DFB-Frauen: Gegen Frankreich ohne Leupolz, Laudehr, Magull und Kayikci

Von am 22. November 2017 – 10.54 Uhr 27 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf muss am Freitag im Testspiel gegen Frankreich in Bielefeld (ab 17.55 Uhr live in der ARD) gleich auf mehrere Spielerinnen verzichten. Melanie Leupolz ist der neueste von vier Ausfällen.

Bundestrainerin Steffi Jones auf einer Pressekonferenz

Bundestrainerin Steffi Jones muss gegen Frankreich gleich auf mehrere Spielerinnen verzichten © Brendan Moran/Sportsfile

Die 23-jährige Mittelfeldspielerin des FC Bayern München wird wegen muskulärer Probleme im rechten Oberschenkel nicht zum Einsatz kommen können. Zuvor hatten bereits Leupolz´ Teamkollegin Simone Laudehr sowie Lina Magull und Hasret Kayikci (beide SC Freiburg) verletzungsbedingt ihre Teilnahme absagen müssen.

Bundestrainerin Steffi Jones verzichtete auf Nachnominierungen, so dass sich der Kader von zunächst 24 auf 20 Spielerinnen reduziert hat.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Fan2 sagt:

    Na, ob das die letzten Ausfälle sind? Ich mag mich täuschen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass schon einmal sooo viele Spielerinnen wegen „muskulärer Probleme“ abgesagt haben. Stehen muskuläre Probleme hier doch vllt für die heimliche Solidarisierungswelle mit Lena Goeßling? Falls ja, sind die Ausfälle jedenfalls exakt getimt.

    Wie dem auch sei, mit Leupolz ist nun auch noch die letzte raus, die auf der „6“ spielen könnte. Marozsan und Dallmann könnten da aushelfen, ansonsten müsste Feldkamp ran. Viel mehr gibt der Kader, in dem bei 17 Feldspielerinnen immerhin 5 Stürmerinnen und 4 Rechtsverteidigerinnen stehen, ohnehin nicht mehr her.

    Deutschland riskiert hier eine ganz, ganz große Blamage, mittlerweile sehe ich sogar die höchste Niederlage machbar.

    Und man weiß ja nicht, ob das hier die letzten Ausfälle sind. Sollte das wirklich eine bewusste Meuterei sein, dann fehlen nur noch Marozsan, Dallmann und Popp, und die Mannschaft kann wirklich komplett einpacken.

    Die Franzosen wird es freuen, das Topspiel entwickelt sich immer mehr zum Trainingsspielchen.

    (-10)
  • bale sagt:

    Ich würde so was sehr unfair finden,gegenüber dem restlichem Kader.dann sollen sie ihre Meinung kundtun und nicht erst später,wenn alles in trockenen Tüchern ist.mein gefühl sagt mir,das sie keine chance gegen Frankreich haben.bin sehr gespannt auf Freitag.

    (6)
  • balea sagt:

    Fan2 schreibt:
    „Stehen muskuläre Probleme hier doch vllt für die heimliche Solidarisierungswelle mit Lena Goeßling? Falls ja, sind die Ausfälle jedenfalls exakt getimt.“

    Sollte es tatsächlich eine „heimliche Solidariserungswelle mit Lena Goeßling“ sein, wäre dass die lächerlichste und peinlichste Aktion, die man sich nur denken kann. Kindergarten pur, absolut nicht würdig für „National“spielerinnen.

    (3)
  • Schelle sagt:

    Diese Solidarisierungswelle gibt es nicht. Springt doch bitte nicht über jedes Stöckchen.

    Die Mädels wollen alle in der Nationalmannschaft spielen. Gerade gegen Frankreich.

    Denkt ihr wirklich, dass eine Melanie Leupolz zur Nationalmannschaft gefahren und dann nach ein paar Tagen dort wieder mit den Problemen abgereist wäre, wenn sie sich hätte solidarisieren wollen? Dann wäre sie doch gleich in München geblieben.

    Und in Bezug auf verletzungsbedingte Ausfälle ist Deutschland sowieso seit Jahren führend. Und da gab es die causa Goessling noch nicht…

    (16)
  • Volker sagt:

    Also Fan2 mir erscheint deine Verschwörungstheorie dann auch etwas lächerlich. Auch wenn ich nicht daran zweifele das es für Lena Goeßling Solidarität in der Frauschaft gibt. Wenn eine Spielerin nach langer Verletzungspause aufs Abstellgleis gestellt wird ist das für alle sicher Existenz bedrohlich. Keine gute Grundlage für einen Kader. Wenn dann noch ein Herr Kellermann (immer hin Welttrainer) von „Zuletzt hervorragende Leistungen gezeigt“spricht ist die „Kacke wohl so richtig am dampfen“ !

