unser Team hat sich in den letzten Wochen sehr gut weiterentwickelt und jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns endlich dafür belohnen. Die Mannschaft ist heiß darauf, nicht nur ihren Fans, sondern insbesondere Ana Maria Crnogorčević in ihrem vorerst letzten Auftritt im Stadion am Brentanobad einen Sieg zu schenken!“

Greulich: „Müssen nun in dem Spiel punkten“

Der Gast aus Thüringen steht mit dem Rücken zur Wand und schaffte es in zehn Jahren Erstligazugehörigkeit noch nie, dieses Duell für sich zu entscheiden. Jenas Trainerin Katja Greulich meint: „Klar ist, dass wir nun in jedem Spiel punkten müssen – egal gegen wen. Das ist beim 1.FFC Frankfurt besonders schwer, erst recht nach dem Trainerwechsel in der Hinrunde. Ziel unserer Defensive muss es sein, äußerst kompakt zu stehen und so möglichst lange die Null zu halten. Aus den wenigen Chancen, die sich uns bieten werden, gilt es dann, das Maximum herauszuholen.“

Freiburg mit Sorgen

Der SC Freiburg hat Aufsteiger 1. FC Köln zu Gast, der in dieser Saison im Schnitt bisher mehr als vier Gegentore pro Partie kassiert hat. Dementsprechend klar sind die Rollen verteilt. „Natürlich erwartet jeder einen Sieg von uns“, so Freiburgs Trainer Jens Scheuer. Doch die Freiburgerinnen plagten unter der Woche personelle Sorgen, da unter der Woche teilweise bis zu fünf Spielerinnen angeschlagen mit dem Training aussetzen mussten.

Weiter kein Comeback von Simon

Doch Ausreden gelten nicht: „Es steht außer Frage, dass wir, egal, welches Personal am Sonntag auf dem Platz stehen kann, natürlich das Ziel und den Anspruch haben, Köln zu schlagen und die drei Punkte einzufahren.“ Neben den zur U17-EM-Qualfikation abgestellten Ivana Fuso und Greta Stegemann werden auch Marie Müller und Clara Schöne (beide im Aufbautraining) fehlen. Auch auf das Comeback von Carolin Simon werden die Fans warten müssen. Sie kann nach wie vor nicht schmerzfrei trainieren.

Essen will gegen Sand auf Pokalerfolg aufbauen

Die SGS Essen hat den SC Sand zu Gast und will an die Leistung beim furiosen 5:2-Sieg nach Verlängerung im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg anknüpfen. Essens Trainer Daniel Kraus meint: „Für uns wird es im Vorfeld dieses Spiels darum gehen, die vielen guten Momente des Pokalspiels gegen Freiburg wieder präsent in die Köpfe zu bekommen und diese Dinge dann ebenso im Spiel gegen Sand erneut auf den Platz zu bringen.“

Mit Schwung und Moral

Stürmerin Lea Schüller meint: „Wir gehen mit einem guten Gefühl und viel Schwung aus dem Pokalspiel gegen Freiburg in die kommende Begegnung gegen den SC Sand. Dabei wollen wir genauso wie zuletzt aus einer kompakten Defensive agieren. Im Hinspiel haben wir bereits gezeigt, dass wir auch aus einem Rückstand zurückkommen können. Dazu wollen wir es dieses Mal allerdings nicht kommen lassen und werden von Beginn an hoch fokussiert sein.“

Einsatz von Nina Burger fraglich

SC Sands Sportlicher Leiter Dieter Wendling meint: „Das sind immer knappe Spiele. Ich denke, wir könnten am Sonntag durchaus einen Zähler notieren und wenn es gut läuft auch mal drei.“ Bei diesem Unterfangen ist laut Wendling allerdings der Einsatz von Stürmerin Nina Burger fraglich. Sicher fehlen werden die verletzten Verena Aschauer, Anna Schlarb, Claire Savin und Selina Wagner.

Pernille Harder trifft für den VfL Wolfsburg gegen Slavia Prag

Pernille Harder traf früh zur Wolfsburger Führung gegen Slavia Prag © imago / regios 24

Wolfsburg setzt auf Rotation

Nach dem überzeugenden Auftritt in der UEFA Women´s Champions League gegen Slavia Prag hat der VfL Wolfsburg den MSV Duisburg zu Gast. „Wir wissen, dass es eine schwere Aufgabe wird am Sonntag, da Duisburg uns mit einer sehr defensiven Einstellung begegnen wird. Deswegen wollen wir eine frische Mannschaft auf den Platz bekommen und unser Spiel durchbringen“, so Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch, der womöglich auf die angeschlagene Lara Dickenmann verzichten muss.

Duisburg will kein Punktelieferant sein

MSV Duisburgs Trainer Thomas Gerstner meint: „Wir fahren schon mit dem Anspruch nach Wolfsburg, dort auch etwas holen zu wollen. Um allerdings gegen ein so stark besetztes Team zu punkten, müssen wir uns spielerisch deutlich steigern.“

Bremen will gegen Potsdam an Hinspiel anknüpfen

Der 1. FFC Turbine Potsdam reist zum SV Werder Bremen, der den Potsdamerinnen bereits im Hinspiel ein 1:1 abtrotzte. Werder Bremens Trainerin Carmen Roth hofft nach der unnötigen Niederlage beim MSV Duisburg auf ein neuerliches Erfolgserlebnis gegen Turbine. „Bereits im Hinspiel konnten wir zeigen, dass wir auch Potsdam Paroli bieten können. An jene Leistung gilt es am Sonntag anzuknüpfen. Wir wissen alle, dass es eine schwere Aufgabe wird, dennoch gehen wir mit einer positiven Einstellung in die Partie und werden alles versuchen, um Zählbares mitzunehmen.“

Frauenfußball-Bundesliga, 15. Spieltag

Samstag 24. März

14 Uhr: FC Bayern München – TSG 1899 Hoffenheim (SPORT1, DFB-TV, TELEKOM SPORT live)

Sonntag, 25. März

11 Uhr: 1. FFC Frankfurt – FF USV Jena
14 Uhr: SGS Essen – SC Sand
14 Uhr: SC Freiburg – 1. FC Köln
14 Uhr: SV Werder Bremen – 1. FFC Turbine Potsdam (TELEKOM SPORT live)
14 Uhr: VfL Wolfsburg – MSV Duisburg

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Friederike Abt im Hoffenheimer Tor hat heute eine Weltklasseleistung geboten und ein Debakel gegen Bayern verhindert.
    Solch eine phantastische Torhüterinnenleistung habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ob Horst Hrubesch seinem Nachfolger Friederike Abt zur ständigen Beobachtung empfehlen wird ? An guten Torhüterinnen mangelt es Deutschland jedenfalls nicht.

    Umgekehrt müssen sich die Münchnerinnen fragen lassen, wie man derart kläglich so viele Torchancen leichtfertig vergeben kann.
    Ansonsten hat mir die Spielweise der Münchnerinnen diesmal gut gefallen, sehr zielgerichtet und mit einigen schönen Ballpassagen und kernigen Weitschüssen.
    Sarah Däbritz hat auf jeden Fall ein Traumtor erzielt.

    (13)
  • FFFan sagt:

    Ja, die Bayern sind momentan gut drauf. Auch die bisherigen ‚Sorgenkinder‘ (L.Maier, M.Leupolz, S.Däbritz) zeigen klar ansteigende Form – Horst Hrubesch wird’s freuen!

    (3)
  • tom sagt:

    Leider immer den gleiches. Denken auf Fusball meint, eine gute Spiel noch nicht, gleich loben für Nationalmanschaft .Sonst Manschaft jede Spiel anderes.

    (-4)
  • bale sagt:

    ICH finde Sarah Däbritz findet wieder zu ihrer Topform super es geht aufwärts.

    (0)

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