MSV Duisburg verpflichtet Genoveva Anonma

Von am 31. Januar 2018 – 14.10 Uhr 28 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist MSV Duisburg verstärkt sich zur Rückrunde mit der bundesligaerfahrenen Stürmerin Genoveva Anonma.

Genoveva Anonma mit Duisburgs Trainer Christian Franz-Pohlmann

MSV Duisburgs Trainer Christian Franz-Pohlmann freut sich über die Verpflichtung von Genoveva Anonma © MSV Duisburg

Die 28-Jährige erhält einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2017/18 mit Option.

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Torgarantin in Jena und Potsdam

Für „Ayo“ ist die Frauenfußball-Bundesliga kein Neuland: Zwischen 2009 und 2011 stand sie zuerst beim FF USV Jena unter Vertrag und schoss in 50 Spielen 37 Tore.

2011 wechselte sie dann nach Potsdam, wo sie bis 2015 79 Spiele bestritt und dabei 60 Tore erzielte. Zuletzt spielte sie für Maccabi Kishronot Hadera in Israel.

Positiver Eindruck

Anonma meint: „Meine ersten Eindrücke sind hervorragend, das Team macht im Training einen sehr guten Eindruck, und mit Paula Radtke, die ich noch aus meiner Zeit in Jena kenne, habe ich eine gute Freundin beim MSV. Ich will der Mannschaft so schnell wie möglich helfen – natürlich mit Toren, aber vor allem auch als Teamplayerin.“

Mehr Durchschlagskraft erhofft

Duisburgs Trainer Christian Franz-Pohlmann erklärt: „Mit Ayo haben wir eine Spielerin, die auch in der Bundesliga schon ihre Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt hat. Unsere Spiele in der Vorrunde haben gezeigt, dass es uns vor allem ganz vorne an der Durchschlagskraft gefehlt hat. Umso mehr freue ich mich, dass der Verein diesen Transfer möglich gemacht hat.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Na, hoffentlich hat sie von ihrer alten Torgefährichkeit nichts eingebüßt. Wir werden es gegen Sand und ihren alten Verein aus Jena ja erleben. Auf jeden Fall ist die Bundesliga wieder um eine Attraktion reicher. Willkommen im Ruhrpott !

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  • ruhri sagt:

    @Markus:

    Und nicht vergessen: In die „Wechselbörse“ eintragen. 🙂

    (3)
  • holly sagt:

    @enthusio, ich habe da auch meine Bedenken was von ihrer früheren Qualität noch vorhanden ist.
    nichts gegen den msv, aber wenn das ihr bestes angebot gewesen sein sollte, naja hoffe aber für den msv das sie ihnen helfen kann die klasse zu halten.

    (3)
  • Andover sagt:

    Eine tolle Nachricht für alle MSV Fans! Mit solch einer Verpflichtung hat wohl keiner gerechnet. Ich freue mich um so mehr auf die Rückrunde.

    (7)
  • bale sagt:

    viel glück AYO WELCOME und bitte bitte bitte tore tore tore,dann geht msv ein bisschen nach oben in Tabelle,sie haben immer so knapp verloren.
    ist sie noch Nationalspielerin?

    (2)
  • Pauline Leon sagt:

    Ich habe sie letztlich zwar „nur“ gegen mönchengladbach und in leverkusen gesehen und behaupte trotzdem: sie ist ganz klar eine verstärkung für den msv. sehr teamdienlich und auch sehr torgefährlich. jaja, testspiele…

    (1)
  • Detlef sagt:

    Viel Erfolg AYO!!! 🙂

    (3)
  • Fan2 sagt:

    Ganz nett, aber wieder ein Platz für ein deutsches Talent weniger! Aktuell spielen im Schnitt nur noch 89 deutsche Spielerinnen pro Spieltag in der Startelf, bei der Hälfte der Teams nur noch 4-6 Spielerinnen (Wolfsburg, Bayern, Frankfurt, Sand, Jena und Duisburg), 23 Spielerinnen werden durchschnittlich eingewechselt.

    Insgesamt schaffen es also gerade einmal 112 deutsche Spielerinnen in der deutschen ersten Liga an einem Wochenende auf den Platz, und in dieser Transferperiode sind wieder massig ausländische Spielerinnen (Anonma, Georges, McLeod, Masar etc. dazu gekommen). Bald werden es nicht einmal mehr 100 sein. Und damit meine ich nicht einmal die Talente, sondern lediglich die Spielerinnen überhaupt.

