SheBelieves Cup: DFB-Frauen verlieren gegen Frankreich

Von am 8. März 2018 – 0.34 Uhr 105 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat ihr abschließendes Spiel beim SheBelieves Cup gegen Frankreich klar verloren und das Turnier somit als Letzter abgeschlossen.

Das Logo des DFB

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In Orlando/Florida setzte es für die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones eine 0:3 (0:1)-Niederlage.

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Nur Frankreich trifft

Amandine Henry brachte die Französinnen in Führung (18.). In der zweiten Halbzeit schraubten Eugénie Le Sommer per Kopf (56.) und Valérie Gauvin (68.).

Fünf Neue in der Startelf

Nur in der Anfangsphase spielte die in der Startformation auf fünf Positionen veränderte DFB-Elf gut mit, doch mit zunehmender Spieldauer kippte die Partie immer mehr zugunsten der Französinnen.

Chancen durch Marozsán und Popp

Dzsenifer Marozsán hatte mit einem Schussversuch fast von der Mittellinie ebenso eine gute Chance (24.) wie Alex Popp (39.), doch insgesamt konnte die DFB-Elf nur wenige Akzente setzen. In den Schlussminuten kam die eingewechselte Lena Goeßling zu ihrem 100. Länderspiel.

Frankreich – Deutschland 3:0 (1:0)

Frankreich: Bouhaddi – Torrent, M´Bock Bathy, Tounkara (45.+5 Georges), Majri – Geyoro, Henry (88. Clemaron) – Asseyi (67. Diani), Thiney, Le Sommer (78. Karchaoui) – Gauvin (90.+1 Léger)

Deutschland: Schult – Blässe (57. Dallmann), Hendrich, Elsig, Faißt – Marozsán (88. Islacker), Doorsoun (90. Goeßling) – Popp, Magull (46. Klasen), Däbritz (80. Kayikci) – Schüller (46. Huth)

Tore:
1:0 Henry (18.), 2:0 Le Sommer (56.), 3:0 Gauvin (68.)

Gelbe Karte: Klasen

Schiedsrichterin: Christina Unkel (USA)

Tags:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

105 Kommentare »

  • codo25 sagt:

    @ajki: das von Dir beobachtete Phänomen hinsichtlich der Diskrepanz der Spielerinnen Leistung in Verein und N11 sowie das fehlende Mannschaftsgefuehl in Letzterer beschäftigt mich auch. Wenn ich hier mal die mangelnde Erfahrung der Trainerin aussen vor lasse: könnte der Grund dieser Diskrepanz nicht auch in einer zu kurzen Vorbereitungsphase der Nationalmannschaft vor den Spielen liegen? Betrachtet man einmal das Spielkonzept von Steffi Jones- häufige Rotation, flexibler Einsatz der Spielerinnen durch Positionswechsel, regelmäßige Einbindung neuer Spielerinnen-, würde ich da doch Handlungsbedarf sehen. Stellt sich natürlich die Frage, wie das mit dem laufenden Ligabetrieb vereinbar ist. Die einfache Antwort „back to the roots“ mit dem Konzept Neidscher Prägung ist m. E. auch keine Lösung. Also, noch ein drittes Konzept? Fragen über Fragen…

    (7)
  • Altwolf sagt:

    @WoNaDo
    Deine Ausführungen zu den Erhebungen u. Möglichkeiten von Daten, um Spielanalysen zu perfektionieren finde ich sehr interessant u. auch nachvollziehbar, wenn Du als Mathematiker versuchst Abläufe u. Spielsituationen berechenbarer zu machen u. dabei nach Chancen suchst durch Fehlerminimierung u. Optimierungen das Verhalten der Spielerinnen zu „programmieren“.
    Natürlich sind Spielerinnen in ihren Fähigkeiten, Vorgaben d. Trainer umzusetzen, Spielsituationen zu erkennen, auf situationsbedingte Veränderungen zu reagieren u.insbes. das Spiel zu „lesen“ immer Individuen u. werden es auch bleiben.

