Champions League: VfL Wolfsburg auf Viertelfinalkurs

Von am 9. November 2017 – 9.53 Uhr 14 Kommentare

Der VfL Wolfsburg steht nach einem klaren Sieg beim AC Florenz im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Women´s Champions League bereits mit einem Bein im Viertelfinale.

Beim 4:0 (0:0)-Erfolg vor 3.500 Zuschauern im Artemio-Franchi-Stadion brach Sara Björk Gunnarsdóttir nach torloser erster Halbzeit mit zahlreichen vergebenen Chancen den Bann (49.), Pernille Harder (54.), erneut Gunnarsdóttir (60.) und Alex Popp (73.) bauten das Ergebnis zu einem komfortablen Vorsprung aus.

Selbstbewusster in Halbzeit zwei

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch freute sich über die Effizienzsteigerung in Halbzeit zwei. „Nach dem 1:0 haben wir Selbstbewusstsein bekommen und viel entschlossener in der Offensive und besser gespielt.“ Ein Extralob hatte Lerch für den Gastgeber übrig. „Allergrößten Respekt vor dem Rahmen hier, das war eine tolle Atmosphäre.“

Anzeige

UEFA Women´s Champions League, Achtelfinale, Hinspiele

AC Florenz – VfL Wolfsburg 0:4 (0:0)
Chelsea LFC – FC Rosengård 3:0 (1:0)
BIIK Kazygurt – Olympique Lyon 0:7 (0:3)
ACF Brescia – Montpellier Hérault SC 2:3 (2:2)
Gintra Universitetas – FC Barcelona 0:6 (0:2)
Sparta Prag – Linköpings FC 1:1 (0:0)

Donnerstag

LSK Kvinner – Manchester City
Stjarnan – Slavia Prag

Tags:

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

14 Kommentare »

  • Dussel Duck sagt:

    Grazie mille, Fiorentina, für die Live-Übertragung. Das war ein feiner Zug von euch, an dem sich andere Vereine künftig gern ein Beispiel nehmen könnten! 🙂
    Das Spiel selbst war eigentlich nur dadurch eine Halbzeit lang spannend, dass WOB einfach das Tor nicht treffen wollte. Dann griff zum Glück der Schiedsrichterinnengott zu ihren Gunsten ein und ein Abseitstor von Gunnarsdóttir fand die Anerkennung der schwedischen Unparteiischen.
    Florenz war eigentlich ein leichter Gegner. Ich dachte, sie würden den Wölfinnen entschlossener auf den Füßen stehen und die gute, alte italienische Härte in die Waagschale werfen. Das ist zum Glück nicht passiert. Schlimme Fouls gab’s in dem Spiel gar nicht. Ihre einzige echte Torchance bekamen die Damen in Lila bei einem Konter von den Wölfinnen auf dem Tablett serviert, aber da war das Spiel schon gelaufen.
    Die letzte Viertelstunde gab`s nur noch Wolfsburger Tiki-Taka ohne Hansen und Harder, die schon für Sonntag verschnaufen durften.
    Ganz allgemein war ich überrascht, wie viel Raum den Wölfinnen von den körperlich und konditionell unterlegenen Florentinerinnen gelassen wurde. Na, vielleicht war’s auch nur die Kameraperspektive im großen Stadion.
    So, und was ist jetzt mit dem Rückspiel? Gibt’s da wieder nur den 5-Minuten-Zusammenschnitt auf Wölfe-TV?

    (3)
  • vikkybummsy sagt:

    Wäre das 10:0 ausgegangen hätte sich auch niemand beklagen dürfen, so konnte man aber sehen wo es zur Zeit bei den Wölfinnen hapert, Chancen über Chancen wurden mehr oder wenig leichtfertig versemmelt. Auch mein Dank an Fiorentina für die Übertragung. Germany, bitte nachmachen

    (10)
  • holly sagt:

    Das Problem mit der chancenverwertung ist nix neues beim vfl. Das geht schon lange so

    (2)
  • schorschla sagt:

    Da kann ich mich Dussel Duck nur anschließen, das war eine Lifeübertragung vom allerfeinsten bis einschließlich die Pressekonferenz. Da können sich unsere deutschen Sender eine dicke Scheibe davon abschneiden. Eine gelungene Veranstaltung mit einer tollen Atmosphäre und einen Gastgeber der unsere Wölfinnen toll nach Spielschluß verabschiedet hat. Ich fand den Spalier der Damen in lila für unsere Wölfinnen beim Gang in die Kabinen als eine herausragende Geste die seinesgleichen sucht. Hut ab.

    Das erste Tor von Sara nach der Halbzeit war im übrigen kein Abseits. Schau Dir mal die Ballabgabe an, da steht rechts unten eine Spielerin in lila noch direkt an der Torauslinie.

    Der Sieg gegen einen harmlosen Gegner geht in dieser Höhe auch voll in Ordnung und hätte, gemessen an den fast ein Dutzend versiebten und verspielten Chancen, um eine Ecke höher ausfallen müssen. Dass nach dem vierten Tor auf den Energiesparmodus umgestellt wurde ist mehr als verständlich, denn am Sonntag wartet mit Frankfurt der dritte Brocken innerhalb einer Woche auf unsere Wölfinnen.

    Trotzdem beiden Mannschaften ein dickes Dankeschön für einen kurzweiligen Abend.

    Bin gespannt ob das Rückspiel nächste Woche life übertragen wird.

    (13)
  • Dussel Duck sagt:

    @ schorschla:
    Bei der Situation mit dem womöglichen Abseits habe ich die Italienerin, die rechts in Richtung Eckfahne fast auf der Grundlinie steht, durchaus gesehen. Aber alle anderen – einschließlich Frau Öhrström, standen, glaube ich, im entscheidenden Augenblick weiter weg von der Linie als SBG. (Ich habe heute Morgen die Wölfe-TV-Bilder da angehalten, und die Situation schien mir eindeutig. Gerade wollte ich noch mal nachprüfen, ob ich mich nicht doch geirrt habe, aber die Wölfe-Website wollte nicht, wie ich wollte. Ganz sicher bin ich mir also nicht.) Aber wir müssen uns natürlich über das Tor nicht streiten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es für WOBs Weiterkommen noch von Bedeutung sein wird. 🙂

    (2)
  • adipreissler sagt:

    Das erste Wolfsburger Tor war klares Abseits. Außen steht zwar eine Florentinerin fast auf der Linie, das ist aber die einzige ihrer Mannschaft, die zwischen der Torschützin und der Torlinie ist im Moment der Ballabgabe, die Torhüterin und die anderen Verteidigerinnen nicht.

    (-3)
  • Fan2 sagt:

    Florenz war der erwartet einfache Gegner. Sie sind eben gerade zum ersten Mal in der CL, und das auch nur, weil andere italienische Mannschaften, die dort eigentlich hingehören, letzte Saison vehement geschwächelt haben.

    Insofern sollte man sich auch diesmal nicht von dem Sieg blenden lassen. Das war halt wie gegen nen deutschen Zweitligisten vom Niveau her. Los geht die CL erst in der nächsten Runde, in der auf Wolfsburg vermutlich Lyon, Chelsea, Barcelona, ManCity, Montpellier, Linköpings und Slavia Prag warten werden, wovon die letzteren vermutlich der einfachste Gegner wären. Ansonsten sind die ersten 4 Mannschaften dieses Jahr sehr hoch einzuschätzen und wären für Wolfsburg absolute Herausforderungen, weil ihnen dort eben keine Räume gelassen werden.

    Und wie wir in der Bundesliga gesehen haben, lässt man Wolfsburg keine Räume und zählt ihre Abwehr hinten ein bisschen an, dann sieht es ganz ganz düster aus.

    (-6)
  • enthusio sagt:

    Manchester City hat übrigens mit LSK Kvinner aus Lilleström den frischgebackenen norwegischen Meister mit 5:0 aus dessen eigenen Stadion gefegt.

    http://www.soccerdonna.de/de/lsk-kvinner-meister-in-norwegen/news/anzeigen_4900.html

    http://de.uefa.com/womenschampionsleague/season=2018/matches/round=2000909/match=2023283/lineups/index.html

    Auf die beiden englischen Mannschaften Manchester und Chelsea bin ich im weiteren Verlauf des Wettbewerbs am meisten gespannt. Chelsea scheint sich ja gegenüber den beiden Bayern-Spielen gesteigert zu haben. Oder ist Rosengard inzwischen so schwach (27:4 Torschüsse für Chelsea !) geworden ? Es hat jedenfalls den Anschein, dass die skandinavischen Mannschaften sich auf Vereinsebene endgültig aus dem Konzert der Großen verabschiedet haben.

    http://de.uefa.com/womenschampionsleague/season=2018/matches/round=2000909/match=2023282/statistics/index.html

    Mal sehen, ob Barcelona inzwischen die Qualität hat, mit den europäischen Topmannschaften mitzuhalten. In der letzten WCL-Saison war ja im Halbfinale nach zwei Niederlagen gegen Paris Endstation.

    (3)
  • T-Punkt sagt:

    Unter fünf von acht Begegnungen kann man im Prinzip jetzt schon einen Haken setzen. Da wird es in den Rückspielen wirklich nicht mehr spannend. Schade eigentlich, aber wir müssen leider wohl noch lange darauf warten, dass sich die Topteams mal vor dem Halbfinale anstrengen müssen.

    (-1)
  • Dussel Duck sagt:

    „wir müssen leider wohl noch lange darauf warten, dass sich die Topteams mal vor dem Halbfinale anstrengen müssen“

    Beschreien wir’s lieber nicht. Bei der Viertelfinalauslosung kann alles passieren. Wenn’s dem Zufall gefällt, auch wieder WOB vs. OL.
    Als realistische Titelaspiranten sehe ich bisher OL, WOB und Man City. Montpellier, Chelsea und Barcelona kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Die Schwedinnen aus Linköping kenne ich nicht, aber da Skandinavien in der neuen Frauenfußballwelt das Geld fehlt, um ganz oben mitzumischen, werden die in der nächsten Runde vermutlich ebenso ausscheiden wie Prag. (Ich lasse mich gern überraschen. 🙂 )
    Bleiben als mögliche Einflussfaktoren noch die Wechsel im Winter: Spielt für WOB ab Januar eine bessere Skandinavienauswahl? Engagieren die Engländer für 5 Monate ein paar US-Girls? Oder entschließt sich Alex Morgan wieder, dass sie doch für ihr Leben gern nochmal zu OL wechseln möchte (um dann natürlich auch im Sommer wieder ’spontan‘ abzudüsen)?

    (5)
  • bale sagt:

    weiss jemand ob nadia nadim,die ja zu manchester city im Januar wechselt und leider nicht in frauenliga zu uns,für championsleague dann spielen darf?ich bin auf Barcelona gespannt wie die sich halten,gegen topteams die haben ja toni duggan und lieke martens.es wird spannend und ich will endlich was davon im fernsehen haben.ach ja lieber dfb pokal der Männer oder euro league…..

    (2)
  • Dussel Duck sagt:

    @ bale
    Ich bin kein Regelexperte, aber ich gehe davon aus, dass Nadim im nächsten Jahr für die Citizens in der CL spielen darf, da sie noch für keinen anderen Klub in der Saison 2017-18 in der CL dabei war. Nadim kommt ja von den Portland Thorns, und damit dürfte ihre Situation vergleichbar sein mit der von Morgan und Lloyd in der letzten Saison.
    Was mich noch interessieren würde, ist, ob sie wirklich auf Dauer wechselt oder sie spontan, spontan nächsten Sommer wieder nach Oregon zurückkehren wird. – Weiß zufällig jemand, ob sie sich definitiv über die Länge ihres Engagements im Vereinigten Königreich geäußert hat?

    (1)
  • Zaunreiter sagt:

    Also…so wie das social network in Portland im Falle „Nadia Nadim“ reagiert hat, wird das wohl kein temporärer Abschied sein, sondern was endgültiges. Obwohl sich alle wünschen, dass sie wieder kommt, muss sie ja auch mal irgendwann ihr Medizinstudium weitermachen.
    Sie hat einen Vertrag bei Man City bis Saisonende 2019 und in einem Interview mit dem Verein ist da von einem „last chapter“ die Rede.

    (2)
  • bale sagt:

    vielen dank zaunreifer für deine Nachricht,sie kann danach gerne in Deutschland spielen und studieren.

    (3)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar