Frauen-Bundesliga: SC Freiburg neuer Tabellenführer

Von am 4. November 2017 – 15.48 Uhr 30 Kommentare

Der SC Freiburg hat am 7. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga mit dem Sieg gegen den bisherigen Spitzenreiter VfL Wolfsburg die Tabellenführung übernommen. Dabei profitierten die Gastgeberinnen allerdings in der Nachspielzeit von einer Fehlentscheidung.

Spielszene vom 1:0-Sieg des SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg

Giulia Gwinn (li.) schoss den SC Freiburg an die Tabellenspitze © imago / foto2press

Der SC Freiburg gewann im Möslestadion vor 1.821 Zuschauern mit 1:0 (1:0). Giulia Gwinn erzielte bereits früh den einzigen Treffer der Partie (8.). Damit übernahm das Team von Trainer Jens Scheuer mit nun 19 Punkten die Tabellenführung vor den Wolfsburgerinnen (16 Punkte).

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Gwinn erzielt Siegtreffer

Mit der ersten Chance des Spiels ging Freiburg in Führung: Gwinn nahm einen Pass von Carolin Simon auf, ließ Wolfsburgs Abwehrspielerin Babett Peter schlecht aussehen und netzte zur Führung ein. Wolfsburg kam nach und nach besser in die Partie, Alex Popp hatte Pech bei einem Pfostenschuss (21.).

Pajors Ausgleichstreffer zu Unrecht aberkannt

Wolfsburg verpasste in der zweiten Halbzeit mehrfach die Gelegenheit zum Ausgleich, Freiburgs Torhüterin Laura Benkarth hielt, was zu halten war. In der Nachspielzeit hatten die Gastgeberinnen jedoch Glück, dass einem regulären Treffer von Ewa Pajor wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert wurde.

Scheuer: „Tolle Mentalität gezeigt“

Freiburgs Trainer Jens Scheuer meinte: „Die Mannschaft hat eine tolle Mentalität gezeigt. Am Ende war es eine richtige Abwehrschlacht, aber sie haben alles reingeworfen, sind auf dem Zahnfleisch gegangen und haben sich in die Zweikämpfe gehauen. Man hat gesehen, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Laura Benkarth war überragend und wir hatten auch das nötige Glück. Der Tabellenführung messe ich nicht so große Bedeutung zu, es geht vielmehr darum, was die Mannschaft auf den Platz bringt. Auch heute war das überragend. Wir hatten so viele junge Spielerinnen auf dem Feld und bestehen dann gegen so eine Weltauswahl.“

Lerch: „Spiel hätte nicht so ausgehen müssen“

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meinte: „Speziell in der zweiten Halbzeit waren wir sehr dominant, haben uns zahlreiche Chancen gegen eine wirklich starke Freiburger Mannschaft erspielt. Und doch haben wir es nicht hinbekommen, uns zu belohnen. Wir mussten einem frühen Rückstand hinterherlaufen, danach hatte Freiburg noch Möglichkeiten per Konter, dafür haben wir aber auch den Pfosten getroffen. Spätestens nach dem Wechsel hatten wir die Partie dann komplett im Griff, waren jedoch nicht in der Lage, unsere Überlegenheit in Tore umzumünzen. Es ist wirklich sehr frustrierend, das Spiel hätte so nicht ausgehen müssen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

30 Kommentare »

  • Fan2 sagt:

    Tja, hat ja scheinbar gut geklappt ;). 15 Minuten gutes Spiel, 1:0 in Führung gegangen, dann hinten reingestellt, die Räume dicht gemacht, und für den Rest eine Laura Benkarth im Tor. Italienisch vom Feinsten ;).
    Und mal wieder mit Guilia Gwinn eine 18-jährige mit dem Tor des Tages, mittlerweile auf Platz 2 der Torschützinnenliste.

    (3)
  • vikkybummsy sagt:

    …und wenn morgen die anderen Favoriten ihre Spiele gwinnen:-) wird’s an der Tabellenspitze schön kuschelig. Danke Freiburg für ein glückliches 1:0. Danke WOB das die Chancen nicht genutzt wurden.

    (9)
  • Detlef sagt:

    Tja, da hat ja wohl doch jemand ganz ordentlich die Werbetrommel gerührt!!!
    Denn über 1800 Zuschauer sind im Mösle dann doch nicht alltäglich!!! 🙂

    Herzlichen Glückwunsch in den Breisgau!!!
    Natürlich braucht man auch das nötige Quäntchen Glück, um gegen solche Mannschaften wie Wolfsburg am Ende etwas mitnehmen zu können!!!
    Wenn’s dann aber wieder eine schwache Schiri-Leistung war, die über Sieg oder Remis entschieden hat, ist es halt immer doppelt ärgerlich!!!

    Schon gegen Potsdam haben die Wölfinnen mehrere Chancen liegenlassen, und so zwei wichtige Punkte eingebüßt!!!
    Nur der ebenfalls sehr schwachen Chancenverwertung der TURBINEN hatten es die VfL-Spielerinnen zu verdanken, daß sie nicht schon da ohne Punkt geblieben sind!!!
    Jetzt wird sich zeigen, ob diese erste Niederlage bei ihnen Spuren hinterlassen wird!!!

    (3)
  • Fan2 sagt:

    @Detlef/Markus: Sorry, aber das Tor in der Nachspielzeit war klar Abseits. Beim „Schuss“ war Pajor im Abseits, dass Benkarth am Ball war, ändert die Spielsituation nicht. Pajor stand also zunächst passiv im Abseits, griff dann aber ein, als sie abstaubte. Insofern alles regelkonform.

    (2)
  • Dussel Duck sagt:

    Klar kein Abseits
    Ich habe mich gerade bei DFB-TV Bild für Bild durch die entscheidende Szene geklickt. In dem Moment, in dem Gunnarsdottir schießt, steht Pajor rechts – und h i n t e r – ihr. Bevor irgendjemand mit mir hier über die Frage „Abseits oder nicht“ diskutieren will, möge er bitte sich den entsprechenden Moment als Standbild anschauen. Da ist leider überhaupt kein Interpretationsspielraum. Man kann das gut sehen, da die Isländerin exakt von der Torraumlinie aus schießt.

    (5)
  • Dussel Duck sagt:

    Ups, ich war so in Rage, dass ich gar nicht gesehen habe, dass Herr Juchem mir die Arbeit schon abgenommen hatte. 🙂
    Da ich schon mal diese halbe Entschuldigung tippe, gleich noch ein Sexistenspruch fürs Phrasenschwein:
    Ich kucke seit Jahrzehnten so ziemlich jedes Frauenfußballspiel, das im Fernsehen läuft, und in der Zeit hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass Schiedsrichterinnen häufiger als ihre männlichen Kollegen bei Abseitsentscheidungen falschliegen und dass vielen von ihnen schlicht der Mumm fehlt, kurz vor Spielende entscheidende Urteile zu fällen.
    / Frustmodus aus /
    Einen schönen Abend noch allerseits. Ich hol mir jetzt erst mal ’nen Eierlikör.

    (5)
  • balea sagt:

    Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass WOB noch 3 Stunden hätte spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Feldüberlegenheit und Ballbesitz ja, aber so richtig zwingend? Nein.
    Dann gabs auf beiden Seiten vor allem in der Abwehr doch erhebliche Böcke und da muss man Benkarth auch einschliessen. Ähnlich wie Schmitz zeigt sie zZ teils super Paraden, aber dann auch völlig unverständliche Unkonzentriertheiten, Ball nachfassen, ganz schlechtes Abspielen mit dem Fuss etc. Seltsam, das wirkte alles schon mal souveräner. WOB dann zusätzlich noch mit erheblichem Unvermögen im Angriff und so gewinnt Freiburg durch den schönsten und gradlinigsten Angriffszug des ganzen Spiels. Wobei Babett Peter zusätzlich den Titel: Slalomstange des Monats verliehen bekommt…

    Bei WOB ist ein gewisser Nimbus nach den eher mässigen Partien dahin und mit der Performance wirds auch international schwer, aber Freiburg sollte aufpassen nicht zu sehr abzuheben, denn eins war es ganz sicher nicht: Ein spielerisches Spitzenspiel.

    (12)
  • Detlef sagt:

    Nach Ansicht der Bilder auf DFB-TV, sage auch ich, ganz klar ein reguläres Tor!!!
    Dafür brauchte ich nicht mal die Zeitlupe!!!

    Das ich das noch erleben darf, auch Wolfsburg kann es treffen!!! 😉

    (6)
  • Fan sagt:

    @Fan2 ,
    ja lieber Fan2, es muss schon sehr weh tun wenn man die Regeln im Fussball nicht kennt und noch dazu Fehler beim Zuschauen und hinschauen macht.

    (-10)
  • Pauline Leon sagt:

    (vielleicht ist das nur wunschdenken) aber endlich mal ein team, das ohne dem stinkendem geld eines z.b. vfl wolfsburg in den taschen, fussball spielen kann und auch weiterhin oben mitspielen wird. hoffentlich schließt sich werder bremen dem trend an. war der sc freiburg schonmal tabellenführerin??
    etwas abwechslung tut der sache gut und ärgert sicher den herrn kellermann.. 😀
    auch versprechen die leistungen von gwinn, minge, siems, uebach, lührßen, etc etc kommende nationalteams, die absolut wettbewerbsfähig sind. hoffentlich schon nächstes jahr in frankreich. weiterhin viel erfolg und viel gesundheit allen spielerinnen

    (0)
  • Zaunreiter sagt:

    Ich hab mir jetzt mal das Spiel als Konserve angeschaut und da frage ich mich und auch euch:
    Was für eine Art von Fußball wollen wir? Wollen wir Fußball mit ein wenig Körperlichkeit und schnörkellos technischem Fußball oder kämpferischen und dreckigen Fußball, wo frau den Körper einfach gegen ein Leichtgewicht reinstellen kann und dafür nicht bestraft wird?
    Da gabs bei Wolfsburger Freistössen etliche Rempeleien an der Aufstellungslinie, die von Popp ausgingen, wo ich sagen würde, dafür bekommt sie künftig in jedem Spiel eine gelbe Karte und da wäre das Thema dann vom Tisch. Oder wo Peter einfach den Körper reinstellt gegen Magull und letztere unterliegt dann. Da sag ich auch, dass Peter da eine gelbe verdient gehabt hätte. Und das künftig auch in jedem Spiel, bis sie daraus gelernt hat. Ebenso künftig auch für spielverzögerndes Ballwegschlagen, aber das gilt auch für die gesamte Liga. Da sind mir die Schiedsrichterinnen zu lasch. Aber vielleicht ist das ja auch so gewollt. Ich mag so ein „ehrliches Kampfschwein“ wie eine Meike Weber damals beim FFC lieber als die Volksschauspielerin Alexandra Popp.

    Auf jeden Fall: Im Vergleich bekam Freiburg für Kleinigkeiten mehr Karten als Wolfsburg. Die „liebevolle Behandlung“ von Lina Magull erinnerte mich an den Bayern-Bonus, als die den Salif Keita malträtierten, bis der sich seine roten abholen durfte.

    Dann noch das Nicht-Tor in der Nachspielzeit. Das war keine neue Spielsituation und somit war es Abseits. Ganz einfach.

    Und Pauline Leon, wenn du schon den Kapitalismus kritisierst, dann hol dir bitte Nachhilfe bei meiner Genossin Wagenknecht. Die kann das seriöser und ist promovierte Volkswirtschaftlerin.

    (-9)
  • never-rest sagt:

    Glückwunsch an Freiburg.20 gute Minuten zu Beginn haben gereicht, um die Tabellespitze zu erobern. Der Rest war Glück und Unvermögen des Gegners. WOB hat verdient verloren. So was Blindes beim Torabschlusss habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Alleine was C. Hansen an 100 % igen Chancen versemmelt hat geht auf keine Kuhhaut. Während des Spiels schlägt sie gefühlt tausend Haken auf der Größe eines Bierdeckels, aber allein vor der – überigens hervorragenden – Torhüterin Benkrath versagen ihr jedesmal die Nerven, anstatt einmal mit einer kleinen Körpertäuschung oder einem Ausweichmanöver die Torhüterin auszupielen. Aber die Wölfinnen stehen sich im Angriff auch gegenseitig auf den Füßen oder sehen oftmals die besser postierte Mitspielerin nicht.

    Mit der offensiven taktischen Grundausrichtung auf fremden Platz hat sich WOB selbst den Raum vor dem gegnerischen Tor eng gemacht. Eine tiefere und breitere Staffelung würde den schnellen und dribbelstarken WolfsburgerAngreiferinnen viel mehr Platz verschaffen. Wenn der Trainer Lerch schon seinen Angriff derart auf engen Raum massiert, gehört auch eine klassische Mittelstürmerin wie Popp in den Strafraum, die ihren Mitspallein durch die körperliche Päsenz und ihre Kopfballstärke für Torgefahr sorgen kann und den Mitspielerinnen den nötigen Platz verschaftt.

    Für meinen Geschmack ist das Wolfsburger MF mit zu vielen rustikalen Spielertypen ala Bernauer,Gunnarsdottir und Popp besetzt. Leider mangelt es folgerichtig an strategischer Übersicht und zündenen Ideen, um eine enge gestaffelte Abwehr wie die der Freiburger auszuhebeln. Verstehe nicht, warum der Trainer eine Wullaert oder Hansen, die heute in der Sturmspitze sowieso einen schweren Stand hatte, nicht in die zentrale Position hinter den Spitzen zurück zieht.

    Da bin ich auch schon bei der Dreierkette der Wölfinnen. Das war ja wohl ein Schuß in den Ofen. Fischer, Peter und Goeßling sind zwar jeder für sich erfahrener als die gesamte Freiburger Mannschaft, aber leider nicht (mehr) annähernd so schnell wie nötig wie ihre Gegenspielerinnen vom Schlage Gwinn, Bühl etc.

    Warumn spielte eigentlich Maritz auf der ungewohnten „falschen“ Seite?

    Und was ist eigentlich mit den unterirdischen Standards der Wölfinnen? Warum werden Ecken und Freistöße bei WOB nicht trainiert oder woran liegt es, dass die Versuche heute so kläglich scheiterten.

    Fragen über Fragen. Ich denke nach diesem Spiel gibt es in Wolfsburg so einiges zu besprechen und im Training zu üben, um die Schwächen, die das Spiel gegen Freiburg noch einmal gnadenlos offen gelegt hat, abzustellen.

    (8)
  • Aldur sagt:

    Zaunreiter sagt:
    „Dann noch das Nicht-Tor in der Nachspielzeit. Das war keine neue Spielsituation und somit war es Abseits. Ganz einfach.“

    Neue Spielsituation oder nicht ist in dem Fall doch völlig irrelevant. Pajor ist nicht vor dem Ball, wie Markus‘ Screenshot oben zeigt, also kann es kein Abseits sein. Ganz einfach.

    (9)
  • FFFan sagt:

    @ Zaunreiter:
    „Dann noch das Nicht-Tor in der Nachspielzeit. Das war keine neue Spielsituation und somit war es Abseits. Ganz einfach.“

    E.Pajor befand sich im maßgeblichen Zeitpunkt hinter dem Ball, kann also nicht im Abseits gewesen sein. Ganz einfach!
    (für das Schiedsrichtergespann trotzdem nicht so leicht zu erkennen, denn die haben ja kein ‚Standbild‘ zur Verfügung^^)

    (10)
  • enthusio sagt:

    @never-rest:

    Ich stimme Deinen Ausführungen voll zu und würde noch ergänzen: Was hat Lara Dickenmann verbrochen, dass sie das ganze Spiel über auf der Bank sitzen muß ? Und was hat Goeßling eigentlich in der Dreierkette zu suchen, wo normalerweise Wedemeyer hingehört, statt im Mittelfeld auf der Bernauer-Position zu spielen ?

    Trotzdem war es schon beeindruckend, wie Wolfsburg in der 2. Halbzeit die totale Spielkontrolle übernahm und den Freiburgerinnen aufzeigte, woran sie noch arbeiten müssen, wenn sie zukünftig auf europäischem Niveau mithalten wollen.

    (12)
  • Dussel Duck sagt:

    Ich habe mir gerade die FR-WOB-Highlights auf DFB-TV angesehen und musste mir wieder mal von der DFB-Kommentatorin erzählen lassen, das Schiedsrichterinnengespann habe in der entscheidenden Szene „alles richtig gemacht“. Leider überrascht mich solch eine Aussage nicht. Wann hätte jemals ein DFB-Lohnempfänger in einem Bericht zugegeben, dass die Unparteiischen einen Fehler gemacht haben? Ich erwartete ja kein Mitarbeitermobbing, Gott bewahre! Aber niemand ist fehlerfrei – warum hält man es also für nötig, mich kackfrech zu belügen?

    (4)
  • Fan2 sagt:

    Also ich habe mir jetzt einmal den so „hochqualitativen“ Screenshot von Markus angeschaut. Und ich muss sagen, dass ich darauf weder erkenne, dass Gunnarsdottir von der 5-Meter-Linie schießt, noch, wo Pajors rechtes Bein ist. Sowohl die völlig verzerrende Perspektive, die aber zumindest vermuten lässt, dass Gunnarsdottir klar von außerhalb des 5-Meter-Raums schießt, als auch, dass Benkarth mit ihrem Körper den entscheidenden Ausschnitt vollkommen verdeckt, sodass überhaupt nicht klar ist, wie weit oder wie nah Pajor mit ihrem rechten Bein am 5-Meter-Raum ist, lassen keine eindeutige Aussage darüber treffen, ob Pajor im Abseits stand. In jedem Fall war es sehr, sehr knapp. Ob man jetzt in so einem Fall zugunsten der Stürmerin entscheiden sollte, bleibt dahingestellt.

    Freilich, die entscheidende Situation war es mit Sicherheit nicht. Das ging auch aus allen Stimmen nach dem Spiel hervor, in der mit keinem Wort die Richtigkeit der Abseitsentscheidung angezweifelt wurde. Auch in den Spielberichten auf den Websiten der Vereine wie auch des DFB gibt es in dieser Hinsicht keinerlei Zweifel, nicht einmal in dem der Wolfsburgerinnen. Auch Sport1 oder Kicker stellen die Entscheidung der Schiedsrichterin nicht in Frage. Und Soccerdonna schließt sich sogar explizit der Position der Schiedsrichterin an. Sogar unter den Wolfsburg-Fans in der Kommentarenspalte auf Facebook wurde diese Schiedsrichterentscheidung bis auf ein einziges Mal überhaupt nicht thematisiert Herr Juchem steht hier ziemlich allein mit seiner Position dar.

    Viel entscheidender war, wie einfach Freiburg in Führung gehen konnte. Das war einfach überhaupt kein Abwehrverhalten der Wolfsburgerinnen: Der Ball von Carolin Simon kommt über mindestens 40 Meter relativ frei durch Freund und Feind hindurch, mitten durch die Schnittstelle in der Abwehr, und dann lässt sich eine mehr als 100fache Nationalspielerin von einer 18jährigen überlaufen und zusammen mit ihrer Torhüterin mit einem Haken verladen.

    Zudem kann das Spiel dann auch einfach mal nach 89 Minuten vorbei sein, wenn Kayikci etwas härter und platzierter aufs Tor hält. Wie kommt Schult überhaupt dazu, schon in der 88. Minute mit nach vorne zu kommen?

    Diese Niederlage hat sich Wolfsburg selbst zuzuschreiben. Und es wird angesichts der nächsten Gegner (Frankfurt, Essen und Bayern) auch nicht die letzte gewesen sein, wohingegen Freiburg einmal mehr bewiesen hat, wie man aus wenig ganz viel machen kann. Ich bin mir relativ sicher, dass Freiburg die Tabellenführung bis zum Ende der Hinrunde zumindest nicht mehr abgeben wird.

    (3)
  • SCF Klausi sagt:

    Zum Spielverlauf wurde schon alles geschrieben,dem kann ich nur zustimmen.Auch der Ausgleich von Wolfsburg war kein Abseits,das war eine klare Fehlentscheidung und Freiburg hatte dabei sehr viel Glück.

    Enttäuscht bin ich aber von den Wolfsburgern,die besonders in HZ 2 all ihre Angriffe durch die Mitte starteten wo Freiburg alles dicht gemacht hat.Das Wolfsburger Angriffsspiel war ideenlos,man versuchte nicht über die Außenbahn und mit Geduld das Abwehrbollwerk der Freiburger auseinander zu ziehen sondern schoss mehr aus Verzweiflung durch die Mitte auf Benkarths Tor.

    Je mehr den Wolfsburgerinnen die Zeit davon lief umso verzweifelter und undurchdachter wurden ihre Angriffsbemühungen und auch umso unpräziser die Abschlüsse.

    Taktisch hat sich mMn Jens Scheuer gegen Wolfsburg auf sehr dünnes Eis begeben,in dem er zur zweiten HZ seine Mannschaft weit zurück zog und ist damit gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen.Hätte Wolfsburg etwas kreativer gespielt,wäre Scheuers Taktik so wohl nicht aufgegangen.

    Freiburgs Sieg war am Ende zwar sehr Glücklich,auch bedingt durch die Fehlentscheidung der Schiedsrichterin,aber mMn nicht unverdient.Freiburg hat auch gegen Wolfsburg gezeigt,wozu sie spielerisch in der Lage sind und nun auch mit den Topclubs mithalten können,dass sie takisch auf Augenhöhe sind und nun auch kämpferisch nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht haben.

    (9)
  • Dussel Duck sagt:

    Uff, Fan2,
    Sie scheinen fest entschlossen, nicht zu sehen, was Sie nun mal nicht sehen wollen.
    Lassen Sie’s mich trotzdem ein letztes Mal versuchen:
    Der Screenshot zeigt die Szene offensichtlich, Millisekunden nachdem Gunnarsdottir geschossen hat. Zu diesem Moment befindet sich ihr Standbein weniger als einen Schritt vor der Torraumlinie. Ihr ‚Schussfuß‘ schwebt dabei höchstens einen Fuß vor der Torraumlinie.
    Gleichzeitig bewegt sich Pajor mit mäßigem Tempo in Richtung Tor. Angesichts ihrer völlig aufrechten Körperhaltung muss sich ihr rechtes Bein annähernd unter ihrem Rumpf befinden (man sieht den Unterschenkel ja auch teilweise). Für die meisten von uns klar ersichtlich befindet sich Pajor also hinter dem Ball.
    Wenn Sie dies nicht überzeugt, frieren Sie doch einfach im Spielbericht die Szene in dem Moment ein, wenn in der Sicht der Hauptkamera Gunnarsdottir den Ball berührt. Da wird der Sachverhalt genauso klar.
    Ich weiß nicht, ob Sie mir nun glauben werden (siehe mein erster Satz). Wenn nicht, dann, na, kann ich’s wohl auch nicht ändern …
    Äh, noch eins. Sie schreiben: „In jedem Fall war es sehr, sehr knapp. Ob man jetzt in so einem Fall zugunsten der Stürmerin entscheiden sollte, bleibt dahingestellt.“ – Hm, das bleibt es eigentlich nicht. Vielmehr besagt die DFB-Regel, dass im Zweifelsfall nicht gepfiffen werden soll.

    P.S.: Ein Stück weit komme ich mir doof vor, dass ich mich so in dieses Thema verbeiße. Ich werd’s ab jetzt auch gut sein lassen. Versprochen.

    (5)
  • Oskar Walter sagt:

    @balea: Die Auffassung, dass die völlig anders als bisher aufgestellte Wolfsburger Mannschaft(allerdings nicht zu deren Vorteil)noch lange hätte spielen können, ohne ein Tor erzielen trifft den Kern der Sache. Sicher hat dies auch Trainer Scheuer erkannt und zur Absicherung noch früh Kim Fellhauer als zusätzliche Abwehrspielerin gebracht. Trotzdem war es schade, dass Freiburg in der 2. Halbzeit nach vorne überhaupt nichts mehr gemacht hat, obwohl sie in den ersten 30. Minuten die Wolfsburger Abwehr schulmäßig ausgespielt haben.Die Schiedsrichterin war bei zweifelhaften Entscheidungen bei ihren Entscheidungen eher Wolfsburg zugetan; beim nicht anerkannten regulären Tor hat allerdings Freiburg profitiert.So beschränkte sich das Spiel in der 2.Halbzeit auf die spannende Frage, ob Freiburg dem Wolfsburger Druck standhalten würde.Ich bekam das Gefühl dabei nicht los, dass Wolfsburg mit einer Veränderung der Aufstellung, Hansen auf den rechten Flügel, Gößling ins Mittelfeld, Popp in die Sturmmitte das Spiel hätte drehen können, zumal einige Freiburger Spielerinnen kräftemäßig am Ende waren.

    (9)
  • Oskar Walter sagt:

    Das Spiel Hoffenheim gegen Sand war eine Klasse für sich, das man von den vergebenen Chancen her und den stetig wechselnden Spielszenen allerdings nicht jeden Tag anschauen dürfte. Herzinfarktgefahr. Eigentlich hätte die Partie 5:5 enden dürfen, bei 3 Lattentreffer von Hoffenheim und 2 von Sand. Bitter allerdings der Schluß für Sand, nach einem Fehlpaß der Sander kurz vor dem Hoffenheimer Strafraum ein Konter in die entblößte Abwehr und in der Nachspielzeit der Sieg für Hoffenheim. Nach dem Pech, das die Hoffenheimer in dieser Runde schon hatten vielleicht ein Ausgleich, wobei man allerdings auch sagen muß, das im Mittelfeld in der 2. Halbzeit von Sand deutlich weniger als von Hoffenheim kam.

    (7)
  • Fan2 sagt:

    @DusselDuck: Nicht, wenn diese Spielerin aus Wolfsburg kommt 😉

    Spaß beiseite: Wenn es wirklich Abseits war, wieso finde ich dann ausschließlich hier Personen, die das behaupten? Und nirgendwo sonst im Netz? Wenn es wirklich so klar war, wieso gab es dann keine ernsthaften Proteste der Wolfsburgerinnen auf dem Platz, wieso schien dann Pajor sofort klar zu sein, dass sie im Abseits stand? Ich sehe auf dem Screenshot auch kein Schussbein von Pajor, sondern nur die Hose von Benkarth, außerdem hat die Haltung gar nichts zu sagen. Die krieg ich auch hin mit ausgestrecktem Bein, zumal der entscheidende Teil zu Beurteilung der Haltung (die Hüfte) gar nicht drauf ist

    All diese Fragen bleiben unbeantwortet. Macht aber auch nichts, selbst, wenn es so gewesen wäre, traf es schließlich unbestritten das richtige Team, auch wenn die VfL-Fans hier wieder heulen.

    Kann dem deutschen FF nur gut tun, wenn diese Seniorinnentruppe in der Versenkung verschwindet. Die einzigen beiden, die was können bei Wolfsburg, Popp und Harder, sollten sich schnell nen neuen Verein suchen. Die Abwehr war mal wieder grottig, sobald Freiburg mal etwas schneller gespielt hat, war diese komplett ausgehebelt und überfordert (so auch vor der Chance von Bühl). Kreativität aus dem defensiven Mittelfeld kam so gut wie gar nicht, Hansen als absoluter Chancentod, Wullaert ohne jegliche Ausstrahlung von Gefahr. Und auch Schult lässt sich beim 1:0 verladen wie ne Anfängerin.

    Das bessere Team hat dieses Spiel gewonnen. Wieso? Weil Freiburg in der Lage ist, mit einem langen Ball und einer obercoolen und abgezockten 18jährigen mehr Tore zu erzielen als Wolfsburg mit 30 Chancen, eben weil Freiburg im Gegensatz zu Wolfsburg über eine Abwehr verfügt, die diesen Namen auch verdient. Ich würde sogar sagen, Wolfsburg ist noch ziemlich mit einem blauen Auge davon gekommen. Hätte Scheuer seine Spielerinnen nicht nach hinten gezogen in der 2. Halbzeit, es hätte durchaus noch öfter im Kasten von Schult geklingelt.

    Diese Art von Fußball muss man nicht gut und schön finden, Deutschland hat dieser Catenacchio-Fußball 2002 ins Finale gebracht, und Inter Mailand in den 60er Jahren massig Titel.

    (-7)
  • F.B. sagt:

    @Oskar Walter: „Ich bekam das Gefühl dabei nicht los, dass Wolfsburg mit einer Veränderung der Aufstellung, Hansen auf den rechten Flügel, Gößling ins Mittelfeld, Popp in die Sturmmitte das Spiel hätte drehen können, zumal einige Freiburger Spielerinnen kräftemäßig am Ende waren.“

    Dieses Gefühl teile ich mit dir absolut. Das war, was die taktische Ausrichtung betrifft, ein absoluter Rückfall ins Mittelalter, sprich, in die Saison 2015/16, in der Kellermann mit absurdesten Taktik- und Personalentscheidungen für regelmäßiges Kopfschütteln sorgte und unsere Balance zwischen Defensive und Offensive zum Teil total zusammengebrochen ist. Auch wenn das Trainerteam freilich nichts für das Auslassen solch zahlreicher Chancen kann, muss hier unbedingt über die taktische Ausrichtung gesprochen werden. Es ist mir schleierhaft, warum die erfolgreiche Formation der ersten Ligaspiele komplett über den Haufen geworfen wurde. Zwei Fehlgriffe sind eigentlich überhaupt nicht zu entschuldigen:

    1. Die Dreierkette aus Fischer, Gößling, Peter. Dieses Experiment hat schon in der Saison 2015/16 überhaupt nicht geklappt, weil Lena Gößling zu weit hinten steht, um entscheidende Impulse zu geben und Babett Peter absolut keine Linksverteidigerin ist. Selbige Formation kam übrigens auch gegen Freiburg in der erwähnten Saison zum Einsatz – die in der Nachspielzeit hergegebene 2:0-Führung gehörte zu den bittersten Momenten dieser Saison. Es ist unerklärlich, warum diese Formation erst zehn Minuten vor Schluss geändert und Gößling ins Mittelfeld gezogen wurde.

    2. Die Doppel-Sechs bestehend aus Sara Gunnarsdottir und Vanessa Bernauer. Auch hier gibt es genug Erfahrungen aus der letzten Saison, die gezeigt haben, warum diese Konstellation nicht funktioniert. Beide Spielerinnen sind Abräumerinnen, zweikampf- und kopfballstark und körperlich robust. Und sie funktionieren beide als Partnerinnen von Gößling gut, da sie ihr den Rücken freihalten können. Zusammen ist jedoch eine von ihnen zu viel auf dem Platz, beide sind keine Spielerinnen, die den Spielaufbau zu organisieren und kreative Impulse zu geben vermögen. Die Einwechslung von Ewa Pajor zu Beginn der zweiten Halbzeit war zwar absolut richtig, aber Alex Popp auf die Position von Vanessa Bernauer zurückzuziehen, war genau das Falsche, weil man so die dringend benötigte kopfballstarke Spielerin in der Sturmmitte nicht mehr zur Verfügung hatte.

    Neben der Chancenverwertung und den Fehlern in der taktischen Formation, gibt es jedoch zurzeit auch noch ein paar Spielerinnen, die im Moment in einem Leistungstief stecken und gestern dennoch 90 Minuten auf dem Rasen standen. Babett Peter scheint seit dem Spiel gegen Potsdam völlig den Faden verloren zu haben. Sie wirkt schläfrig und macht Stellungsfehler, die ich in drei Jahren nicht von ihr gesehen habe. Caro Hansen ist immer noch nicht so richtig in die Saison gekommen, was bisher nur nicht auffiel, weil die Spielerinnen um sie herum bisher zuverlässig getroffen haben. Es war nicht nur die Chancenverwertung, die eine Pause rechtfertigt, sondern auch ihr Passspiel, das insbesondere in der zweiten Halbzeit komplett zusammenbrach. Sie ist zurzeit Lichtjahre von ihrer Form vergangener Jahre entfernt. Sara Gunnarsdottir hat gestern mal wieder gezeigt, dass sie ohne Lena Gößling nicht mal die Hälfte wert ist. Sie ist mit dem Spielaufbau völlig überfordert, nur hart in Zweikämpfe zu gehen, reicht auf der Sechs nicht aus, vor allem wenn es darum geht, einen Rückstand aufzuholen. Wie schon in der Rückrunde der letzten Saison nahe am Totalausfall.

    Ich hoffe inständig, dass das Trainerteam für die Aufgaben gegen Florenz in der CL und die schweren Ligaspiele gegen Bayer, Essen und Frankfurt in Hinblick auf taktische Ausrichtung und die Form der Spielerinnen die richtigen Schlüsse ziehen wird.

    (8)
  • balea sagt:

    @Oskar Walter
    Das trifft ja ziemlich meinen Eindruck, auch wenn ich weder Freiburg noch WOB häufiger gesehen habe.
    Die Freiburgerinnen kommen mir schon ein wenig wie Potsdam letzte Saison vor, als einfach alles positiv lief und dieser Lauf eine Eigendynamik bekam. Bis dann irgendwann die Luft raus war. Deswegen hat Detlef mit seiner Warnung durchaus Recht. Vielleicht ist Trainer Scheuer diese Problematik voll bewusst und er geht in solchen Situation lieber früher in die Defensive, um einen Vorsprung zu halten. Denn wenn Freiburg in etwas gut ist, dann in giftigen und effektiven (Konter)Angriffen.
    Bei WOB ist mir aufgefallen, was der englischsprachige User hier kürzlich angemahnt hatte: das Team, bes die Abwehr scheint langsam, überaltert, etwas über den Zenit und wenn man sie da packt, kommt schnell Frust auf. Mir sind zwei, drei Szenen in Erinnerung wo Frau Goesling fast so etwas wie Frustfouls begannen hat, zumindest sehr deftig eingestiegen ist. Kannte ich früher nicht so von ihr.
    Es kann schon sein, das WOB irgendwann doch noch ein Tor geschossen hätte, einfach weil Freiburg total erschöpft gewesen wäre.
    Und das mit den Schiris… Heutzutage scheint man einfach von vornherein einkalkulieren zu müssen, dass zumindest ein Tor aberkannt oder nicht „ermöglicht“ wird, aufgrund von problematischen Pfiffen oder Nicht Pfiffen. Spielerinnen, Trainer und Fans sollten das vorerst (leider) mit Bedauern zur Kenntnis nehmen und nicht drüber weinen. Bringt zZ nichts.

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ never-rest, enthusio, F.B.:

    Ihr habt euch vermutlich von der im TV eingeblendeten Aufstellung täuschen lassen. In Wirklichkeit hat Wolfsburg zu keiner Zeit mit einer Dreierkette gespielt. Es waren von Beginn an hinten vier Spielerinnen: N.Fischer und L.Goeßling in der Innenverteidigung, rechts N.Maritz und links B.Peter, wobei die Außenverteidigerinnen im Spielaufbau früh aufrücken.
    Ich würde auch nicht sagen, dass Maritz auf der „falschen“ Seite gespielt hat. Auch in der Schweizer Nationalmannschaft spielt sie häufig hinten rechts. Und ist sie nicht auch Rechtsfuß?
    Ich teile auch nicht die Ansicht, Peter sei „absolut keine Linksverteidigerin“. Es ist zwar lange her, aber immerhin hat ‚Babs‘ diese Position sogar mal auf allerhöchstem Niveau bekleidet! Es kann jedoch sein, dass sie aufgrund altersbedingt nachlassender Schnelligkeit inzwischen innen besser aufgehoben ist…

    (-1)
  • Fan2 sagt:

    Danke, FFFan, für diese Korrektur. Wusste jetzt auch nicht wirklich, was mit Dreier-Kette gemeint war. Wolfsburg hat in einem ganz klassischen 4-2-3-1 gespielt, wobei es verwunderlich war, dass Harder scheinbar vor Popp gespielt hat. Durch die Einwechslung von Pajor ist Popp einfach ein Stück zurückgerückt und es wurde in einem 4-4-2 agiert.

    Was man zu Freiburg sagen muss: Scheuer weiß, dass die Saison noch sehr, sehr lang werden kann. Auf der Bank saßen, wenn man der Kommentatorin Glauben schenken darf, nur 3 Spielerinnen, eben jene 3, die auch später eingewechselt wurden. Warum Fellhauer nicht in der Startelf stand, erschloss sich mir nicht, aber vielleicht wollte man sie auch noch für wichtigere Spiele schonen und gleichzeitig mit Schiewe etwas mehr Erfahrung reinbringen. Das wäre beinahe nach hinten losgegangen, gerade Schiewe merkte man ihr ihre mangelnde Spielpraxis an. Mit Simic, Magull und Bühl hat Scheuer dann auch im Spielverlauf drei für anstehende Aufgaben noch sehr wichtige Spielerinnen herausgenommen, um hier auch einer Überbelastung, gerade bei der noch jungen Bühl vorzubeugen.
    Dass er aber eine Magull oder eine Simic herausnahm, verdeutlichte aber noch einmal, wie sicher sich Scheuer war, dass Wolfsburg an diesem Tag kein Tor mehr zustande bekam.

    Man sollte nicht vergessen, dass Scheuer in diesem Spiel nicht auf Spielerinnen wie Knaak und Schöne zurückgreifen konnte, während Wolfsburg auf fast die volle Kaderstärke zurückgreifen konnte. Wie gut Freiburg mittlerweile einen Ausfall wie den von Clara Schöne, die ja etatmäßige Kapitänin und Schaltzentrale im Mittelfeld ist und eine indisponierte Carolin Schiewe selbst gegen einen Gegner wie Wolfsburg als Mannschaft auffangen kann, zeugt einfach, dass sich der Kader einfach noch einmal gegenüber dem letzten Jahr deutlich stärker und vor allem gereifter darstellt, wo man gerade in der Zeit, wo Schöne ausfiel, nichts, aber auch gar nichts gerissen hat.

    (3)
  • SCF Klausi sagt:

    @ Fan2

    Scheuer hatte zumindest diese Saison noch nie mehr als fünf Ersatzspielerinnen auf der Bank obwohl es der Kader eigentlich hergibt.

    Simic nahm er für Fellhauer heraus um die Defensive zu stärken.Magull wohl eher um sie vor einer Verletzung zu schützen.Ihre Ex Kolleginnen haben Magull in diesem Spiel nicht gerade liebevoll behandelt und sie bekam einiges auf die Knochen.Petermann kam für Bühl um noch etwas mehr Robustheit auf dem Platz zu haben.Die Wechsel waren auf Grund des Spielverlaufs alle nachvollziebar.So jedenfalls meine Wahrnehmung was die Wechsel betrifft.

    Ich habe noch zwei Artikel gefunden die vielleicht von Interesse sind.Der erste ist ein Nachbericht aus der Regionalzeitung und der zweite ein Interview mit Jens Scheuer auf DFB.de vor dem Spiel :

    http://www.badische-zeitung.de/sport/scfreiburg/die-frauen-des-sc-freiburg-sind-erstmals-spitzenreiter

    https://www.dfb.de/allianz-frauen-bundesliga/news-detail/scheuer-wir-leben-von-einem-guten-teamspirit-177248/

    https://www.dfb.de/allianz-frauen-bundesliga/news-detail/simon-wir-haben-einen-unfassbaren-lauf-177522/

    Im dritten Artikel spricht Carolin Simon über den derzeitigen Erfolg und wie das Team damit umgeht.

    (7)
  • bale sagt:

    hab irgendwo gelesen,international.das Kellermann Spielerinnen verpflichten will.meint zb.wäre schwer wullaert zuhalten etc.

    (1)
  • Scf-fan sagt:

    @scf Klausi
    Korrekt das Scheuer nie mehr als 5 Spielerinnen auf der Bank hat und auch nachvollziehbar.
    Mehr kannst du eh nicht einsetzen.

    Dafür gibt es eine 2. Mannschaft wo Spielerinnen eingesetzt werden können und sollen.
    Leider wurde dies in der Vergangenheit nicht immer praktiziert.
    Dieses Wochenende hat er es mal durchgezogen , vielleicht und wahrscheinlich auch der Kritik der letzten Woche (siehe Tweet) und dem Tabellenstand der 2. Mannschaft geschuldet.

    Es sollte jedoch beim Tabellenletzten (mit 5 Erstligaspielerinnen) nicht zu einem Sieg reichen, was schon nachdenklich stimmt wie breit der Kader der 1. „gut“ aufgestellt ist.

    Unverständlich war für mich , dass die bis dahin herausstechende Spielerin Streng gar nicht erst im Kader war. Die Frage stellt sich : ist Sie verletzt oder musste sie den Spielerinnnen der 1. weichen?
    Sollte das Zweite der Fall sein ist das Konzept / Entscheidung der Verantwortlichen die 2. zu stützen, aus meiner Sicht leider verfehlt .

    Eine Persönliche Einschätzung-
    Von dem Tabellenstand und der Leistungssteigerung des scfreiburg der letzten beiden Jahre, schiebt sich Scheuer in den Focus des DFB als Backup für die die aktuelle NT.

    (3)

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