    Die von Dir angesprochene Analytik, ob nun durch interne Lösung o. durch externe Supervision, würde für mich dann Sinn machen, wenn es bei einer schon gut funktionierenden Teamleistung noch um Optimierungen im Sinne von „Feintuning“ geht.
    Denn, wie auch im realen Leben, stellt sich immer auch die Frage, was fange ich mit den „erhobenen“ Datenmengen an.
    Wer aus dem Trainerteam interpretiert die Auswertung und welche Schlüsse zieht das Trainerteam daraus ?

    Wenn die sogg. „Basics“ nicht stimmen, die Spielerinnen, wie jetzt gesehen, eher e.völlig verunsicherten Eindruck machen, statt Tempo ins Spiel zu bringen o. mit Pässen in die Schnittstellen der gegenerischen Defensive Torgefahr zu erzwingen, dann lieber den Rückpass wählen o. mit e. Pass zur Mitspielerin doch eher die Verantwortung abgeben.
    Hier sehe ich dann die Analytik mit zu vielen Details eher als e. Verkomplizierung des Fußballspieles, wenn es so läuft wie hier beim Cup gesehen.

    Für die „einfache“ Spielanalyse, reicht eigenlich e. Kamera in der Totalen u. e. der Ballführenden aus. Die wesentlichen Erkenntnisse sind dabei z.B. d.Raumaufteilung d. Teams, ihre Positionen in d. Defensive u. Offensive, Nähe d. Spielerinnen zu ihren Gegnerinnen, das Bewegen in d. zu bespielenden Räume, die Passalternativen usw. was für die Basisbeurteilung eigenlich schon ausreicht.
    Doch was macht nun das Trainerteam aus solchen grundlegenden Erkenntnissen? Welche Schlüsse werden daraus gezogen?
    Wie werden diese Erkenntisse an die Spielerinnen vermittelt?
    Verstehen die das, was man ihnen da sagen will?
    Welche Spielerinnen „lesen“ das Spiel und sorgen für die Umsetzung der Vorgaben des Trainerteams, welche Spielrinnen halten sich in keiner Situation an die Vorgaben? Zu welchen Konsequenzen führt das ?
    Wenn das alles nicht reicht, um sich besser zu präsentieren, dann kann es sein, das die „Chemie“ zwischen Trainerteam u.Spielerinnen nicht stimmt, evtl. untereinander u./o. auch im Miteinander es im Team nicht stimmt.
    Deine letzte Korrektur sehe ich dann auch schon eher relativiert. Dein Engagement hier finde ich sehr erfreulich.

    In diesem Sinne, stimme ich auch den Beobachtungen von @ajki zu, da diese Leistungsschwäche der jetzigen N-11 schon schwer zu erklären ist.

    (13)
  • SCF Klausi sagt:

    @ WoNaDo

    Ein Athletiktrainer der SC Freiburg Frauen ist Mitarbeiter an der Fakultät für Sport und Sportwissenschaften der Albert Ludwig Universität Freiburg.

    Dort werden auch die Daten der Spielerinnen des SCF gesammelt,ausgewertet und analysiert.Wie tiefgründig diese Analysen sind kann ich jedoch nicht sagen.

    Vielleicht hilft Dir bei der Umsetzung Deiner Idee dieser Link weiter,wünsche dir jeden Falls viel Erfolg dabei :

    https://www.sport.uni-freiburg.de/de/institut/mitarbeitende/mahler-hubert

    (5)
  • WoNáDo sagt:

    @SCF Klausi: Vielen Dank für den Link! – Es ist wirklich nicht einfach im Web Informationen zu Details bezüglich Frauenfussball zu finden, die Hintergründe und Zusammenhänge betreffen. Offensichtlich sind weit weniger Leute beteiligt, als ich ursprünglich vermutete.

