Frauen-Bundesliga: So lief der 6. Spieltag

Von am 29. Oktober 2017 – 17.39 Uhr 22 Kommentare

Tabellenführer VfL Wolfsburg musste am 6. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hart kämpfen, ehe der Sieg gegen Aufsteiger Werder Bremen unter Dach und Fach war. Noch spannender machte es gar der SC Freiburg.

Der VfL Wolfsburg jubelt über den späten Erfolg gegen den SV Werder Bremen

Enttäuschung bei Werder Bremens Kapitänin Marie-Louise Eta, später Jubel beim VfL Wolfsburg © imago / foto2press

Meister VfL Wolfsburg hat mit einem hart erkämpften 3:2 (1:0)-Sieg gegen Werder Bremen die Tabellenspitze verteidigt.

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Aufsteiger Bremen muckt auf

Tessa Wullaert sorgte vor 1.202 Zuschauern im AOK-Stadion für die Halbzeitführung, doch dann lief es für den Favoriten alles andere als planmäßig. Lina Hausicke gelang für die Hanseatinnen der Ausgleich (49.), Pernille Harder sorgte umgehend wieder für die Führung der Gastgeberinnen (51.).

Harder erlöst den VfL Wolfsburg

Doch Bremen schlug erneut zu, Hausicke gelang mit ihrem zweiten Treffer der neuerliche Ausgleich (55.). Die Wolfsburgerinnen hatten dann aber doch das glücklichere Ende für sich, Harder sorgte in der Schlussphase mit ihrem zweiten Treffer und einem Heber doch noch für den standesgemäßen Erfolg (82.).

Kayikci sorgt für Freiburgs Last-Minute-Sieg

Mehr Mühe als erwartet hatte auch der SC Freiburg, um im badischen Derby die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 (1:0) nieder zu ringen. Die nur 501 Zuschauer im Möslestadion sahen fast mit dem Pausenpfiff die Führung von Giulia Gwinn (45.). Fabienne Dongus glich für die Gäste aus (60.). Als alles schon nach einer Punkteteilung aussah, schlug Hasret Kayikci zu und machte mit ihrem Last-Minute-Tor doch noch den Erfolg perfekt (90.+2).

Scheuer: „Ein Hauch von Überheblichkeit“

Freiburgs Trainer Jens Scheuer ging mit seiner Mannschaft trotz des Erfolgs hart ins Gericht. „Wir haben heute gegen eine gute Hoffenheimer Mannschaft glücklich gewonnen. Teilweise lag ein Hauch von Überheblichkeit auf dem Platz. Am Ende nehmen wir den Sieg natürlich gerne mit. Es zeichnet eine gute Mannschaft aus, dass sie auch sehr schlechte Spiele gewinnen kann.“

Bayern München siegt locker

Der FC Bayern München kam vor 440 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld zu einem souveränen 5:0 (2:0)-Sieg beim FF USV Jena. Ein Eigentor von Jena-Kapitänin Susann Utes (6.) sowie ein Tor von Mandy Islacker (8.) ebneten früh den Weg zum Sieg. In der zweiten Halbzeit legten Fridolina Rolfö (48.), Lucie Voňková (58.) und Simone Laudehr per Foulelfmeter nach (85.).

Essen gewinnt Revierderby

Für den MSV Duisburg setzte es bei der 1:2 (0:0)-Niederlage im Revierderby gegen die SGS Essen die sechste Niederlage mit einem Tor Differenz im sechsten Saisonspiel. Marina Hegering brachte die Gäste vor 600 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg in Führung (48.), Jacqueline Klasen erzielte den zweiten Essener Treffer (63.). Duisburg gelang durch Kathleen Radtke nur noch der Anschlusstreffer (84.).

Erster Heimsieg für den SC Sand

Der SC Sand feierte vor 478 Zuschauern im Orsay-Stadion von Willstädt gegen den 1. FC Köln beim 3:0 (1:0) den ersten Heimsieg. Nina Burger gelang die frühe Führung (6.), doch es dauerte bis kurz vor Schluss ehe Anne van Bonn (89.) und erneut Burger (90.+2) für klare Verhältnisse sorgten.

Klassiker Potsdam gegen Frankfurt am Montag

Zum Abschluss des 6. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga treffen am Montag, 30. Oktober, 18 Uhr (SPORT1, DFB-TV und TELEKOM SPORT live) im Klassiker der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt aufeinander.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

22 Kommentare »

  • bale sagt:

    oh mann ihr Werder Frauen,hätte euch so einen Punkt gegönnt.

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  • Fan2 sagt:

    War vorher schon klar, dass es schwer werden würde für Wolfsburg. Nachdem sich Freiburg und Potsdam bereits sehr schwer getan haben, war auch von Wolfsburg, die aktuell nicht besser als diese beiden Teams sind, nicht zu erwarten, dass sie sich leichter tun. Am Ende war es dann mal wieder die Dänin Pernille Harder – wer auch sonst, muss man mittlerweile bei Wolfsburg fragen. Gäbe es sie nicht, die Mannschaft würde wohl zwei-drei Klassen schlechter spielen. Nicht auszudenken, was wäre, wenn sie mal ausfällt.

    Freiburg hat heute mal eins von seinen schlechteren Spielen abgeliefert, vor allen Dingen aufgrund der Chancenverwertung. Dafür scheint nun aber auch die letzte im Bunde, Hasret Kayikci, aufgeblüht zu sein und hat das Ding dann mal so ziemlich im Alleingang gewuppt (Vorlage auch zum ersten Tor).
    Gerade zum jetzigen Zeitpunkt ist so ein Kampfspiel im Hinblick auf das Wolfsburg-Spiel aber auch mal wichtig, damit die Spielerinnen noch einmal erinnert werden, mit aller Konzentration und Motivation zu spielen und sich nicht etwa von den starken Leistungen der Vorwochen blenden zu lassen.

    (3)
  • OrbisJack sagt:

    Mein Gott…diesen Zuschauerzahlen. Kommt mir schlimmer heute als vor 5 Jahren. Ist es jerzt wirklich nur ein ‚Warm Halten‘ Liga für Wolfsburg zwischen die Champions League Runden? Nicht mal 500 bei die andere ‚Riese‘.

    (5)
  • exLev sagt:

    M.Hegering ist inzwischen der ruhende Pol in der Essener Abwehr.
    Das wundert mich nicht da sie alle Fähigkeiten dazu mitbringt,Gesundheit voraus gesetzt.
    Irgendwann eine Option für die Natio !

    (7)
  • vikkybummsy sagt:

    Ich denke die schwindenten Zuschauerzahlen sind auch ein stückweit Abbildung der gezeigten Leistung in den Spielen der Nationalmanschaft. Wieso sollte der unentschlossene Neuzuschauer auch nur ein bisjen animiert werden ins Stadion zu gehen, wenn schon die NM vor Millionenpublikum am TV-Gerät keine oder desolate Leistung anbietet. Bin mal gespannt auf das Spiel heute abend und die „Zuschauermassen“ beim Flutlichtklassiker in Potsdam anbetracht der TV und Internet- Übertragung auf 3 !!! Kanälen. Eine Zuschauerzahl >1000 wäre schon wünschenswert.

    (17)
  • Detlef sagt:

    @vikkybummsy,
    Kann schon sein, daß der Neuzuschauer nicht, bzw noch nicht differenzieren kann!!!
    Man kann ihm entgegensetzen, daß in der Buli ja Spielerinnen aus vielen Nationen ihr Geld verdienen!!!

    Vor allem die schwache Kulisse in Freiburg verstehe ich überhaupt nicht!!!
    Spielen doch die Breisgauerinnen seit geraumer Zeit einen tollen, sehenswerten Fußball!!!

    600 Zuschauer im Ruhrderby sind auch etwas mager, ähm wie viele Essener waren denn darunter? 🤔

    Heute Abend sollten die 1800 von letzter Saison schon erreicht werden!!!
    Da wurde das Spiel ja auf Samstag verschoben, diesmal halt auf Montag!!!
    Diese Verschiebereien kosten auf jeden Fall Besucher, auch von Seiten der Gästefans!!!

    Ich hoffe auf ein schönes Spiel!!!
    Natürlich vor allem von den Gastgeberinnen!!! 😉
    Sie müssen wieder Werbung in eigener Sache machen, damit auch weiterhin viele Zuschauer ins KARLI kommen!!!

    Und auch für die TV-Gucker sollte es ansehnlich sein!!!
    Damit die Neuzuschauer neugierig werden, und auch anderswo ins Stadion strömen!!!

    (4)
  • Helmut sagt:

    Witterungsbedingt durfte ich das Spiel in Jena vor dem Fernseher „genießen“. Das was der USV hier abgeliefert hat ist nicht einmal für die 2. Liga tauglich. Selten habe ich Mannschaft gesehen, die so ohne Selbstvertrauen spielen wie der USV. Wenn man noch die finanzielle Situation des Vereins bedenkt ist ein freier Fall in die Bedeutungslosigkeit.
    Schade Jena!

    Zu den Besucherzahlen möchte ich auch mal was loswerden.

    Es muss allen FF-Fans klar werden das ein großer Teil der Besucher, wenn man mal von Potsdam, Wolfsburg und zum Teil Frankfurt absieht, von Laufkundschaft und Familien gebildet werden.
    Da sind nasse 5Grad und Windböen mit 80km/h und mehr nicht gerade förderlich.

    In Wolfsburg scheint im VW-Arbeitsvertrag zu stehen, das ein Besuch in den diversen Werksvereinen ein Teil der Arbeitsleistung ist.
    (der letzte Satz ist schwarzer Humor)

    (7)
  • cujo31 sagt:

    @Detlef

    Also mindestens 250 aus Essen.
    Das „Derby“ aus der Vergangenheit ist es aber schon lange nicht mehr.

    (5)
  • never-rest sagt:

    Schade das Altwolf bei WS nicht mehr dabei ist und seine sachkundigen Spielberichte aus WOB postet. Muss aber wohl ein schweres Stück Arbeit für die Wölfinnen gewesen sein, dem Liveticker und den Stimmen nach dem Spiel zu urteilen. Bin doch sehr überrascht, wie gut sich Werder bisher in der AFBL verkauft. Weiter so.

    Das der SC Freiburg mit Hoffenheim eine schwere Nuss zu knacken bekommt, war dagegen schon eher zu erwarten. Respekt wie die Hoffenheim Ladies die schweren Verletzungen ihrer beiden Spielerinnen bei deren brutalen Zusammenstoß verkraftet haben. Leider wurden Hoffenheim für ihr beherztes Spiel am Ende nicht belohnt. Aber solch knappe Arbeitssiege wie die von WOB und Freiburg zeichnen am Ende die absoluten Topmannschaften aus.

    (9)
  • Fan2 sagt:

    Zu den Zuschauerzahlen: @Detlef: Es sollte auch dir nicht entgangen sein, dass nicht nur die Leistungen in der N11, sondern auch die Leistungen in der Bundesliga zuletzt spürbar nachgelassen haben. Anspruch und Wirklichkeit passt da vielfach einfach nicht zusammen. Die Spielerinnen spielen für besseres Geld schlechter, da muss man sich schon fragen, ob da durch die Professionalisierung eine gewisse Selbstgenügsamkeit eingesetzt hat. Dazu kommen natürlich auch die häufigen Personalrotationen bei den Clubs, zudem die wenigen echten Eigengewächse bei Top-Mannschaften. Wo früher eine Bajramaj, eine Okoyina da Mbabi, eine Sarholz, eine Mittag, eine Pohlers, eine Prinz als Eigengewächse der Vereine begeistert haben, sowohl von ihrem spielerischen Potential als auch von ihrem Charakter, gibt es solche Größen im heutigen FF kaum noch, weder in Wolfsburg, noch in München, und auch in Frankfurt oder Potsdam sind sie rar geworden.

    Freiburg mag das mittelfristig auffangen, man vergisst aber auch, dass die Entwicklung in Freiburg noch relativ am Anfang ist: Freiburg hat weder einen Titel gewonnen noch in der CL gespielt. Und im Ligadurchschnitt sind 600 Fans jetzt auch nicht sonderlich wenig!

    (2)
  • Zaunreiter sagt:

    Selbstgenügsamkeit – eigentlich eine Tugend. Eine gute sogar.
    Sich selbst genügen. Der sich selbst Genügende findet sich in der japanischen Form des Buddha wieder. Der dickbäuchige, lachende Mönch Hotai hat einen prall gefüllten Sack für Almosen, die er unter den Besitzlosen verteilt. Der, der mit wenig zufrieden ist, besitzt den größten Schatz.

    Aber im Sport, da ist die Selbstgenügsamkeit für mich keine Tugend. Da finde ich mich mit meiner Meinung bei @Fan2 wieder.
    Was würden eine Pernille Harder, eine Sara Gunnarsdottir in der deutschen Natio machen? – Zumindest Erstere keinen Streit mit dem Verband führen, denn dann wäre sie ja selbstgenügsam. Zufrieden.
    Das selbstzufriedene führt zum Statischen. Und das zieht sich durch die Ligen.
    Auch eine der Tugenden, die der Göttinnenrat dem deutschen Frauenfußball eingeimpft hat.
    So hat die Fleischereifachverkäuferin aus Walldürn neben sich keine Spielerin vom Geiste einer Solo, Wambach, Marta, Rapinoe etc. ertragen müssen.
    Vielleicht wollte deshalb Frau Jones das US-Sieger-Gen deutschen Spielerinnen einimpfen.

    (3)
  • scf-fan sagt:

    Ich habe mir am Wochenende einmal das Spiel der 2. Mannschaft von Freiburg angesehen und musste feststellen ,dass hier die Vereinsführung deutlich zu erkennen gibt, das sie diese Mannschaft nicht in der 2. Liga halten will. Wahrscheinlich aus Reisekostengründen. Anders kann man sich das Leistungsniveau nicht erklären.
    Waren in der letzten Saison noch ansehnliche Spielzüge, Doppelpässe und Abschlüsse zu sehen , sah man jetzt unbeholfene 17-Jährige, nicht 2. Liga taugliche Spielerinnen, auf dem Platz.
    Ausnehmen möchte man vielleicht die Spielertrainerin Krüger und Streng (die aber auch schon bessere Leistung gezeigt hat).
    Das Spiel hätte der SC eigentlich für sich entscheiden müssen aber es wurden zahlreiche hundertprozentige kläglich vergeben.
    Der Versuch eines Spielaufbaus ging im Nirvana unter.
    Aber den Spielerinnen kann man keinen Vorwurf machen sie mühten sich, konnten aber nicht besser.
    Vorwürfe sollte sich die Managerin und der Trainer der 1. machen. Wenn mann einen attraktiven Unterbau für die 1. schaffen will gehört die 2. in die 2.Liga und muss tatkräftig mit Perspektivspielerinnen aus 1. unterstützt werden.
    Tätigt man dies nicht bekommt man auch nur noch Spielerinnen die teuer bezahlt werden müsse(siehe Wolfsburg, Bayern)
    Fazit:
    Trauriges Bild von einem Verein der sich als Ausbildungsverein deklariert
    Ich war enttäuscht wie mann die 2. Mannschaft in dieser Saison aufgestellt hat.

    (5)
  • Fan2 sagt:

    @scf-fan: Ich kann deine Ernüchterung verstehen. Auf der anderen Seite ist es in diesem Jahr auch besonders schwer, die Mannschaft in der 2. Liga zu halten, weil zur kommenden Saison die Ligenreform kommt und die beiden 2. Ligen vereinigt werden. Insofern könnte der Punkt Reisekosten durchaus ein Faktor sein, die 2. nicht mehr in der 2. Liga halten zu wollen, gerade, weil Freiburg ja eben wirklich in der letzten Ecke von Deutschland liegt und dann in der nächsten Saison vermutlich bis nach Meppen oder sogar bis nach Potsdam fahren müsste; nicht nur mit der 1., sondern auch mit der 2.

    Daher scheint man sich mehr auf die B-Juniorinnen, die in der traditionell starken Liga Süd aktuell die Spitze inne haben (vor Bayern, Frankfurt und Hoffenheim), zu konzentrieren, die durchaus die Möglichkeit hat, diese Saison den Titel zu gewinnen.

    Was allerdings beim Blick auf die 2. Liga erschütternd ist, ist, dass der Herforder SV mittlerweile anscheinend komplett zusammenbricht und aktuell auf Platz 11 steht, zuletzt mit zwei richtigen Klatschen: 1:7 gegen Potsdam, 1:11 gegen Gladbach. Das wäre ein großer Verlust für den FF.

    (1)
  • Die Mannschaft sagt:

    Wolfsburg played too offensive, but I was pleased with the introduction of Wedemeyer, good young CB which gives me hope that Wolfsburg’s preparing for the future instead of depening on the aging Fischer/Peter combo.

    (0)
  • enthusio sagt:

    Die SGS Essen tat sich vor nur 582 Zuschauern (darunter vielen Essener Fans) gegen in der Offensive äußerst harmlose Duisburgerinnen in der 1. Halbzeit schwer, die dicht gestaffelte Abwehr in Verlegenheit zu bringen.

    Zwar hatte die äußerst quirlige Nicole Anyomi nach einem Vorstoß über die linke Seite bereits in den ersten Minuten die Führung auf dem Fuß, doch ihr zu lascher Schuss konnte von Lena Nuding ohne Mühe gehalten werden.
    Glück hatte Duisburg, als Linda Dallmann mit der Hacke eine Vorlage von Feldkamp knapp am linken Pfosten vorbeisetzte.
    Duisburg erspielte sich in der 1. Halbzeit nur eine echte Torchance, doch Rieke Dieckmanns gefährlicher Heber aus gut 30m wurde von Lisa Weiß mit Mühe aus dem rechten Winkel gefischt.
    Die beste Möglichkeit hatte Essen kurz vor der Pause, als nach einer Dallmann-Ecke Manjou Wildes Abschluss soeben noch vor der Torlinie geklärt werden konnte.

    Insgesamt war es aber bis dahin ein zähes Spiel ohne große Höhepunkte. Lea Schüller konnte auf dem linken Flügel offensiv keine Akzente setzen, Dallmann fehlten offensichtlich die Ideen und lediglich Anyomi war mit dem Ball am Fuß immer wieder ein Unruheherd für die gegnerische Abwehr, ohne sich jedoch eine echte Torchance erarbeiten zu können.

    In der 2. Halbzeit erzielte Essen dann durch Marina Hegering aus kurzer Distanz das erlösende 1:0. Damit war der Knoten geplatzt, denn nun häuten sich die Essener Torchancen.
    Nachdem Dallmann noch mit einem Schuss an Nuding gescheitert war, traf sie wenige Minuten später mit einem fulminanten Schuss den Pfosten.
    Eine Hereingabe von Schüller wurde kurz darauf von einer Duisburger Verteidigerin in höchster Not über die Latte gelenkt.
    Als dann Jacqueline Klasen aus kurzer Distanz das 2:0 erzielte, schien das Spiel seinen erwarteten Verlauf zu nehmen.
    Wenig später wurde dieselbe Spielerin nach einem Vorstoß kurz vor der Strafraumgrenze umgerissen, doch Dallmann schoss den anschließenden Freistoß knapp vorbei.

    In den letzten 15 Minuten wachte Duisburg endlich auf und übernahm die Kontrolle über das Spiel. Nachdem Barbara Dunst mit einem schönen Flachschuss den Anschlusstreffer erzielen konnte, erarbeitete Duisburg sich eine Reihe von Ecken, bei denen die Essener Abwehr teilweise sehr unsortiert wirkte. So mußte Lisa Weiß kurz vor Schluss einen Kopfball einer Duisburger Spielerin nach einer solchen Ecke entschärfen.

    Trotzdem hatte Essen in den Schlussminuten noch zwei gute Torchancen, doch ein Schuss der eingewechselten Isabel Hochstein ging am Tor vorbei und nach einem schnellen Konter rutschte Dallman nach einem punktgenauen Zuspiel Schüllers in aussichtsreicher Position frei vor Nuding aus.

    Erwähnenswert ist, dass Sara Doorsoun erneut neben Marina Hegering in der IV spielte. Ich hätte sie lieber wie gewohnt im linken Mittelfeld gesehen und dafür Schüller etwas zentraler. So kamen Schüllers Stärken kaum zum Zuge, zumal Lehmann und Wilde im Mittelfeld sehr unauffällig spielten und nichts Brauchbares für die Offensive prodizierten.
    Die spielerische Klasse Lina Dallmanns sorgte dagegen in einigen Situationen für Torgefahr vor dem Duisburger Kasten. Turid Knaak, die in der 70. Minute für Anyomi aufs Feld kam, konnte leider keine Akzente setzen.
    Es bleibt zu hoffen, dass Ramona Petzelberger nach ihrer auskurierten Verletzung bald wieder Einsatzzeit bekommt.

    (5)
  • GG sagt:

    Bericht aus Wolfsburg:
    Bereits die Mannschaftsaufstellung „versprach“ Unheil, waren doch mit Nilla Fischer und Anna Blässe lediglich #2 etatmäßige Verteidigerinnen aufgeboten. Lena Goeßling im Aufgebot deutete auf eine 3-er Abwehrkette hin … und von mir erwartete #2 Gegentore. Letztlich wurde Lara Dickenmann als LV eingesetzt; scheinbar hatte Noelle Maritz die Reisestrapaze gen Japan noch nicht vollständig verdaut (Lara war nicht nominiert worden und in WOB geblieben).
    In der Offensive – endlich – die stärkste Formation: Caro Hansen, Ewa Pajor, Tessa Wullaert, PI Harder. Wie sich dann ab Spielbeginn zeigte, sollte auch Alex Popp ihre Wucht offensiv einbringen – wodurch der Platz vor dem Bremer Tor doch recht eng wurde.
    Bremen begann offensichtlich beeindruckt – bis zur 20. Minute hätten sie sich über einen 0:4 – Rückstand nicht beschweren dürfen. Durch einen schönen Kopfball (!)-Treffer von Tessa Wullaert hielt sich dieser Rückstand aber in überschaubarem Rahmen und konnte bis zur Halbzeit gesichert werden.
    Die verletzungsbedingte Auswechselung Tessa/Noelle Maritz zur Halbzeit hätte den Wölfinnen noch mehr Sicherheit geben müssen (Lara nun auf LA). Hätte, hätte …. Halbherzige Zweikampfführung im Mittelfeld, deren Fortsetzung in der Innenverteidigung, Ausgleich ! Die erneue Führung nahezu im Abschluß des gleich nächsten Angriffs (Eckball) sehr ansehnlich und der besonderen Klasse von PI Harder geschuldet.
    Auch der 2. Treffer der Bremerinnen aus Sicht der Wölfinnen völlig unnötig. Lena Goeßling versucht offensiv zu verteidigen, ein Steilpaß auf halblinks, Anna Blässe kann den Vorsprung von Anna Lührßen nicht mehr zulaufen – Ausgleich. Danach ein zähes Anrennen der Wölfinnen, aber auch dank einer starken Torhüterin Anneke Borbe konnten die Werder-Frauen weiteres Unheil verhindern. Das ausgerechnet A. Borbe dann zur tragischen Figur werden sollte, schade, aber doch auch absehbar: Ihre Abschläge waren in ca. der Hälfte aller Fälle sehr kurz, so auch in der 82. Spielminute (unmittelbar zuvor war JO Wedemeyer zur Stabilisierung der IV eingewechselt worden): Der Ball landet bereits Mitte der eigenen Spielhälfte, Alex Popp gewinnt das Kopfballduell (was auch nicht wirklich verwundert), die Bogenlampe in Richtung Werder-Strafraum wird sogleich von PI Harder wahrgenommen, ein Lupfer über die herausstürmende A. Borbe – 3. Führung.
    Das es am Ende nochmals eng wurde – nicht nachvollziehbarer Fehler von Almuth Schult: Der zweifellos sehr gut getretene Eckball von M.-L. Eta kommt ideal mittig des Tores auf Höhe der 5m-Linie. Einzig, Almuth hatte sich nicht von der Linie bewegt. Letztlich zwar ein glücklicher, aber doch auch verdienter Sieg der Wölfinnen.

    Abschließend noch ein Wort zur Stimmung im Stadion:
    Jedenfalls die ansonsten stimmungsvollen Fans der Gegengerade übten sich in Zurückhaltung. Grund dafür, die Mitte der Vorwoche bekannt gewordene Ansetzung der Partie des 10. Spieltages (Heimspiel vs. Bayern München) auf Montag, 11.12.2017, 18:00 Uhr. TV-Übertragung insbes. von Sport1. Die Stille im Stadion war in weiten Teilen fast schon beängstigend.
    Auf Nachfrage bei weiteren Fans kam häufig der Ausspruch „Kann nicht kommen – habe keinen Urlaubsanspruch mehr / muss meinen Lebensunterhalt verdienen“. Zur Ursache dieser Ansetzung machte das Gerücht die Runde, diese sei vom DFB durchgedrückt worden; beide Vereine hätten eine Verlegung abgelehnt, der FC Bayern besonders vehement, seien mit Blick auf den 10.12.2017 bereits Flugreisen und Übernachtungen gebucht. Diese TV-Übertragung verspricht eine ziemlich triste Angelegenheit zu werden – steht bekanntlich ja die Gegentribüne des AOK-Stadions im Fokus der Kameras.

    (9)
  • bale sagt:

    danke für die tollen spielberichte,also das ist ärgerlich mit Montag Abend auch für die bayernfans,die doch bei den Auswärtsspielen alarm machen.wer entscheidet das.gerade der frauenfussball,der leider gerade eine zuschauerflaute erlebt kann dies doch nicht gut finden.geht es um geld?grade bei Bayern und vfl???????????

    (5)
  • SCF Klausi sagt:

    Ich stimme den Worten von Jens Scheuer zu,dass die Freiburger Frauen gegen Hoffenheim teilweise eine sehr überhebliche Spielweise auf dem Platz zeigten.Dies sah man deutlich am Auftritt von Lina Magull,die öfter mal den Blick zu ihrer besser postierten Mitspielerin verlor und sich in einer Wand von mehreren Hoffenheimerinnen fest gerannt hat und somit den Spielfluss der Freiburger unterband.Im Grunde mag ich Magulls teilweise eingensinniges Spiel,aber gegen Hoffenheim war es dann doch etwas zuviel des Guten.

    Die Hoffenheimer waren über das gesamte Spiel fast ebenbürtig und ließen sich auch nicht durch die schlimmen Verletzungen ihrer beiden Mitspielerinnen aus dem Konzept bringen.Freiburg hat wohl nicht damit gerechnet das Hoffenheim frech mitspielt und sich so einige Chancen kreieren konnten.An dieser Stelle von mir gute Besserung an die beiden Hoffenheimer Spielerinnen,mögen sie bald wieder auf dem Platz stehen und ihrer Mannschaft helfen können.

    Insgesamt gesehen war der Freiburger Sieg zwar sehr glücklich,aber nicht unverdient,da Freiburg doch mehr Chancen herausspielen konnte.Eines hat dieses Spiel aber wieder deutlich gezeigt,über welchen Willen und Moral die Freiburger Spielerinnen verfügen um solch enge Spiele noch für sich entscheiden zu können.Für den neutralen Zuschauer war es ein sehr unterhaltsames Spiel,für den vereinsbelasteten Zuschauer aber mehr zum Haare raufen.

    @ scf-fan

    Die zweite Mannschaft der SC Frauen verfolge ich nicht so intensiv,war aber sehr überrascht,als ich zu Beginn der Saison den Kader etwas genauer betrachtet habe.Auffällig ist,dass er sehr dünn besetzt ist und mit nur einer etatmäßigen Torhüterin an den Start ging.

    Die Aussagen von Vereinsseite zum Saisonziel der zweiten Mannschaft sind aus meiner Sicht auch etwas widersprüchlich.Einerseits sagte man,dass man versuchen will die Mannschaft für die eingleisige Liga zu qualifizieren,andererseits war auch schon zu vernehmen,dass man es nimmt wie es kommt und ein Abstieg wohl Kauf nimmt.Ich vermute aber,dass man nötigen falls Spielerinnen aus der ersten Mannschaft einsetzt um sich doch für die neue Liga zu qualifizieren.Minge und Bühl wären solche Spielerinnen die man für ein oder zwei Spiele in der Zweiten einsetzen könnte um das Ziel zu erreichen,oder auch Schöne und Starke nach ihren Verletzungen,um ihnen für ein oder zwei Einsätze in der Zweiten wieder Spielpraxis zu geben.

    (1)
  • adipreissler sagt:

    @SCF Klausi
    So einfach ist das nicht, mal eben ein paar Spielerinnen aus der 1. Mannschaft in der 2. Mannschaft einsetzen. Bühl und Minge z.B. sind derzeit als Stammspielerinnen von Freiburg I für Freiburg II nicht spielberechtigt. Da muß man sie schon ein paar Wochen oder Monate auf der Bank sitzen lassen, ehe das wieder geht.

    (0)
  • Zaunreiter sagt:

    Leben heißt Veränderung. Stillstand bedeutet Rückschritt, während sich andere verändern.
    Ich möchte nicht in das Gejammer hier mit einstimmen.
    Wir wollten doch alle mehr Professionalisierung im FF haben. Auf dem Weg dahin gibt es nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen. Wenn zu diesen Tiefen gehört, dass die eine oder andere Zweitvertretung eines Bundesligavereines wieder absteigen muss, oder auch Montagsspiele stattfinden, damit auch der FF mehr im Fernsehen gezeigt wird, nehme ich das in Kauf. Nicht in Kauf nehme ich die digitale Armut in Deutschland, wenn ich mit meinem ganzen Geraffel zur Telekom wechseln müsste, nur damit ich auf Telekom-Sports – also pay-tv für im Prinzip billiges Geld – mir Fußball anschauen kann.
    Übrigens, die Zweitligavertretung des SC Freiburg hat mich überzeugt beim hiesigen Gastspiel. Wie ich damals schon schrieb, da waren Spielerinnen dabei, die eigentlich in die Erste gehören.

    (0)
  • exLev sagt:

    Hat Doorsoun in dieser Spielzeit für Essen denn überhaupt im linken Mittelfeld gespielt?
    Ramona Petzelberger wünsche ich sehr dass sie bald wieder eingreifen kann,Alternativen sind immer gut wenn man sie hat.

    (1)
  • enthusio sagt:

    @exLev:

    Nein, hat sie nicht. Sie würde aber auf dieser Position mehr bewirken als in der Innenverteidigung. Das hat sie ja in der letzten Saison bewiesen.

    (1)

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