Bayern München verpflichtet Laura Benkarth und Lina Magull

Von am 1. März 2018 – 11.13 Uhr 69 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FC Bayern München hat zur Saison 2018/19 Nationaltorhüterin Laura Benkarth und Nationalspielerin Lina Magull von Ligakonkurrent SC Freiburg verpflichtet.

Ab 2018/19 neu im Bayern-Team: Lina Magull (li.) und Laura Benkarth

Ab 2018/19 neu im Bayern-Team: Lina Magull (li.) und Laura Benkarth © Bayern München

Benkarth unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2020, Magull einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2021.

Anzeige

„Wir freuen uns, dass sich mit Lina Magull und Laura Benkarth zwei deutsche Nationalspielerinnen für den FC Bayern München entschieden haben“, so Bayern-Trainer Thomas Wörle. „Lina ist eine technisch versierte, kreative, torgefährliche Mittelfeldspielerin, die unsere Offensive bereichern wird. Laura ist eine erfahrene Torhüterin, die den modernen Anforderungen entspricht. Sie wird unser internationales Torhüterteam weiter verstärken.“

„Wertschätzung für meine Leistung“

„Ich sehe das Angebot des FC Bayern als Wertschätzung für meine Leistung. Daher habe ich mich umso mehr gefreut“, so die 25-jährige Benkarth. „Für mich war es jetzt an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Ich will mich in München so schnell wie möglich in das Team einfinden und mit der Mannschaft Erfolge feiern.“

„Traum geht in Erfüllung“

Magull erklärt: „Ich bin FC-Bayern-Fan seit ich klein bin. Deshalb geht mit der Unterschrift ein Traum für mich in Erfüllung. Bayern ist für mich ein nächster, wichtiger Schritt: Ich möchte meine Fähigkeiten weiterentwickeln, sowohl fußballerisch als auch athletisch.“

„Deutsche Nationalspielerinnen bündeln“

Bayern-Managerin Karin Danner freut sich: „Es sollte für die Spitzenclubs der Bundesliga immer ein Ziel sein, deutsche Nationalspielerinnen im eigenen Verein zu bündeln und in Deutschland zu halten. Das ist ein wesentlicher Aspekt unserer Strategie. Mit Benkarth und Magull verstärken wir also nicht nur unseren eigenen Kader um zwei Top-Spielerinnen. Wir wollen damit auch langfristig den Frauenfußball in Deutschland unterstützen und die Nationalmannschaft mit guter Zusammenarbeit begleiten.“

Tags: , ,

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

69 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2

    Absurder werden meine Überlegungen sicherlich nicht, denn deine
    Ausführungen insbes. auch in den ersten Abschnitten zeigen ja auch, das Änderungen auf einen in d. CL-spielenden Club zukommen.
    Alerdings benötigt man auch gestandene Spielerinnen und nicht zu viele Talente, die naturgemäß in ihren Leistungen noch sehr schwanken, wie es auch b. G.Stegemann zu erwarten ist.

    Ich stimme auch mit dir darin überein, daß d. FC Bayern in den Anfängen vielleicht nicht d. Qualität im Kader oder auch nicht die erforderliche Leistungen der Spielerinnen hatte, um in der CL weiterzukommen, doch wie es scheint, haben sie daraus gelernt und es zumindest danach besser gemacht u. ich denke auch signalisiert dort weiter machen zu wollen.

    Wie es für den SC Freiburg gehen könnte, hast du sehr differenziert dargestellt, finde es zutreffend und auch nachvollziehbar.

    Was deine Ausführungen jedoch an @Detlef betrifft,widerspreche ich dir jedoch zumindest was WOB betrifft. Deine Ansicht geht ziemlich an der Realität vorbei, denn WOB hat eine Nachwuchsarbeit, die nicht schlechter ist, als andere Clubs zu bieten haben u. das wird sich auch in der Zukunft nicht ändern, dazu hat sich der Club auch entsprechend aufgestellt u. diese soll auch noch erweitert werden.
    Knackpunkt ist da sicherlich die Durchlässigkeit des Nachwuchses zur 1., da dort die Qualität sehr hoch ist u. das Trainerteam sicherlich gefordert ist das Potential der einzelnen Talente einzuschätzen und wenn möglich dem Kader zuzuführen.
    Allein nur an der Tatsache, das derzeit keine Nachwuchsspielerin im Kader d.1. ist, sollte man die Qualität d. Nachwuchsarbeit nicht bewerten.WOB wird nicht der Grund für den Untergang der N-11 sein.

