Hasret Kayikci verlängert beim SC Freiburg

Von am 22. Februar 2018 – 22.37 Uhr 28 Kommentare

DFB-Nationalspielerin Hasret Kayikci hat ihren zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei Frauenfußball-Bundesligist SC Freiburg verlängert.

Hasret Kayikci am Ball im Bundesligaspiel des SC Freiburg beim MSV Duisburg

SC Freiburgs Stürmerin Hasret Kayikci unterschrieb einen neuen Dreijahresvertrag © imago /foto2press

Kayikci unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. Die 26-Jährige spielt seit 2011 beim SC Freiburg und erzielte seitdem in 103 Pflichtspielen 40 Tore.

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„Zeit, etwas zurückzugeben“

Kayikci sagt: „Ich bin jetzt sieben Jahre in Freiburg. 2011 kam ich mit einem Kreuzbandriss hierher und konnte fast drei Jahre nicht spielen. Der Verein hat immer zu mir gehalten, es ist an der Zeit, etwas zurückzugeben. Wir wollen den finanziell besser ausgestatteten Vereinen weiterhin Paroli bieten und oben mitspielen.“

Personifizierte Torgefahr

Freiburgs Trainer Jens Scheuer meint: „Hasret ist die personifizierte Torgefahr und ein wichtiger Bestandteil unseres Offensivspiels. Sie ist bei uns zur Nationalspielerin gereift und setzt mit ihrer Verlängerung ein deutliches Zeichen.“

Absolute Leistungsträgerin

SC-Managerin Birgit Bauer ergänzt: „Nach Clara Schöne bekennt sich mit Hasret Kayikci eine weitere absolute Leistungsträgerin zum Sport-Club. Ihre Entscheidung, den erfolgreichen Weg mit dem Verein weitergehen zu wollen, freut uns sehr.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    Wenn sich die Gerüchte über einen Wechsel von Magull und Benkrath zum FCB bestätigen, wäre das für Freiburg sicher ein harter Schlag. In Freiburg wird seit Jahren eine kluge und nachhaltige Entwicklung des FF betrieben. Diese Saison zeigt sich endlich auch der verdiente Erfolg in der Tabelle.

    Passend zu der heutigen Standortbestimmung nimmt der FCB, wie bei den Männer auch üblich, dem aufsteigenden Konkurrenten aus Freiburg mit der bevorstehenden Verpflichtung von zwei Schlüsselspielerinnen den Wind aus den Segeln. So macht man das in München eben. Ich halte es auch für keinen Zufall, dass gerade vor dem wegweisenden Aufeinandertreffen zwischen Freiburg und München die Wechselgerüchte in der Öffentlichkeit gestreut werden. Alte Hoeness-Schule. Alles wie gehabt.

    Wirklich innovativ wäre einmal ein Trainerwechsel in München, damit dort der unsägliche Rumpelfußball aufhört, wie zuletzt wieder gegen eine spielstarke SGS gesehen. Ihrer sportlichen Entwickluing tun sich die Spielerinnen, die nach München gehen, jedenfalls keinen Gefallen. Traurige Beispiele sind für mich Maier, Däbritz und Leupolz, alle vormals SC Freiburg! Insbeondere für eine sensible Kreativspielerin wie Magull sehe ich in München schwarz.

    Umso schöner dass Hasret Kayikci in Freiburg bleibt. Wenn Sie gesund bleibt, traue ich ihr auch den Durchbruch in der N11 zu.

    (18)
  • Fan sagt:

    @Detlef,
    du schreibst in deinem Beitrag „Wie früher der FFC Frankfurt, der seine finanzielle Vormacht gnadenlos dazu ausnutzte, seine Gegner zu schwächen, egal ob er die Spielerinnen brauchte oder auch nicht, genauso verhalten sich jetzt Bayern München und auch Wolfsburg!!!“
    Bei Bayern gebe ich dir Recht. Aber nenne mir doch mal eine einzige Spielerin des VfL Wolfsburg die aus Freiburg, Turbine oder eben Bayern in den letzten 2 bis 3 Jahren von WOB weggekauft worden ist.
    Ausser Baunach und die war keine Stammspielerin, weis ich da jetzt Niemanden!
    Also bitte zuerst überlegen und dann schreiben.

    (3)
  • Aldur sagt:

    Momentan sind die beiden Wechsel laut dem verlinkten Artikel ja noch nicht offiziell. Die Verpflichtung von Magull würde aus Bayern-Sicht natürlich Sinn machen, denn in jüngerer Vergangenheit haperte es ja oft am kreativen Spielaufbau. Das könnte Magull beheben, und mittelfristig die Behringer-Nachfolge antreten. Eine Verpflichtung von Benkarth wäre für mich eher wenig nachvollziehbar, da in München mit Fei Wang und Zinsberger bereits zwei Torhüterinnen mit berechtigtem Nr.1-Anspruch unter Vertrag stehen.

    (6)
  • ajki sagt:

    Eigentlich sollten speziell die tribal orientierten Vereinsanhänger ein wenig mehr Verständnis aufbringen können für den inneren Druck auf die FF-Abteilung in einem Verein, der im Profi-Bereich der Männer seit vielen Jahren auf Bundesliga-Niveau (und höher) spielt (also etwa FCB, Wolfsburg oder auch Bremen…). In solchen Vereinen überlagern sich schon die Erfolgserwartungen mehr oder weniger zwangsläufg über die internen Zielsetzungen der FF-Abteilung. Es kann aber doch wohl kein Zweifel daran bestehen, dass die Arbeitsleistung der Abteilungen über die Jahre hinweg als sehr gut zu betrachten ist – oder will irgendjemand bestreiten, dass Wolfsburg oder München im Frauenbereich gut arbeiten? Für solche Vereinsumgebungen ist aber eben der Druck, immer und überall „oben“ mitzuspielen zu sollen / wollen / müssen (vor allem auch: europäisch!), durchaus erheblich. Selbst dann, wenn die Verantwortlichen selbst sich des Problems durchaus bewußt sind und selber viel lieber auf tieferer Ebene gesünder und nachhaltiger aufbauen wollten. Die beiden Meisterschaftstitel für Bayern, die aufgrund der exzellenten Teamleistung völlig verdient waren, kamen insofern vielleicht etwas zu früh – jetzt hat die Vereinsführung natürlich auch den Anspruch, dass die FF-Abteilung europäisch was reißt. Was wiederum die FF-Abteilung vor beinahe unüberwindliche Probleme stellt.

    (2)
  • Fan2 sagt:

    @ajki: Doch, ich bestreite das für Wolfsburg und für Bayern vehement. Gemessen an dem Personal, was beide haben, ist das, was sie abliefern, in den letzten Jahren abgeliefert haben (zumindest seit 1 1/2 Jahren bei Bayern, bei Wolfsburg noch länger). Wieviele Spielerinnen da verschlissen wurden, ist schon eine Frechheit. Und gegenüber den glorreichen Zeiten von Potsdam und Frankfurt habe ich in der ganzen Zeit auch keine langfristige spielerische Verbesserung gesehen, hin und wieder schon, aber im Ganzen gab es dann doch etwa 8 Jahre Stillstand im deutschen FF.

    @Fan: Naja, zu Wolfsburg musst du aber sagen, dass sie zuvor die Vereine bereits konsequent abgegrast haben:
    2011/12 Keßler und Henning von Potsdam, Pohlers von Frankfurt
    2012/13 Wensing und Popp von Duisburg, Odebrecht von Potsdam
    2014/15 Peter von Frankfurt, Simic von Potsdam

    Vielmehr geht nicht. Zudem hat man sogar noch bei den Jugendabteilungen gewildert: 2014 Sascha Glass als Trainer Samantha Dick als Spielerin von Frankfurt geholt, 2015 Laura Engler von Potsdam.

    (3)
  • maurinho sagt:

    Die Antwort ist genau die, die ich mir gewünscht habe. Dass Hasi beide Tore macht – davon eins Tor-des-Monats-verdächtig – krönt das Ganze für mich und lässt ein eher unterdurchschnittliches Spiel am Ende doch etwas glänzen.

    (14)
  • Detlef sagt:

    @Fan,
    Sheldon hat Recht!
    Wolfsburg hat ausschließlich mit fertigen Spielerinnen, vorher ja auch Lena Goeßling und Almut Schult von Bad Neuenahr, sich eine Vormachtsstellung in Deutschland geschaffen!!!
    In den letzten 2-3 Jahren bediente man sich hauptsächlich bei europäischen Mannschaften!!!

    (3)
  • SCF Klausi sagt:

    Hasret Kayikci lies nach der Unterschrift nicht nur Worte folgen sondern auch Taten sprechen und zeigte den Bayern Ladies was sie von ihnen hält und wo sie hin will,nix und rein in die CL.

    (3)
  • Fan sagt:

    @Fan2,

    ich weis jetzt nicht ob du lesen kannst? Ich habe geschrieben „weggekauft“ also aus einem Vertrag rausgekauft. Die besagten Spielerinnen wurden allesamt eben nicht aus bestehenden Verträgen rausgekauft sondern nach Ablauf ihrer Verträge ablöse frei verpflichtet!
    Das ist meiner Meinung schon ein großer Unterschied. Aber ich fürchte das wird bei dir als WOB-Hasser nicht zählen?!

    (0)
  • Fan2 sagt:

    @Fan: Für mich ist das kein großer Unterschied! Beim Männerfußball wird das ebenfalls nicht so gesehen. Die Diskussionen waren bei Lewandowski und Goretzka am größten, zwei Spieler, die ablösefrei zu den Bayern gewechselt sind!

    Die Verpflichtungen, die Wolfsburg getätigt hat, dienten gezielt auch der Schwächung der Konkurrenz! Und diese wurden mit viel Geld in der Tat erkauft, nämlich mit Gehältern und Vergünstigungen (wie beispielsweise einem neuen Auto oder einem Ausbildungsplatz nach Wahl), das nicht aus Erfolgen, sondern allein aus Werksinteressen generiert wurden, und zur Bedeutung des FFs in Deutschland in keinem Verhältnis stehen.

    Vor dem Hintergrund verstehe ich aber nicht, wieso du bitteschön Bayern das dann unterstellst. Denn auch Bayern hat keine einzige ihrer Spielerinnen „weggekauft“.
    Im FF werden generell keine Ablösesummen gezahlt, was katastrophal ist, aber eben so ist. Dementsprechend nutzen Vereine anders ihre finanzielle Vormachtsstellung.

    (-1)
  • Fan sagt:

    @Detlef,

    du hast Recht dass WOB hauptsächlich auf fertige Spielerinnen setzt. Aber sie kaufen keine Spielerinnen von der direkten Konkurrenz aus der Bundesliga aus den Verträgen per Ablöse heraus. Auch die Spielerinnen die sie aus dem europäischen Ausland geholt haben, kamen allesamt ablöse frei. Ob und wie das der FC Bayern macht da magst du vielleicht Recht haben, zumindest in der Männerbundesliga ist das bei diesem Münchner Verein nix Neues. Ob das die richtige Vereinspolitik ist darüber kann man ja durchaus unterschiedlicher Meinung sein, daraus aber einen Vereinshass abzuleiten und alles von einem solchen Verein aus purem Hass und Neid schlecht zu schreiben, wie es Fan2 oder früher auch ein Herr Sheldon in diesem Forum macht bzw. getan hat, das ist in meinen Augen grob unfair. Ich werde in Zukunft auf diese Hass- und Neidbeiträge dieser Person jedenfalls nicht mehr reagieren und seine Beiträge einfach ignorieren.

    (4)
  • Fan2 sagt:

    @Fan: Meine grundsätzliche Ablehnung des VfL Wolfsburg resultiert nicht aus der Transferpolitik, sondern generell aus dem Konstrukt des VfL Wolfsburg bzw. aus dem Konstrukt Wolfsburg selbst. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Jeder FF-Fan weiß, dass es im FF keine Ablösesummen gibt, und wenn, dann nur unter der Hand. Interessanterweise ist Wolfsburg bis heute die einzige Mannschaft, die überhaupt eine offizielle Ablösesumme gezahlt hat.
    Dazu muss ich aber ganz ehrlich sagen, dass die Klubs sehr dämlich sind, keine Ablösesummen zu kassieren, sondern im Zweifel die Verträge aus falsch verstandener „Anständigkeit“ eher auflösen als eine Ablösesumme zu kassieren.

    Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass es für den Sport sogar besser wäre, wenn es Ablösesummen gäbe. Denn dann würden Vereine wie Wolfsburg oder Bayern nicht nur den Ausbildungsvereinen die Spielerinnen weglocken, sie würden zudem noch mengenweise Geld für diese Spielerinnen in den Wind schießen, bzw. sie dahin geben, wo dieses Geld tatsächlich sinnvoll eingesetzt werden kann und wird, nämlich bei Vereinen wie Freiburg, Potsdam oder Essen.

    Wie ich bereits gesagt habe, es ist kein großer Unterschied, ob die großen Vereine warten, bis sie die Spielerinnen ablösefrei bekommen, oder die Spielerinnen sofort von den Vereinen kaufen. Im Gegenteil, letzteres hätte für den abgebenden Verein noch einen guten Nebeneffekt, eine Entschädigung für die Arbeit, die sie in die Spielerin investieren.
    Letztlich sind es die unmoralisch hohen Angebote, mit denen Vereine wie Wolfsburg und Bayern die Gegner schwächen. Nicht nur das, sondern sie holen auch noch Spielerinnen, nur um den Verein gezielt zu schwächen, ohne dass sie ins Konzept passen.

    So war es bei Wolfsburg beispielsweise mit Simic, die von Potsdam nicht etwa deswegen geholt wurde, weil sie so wunderbar ins System passte, im Gegenteil: Wolfsburg spielte zu der Zeit mit einem 4-2-2-2, in dem Simic als „10“ überhaupt keinen Platz hatte. Nur um Potsdam zu schwächen. Und dabei kam mal wieder das typische Verfahren vor, was wir ja mittlerweile auch bei den Männern hatten: Simic mault rum, der Verein lässt sich erweichen zu einer Vertragsauflösung, keine zwei Sekunden steht der VfL Wolfsburg auf der Matte, um der Spielerin aus heiterem Himmel einen neuen Vertrag zu unterbreiten. Dasselbe haben wir ja schon bei Peter erlebt beim FFC. Nur ein Blinder sieht da keinen Zusammenhang, was umso verwerflicher ist, weil es einem Verein normalerweise verboten ist, an eine Spielerin heranzutreten, die noch unter Vertrag steht, und sie dazu zu bringen, auf eine Vertragsauflösung zu drängen.
    Wolfsburg hat das mit Kuznik ja auch schon bei Bad Neuenahr gemacht. Verpflichtet eine der zentralen Stützen des Vereins, nur um mit ihr zwei Wochen später wieder den Vertrag aufzulösen.

    So ist es nun auch bei Bayern: Wozu verpflichten sie Benkarth, wenn sie schon zwei Top-Torhüterinnen haben? Wozu? Den Grund haben wir am Wochenende gesehen. Es besteht die berechtigte Angst, dass Freiburg zu stark wird und den CL-Platz gefährdet. Da muss man eben den Gegner schwächen.

    Freiburg wird aber wieder fündig werden. Vielleicht ja bei Wolfsburg. Da dürfte ja Leonie Stenzel auch noch frei werden, da Wolfsburg für sie, die ja auch im Sommer 21 wird, in der II. Mannschaft keine Verwendung mehr hat. Bei den Qualitäten, die Jens Scheuer hat, macht er aus der ehemaligen Juniorennationalspielerin den nächsten großen Star.

    (-2)
  • Kodiak sagt:

    Ich würde den Wechsel gar nicht verstehen. Was bringt es für Benkarth und Magull wenn Freiburg als 2. in die Ch.League kommt, und Bayern (wohl) nicht? .. ausser Geld (??) ! So sollten die beiden zumindest den Saisonablauf abwarten, es wäre sonst zwischen peinlich und lachhaft.

    (3)

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