Frauen-Bundesliga: Bayern München klettert auf Platz 2

Von am 5. November 2017 – 17.32 Uhr 19 Kommentare

Der FC Bayern München hat am 7. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga den zweiten Tabellenplatz erobert. Dabei drehten die Münchenerinnen gegen den MSV Duisburg einen frühen Rückstand. Den ersten Saisonsieg feierte Aufsteiger 1. FC Köln.

Spielszene beim 3:1-Sieg des FC Bayern München gegen den MSV Duisburg

Die beiden Torschützinnen Sofia Nati (li.) und Sydney Lohmann im Zweikampf © imago / foto2press

Der FC Bayern München gewann vor 432 Zuschauern im Grünwalder Stadion mit 3:1 (2:1).

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Bayern gewinnt nach Rückstand

Sofia Nati brachte die Gäste überraschend in Führung (6.), doch Lucie Voňková (26.) und Sydney Lohmann (29.) drehten noch vor der Pause die Partie. Jill Roord stellte dann anfangs der zweiten Halbzeit den Endstand her (54.).

Frankfurt souverän

Der 1. FFC Frankfurt gewann vor 1.050 Zuschauern im Stadion am Brentanobad gegen Aufsteiger SV Werder Bremen souverän mit 4:0 (2:0). Laura Störzel (11.) und Jackie Groenen (40.) trafen in der ersten Halbzeit. Kathy Hendrich (62.) und Lise Munk (89.) schraubten das Ergebnis nach der Pause in die Höhe.

Last-Minute-Sieg für Hoffenheim

In einem von vergebenen Chancen auf beiden Seiten geprägten Spiel feierte die TSG 1899 Hoffenheim gegen den SC Sand einen 1:0 (0:0)-Last-Minute-Sieg. Kapitänin Stefanie Breitner traf in der Nachspielzeit (90.+1) nach einem Konter zum Jubel der 620 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion. Zuvor hatten beide Teams zahlreiche Chancen ausgelassen.

Erster Saisonsieg für Köln

Der 1. FC Köln kam im Kellerduell gegen den FF USV Jena zu einem 1:0 (1:0)-Sieg und verbesserte sich somit auf den zehnten Tabellenplatz. Vor 175 Zuschauern im Kölner Südstadion erzielte Karoline Kohr (44.) den einzigen Treffer der Partie.

Potsdam spielt erneut remis

Der 1. FFC Turbine Potsdam kam bei der SGS Essen vor 1.051 Zuschauern im Stadion nicht über ein torloses 0:0 hinaus. Das fünfte Remis im siebten Saisonspiel bedeutet, dass Turbine nun bereits acht Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze hat.

Freiburg neuer Tabellenführer

Bereits am Samstag gewann der SC Freiburg das Topspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 1:0 (1:0) und übernahm dadurch die Tabellenspitze.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

19 Kommentare »

  • Zaunreiter sagt:

    FSV Hessen Wetzlar – FC Bayern München II 1:2

    Heute war der zweite Anzug der FC Bayern-Frauen zu Gast in der Domstadt an der Lahn. Während die deutschen U 15-Mädels am Freitag noch bei Altweibersommer-Wetter ihre Grenzen aufgezeigt bekamen, so zeigte sich das Wetter heute von seiner regnerischen Seite. Als ich beim Aufstehen aus dem Fenster schaute, regnete es schon geraume Zeit und es war kühler. Aber ich hab es ja nicht weit bis zum Stadion auf der Lahninsel, packte aber zur Vorsicht noch eine Decke in meinen Rucksack und ging dann frohen Mutes die paar Meter (also gemessen an den Wegstrecken von Leuten, die am Freitag da waren 😉 ). Dort angekommen, war ich schon erstaunt über den regen Zuspruch am Spiel. Schlußendlich waren es offiziell 520 Zuschauer. Ob da die Freikartenbesucher mit eingerechnet waren, ist mir nicht bekannt. Denn am Freitag lag auf jedem Platz ein Sitzkissen und eine Freikarte für heute.
    Das Geläuf war auch schon gut aufgeweicht, wie man sah und von Beginn an übernahmen die Frauen von der Isar die Kontrolle. Den Spielaufbau bei den Gästen trieb von hinten die holländische Alt-Internationale Claudia von den Heiligenberg an und die Bayern können sich glücklich schätzen, dass im Zuge der Verpflichtung von Lucie Vonkova für die Erste eben auch sie gleich mitverpflichtet wurde, obwohl sie ja angeblich ihre Karriere beendete.
    Nach einer Ecke für die Bayern konnte die FSV-Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone schlagen und im Nachschuss war dann vdHeiligenberg erfolgreich.
    Die Gäste kamen noch zu mehreren Möglichkeiten, so rettete der linke Pfosten die Einheimischen vorerst vor einem höheren Rückstand. So nach und nach – Bayern war weiter tonangebend – kämpften sich die unsrigen ins Spiel. Aber das Kombispiel endete halt meist an der Strafraumgrenze. Es war auch wie die letzten male zu ungenau. Und bei Regen ist halt ungenaues Pass-Spiel ungünstig. 😉 Die Führung zur Pause war verdient.
    Nach der Pause kam ein energischer FSV aus der Kabine und wollte das Spiel an sich bringen, sie kamen auch zu Gelegenheiten, aber die gingen über oder neben das Tor oder verfingen sich in der Abwehr. Aber auch die Bayern gaben nicht nach und so fiel nach einem Freistoß das 0:2 durch Melanie Künrath. Sie spielten routiniert bis zum Ende und da merkte man, dass das Spiel gelaufen ist, zumal sie noch zwei Hundertprozentige Chancen hatten, deren eine durch Janina Beffart neben das Tor gelenkt wurde und deren andere knapp am Tor vorbei ging. Und als niemand mehr damit rechnete, gab es dann doch noch den Anschlußtreffer durch Selina Heinzeroth. Die Tribüne hoffte nochmal, aber kurz danach war das Spiel beendet, obwohl man das Gefühl hatte, dass die Unparteiische Fabienne Michel die Nachspielzeit zu knapp bemaß und das Spiel zu früh abpfiff. Jedenfalls bekam sie Pfiffe von der Tribüne, aber die Spielerinnen Applaus für ihren Kampf. Sie haben dazu gelernt, auch sich ins Spiel zu kämpfen und waren einem spielerisch besseren FC Bayern gleichwertig, obwohl die noch zwei Tore höher hätten gewinnen können.
    Einige Anmerkungen habe ich noch:
    Der FSV Hessen Wetzlar hat jetzt eine Vereinshymne („Wir sind eine große Familie“), gesungen von einer einheimischen Stacker-Weltmeisterin. Also so Leute, die Plastikbecher in Geschwindigkeit stapeln können.
    Der FSV ist jetzt auch international, denn ein US-Girl hat sich hierher verirrt: Nikia Catrin Evans, eine 23-jährige aus Oregon, die jedoch noch auf der Bank blieb.
    Ich könnte noch was zu div. Schiedsrichterleistungen sagen, aber da war nicht wirklich was spielentscheidendes dabei. Hab ich ja gestern bereits gemacht. 😉

    (11)
  • Pauline Leon sagt:

    Zaunreiter deutet es etwas an: die 2. teams werden die nächstjährige eingleisige zweite liga bilden. weil sie die parkplatzteams der ersten sind. das hat mit wettbewerb nichts zu tun….

    achtung! nochmal zweie liga!!
    das allerärgerlichste ergebnis von heute ist sicher die leverkusener heimniederlage! sie hatten das 2:0 schon in der tasche und haben es dann durch ultra-passivität (fortlaufend rückpässe und kurzpaßspiel vor dem eigenen 16er, keine offensivakivitäten!!) in den letzten 20 minuten aus der hand gegeben. sehr sehr schade. es gab zwar kurz nach beginn schon den lattentreffer von der sehr guten emma dörr (glaub ich) aber das wars erst mal offensiv für saarbrücken. leverkusen hat mit lena uebach eine wirklich aussergewöhnliche spielerin, die auf ihrer rechten seite überall zu finden war. nach hinten nichs anbrennen ließ, und nach vorne immer gefährlich war, weil sehr schnell, dribbel- und kampfstark. sie konnte meist nur mit fouls von ihrem tun abgehalten werden. leverkusen traf zwar in ihrer offensive immer auf die absolut stabile 4erkette des fc, mit dörr am steuer, daher auch nur zwei tore. aber dann der einbruch, der sich seit der letztjährigen erstligasaison fortsetzt. vielleicht war das heute noch zu entschuldigen, da ca 12 spielerinnen des ersten teams zur verfügung standen. der rest ist verletzt oder krank… echt sehr dumm gelaufen. schade, schade.

    (1)
  • enthusio sagt:

    Tja, was soll man zum Spiel SGS Essen-Turbine Potsdam eigentlich schreiben ?
    Nach einer recht ansehnlichen ersten Hälfte zweier technisch guter Mannschaften verflachte das Spiel unerklärlicherweise im zweiten Durchgang, so dass nach einem Fehlpassfestival auf beiden Seiten das torlose Unentschieden vollauf dem Spielverlauf entsprach.

    Dabei hatte nach vorsichtigem Abtasten als erstes Essen in der 11. Minute eine ganz dicke Torchance, als die 17jährige Nicole Anyomi über den linken Flügel unwiderstehlich davonzog und erst im letzten Moment durch die beherzte Grätsche einer Potsdamer Verteidigerin gestoppt werden konnte.
    Das war es aber auch schon mit der Essener Offensivherrlichkeit, wenngleich Turbine es keinen Deut besser machte und ebenfalls nur zu einer einzigen klaren Torchance kam. Doch nach Vorlage von Huth scheiterte Kemme mit ihrem platzierten Schuss an der reaktionsschnell reagierenden Lisa Weiß.

    In der 2. Halbzeit gab es von Potsdamer Seite einige schnelle Vorstöße von Huth zu sehen, ihre Hereingaben fanden aber keinen Abnehmer.
    Essen hatte nur noch einen Drehschuss von Dallmann zu bieten, der aber sichere Beute von Lisa Schmitz wurde.

    Kurz vor Schluss hätte Bianca Schmidt beinahe die unverdiente Potsdamer Führung erzielt, doch ihr Kopfball nach Flanke von Huth war zu lasch und bedeutete kein Problem für Lisa Weiß.

    Spielerin des Spiels war für mich Svenja Huth, die mit ihrer Schnelligkeit bei ihren Vorstößen wenigstens für einen Hauch von Torgefahr sorgte.

    Bei der anschließenden Pressekonferenz machte Essens Trainer Daniel Kraus ob des Punktgewinns einen sehr zufriedenen Eindruck,
    während Potsdams Trainer Matthias Rudolph nach dem fünften Unentschieden nicht so glücklich wirkte wie sein Trainerkollege.

    (17)
  • balea sagt:

    Wenn ich das richtig sehe ist Melissa Kössler nun Torschützenkönigin – in Liga zwei, mit 11 Treffern nach 6 Spielen. Kulis (IV!) hat 8 Treffer. Letztere ist erfahren und robust. Dem Statement von Trainer Rudolph entnehme ich, dass Potsdam zwar Flanken geschlagen hat, aber keine Abnehmer im Strafraum fand. Kommt mir irgendwie bekannt vor… Vielleicht sollte man sich mal nach einer erfahrenen und robusten Spielerin im Verein umschauen?

    Gut, dass Rauch mal auf der Bank Platz nehmen durfte. Schlecht, dass Cramer komplett aussortiert wurde. Die ist stinksauer, gerade weil sie sich in den letzten Monaten derart reingehangen hat. Wenn sich das mal nicht rächt.

    (12)
  • Detlef sagt:

    Also ich versuche mal, dem heutigen Spiel in Essen etwas Positives abzugewinnen!!!
    Einige TURBINE-Fans meinen immer, ich würde alles viel zu negativ sehen!!!

    Also wir waren auch heute wieder das bessere-, allerdings von zwei ziemlich schwachen Teams!!!
    Der Essener Stadionsprecher formulierte es nach dem Abpfiff sehr diplomatisch, als er es „hart umkämpft“ nannte!!!
    Das will eher meinen, daß Fußball fast ausschließlich gekämpft und bekämpft wurde, als gespielt oder gar zelebriert!!!

    Aber ich soll ja positiv sein!!!
    Also Potsdam hat auch das 7. Spiel nicht verloren, und das gegen unseren ausgemachten Angstgegner, in dessen Wohnzimmer wir die letzten Jahre eigentlich immer schlecht ausgesehen haben!!!

    Das war diesmal zwar nicht anders, aber wir konnten zumindest einen Punkt retten, und haben (Positivmodus wieder Ein) diesmal kein Gegentor kassiert!!! 🙂
    Dies gelang uns diese Saison bisher nur am 2. Spieltag beim Nachbarn MSV Duisburg!!!

    Was war noch positiv……achja, mit diesem Remis konnten wir den Abstand zu den Wölfinnen „etwas“ verkürzen!!! 😉

    Was war jetzt noch positiv…..mmhh….naja, außer dem neuen Tabellenführer, ist TURBINE die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Bundesliga!!! 🙂

    Mehr Positives fällt mir leider nicht ein!!!
    Deshalb beende ich das ganze Elend damit!!! 🙁

    (15)
  • rogerfehlerer sagt:

    Die Essenerinnen hatten in Halbzeit 1 in der Offensive mindestens 2 gute Überzahl Situationen die dann aber letztendlich hastig verdaddelt wurden.
    Turbine machte insgesamt in der Defensive einen sehr stabilen Eindruck,vorne hatte ich etwas mehr Feuerwerk erwartet.
    Die Essener Innenverteidigung arbeitete konzentriert und organisiert,Doorsoun und Hegering hatten zumeist alles fest im Griff.Doorsoun meist souverän und Hegering verliert so schnell kein Kopfball Duell(wie Elsig bei Potsdam).
    Die Punkteteilung geht ok

    (14)
  • FrankE sagt:

    @Pauline Leon
    Die Aussichten für die zweite Liga sehe ich ähnlich düster wie Du. Ich möchte das an einem Beispiel verdeutlichen. Beim Spiel zwischen Blau-Weis Hohen Neuendorf und Turbine II am 31.10., Ergebnis 0:9, standen auf Seiten der Turbinen mit Schuldt, Lindner, Kulis, Chmielinski, Prašnikar, Georgieva und Kiwic immerhin sieben Turbinen auf dem Platz die zum Kader der ersten Mannschaft gehören, mit Kiwic sogar eine Spielerin die vor kurzem noch bei der EM glänzte. Turbine ist dabei sicher kein Sonderfall, so oder ähnlich läuft das derzeit bei vielen Partien der „zweiten Teams“ in der zweiten Liga. Im schlimmsten Fall werden sieben Teams in der neuen zweiten Liga spielen die nicht in die erste Liga aufsteigen können, aber mit ihrem Spielerinnenmaterial andere Vereine an die Wand drücken werden. Wirtschaftlich erfolgreich zu sein wird dann immer schwerer für die Vereine die mit ihren ersten Teams versuchen in der zweiten Liga zu spielen und was für Aufsteiger können wir dann in der ersten Liga erwarten wenn in schlimmsten Fall am Ende der achte und der neunte der zweiten Liga zu Aufsteigern gekürt werden? Die sportlichen Gründe der Erstligavereine so zu handeln wie sie es tun sind nachvollziehbar und grundsätzlich nicht verwerflich, aber die zweite Liga wird, für meine Begriffe, sportlich entwertet, wo der DFB doch die zweite Liga aufwerten wollte. Ich fürchte der Schuss geht nach hinten los.

    (18)
  • Fan2 sagt:

    Bzgl. der Zweiten Liga scheinen hier einige zu vergessen, dass sich die Regularien für die Zweitligavertretungen drastisch ändern werden. Stand jetzt werden sich sowieso maximal 5 Zweitligavertretungen qualifizieren, wobei auch hier eine Einschränkung auf 3 Zweitligavertretungen bedenkenswert wäre (ähnlich wie in der 3. Liga der Männer).

    Ab der kommenden Saison dürfen die Zweitvertretungen maximal 3 Ü20-Spielerinnen einsetzen. Das macht eine Aufstellung wie oben von Potsdam nur aus dem Grund nicht unmöglich, weil eben nur 3 dieser Spielerinnen über 20 sind, was einfach daher kommt, dass Potsdam schon in der 1. Mannschaft auf sehr junge Spielerinnen setzt und auch sonst fast nur U20-Spielerinnen in der 2. Mannschaft hat.
    Für Wolfsburg z.B. wird es dagegen deutlich schwerer werden, seine Zweitvertretung dafür zu missbrauchen, da mit Fiebig, Wensing, Knopp und Tarczynska bereits jetzt 4 der Stammspielerinnen über 20 sind, die nicht zum A-Kader gehören, und darüber hinaus mit Tetzlaff, Meyer, Junker und Wojtecki noch weitere Spielerinnen im Kader stehen, die diese Grenze überschritten haben. Mit Klett, Sehan, Runge oder Stenzel haben zudem 4 weitere Spielerinnen diese Grenze bald erreicht. Da wird es also einen ziemlich Umbruch geben müssen, um überhaupt konkurrenzfähig in der 2. Liga sein zu können.
    Ähnlich ist es in Bayern (mit Kappes, van den Heiligenberg, Wellmann, Pfluger und Mayer 5 Ü20-Stammspielerinnen), Frankfurt (mit Anstatt, Weber und Avant 3 Ü20-Stammspielerinnen) oder Hoffenheim (mit Kaiser, Giehl, Eberhardt, Beuschlin, Fühner und Evels sogar 6 Ü20-Stammspielerinnen).
    Und wenn wir uns anschauen, wer neben diesen Mannschaften, die erst einmal den Umbruch schaffen müssen, voraussichtlich in der 2. Liga spielen wird (Leverkusen, Sindelfingen, Köln, Jena, Cloppenburg, Gladbach, Gütersloh, Meppen, Madgeburg/Eintracht Frankfurt), dann mache ich mir eigentlich keine allzu großen Sorgen um das Niveau dieser Liga. Denn das sind alles konkurrenzfähige Teams, die natürlich auch von den Umstrukturierungen der II. Mannschaften der großen Klubs profitieren werden, was Neuzugänge betrifft. Diese Konkurrenzfähigkeit trifft eben auf Teams wie Hohen Neuendorf, Delmenhorst, Henstedt-Ulzburg oder Andernach eben nicht zu. Die Teams, die nächste Saison zweite Liga spielen werden, sind fast ausschließlich solche, die schon einmal 1. Liga gespielt haben oder zumindest aufsteigen hätten können (Meppen). Wenn Bad Neuenahr das Rennen machen sollte, können wir das fast auch noch streichen.

    Und schauen wir uns mal die fiktive Abschlusstabelle einer solchen zweiten Liga der letzten Saison an, wenn man nur die Spiele der ersten jeweils 7 Klubs untereinander rechnet, dann sehen wir, wie eng es dann doch ist:

    Werder Bremen 12 9-2-1 29
    Hoffenheim II 12 8-2-2 26
    Cloppenburg 12 8-1-3 25
    Hessen Wetzlar12 7-3-2 24
    Wolfsburg II 12 7-3-2 24
    Bayern II 12 6-2-4 20
    Köln 12 6-1-5 19
    Sindelfingen 12 5-1-6 16
    Potsdam II 12 4-1-7 13
    Bielefeld 12 3-2-7 11
    Frankfurt II 12 3-2-7 11
    Gütersloh 12 3-1-8 10
    Meppen 12 2-2-8 8
    Saarbrücken 12 0-1-11 1

    Eine solche Liga würde demnach würde keinen zum Selbstläufer, schon gar nicht für die zweiten Teams.

    (6)
  • Pauline Leon sagt:

    @Fan2: mir sind die regularien für nächste saison schon relativ bewußt. leider gelten diese noch nicht diese saison. mit dem resultat, das sich verhältnismäßig viele 2.teams qualifizieren werden können. das ist hypothetisch, aber nun mal meine sicht in die zukunft. ich würde mir auch wünschen, das deine ausführungen realität werden, bin aber noch nicht so davon überzeugt. wir werden sehen, in wieweit die muttervereine dafür sorgen können, ihre 2.teams in den ligen nord und süd in die eingleisigkeit zu retten.

    (6)
  • FrankE sagt:

    @Fan2
    Ich habe bei Weitem nicht Dein Vertrauen in die DFB Statuten. Die von Dir zitierten Beschränkungen gelten, wenn überhaupt, dann erst ab der nächsten Saison, für die Qualifikation zur eingleisigen zweiten Liga gelten sie nicht! Die Teams die diese Saison bestreiten sind ganz andere als die die es letzte Saison waren. (Siehe mein Beispiel) Ich halte es für ziemlich gewagt die Ergebnisse der letzten Saison einfach auf diese Saison zu übertragen um dann voraussagen zu wollen wie die Saison enden wird. Übrigens legst Du auch bereits die Absteiger aus der ersten Liga fest, ich bin mir sicher die entsprechenden Vereine sind da anderer Meinung. In Deiner Aufzählung zukünftiger Zweitliga Vereine sind einige dabei, die an dieser eingleisigen Liga gar nicht teilnehmen möchten (eigene Aussage der Vereine), da unter Anderem die zusätzlichen Kosten für sie nicht stemmbar sein werden.
    Der DFB sagt, die Beschränkungen gelten „nur bezüglich der Zulassung zweiter Mannschaften von Vereinen aus der Allianz Frauen-Bundesliga.“ (Zitat DFB) Das würde bedeuten, das von 14 Teams in der Liga bis zu sieben Teams per Statuten benachteiligt werden sollen! Ob es sich dabei um eine unzulässige Diskriminierung handelt und diese Regeln dann nichtig sein werden, wird zu überprüfen sein.

    Du schreibst Turbine würde in seiner zweiten Mannschaft fast nur U20 Spielerinnen einsetzen, von den sieben Spielerinnen die ich aufgezählt habe wäre in der nächsten Saison einzig Gina Chmielinski U20, die anderen sind in der Saison 2018/2019 Ü20.

    Gern würde ich glauben, dass Alles gut wird, mir scheint diese Änderung jedoch maximal gut gemeint zu sein, gut durchdacht scheinen sie eher nicht zu sein.

    (15)
  • Fan2 sagt:

    @FrankE: Oh, ich bin mir ganz sicher, dass diese Änderung Bestand haben wird. Zunächst einmal: Es ist völlig egal, ob sich die Mannschaften in dieser Saison qualifizieren oder nicht. Wenn sie sich qualifizieren, dann werden einige von ihnen zu den Abstiegskandidaten gehören. Dadurch wird sich das über die Jahre doch einpendeln, bei vielleicht 4-5 Teams. Im Zweifel hat der DFB das Instrumentarium.

    Und in der nächsten Saison wird der DFB da knallhart sein, was auch nicht schwer ist. Setzt ein Team mehr als 3 Ü20-Spielerinnen ein, dann wird das Spiel eben mit 0:2 gewertet. So einfach geht das.
    In der Tat ist es so, dass sich bei allen Teams gehörig etwas ändern muss zur neuen Saison. Sprich, das Transferrad wird emsig kreiseln. Das kann nur gut für den FF sein.

    Das von mir beschriebene Szenario hatte überhaupt noch gar keine Verbindlichkeit. Es war ein Beispiel, wie es kommen könnte. Ob das ganze Unternehmen eine gute Idee an sich ist, eine eingleisige 2. Liga zu haben, das sei dahin gestellt, das werden wir dann in den nächsten Jahr sehen.
    Fakt ist aber, dass es keine 2. Liga der II. Mannschaften ist. Noch dazu ist zu sagen, dass man die 1. Liga meinetwegen verweigern kann, aber was für einen Sinn hat es, die 2. Liga zu verweigern? 3. Liga oder Insolvenz – das ist dann auch nicht mehr wirklich weit voneinander entfernt vom Stellenwert. Man ist dann in der Bedeutungslosigkeit angekommen.
    Und selbst, wenn es so kommen würde: Dann wäre das Durchschnittsalter unter 20 und man hätte jede Menge junger Spielerinnen, die gut kicken können, und bei guten Vereinen ausgebildet würden.

    Wie auch immer, die Situation wird eher eine Win- denn eine Loose-Situation! Davon bin ich fest überzeugt. In welcher Form auch immer!

    (-6)
  • Zaunreiter sagt:

    @Fan2:
    Da hast du dir aber eine schöne fiktive Abschlußtabelle zurechtgezimmert. Da müsstest du aber Werder Bremen und den 1.FC Köln herausnehmen, weil die dieses Jahr nicht dabei sind. Und außerdem lassen sich die Leistungen der letzten Saison nicht mit den bisherigen Leistungen dieser Saison vergleichen.

    Aktuell befinden sich 4 Teams mit 7 Punkten auf den Plätzen 6-9 im Süden (Sindelfingen, Wetzlar, Schott Mainz und Niederkirchen). Das könnte ein enges Gerangel werden…
    Am kommenden Sonntag empfängt der FSV Wetzlar den 1.FFC Niederkirchen, also einen direkten Tabellennachbarn. Ich werde da dann leider nicht dabei sein können, weil ich Delegierter auf dem Parteitag meines Landesverbandes bin. Es sei denn, ich melde mich am Sonntagmorgen kurzfristig krank 😉 . Zum Glück findet der in der Nähe, in Butzbach, statt…
    Was ich zu Wetzlar noch sagen könnte, ist die Tatsache, dass wenn man sich für die Eingleisige sportlich qualifiziert, dann doch öfters mit der Spendenbox in der Fußgängerzone umherlaufen müsste, oder bei den ansässigen Firmen mal nachfragt. Billig wird so ein Abenteuer nicht, wenn man zwei zusätzliche Auswärtsfahrten hätte, quer durch die ganze Republik.

    (4)
  • bale sagt:

    schade,das cloppenburg so wenig Zuschauer hat!!!!und neue Trainerin???wübbenhorst-was ist mit Tanja schulte.weiss jemand was und danke zaunreifer für deine spielbericht,ich war in München,sau Wetter sau wenig Zuschauer,aber duisburg hat sehr gut dagegen gehalten und haben 90 Minuten gekämpft und nie den kopf hängen lassen und habe nach spielschluss ihren treuen fans gedankt und abgeklatscht.habe das gefühl,das Bayern sich langsam im spielerischen verbessert auch das Zusammenspiel klappt besser.

    (6)
  • O. Christ sagt:

    @bale: Wübbenhorst und Schulte teilen sich seit geraumer Zeit die Traineraufgaben, wobei Wübbenhorst m.W. stärker im operativen Betrieb agiert.

    (2)
  • Heidelore Tschurtschenthaler sagt:

    Imke Wübbenhorst leitet zusammen mit Tanja Schulte das Training. Tanja ist außerdem sportliche Leiterin des Damen und des weiblichen Jugendbereiches des BVC, es umfaßt die zweite Manschaft, auch die dritte, sowie der weiblichen B.Jugend (Niedersachsenliga) und der neugegründeten weiblichen C. Jugend des Vereins.
    Außerdem war und ist Tanja Schulte für die Verpflichtungen i.Absprache mit I.W. im Verein zuständig, gegenüber dem Vorstand und Sponsoren.

    Das Zuschaueraufkommen wird sich wieder verbessern, sofern die Manschaft weiter erfogreich spielt. Clp liegt an der Spitze der 2.Liga Nord bei den Zuschauern, in den letzten Jahren

    (8)
  • bale sagt:

    vielen dank für die infos über cloppenburg,ja wollte gegen vfl Wolfsburg im Dezember vorbeischauen.

    (1)
  • Pauline Leon sagt:

    @FrankE (6.11., 9;46 uhr): du hast voll recht, das sehe ich auch so. sehr schönes potsdam-beispiel. die frage ob sich die zweiten teams in liga 2 halten können ist ne gute frage. auch mit einer u20 sollte das zu schaffen sein. sind ja oft die „jungen“ spielerinnen, die im 1.ligafussball schon stützend wirken. giulia gwinn ist ein superbeispiel. wie alt ist sie?? und wie alt sind die teams der zweiten ligen? keine ahnung, aber der altersschnitt von leverkusen ist glaub ich 20 oder 21,7 jahre. sozusagen u20.

    cloppenburg hat letzte saison im dfb-pokal 4telfinale super gespielt. voll offensiv, und sie haben bei dunkelheit und kälte vor 900 bestens gelaunten menschen unverdient verloren.
    viel spaß und erfolg wünsche ich..
    warum ist eigentlich linda bresonik in den norden gezogen? will sie nochmal aufsteigen, oder pokalsiegerin werden?

    @Zaunreiter: krank melden wegen frauenfussball?? wenn das die chefs wüssten…

    (0)
  • enthusio sagt:

    Julia Debitzki vom MSV Duisburg hat sich am Mittwoch im Training leider einen Kreuzbandriss zugezogen.
    Gute Besserung !

    https://www.msv-duisburg.de/aktuelles/artikel/julia-debitzki-erleidet-kreuzbandriss-und-meniskuseinriss/

    Nach Meike Kämper und Lisa Makas hat sich damit bereits die dritte Duisburger Spielerin diese schwerwiegende Verletzung zugezogen.

    (5)
  • Zaunreiter sagt:

    @Pauline Leon:
    Die Damen und Herren Spitzenfunktionäre wünschen sich mehr junge, mehr weibliche und mehr migrantische Mitglieder. Da werden sie doch wohl auf einen alten weißen Mann verzichten können… 😛 Der dann sogar seine kostbare freie Zeit beim Frauenfußball verbringt. 😉

    (3)

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