    @Altwolf: Wenn man Prozess-Mining und Data-Mining auf Daten anwendet, die nicht unter kontrollierten Umständen (~Laborbedingungen) erfasst wurden, kann man oft unerwartete Muster bei Verhaltensweisen entdecken, die (speziell Process-Mining) die Beteiligung mehrerer Personen berücksichtigen – und zwar das real geschehene Verhalten, nicht das vorgegebene Wunschverhalten. So etwas sind Informationen für das Trainerteam, welches alle Vorgaben bezüglich der Spielweise macht. Wie dieses Team das dann in ihre Überlegungen einfliessen lässt, bleibt selbstverständlich ihnen überlassen. Mit den Spielerinnen wird das dann wohl auf die gleiche Art und Weise behandelt, wie üblich. Diese Kommunikation zwischen Team und Trainern muss natürlich funktionieren. Wenn es bei dieser Kommunikation, aus welchen Gründen auch immer, Probleme gibt, dann können natürlich Datenanalysen nicht viel helfen.

    Ich werde mal versuchen im Laufe der nächsten Woche das sauber ausformuliert zu verfassen und beispielsweise auch Hubert Mahler zukommen zu lassen. Kann ja nicht schaden ein paar Ideen ‚reinzubringen, die bisher vielleicht noch nicht in der Form da waren.

    (3)
  • WoNáDo sagt:

    @alle: Falls noch jemand irgendwo eine Kontaktmöglichkeit kennt, bitte den Link nennen. Es ist nicht so leicht sinnvolle Ansprechpartner zu finden.

    Im Umfeld der Unis gibt es noch ein unerwartetes Konkurrenzproblem, wie mir gerade ein alter Freund und ehemaliger Kollege sagte, den ich wegen möglicher Kontakte ansprach: Wer sich im Umfeld der Informatik mit Fussball beschäftigt, ist sehr oft im Roboter-Fussball engagiert.

    (3)
  • SCF Klausi sagt:

    @ WoNaDo

    Nichts zu danken,ich würde mich aber freuen,wenn Du mir gelegentlich mitteilst,auf welche Resonanz deine Idee bei der Fakultät gestoßen ist.

    Ich selbst bin auch nur durch Zufall an diese Information gekommen,als ich mich zu Beginn der Saison etwas näher mit dem neuen Kader und dem Trainer und Funktionsteam beschäftigt habe.In diesem Zusammenhang habe ich irgendwo gelesen,die Quelle ist mir leider entfallen,dass die Frauen des SC Freiburg im Bereich der Leistungsdiagnostik mit der Uni zusammenarbeitet und Hubert Mahler Daten sammelt und auswertet.

    Ob die Kooperation des SCF mit der Uni über die Datenanalyse der Motrik hinaus geht weiss ich nicht,könnte mir aber gut vorstellen das zumindest auch im ernährungswissenschaftlichen Bereich eine Zusammenarbeit besteht.

    Zum Schluss noch ein kleiner Tipp.

    Auf der Startseite der sportwissenschaftlichen Fakultät befindet sich ganz links,ungefähr in der Mitte die Rubrik CHE Hochschulranking.Darunter findest Du zwei Links,wenn Du diese anklickst,öffenet sich eine PDF Datei mit Hochschulen in Deutschland die einen sportwissenschaftlichen Lehrstuhl eingerichtet haben.Darunter auch die Sporthochschule Köln.

    Adressen sind zwar keine angegeben,aber es dürfte Dir die Suche nach Instituten der Sportwissenschaft die in der Nähe der AFBL Standorte ansässig sind erleichtern.

    PS : Falls Bedarf besteht,findest Du über die Startseite der HP auch Ansprechpartner für alle anderen Bereiche der Fakultät.

    (5)
  • Pauline Leon sagt:

    verzeihung, ich weiss nicht wohin sonst damit.
    aber auch in der 2.liga spielen dfb-frauen, deswegen passt es. und in andernach gabs heute mal was fürs gemüt. volles drama und 100% fussball.
    7 tore insgesamt und 3x pfosten in 5 minuten. aber auch hier mit dem üblichen und auch von mir kritisierten „ausbrems“fussball. wenn niemand weiss wie es weitergehen soll, dann fallen auch gleich die gegentore. und fasst hätte es noch einen oder zwei hut-tricks gegeben…
    für leverkusen kommen jetzt die spieltage der erkenntnis. ich wünsche von herzen alles gute und viel erfolg.

    (1)
  • WoNáDo sagt:

    Sollte irgendwo jemand positiv reagieren, werde ich das hier oder in einem anderen Thread mit Sicherheit mitteilen. Das kann allerdings eine Weile dauern, zumal ich aus gesundheitlichen Gründen ab Mitte April bis Ende Juni an der Nordsee sein werde (ich hatte vor Jahren ein Bronchialkarzinom mit anschliessender teilweiser Lungenamputation).

    Die Sportmediziner sind zwar ein interessanter Ansatz um Kontakte zu finden, aber ohne Fakultäten, die sich mit Data Analytics oder Data Science im Allgemeinen, sowie der zugrunde liegenden Informatik beschäftigen, wird nichts zustande kommen können, und diesbezüglich gibt es noch nicht so viel in Deutschland (eher sehr wenig).

    Da für die von mir skizzierte Vorgehensweise grosse Datenmengen erforderlich sind, können kurzfristig keine Ergebnisse erwartet werden. Es würde sich also um eine strategische Vorgehensweise handeln.

    Relativ kurzfristig wird sich bezüglich der Nationalmannschaft der DFB etwas einfallen lassen müssen. Ich habe gestern von jemandem, der im Breitensportumfeld seit deutlich über 20 Jahren ehrenamtlich aktiv ist, erfahren, dass die Zahl der Mädchen, die sich für Fussball interessieren, rückläufig ist. Sie mussten teilweise schon Bereiche für Mädchen mangels Teilnehmern schliessen, die vorher lange Zeit existierten. Sollte die Nationalmannschaft wegen Erfolglosigkeit aus dem öffentlichen Blickwinkel verschwinden, dürfte das diesbezüglich fatale Auswirkungen haben.

    Das ist aber eine andere Geschichte.

    (3)
  • Zaunreiter sagt:

    Ich mach es mal so wie Pauline Leon:

    FSV Hessen Wetzlar – TSV Schott Mainz 1:2 (0:2)

    Das war ein Spiel, nichts für schwache Nerven. Wieder im angestammten Revier, im Stadion auf der Lahninsel, hatten beide Teams ein wenig ihre Mühe mit dem Acker. Gestern war das ein aufgeweichter Boden, den ich schon in besserer Erinnerung hatte, vor diesem Winter.
    Und wie so oft, wenn Wetzlar das Spiel machen will, dann schießen die anderen die Tore. Das 0:1 fiel nach einem Konter und das zweite Tor für Mainz durch einen berechtigten Foulelfmeter.
    Die Schiri – ich erinnere mich an Vanessa Arlt, die war schon mal da, ich weiß jetzt nur nicht mehr, gegen wen – ließ das Spiel an der langen Leine laufen. Doch im späteren Verlauf zeigte sie endlich mal Karten gegen die Mainzerinnen.
    Wetzlar hätte gewinnen müssen! Sie hatten hoch- bis hundertprozentige Chancen, die für 3 bis 4 Spiele gereicht hätten. Und so gab es Chance um Chance, Eckball um Eckball, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor! Es war zum Haare raufen. Dazu noch eine Mainzer Torhüterin die haarscharf an der Grenze zum Zeitspiel wandelte. Ich hätte der mind. 2 gelbe Karten gegeben. Aber so kam es, dass Mainz sehr glücklich gewann. Ach und nebenbei würde ich Frau Uzungüney aus Mainz auch noch den Oskar für schauspielerisches Talent auf dem Fußballplatz verleihen.