    (9)
  • codo25 sagt:

    Von irgendwelchen Verschwörungstheorien halte ich auch nichts, dass wäre mehr als peinlich und ein ziemlich es Armutszeugnis für die Spielerinnen. Aber unabhängig davon sollte sich Steffi Jones, die ich menschlich sehr schaetze,ernsthaft Gedanken über einen Rücktritt machen. Der Druck auf sie wird ja selbst bei einem guten Ergebnis gegen Frankreich nicht geringer. Im Gegenteil, die Erwartungen werden weiter steigen und die WM – Rückrunde ist nicht mehr sooo weit entfernt. Ob sie dem auf Dauer gewachsen sein wird? Ihre Unsicherheit und Anspannung ist förmlich mit Händen zu greifen und verunsichert immer stärker auch die Mannschaft, unabhängig von den aktuellen Querelen. Mein Rat wäre: Rücktritt, eine Auszeit nehmen und in Ruhe das vergangene Jahr Revue passieren lassen, danach neu durchstarten. Vielleicht im Bereich der Jugendarbeit? Zu dieser Altersgruppe hat sie doch einen guten Draht und kann hier mit ihrer offenen Art bestimmt junge Spielerinnen begeistern und motivieren.

    (10)
  • Volker sagt:

    codo25 : Danke auch ich halte Steffi Jones für einen außergewöhnlich sympatischen Menschen und sehe Sie mehr als Opfer den Täter. Es macht mir auch keine Freude dieses Elend mit ansehen zu müssen. Zumal sich die wirklich Verantwortlichen Al-glatte Politprofis wie Grindel sich in Unschuld wälzen und dabei Interesse heucheln.

    (9)
  • Fan2 sagt:

    @codo25: Du glaubst doch nicht wirklich, dass Jones nach dieser Performance jemals wieder Chancen auf einen Trainerjob im gehobenen Bereich hat. Sie sollte sich zurückziehen und in Zukunft die Finger vom Trainerberuf lassen!

    Letztlich muss es ja keine aktive Verschwörung sein. Nur es zeigt doch, dass die N11 – noch dazu das Schicksalsspiel von Jones – so tief auf der Prioritätenliste gesunken ist, dass jedes kleine Zipperlein genutzt wird, um sich zu entschuldigen und nicht dahin zu müssen bzw. früher wieder zurück zu können.

    Wo noch vor einem halben Jahr eine Lena Goeßling halb krank mit zur EM fuhr, da reichen heute schon ein paar kleine muskuläre Zipperlein, und zack heißt es: Ach, ich bin viel zu verletzt, um in der N11 zu spielen! Wie es scheint, war Goeßling wohl die einzige, die wollte – und die durfte nicht…

    (-8)
  • Fan2 sagt:

    Nun vielleicht liegt hier ein Grund für die abweichenden Meinungen. Ich halte Jones für absolut gar nicht sympathisch, sondern so, wie sie sich präsentiert hat, für einen sehr anstrengenden, arroganten und von sich eingenommenen Menschen, die keinerlei Selbstreflexion besitzt und die Schuld bei jedem außer sich selbst sucht.

    Daher empfinde ich es als Zumutung, sie überhaupt auf die Spielerinnen loszulassen.

    (-21)
  • FFFan sagt:

    @ Fan2:
    „Stehen muskuläre Probleme hier doch vllt für die heimliche Solidarisierungswelle mit Lena Goeßling? Falls ja, sind die Ausfälle jedenfalls exakt getimt.“

    Das erscheint mir dann doch ein bisschen weit hergeholt. Aber eines lässt sich sagen: der Stellenwert solcher Länderspiele hat abgenommen! Wo die Spielerinnen früher auch mal halbverletzt zur Nationalmannschaft gekommen sind, lässt man heute ein Freundschaftsspiel schon wegen kleinerer ‚Wehwehchen‘ sausen.

    Der Kader der DFB-Frauen ist nun vor allem im Mittelfeld erheblich ausgedünnt. Die junge Debütantin J.Feldkamp darf sich Hoffnungen auf einen 90-Minuten-Einsatz machen, weil sonst praktisch niemand für den defensiveren Part einer ‚Doppel-Sechs‘ in Frage kommt!

    Mögliche Aufstellung für Freitag:

    Schult – Schmidt, Hendrich, Peter, Maier – Huth, Marozsan, Feldkamp, Kemme – Islacker, Popp.

    (2)
  • Katerli sagt:

    @Volker: Volle Zustimmung. Wie wurde hier über Frau Neid gemeckert (zurecht) und ihre Ablösung gefordert. Sie war es doch, die die Nationalmannschaft ganz allmählich im Niveau senkte, als das was die Vorgänger aufgebaut hatten, nicht nicht mehr nachwirken konnte.
    Sie hat keine intakte Mannschaft zurückgelassen, wie hier jetzt einige behaupten. Und der DFB mit seiner Versorgungsmentalität für ehemalige Spielerinnen schickt dann die arme St. Jones ins aussichtslose Rennen. Eine Mannschaft, die sich in Abwärtsbewegung befindet, soll von einer völlig erfahrungslosen Trainerin gerettet werden? Das geht nicht. Letztlich tut Jones mir auch leid, aber sie hat ja zugesagt, nun muss sie das auch aushalten

    (10)
  • KarlMai sagt:

    Eine etwas boshafte Logik geht so:

    Die Französinnen wissen ja auch um die Bedeutung dieses Spiels… das ist Steffis Chance.

    Denn sie werden sich sagen „Hm, wer weiß, wenn wir morgen gut spielen und Deutschland schlagen, ob der Nachfolger (die Nachfolgerin) von Jones dann nicht wieder einen viel gefährlicheren Kontrahenten aus den Deutschen macht??!! Besser, wir halten Jones im Amt!“

    PS:

    Bitte das Schild „Achtung Sarkasmus“ an den Anfang und ans Ende denken.

    (8)
  • codo25 sagt:

    @Volker: absolute Zustimmung. Spätestens mit der Ablehnung von M. Meinert, die N11 zu übernehmen, hätten doch bei der DFB-Spitze die Alarmglocken läuten müssen. Die erfahrene Trainerin wird bestimmt nicht ohne Grund diesen Job ausgeschlagen haben. Das Steffi Jones in ihrer Funktionärsarbeit nicht so recht glücklich war und wieder mehr praktisch arbeiten wollte, wussten die Beteiligten und haben hier eine sicherlich ehrgeizige, aber völlig unerfahrene Anfängerin installiert in dem Wissen, dass S. Neid die Nationalmannschaft durch ausbleibende Reformen weitgehend runtergewirtschaftet hatte. Aber da hat man sich mit den zusammengerumpelten Siegen von EM 2013 und Olympia 2016 getröstet. Herrn Grindel interessieren doch primär die Zuschauerzahlen, die bei einem Misserfolg in der WM-Runde zurückgehen könnten. Sportliche Erwägungen haben da doch nur am Rande Platz. Mit dem Scheitern bei der EM wäre es doch dringend notwendig gewesen, eine (externe) Fachkraft mit einer umfassenden Analyse der Situation zu betrauen. Stattdessen verlängert man ohne weitere fachliche Unterstützung den Vertrag der Trainerin, die ja selbst im Interview die ausbleibenden Bewerbungen für den zweiten (Fach-)trainerposten beklagte. Vorstand und das Damenkränzchen des DFB nicken alles ab und schauen dann zu, wie das Elend weitergeht. Ich will hier keineswegs die Verantwortung der BT schmälern, aber die Hauptschuldigen sind hier an der Spitze des DFB zu suchen!

    (7)
  • Detlef sagt:

    @Fan2,
    Besser hättest Du Dich selbst nicht beschreiben können!!! 😉

    @katerli,
    Meine absolute Zustimmung zu Deinem Post!!! 🙂

    @KarlMai,
    Dein Sarkasmus in allen Ehren!!!
    Aber wenn wir ehrlich sind, geht es den Französinnen nicht besser als uns!!!
    Auch sie sind genauso erbärmlich ausgeschieden wie wir, und ihr Team ist noch wesentlich älter!!!
    Dort haben viele Trainer in den letzten Jahren immer nur auf „Erfahrung“ gesetzt, und den Nachwuchs nahezu außen vor gelassen!!!

    Hier ist Deutschland schon unter der Bundesgöttin einen anderen Weg gegangen!!!

    Von demher werden die „Blauen“ dieses Spiel wohl auch nicht ganz so ernst nehmen, sondern eher neue Spielerinnen ausprobieren!!!

    (4)
  • Zaunreiter sagt:

    Detlef, das machen sie schon geraume Zeit. In den 4 ersten Spielen unter Corinne Diacre hat diese neue junge Spielerinnen nominiert, die gegen Chile, Spanien, England und Ghana getestet wurden. Alle diese Spiele kann man sich auf YouTube anschauen, nicht nur als Zusammenfassungen, sondern auch als Gesamtaufzeichnungen.

    Ach…das kann ich an dieser Stelle hier auch noch mitteilen: Armandine Henry hat ebenso wie Nadia Nadim die Thorns verlassen und ist zu Olympique zurückgekehrt.
    Laura Harvey hat in Seattle ihren Trainerstuhl geräumt und Platz gemacht für Vlatko Andonovski.

    (5)
  • bale sagt:

    Ich denke ,das steffi gut ein Bundesligafrauenteam trainieren könnte oder sie braucht Fachleute im team,die sie unterstützen,weil Herrn Höher sehe ich ich nicht als Nationaltrainer,dann eher Kellerman.und zur Kapitänen,da brauchst du eine die laut werden kann und das team mitzieht,popp ja,aber sie müsste lernen ihre Theatralik abzustellen,die sehr oft den spielfluss behindert,sonst fällt mir keine ein,vielleicht kämme?

    (-2)
  • balea sagt:

    @Zaunreiter
    Nadia Nadim spielt demnächst für Manchester City, nicht Lyon.

    @bale
    kemme kann ich mir auch nicht recht als Käptn vorstellen. Von dem jetzigen Kader am ehesten Schuldt – perspektivisch fände ich Demann am besten.

    (3)
  • Sundermann sagt:

    @Fan2

    „Ich halte Fan2 für absolut gar nicht sympathisch, sondern so, wie er sich präsentiert hat, für einen sehr anstrengenden, arroganten und von sich eingenommenen Menschen, der keinerlei Selbstreflexion besitzt und die Schuld bei jedem außer sich selbst sucht.“

    „Daher empfinde ich es als Zumutung, ihn überhaupt auf die LeserInnen loszulassen.“

    Meine Meinung zu Fan2.

    (12)
  • Zaunreiter sagt:

    @balea:
    Hat sich meine Aussage so angehört? Ich wollte damit ausdrücken, dass beide die Rose City verlassen haben. 😉 Ups, sorry.
    Also Mademoiselle Henry ist an die Rhône zurückgekehrt. Und Frau Nadim wird ab Januar am Medlock River aufschlagen und sich in ein blaues Leibchen eines Clans der Briganten schälen. 😉

    (3)
  • codo25 sagt:

    Fan2: Deine Meinung zu Steffi Jones sei Dir unbenommen, aber: um eigene Fehler zu erkennen, bedarf es auch eines Umfeldes, welches im Bedarfsfall ein entsprechendes feedback gibt. Keine Abnicker, die zunaechst alles hochjubeln und sich erst dann aus der Deckung trauen, wenn es um die eigene „Wichtigkeit“ ( Grindel & Co.) oder die eigene Karriere (Goessling) geht.

    (4)
  • Die Mannschaft sagt:

    x

    A picture to describe this mess of a national team + a tribute to Lena (:

    (3)
  • adipreissler sagt:

    „Ich denke ,das steffi gut ein Bundesligafrauenteam trainieren könnte“

    Frau Hagedorn versucht das ja gerade in der 2. Bundesliga.
    Frau Kulig auch, allerdings als Co-Trainerin. Vielleicht der bessere Weg.

    (3)
  • FFFan sagt:

    @ Zaunreiter:
    „Laura Harvey hat in Seattle ihren Trainerstuhl geräumt und Platz gemacht für Vlatko Andonovski.“

    Interessant…
    Aber eine Ausländerin als BT? Da müsste der DFB wirklich ‚über seinen Schatten springen‘! 😉

    (1)
  • Zaunreiter sagt:

    FFFan:
    Eher löst Laura Harvey Mo Marley als Interimstrainerin ab, als das ein Kamel durch ein Nadel….äh…als dass der DFB über seinen Schatten springt. 😉
    Und unabhängig davon bleibt die schwarze Spinne im Hintergrund, egal ob es einen Trainerwechsel gibt oder nicht. Wer gibt schon freiwillig soviel Macht (also im Verhältnis zu anderen Dingen) auf? Die Herrin der Kalteiche ist da ganz konservative Schwester im Geiste Merkels, Mohns und Springers.
    Und weil das so ist und auch so bleibt, hat man gefahrlos Maren Meinert diesen Job angeboten, die diesen natürlich ablehnte.
    Und so kann man auch völlig gefahrlos die Namen Peters oder MVT in den Raum werfen, weil man ja eh weiß, dass die es dann nicht werden. 😉

    Die Hauptsache ist doch eh, dass die Frauen-Funktionäre ihre hood, ihren backyard im Griff haben – gemessen an der patriarchalen Gedankenwelt des DFB. Um mehr geht es doch Grindel und co. nicht.

    (-1)
  • Altfan sagt:

    Nach 3 Stunden und dann ist diese völlig überforderte „Möchtegern-Nationaltrainerin“ hoffentlich Geschichte …

    (0)
  • Sundermann sagt:

    @Altfan

    Gilt wohl eher für so manchen überforderten „Möchtegern-FF-Experten“ hier….

    (1)
  • Fan2 sagt:

    Der absolute Worst Case ist eingetreten. Ein überzeugender Sieg der Jones-Elf gegen Frankreich, und alles ist wieder gut. So wird der DFB denken.

    Doch dabei wird einiges übersehen:
    1. Das Spiel war ein Testspiel – und so ist Frankreich auch aufgetreten: Lustlos, Pflichttermin, abhaken. Frankreich hat den Deutschen viele Räume gelassen und fast nichts in dieses Spiel investiert.
    2. Frankreich ist längst nicht mehr die Übermannschaft, die sie früher mal waren. Man sollte nicht vergessen, auch sie sind im VF der EM ausgeschieden! Und das mit ebenfalls sehr bescheidenen Leistungen.
    3. Frankreich war deutlich dezimiert angetreten und hatte ebenfalls einen Umbruch zu verkraften, indem mit Abily und Thomis zwei Spielerinnen nach der EM zurückgetreten sind, und daneben gegen Deutschland auch noch Bouhaddi, Thiney und Houara fehlten.
    4. Deutschland war in diesem Spiel nie wirklich gefordert. Als dann das 1:0 fiel, war das Spiel gegen lustlose Französinnen schon beinahe gelaufen, weil Deutschland sich nun hinten reinstellen konnte und auf Konter spekulieren. Dadurch wurden die defensiven Schwächen kaum deutlich, weil gerade das schnelle Umschaltspiel, was den Deutschen gerade gegen Island noch große Probleme bereitet hatte, fast gar nicht möglich war.
    5. Die Tore gestalteten sich als zwei Standards, ein Abstauber und ein klares Abseitstor. Aus dem Spiel heraus dagegen ging mal wieder kaum etwas.
    6. Dass Deutschland einen Vorsprung einigermaßen verwalten kann, wissen wir (nur gegen Dänemark fehlte auch das). Wir wissen auch, dass die Mädels, wenn es ihnen Spaß macht, richtig aufdrehen können und einen Gegner regelrecht zerlegen, das hatten wir alles auch in Testspielen vor der WM 2011 schon.
    Nur genau das, was wir gebraucht hätten, nämlich die Reaktion der Mannschaft, wenn es lange 0:0 steht oder es sogar zum Rückstand kommt, ob dann noch das Gleichgewicht von Defensive und Offensive stimmt, ob das schnelle Umschaltspiel funktioniert, ob man Druck auf einen tief und sicher stehenden Geger ausüben kann, und kreative Ideen auch in der Drucksituation entwickeln kann, das war heute überhaupt nicht zu evaluieren. Insofern hat dies Spiel praktisch kaum einen Aussagewert darüber, ob gerade diese Spezifika im deutschen Spiel besser geworden sind. Ich bezweifle es, angesichts der fragilen Defensive am Ende des Spiels, trotz eines komfortablen Vorsprungs!

    Jones wird nun wohl leider bleiben, ob sie jedoch ein solches Team auch im allesentscheidenen Spiel gegen Island eine Mannschaft formen kann, die mit der Situation umgehen kann, das bezweifle ich. Und so wird es weiter eine Zitterpartie sein, ob die WM mit ihr tatsächlich erreicht wird!

    (1)

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