    Wenn man jetzt noch die durchschnittliche Karrierezeit einer deutschen Spielerin auf 15 Jahre beziffert, sind das pro Jahr gerade einmal 7,5 Spielerinnen pro Jahr, das macht nicht einmal eine pro Club pro Jahr.

    Und was das für die N11 bedeutet: 23 Spielerinnen werden für die 1. Mannschaft gebraucht, wovon gerade einmal 3-4 im Ausland aktiv sind, darüber hinaus noch einmal 23 Spielerinnen für die U20. Da kommt schon schnell was zusammen.

    Fazit: Zwei Möglichkeiten: Entweder man deckelt endlich den Ausländerinnenzuzug, oder aber, man stockt die Bundesliga auf, was die Teams betrifft, was ne höhere Investition des DFB benötigte.
    Da jedoch weder das eine noch das andere in absehbarer Zeit geschehen wird, wird der Trend eben immer weiter gehen. Schade um den deutschen FF.

    (-5)
  • Zaunreiter sagt:

    Gehts eigentlich noch Fan2 ?

    Okay, bei deinem Unverständnis gegenüber dem Deal mit „Masar McLeod“ habe ich geschwiegen, weil ich kenn dich von „drüben“ (framba) und dachte mir: „Das lohnt sich net“.

    Doch jetzt muss ich mich deinem Hatespeech entgegenstellen, weil du weiter darauf herumhackst.

    Ich finde es gut, dass Erin Mc Leod und Ella Masar den Weg in die Bundesliga gefunden haben. Der Nachwuchs in Jena kann z.b. auch von der Erfahrung der Kanadierin lernen und profitieren. Vielleicht mal andere Methoden als nur deutsche.

    Nachwuchsspielerinnen in Duisburg können auch noch von Ayo lernen.

    Wir können froh sein, dass Kämpferinnen wie Pernille Harder oder Sara Gunnarsdottir in der Bundesliga spielen. Menschen mit eigenem Kopf, die nicht nur auf dem Rasen sondern auch abseits davon eine gute Figur machen.
    Wer hat denn in Wolfsburg nach dem Double sich zur abgesagten Feier geäußert? Die feine Frau Goeßling war das sicherlich nicht. Da ging die Kapitänin, Nilla Fischer, mit gutem Beispiel voran.
    Frauen – Spielerinnen – mit Ecken und Kanten – das wollten wir doch, oder? Und wenn denen das in Deutschland aberzogen wird, dann müssen die halt von außen kommen.

    Vielleicht kannst du dir auch vorstellen, dass Spielerinnen wie die Masar McLeods, Fischer, Harder, Gunnarsdottir und Ayo ja auch Role Models für junge aufstrebende Spielerinnen sein können.

    Josephine Henning malt nebenbei Bilder, Nadine Kessler ist für die UEFA unterwegs.

    Nebenbei angemerkt: Es kann nicht jede Nationalspielerin werden. Es muss auch weibliche „Lumpi“ Lamberts‘, Schnatterers, etc. geben, die auch einfach so – auf hohem Niveau in der ersten und zweiten Liga Fußball spielen wollen. Und die gab es schon immer und wird es auch weiterhin geben.

    (15)
  • bale sagt:

    meine güte fan 2 die zeit müsste man haben für diese Erbsenzählerei,ich finde cool,das unsere Liga so international ist,davon profitieren alle.
    eine Idee wir machen eine reine deutsche frauenliga,geht es dann um Hautfarbe oder pässe???!!!!!
    wir leben in einer multi kulti Welt,oder eben einzelne rein deutsche vereine in Liga 1
    bei unseren Mädels

    (8)
  • Fan2 sagt:

    Frage: Welche Nachwuchsspielerinnen denn bitteschön? Die Vereine, die hier die ganzen Ausländerinnen holen (und zur bales Beruhigung, hier geht es mir lediglich um den Pass bzw. die Spielberechtigung für die Nationalmannschaft), sind zugleich die im Schnitt ältesten (Wolfsburg 27,0!, Sand 25,4, Bayern 25,1, Duisburg 24,9, Jena 24,0). Gerade bei Duisburg, wer soll da bitteschön was lernen? Die 2. Mannschaft spielt nicht mal mehr in der Regionalliga, die U17 gegen den Abstieg. Da hat man doch schon über Jahre den eigenen Nachwuchs komplett vernachlässigt oder nach Essen ausgelagert.
    Die einzige deutsche Stürmerin, die Duisburg noch hat und die von Anyoma lernen könnte, ist Stefanie Weichelt – und die ist 34!

    Es geht mir hier nicht um einzelne ausländische Spielerinnen, die in der Bundesliga spielen, wie beispielsweise eine Puntigam in Freiburg. Das geht in Ordnung, solange es im Rahmen bleibt. Mir geht es auch nicht um Gunnarsdottir oder Harder oder Hansen. Mir geht es viel eher um Wullaert, Masar, Maritz, Neto, Bernauer, Minde, Dickenmann usw. All die Bankdrücker, die man sich zusätzlich ins Boot holt, die den jungen Spielerinnen aber nicht nur die Plätze auf dem Platz, sondern auch im Kader wegnehmen.

    Wer hier für das reihenweise Einkaufen von Spielerinnen eintritt, der sollte dann bitte auch nicht meckern, wenn die N11 sukzessive den Bach runter geht und es dann mal eben keine WM-Teilnahme gibt.
    Hier geht es nicht um mal die ein oder andere. Hier geht es vielmehr darum, dass in dieser Saison ganze 25 Ausländerinnen in die Liga geholt wurden, davon allein 9 (!!) in dieser Transferperiode. Spielerinnen, die zumeist für ein Jahr den Kaderplatz einer Juniorin besetzen werden und dann gegen die nächste Ausländerinnen ersetzt werden.

    (0)
  • Fan2 sagt:

    Es geht hier nicht um Hatespeech, sondern einfach um eine sachliche Analyse, dass deutsche Clubs zunehmend ihr Geld lieber in B- bis C-Stars aus dem Ausland stecken als in die deutsche Jugend zu investieren! Ich wiederhole mich nur ungern, aber dem deutschen FF ging es am besten, auch auf Vereinsebene, als man das Geld in den eigenen Nachwuchs steckte, und in Duisburg und Potsdam, aber auch in Bad Neuenahr, Essen und Saarbrücken beispielsweise hervorragende Nachwuchsarbeit hatte.

    Und heute ist der FF nicht nur in der N11, sondern auch auf Vereinsebene auf einem Allzeittief, trotz hochkarätiger Nationalspielerinnen aus dem Ausland!

    Spielerinnen wie Alushi, Keßler, Popp, Sasic oder andere werden doch heute gar nicht mehr entdeckt, weil kaum noch Teams in die Nachwuchsarbeit investieren, das beschränkt sich gerade einmal auf noch sechs Teams in der Bundesliga, Potsdam, Hoffenheim, Freiburg, Essen, Werder und Köln (vielleicht noch Frankfurt). Alle anderen haben ernsthafte Nachwuchsarbeit schon längst eingestellt, Sand hat nicht mal ne Mannschaft in der U17-BL. Heute ist jede Dritte in der Liga eine Ausländerin.

    Die Rede davon, dass sich die Jugend an den Ausländerinnen orientieren können, ist schlicht und ergreifend ein Märchen. Denn erstens lernt man am besten im Ernstfall, und dort werden ihnen die Plätze weggenommen, und zweitens können sie sich charakterlich schön hinter diesen verstecken.

    (-4)
  • Zaunreiter sagt:

    So, Sheldon aka Fan2, jetzt schreibe ich dir noch mal was in dein identitäres Stammbuch!

    Ich habe zwar spirituell einen keltisch-germanischen Pantheon und könnte von daher wie ein Ewiggestriger in deine Litanei einstimmen („Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“).
    Was ich durch die Beschäftigung mit den Altvorderen gelernt habe, ist die wissenschaftlich erwiesene Tatsache, dass ihnen das Gastrecht heilig war. Also wenn man sich an die Beobachtungen von Griechen und Römern hält und nicht an die erfundenen Behauptungen von Nazi-Esoterikern.
    Andererseits waren sie auch Kopfjäger. Du kannst mit deiner Ansicht froh sein, Fan2, dass dein Kopf – nach heutigen Maßstäben – nicht zur Zierde an einer Wand hängt, weil du ein Tabu brichst.

    Achso: Trotz meines Glaubens stehe ich natürlich auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung. 😉

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ Zaunreiter:
    „Nachwuchsspielerinnen in Duisburg können auch noch von Ayo lernen.“

    Ein fragwürdiges Argument.

    Kein noch so gutes Training kann die eigene Spielpraxis ersetzen. Und deshalb sind die zahlreichen Auslandstransfers der Bundesligavereine in dieser Winterpause zumindest aus Sicht der Nachwuchsförderung eine zweischneidige Sache!

    (5)
  • Detlef sagt:

    @FFFan,

    Von so einer erfahrenen Spielerin wie AYO kann man immer etwas lernen!!!
    Zudem scheinen die Nachwuchshoffnungen des MSV in der Hinrunde auch hauptsächlich negative Erfahrungen gemacht zu haben!!!

    Und natürlich ist die Sache mit den Verpflichtungen ausländischer Spielerinnen ein zweischneidiges Schwert, denn auch sie können die Erfahrung machen, daß die Bundesliga eine Nummer zu groß ist für sie!!!
    Und man soll ja auch nicht vergessen, daß etliche deutsche Kickerinnen (auch Nachwuchs) ihre Chance im Ausland versucht haben, bzw immer noch versuchen!!!
    Es ist also auch hier ein Weg in beide Richtungen!!!

    Den USA scheint dieser Input von Ausländerinnen genausowenig zu schaden wie den Engländerinnen!!!
    Die Probleme im deutschen Nationalteam sind seit vielen Jahren hausgemacht, und liegen ganz gewiß nicht an den Ausländerinnen in der Bundesliga!!!

    (4)
  • maurinho sagt:

    Sicher kann Genoveva Anonma dem MSV aktuell für die Rückrunde weiterhelfen und wird dies auch hoffentlich tun, dennoch sehe ich das von Fan2 (oder wie auch immer, hier nennt er sich halt jetzt so – ist das wichtig?) beschriebene Szenario und kann seiner Darstellung einiges abgewinnen. Ich möchte das jetzt nicht vertiefen. Aber mal konkret auf den MSV bezogen, @ Zaunreiter, interessiert es mich schon: von welchen Nachwuchsspielerinnen im Bundesligateam, die da etwas lernen könnten, sprichst Du genau – denn für mich gibt es hier (von Torfrau Lisa Klostermann mal abgesehen) keine mehr. Was bedeutet ‚Nachwuchsspielerin‘ für Dich, und auf wen, die in der Bundesliga schon gespielt hat oder es in Kürze tun kann (ich betone da vor allem das KANN) – und die ich offensichtlich im letzten halben Jahr hier völlig übersehen haben muss – trifft dann diese Beschreibung zu?

    (7)
  • holly sagt:

    @zaunreiter, die sind nicht schlecht die Bilder von Josi

    (2)
  • Fan sagt:

    @Fan2,

    wen außer dir interessiert denn noch die Natio? Vor Allem solange diese Frau Jones Bundestrainerin ist. Diesen grotten schlechten Fußball kann doch kein normaler Frauen-Fußballfan mehr ansehen. Detlef und Zaunreiter haben doch absolut Recht!

    (-2)
  • Fan2 sagt:

    @Fan: Den normalen Zuschauer interessiert die Nationalmannschaft. Und damit den DFB. Du glaubst doch nicht allen Ernstes das Märchen, dass der DFB etwas für den FF in Deutschland tun würde, wenn nicht die N11 solche Erfolge hätte, wie sie sie in den vergangenen Jahrzehnten gehabt hat. Die gesamte Stellung des FF beim DFB, die ohnehin nicht sehr rosig ist, hängt allein an der medialen Wirkung der N11.
    Sollte diese sich tatsächlich dauerhaft auf einem Niveau einpendeln, in dem sie um die WM-Quali bangen muss, dann ist endgültig Feierabend, dann hat die Liga aber die längste Zeit Unterstützung vom DFB gesehen.

    Und den Zuschauer interessiert es auch: Wir haben heutzutage mehr internationale, hochkarätige Stars denn je in der Liga, klangvolle Namen aus anderen N11s, doch wir haben einen der schwächsten Zuschauerschnitte seit langem. Selbst Wolfsburg oder Bayern ziehen die Fans nicht mehr an. Sie definieren den Vereinssport nur über die Spielerinnen, die sie aus der N11 kennen. Und wenn da niemand mehr ist, dann ist das nicht mehr attraktiv.

    Ich habe hier schon ewig, seit Wolfsburgs Kaufrausch 2011 eigentlich schon, für einen anderen Weg plädiert, nämlich ein eigener Ligarat, der über seine eigenen Angelegenheiten entscheidet und nicht nur Trittbrettfahrer beim DFB ist, kombiniert mit einem konsequenten Ausbau der Nachwuchsarbeit! Denn es mag schön und gut sein, dass sich so viele Mädels nach 2011 beim FF angemeldet haben, wenn es nahezu keine Durchlässigkeit nach oben mehr gibt, dann bringt es den Mädels nichts, internationale Vorbilder zu haben. Situationen wie in Duisburg, wo eine Spielerin nach der anderen aus dem Ausland geholt wird und dafür die Nachwuchsarbeit komplett brachliegt, gehen einfach gar nicht. Sie schaufeln dem FF sein eigenes Grab.

    Und da muss ich @maurinho gegenüber @Detlef recht geben: Welche Nachwuchsspielerin meint Detlef denn? Die jüngste Feldspielerin, die im letzten halben Jahr in der Bundesliga auf dem Feld stand, war Österreicherin und 20 Jahre alt.
    Ansonsten – Pustekuchen!

    Und wie gesagt, Duisburg ist da kein Einzelfall: Wolfsburgs jüngste war 21 (Wedemeyer und Pajor), Sands jüngste war 20 und Serbin (Blagojevic), bei Bayern waren gerade mal 2 U20-Spielerinnen im Einsatz (Wieder und Lohmann), genauso Potsdam.

    (4)
  • FFFan sagt:

    @ Fan:

    Die Frage ist doch eher, wen überhaupt noch die Bundesliga interessiert! Man sollte meinen, dass die vielen ausländischen Top-Spielerinnen die Attraktivität der Liga erhöhen, aber die Zuschauerzahlen sind seit Jahren rückläufig…

    (1)
  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    Das Thema hatten wir doch schon X-mal durchgekaut!!!

    Die meisten Zuschauer hatten früher immer Frankfurt, Potsdam und Duisburg!!!

    Duisburg ist pleite gegangen, und der traurige Rest ist nun beim MSV nur noch Abstiegskandidat!!!

    Frankfurt war eine gefühlte Ewigkeit kein Meister mehr, und hat schon lange die vielen Erfolgsfans verloren!!!
    Mit der aktuellen Nachwuchsmannschaft wird sich dies auch kaum in 1-2 Jahren ändern!!!

    Und auch Potsdam hat Dank fehlender Titel viele Zuschauer verloren!!!
    Allerdings hält sich dies immer noch auf einem relativ hohen Level in erträglichen Grenzen!!!

    Von den neuen Topteams kann aber nur Wolfsburg an die Spitze der Zuschauerzahlen rankommen!!!

    Bayern versagt hier auf ganzer Linie!!!

    Allerdings reichen die Zuwächse in Wolfsburg nicht aus, um die Verluste in Duisburg, Frankfurt und Potsdam auszugleichen!!!

    Außerdem werden seit einigen Jahren die Spiele der Bundesliga immer wieder von schwachsinnigen Terminplanungen und Änderungen torpediert, wobei gerade die Zugpferde der Liga betroffen sind!!!

    Und dann kommen immer wieder Leute wie Du daher, und schwafeln dauernd etwas von „kein Interesse mehr“!!!

    Auch diese Zahlen sind ein hausgemachtes Problem, was man vorher genau wissen konnte, wenn man denn nachgedacht hätte, bzw wenn einen das Thema überhaupt interessieren würde!!!

    Aber genau hier liegt der Hund begraben, denn die Verantwortlichen in Frankfurt erfinden immer neue Hürden, die sie der FF-Bundesliga in den Weg stellen können!!!

    Und das Ergebnis sind dann eben weniger Zuschauer in den Stadien!!!

    (8)
  • Fan2 sagt:

    @Detlef: Da machst du es dir aber ein bisschen sehr einfach…

    Die schwindenden Zuschauerzahlen lassen sich nicht einfach auf den mangelnden Erfolg zurückführen. Das ist ziemlich einseitig gedacht.
    Vielmehr gibt es im deutschen FF keine Identifikationsfiguren mehr, und wenn es sie gäbe, wandern sie ab. Die Zuschauer sind nicht zu Potsdam gekommen, weil Potsdam immer Meister oder CL gewonnen hätte, sondern weil sie eine Bajramaj, eine Sarholz, eine Mittag spielen sehen wollten. Spielerinnen, die sich mit dem Verein identifizieren.

    Bei Bayern wundert mich das nicht wirklich, dass die Zuschauer nicht kommen. Wer jedes Jahr seinen halben Kader austauscht und sogar noch an den Identifikationsfiguren des Vereins (Stichwort: Maier) herumsägt, nur des schnellen Erfolgs wegen, der braucht sich nun wundern, dass Fans sich mit diesem Verein nicht identifizieren. Ähnlich Wolfsburg: Wer eine Alisa Vetterlein beispielsweise absägt, oder die eigenen Talente vor die Tür setzt (Stichwort: Magull), der braucht sich nicht wundern, dass die Zuschauerzahlen rückläufig sind.

    Dass Zuschauerzahlen nicht am Erfolg liegen, kann man schon allein daran sehen, dass mit Bayern und Sand zwei Klubs in der Zuschauertabelle relativ weit unten stehen, die sonst eigentlich recht erfolgreich sind. Sie stehen da unten genauso wie die ehemaligen Traditionsvereine Jena und Duisburg. Doch wer sich seine Spielerinnen lieber aus Kanada oder anderen Staaten holt, als auf einheimische, in der Region verwurzelte Spielerinnen zu setzen, der braucht sich eben nicht wundern, dass die Zuschauerzahlen einbrechen.
    Duisburg hätte sich seinen Zuschauerstamm vermutlich eher erhalten, wenn sie sofort den Absturz in die Zweitklassigkeit in Kauf genommen hätten, alle Stars verkauft und mit dem freigewordenen Geld die Nachwuchsabteilung aufrecht erhalten hätten. So aber haben sie den Nachwuchs abgesägt und sich abhängig gemacht von Schnäppchen aus dem Ausland! Jena ebenso.

    Und Potsdam? Wann hat es da angefangen zu kriseln? Als statt auf die Demanns, Starkes etc. auf einmal auf die Yangos, Jaques, Winters oder Hegerbergs gesetzt wurde.

    (-5)
  • bale sagt:

    was für ein quatsch hier einige schreiben.
    identifikationsfiguren? nilla fischer pernille harter simone Laudehr Tabea Kemme
    Nina Burger etc

    (2)
  • Detlef sagt:

    bale hat recht!!!
    Identifikationsspielerinnen gibt es in jedem Verein, sogar in München!!!
    Wer regelmäßig zu seinem Verein geht, hat ohnehin kein Problem damit, daß eine gewisse Fluktuation vorhanden ist!!!
    Der FF war früher in der Tat eher weniger wechselwütig als der MF!!!
    Aber das hat sich überall geändert!!!

    In Frankfurt und Potsdam sind noch die Fans übrig geblieben, die mit ihrem Verein auch durch schwierige Zeiten gehen!!!
    München ist da in der Tat ein Sonderfall!!!
    Die haben ja heute nicht weniger Fans als damals, als sie noch in Aschheim spielten!!!
    Es sind halt nicht wirklich viele dazugekommen, obwohl die Infrastruktur jetzt um Klassen besser ist als früher!!!

    Und wann es in Potsdam angefangen hat „zu kriseln“ kann man ganz genau festmachen!!!
    Und das hat nix mit dem Weggang von TINI DEMANN oder gar SANDRA STARKE zu tun!!!

    Als wir 4 Meistertitel in Folge gewannen, hatten wir ca 2500 Zuschauer im Schnitt!!!
    Heute sind es knapp 1000 Besucher weniger pro Spiel, das ist Fakt!!!

    (3)
  • Oskar Walter sagt:

    @Fan 2 alias Sheldon
    Schauen Sie sich bitte mal die Einwohnerzahl von Sand einem Ortsteil von Willstätt und dann den Rest der Bundesligateams an, dann dürfte Ihnen die gemachte Bemerkung doch nicht als ganz schlüssig erscheinen. Im letzten Pokalfinale waren weit mehr als 1000 Zuschauer von Sander Seite in Köln, als der Ort Einwohner hat. Es gibt einige Spielerinnen, die gewechselt sind und bei Ihren neuen Vereinen nicht glücklich wurden, weil sie die Sander Atmosphäre und die Zuschauer vermisst haben. Der Heimspielschnitt ist für diesen Ort meines Erachtens recht beachtlich und das Engagement der vielen freiwilligen Helfer sollte nicht unbedingt immer mit abfälligen Bemerkungen gewidmet werden.

    (8)
  • ajki sagt:

    In der eigentlich durchaus interessanten Diskussion (hier – obwohl sie sich andererseits als „Grundsatz“-Thema über alle threads erstreckt), vermischen sich derzeit meiner Ansicht nach zwei sehr unterschiedliche Dinge – die man aber (meiner Ansicht nach) absolut getrennt behandeln sollte.

    Erstens: aktuell schwache oder sogar schwächer werdende Zuschauerzahlen. Gerechnet von einem „ehemals“ höheren Plafond aus.

    Zweitens: der Anteil der Legionärinnen. D.h., nicht nur der „ausländischen“ Spieler, sondern eben auch die ganz allgemeine Abnahme vereins“eigener“ Spieler.

    Hinter der ersten Problematik steckt ja eigentlich eine gewisse ratlose Verwunderung derjenigen, die seit langer Zeit dem FF Aufmerksamkeit widmen. Diese rührt daher, dass die Frauenliga in D. eine ganz prinzipiell „gute“ Liga ist in fußballerischem Sinne. Recht gut ausgebildete Spieler mit völlig offensichtlich starkem sportlichen Einsatz treffen dort aufeinander auf Infrastrukturen, die durch Vereine mit Riesenaufwand dahinter so gut wie eben irgend möglich bereitgestellt werden. *Normalerweise* müßte es eigentlich so sein, dass in einer so starken Liga mit vielen Highlights pro Saison und Einzelspiel auf Dauer mehr Interessierte dazukommen – geboten wird nach allen Standards auf jeden Fall „genug“. (Dass es auch etliche Gurkenspiele gibt… geschenkt – gibts in allen anderen Publikumssportarten ja auch)

    Zum zweiten Problem, den „Legionären“, sieht es für mich an sich so aus, dass wir es hier mit einem gut bekannten Phänomen zu tun haben, das unter dem Namen „Professionalisierung“ bekannt ist. In höchsten Spielklassen mit hohen Kosten wirkt da so etwas wie ein Automatismus: damit der hohe Aufwand wieder hereinkommt, muss der managende Verein bei der wichtigsten Stellschraube, den Spielern, sehr schnell (pro [Halb-] Saison gesehen: jetzt sofort) ligafertige Lösungen finden. Diese liefert die „eigene“ „lokale“ Nachwuchsarbeit nicht in erforderlichem und verläßlichem Maß. Daher wechselt ein Verein auf dem „Professionalisierungs“-Weg irgendwann von innerem auf äußeren Austausch. Und in der globalisierten (Fußball-) Welt bedeutet das eben auch, dass nicht nur innerhalb der eigenen FA gesucht und getauscht wird.

    (6)
  • Helmut sagt:

    Zum Thema Zuschauerzahlen möchte ich mal was aus der münchner Sicht was beitragen.
    Ich bin erst dabei seit dem die Mädels im Grünwalder spielen.
    Ich steige bei mir in die U1 ein, und steige dort aus der U1 wieder aus. Es war was neues. Das Stadion war bei Spitzenspielen mit 2000 Zuschauern „gut“ gefüllt. Nächste Saison besorgte ich mir eine Dauerkarte. Wir wurden als Underdog Meister. Der Zuschauerschnitt stieg weiter. Das Fernsehen bekam noch mehr Interesse. Das bemängelte aber auch, das man von Kamerapositionen der Haupttribüne aus, keine Zuschauer sehen konnte. Darauf hin sperrte man bei Liveübertragungen die Haupttribüne und schickte die Leute auf die Gegentribüne („Stehhalle“). Da musste man in die oberen Reihen gehen um überhaupt das Spielfeld zu sehen, weil unten am „Bauzaun“ die Sicht durch Werbebanner des DFB und der Allianz versperrt war.
    Ferner machte die Runde das ein großer Teil der Zuschauer über Freikarten erkauft wurde. Das sorgte natürlich für Unmut bei den Dauerkartenbesitzern. So wurden die Mädels ein zweites mal Meister und nur noch 500 Zuschauer bekamen es mit.
    Das Problem mit den großen Stadien ist, wie in Essen, München oder Jena, das selbst wenn 2000 Zuschauer kommen würden die Stimmung einfach verpufft. Selbst in Potsdam oder Frankfurt kommt für mich als Gast kaum Stimmung rüber weil die einfach ins Leere geht.
    Dazu kommt noch das man seitens des FCB keine Reklame macht. Ich hoffe nur das nächste Saison wenn, die FCB-Mädels im Campus spielen sollten, sich dahin etwas bewegt. Allerdings ist dorthin die Anbindung mit dem ÖPNV etwas bescheidener.

    (0)
  • Fan2 sagt:

    @ajki: Eine sehr gute Analyse. Sie hat aber nur einen Haken: Anders als du sehe ich einen sehr großen Zusammenhang zwischen beidem, und der liegt in der zu schnell vorangetriebenen Professionalisierung der Liga, aufgebaut auf den Subventionen aus den Männerteams, verglichen zum Fanaufkommen. Erst dadurch wird eine Rotation, wie wir sie erleben überhaupt erst möglich, gekoppelt damit, dass sich die Frauen immer noch gegen angemessene Ablösesummen stemmen, wodurch sich der FF langfristig sein eigenes Grab schaufeln wird. Denn aktuell ist der FF eben noch voll und ganz abhängig von der Gutmütigkeit des DFB, der Männervereine, an die viele angeschlossen sind sowie einzelnen Sponsoren. Für das, was die Frauen aktuell bereits verdienen, ist der FF noch viel zu gering in der Gesellschaft verwurzelt.

    Man kann auch nicht wirklich von Identifikationsfiguren sprechen, wenn die Gruppe, die sich mit diesen Spielerinnen identifiziert, vllt eine Gruppe von 200-300 Menschen ist. Dann haben solche Identifikationsfiguren keinerlei Zugkraft.

    Um den FF überhaupt wieder gesund zu kriegen, bräuchte es einen Ligarat, der selbst für die Vermarktung verantwortlich ist. Denn dann würde deutlich werden, wieviel der FF überhaupt selbständig in der Lage ist, einzuspielen.
    Zudem müsste geregelt sein, dass der Anteil, den Zuwendungen von Sponsoren etc., am Budget der Vereine betragen darf, gedeckelt ist, und sich am Anteil, den der Verein durch eigene Vermarktung in der Lage ist, einzuspielen (durch Ticketverkauf, Merchandising etc.), orientieren muss.

    Dass die Einwohnerzahl nicht an der Größe des Ortes hängt, sondern an der Strahlkraft in die Region hinein, hat eine Mannschaft wie Hoffenheim mE bereits bestens bewiesen.

    Zudem sollte die Entwicklung von guten Nachwuchsspielerinnen endlich mal vernünftig entlohnt werden. Auch dies könnte von einem Ligarat gegenüber dem DFB durchgedrückt werden. Wäre die Liga unabhängig vom DFB, so könnte man in Verhandlungen auf Augenhöhe eintreten, um zumindest für N11-Spielerinnen eine Ausbildungsentschädigung für die Vereine herausschlagen!

    Nimmt die Liga ihre Geschäfte nicht selbst in die Hand und reguliert sie gewaltig, wird sie keine Zuschauer mehr gewinnen, sondern nur noch weiterhin verlieren. Denn Professionalisierung bedeutet letztlich, dass man keine Rücksicht mehr auf die Fans, sondern nur noch auf die eigenen Profitinteressen nimmt. Und ein solcher Prozess kann eigentlich erst dann geschehen, wenn man auf die Fans keine Rücksicht mehr nehmen muss. In Deutschland aber hat dieser Prozess eingesetzt, als das Maximum eben 2000 Fans pro Spieltag waren.

    Aktuell kreist der FF in Deutschland viel zu sehr um sich selbst, weil er es sich aufgrund des Mäzenatentums erlauben kann. Würde man dies ausschließen, wäre diese Professionalisierung gar nicht möglich.

    (2)

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