    (4)
  • fisch sagt:

    Über den desolaten Zustand unserer FF-Natio ist hier mehr als genug geschrieben worden, weit überwiegend Richtiges. Wann handelt der DFB nun endlich?? Jones einfach austauschen, löst die Probleme nicht. Allerdings muss sie weg, sofort.
    Ich erwarte und fordere unverzüglich einen sog. Task Force-Krisenstab mit erfahrenen, verdienstvollen FF-Trainern (z.B. B. Schröder, Kellermann, Neid u.a.) und progressive Verantwortliche des DFB, der diesen Zustand voll zu verantworten hat.

    (1)
  • Volker sagt:

    Ich bitte die Mitglieder dieses Forums die Definition des Begriffs Frauschaft im Duden zu lesen,“aus weiblichen Mitgliedern bestehendes Team“. und auch anzuwenden. Nicht als Ausdruck Gender Politischer Korrektheit sondern als Möglichkeit einer differenzierten Sichtweise. Ich weiß das dieser Aufruf auf eine breite Ablehnung stoßen wird und so manch „EINEM“ völlig blödsinnig erscheint. Bin aber sicher das es auch einen Denkprozess auslöst.Vielleicht sogar bei der Einen oder dem Anderen ein Umdenken.

    (-2)
  • Der Zuschauer sagt:

    Gerade gelesen: DFB trennt sich von Stefie Jones, Horst Hrubesch übernimmt.

    Na also, geht doch.

    (4)
  • fisch sagt:

    Bin für’s Erste natürlich zufrieden, danke DFB und Horst Hrubesch.
    Nun aber zielstrebig weiter.Das Problem ist noch nicht gelöst, eine neue Kapitänin wäre vielleicht auch noch zu überdenken. D.M. scheint mir auch trotz hohen eigenem Potenzial etwas überfordert.
    Vielleicht beruft man beim DFB das oben von mir erwähnte Gremium trotzdem noch ein.

    @ Volker
    Na ja, wohl jetzt aber nicht das wichtigste für unser Natio-Team.

    (1)
  • WoNáDo sagt:

    [OT THEMA=“Spieldatenanalyse“]
    Ich habe jetzt erst einmal bezüglich meiner Idee inhaltlich sinnvolle Ansprechpartner gesucht und bin auf eine Kombinationsmöglichkeit gestossen, die, Interesse vorausgesetzt, funktionieren könnte: Turbine Potsdam, Uni Potsdam, speziell Hasso-Plattner-Institut, sowie zwecks möglicher Unterstützung SAP (Hasso Plattner ist Mitbegründer von SAP und SAP ist auch einer der Sponsoren von Turbine Potsdam).

    Da eine Realisierung im Rahmen von Studentenprojekten von den Kosten und dem jeweiligen Umfang her möglich sein muss, darf eine Strategie selbstverständlich keine utopischen Elemente enthalten, sondern muss je AKtivität auch im Rahmen dieser Umgebung durchführbar sein.

    Seitens der Basis stelle ich gerade ein Raspberry-Pi-System zusammen, mittels welchem man auch längere Spiele (90 min plus Pausen, möglicher Verlängerung und Elfmeterschiessen, sowie Unterbrechungen) aufzeichnen kann. Sofern es gelingt 3 Stunden mittels dieser sehr preiswerten Technik aufzunehmen, wäre ein erster Schritt gemacht.

    Bezüglich der überwiegend automatischen Videovorverarbeitung, also der Erstellung eines zweidimensionalen Spielfeldes samt Spielern und Ball je Bild, muss ich mich auch noch detaillierter informieren, weil ich diesbezüglich nur rudimentäre Kenntnisse und bisher kaum praktische Erfahrungen habe.

    Mit den auf dieser Vorbereitung aufbauenden Analysemöglichkeiten kenne ich mich schon eher aus, teilweise gut mit praktischer Erfahrung, teils auch nur am Rande, so dass ich diesbezüglich keine längeren Vorbereitungen benötige.

    Wenn ich ein Dokument an die oben genannten Adressaten sende, dann muss das „Hand und Fuss haben“ und keine Science Fiction sein, sonst kann es kein Interesse erzeugen.

    Da bei mir jetzt erst einmal eine DSL-Umstellung ansteht und es damit vielleicht auch ein paar Probleme geben kann, läuft das alles aktuell ein wenig auf Sparflamme. Ich hoffe aber, dass ich die oben beschriebenen Machbarkeitsanalysen noch bis Mitte April abschliessen kann, bevor ich mich dann aus gesundheitlichen Gründen erst einmal nach Amrum verabschiede.

    Wie schon gesagt, werde ich die oben angesprochenen möglichen Kandidaten für das Ganze erst dann anschreiben, wenn ich selber mit der Vorbereitung zufrieden bin.
    [/OT]

    (1)
  • shane sagt:

    „Wenn die erst einmal vorhanden sind, kann so ziemlich jeder, der sich damit auskennt, mittels frei und kostenlos verfügbarer Werkzeuge (z.B. Python-Bibliotheken, R, ProM) diese in jeder Hinsicht analysieren.“

    es gibt „mach-meine-fussballmannschaft-besser“-bibiotheken fuer/in python? muss ich was verpasst haben. 😉

    „und die Daten dürfen nicht in fremde Hände fallen. Ich werde den Verdacht nicht los, dass hier Engpässe liegen.“

    nun, es gaebe da noch die moeglichkeit alle daten einfach allen zugaenglich zu machen.

    mir scheint ja eher, dass der engpass darin liegt, dass ein 2×11-koerper-problem nicht ganz trivial ist, dazu hier auch noch dazukommt, dass die spielerInnen auch noch eigensinnig sind (wobei selbst roboter-fussball in hohem grad nicht vorherbestimmbar ist, sondern situationsabhaengig schnell reagiert werden muss. da helfen hinterher ausgewertete daten und den spielerInnen spaeter vermittelte ergebnisse nur wenig. bzw. sind stark vom vermittler abhaengig. womit wir wieder beim trainerInnen-thema waeren…)

    in diesem sinne stimme ich altwolfs replik klar zu: im fussball spielt der menschliche faktor eine sehr grosse rolle (eine mind. 22-fache; im vergleich zu den von dir (wonado) angebrachten skispringen und biathlon, wo’s ja immer nur eineN sportlerIn betrifft). deine sichtweise scheint mir da doch uebermaeesig technokratisch und damit wirklichkeitsfremd.

    (ps. ich bin auch ingenoerIn und naturwissenschaftlerIn und habe nicht grundsaetzlich etwas gegen technik, statistik, datenanalyse und wissenschaftliches herangehen als solches. ganz im gegenteil.)

    bzgl. liegt’s an der trainerIn wuerde ich noch auf das beispiel schweden verweisen. da ist die mit der schwedischen NM nicht sonderlich erfolgreiche pia sundhage ja nach der EM abgetreten. unter dem neuen trainer per gerhardsson wurden eine reihe juengerer spielerinnen integriert (ohne zwingend auf gestandene komplett zu verzichten), an der algarve wurde stark rotiert – im sinne, dass grosse teile der startelf ausgetauscht wurden zwischen den spielen (und jede inkl. der 3 torfrauen mind 90min gespielt hat), nicht aber die position/funktion der spielerinnen wild durchgetauscht wurden -, und vor allem (laut feedback der spielerinnen) gerhardsson sehr klare ansagen seiner vorstellungen und erklaerungen seiner gewuenschten taktik gibt. und? es flutscht grad super. schweden erreichte zum ersten mal seit, ich glaube, 2009 wieder das finale des algarve cup (das finalspiel gegen em niederlande fiel leider buchstaeblich ins wasser). mein fazit: gute trainerInnen koennen durchaus den unterschied machen!

    (1)

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