    Auf nur „deutsche“ Talente wird man sich allerdings nicht einschränken.Doch ich denke das tun andere Clubs, wenn sie über die entsprechenden Rahmenbedingungen z. B. Internat o. LZ verfügen, auch nicht.

    Es liegt also im Sinne der deutschen N-11, ob es gelingt talentierte deutsche Spielerinnen zu finden, die auch bereit sind, konsequent dafür zu Leben, eine Profilaufbahn anzustreben u. auch den erforderlichen Willen u. Ehrgeiz dafür zu haben.

    (-4)
  • balea sagt:

    @holly
    Ich lese kein bashing gegen Magull und Benkarth, sondern starke Kritik an der Vereinspolitik der Bayern. Zusätzlich besorgtes Stirnrunzeln, ob es sportlich (bes im Hinblick auf die N11) eine sinnvolle Entscheidung der Spielerinnen gewesen ist.
    Allerdings lese ich auch Beiträge mit mehr als ca 30 Zeilen ungern und wenn jemand 6 oder mehr Beiträge braucht um zu erklären, dass er alles irgendwie anders meint als alle anderen es verstanden haben, oder um zum xten mal dengleichen Sermon zu wiederholen, breche ich die Lektüre auch meist ab.

    (10)
  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Noch einen kleinen Hinweis zur Belastung der Spielerinnen: Welche Nationalmannschaftsspiele denn bitteschön bei Freiburg? Da ja Jones Freiburgerinnen im Wesentlichen ignoriert, ist da nicht großartig was zu befürchten. Neben Magull und Benkarth haben maximal noch Simon und Kayikci ernsthafte Chancen auf die N11. Dazu kommen maximal noch ein paar Nominierungen für die U-N11s.

    (5)
  • Wolle sagt:

    Wenn ich die Kommentare von Altwolf u.a. lese tauchen bei mir schon ein paar Fragen auf:

    1. Sollte Freiburg wider Erwarten 2. bleiben, verzichtet dann Hr. Scheuer auf die CL oder schenkt er Sie am letzten Spieltag her? Ich habe sowas noch nicht gelesen.

    2. Ist Freiburg tiefe Provinz mit schwacher Infrastruktur und schlechten Trainingsbedingungen, sodass man als N11-Spielerin zu Ulis-Girls muss? Freiburg ist Uni-Stadt und gehört für mich zu den Wohlfühloasen Deutschlands. Das Trainingsgelände des SCF ist villeicht nicht so anspruchsvoll wie die Säbener Strasse, aber sollte doch den Ansprüchen eines Buli-Vereins genügen. Ich glaube, ausser dem VW-Club und dem FC Hopp wären alle anderen Vereine froh solche Trainingsmöglichkeiten zu haben.

    3. Was nützt es Magull, wenn Bayern nächste Saison 6 Cl-Spiele hat und 10 Min davon spielt? In Freiburg würde Sie in 2 Spielen wahrscheinlich 180 min spielen. Ihre sportliche Weiterbildung sehe ich in München eher gefärdet. In Frei ist das Spielsystem auf Sie zugeschnitten, in Mün wohl kaum.

    Um es noch einmal zu sagen:
    Ich halte es für legitim, wegen der Kohle den Verein zu wechseln. Jeder AN macht es auch wenn er woanders ein gutes Angebot bekommt.
    Aber dann bitte auch so kommunizieren und nicht rumsülzen.

    Und wenn Fr Danner dann mit Ulis Geld und Hr Kellermann mit VW-Geld auf Shoppingtour gehen um die restlichen N11-Spielerinnen einzukaufen, dann haben wir ja demnächst wieder eine spannende Liga. Wird unsere N11 davon profitieren, wohl kaum?
    Aber vielleicht ist das ja nur das „Weltbild der Enttäuschten“.

    (8)
  • Altwolf sagt:

    @wolle

    Vielleicht doch genau lesen, denn ich habe gerade zu deiner Frage 1 nicht in Erwägung gezogen, das der SC eine solche Chance „sausen“ läßt.

    Bei Frage 2 verwechselst du etwas, bisher galt in der Öffentlichkeit WOB als tiefste Provinz, kann ich mir von Freiburg nicht vorstellen und zur Infrastruktur bzw. Trainingsbedingungen habe ich mich nicht geäußert.

    Ferner herrscht auch die Meinung vor, WOB kauft nur Stars ein und davon sehe ich in Deutschland z. Zt. Niemanden,die sich zur Verbesserung des Kaders aufdrängt. Aber das kann sich ja noch ändern.

