Lange Pause für Tabea Kemme

Von am 16. März 2018 – 18.19 Uhr 21 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam und die deutsche Frauenfußball-Nationalelf müssen mehrere Monate ohne Tabea Kemme auskommen. Die 26-Jährige fällt mit einer schweren Knieverletzung aus.

Tabea Kemme muss wegen einer Knieverletzung mehrere Monate pausieren

Tabea Kemme muss wegen einer Knieverletzung mehrere Monate pausieren © Turbine Potsdam

Kemme musste schon beim DFB-Pokal-Spiel beim 1. FFC Frankfurt am Dienstag auf Grund von Knieproblemen zu Hause bleiben. Am Mittwoch bestäigte sich ein Knorpelschaden im rechten Knie. Die Folge ist eine bis zu neun monatige Pause für die Nationalspielerin.

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„Völlig überraschend“

„Für mich kam die Nachricht, dass meine Knieschmerzen eine so ernsthafte Verletzung mit einer so langen Pause nach sich ziehen werden, völlig überraschend. Zuerst war ich geschockt, da ich glücklicher Weise noch nie so eine schwere Verletzung hatte. Heute, mit zwei Tagen Abstand, habe ich die Hiobsbotschaft schon ein wenig verdaut und weiß, dass ich bei Turbine in sehr guten, medizinischen Händen bin.“

Erste OP am Mittwoch

Am kommenden Mittwoch steht für Kemme die erste Operation auf dem Plan, wo bei einer Arthroskopie analysiert wird, was genau am Knorpel kaputt gegangen ist. Turbine Potsdam wünscht seiner Spielerin alles Gute und viel Kraft für ihren Genesungsweg und hofft auf eine baldige gesunde Rückkehr auf den Fußballplatz.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

21 Kommentare »

  • speedy75 sagt:

    Bitter das ganze, da kann man nur gute Besserung und Genesung wünschen.

    (12)
  • Micky sagt:

    Tabbi, ich wünsche Dir baldige 100%ige Genesung !!

    Dein Traum von was Neuem kann dann immer noch in Erfüllung gehen. Jeder echte Turbine Fan versteht, dass Du nach 12 Jahren „volle Pulle“ für den Verein das Recht hast, neue Welten zu erobern.

    Du hast die Power um den „Schei..“ schadlos zu überstehen !

    Schelmisch sag ich: Sie bleibt uns noch eine Weile erhalten, zumindest auf der Tribüne.

    Tabbi alles Gute !!

    (16)
  • WoNáDo sagt:

    Du lieber Himmel – alle Gute und bloss nicht den Kopf hängen lassen und danach wieder voll angreifen. Ich wünsche alle Gute und vielleicht geht es ja sogar ein wenig schneller.

    (16)
  • Detlef sagt:

    Eine Hiobsbotschaft schlimmster Sorte!!! 🙁
    Ich wünsche TABBI die Kraft und Ausdauer, diese schwere Verletzung zu überstehen, und danach wieder voll anzugreifen, auch wenn es leider nicht mehr bei TURBINE sein wird!!!

    (17)
  • SCF Klausi sagt:

    Auch von mir eine gute und vollständige Genesung an Tabea Kemme.

    (8)
  • Detlef sagt:

    Und die nächste schlechte Nachricht gleich hinterher,
    Das morgige Spiel in Potsdam wurde abgesagt!!!

    (3)
  • bale sagt:

    Gute Besserung Tabbi,werde wieder richtig gesund und nehme dir die zeit.

    (8)
  • holly sagt:

    An Stelle von potsdam würde ich versuchen tabea zu eined vertragsverlangerung zu überzeugen. Mit der schweren Verletzung wird es schwer fur tabea einen neuen Verein zu finden.

    (2)
  • Zaunreiter sagt:

    Oha!
    Ich wünsche ihr eine gute und vollständige Genesung und dass sie die Zeit dazu hat und sich auch nimmt.

    (5)
  • Altwolf sagt:

    Ein schwerer Rückschlag für Tabbi u. auch f. Turbine.
    Alles Gute u. möglichst komplikationslosen Heilungsverlauf.

    Wenn es als Berufskrankheit (Verletzung) anerkannt wird, müsste die Berufsgenossenschaft für d. Heilungsverlauf u.d. Reha eintreten und dazu muss sie bei Turbine als Arbeitgeber u. Prämienzahler bleiben, solange bis sie ihre „Berufstätigkeit“ wieder aufnehmen kann o.,was wir ihr alle nicht wünschen, den „Beruf“ nicht mehr ausüben kann.
    Deshalb käme e. Wechsel des Vereines z. Zt. nicht in Frage, wenn sie die Kosten nicht selbst tragen will.

    (1)
  • holly sagt:

    @altwolf, aber ihr angestellten Verhältnis mit dem Verein endet ja nach der Saison. Spielt das dabei keine Rolle?
    Für mich hört sich das an als wäre es so, als ob ich einen befristeten aRbeitsvertrag habe.

    (3)
  • WoNáDo sagt:

    Hoffen wir erst einmal, dass es sich mit der Aussage „bis zu 9 Monate Ausfall“ ähnlich verhält, wie mit den „bis zu 50 MBit/s“-Aussagen der Internet-Provider, zumal nach den offiziellen Aussagen ja erst am Mittwoch kommender Woche eine genaue Diagnose möglich sein wird.

    Bezüglich der finanziellen und versicherungstechnischen Aspekte darf man auch nicht übersehen, dass die Verletzung eventuell im Zusammenhang mit der Nationalmannschaft auftrat (sie wurde im vorletzten Spiel ausgewechselt und hatte zu dem Zeitpunkt offensichtlich Probleme).

    Sollte sie nicht während ihrer aktuellen Vertragslaufzeit wieder völlig genesen, sollte man nicht vergessen, dass sie beruflich über die Polizei abgesichert ist, also auch ohne einen Folgevertrag bei Turbine nicht sozusagen „auf der Strasse sitzt“.

    Wer nun genau für alle Kosten bis zur vollständigen Genesung zuständig ist, lässt sich für uns aussen stehe Beobachter kaum feststellen.

    Sobald sie aber wieder fit ist, dürfte eine Spielerin ihrer Qualität keine Probleme mit einem Einstieg haben.

    Jetzt ist aber erst einmal wichtig, dass sie die Erstbehandlung hinter sich bringt und dann optimistisch, und daran habe ich bei ihr keinen Zweifel, an die Reha herangeht.

    (10)
  • GG sagt:

    Schon verrückt, dieses jüngste Turnier der N11:
    Zunächst BABS Peter mit schwerer Verletzung (1. Partie vs. USA) vorzeitig abgereist, dann im Nachgang die sportliche Leitung geschasst, und jetzt stellt sich heraus, das TABBI Kemme (2. Partie vs. England) auch noch eine schlimme Blessur davongetragen hat.

    (6)
  • Altwolf sagt:

    @holly

    Sollte die Ausheilung der Verletzung incl. Reha zeitlich nicht in ihren bisherigen Arbeitsvertrag passen , müßte der Vertrag verlängert werden.

    So ist es auch mit N.Keßler gemacht worden. Welche Modalitäten dabei dann in finanzieller Hinsicht getroffen werden können ist dann Sache der beiden Parteien. Wenn, dann sicherlich zu e. niedrigerem Gehalt.
    Ob auch der DFB dabei mit ins Boot genommen wird, hängt davon ab, ob es sich nachweislich um e. „akute“ Schädigung handelt o. nur der Auslöser e. bereits schon länger gehenden „Abnutzungserscheinung“ ist.
    Abhängig jedoch auch, ob der DFB seine Spielerinnen „nur“ unfallversichert o. auch als „Kurzzeitangestellte“ in der Berufsgenossenschaft führt und für sie prämienpflichtig ist.

    Mich würde deshalb nicht wundern, wenn es bald von TP zu hören ist, das man den Vertrag verlängern konnte.

    (4)
  • Marika sagt:

    @Altwolf Kessis Verletzungsgeschichte ist doch eine komplett andere. Der Vertrag bei WOB wurde definitiv nicht nur für die Reha verlängert. Auch wenn es bei der letzten Verlängerung schon mies aussah, es bestand doch noch die kleine Chance dass das wieder wird. (Täuscht mich nicht alles wurde das Karriereende im April verkündet,1 Monat davor wurde sie erneut operiert was letztendlich ausschlaggebend war)… Abgesehen davon hört man ,aus bisher immer sehr verlässlicher Quelle, dass Tabbi bereits bei einem neuen Verein unterschrieben hat.
    Verletzte Spieler/innen wechseln immer wieder mal, und nicht alle sind Nationalspieler/innen die dazu noch Beamte sind..

    (-1)
  • Altwolf sagt:

    @Marika

    Es geht doch dabei nicht um die komplette Leidensgeschichte z.B. von N.Keßler, sondern um den Ist-Status und dabei ist doch die Chance für Tabbi wieder spielen zu können deutlich größer als es zu dem Zeitpunkt für Nadine war, wo es mehr o.weniger der „letzte“ Versuch war ihr das Fußballspielen nochmals zu ermöglichen.

    Komplizierter wird es jedoch, wenn Tabbi schon e. Vertrag bei e. anderen Club ( insbes. im Ausland) unterschrieben hat u. ob es möglich ist, dann e. anderen Kostenträger zu finden o. der neue Club übernimmt die Reha in Eigenregie.

    Innerhalb Deutschlands könnte es der gleiche Kostenträger ( Verwaltungs-BG ) sein, denn auch als Nadine verletzt von TP nach WOB wechselte, war sie noch längere Zeit in der Reha, bevor sie dann mittrainieren u. spielen konnte. Da nehme ich an, daß die Vereinszugehörigkeit innerhalb dieses Systems, wenn sie nahtlos ineinander übergeht dann keine Rolle spielt. Die meisten „Profis“ haben jedoch für solche Fälle e. private Unfallversicherung abgeschlossen.

    (3)
  • Marika sagt:

    @Altwolf: Ich habe mich doof ausgedrückt, ich wollte damit sagen dass ich deinen Vergleich mit ihr einfach unpassend finde, weil zwei komplett unterschiedliche Fälle. Du sagst „Sollte die Ausheilung der Verletzung incl. Reha zeitlich nicht in ihren bisherigen Arbeitsvertrag passen , müßte der Vertrag verlängert werden.
    So ist es auch mit N.Keßler gemacht worden“. Sie hatte offensichtlich generell nicht den Wunsch den Verein zu verlassen. Die Verlängerung erfolgte weil weiter für WOB spielen wollte und auch WOB sie behalten wollte, die Chance sie wieder spielen zu sehen bestand schließlich. Vertrag verlängern MÜSSEN um nicht aus der eigenen Tasche zu zahlen… innerhalb Europa kann ich mir das tatsächlich schwer vorstellen.

    (-1)
  • FrankE sagt:

    Von mir auch alles alles Gute für die Genesung und die Zukunft.

    Seit heute wissen wir auch wer zukünftig neben Svenja für Turbine stürmen wird. Heute wurde die Verpflichtung von Lena Petermann bekannt gegeben.

    (3)
  • Detlef sagt:

    TURBINE verpflichtet für die nächste Saison die Freiburgerin Lena Petermann!!! 🙂

    (4)
  • ruhri sagt:

    Detlef schreibt:

    „Eine Hiobsbotschaft schlimmster Sorte!“

    Nun lass mal die Pferde im Dorf. Eine Hiobsbotschaft schlimmster Sorte ist z. B. wenn einer Familie durch Unfall oder Krankheit der Ernährer genommen wird (oder Frau Kemme sich beim Holz hacken den rechten Zeigefinger abgetrennt hätte).

    Wünsche Tabea Kemme eine vollständige Genesung und dass sie in ihrem erlernten Beruf keine Einschränkungen durch diese Verletzung hinnehmen muss.

    (-2)
  • Altwolf sagt:

    @Marika
    Wir streiten offenbar um des „Kaisers Bart“.
    Die Vereine „müssen“ nicht verlängern, tun es aber meist, um den Betroffenen weiterhin das Umfeld, die Unterstützung z. B. „Dienstwagen usw.“u. auch eigene Reha-Möglichkeiten anbieten zu können, wenn man so will stehen sie meist zu ihrer sozialen Verantwortung.
    Nur zum Verständnis:
    Die Berufsgenossenschaften sind in Deutschland d. gesetzlichen Unfallversicherungen, sie sind Pflichtversicherungen, denen jeder Arbeitgeber (auch Vereine m. angestellten Spielerinnen) mit Pflichtbeiträgen nachzukommen hat. Da diese auch für den Arbeitsschutz insbes. am Arbeitsplatz zuständig sind, gilt dies nur für das Gebiet Deutschland. Die Risikoeinschätzung bzw. Gesundheitsgefährdung der Spielerinnen bestimmt die Prämienhöhe.
    Z.B. bei 2.Ligavereinen MF ca. 400.000 € jährlich.

    Bei e. Verletzungsfall zahlt der Verein f. 6 Wochen das Gehalt,danach übernimmt die BG die Versorgung mit e. Tagegeld, analog dem Krankengeld b. „normalen“ Erkg. (die Krankassen sind hier aussen vor, da diese Verletzungen als Arbeitsunfall eingeordnet werden). Die meisten „Profis“ haben für diese Situation e. private Unfallversicherung abgeschlossen, die ihnen einerseits d. Tagessatz erhöht, zum Anderen d. Möglichkeit gibt sich z.B. auch im Ausland bei Spezialisten behandeln zu lassen.
    Ansonsten gibt die BG vor, welche Ärzte,Kliniken o. Reha-Institutionen in Anspruch genommen werden können.

    Wenn also Tabbi ins Ausland geht und noch in d. Reha-Phase steckt, dann muß sie wohl selbst dafür aufkommen (möglicherweise hat sie e. ausreichende private Unfallversicherung) o. ihr neuer Arbeitgeber übernimmt die Kosten o. man teilt es sich.

    (3)

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