Frauen-Bundesliga: Ausblick auf den 9. Spieltag

Von am 18. November 2017 – 14.55 Uhr

Am 9. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga wollen die Verfolger VfL Wolfsburg und Bayern München Druck auf Spitzenreiter SC Freiburg ausüben. Am Tabellenende stehen der MSV Duisburg und der FF USV Jena bereits mit dem Rücken zur Wand.

Spielszene zwischen dem FF USV Jena und der TSG 1899 Hoffenheim

Zweikampf zwischen FF USV Jenas Anna Graser und TSG 1899 Hoffenheims Sharon Beck © Holger Peterlein

Freiburg ohne Simon

Nach dem Remis beim SC Sand will Tabellenführer SC Freiburg gegen die laut Freiburgs Trainer Jens Scheuer „spielerisch gute Mannschaft“ des 1. FFC Frankfurt in die Erfolgsspur zurückkehren. Nicht mit dabei ist DFB-Nationalspielerin Carolin Simon, die aufgrund eines Muskelfaserrisses ausfallen wird. „Sie wird uns in den nächsten Wochen natürlich sehr fehlen, aber wir werden das auffangen“, so Scheuer.

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Frankfurt setzt auf eigene Qualität

Frankfurts Trainer Niko Arnautis meint: „Wir freuen uns darauf, uns nur eine Woche nach dem Spiel in Wolfsburg mit einem weiteren Top-Team der Liga zu messen! Doch bei allem berechtigten Lob für den Gegner wissen wir um unsere Qualitäten, so dass wir einmal mehr mit dem Anspruch in die Partie gehen, nicht mit leeren Händen nach Frankfurt zurückzukehren.“

Essen will Wolfsburg den Spaß nehmen

Der letzte Punktgewinn der SGS Essen gegen den VfL Wolfsburg datiert zwar aus der Saison 2012/13, doch für Essens Mittelfeldspielerin Marina Hegering ist ein Punktgewinn gegen den Deutschen Meister nicht außer Reichweite. „Wir müssen versuchen, ihnen den Spaß am Spiel zu nehmen und eine immense Teamleistung zeigen, damit wir Wolfsburg ärgern können.“ Schwer wiegt der Ausfall von Sara Doorsoun, die nach einer Verletzung in der rechten Schulter aus dem Bremen-Spiel sich noch in der Reha befindet.

Wolfsburg sieht große Herausforderung

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meint: „Essen hat die vergangenen Jahre immer eine gute Mannschaft gehabt, die gut eingestellt ist und auch immer wieder gute Resultate in der Liga erzielt. Deswegen wird das eine große Herausforderung.“ Wieder einsatzfähig ist Ewa Pajor, die in der Champions League wegen Oberschenkelproblemen noch pausierte.

Bayern will mit Geduld zum Erfolg

Der FC Bayern München will mit einem Heimsieg gegen den SV Werder Bremen Anschluss an die Tabellenspitze halten. „Wir wollen zielstrebig, aber geduldig versuchen, den gegnerischen Abwehrriegel zu knacken, und gleichzeitig die Konter kontrollieren“, so Bayern-Trainer Thomas Wörle vor dem Wiedersehen mit Bremens Trainerin Carmen Roth, die in der vergangenen Saison noch die U17 des FC Bayern München zum Meistertitel führte und zwischen 2003 und 2010 fast 100 Bundesligaspiele für die Bayern bestritt.

Bremen voller Optimismus

Roth erklärt: „Nach der guten Leistung gegen die SGS Essen werden wir mit großem Optimismus die Auswärtsfahrt antreten. Für mich selbst ist es zudem nach 14 Jahren beim FC Bayern natürlich eine besondere Begegnung. Ich habe mit einigen Spielerinnen selbst noch gespielt oder sie trainiert. Außerdem freue ich mich viele Freunde und Bekannte wiederzusehen.“

Köln mit Selbstvertrauen gegen Potsdam

Nach zwei Siegen in Folge geht Aufsteiger 1. FC Köln mit gestärktem Selbstvertrauen in das Duell mit dem 1. FFC Turbine Potsdam. „Die Siege haben uns natürlich gutgetan. Ein Erfolgserlebnis bringt immer noch am meisten. Das merkt man auch im Training“, so Kölns Trainer Willi Breuer. Im Duell mit den noch unbesiegten Potsdamerinnen werden allerdings Carolin Schraa und Marike Pyko verletzungsbedingt fehlen. „Wichtig wird sein, in die Ordnung zu finden und defensiv gut zu stehen. Dann haben wir Chancen zu bestehen.“

Hoffenheim will ins gesicherte Mittelfeld

Die TSG 1899 Hoffenheim will nach dem souveränen Auswärtssieg beim FF USV Jena gegen den noch punktlosen MSV Duisburg den nächsten Dreier nachlegen. „Wenn wir nun noch gegen den MSV Duisburg dreifach punkten, rücken wir endgültig ins gesicherte Mittelfeld“, so die Hoffnung von Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann vor dem Duell mit einem Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht.

Duisburg ohne Weichelt

Duisburgs Trainer Christian Franz-Pohlmann meint: „Wir müssen die Enttäuschung über die Niederlage in Motivation umwandeln und selbstbewusst auftreten. Wir müssen mutig und wach agieren, nur dann haben wir eine Chance.“ Erschwert wird das Unterfangen durch den Ausfall von Steffi Weichelt (Überdehnung und Knocheneinblutung im linken Knie) sowie den möglichen Ausfall von Eshly Bakker (Knieverletzung) und Sofia Nati (Grippe).

Sand will Schritt in richtige Richtung machen

Der SC Sand will nach dem couragierten Auftritt und dem Punktgewinn gegen den SC Freiburg im Heimspiel gegen den FF USV Jena einen Dreier nachlegen. „Mit einem Sieg können wir einen großen Schritt in die richtige Richtung machen“, so Sands Trainer Sascha Glass. Jenas Trainerin Katja Greulich gibt sich keinen Illusionen hin: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Für uns ist jedes Spiel Abstiegskampf pur.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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