    (-8)
  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Tut mir leid, ich kann deinen Ausführungen nicht folgen.
    1. Bayern ist in dieser Saison krachend in der 1. Runde der CL gescheitert. Und das, obwohl man schon vor dieser Saison mächtig eingekauft hat. Es hat also nichts mit den „Anfängen“ zu tun.

    2. Dass ein CL-Sieg mit vorwiegend Talenten möglich ist, hat Potsdam 2009/10 gezeigt: Sarholz 17, Peter 22, Henning 20, Schmidt 20, Kemme 18, Keßler 22, Bajramaj 22, Wich 19, Kershowski 22, Nagasato 22 – 10 der 14 Spielerinnen im Finale waren U23, davon 5 U20. (Wich, Schmidt und Kemme wurden 2010 zusammen mit den anderen Turbinen Schumann, Bagehorn und Wesely U20-Weltmeister).
    Insofern ist das einfach ein Märchen. Damals hat man sowohl Frankfurt, Duisburg als auch Lyon in Schach gehalten, die alle hochdekoriert besetzt waren. Dass Freiburg mit fast nur Talenten Wolfsburg schlagen konnte, haben sie ja schon gezeigt. Insofern fehlt praktisch nur noch Lyon, die derzeit noch unschlagbar scheint.
    Ich sehe die Mischung bei Freiburg jetzt auch nicht zu talentlastig. Da gibt es schon gestandene Spielerinnen: Simic, Kayikci, Simon, Puntigam, Schöne, Schiewe, Petermann, auch Hegenauer, vielleicht nicht der größte Glamourfaktor, aber immerhin mehr als 1000 BL-Spiele auf dem Buckel.
    Dazu kommen mit Knaak, Beck und Starke noch relativ junge, aber auch schon erfahrene Ergänzungsspielerinnen, sowie mit Frohms, Gwinn, Bühl, Fellhauer, Stegemann und auch Minge sehr junge und aufstrebende Talente.

    So ne Rückholaktion von Pauline Bremer vielleicht in die Bundesliga würde den nötigen Glamour geben, vielleicht reicht aber auch eine Verena Faißt, sollte Freiburg tatsächlich in die CL durchmarschieren. Oder eine Islacker findet nochmal den Weg in den Breisgau.
    Der Markt ist klein und man muss hoffen, dass sich eine gute Gelegenheit ergibt. Am einfachsten wäre wahrscheinlich eine Verpflichtung von Nina Burger, trotz ihrer 30 Jahre immer noch eine absolute Toptorjägerin. Vielleicht auch Eunice Beckmann, die sich ja bei Bayern empfohlen hat und aktuell in der Schweiz spielt. Man könnte auch noch einmal über den großen Teich schauen, wo ja einige Spielerinnen aktuell in der Staaten am College sind. Eine Stefanie Sanders spielt dort, die ja schon für Aufsehen gesorgt hat und vom Spieltyp Freiburg noch mal ganz andere Möglichkeiten eröffnen würde.

    Soviel nur, um die Möglichkeiten aufzublenden, die Freiburg auf dem Transfermarkt hat. Es wird sich also sicher noch was tun. Und Freiburg wird mit einem noch stärkeren Kader in die neue Saison gehen.

    (7)
  • SCF Klausi sagt:

    Noch wurde der Wechsel von Benkarth und Magull seitens des SC Freiburg nicht öffentlich gemacht.Seit gestern ist aber auf der Homepage ein Interview mit Frau Bauer eingestellt in dem sie über die anstehenden Wechsel der Beiden Spielerinnen spricht :

    https://www.scfreiburg.com/news/wir-werden-auch-der-neuen-saison-eine-starke-mannschaft-haben

    (1)
  • balea sagt:

    „…freuen wir uns aber natürlich auch über die Möglichkeit, mit Fei Wang noch besser in Kontakt mit den chinesischen Fans zu kommen.“
    Laut Jörg Wacker, Vorstand für Internationalisierung und Strategie beim FC Bayern zu fcbayern.com “

    Naja, das bestätigt ja offiziell meinen Hinweis, dass es den Bayern im Kern weder um sportliche Aspekte geht, noch dass sie sich bei Verpflichtungen gross um Budgetfragen dreht. Das ist blosser Vermarktungszirkus, nichts weiter. Warum sich Spielerinnen auf so etwas einlassen, die etwas auf sich halten ist mir aber schleierhaft. Fei Wang ist vermutlich entweder massiv schmerzbefreit oder schlicht pleite.

    (6)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar