WM-Quali: Historische Pleite für DFB-Frauen

Von am 20. Oktober 2017 – 18.18 Uhr 84 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat in der Qualifikation zur Frauenfußball-WM 2019 gegen Island zum ersten Mal seit fast 20 Jahren ein Spiel verloren. Doch der späte Anschlusstreffer von Debütantin Lea Schüller könnte im weiteren Verlauf noch wichtig werden.

Island jubelt, Deutschland trauert

Die DFB-Elf ging in der WM-Quali zum ersten Mal seit 19 Jahren als Verlierer vom Platz © imago / Jan Hübner

In Wiesbaden setzte es für die DFB-Elf vor 4.292 Zuschauern eine verdienten 2:3 (1:1)-Niederlage, die sogar noch höher hätte ausfallen können. Dagný Brynjarsdóttir brachte die Gäste nach einem Fehler von DFB-Torhüterin Laura Benkarth in Führung (15.), Alex Popp gelang per Kopf kurz vor der Pause der Ausgleich (42.).

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Ex-Bayern-Soielerin Brynjarsdóttir trifft doppelt

Kurz nach Wiederanpfiff brachte Elin Metta Jensen die Isländerinnen erneut in Führung (47.), erneut Brynjarsdóttir schraubte das Ergebnis in die Höhe (58.). Kurz vor Spielende gelang der eingewechselten Lea Schüller in ihrem ersten Länderspiel das 2:3 (88.). Doch das verhinderte nicht die erste Niederlage der DFB-Elf in der WM-Qualifikation seit dem 17. Juni 1998. Damals gab es in Norwegen eine 2:3-Niederlage.

Jones sauer auf ihr Team

Eine wütende Bundestrainerin Steffi Jones erklärte: „Es kann nicht sein, dass wir uns mit so einfachen Mitteln schlagen lassen. Wir wussten, was Island kann und wir haben nur 15 Minuten richtig dagegengehalten und ein Stück weit gezeigt, dass wir Deutschland sind. Das ist mir zu wenig. Man konnte klar sehen, dass Island wollte. Wenn wir nicht dagegenhalten, sind wir Verlierer. Wir müssen unsere Einstellung ändern und Gras fressen, sonst werden wir lange brauchen, in die Erfolgsspur zurückzukommen.“

WM-Quali in Gefahr

Die DFB-Elf wird sich im weiteren Verlauf der WM-Qualifikation gewaltig steigern müssen. Denn nur die Sieger der sieben Qualigruppen qualifizieren sich direkt für die WM-Endrunde. Nur die vier besten Gruppenzweiten erhalten die Chancen, sich über Playoffs einen Startplatz zu sichern. Bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich, so dass der späte Treffer von Schüller noch Bedeutung gewinnen könnte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

84 Kommentare »

  • bale sagt:

    HUH HUH HUH

    (31)
  • Fan2 sagt:

    Zunächst einmal Glückwunsch an Island! Die haben es sich verdient und werden vermutlich damit den Grundstein dafür gelegt haben, sich für die WM zu qualifizieren!

    @SCF-Fan: Ich denke schon, dass Kemme und Popp schon noch zu den besseren gehörten.
    Generell wäre die gesamte Defensive auszutauschen, das war heute eine absolut desolate Vorstellung. 3 Tore daheim sprechen eine mehr als deutliche Sprache! Auch Goeßling und Leupolz waren vollkommen deplatziert!

    Wie es aussehen kann, wenn Jones mal auf die richtigen Leute setzen würde, konnte man dann sehen, als Jones eher aus Verzweiflung Schüller gebracht hat, die nicht einmal 10 Minuten brauchte, um das zu schaffen, was Deutschland in den ganzen 89 Minuten vorher nicht gelungen ist – genau richtig stehen, saubere Ballannahme und -mitnahme, durchsetzen im Laufzweikampf und eiskalt eingeschoben.

    Ich weiß nicht, was das ganze Gerede von Erfahrung immer soll, wenn das Küken schlechthin (4 Jahre jünger als jede andere N11-Spielerin) diejenige ist, die selbstbewusst vorangeht und Verantwortung übernimmt.

    Wie gesagt, ein Großteil des Teams sollte ausgetauscht werden und dafür Elsig, Siems, Fellhauer, Schöne, Simic, Gwinn, Bühl und Co. nominiert bzw. eingesetzt werden. Das Team, was aktuell spielt, ist das Team, dass die EM vergeigt hat, besonders die Wolfsburg-Fraktion: Peter, Blässe, Goeßling sollten endlich zurücktreten oder zurückgetreten werden, Laudehr ist ebenfalls Meilen über ihrem Zenit. Eine Leupolz ist genauso außer Form wie eine Leonie Maier, beide sollten so schnell wie möglich nach Freiburg wechseln, das würde ihnen deutlich besser tun als die Münchener Trägheit.
    Und bei Hendrich, da reicht die Qualität einfach hinten und vorne nicht.

    Was auffällt, ist einfach, dass Deutschland keinerlei Kreativität, keinerlei Ideen hat. Vielleicht hat Jones die ja, aber dann erreicht sie die Spielerinnen damit nicht. Und da kann man nicht einfach bis zum St. Nimmerleinstag warten, bis da endlich mal ein Ruck durch die Mannschaft geht. Jones hat sie noch nie erreicht und wird sie auch nicht mehr erreichen, weder mit ihrer Kumpelart noch mit ihrer brachialen Art, die sie scheinbar mehr und mehr abruft, und die irgendwann letztlich nur zu einer Meuterei bzw. einem Ende mit Schrecken führen kann.

    Die ganze Aufgabe ist einfach um Längen zu groß für Jones. Je schneller sie zurücktritt, desto besser, denn dann kann man wenigstens noch etwas rumreißen und die WM-Quali so vllt doch noch schaffen. Mit Jones wird es auf Island keinen Sieg geben, wodurch man es maximal in die Lotterie der Playoffs schaffen wird.

    Dass wir überhaupt davon reden, dass Deutschland die WM verpassen könnte, ist schon eine Blamage ohne gleichen. Schon jetzt steht fest: Obwohl es eine Silvia Neid gab, schafft es Jones noch, diese um Längen zu schlagen, wenn es um die Frage der schlechtesten deutschen N11-Trainerin aller Zeiten geht. Ja, man kann vielleicht sogar sagen, der schlechtesten N11-Trainerin überhaupt, die jemals eine Fußballnation gesehen hat.

    (45)
  • balea sagt:

    Guter Kommentar von Fan2, auch wenn ich eine Simic noch nicht wieder in der N11 sehe – und nicht jeder gute Lauf einer Freiburgerin sie gleich für die N11 qualifiziert – das sah man auch bei einer Rauch etc, die erstmal ein wenig Konstanz in ihr Spiel bringen muss.
    Das Hauptproblem ist aber inzwischen eindeutig die Abwehr und diese ganze Spielweise einer Peter, die das Krahn/Bartusiak „Bollwerk“ mit ideenlosem und spielerisch völlig limitiertem Auftritten, die jeglichen Spielaufbau aktiv verhindert nahtlos fortsetzt. Wie häufig war man nicht in der Lage, den Ball aus den Reihen der IV überhaupt erst mal ein wenig nach vorn zu spielen? Unglaublich… Wenn davor dann auch noch eine Goeßling und Leupolz (wieso Leupolz??) vollkommen ausser Form das MF besetzen hat man gegen vorhersehbar spielende Isländer keine Chance. Die Gewinnerinnen sind sicher die eingewechselten, aber auch Demann und Elsig. Bei Popp bin ich sehr zwiegespalten. Sie hat zwar die Kampfkraft, die man gegen solche Gegner braucht (wie auch Kemme), aber mit ihrem unsportlichen Ausfällen wird sie der Mannschaft nochmal schwer schaden. Für mich war das Foul, das nicht einmal mit Gelb geahndet wurde eine Tätlichkeit und genauso so wird es auch mal ein Schiri bewerten.
    Das erste Tor ging sicher auf die Kappe von Benkarth, beim zweiten sehe ich Peter mindestens mit 50% beteiligt.

    Die deutsche FF N11 macht es gerade ganz stark den Holländern nach. Den Männern natürlich…

    (18)
  • Die Mannschaft sagt:

    And is anyone really surprised by this result? See, Steffi’s into her 16th game as head coach for Germany, and she doesn’t seem to know her best team or having a strategy at all. Why the hell didn’t Dallmann or Magull or both starting today for example? When they got on the pitch, Germany started to dominate the game and press Iceland back towards their own goal. But then I’ve got the feeling that Steffi’s biased towards the big clubs, and more interested in which clubs the players are playing for rather than form and skills. For example last year she genuinely thought that Peter, Blässe and Kerschowski (Wolfsburg) and Henning (bench slave for Lyon) was gonna work when they were exposed by numerous occasions by mediocre teams and players. I view Steffi as the female version of Roy Hodgson, and her project is gonna fail.

    Watching Peter captain this team today was a one way disaster, a horror show to watch. The defense struggled on every throw in ball by Iceland and Peter had two lethal passes who gave Iceland two good opportunities. Hendrich was great, showing which qualities a centerback on this level requires – fast, great passing, winning the ball high up at the pitch and passing it forward quickly – seriously if I wasn’t obsessed with this team, I wouldn’t have noticed Peter who was overshadowed by Hendrich today (and by Fischer all the time in Wolfsburg). And I’m not gonna talk all much about Elsig, but she’s a modern centerback that should play regular in the German nationalteam given her performances for Turbine Potsdam. Germany needs a leader in the back four like France have in Renard, England in Houghton and USA in Sauerbrunn who’s capable of every aspect of international elite football.

    Blässe’s a fast player, but leaves behind ocean of spaces when going forward that Hendrich had to cover leaving Peter isolated alone vulnerable. Problem with Blässe is that she can’t produce a single good pass to the box which could lead to a goal. I think she’s a nice player, but the right back position in Germany should always belong to Leonie Maier who’s been one of the consistently good performers for Germany the last tournaments at her familiar RB position.

    Steffi has an abundance of talent to take from, but doesn’t pick the right players or the right strategy to ever win a tournament for Germany. Which is shame, because Germany have many of my favourite women footballers and it would be boring if they didn’t qualify for the World Cup due to bad coaching.

    (17)
  • Karl sagt:

    So wie die heute gespielt haben plaediere ich dafuer Krahn, Barthusiak, Sasic und Behringer, sowie Neid zu reaktivieren, dann klappts vieleicht noch
    mit der WM Quali 😉

    (5)
  • micky sagt:

    Mich ärgert so sehr, dass SJ nach dem Spiel im Interview jegliche Verantwortung von sich weist und mit ausgestrecktem Finger auf ihre Spielerinnen zeigt. Pfui Teufel…erbärmlich !!! Die Mannschaft stellt immer noch der Trainer auf !! Warum wird die Defensive in den letzten Spielen immer wieder kritisiert ohne das sich was ändert?? Es ist für mich bitter den langsamen Niedergang von Babsi zu erleben (für mich war sie bei Turbine das Flagschiff schlechthin. CL Sieg, Pokalsiege, mehrere deutsche Meisterschaften und alles mit Babsi!!). Aber in der momentanen Form sollte man ihr keine Natiospiele mehr antun. Das hat sie nicht verdient! Genauso M. Leupolz. Sie ist eine begnadete Spielerin. Aber nach ihrer langen Verletzungspause war das heutige Spiel schlichtweg ein Verheizen ihrer Person. Alles in allem war die Mannschaft in der Startformation nicht optimal aufgestellt. Das erste Gegentor hat die Mannschaft zerbröseln lassen. Die Ratlosigkeit und Hilflosigkeit der scheinbar erfahrenen Spielerinnen war für mich erschreckend. Erreicht SJ ihre Spielerinnen nicht mehr? Wo sind die jungen Wilden von SCF, Turbine u.a.? Jeder hat eine zweite Chance verdient. Aber liebe Steffi Jones. Deine zweite Chance scheint mit dem heutigen Tage auch vertan!

    (65)
  • Beobachter sagt:

    Es ist schon sehr traurig, eine Nationaltrainerin im Interview direkt nach dem Spiel so über ihre Mannschaft reden zu hören. Vorwürfe an ihre Mannschaft und dann „Wir haben die Mannschaft bestens vorbereitet. Deswegen bin ich ja so sauer“ Tja, es ist aber nicht die erste Niederlage und es ist nicht die erste schlechte Leistung unter dem jetzigen Trainerteam. Denke sich da jede und jeder seinen Teil.

    (61)
  • xyz sagt:

    Ich denke das Experiment Jones/Högner sollte schnell beendet werden.

    (72)
  • JP sagt:

    Die Tendenz der EM setzt sich fort, und das Interview von Steffi Jones spricht Bände – über sie, nicht über das Team. Denn Phrasen wie „Gras fressen“ oder „gegenhalten“ haben vielleicht gerade noch in den 80ern des letzten Jahrhunderts geholfen, heute erwartet man etwas mehr von einem Trainer. Daß das Mittelfeld völlig konfus war, fast nie anspielbar, liegt auch an der Struktur, die Jones vorgeben muß. Sicher ist Leupolz außer Form, aber woher soll das nach der langen Verletzung auch kommen, zumal wenn es im Team sowieso nicht stimmt? Kaum zu glauben, daß die deutsche Frauen-Nationalmannschaft wirklich mal um die WM-Quali zittern muß…

    Am Rande: im Text steht, daß bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt. Das halte ich für unwahrscheinlich: im Männerfußball gilt die goldene Regel, daß in UEFA-Turnieren (CL-Gruppenphase, EM-Quali, EM-Gruppenphase) der direkte Vergleich erster Tiebreaker ist, in FIFA-Turnieren (WM-Quali, WM-Gruppenphase, Confed-Cup) aber die Tordiffernez vorgeht. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die FIFA das bei den Frauen anders macht.

    (19)
  • never-rest sagt:

    Der Absturz der N11 seit der desaströsen EM geht leider ungebremst weiter.Der FF entwickelt sich über all weiter – siehe Island -, nur bei uns steht die Zeit still. Zum wiederholten Mal ein uninspirierter Kick von einer Mannschaft ohne Stabilität und Struktur. Eine Spielidee ist für mich unter SJ nach wie vor nicht erkennbar. Wenn es ein Konzept geben sollte, kann die BT oder die Spielerinnen dieses offensichtlich nicht auf das Spielfeld bringen.

    Allein an dem Kader kann es nicht liegen. Aber ich verstehe nicht warum die BT auf Spielerinnen in der Startelf setzt, die nach ihren langen Verletzungspausen erst langsam wieder auf dem Weg zu ihrer alten Form sind (Leupolz)oder vielleicht auch nie wieder erreichen werden (Goeßling ?). Bei Leupolz hat die BT immerhin ein Einsehen gehabt, wenngleich erst reichlich spät. Warum eine schnelle und ballsichere MF Spielerin auf der Bank versauert ist mir ein Rätsel. Überhaupt ist ein schnelles Umschaltspiel in der N11 unbekannt. Da wird lieber in einem Einheits-Jogging-Tempo der Ball tausendmal quer und noch viel öfter zurück gepasst. Kein Wunder, wenn die BT allein auf Kampfkraft und Erfahrung setzt und Kreativ-Spielerinnen wie Magull und Dallmann erst in der letzten Viertelstunde rein geworfen werden, die auch mal einen gescheiten Pass in die Schnittstellen spielen oder sich im 1 gegen 1 durchsetzen können. Auch die aktuell in einem (kleinen ?) Formtief steckende und heute vollkommen wirkungslose Huth hätte die BT ruhig einmal z.B. gegen Kayikci austauschen können. Wie es gehen kann, hat die Einwechslung der frischen Schüller gezeigt.

    Wie von vielen befürchtet, ist die Beförderung von SJ zur Cheftrainerin wohl endgültig gescheitert.

    (42)
  • Volker sagt:

    Wer die letzten Bundesliga und CL Spiele gesehen hat weiß was unsere Spielerinnen können! Besonders von Wolfsburg oder Potsdam! Das ist alles was ich zu dem Kommentar von Frau Jones nach dem Spiel zu sagen habe. Die Nationalfrauschaft ist schon zur Zeit von S.Neid International überholt worden, darüber gibt es keinen Zweifel. Aber die anfängliche Euphorie für Steffi Jones ist zur bitteren Erkenntnis geworden. Die Isländerinnen wussten genau was Sie machen. Den Gegner hoch anlaufen, den Spielaufbau stören, mit einfachen langen Bällen die Abwehr überspielen. Dieser Trainer hat seine Hausaufgaben gemacht und kannte die Schwächen der deutschen Frauschaft genau. Er hat seine Spielerinnen hervorragend eingestellt. Diese Schwächen haben sich schon im ersten Testspiel unter Jones gezeigt, was aber auffällig wird das es nicht besser sondern schlechter geworden ist. Die Spielerinnen wirken verunsichert und Orientierungslos. So wirkte Laura Benkarth anfangs völlig überfordert,wohl auf Grund zahlloser oft haarsträubenden Rückpässen. Auch eine Kemme, die noch gegen Wolfsburg ein gutes Spiel gezeigt hat , viel Nichts ein als eine A.Popp zu suchen. Ich könnte die Reihe von Spielerinnen noch fortsetzten. Was ich sagen will ist das unsere BESTEN in dem „System“ von Frau Jones zu Anfängerinnen werden. Für mich wird es immer deutlicher das Frau Jones leider nicht die Qualifikation einer Bundestrainerin hat.

    (50)
  • JP sagt:

    In der Tat, direkter Vergleich vor Tordifferenz. Ich bin überrascht 🙂

    (6)
  • SCF Klausi sagt:

    Zum Spiel sag ich nur : ERBÄRMLICH !!!

    Zur Mannschaft : DESASTRÖS

    Bisher habe ich Jones noch eine Chance gegeben,jetzt nicht mehr.Da hilft nur eins,ein totaler Umbruch und alles auf Null,auch bei den Verantwortlichen des DFB.

    Neuer Trainer : Jens Scheuer

    Tor : Benkarth/ Schuldt

    Abwehr : Simon Fellhauer Schöne Lahr

    Mittelfeld : Magull Simic Dallmanm Doorsoun

    Offensive : Schüller Kayikci

    Als Alternativen : Anyomi Gwinn Bühl Siems R.Knaak Minge und all die anderen Jungen Wilden als erfahrene Spielerinnen noch Kemme Huth und Popp

    Ich weiss der Kader ist sehr Freiburg lastig,besonders die Abwehr.Man hat aber gerade in diesem Spiel wieder ganz gut gesehen,was eine frei zusammen gewürfelte Abwehrreihe bewirken kann.

    Die Freiburger Defensive ist auf den ersten Blick nicht die Creme de la Creme der deutschen Abwehrspielerinnen,aber im Verbund die stärkste rein deutsche Defensive im deutschen Frauenfußball und sie sind aufeinander eingespielt.

    Simic und Magull harmonieren im Mittelfeld immer besser zusammen und würden ein sehr kreatives Zentrum bilden,Magull mehr als Volstreckerin und Simic als Ballverteilerin.Dallman und Dorsoun würden die beiden ganz gut ergänzen.

    Kayikci tritt derzeit zwar weniger als Schützin in Erscheinung,reisst aber die Lücken für Magull und Bühl und legt auf sie ab.Gleiches könnte sie im Zusammmenspiel mit Schüller machen.

    Mit Scheuer als Trainer wäre diese Mannschaft auch taktisch sehr variabel und schwer auszurechnen.Zudem hätte diese Mannschaft Charakter und würde sich nach dem ersten Rückschlag nicht hängen lassen sondern an sich glauben und dem Gegner ihr Spiel aufzwängen.

    (-54)
  • edward sagt:

    Jones u. […] schaffen es wirklich die Neid um längen zu schlagen!Unglaublich was ich heute gesehen habe. Aber am 24.10 gegen Färöer-Inseln gewinnen wir 100:1!Dann ist doch unser Damenfußball wieder in Ordnung!!!…..falls nicht, übernehmen die ´Ehrlich Brothers´ das ganze
    und wir hätten eine WM Illosion.

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

    (2)
  • Die Mannschaft sagt:

    Nächstes Spiel:

    Schult

    Maier – Hendrich – Elsig – Simon (um sie gesund ist)

    Gössling – Kemme

    Laudehr – Dallmann – Magull

    Popp (c)

    (-12)
  • Fan2 sagt:

    @Volker: Zunächst einmal: Der Schein in der Bundesliga trügt. Die Bundesliga mag immer noch die ausgeglichenste sein, dennoch sind Kantersiege gegen Jena oder Hoffenheim oder auch in der CL gegen Madrid ohne jegliche Abwehrarbeit kein Maßstab. Weder Wolfsburg noch Potsdam hat zuletzt irgendein Spiel durch spielerische Mittel gewonnen, sondern im Wesentlichen durch Unzulänglichkeiten der Abwehrreihen anderer Teams. Das konnte man, weil man einfach vielen Teams in der Fitness noch weit überlegen ist.

    Zudem: Wer sind denn bitteschön bei Potsdam oder besonders bei Wolfsburg die tragenden Säulen? Eine der tragenden Säulen von Wolfsburg spielte beim Gegner, und das war Gunnarsdottir. Wolfsburg ist doch, um überhaupt irgendwo irgendwas zu reißen, mittlerweile doch von seinen ausländischen Stars abhängig, besonders im Mittelfeld mit Harder, Gunnarsdottir und Hansen. Und auch Peter in der Abwehr ist doch in Wolfsburg nicht die Abwehrchefin, sondern die Schwedin Nilla Fischer.
    Ähnlich ist es bei Potsdam zumindest im Mittelfeld mit Wälti und Kellond-Knight. Oder auch bei Bayern, wo gerade defensiv viel an Lewandowski und Wenninger hängt.

    Es liegt also auch am Spielerpersonal, bzw. an den Vereinen, die in den Leaderrollen fast nur noch auf ausländische Spielerinnen setzen.

    @SCF Klausi: Ich sehe die Mannschaft nicht notwendigerweise so Freiburg-lastig wie du. Klar, in einem 23er Kader würde ich mindestens 7-8 Freiburgerinnen sehen, wobei ich Lahr jetzt nicht so stark bisher wahrgenommen habe.
    Was aber deutlich wird, ist, dass der Umbruch groß sein muss. Die einzigen beiden Spielerinnen, die von den heutigen ersten 11 aktuell in die N11 gehören, sind meines Erachtens maximal Kemme und Popp, mehr nicht.

    Folgende 11, sofern gesund, würde ich aktuell als sinnvoll erachten:
    Schmitz – Fellhauer, Demann, Elsig – Bremer, Schöne, Dallmann, Simon – Magull – Popp, Schüller

    Als Alternativen von der Bank: Schlüter, Benkarth, Gwinn, Kemme, Bühl, Siems, Faißt, Simic, Marozsan, Doorsoun, Schiewe, Kayikci, Huth

    10x Freiburg, 5x Potsdam, 3x Essen, 1x Wolfsburg, 2x Bayern, 1x Sand, 1x ManCity und 1x Lyon.

    Aufbau aus einer sicheren Defensive heraus, Bremer und Simon haben die Flügel für sich, vorne mit zwei klassischen Neunern, dazwischen mit Magull eine kreative Spielerin mit viel Freiraum, und das ganze flexibel in der taktischen Anpassung. Auf beiden Seiten (Simon/Faißt bzw. Siems/Bremer/Gwinn) hat man offensive und defensive Varianten, das ganze kann durch die Hinausnahme einer IV schnell in eine 4er-Kette verwandelt werden, vorne kann man auf 3 Stürmerinnen umstellen, wie es gerade für den Gegner sinnvoll und notwendig ist.

    Das wichtigste aber ist: Das Team mag vielleicht nicht die allergrößte Qualität haben, aber hat einen inneren Antrieb und kann sich motivieren. Das funktioniert aber nur mit einem richtigen Trainer, wie Scheuer aktuell in Freiburg. Wobei ich ihn nicht für diese Aufgabe gemacht sehe, wie ich generell keinen Trainer aus der Bundesliga für das Amt eines Nationaltrainers berufen sehe, weder bei den Frauen noch bei den Männern.
    Der richtige Trainer in diesem Fall ist für mich Ralf Peter, der deutsche Juniorinnen-N11-Guru, den man schleunigst zurückholen sollte. Er kennt viele der Spielerinnen noch aus der Jugend, hat sie damals zum DFB geholt und zu Juniorinnen-Europameistern gemacht. Wenn es einen gibt, der weiß, wie man innerhalb einer N11 arbeiten muss, noch dazu mit Frauen, dann er, auch wenn er schon alt ist.

    Was Jones betrifft: Hier zeigt sich das Bild einer vollkommen überforderten Trainerin, die alle und jeden kritisiert, bloß nicht sich selbst. Diese Selbstherrlichkeit hat schon Silvia Neid ausgestrahlt. Bei den Männern würde das niemand mit sich machen lassen als Spieler, was Jones heute gemacht hat. Und letztlich kann ich mir das eigentlich auch bei den Frauen nicht vorstellen.

    Jones sollte sich mal fragen, warum die Spielerinnen ihren Plan nicht umsetzen. Schön und gut, dass sie einen hat, aber was nützt dir das, wenn du die Spielerinnen anscheinend nicht mehr erreichst. Du hast wirklich das Gefühl, die Spielerinnen sind, sobald sie bei der N11 spielen, komplett eingeschüchtert, woran Steffi Jones einen großen Anteil zu haben scheint. Nach dem heutigen Auftritt hat sie mal bewiesen, dass sie neben dem Sportlichen auch menschlich nicht die Qualifikation einer Trainerin mitbringt. Solange sie Trainerin ist, würde ich meine Kinder jedenfalls nicht mehr zur N11 schicken, weil sie sich das echt nicht antun müssen.

    (19)
  • Fan2 sagt:

    Mittlerweile ist die Mannschaft meines Erachtens so verunsichert, dass selbst eine Mannschaft wie die Färöer-Inseln auf einmal nicht mehr vollkommen chancenlos erscheint. Die Frage ist nur noch: Wie lange hält der DFB an Steffi Jones in der Hoffnung, dass sie die Kurve noch bekommt und man nicht eingestehen muss, dass diese Besetzung eine absolute Fehlbesetzung war, fest, bevor dann die Reißlinie gezogen wird, weil die WM-Quali in immer ernsthaftere Gefahr gerät?
    Wir sollten nicht vergessen: Auch Tschechien war nahe dran am Punktgewinn, auch da wird das Rückspiel noch ein schwerer Gang.

    (29)
  • Tomasz sagt:

    Wer denke kann 5 Piepe wissen von Anfang an was, wird passiere.Also latürnich wie, immer praktisch alle hir.
    Und jetzt arbeite schon wieder hart in Gehirn.

    (-27)
  • vikkybummsy sagt:

    ..und am Dienstag lauert mit den Färöer Inseln schon der nächste Angstgegner..

    (31)
  • Gerd karl sagt:

    Als Trainerin stellt man sich nach einer Niederlage vor die Mannschaft.
    Das hat Steffi Jones nicht getan.
    Eine schlechte Startaufstellung und eine schlechte Taktik ist die Schuld der Trainerin.

    Ralf Kellermann übernehmen sie

    (0)
  • balea sagt:

    Alternative Aufstellungen zu diskutieren ist zwar etwas brotlos, aber meine 5Cents dazu: Weder Doorsun noch Faißt haben mich in der Vergangenheit wirklich besonders überzeugt, auch wenn sie mal gute Partien abgeliefert haben. Und eine Simic, die vielleicht jetzt 5 gute Partien in den letzten 2 Jahren gezeigt hat, ich weiss nicht…
    Es ist ja nett, eine Siems schon gleich in die N11 befördern zu wollen – aber das ist einfach zu früh, zumindest für mehr als „Schnuppereinsätze“. Genauso hätte dann eine Chmielinski das Recht als Hoffnungsträgerin im MF betrachtet zu werden. Eine Rauch hat eine tolle Saison gespielt, ein Spitzendebut in der N11 gegeben und ist dann erstmal weggeknickt. Es gibt viele junge „Wilde“ und ich könnte mir vorstellen, dass eine Ehegötz einen ähnlich furiosen Lauf wie Schüller hingelegt hätte – aber das löst nicht das dauerhafte Problem im Team.

    Es würde vermtl reichen, erstmal erkennbare Schwachstellen mit erfahrenem Personal auszutauschen und eine Peter und Goeßling mit vielem Dank für ihr Geleistetes in Wolfsburg zu lassen, auch einige Müncherinnen wie Leupolz und Maier Zeit zum Formaufbau zu geben und sich damit abzufinden, dass es zZ einfach nicht die überragenden internationalen Spielerinnen gibt und man deswegen erstmal kleinere Brötchen backen sollte. Eine Marozsan, die gelegentlich ihre angebliche Weltklasse zeigt, wird es auch nicht reissen.

    Gunnarsdottir ist in WOB doch nun auch nicht der grosse Knaller, wie oft wurde hier schon über sie gemeckert. Aber im isländischen Team passt das schon…
    Deswegen sollte man ein Team um Ideen wie Power, Kampf, technische Fähigkeiten und Spielwitz gemischt aufbauen, nicht nach Namen oder Ruhm und Ehre. Da können dann immer wieder junge Wilde nach guter Form und auf „kurzem“ Weg in die Mannschaft rutschen. Genauso gibt es einen Pool an Erfahrung, auf den man zurückgreifen greifen. Namen lasse ich bewusst weg – denn ich kann diese Stellungnahmen vom Trainerstab oder den Medien einfach nicht mehr hören ala: „Endlich ist Popp wieder zurück“ (Tausche gegen Maroszan, Laudehr, Neid, Fischer, Angerer, Celia oder wasweissich).

    Die N11 braucht zuerst einen kompletten mentalen Reset. Ob das mit dem jetzigen Apparat von Trainer und DFB möglich ist? Ich habe Zweifel.

    (33)
  • FFFan sagt:

    @ Fan2:
    „Wie lange hält der DFB an Steffi Jones in der Hoffnung (…) fest, bevor dann die Reißlinie gezogen wird, weil die WM-Quali in immer ernsthaftere Gefahr gerät?“

    Ich denke, dass die Tage von Steffi Jones als Bundestrainerin gezählt sind. Habt ihr gehört, was H.Ratzeburg S.Neid nach dem Spiel zugeraunt hat: „Steffi kann es nicht. Du musst es wieder machen!“ 😉
    Im Ernst: Silvia Neid als Interimstrainerin, bis ein neues Trainerteam gefunden ist – das wäre vielleicht nicht einmal die schlechteste Lösung. Schauen wir mal, wie es weitergeht. Am Dienstag droht ja schon die nächste Blamage!

    (0)
  • enthusio sagt:

    Um nicht ganz depressiv zu werden nach diesem Spiel hier mal etwas Positives:
    Ich fand Dallmann und Schüller sehr erfrischend.

    (23)
  • Pauline sagt:

    Aufstellung
    Tor: Schult
    Abwehr: Schmidt/Peter/Elsig/Simon(Kemme)
    Mittelfeld: Huht(Petermann)/Magull/Marozsan/Dallmann(Faist)Demann(Bremer)
    Sturm: Lindner/Schüller/Kayikci/Popp

    (-11)
  • strike sagt:

    Alles nicht so einfach! Viele Ausländer in der Liga, Jena und Hoffenheim verantwortlich machen ist doch Quatsch, da spielen junge Deutsche Mädels und können später dann zu Bayern oder Wolfsburg. In den anderen Ligen gibt es schlechtere Teams.
    Trainer ohne Erfahrung machen Fehler, nur alles auf die Mannschaft zu schieben ist schwach. Die Natio ist auch Essen lastig und die haben zum Beispiel gegen Hoffenheim verloren . Bei Bayern bauen die Stars im Moment eher ab, Mayer, Däbritz usw. sind nur noch Schatten …..! Wie gesagt “ Alles nicht so einfach“ Was klar ist der DEUTSCHE FRAUENFU?BALL WIRD EINEN SCHADEN ERLEIDEN UND FANS VERLIEREN 1

    (14)
  • Fan 7 sagt:

    Die Liga wird so oft beobachtet/gesichtet, wie können dann solche Nominierungen entstehen ? Natürlich ziehen die Freiburgerinnen viel Aufmerksamkeit auf sich, aber auch kleinere Vereine haben immer 1/2 Ausnahmespielerin in ihren Reihen. Sei es bei Hoffenheim eine Sharon Beck oder bei Frankfurt eine Marith Preießen.Wenn wir so weiterspielen wird ein ausscheiden nicht mehr veränderbar sein.

    (-1)
  • holly sagt:

    es gibt auch positves von dem spiel. zum glück hat das zdf uns schonrednerin fr.neumann erspart.

    gestern stand keine spielerin auf dem platz die es verdient hätte dort zu stehen.
    selbst von spielerinnen die sind für ihre zweikämpfe bekannt sind war nichts zu sehen(kemme, popp oder gösling)

    das sie bundestrainerin hinterher die mannschaft öffentlich bloßstellt sehe ich nicht so.
    wer ahnung vom fussball hat, hat in den 90 minuten schon gesehen das unsere mannschaft die zweikämpfe zu keiner zeit angenommen hat.

    entweder wollen die spielerinnen der bt nicht folgen, oder mittlerweile verdienen die n11 spielerinnen so gut das sie sich es leisten können bei der n11 im schongang zu spielen.

    sehe die wm quali noch garnicht in gefahr. erstmal abwarten wie tschechien am dienstag gegen island spielt.

    und das rückspiel gegen island ist nächstes jahr ende august anfang september. also noch genung zeit um eine funktionierde mannschaft aufzustellen.

    ist es aber schon komisch, wenn die n11 gewinnt schreibt keiner was, aber wenn sie verlieren dann fühlen sich alle rumnörgler gleich auf den plan gerufen.
    wenn ihr lieblingsverein verliert kommt von den auch nichts.

    (-20)
  • Beobachter sagt:

    Am Dienstag wird wieder alles gut sein, denn da gewinnt Deutschland deutlich. Dann dürfen Spielerinnen, Trainerteam und DFB-Verantwortliche weiter träumen.
    Nach dem Spiel gegen Frankreich am 24. November wird klarer sein, wie es wirklich um die N11 steht.

    (21)
  • Pauline Leon sagt:

    zum insgesamt nicht mehr rosigen bild der frauen passt ja wie faust ins gesicht, das der dfb jetzt 14 millionen zurückzahlen muß und herr bierhoff […] zum führer des GANZEN projekts auserkoren wurde. DER weiß sicher, wo noch geld für die männer (wm immerhin schon bald!) aufzutreiben ist. der luxus, den die linda noch vor der em so herzlichst bestaunte, wird vergangenheit bleiben. dafür wird das retro-dynamische duo grindel/bierhoff schon sorgen. und wenn steffi am dienstag nicht mindestens 15:0 gegen die 50 fussball spielenden frauen der färoer gewinnt, wars das sowieso. aber, wie ich schon mutmaßte, die qualifikation bleib spannend und die steinzeit rückt wieder ein stückchen näher…

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

    (-2)
  • Pauline Leon sagt:

    …ach so, wenn schon trainer/innenvorschläge, dann bitte auch natürlich die hochverehrte INKA GRNGS.

    (12)
  • cosinus sagt:

    Glückwunsch an Island zum verdienten Sieg.
    Genau wie gegen Dänemark bei der EM ! Wann wird endlich mal wieder nach Leistung aufgestellt ? Für einige ist die N11 eine wohlfüroase!Gerade die Bayern Spielerinnen sind meilenweit von ihrer Form entfernt!Wie kann man eine Magul auf der Bank lassen?
    Der Ball ist der schnellste Mitspieler, muß man einigen Spielerinnen ins Gedechnis (Laudehr, Gössling usw.)rufen.
    Schade-ich hatte mich auf ein gutes Spiel gefreut- leider war dies
    Island.

    (19)
  • pinkpanther sagt:

    @MJ: Danke für den Link! Damit ist wenigstens die Ausgangslage fürs Rückspiel klar, sollte es tatsächlich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen von Deutschland und Island um den Gruppensieg kommen.
    Nach den gezeigten Leistungen von gestern ist allerdings zu befürchten, dass D beim Rückspiel bereits abgehängt ist. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, dass D in einem knappen Jahr (1.9.18) eine Mannschaft aufs Feld schicken kann, die in der Lage ist einen 2-Tore Vorsprung herauszuspielen.

    (9)
  • Detlef sagt:

    Tja, eine „historische Pleite“, das kann man wohl wahrlich sagen!!!
    Es ist jetzt wohl leider nicht mehr von der Hand zu weisen, daß Deutschland immer mehr von seiner historischen Reputation verliert!!!

    Und ja, an diesem Ast hatte schon die Bundesgöttin kräftig gesägt, und von ihr hat Steffi Jones sich so einiges abgeschaut!!!
    Wie zB auch das Nominieren ohne Leistungsnachweis, nur dem Namen und der Nase nach!!!
    Man stellt sie sogar in die Startformation, und läßt dafür die auf der Bank, die diesen Nachweis zuletzt erbracht haben!!!

    Laudehr, Goessling und Leupolz hätten zuerst mal in ihren Vereinen sich das Rüstzeug und das Selbstvertrauen holen sollen, um auch in der N11 glänzen zu können!!!

    Maier ist zudem schon seit einer Ewigkeit völlig außer Form, und saß in München zuletzt nur noch auf der Bank!!!
    Und wieso läßt man eine BABETT PETER mit einer Maske spielen, obwohl mit JOJO ELSIG eine mindestens gleichwertige IV auf der Bank sitzt???

    Laura Benkarth hat gestern die Chance verspielt, sich weiter ins Gespräch für höhere Weihen zu bringen!!!
    Ihre Klopse hätte zwar auch einer Almuth Schult sehr gut zu Gesicht gestanden, doch leider hat die (warum auch immer) noch die Nase vorn!!!

    Um es vorwegzunehmen, auch ich bin sehr erschüttert darüber, daß Steffi Jones nun zuerst mit dem Finger auf die von ihr selbst ausgewählten Spielerinnen zeigt!!!
    Das sorgt, bei allem Frust und aller Enttäuschung nun auch nicht gerade dafür, Vertrauen wiederzuerlangen!!!
    Ich hätte Steffi absolut nicht so eingeschätzt, daß sie so völlig abgehoben und von oben herab, eben wie die Bundesgöttin, so völlig ohne Selbstreflektion sich ein Urteil bildet!!!

    Andererseits darf man die Spielerinnen aber auch nicht aus der Verantwortung lassen!!!
    Alles auf das Trainerteam abzuwälzen ist mir dann auch zu einfach gedacht, quasi den schnellen Sündenbock zu finden!!!
    Denn da stand schon Qualität und auch Erfahrung auf dem Platz!!!

    Alex Popp hat mir zumindest dafür recht gut gefallen, daß sie ebenfalls lange pausiert hatte!!!
    Sie hat den Einsatz gezeigt, den man von ihr gewohnt ist, und ein wunderschönes Tor erzielt, und einen Ball an die Latte geknallt!!!

    TABBI KEMME hat das gezeigt was sie im Moment kann!!!
    Sie war technisch noch nie die Stärkste, und kommt (auch in Potsdam) hauptsächlich über den Kampf und ihre Zweikampfstärke!!!
    Sie hat gestern einige sehr gute Flankenbälle geschlagen,…bitte TABBI, mehr davon auch bei TURBINE!!! 😉

    SVENJA HUTH hat ebenfalls im Rahmen ihrer Möglichkeiten gespielt!!!
    Ich würde nicht sagen, daß sie in einer Formkrise ist!!!
    Ihre Rolle in der Natio ist eben nicht die Gleiche wie in Potsdam!!!
    Dort lebt sie von den guten Bällen aus dem MF, von LIA WÄLTI oder KAYKAY, oder von gut getimten Bällen aus der Abwehr, von CARO SIEMS, AMANDA ILESTEDT oder JOJO ELSIG!!!
    In der Natio sind solche guten Zuspiele sehr selten, gestern tendierten sie quasi gegen Null!!!
    Außerdem zeigten ihr die Isländerinnen, daß auch sie sehr schnelle Spielerinnen haben!!!
    In der Buli läuft SVENJA dagegen fast jeder Gegenspielerin davon!!!
    Hohe Anspiele, wie gestern mehrfach praktiziert, sind meistens sinnlos, führten aber immerhin zu dem Assist für den wunderschönen Treffer von LEA Schüller!!! 🙂
    An einer Sache muß SVENJA allerdings noch ganz stark arbeiten, sowohl in der Natio, als auch im Verein!!!
    Ihre Paßgenauigkeit läßt leider sehr zu wünschen übrig!!!
    Hier könnte sie noch für viel mehr Gefahr sorgen, wenn ihre Zuspiele die nötige Präzision bekommen würden!!!

    Was passiert nun weiter mit der Natio und ihrem Trainerteam???
    Zieht man beim DFB so kurz vor der WM doch noch die Reißleine???
    Oder sagt man eher, „Augen zu und durch“???
    Ein mögliches Scheitern an der WM-Quali, und sei es auch nur der direkte Weg dorthin, sollte die Verantwortlichen zum Handeln zwingen!!!

    Aber dann müßten sie natürlich auch ihr eigenes Handeln auf den Prüfstein und in Frage stellen!!!
    Denn sie hatten ja entschieden, daß Steffi Jones und Markus Högner nach der katastrophalen EM-Endrunde weiter machen dürfen!!!

    (11)
  • Jochen-or sagt:

    Meine alte Leier!
    Wir haben aktuell keine Spielerinnen von internationaler Klasse und sollten auf noch dürftigere Jahre eingestellt sein als zuvor unter Neid, wo mit viel Massel sogar Titel erstolpert wurden.

    Tatsächlich kann man jetzt allenfalls einen Neuaufbau mit jungen Spielerinnen versuchen.
    Da sind weltweit derzeit sicherlich 10 Mannschaften mit besseren Spielerinnen bestückt.

    Jones sollte froh sein, dass es nicht schon zur Halbzeit 1-4 stand.
    Leeres Tor nicht gefunden, freistehend den Ball nicht mit dem Kopf getroffen und frei aus 10 m daneben geschossen.
    Dazu noch mehrere chaotische Strafraumsituationen vor und nach der Pause.

    Eine schmeichelhaft knappe Niederlage, die noch Hoffnung für das Rückspiel lässt – auch Dank des glücklichen Sieges gegen die Tschechei.

    Auch als Turbinefan: Wie kann man erhoffen, dass ein Sturm, der sich nicht gegen Bremen durchsetzt, sich international bewährt.

    Freiburg und Essen waren mit jungen deutschen Spielerinnen erfolgreich. Deshalb gehören Hoffnungsträger wie Magull, Dallmann und Co.in die Startelf – selbst wenn es mit denen nicht klappt.
    Die haben noch Entwicklungspotential und sind fomstark.

    Gute Abwehrspielerinnen kann ich derzeit nicht erkennen.
    Vielleicht Elsig mit dem überragenden Kopfballspiel, wenn auch nicht sehr schnell. Gestern hat das bei den langen Einwürfen gefehlt.
    So was muss die Trainerin vor dem Spiel sehen!

    Aber allein deshalb kann es bei der WM 19 kaum was werden, auch wenn man es noch schaffen sollte.

    Schlimmer als gegen die Tschechei und Island geht es aber nimmer.

    (38)
  • Ludwig sagt:

    Einerseits finde ich, dass Steffi Jones durchaus auch Grund hat, auf einige Spielerinnen sauer zu sein. Wenn Zweikämpfe nicht aggressiv genug angegangen werden oder Benkarth den Ball zugespielt bekommt und der Rest der Mannschaft herumsteht und darauf wartet, was sie jetzt wohl damit macht, dann geht das einfach nicht. Da gebe ich Detlef Recht, wenn er meint, dass es zu einfach ist, die Schuld nur bei den Trainern zu suchen. Die zweite Situation, in der Benkarth schlecht aussah, lag nach meiner Ansicht eher an dem katastrophalen Rückpass.

    Andererseits fehlt mir wohl die nötige Reife, nachzuvollziehen, wie man kreativen Offensivfussball spielen will, wenn man die Kreativabteilung auf der Bank lässt. Ich kann mich nicht erinnern, hier schon mal auf eine Spielerin gezeigt zu haben, weil ich der Ansicht war, dass sie schlecht gespielt hat. So eine Kritik vom bequemen Sofa aus ist mir normalerweise zu blöd. Aber nachdem ich mitbekommen habe, dass Leupolz nominiert worden ist, habe ich befürchtet, dass sie auch spielt. (Sie war mal eine ganz gute Fussballerin und hat sich in München zu einer Treterin entwickelt. Fällt nur noch durch Fouls auf. So ganz nebenbei: Die einzige, die sich in München offenbar noch mal etwas entwickelt hat, scheint Behringer zu sein.) Und als dann klar war, dass weder Magull noch Dallmann in der Startelf stehen, war ich kurz davor, den Fernseher auszumachen, bevor das Spiel begonnen hat. Aber dann war ich neugierig auf Island und habe bis zum Ende geschaut.

    Ob jetzt 16 – 18jährige in der Lage sind, das Ruder herumzureißen, bezweifle ich. Es liegt auch nicht daran, dass internationale Topspielerinnen fehlen. Gegen ein gute Mannschaftsleistung haben Topspieler auf Dauer keine Chance. Ich sehe im Augenblick 3 große Baustellen:
    1. Nach wie vor die Innenverteidigung, aber da auch die Bindung zum defensiven Mittelfeld. Wenn klar ist, dass die Gegnerinnen früh angreifen, kann man die beiden da nicht mit der Torhüterin alleine lassen. Auch wenn Galeske der Meinung ist, dass Leupolz in einer Situation zu weit nach hinten musste. Nee, sie war da zu selten.
    2. Der Kopf bzw. die Köpfe scheinen immer noch nicht frei zu sein von der EM.
    3. Das Konzept erscheint mir – von außen betrachtet und deshalb mit Vorsicht zu genießen – entweder zu konfus oder vom Trainerstab nicht ausreichend vermittelbar.

    (25)
  • Fan2 sagt:

    @Ludwig: Es ist schon klar, dass natürlich die Spielerin auch Schuld an diesem Spiel haben, weil sie einfach grottenschlecht gespielt haben. Das bestreitet keiner. Doch auch hier muss doch gefragt werden, ob es nicht vielleicht die Trainerin ist, die die Spielerinnen blockiert.
    Beispiel: Das Experiment mit Maier auf der linken Seite wurde schon unter Neid ausprobiert und gezeigt, dass es keine gute Idee war. Dennoch stellt Jones Maier wieder dort auf. Das ist schon ein bisschen so, wie wenn man Robben auf die linke Seite stellt, da weißt du schon vorher, dass das in die Hose gehen wird.
    Gleichzeitig ist doch auch die Frage, ob Jones‘ Ideen nicht vollkommen an den Spielerinnen vorbeigehen. Erreicht sie die Spielerinnen wirklich noch? Zudem: Wenn sie ihre Spielerinnen nach dem Spiel derart öffentlich zur Sau macht, wird das das Selbstbewusstsein nicht stärken, sondern das Spiel der Deutschen nur noch schwächer machen, weil jede Spielerin mit der Angst vor den Fehlern, die aktuell schon übersichtbar ist und die ihrerseits zu Fehlern führt, auf den Platz geht.

    Und wenn das passiert, dann geht keine Spielerin mehr entschlossen zum Ball, sondern kommt eben immer den entscheidenden Schritt zu spät, dann wird mal eben nicht schnell und mutig gespielt, was diese Mannschaft durchaus drauf hätte, dann wird nicht vorausschauend gedacht, weil alle Gedanken von der lähmenden Angst besetzt werden.

    Und dann wird jedes Spiel zum Gleichnis vor dem Kaninchen vor der Schlange, selbst, wenn man sich diese Schlange nur einbildet und sie in Wahrheit ein Eichhörnchen ist.
    Wo bis zur EM die Selbstgenügsamkeit und Selbstverliebtheit das Spiel unter Jones (und auch unter Neid schon) bestimmt und gelähmt hat, lähmt jetzt die Angst des (erneuten) Versagens. Der Grad dazwischen ist sehr gering.

    Aber er ist da. Das ist ja gerade die Crux! Eine 19-jährige war in der Lage, das Ruder rumzureißen. Erstes Länderspiel, 10 Minuten auf dem Platz, selbstbewusstes Auftreten und ein Tor, als wäre es das einfachste und normalste von der Welt. Wer es mit 19 Jahren und gerade mal 10 Minuten Einsatzzeit schafft, die präsenteste Person auf dem Platz zu sein, ist entweder ein herausragendes Talent oder aber zeigt, wie desolat der Rest der Mannschaft war!

    (20)
  • Die Mannschaft sagt:

    I think DFB has to stop the collaboration with Steffi Jones and Högner to save this mess of a national team.

    (21)
  • Nina sagt:

    Das Grundproblem liegt doch im normalen Alltag, schaut euch doch mal die Regionalliga oder zweite Liga an, das kann man sich kaum anschauen!
    Was vor 10 Jahren ein schlechtes Regionalliga Spiel war ist heute ein gutes Bundesligaspiel.
    Es muss ein komplettes Umdenken stattfinden, bereits in den Verein und auswahlmannschaften.
    Es darf nicht mehr das wichtigste sein, das die Frisur toll aussieht, der Nagellack zum Trikot passt und man möglichst cool rüber kommt.

    (4)
  • F.B. sagt:

    @Detlef: Vielen Dank für deinen sehr differenzierten Beitrag in einer doch ziemlich überhitzten Debatte.
    Was mich gerade am meisten stört, sind Schreibende, die am liebsten die gesamte Nationalmannschaft mit Spielerinnen aus Freiburg und Essen besetzen würden. Frei nach dem Motto: Nur wer unbelastet ist, d.h. keine NM-Erfahrung hat, kann uns jetzt noch retten. Das führt dann dazu, dass man sogar nach einer Julia Simic ruft, die bei drei großen Vereinen über Jahre hinweg gezeigt hat, dass sie es auf höchster Ebene definitiv nicht schafft. Und diejenigen, die lautstark nach Laura Benkarth gerufen haben und Schult weg haben wollten, sind jetzt auf einmal auffällig ruhig.

    Es ist sicherlich weder so, dass wir in Deutschland keine Spielerinnen mehr haben, die internationales Niveau haben, noch so, dass Steffi Jones an allem Schuld ist. Vielmehr scheint die Kombination Mannschaft – Trainerteam einfach nicht zu harmonieren. Jones beschwerte sich ja jetzt schon mehrfach darüber, dass die Mannschaft ihre Anweisungen nicht umsetze. Anscheinend weiß diese einfach nicht, wie sie das machen soll. Und die Verunsicherung, die durch das frühe EM-Ausscheiden aufgekommen ist, wird durch die Vorwürfe, die sie an die Mannschaft richtet und mit denen sie sich selbst aus der Schusslinie bringt, sicher nicht weniger.

    Auf der anderen Seite gab es gestern viel zu viele individuelle Fehler, die zu den Toren geführt haben und die die Spielerinnen bei sich selbst suchen müssen. Mir ist der Auftritt von Babett Peter unerklärlich. Sie bildet seit zwei Jahren mit Nilla Fischer eine ganz starke IV, die uns in der letzten Saison zum Double geführt hat. Bei Laura Benkarth kann ich mich (obwohl ich natürlich längst alle Freiburger spiele gesehen habe) nicht an derartige Klöpse erinnern. Es ist schade, dass sie ihre Chance, die sie jetzt endlich mal bekam, so leichtfertig in den Sand gesetzt hat. Melanie Leupolz‘ Einsatz finde ich durchaus gerechtfertigt, da sie in meinen Augen in den ersten Ligaspielen durchaus überzeugte und im zentralen Mittelfeld auch über mehr Kreativität verfügt als Kristin Demann. Aber auch hier ist schwer verständlich, was da gestern los war.

    Mit dem Austauschen von Spielerinnen ist es im Moment definitiv nicht getan. Sicher haben Lina Magull und Linda Dallmann Startelfeinsätze verdient und werden diese am Dienstag wahrscheinlich auch bekommen, aber durch die Mannschaft zieht sich gerade derartig viel negative Energie, dass auch diese beiden dem wohl nicht entkommen können. Wie schon gesagt bin ich nicht dafür, dem Trainerteam alle Schuld anzuhängen, aber es ist schwer vorstellbar, dass Jones/Höger noch positive Veränderungen vornehmen werden. Ebenso schwer vorstellbar ist aber auch, dass der DFB vor Abschluss der WM-Quali die Reißleine zieht. Der Gruppensieg ist zwar in Gefahr, die anderen Mannschaften sind aber zu schwach, um noch vorbeizuziehen. Notfalls geht es dann in die Playoffs – und der Wechsel wird dann nach diesen oder der WM vollzogen.

    (31)
  • vikkybummsy sagt:

    aber vlt, ist alles viel einfacher zu erklären. Nehmen wir mal an Spielerinnen bekommen vom Verein „verletz Dich blos nicht (schon wieder)“ mit und schon fährt alles mit gebremsten Schaum durch die Landschaft und es kommen solch merkwürdigen Spiele dabei rum. Ich gebe zu viel Spekulatius würde aber die fehlende Agressivität in der NM teilweise erklären.
    Jaja, in der Nationalmannschaft zu spielen ist eine Ehre blablabla, aber das mtl. Gehalt gibts vom Verein (die magere Abstellgebühr mal rausgenommen)
    HUH Verschwörungstheorie…

    (-9)
  • enthusio sagt:

    Ist eigentlich einem von Euch aufgefallen, dass unsere Mannschaft in den letzten Spielen mit unterschiedlichen Spielsystemen agierte ?

    Soccerdonna schreibt dies im nachfolgenden lesenswerten Artikel:
    http://www.soccerdonna.de/de/popp-fordert-aussprache-es-muss-knallen/news/anzeigen_4887.html

    (13)
  • Fan2 sagt:

    Zu Laura Benkarth: Jetzt kommt mal alle wieder runter. Selbst Manuel Neuer sind schon solche Klopse unterlaufen, die zu Gegentoren geführt haben. Es ist nur die Frage, wie man damit umgeht. Übrigens, Schult hat einen ganz ähnlichen Fehler vor einer Woche beim Spiel gegen Potsdam gemacht.

    @F.B.: Genau so ist es aber. Schau dir Lea Schüller an, dann siehst du doch, wie es unbeschwert geht, wenn man nicht schon zu lange unter der Fuchtel von Jones steht. Klar, das Trainerteam muss weg, doch ich glaube kaum, dass es damit bei vielen der Spielerinnen getan ist. Gerade die Wolfsburger und die Münchener sind doch schon dauerhaft im Tief. Da soll man sich von den Schießbudenspielen der Wolfsburger nicht verwirren lassen, die Deutschen dort spielen zumeist in der Defensive (Schult, Peter, Blässe, Goeßling), und die wurde bisher nur in zwei Spielen wirklich gefordert, und das war beim Spiel gegen Atletico Madrid und Potsdam – und in beiden Spielen hat sie kläglich versagt.
    Und bei Bayern ist das Phänomen Dauerkrise doch schon seit Jahren bekannt.
    Da liegen die Unzulänglichkeiten keineswegs allein an Jones, sondern an einer Selbstgenügsamkeit, die nicht mehr zulässt, die letzten Körner herauszukitzeln.

    Da sind die Freiburger und Essener halt anders, die wollen noch richtig, gerade die Jungen. Und bei Simic mag es so sein, dass sie bei Bayern, Wolfsburg und Potsdam nicht zum Zuge gekommen ist, aber doch nicht, weil sie auf allerhöchstem Niveau gespielt hätten, sondern weil Simic einfach nicht vernünftig ins System gepasst hat. Das sah man sowohl bei Wolfsburg als auch bei Potsdam in ganz besonderem Maße. Und bei Potsdam war Simic nicht einmal so schlecht, wie sie immer gemacht wird, wobei da aufgrund ihres Abgangs sicher auch ein bisschen Polemik dabei ist.

    In Freiburg ist das eben nun gelungen, weil sie ihren Platz auf der „8“ gefunden hat und mit den anderen Spielerinnen gut harmoniert. Puntigam und Schöne kennt sie schließlich schon aus München. Und dementsprechend ist sie klar wieder eine Alternative für die N11, noch dazu auf einer Position, wo es aktuell extrem krankt.

    Zudem, wo willst du denn die anderen Spielerinnen hernehmen? Klar, du hast eine Marozsan oder eine Bremer. Aber ansonsten? Da bleiben nur Potsdam, Essen und Freiburg, wenn die Bayern und die Wolfsburgerinnen vollkommen außer Form sind. Und dort gibt es nunmal eben Talente zuhauf, die noch nicht unter dem Einfluss von Jones standen. Und das ist zur Zeit wirklich ein großer, großer Vorteil! Und niemand behauptet, dass die N11 nur aus Essen und Freiburg bestehen soll.

    Wenn man meiner Top-Elf folgen würde:

    Schmitz – Fellhauer, Demann, Elsig – Bremer, Schöne, Dallmann, Simon – Magull – Popp, Kemme

    dann sind dort 6 Vereine vertreten, nimmt man Marozsan für Magull rein, dann sogar 7. Bis auf Schmitz, Fellhauer und Schöne gehören auch alle diese Spielerinnen zur N11.
    Nur auf der Auswechselbank gäbe es viel, viel Rotation: Hier sollte man meines Erachtens schon früh die nachkommende Generation aufbauen um Schlüter, Siems, Bühl, Gwinn, Schüller, Anyomi, Pawollek, Hechler und Co.
    Wenn wir uns anschauen, was sich da allerorten für talentierte Nachwuchstalente tummeln, dann ist die Aussicht überhaupt nicht besorgniserregend.

    (-10)
  • Condor7 sagt:

    Man sollte beim DFB endlich einmal zur Kenntnis nehmen, dass Länder wie England, Frankreich, USA, Holland von der Spielanlage, Taktik, Athletik Technik und vor allem hinsichtlich der mentalen Stärke & Einstellung zum Spiel die deutsche F-N11 schon seit geraumer Zeit um Längen überholt haben. Noch im Oktober 2016 wurden Spiele gegen Holland sowie Österreich mit 4:2 gewonnen, streckenweise mit tollem geradlinigem schnellem Passspiel in die Spitze souverän gewonnen – konnte mich im Stadion jeweils selbst davon überzeugen. Dies also zu einem Zeitpunkt, als SJones und MHögner die N11 etwa 6 Wochen betreut hatten.

    9 Monate später bei der EM in Holland – auch hier habe ich einige Spiele live verfolgt – war die Mannschaft faktisch nicht wieder zu erkennen. Seitdem ging es stetig bergab hinsichtlich Mentalität, Körpersprache, Kreativität im Aufbauspiel sowie Spiel in die Spitze, Zweikampfstärke, Spielwitz, Lauf-und Einsatzbereitschaft.

    Das Trainer-Team hat ganz offensichtlich seit 13 Monaten der N-11 nicht die Kriterien vermitteln können, was erfolgreiches Agieren im FF ausmacht. Selbstherrlichkeit gepaart mit arroganter Überheblichkeit gingen im Vorfeld der EM dann total nach hinten los. Schon beim Spiel gegen die 2. Mannschaft Brasiliens Anfang Juni waren die Schwächen im Aufbauspiel und das vertikale Spiel in die Spitze zu erkennen. Dies hat man sich wie immer schön geredet da gewonnen, war ja auch nur ein Vorbereitungsspiel zur EM und wurde von der Presse auch noch hochgejubelt.

    Dann folgten die EM-Spiele gegen Schweden, Italien, Russland sowie Dänemark mit einem Torverhältnis von 5:3 aus 4 Spielen !! und dem desaströsen Ausscheiden im Viertelfinale gegen Dänemark. Was man hier von einer völlig verunsichterten N-11 trotz 1:0 Führung zu sehen bekam, grenzte streckenweise an Arbeitsverweigerung und hatte mit modernem FF absolut nichts mehr zu tun. Sämtliche Mannschaftsteile verfielen in unbegreifliche Schockstarre als sie erkannten, dass die Däninnen den Sieg m e n t a l unbedingt wollten und auch so agierten.
    Das Spiel gegen Tschechien, das 3 Punkte aufgrund eines Eigentores des Gegners einfuhr, zeigte abermals den sehr unerfreulichen Abwärtstrend der N-11.

    Ich denke, dass die Ursachen für den Tiefpunkt der N-11 in 2017 sowohl beim Trainerteam als auch der agierenden Spielerinnen auf dem Platz zu suchen sind. Bei Letzteren fehlt es an der mentalen Einstellung, dem unbedingten Siegeswillen, Kreativität im Aufbauspiel sowie dem vertikalen Spiel in die Spitze verbunden mit der dazu gehörigen Lauf- und Einsatzbereitschaft, eigentlich alles Selbstverständlichkeiten um im Fußball erfolgreich sein zu können.
    Diesem Trainerteam traue ich perspektivisch keine positiv-Entwicklung einer WM-wettbewerbsfähigen Frauen-N-11 zu. In 13 Monaten Amtszeit habe ich nur sporadisch eine Spielphilosophie gesehen, wie gegen tiefstehende, Konter starke oder auch selbstbewusst agierende Mannschaften konzeptionell gespielt werden muss. Vielleicht ist dies alles im Vorfeld von Spielen in Seminaren besprochen und den Spielerinnen vermittelt wurden. Fakt ist jedoch, dass sowohl die Spielerinnen Auswahl mit ihrer mental sportlichen Einstellung als auch entsprechende Spielsysteme in Abhängigkeit der gegnerischen Mannschaften bislang gelinde gesagt als suboptimal anzusehen sind.

    Es ist bitter als Fan des FF´s mit anzusehen wie der deutsche FF international immer weiter an Boden verliert und nach hinten durchgereicht wird. Vielleicht reagiert ja der DFB nach dem Spiel gegen Frankreich und wacht aus seinem selbstgerechten Schläfchen endlich auf- ob mit oder ohne Gesichtsverlust – einfach des Fußball willens.
    Die Fans des FF´s hätten es verdient…….

    (32)
  • GG sagt:

    Tja, was soll ich angesichts der erneut offenbarten Unzulänglichkeiten der sportlichen Leitung noch schreiben …? Wer nicht hören (lesen) will – muss dann eben fühlen.
    Bereits zum Zeitpunkt der Kenntnisnahme der Mannschaftsaufstellung habe ich gefragt, wie das zentrale Mittelfeld und die Außenverteidiger-Positionen besetzt werden. Und wie sich mein anfängliches Gefühl letztlich doch bestätigt hat. Erschreckend.
    Kernproblem war und ist, die angeblich aus der Analyse der EM gewonnenen Erkenntnisse werden ignoriert. „Die Niederlande hat die Spielerinnen so eingesetzt, wie sie ihre jeweiligen Stärken am Besten einbringen konnten“. D´accord !
    Und dann spielt „Tabbi“ Kemme Linksaußen ?
    „Leo“ Maier – hat wann zuletzt linke Verteidigerin gespielt ?
    Was ich von Kathrin „Julia“ Hendrich in der IV halte hatte ich bereits wiederholt kundgetan – Ihr Verhalten (oder auch Nicht-Verhalten) beim Torschuß zum 1:2 setzt aber nochmal die Krone auf. Jede Amateurspielerin hätte den Ball verteidigt … weil diese überhaupt nicht in der Lage gewesen wäre, so schnell wie Julia abzutauchen; als Nachweis ihrer Fitness mag diese Situation ja herhalten können, aber mit Fußball-Auswahlspielerin beim auch allerbesten Willen nicht.
    Zu Melly schreibe ich nur: Erwartbar, insbesondere in Anbetracht des Stadionbesuchs ihr zwischenzeitlich nahe stehender Personen. Auch dieses zu antizipieren erwarte ich von der sportlichen Leitung der N11.
    Svenja Huth … hat auch mitgespielt ? Ach ja, der weiße Schatten der immer mal wieder irrlichtend durchs Bild lief. Oder verwechsle ich sie mit „Simon“ Laudehr, der „Heilsbringerin der N11“, die ja angeblich gestern auch aufgeboten war …?

    Obgleich „große“ Namen und dem Papier nach viel Erfahrung aufgeboten wurde – eine Fußballmannschaft, und erst recht eine, die gegen bekannt (!) einsatzstarke Isländerinnen – mit einer zur Zeit in großer Form befindlichen Mannschaftskapitänin (Björki) – antritt, war das jedenfalls nicht. Aber wie sollte es auch …..

    Als Sympathisant des Frauenfußballs – und nur als ein solcher !! – abschließend meine Vorstellung zur Startelf gegen die Färöer:
    Schult – Simon – Peter – Wedemeyer – Blässe – Kemme – Popp – Magull – Laudehr – Kayikci – Maier.
    Zugegeben, mir ist nicht wohl mit „Simon“ als Linksaußen, aber ich sehe keine Alternative. Und auf „Leo“ als Rechtsaußen trifft das Vorgenannte im Prinzip genauso zu.
    Lea Schüller ist 1. Alternative für die Mittelstürmerposition, Johanna Elsig für die Innenverteidigung. Weiters auf der Bank Platz nehmen können/dürfen Linda Dallmann, Laura Benkarth und Lena Goeßling.

    (-17)
  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Ist eigentlich einem von Euch aufgefallen, dass unsere Mannschaft in den letzten Spielen mit unterschiedlichen Spielsystemen agierte?“

    Das ist dem aufmerksamen Beobachter natürlich nicht verborgen geblieben, aber die Unterschiede sind marginal: ‚gegen den Ball‘ ist es sowieso immer ein 4-4-2, und ob bei eigenem Ballbesitz mit einer ‚Raute‘ oder einer ‚Doppelsechs‘ agiert wird, ob nun eine oder zwei Spitzen, das hat keine große Bedeutung und variiert auch oft im Laufe eines Spiels. Als Erklärungsansatz für die momentane ‚Krise‘ taugt es jedenfalls nicht.

    (3)
  • Fan2 sagt:

    @GG: Setz doch endlich mal deine Wolfsburg-Brille ab. Wo ist deine Kritik an Peter, Goeßling oder Blässe? Ist ja klar, alle werden kritisiert, nur die Wolfsburg-Spielerinnen fein ausgespart. Wenn du schon Kemme als Linksaußen kritisierst, was ist dann mit deiner Kritik an Popp, die als „10“ gespielt hat, wo sie nun garantiert nicht hingehört. Und deine Antwort darauf ist es, Popp auf die „6“ zu beordern? Wie war das nochmal damit, die Spielerinnen auf die Positionen zu stellen, auf denen sie am besten sind? Genauso mit Kemme als linker Mittelfeldspielerin????

    Interessant, dass deine Antwort auf den katastrophalen Auftritt auch und besonders der Wolfsburg-Mädels ist: Noch mehr Wolfsburgerinnen in die Startelf… Noch dazu eine Wedemeyer! Wieviele Bundesligaminuten hatte die in dieser Saison nochmal bisher? Achja, ganze 45. 45! Gegen Jena, eingewechselt beim Stand von 3:0.
    Und das, obwohl es durchaus Möglichkeiten gäbe, sie spielen zu lassen. Sie bräuchte nur Blässe und Dickenmann oder Maritz und Dickenmann aus der Abwehr zu verdrängen. In dem Fall würde Blässe oder Maritz auf rechts spielen, Babett Peter würde auf links rotieren und die IV würde für Joelle Wedemeyer frei. Wenn man sie also integrieren wollte, könnte man es durchaus tun.
    Macht man aber nicht. Und damit wird Joelle Wedemeyer vermutlich so enden, wie es auch Maren Tetzlaff beispielsweise ergangen ist, der bei Wolfsburg nie wirklich Vertrauen entgegengebracht wurde, die aber auch nicht wechseln wollte und die heute mit 29 statt einer Karriere, die sie möglicherweise sogar ins N11-Trikot gebracht hätte (denn gerade auf der Rechtsverteidiger-Position krankt es ja aktuell), in der II. Mannschaft von Wolfsburg hängen geblieben ist.

    (8)
  • Fan2 sagt:

    Mich wundert das Ergebnis mittlerweile nicht mehr, seitdem herausgekommen ist, dass Schult in ihrer Ansprache vor dem Spiel anscheinend eine philosophische Abhandlung über die Farbe Weiß vorgetragen hat. Da wäre ich auf dem Platz auch eingeschlafen bzw. so mit meinen Gedanken über die Farbe Weiß beschäftigt gewesen, dass ich auf dem Platz keinerlei Sinn für Fußball gehabt hätte.

    Gehts noch? Eine Ansprache soll motivieren, soll heiß machen, darf ruhig auch mal derb sein, soll die Spielerinnen an die große Ehre erinnern, die es ist, für die N11 zu spielen, soll sie daran erinnern, dass sie für ihre verletzten N11-Kolleginnen spielen, daran, dass da draußen der Feind (zumindest für 90 Minuten) wartet, der fighten wird, daran, dass die Spielerinnen alles geben müssen, daran, dass sie die Fans hinter sich haben und dass sie für die Fans spielen, daran, worum es in diesem Spiel geht, aber auch – und das ist das wichtigste – an die jeweiligen Stärken der Spielerinnen erinnern, dass jede von ihnen sich die Nominierung redlich verdient hat, dass jede von ihnen die Qualitäten hat, hier zu gewinnen und welche das im Einzelnen sind, und dass man als Team niemanden zu fürchten braucht.

    Und das wäre auch die Aufgabe von Steffi Jones in der Halbzeit, sich mit den Spielerinnen hinzusetzen, verschiedene sich auch rauszunehmen, so gut es geht, und sie an ihre Stärken zu erinnern und ihnen auch die Verantwortung zu übertragen, den Matchplan unter Umständen zu ändern, an die Basics erinnern, und und und…
    Die Spielerinnen müssen gerade in der Halbzeit merken, dass auch bei einem 1:1 auf der einen Situation noch nichts verloren ist, das Ergebnis und der Spielverlauf aber gleichzeitig Ernst genug für einen ordentlichen Einlauf sind.

    Und da hilft es auch nichts, wenn man irgendwelche Generalansprachen hält, sondern da braucht es klare Anweisungen und Worte an einzelne, aber eben am Ende auch eine Trainerin, die sich selbst in die Pflicht nimmt und vor die Mannschaft stellt, wenn diese Anweisungen nicht umgesetzt worden sind und die Schuld eher bei sich als bei anderen sucht, aber nicht Intimstes preisgibt und innere Konflikte nach außen trägt, ja, die Spielerinnen sogar noch in aller Öffentlichkeit bloßstellt.

    (13)
  • Tomasz sagt:

    @ enthusio:
    @FFan:

    „Ist eigentlich einem von Euch aufgefallen, dass unsere Mannschaft in den letzten Spielen mit unterschiedlichen Spielsystemen agierte?“

    Muss man eigendlich Weinachtmann glaubigen, wenn uberhauppt irgendein einzige system aufgefallen?

    (-7)
  • Fan sagt:

    @Fan2,
    also das Beste alle deutschen Spielerinnen des SC Freiburg und der Rest aus Essen in die N11 dann wird alles gut.
    Merkst du überhaupt was für einen Mist du hier von dir gibst?

    (16)
  • F.B. sagt:

    @Fan2:
    Ich gebe mir ja durchaus Mühe, meine Fanbrille in Hinblick auf die NM ein Stück weit abzusetzen, aber dass du die Form der deutschen Spielerinnen bei Wolfsburg mit derjenigen der Münchnerinnen gleichsetzt, ist einfach nicht richtig. Wie du ja bereits richtig geschrieben hast, bilden die deutschen Spielerinnen in Wolfsburg vorwiegend die Defensive und diese hat in der letzten Saison das Double gewonnen und uns aktuell die Tabellenführung beschafft. So schlecht können die Spielerinnen also gar nicht sein. Ich sehe auch die Schwierigkeiten in den letzten beiden Spielen, würde das aber nicht überdramatisieren. Im Rückspiel gegen Madrid spielte man gegen eine Mannschaft, die absolut nicht dagegenhalten konnte, und im Zuge des abgebrannten Offensivfeuerwerks vernachlässigte man dann die Defensive. Bei zwölf geschossenen Toren sind mir zwei Gegentore dann aber herzlich egal. Die beiden Fehler gegen Potsdam waren dann natürlich schwerwiegender. Beim ersten Gegentor hat man in der Tat hinten sehr schlecht gestanden und ziemlich die Ordnung verloren, der zweite Gegentreffer resultierte aus einem zu kurz geratenen Rückpass. Letzteres ist in den letzten beiden Jahren so ziemlich jeder Defensivspielerin passiert und sollte endlich mal vom Trainerteam ins Auge gefasst werden. Sehr ärgerlich, aber für mich zurzeit noch kein Grund größere Defensivprobleme auszumachen.

    Die Frage ist auch, welchen Zeitraum man zur Beurteilung der Spielerinnen heranzieht. Wir haben jetzt gerade den 5. Spieltag rum, da würde ich mit dem Hypen der Freiburgerinnen ein bisschen vorsichtig sein. Die Entwicklung der Mannschaft ist in der Tat beachtlich, in der letzten Saison kam nach einem starken Beginn jedoch der Einbruch, man konnte nicht dauerhaft das Niveau halten. Ich bin sehr auf das Spiel gegen uns am übernächsten Spieltag gespannt. Sollte sich Freiburg dauerhaft oben festsetzen, wird sicher auch die ein oder andere Spielerin in der NM mehr zum Einsatz kommen. Ob sie dann ihre Leistung aus Freiburg auch in der NM abrufen können, steht auf einem anderen Blatt.

    Vielleicht zum Schluss noch eine Beurteilung der Wolfsburger Spielerinnen aus meiner Perspektive:

    Almuth Schult: Seit Jahren auf der Linie stark, aber auch immer wieder mit dem ein oder anderen Bock. Während Olympia hatte ich noch ihre Ablösung gefordert, bei der EM hat sie aber eine durchgängig starke Leistung gezeigt. Ich bin gespannt, ob das Trainerteam die Konkurrenzsituation mit Laura Benkarth noch etwas offenhält.

    Babett Peter: Seit drei Jahren in Wolfsburg ein ganz wichtiger Bestandteil in der Defensive. Was im Moment in der NM los ist, weiß ich auch nicht. Die Kritik an ihr kann ich verstehen und für das nächste Spiel ist es auch nachvollziehbar, sie erstmal auf der Bank zu lassen.

    Joelle Wedemeyer: Sehr großes Talent, das aber im Moment so gut wie keine Spielpraxis bekommt. Aus diesem Grunde für mich zurzeit keine Option für die NM.

    Anna Blässe: Bei ihr wechseln sich immer wieder Licht und Schatten ab. Sie spielte bei uns eine sehr starke Rückrunde und auch eine überzeugende Vorrunde bei der EM, dann folgte jedoch ein rabenschwarzer Tag gegen Dänemark. In dieser Saison bei uns öfter auf der Bank, zuletzt aber mit einer starken Leistung gegen Potsdam.

    Lena Gößling: Nach langer Verletzungspause mit einem überzeugenden Start in die Saison und einigen Torvorlagen in den ersten Spielen. Man merkt ihr aber hin und wieder an, dass ihr noch ein wenig Spritzigkeit fehlt. Der verunglückte Rückpass gegen Potsdam schien ihr leider Selbstvertrauen genommen zu haben. Dennoch gilt für mich: Sie ist nach wie vor was ihre strategischen und das Spiel ordnenden Fähigkeiten betrifft die herausragende deutsche Spielerin und wenn sie ihre Topform wieder zurückerhält, ein sehr wichtiger Bestandteil der Mannschaft.

    Alex Popp: In Wolfsburg deutlich verbessert im Vergleich zu letzter Saison, mit mehr Konzentration auf das Wesentliche und wieder deutlich mehr Torgefahr. Hat sich ihren Platz in der Sturmspitze im Moment verdient.

    Meine Elf für Dienstag:
    Schult – Blässe, Demann, Elsig, Simon – Gößling – Kemme, Magull, Dallmann – Huth, Popp

    (5)
  • balea sagt:

    Kemme hat irgendwo nach dem Spiel gesagt, es wäre ein „mentales“ Problem, was ich gern glaube und Goeßling war wohl sehr erschrocken angesichts der Möglichkeit, dass das keine WM und kein Olympia bedeuten könnte…

    Ich denke, alle müssten sich mal fragen, mit welchen Bedeutungen (und Ballast) diese ganze Veranstaltung N11 aufgeladen und überladen wird – dann käme man vielleicht auch dem Problem der Blockade ein wenig näher. Es ist doch auffällig, dass die Newcomer diese Blockade meist nicht haben, aber häufig genug haben die Spielerinnen schon nach kurzer Zeit bereits „einen Schlag weg“, wie man so schön sagt.

    Diese ganze teils mythisch überhöhte Theatralik um „die Mannschaft“ und „die Ehre“ usw usf ist doch völlig absurd. Anders als bei den Vereinsstrukturen, die auf dem höchsten Level sich ihre Spielerinnen von überall her auswählen können, ist die jeweilige N11 eben eine Auswahl, die die Struktur einer Sportart repräsentiert, wie sie von den Graswurzeln her lokal gebildet wird.
    Vielleicht sollte man den Spielerinnen und vor allem dem DFB mal klar machen, dass die Fussballerinnen weder das deutsche BIP, noch den Bundestag oder die Geschichte repräsentieren sollen oder können – sondern in erster Linie eine Bestenauswahl der fussballspielenden weiblichen Spielerinnen mit deutschen Pass sind die im DFB – Verband organisiert sind, nicht mehr und nicht weniger.
    Das Ganze hat also eher was mit einer erweiterten Dorfauswahl zu tun als mit dem Gedröhne Wagnerischen Ausmasses, den der DFB so gern darum inszeniert. Wie soll eine Spielerin, die ansonsten vor 600 Leuten kickt und sich ansonsten um ihre Schularbeiten kümmert, damit klarkommen, dass sie nun „Deutschland“ darstellt?? Jones hatte in ihrem Kritik – Statement auch auf diesen Aspekt abgehoben, bzw daran appelliert.

    Die älteren Spielerinnen wie Kemme und Goeßling dürften jede für sich eine Lösung gefunden haben: N11 ist cool, weil man viel rumkommt, tolle Erfahrungen macht, andere Länder sieht etcpp, aber bis man soweit ist und eine pragmatische Lösung für diesen aufgeproften mentalen Überbau gefunden hat, muss man eine gewisse Indolenz ausgebildet haben. Ich denke, dieser Prozess hat einfach viele negative Folgen für so etwas wie die Bildung eines erfolgreichen, unbeschwert spielenden FussballTEAMS und manche schaffen das gar nicht (zB Sarholz).

    (11)
  • Jan sagt:

    ,,Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ (Albert Einstein)

    Bei der EM 2016 u. den WM-Quali-Spielen gegen Tschechien u. Island versuchte die dt. Mannschaft jedoch genau dies: und zwar immer das gleiche Schema F, auf das sich die anderen, inzwischen gereiften Teams mittlerweile gut eingestellt haben. Das muss irgendwann regelmäßig schief gehen!

    Es ist fast wie bei Schnick-Schnack-Schnuck: Mit Schnick gewann Deutschland früher beliebig, weil die Gegner nur Schnack spielen konnten. Inzwischen können sie aber Schnuck spielen!

    Wenn in zig Minuten statischem Anrennen u. Ballgeschiebe in den eigenen Reihen kaum Torgefahr ausgeht, würde ich mir mehr Flexibilität wünschen ; dass z.B. eine Elf die Fähigkeit besäße u. die Courage zeigte, den Spieß umzudrehen: Nämlich öfter den vermeintlich schwächeren Gegner (nicht USA od. FRA) kommen lassen, um ihn dann mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen: also geschlossenes frühes Draufgehen (Forechecking/Pressing) u. gezielt Konter setzen.

    Denn natürlich ist es viel einfacher u. effektiver, gegen wenige Abwehrspieler zu treffen wie bei 4 der 5 Tore bei Deutschland – Island, als dauernd gegen ein ganzes Abwehrbollwerk anzurennen. Aber sowas widerspräche wohl der dt. Spielphilosophie od. dem dt. Dogma vom Ballbesitz, welches exakt Einsteins Definition von Wahnsinn entspricht ; erst recht, seit wir kaum noch Ausnahmespielerinnen haben u. deren Leistungen zudem schwanken.

    Die dt. Mädels können sich da nur am eigenen Schopf aus dem Schlamassel ziehen, wie einst Baron Münchhausen. Und der hat das ja geschafft, wie wir genau wissen. Es besteht also noch WM-Hoffnung.

    (12)
  • Fan2 sagt:

    @Fan: Nochmal zum Mitschreiben: Die von mir vorgeschlagene Elf:

    Schmitz – Fellhauer, Demann, Elsig – Bremer, Schöne, Dallmann, Simon – Magull/Marozsan – Kemme/Schüller, Popp

    Maximal 4 Freiburgerinnen sowie zwei Essenerinnen, wo ist da bitteschön alles von Freiburg und Essen?

    @F.B.: Mal abgesehen davon, dass Demann überhaupt nicht im Kader ist und mir relativ egal ist, wer am Dienstag spielt, denn sollten sie das Spiel nicht gewinnen, ist der Ofen für die nächsten 4 Jahre sowieso aus und wir brauchen uns erstmal nicht mehr großartig mit der N11 beschäftigen:

    Ich teile deine Analyse der Wolfsburger Defensivqualitäten nicht: Wolfsburg mag mit dieser Defensive letztes Jahr Meister geworden sein, an der Defensive selbst lag es aber nicht, sondern eher daran, dass man es geschafft hat, in den entscheidenden Spielen vorne einen mehr reinzuschießen. Gerade einmal 10 Spiele zu Null hinten, das ist nicht einmal die Hälfte. Und von allen Bundesligateams hat es nur Duisburg letzte Saison nicht geschafft, gegen Wolfsburg zu treffen. Und auch in der CL gab es kein Team, das nicht gegen Wolfsburg getroffen hätte, davon zwei ganz empfindliche Gegentore gegen Lyon.

    Dass Wolfsburg überhaupt den Titel geholt hat, lag lediglich daran, dass in Potsdam gegen Ende der Saison eine Mannschaft vollkommen in sich zusammengebrochen ist. Einen ähnlichen Einbruch musste Freiburg hinnehmen, da hast du schon recht, das hatte aber mit einer ganz wesentlichen Personalie zu tun, nämlich dem Zentrum des Freiburger Spiels, Clara Schöne, die damals verletzt ausfiel und jetzt aktuell wieder. Damals gab es in den 7 Spielen ohne sie gerade einmal 10 Punkte (3 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen), in den 15 Spielen mit ihr dagegen 37 Punkte (11 Siege, 4 Unentschieden). Hätte Freiburg diesen Schnitt gehalten, dann wären sie am Ende punktgleich mit Wolfsburg gewesen (16 Siege, 6 Unentschieden) und würden heute CL spielen. Nur soviel dazu.

    Wolfsburgs Defensivprobleme gehen aber noch weiter zurück, nämlich schon in die Saison 2015/16, der Saison nach der WM. 22 Gegentore, darunter:
    – das 0:1 in Bayern
    – das legendäre 2:2 gegen Freiburg, bei dem eine 2:0-Führung in der Nachspielzeit verspielt wurde (zuhause)
    – das 0:1 gegen Sand (zuhause)
    – das 2:5 gegen Potsdam (zuhause)
    – das 1:2 gegen Jena (zuhause)
    – das 1:1 gegen Bayern (zuhause)
    – die zwei Gegentore gegen Sand beim 4:2
    – das 0:4 in Potsdam
    – die zwei Gegentore gegen Köln am letzten Spieltag beim 5:2 in Wolfsburg

    Und in fast all diesen Spielen mit dabei: Almuth Schult, Babett Peter, Lena Goeßling und Anna Blässe.
    Seitdem ist eigentlich keine Konstanz mehr in der Defensivarbeit von Wolfsburg, gerade nicht bei diesen Spielerinnen.

    Das Problem bei Peter, Blässe und Goeßling – sie sind im Schnitt schon 30 Jahre, und das merkt man eben vor allen Dingen in der Rückwärtsbewegung: Es ist eben nicht nur der eine schwache Rückpass oder der eine Stellungsfehler, sondern alle Gegentore, auch bei der N11, sind vor allen Dingen darauf zurückzuführen, dass man beim Ballverlust viel zu lange in der Rückwärtsbewegung braucht und man schlicht und ergreifend ausgekontert wird: Es gibt Probleme in der Abstimmung zwischen den Spielerinnen, die Zuordnung in der Deckung geht flöten, man ist nicht dicht genug an den Gegnerinnen dran, wird überlaufen (wie Fischer beim 1:8 gegen Madrid passiert) usw. usf.

    Dass das bei Wolfsburg immer noch reicht, liegt einfach daran, dass die meisten anderen Teams kaum mal einen dieser Angriffe zügig zu Ende gespielt bekommen, dass das Umschaltspiel eben auch beim Gegner viel zu lange dauert, unter anderem deshalb, weil die Spielerinnen, die man für schnelles Umschaltspiel in der Offensive braucht, eben auch bei Wolfsburg spielen.

    In der N11 kann man aber eben dem Gegner solche Spielerinnen nicht wegkaufen, wie es bei Wolfsburg in aller Regelmäßigkeit geschieht, sondern hat mehr und mehr Teams, die dieses schnelle, offensive Umschaltspiel beherrschen, oft eben mit Wolfsburger Offensivspielerinnen, die natürlich genau um die Schwächen ihrer Wolfsburger Mitspielerinnen in der Rückwärtsarbeit wissen. Und dann sieht das eben so aus wie gegen Dänemark und gegen Island.

    Übrigens, erneut ist Jones mal wieder voll in die Falle getappt: Mit Blässe, Peter, Goeßling, Leupolz, Maier und Laudehr hatte sie die Defensive mal wieder gespickt mit Bayern- und Wolfsburg-Spielerinnen. Blöd nur, dass auf der anderen Seite mit Brynjarsdottir und Gunnarsdottir zwei Spielerinnen standen, die bei diesen Klubs spiel(t)en und so ihrem Trainer brühwarm alles über die Gegenspielerinnen berichten konnten. Immer mehr Nationen werden in diesen Wissensvorteil kommen, den aktuell dank der Einkaufspolitik unserer beiden Großen schon Nationen wie Norwegen, Schweden, Island, Dänemark, Finnland, Tschechien, Holland, Österreich, Australien, Schweiz, Belgien und Polen haben (Schottland nicht zu vergessen). Da haben die großen Vereine unserer Steffi Jones natürlich auch ein formidables Ei gelegt. Noch ein Grund mehr, um vermehrt Spielerinnen aus Freiburg und Essen einzusetzen, außer Österreich (Puntigam) ist da nämlich überhaupt kein anderes Land vertreten, das von den Informationen profitieren könnte.

    Insgesamt kann man also nur von Blöcken aus Bayern und Wolfsburg abraten, ohne zu verkennen, dass Topspielerinnen wie Popp und Demann natürlich in die N11 gehören.
    Was Goeßling noch einmal angeht: Tut mir leid, aber ich sehe bei ihr keine Fähigkeit, ein Spiel zu lenken! Schon früher stand sie immer im Schatten ihrer Kollegin Keßler (bis 2013/14), mittlerweile im Schatten von Gunnarsdottir und Harder (seit 2016/17). Dazwischen gab es genau zwei Titel, zweimal den DFB-Pokal, in der Liga aber nur Platz 2. Auch in der N11 kam der Titel unter der Regie von Behringer (2016, Goeßling nur Einwechselspielerin, das einzige Spiel über 90 Minuten das 1:2 gegen Kanada), nicht unter der Regie von Goeßling und Leupolz (2015).
    Goeßling mag eine gute Spielerin sein, wenn sie in Form ist. Eine Leaderin und Spielgestalterin aber bzw. eine Spielerin, die eine Mannschaft zum Titel führt, wird sie nicht mehr werden.

    (-7)
  • SCF Klausi sagt:

    @F.B.

    Mit Deinem ersten Beitrag fühle ich mich direkt angesprochen.Deshalb werde ich Dir auch antworten.

    Eines vorweg,Wolfsburg ist Punktgleich mit Freiburg und nur auf Grund von vier Toren mehr Tabellenführer,Stand jetzt.Aber Du hast recht,am 4.11 kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften,dann wird man sehen wie der tatsächliche Leistungsstand der beiden Teams ist.

    Zu Laura Benkarth,ja sie hat gegen Island zweimal gepatzt,der erste Patzer führte leider zur Führung der Isländerinnen,beim zweiten Patzer kam sie mit einem blauen Auge davon.

    Wie oft haben Schuldt und Angerer gepatzt,was zu Punktverlusten ihrer Teams führte,oder die ehemaligen Welttorhüter Kahn,Neuer und Buffon ? Sind sie deshalb schlechte Torhüter/innen und haben/hatten keine Berechtigung mehr auf weitere Einsätze in der N11 ?

    Ja ich bin einer von denen,die mehr Einsätze für Benkarth in der N11 fordern,vorwiegend in Test- und Freundschaftsspielen,um ihr mehr Spielpraxis und Erfahrung auf höchstem Niveau zu verschaffen.Aber nach wie vor ist für mich Schuldt die Nummer 1 im deutschen Tor,weil sie eben durch ihre CL Einsätze über mehr Erfahrung auf diesem Level verfügt.Grundsätzlich sehe ich aber Benkarth und Schuldt leistungsmäßig auf einer Stufe und sie sind mit Abstand die beiden besten deutschen Torhüterinnen.Abgesehen davon hat Benkarth gerade in der Schlußphase gegen Tschechien uns den Sieg festgehalten.Aber das wird leider wieder verdrängt.

    Es mag ja zutreffen,das Wolfsburg die beste Abwehr hat,in der N11 zeigen sie es aber nicht.Peter mag durch ihre Gesichtsmaske gehandicapt sein,Blässe rennt in der N11 aber nur noch wie eine orientierungslose über den Platz.Keine eurer beiden Abwehrspielerinnen konnte ihren Mitspielerinnen gegen Island Sicherheit vermitteln.

    Ich habe mir hier sämtliche Meinungen zu Freiburgs Simic Verpflichtung durchgelesen und erinnere mich daran,wie teilweise abwertend über diese Verpflichtung geschrieben wurde.Keine Ahnung welche Wundertaten von Simic in Potsdam und Wolfsburg erwartet wurden,in Freiburg macht sie das,was von ihr verlangt wird,das Spiel strukturieren,die Jungen Spielerinnen führen und die Offensive in Szene setzen.Mittlerweile wurden von ihr einige Tore direkt,oder durch Zuspiel auf die Vorlagengeberin eingeleitet.Nach Bedarf geht sie auch zurück und übernimmt Defensivaufgaben.Simic spielt zwar nicht den Zauberpass wie Maroszan,sondern mehr den flachen Pass und die Laufwege ihrer Mitspielerinnen und ist dadurch aus meiner Sicht wesentlich effektiver.

    Magull hat sich in Freiburg zur absoluten Leaderin entwickelt.Nicht nur das sie Tore schiesst,sie kann auch kämpfen und geht als Vorbild voran wenn es für das Team nicht rund läuft und reisst ihre Mitspielrinnen mit und setzt Impulse.Frag mal in Essen,München,Wolfsburg und Potsdam nach wie sie ein Spiel an sich reißen und Freiburg das Spiel noch drehen kann.

    Leider kommt Magull in der N11 immer erst dann zum Zug wenn die Karre schon im Dreck versunken ist und ihre Kolleginnen keine Lust mehr auf Fußball haben.Da sehen dann alle alt aus.

    Ja F.B. Du hast recht,Freiburg hatte Mitte der Hinrunde letzte Saison einen kleinen Durchhänger.Sie sind aber nun schon seit der Auftaktniederlage gegen München der letzten Rückrunde 15 Spiele in Folge ungeschlagen,11 Siege und vier Remis sprechen für sich.

    Wolfsburg hatte den Hänger gleich zu Beginn der letzten Saison,Potsdam gönnte sich den Urlaub mitten in der Saison und die Münchener wurschteln sich halt irgend wie durch.

    Allgemein werden von jedem Teilnehmer hier in Bezug auf die N11 folgende Kritikpunkte vorgetragen :
    fehlende Trainerkompetenz
    mangelndes Zweikampfverhalten der Mannschaft
    mangelnde Laufbereitschaft
    mangelndes Taktikverständnis bzw deren Umsetzung
    mangelndes Selbstvertrauen

    All das was der N11 und deren sportlicher Leitung vorgeworfen wird findet man in Freiburg.Die Spielerinnen verfügen über ein großes taktisches Verständnis und können dies auch auf dem Platz flexibel umsetzen,sie haben auf Grund der Serie ein enormes Selbstvertrauen und zeigen das auch in ihrer Spielanlage und wenn das Spiel mal nicht zu ihren Gunsten läuft oder sie müssen gegen körperlich robustere Teams antreten haben sie nun auch gelernt zu kämpfen.

    Nun erklär mir mal einer plausibel,wenn diese Eigenschaften derzeit in den größeren Teams nicht in diesem Ausmaß vorhanden sind,warum man dann nicht mehrheitlich auf Spielerinnen eines Teams zurückgreifen sollte wo all das vorzufinden ist.

    (10)
  • SCF Klausi sagt:

    Hier noch ein Interview mit Svenja Huth zwei Tage nach der Niederlage gegen Island :

    https://tv.dfb.de/video/interview-mit-svenja-huth/19627/

    (5)
  • bale sagt:

    Ja,ich sehe das grösste problem,das sie im kopf blockiert sind.da muss ein mentaltrainer her.es soll spass machen ,ich verstehe nicht warum wir ohne spielen wie die anderen Nationen.habe zufällig Belgien gesehen haben schön schnell gespielt als team.gibt es im team irgendwelche,die miteinander gar nicht können?es sieht irgendwie nicht harmonisch aus.frankreich hat ihre jungen Spielerinnen super ins team integriert und die stars, (Torhüterin,renard)werden weniger,aber es sieht spielerisch gut aus.

    (7)
  • JK sagt:

    @ F.B.
    Ich fand den Kommentar echt gut, bis ich gelesen habe, dass du Demann in der Startelf für Dienstag forderst…Das hätte man durchaus mitbekommen können, dass sie verletzt ist und deshalb nicht im Aufgebot steht.

    Zur Aufstellung:
    Hat Jones eigentlich irgendwann mal einen Grund genannt, warum auf einmal Benkarth statt Schult spielt? Schult ist ja fit und spielt auch im Verein…Würde mich nur interessieren. Ich habe mir auch schon oft gedacht, dass vielleicht mal Benkarth den Vorzug erhalten sollte. Aber soweit ich mich erinnere hat Schult ihre letzten Spiele bei der EM gemacht und dort durchaus überzeugt. In den Qualispielen danach war Schult ja verletzt oder?

    Dass mit Goeßling, Laudehr UND Leupolz drei Spielerinnen in der Startelf standen, die länger verletzt waren, ist nicht nachvollziehbar. Noch weniger ist nachvollziehbar, dass mit Magull die mMn formstärkste Spielerin der Bundesliga auf der Bank sitzt. Genau sie hätte doch auch für etwas Kreativität sorgen können. Stattdessen wurde das offensive Mittelfeld mit Popp, Laudehr und Kemme mit Spielerinnen besetzt, die allesamt für ihre kämpferische Qualität bekannst sind, aber nicht dafür, um mal den entscheidenden Pass in die Schnittstelle zu spielen (genau dies – dass der entscheidende Pass in die Schnittstelle bei der guten Defensive der Isländerinnen schwierig zu spielen war – hat Popp ja im Interview auf DFB TV angemerkt…Noch schwieriger wird es halt, wenn man die Spielerinnen, die dies können, auf der Bank lässt. Auch Dallmann hätte ich mir von Anfang an vorstellen können).
    Dass Maier im Verein nur noch zweite Wahl ist und nicht regelmäßig spielt, sehe ich nicht so. Das war zwar letzte Saison so, zur Zeit spielt sie aber regelmäßig und auch durchaus mit dem gewohnten Offensivdrang.
    Blässe hat für mich in der N11 nichts verloren. Gibt es da wirklich niemand besseren???
    Bremer hat diese Position im Verein schon oft gespielt; auch Peter hat in der N11 früher AV gespielt. Vielleicht würde ihr das mal wieder gut tun.
    Bei manchen Vorschlägen hier kann ich allerdings nur lachen: Siems, Lahr, Bühl,… das kann doch (in Siems` und Bühls Fall: noch) nicht ernst gemeint sein??

    Zum Trainerteam: Mit Jones macht das ja wohl keinen Sinn mehr, worüber sich auch viele einig zu sein scheinen. Das wurde ja jetzt auch schon zur Genüge angemerkt und ausdiskutiert.
    Mich wundert es richtig, dass Popp im Interview gesagt hat, dass sie vom Trainerteam bestens eingestellt wurden.
    Für mich ist Wörle ein ganz heißer Kandidat für diesen Posten. Auch wenn es bei Bayern nicht mehr so rasant bergauf geht, wie in den letzten Jahren, sondern die Enwticklung im Moment eher stagniert, halte ich ihn für einen sehr fähigen Trainer im Frauenbereich.
    Er hat soweit ich mich erinnere auch schon öfter angedeutet, dass er sich durchaus auch noch andere Aufgaben vorstellen kann und nicht ewig bei den FCB Frauen bleiben wird. Ich glaube zwar, dass er ursprünglich irgendwann in den Männerbereich wollte. Aber wer weiß, ob er ein entsprechendes Angeot vom DFB nicht annehmen würde.

    (-5)
  • Die Mannschaft sagt:

    So I read that some of you are discussing Peter and Wolfsburg. Babett Peter’s been part of a Wolfsburg defense that’s not as great as everyone thinks it is. See, when they met a great team like Potsdam last week, they clearly struggled with Huth/Kemme and the longs balls from Johanna Elsig. Nilla Fischer is the „Abwehrchefin“ in Wolfsburg, and Peter’s completely overshadowed by Fischer. If anyone watched the destruction of Atletico Madrid in the Champions League, every great ball coming from the defense was from Fischer! If it wasn’t for Luisa Wensing’s long time injury, she would’ve partnered Fischer today, not Peter. What this German team needs is a centerback who’s calm with the ball and in pressure, and who’s comfortable with passing and taking the ball up to the midfield/forwards comfortably and who has the view of the game. How hard is it for Steffi Jones to realise that you need centerbacks who’s capable of dealing with every asepct of elite international football?

    I won’t deny that I’m a big fan of Johanna Elsig, but that’s not why I’m „biased“ in my opinion that she should be a regular player on the national team. Everyone following her performances in Potsdam can see that she’s a modern centerback. Completely dominant in the air, great with long balls and passing, terrific at winning balls high up in the pitch and pass it swiftly, stop counter attacks. Watch the last game between Wolfsburg and Potsdam, and you’ll understand why Wolfsburg struggled against Potsdam. And I know a lot of you think she’s not the fastest player, which she’s not but you don’t have to be among the fastest players to be a great centerback if you can compensate it with other aspects of the game that Johanna Elsig has. See, Mats Hummels not the fastest but he’s for sure one of the defenders in the world.

    (10)
  • fisch sagt:

    Wie gern würde ich mich hier irren, wenn ich nicht daran glaube, dass der DFB aus Angst vor der eigenen Courage die selbst verursachte Fehlbesetzung der BTin korrigiert und den im FF praktizierten „Frankfurter Klüngel“ mal außen vor lässt. Bar jeder Grundvoraussetzungen für das Amt einer BTin hat man Steffi Jones
    ohne jegliche Trainererfahrung ausgewählt. Und nach einem Sieg gegen die Faröer Inseln am Dienstag wird alles wieder gut sein.

    (20)
  • Fan2 sagt:

    @JK: Vielleicht lag der Torwartwechsel auch daran, dass Jones sich das Spiel Wolfsburg gegen Potsdam am Wochenende angeschaut hat?

    Noch einmal ein bisschen analytisch zu meinen Vorschlägen in der N11, die ja hier durchaus auf Unverständnis gestoßen sind:
    1. Wie bisher noch nicht registriert, favorisiere ich aktuell ein 3-5-2 für die N11. Weshalb? Nun, erstens kennen dieses System mittlerweile alle Spielerinnen (bis auf die Wolfsburgerinnen) in dieser oder ähnlicher Form aus ihren Vereinen. Dort wurde oder wird immer noch seit Jahren so gespielt. Dementsprechend wäre es für viele keine große Umstellung.
    Zweitens kommt es fast allen Spielerinnen sehr zugute, sogar den Wolfsburgerinnen. Jones dagegen hat mittlerweile sowohl die Raute als auch das 4-2-3-1 ausprobiert und ist gescheitert.
    Wieso kommt es dem deutschen Spiel zugute? Im wesentlichen aus 5 Gründen: Erstens: Durch die 3er-Kette, die bei gegnerischem Angriff zu einer 5er-Kette werden kann, sowie den 2 Spielerinnen auf der Doppelsechs ist in der Defensive eine viel größere Sicherheit und Kompaktheit gegen Konter gegeben, die Deutschland jetzt schon ein ums andere Mal ins Mark getroffen haben. 3er- und 4er-Kette viel besser ineinandergreifen als zwei 4er-Ketten.
    Zweitens: Mit Bremer, Maier und Simon, aber auch mit Laudehr, Blässe oder beispielsweise Gwinn haben wir eine ganze Reihe Außenläuferinnen, denen eine solche Aufstellung zugute käme, da sie alle viel Speed mitbringen. Um diesen Speed ausspielen zu können, brauchen sie große Räume, die sie nur dann haben, wenn sie die Bahn vor sich frei haben, nicht zu offensiv aufgestellt. aber gleichzeitig in der Defensive auch nicht maximal miteingebunden sind. In einem 4-2-3-1-System wäre die Abwehrposition für alle zu defensiv, während die Flügelposition zu offensiv für sie wäre. Noch dazu haben wir kaum echte Flügelstürmerinnen mehr in Deutschland.
    Drittens: Im Vergleich zur Raute ist es hinlänglich notwendig, dass wir zwei ZDMs haben für den Spielaufbau, aber auch für die defensive Kompaktheit. Bei der EM haben wir mit Demann gesehen, wie lasch Abwehr und Mittelfeld zusammenhängen in einer Raute, zumal die klassische Raute kein einziges BL-Team spielt und die Halbpositionen dementsprechend überhaupt keinen Plan haben, was sie tun sollen, und wie das für eine Spielerin kaum alles zu leisten ist zwischen Abwehr und Mittelfeld.
    Viertens: Gleichzeitig ist ein klassisches 4-4-2 mit zwei „6“ern ebenfalls nicht erstrebenswert, weil Spielerinnen wie Marozsan, Däbritz oder Magull sowohl im Sturm als auch auf der „6“ verschenkt sind. Sie brauchen einen Raum, in dem sie ihre Kreativität voll entfalten können, hinten abgesichert durch eine kompakte Defensive, die sie von den Aufgaben nach hinten befreit, während vorne zwei Stoßstürmerinnen die Räume für sie reißen. Genauso lief es bei Bayern in der besten Zeit mit Däbritz: Hinten sicherten Behringer und Leupolz ab, auf den Flügeln flitzten Maier und Lewandowski und vorne rissen Miedema und Stengel die Räume für Däbritz oder auch Vero auf.
    Das Ergebnis: Eine der souveränsten Meistertitel in den letzten Jahren. Fünftens: Nur mit diesem System lässt sich zu dem realisieren, mit zwei Stoßstürmerinnen zu spielen, was bei den aktuellen Gegnern auch notwendig sein dürfte. Insgesamt also das aktuell beste System.

    2. Kommen wir nun also zu den Besetzungen: Die Besetzungen sind im Wesentlichen keine großen Neuerungen. Seit Jahren wird Elsig in die IV gefordert, auch Demann hat bei Bayern eher in der IV ihre Stammposition als im DM, daher ist sie dort gut aufgehoben. Daneben wurde hier auch immer wieder von verschiedenen Seiten Fellhauer gefordert, die ein riesiges Talent in der IV ist, wie sie gerade bei Freiburg zeigt. Mit 19 gehört sie nun auch nicht mehr zu den allergrößten Küken, Lea Schüller ist auch erst 19. Viel Alternativen gibt es dazu auch gar nicht, sowohl Hendrich als auch Peter und Henning sind nicht auf der Höhe, Schiewe wurde mittlerweile bei Freiburg von Fellhauer auf die Bank verdrängt, allenfalls noch eine Marith Prießen käme da noch infrage neben Schiewe.
    Diese 3er-IV könnte schnell zu einer 4er-Verteidigung umgestellt werden, wenn man einfach eine der drei auswechselt und auf der Außenbahn links die defensivere Simon nach hinten beordert. Auf rechts sehe ich hier zur Zeit Siems als erste Einwechsel-Option. Wieso? Ja, sie ist noch sehr jung, aber das sollte kein allzu großes Argument sein. Letztlich wäre sie sowieso nur Ergänzungsspielerin und hätte dadurch die Möglichkeit, behutsam an die Rolle rangeführt zu werden. Was sie zuletzt bei Potsdam gezeigt hat, war zudem äußerst beachtlich. Was vor allem für sie spricht, ist, dass sie im Vergleich zu all den anderen RVs, die wir aktuell in Deutschland haben, eine defensive Version ist, vielleicht vergleichbar mit Lahr. Alle anderen drängen, was ja auch gut ist, immer und gerne und viel nach vorne. Gerade gegen die wenigen Teams wie Holland, die ihre stärkste Offensivpielerin auf links haben, wäre das eine Option für mehr Sicherheit und Stabilität.
    Ansonsten sehe ich auf den Außenbahnen Bremer und Simon gesetzt, worüber es aktuell glaub ich auch keine Diskussionen geben dürfte. Bremer hat diese Position beim besten Klub der Welt hervorragend bekleidet, auf links käme hier maximal Faißt als Alternative infrage, die aber wohl von der Ausrichtung dann doch eher zu offensiv wäre.
    Im Zentrum habe ich ja schon bereits beschrieben, wieso ich Goeßling nicht als erste Wahl sehe. Meines Erachtens gibt es zumindest für die echte „6“ eine bessere, nämlich Clara Schöne, die diese Position bei Freiburg genau so spielt, wie eine „6“ sie spielen muss. Im Zweifel könnte sie auch eine Art „5,5“ spielen, also eine Spielerin, die immer wieder zwischen 5er-Kette und DM je nach Bedarf hin- und herwechselt, wie sie es auch schon bei Freiburg gespielt hat, und wie Henry diese Position einst bei Lyon bekleidet hat.
    Neben ihr auf der „8“ gäbe es dann verschiedene Möglichkeiten: Eine Julia Simic könnte ich mir da durchaus vorstellen, auch eine Goeßling könnte so etwas spielen, aktuell ist mein Favorit aber eine Linda Dallmann, die damit zwar etwas defensiver spielt als in Essen normalerweise, der ich diese Position aber durchaus zutraue, als eine Art zweite hängende „10“ hinter Magull. Das wäre dann das Mittelfeld also. Auf der „10“, die in diesem Spielsystem tatsächlich mal eine echte „10“ ist, hat man dann mit Magull, Däbritz und Marozsan, langfristig auch Chmielinski eine ganze Reihe Kandidatinnen, auf die eine solche Position genau zugeschnitten ist. Marozsan und Däbritz würde diese Position hinter zwei Spitzen womöglich sogar noch mehr zusagen, während Magull diese Position auch hinter einer Spitze spielen könnte. Jedenfalls hätte jede dieser Spielerinnen genau die Freiheiten, die sie bräuchte.
    Vorne dann gibt es mit Popp und Schüller zwei klare Stoßstürmerinnen, wozu ich auch Kemme zählen würde. Von diesen wäre meines Erachtens Popp gesetzt, weil ich ihr zutraue, mit beiden anderen zu harmonieren, während ich das Duo Kemme/Schüller eher etwas skeptischer sehe, da beide sich doch sehr unterscheiden in der Art und Weise ihrer Interpretation.

    Kommen wir damit zu den Auswechselspielerinnen: In der Defensive haben wir bereits 3 IVs, dazu mit Schöne noch eine weitere, die das spielen kann, sodass ich mich dafür entschieden habe, nur noch eine nominelle IV mitzunehmen, und zwar Carolin Schiewe, die zwar in Freiburg aus der Stammmannschaft verdrängt wurde, jedoch nur, weil es zwei bessere gibt. Sie gehört zu den Spielerinnen, die nicht großartig meckern, wenn sie auf der Bank sitzen, aber, wenn sie dann einspringen müssen, voll da sind!
    Dafür habe ich allerdings für rechts und links jeweils zwei Ersatzspielerinnen, eine defensive und eine offensivere Variante. Hier habe ich vor allen Dingen auf die Jugend gesetzt, spricht: Bühl, Gwinn, Siems. Wieso? Sie sind zwar noch sehr jung, doch haben gerade Gwinn und Bühl zuletzt bei Freiburg Leistungen gezeigt, die für ihr Alter aller Ehren wert sind. Sie haben bewiesen, dass sie im Spieltempo und von der Spielanlage bei den Großen nicht nur mithalten, sondern zeitweise sogar den Takt angeben können. Zudem gilt auch hier: Sie sind erstmal nur Ergänzungsspielerinnen, die die N11 kennenlernen sollen und herangeführt werden sollen. Zudem sollen sie ja auch nicht in die Stammelf, sondern maximal als letzte Alternative in der zweiten Halbzeit kommen.
    Dazu sehe ich am ehesten Faißt auf links, einfach, weil wir keine bessere/andere haben.
    Im Mittelfeld sehe ich Doorsoun als erste Alternative für Schöne, um die Position hinter Dallmann streiten sich Simic und Goeßling. Auf der „10“ sehe ich aktuell Marozsan oder Magull und im Sturm streiten sich Kayikci und Huth um den letzten Platz hinter den drei gesetzten.

    3. Eine wichtige Personalie möchte ich noch ansprechen: Es ist ja schon öfter hier spekuliert worden, wer denn Nachfolger von Jones im Falle eines Rücktritts werden sollte. Die Namen, die ich bisher so gehört habe, waren: Neid, Kellermann, Wörle, Scheuer, Schröder. Ich halte alle diese nicht für eine Option, da sie alle Bundesligatrainer bzw. ehemalige Bundestrainer sind. Bundesligatrainer als N11-Trainer hat noch nie wirklich gut funktioniert in Deutschland (und andersrum), weil das zwei völlig unterschiedliche Dinge sind, mit Neid again wäre es wieder der alte Trott.

    Den Trainer, den ich am befähigsten sehen würde, und der mE die einzige echte Alternative ist, ist: Ralf Peter! Wer ihn nicht kennt, google ihn mal. Er würde wie die Faust aufs Auge passen und mehr Qualität mitbringen als alle oben genannten zusammen!

    (0)
  • Sundermann sagt:

    Da hier schon zu allem viel geschrieben wurde, vieles richtig, manches sehr spekulativ und einiges ziemlich naiv, nun noch einge Anmerkungen von mir.

    1. Gefühlt dürfen Dallmann und Magull anscheinend nur spielen wenn es auf dem Platz nicht läuft.

    2. Bemerkenswert fand ich die Einwechselung von Schüller in dieser Situation, immerhin hatte sie noch keine Minute in der Natio gespielt. Schön das sie dann auch noch getroffen hat, aber das sollte man natürlich nicht überbewerten, Island war am Ende doch ziemlich platt.

    3. Der Mannschaft fehlt eine Denkerin/Lenkerin/Spielgestalterin, eine Spielerin die vorangeht, momentan haben wir nur Indianer und keinen Häuptling, niemand der das Kommando übernimmt, insbesondere in Spielen wo es nicht läuft. Das es mental nicht stimmt, das sieht wohl jeder.

    4. In der Mannschaft gibt es viele Baustellen, Abwehr/Mittelfeld und Angriff. Die Trainerin hat jetzt eine weitere Baustelle eröffnet, und zwar im Tor. Egal wer morgen spielt, diejendige die auf der Bank sitzt ist beschädigt und moralisch angeknackst. Ich halte beide für ungefähr gleich stark, aber Schult hat mehr internationale Erfahrung ud hat eine gute EM gespielt. Aber wie auch immer, danke Frau Jones, das war vollkommen unnötig.

    Der DFB wird wohl die Trainerin nicht entlassen, in solchen Sachen ist der Verband in D nicht sehr entscheidungsfreudig. Falls doch, dann bitte nicht Grings oder gar Wörle, dann wirds ja noch grausiger. Ein neuer Trainer muss die Bundesliga kennen und internationale Erfahrung haben. Ach ja, deutsch sollte er auch sprechen. Das Geschlecht ist mir ziemlich egal. Da würde mir eigentlich nur Kellermann einfallen.

    Und nach einem Sieg gegen die Faröer ist nichts gut, man muss sich nur die Tabelle anschauen. Und das mag jetzt vielleicht arrogant klingen, aber ein Sieg sollte schon höher ausfallen als die Siege der anderen Mannschaften gegen die Faröer. Das könnte, psychologisch gesehen, vielleicht ein klein wenig helfen.

    (5)
  • FF-Fuchs sagt:

    Da der Weg nach Wiesbaden von mir aus ja nicht so weit ist, habe ich mir das Spiel angeschaut. Leider sah ich über 90 Minuten eine verkrampfte Elf spielen, ohne eigne Initiative, ohne Bewegung, ohne Hilfe von der Trainerbank. Ich habe schon das Gefühl, dass Herr Högner die Faust in der Tasche hat und frustriert auf der Bank sitzt. Ich frage mich schon, weshalb er nie aufsteht und auch in das Spiel von außen eingreift. Darf er nicht??
    Ja auch ich habe immer wieder Laura Benkarth in das Tor gefordert und ja ich muss zugeben, dass ich sie seit Monaten noch nie so schlecht gesehen habe. Zum ersten mal durfte sie in einem Pflichtspiel spielen, ohne dass Almuth Schult verletzt war. Trotzdem bin ich der Meinung, dass sie diesen Einsatz verdient hat und es auch verdient hat wieder eine Chance zu bekommen. So wie auch Almuth Schult ihre Chancen bekommen hat, nachdem sie bei ihrem ersten großen Turnier, den olympischen Spielen, doch auch ziemlich nervös und unsicher gewirkt hat. Die gesamte Mannschaft konnten ihre Qualitäten, die sie sicher haben, nicht abrufen. Wenn ich aber von außen keine Anweisungen höre, dann stimmt etwas nicht im Trainerteam. Wenn ich sehe wie der isländische Trainer von außen auf seine Mannschaft eingewirkt hat und immer wieder lautstark Anweisungen gegeben hat, während Frau Jones stillschweigend die Linie entlang lief und ab und zu den Kopf schüttelte. So war jedenfalls mein Eindruck. Ich möchte jetzt auch keine Namen nennen, wer für wen hätte spielen sollen, dafür und davon gehe ich aus, sind die Eindrücke im Training da, die ich nicht beurteilen kann.

    Ich hoffe sehr, dass die Aussprache unter der Mannschaft Früchte trägt und das im Sinne des deutschen FF. Es würde mich freuen wieder schönen Fußball zu sehen, wobei der nächste Gegner kein Maßstab ist.

    (12)
  • Timmy sagt:

    Auf einmal sollen Schlaubi Schlumpf, Aladin, Poccahontas oder Tinkerbell Bell Gras fressen. Hihi… Haben die neuen eigentlich schon ihre Spitznamen bekommen? Lang nichts gehört. 😉 http://m.bild.de/sport/fussball/fussball-em-frauen/bart-simpson-wirbelt-gegen-italien-52613194,view=amp.bildMobile.html

    (9)
  • Aldur sagt:

    Nach der EM habe ich noch dafür plädiert, dem neuen Trainerteam Zeit zu geben, den anstehenden Umbruch, der ja nicht nur das Personal, sondern auch ein Stück weit die Spielweise betrifft, in Ruhe zu vollziehen. Inzwischen darf man aber wohl bezweifeln, dass das in der derzeitigen Konstellation gelingen wird. Die Verunsicherung der Mannschaft ist greifbar, ähnlich wie schon gegen Tschechien und im EM-Viertelfinale.

    Auch wenn einzelne Personalentscheidungen für den Außenstehenden schwer nachvollziehbar sind (warum kam die im Verein derzeit überragende Magull nur von der Bank?), würde ich es gar nicht so sehr an einzelnen Spielerinnen aufhängen. Die Mannschaft muss erst einmal wieder als solche funktionieren.

    Die Zeiten in denen die deutsche Mannschaft fast alle Gegner schon allein körperlich dominiert hat, gehören der Vergangenheit an. Auch die (ohne Island zu nahe treten zu wollen) mittelmäßigen Teams wissen inzwischen, wie man fußballerisch eigentlich überlegenen Teams das Leben schwer machen kann, und halten das vor allem auch körperlich über 90 Minuten durch. Mit dem Problem steht die deutsche Mannschaft auch nicht allein. Frankreich hatte z.B. in allen drei EM-Vorrundenpartien gegen die der Papierform nach schwächer eingestuften Schweiz, Österreich und eben Island ja ähnliche Probleme. Das angestrebte Ballbesitzspiel kann dort eine Lösung sein, zumal es auch dem Umstand Rechnung trägt, dass die deutsche Offensive mit Ausnahme von Popp derzeit eher aus kleinen, flinken Spielerinnen besteht, denn aus dem Typ „wuchtige Zielspielerin“. Schüller – sollte sie sich etablieren – wäre da nochmal eine Art Hybrid. Momentan hapert es aber an der Umsetzung, und in Konsequenz daraus, an der defensiven Stabilität. Beim 1:3 von Island reichte wieder ein langer Ball, um die gesamte deutsche Defensive auszuhebeln, ähnlich wie z.B. in den Freundschaftsspielen gegen Norwegen und Österreich im Vorfeld der letzten EM.

    Ein Patentrezept, wie der gordischen Knoten zu lösen ist, hat wohl niemand. Für mich bedarf es einem Impuls von außen. Wenn schon kein Wechsel auf dem Cheftrainerposten, dann könnte diesen eventuell die in der Vergangenheit bereits angekündigte Neubesetzung des zweiten Cheftrainerpostens bringen. Dort würde ich mir dann jemanden von komplett außerhalb der „Frauenfußballwelt“ wünschen, um wirklich neue Impulse zu bringen.

    Insgesamt denke ich trotzdem, dass die Niederlage für die Quali noch kein Beinbruch ist. Island muss, nach dem Kraftakt von Freitag, morgen erst einmal sein Auswärtsspiel in Tschechien gewinnen, um die DFB-Elf hinsichtlich der direkten Qualifikation wirklich in Bedrängnis zu bringen. Gegen Färöer, dass sowohl von Tschechien, als auch von Island je 8 Stück bekommen haben, werden wir ungeachtet der derzeitigen Form wohl keine Probleme bekommen – genauso wenig gegen die anderen Gruppengegner, mit Ausnahme vielleicht von Tschechien. Aber hier sehe ich Island noch weniger stabil genug, um alle anderen Gruppengegner wegzufegen.

    (5)
  • Aldur sagt:

    Nachtrag: Im vorletzten Absatz war natürlich „Neubesetzung des zweiten Co-Trainerpostens“ gemeint.

    (2)
  • Fan2 sagt:

    @Aldur: Nun, nach unserem Grottenkick gegen Tschechien, wo es eigentlich schon 0:0 hätte ausgehen müssen, sehe ich auch da im Hinblick auf das Rückspiel große Fragezeichen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die deutsche Mannschaft da auch zuhause keine gute Figur abgeben wird.
    Übrigens, selbst, wenn Island am Dienstag gegen Tschechien verlieren sollte, reicht ihnen daheim immer noch ein Unentschieden, um uns nach Hause zu schicken. Und das traue ich Ihnen allemal zu.

    Was Deutschland vor allen Dingen fehlt, ist Schnelligkeit im Spiel. Ballbesitz hilft dir nix, solange du damit nur das Spiel verlangsamst und die Lücke in der gegnerischen Abwehr nicht findest. Wenn du den Ball hast, musst du als Mannschaft in der Lage sein, mal eine Ballstaffette über 5-6 Stationen flüssig durchzuspielen in kurzer Zeit. Nur so kannst du überhaupt mal etwas Unruhe ins gegnerische Spiel bringen und die engen Reihen der gegnerischen Abwehr lockern.
    Davon aber sind wir heute meilenweit entfernt. Denn dazu bräuchte es zumindest mal die Passsicherheit bei einfachen Bällen, Grundelemente wie Ballannahme, Ballmitnahme, Stellungsspiel, Bewegung im Spiel, Anbieten, Positionswechsel, etc. etc. Alles Dinge, die bei Deutschland aktuell keine Selbstverständlichkeit mehr sind.
    Lassen wir es uns so formulieren: Deutschland verteidigen kann mittlerweile jeder mit sehr, sehr einfachen Mitteln. Was jetzt noch dazu kommt, ist eben, dass Deutschland eben nicht mehr den Status der Unbesiegbarkeit hat, sodass sich nun immer mehr Teams trauen, zu kontern und auch mal die Unzulänglichkeiten der deutschen Defensive aufzudecken. Tschechien hätte sich da schon fast belohnt, Island hat es nun in verheerender Weise getan, ein viertes Tor wäre gut gewesen, weil dann die ganze Dimension der Schmach noch einmal wesentlich deutlicher gewesen wäre.

    (4)
  • Pauline Leon sagt:

    ganz witzig, das @Sundermann der inka unterstellt, sie hätte keine ahnung von der bundesliga und keine internationale erfahrung. da, denke ich, hat sie von beidem mehr als herr kellermann. der hätte gegen island sicher dem rasen die schuld gegeben…

    (8)
  • Wolle sagt:

    Auch wenn der Karren N11 total festgefahren ist, wird es keinen Trainerwechsel geben.
    Ganz einfach: Gem. der DFB-Statuten muss es eine dt. Frau sein. Und da gibt es z. Zt. keine verfügbare Option.
    MVT wird der Schweizer Verband mitten in der Quali wohl kaum ziehen lassen.
    Maren Meinert hat schon mal dankend abgelehnt.
    S.N. wird sicherlich nicht mehr wollen, außerdem leidet Sie noch über heftige Bauchschmerzen vor lauter Lachen über Miss Jones.
    Inka Grings ist noch zu unerfahren und weitere Alternativen fallen mir nicht ein.

    Ich bin da bei Fan2: Ralf Peter wäre genau der richtige Mann, hat aber leider das falsche Geschlecht.

    Also bleibt alles beim Alten:
    Miss Jones darf weiterhin Ihre Fehler machen.
    Warum wechselt Sie vor dem wichtigsten Spiel die Torhüterin aus, die vor wenigen Wochen noch zum engsten Zirkel gehörte. Der Druck für Benkrath war unnötig hoch. Jetzt hat Sie eine verunsicherte Schult und eine verbrannte Benkrath.
    Magul und Dallmann sitzen seit der EM nur noch auf der Bank, als ob Sie am frühen Ausscheiden Schuld wären. Eine 1,5 Jahre verletzte Leupolz ist direkt in der Startelf, obwohl Sie bestenfalls bei 60-70% ist.
    M.M.n. fehlt ihr auch ein Plan B wenn es nicht läuft. Auf mich wirkt Sie plan- und hilflos und sowas färbt dann auch auf die Mannschaft ab: verunsichert, gehemmt und unpräzise.

    (14)
  • F.B. sagt:

    @JK:
    Sorry für den Lappsus. Ich wollte erst eine Aufstellung für zukünftige Spiele machen, habe dann auf Dienstag korrigiert und dann ist so ein Mischmasch rausgekommen.

    @Fan2:
    Ich kann mittlerweile dieses Runterschreiben der Qualität des Frauenfußballs nach dem Motto „Eine Mannschaft wird nur Meister, weil die anderen noch schlechter sind“, nicht mehr hören. Unsere Defensive war in der letzten Saison, und vor allem in der Rückrunde, sehr stabil. Und gerade Anna Blässe und Babett Peter waren wichtige Säulen in der Abwehr. In der Saison 2015/16 war das sicher anders, da hatten wir große Defensivprobleme, aber das ist jetzt lange behoben.
    Du gehörst anscheinend auch zu der Fraktion, die robuste Spielerinnen bevorzugt und Kreativität und Spielintelligenz als sekundäre Eigenschaften betrachtest. Dass Lena Gößling im Schatten von Sara Gunnarsdottir steht, zeigt, dass du diese Saison nicht allzu viele Spiele gesehen hast. Letztere war in der letzten Saison in den meisten Spielen völlig überfordert, sie vermochte es überhaupt nicht, das Spiel zu dirigieren und in irgendeiner Weise der Offensive kreative Impulse zu geben. Ihre Leistung ist diese Saison besser, weil Gößling ihr die offensiven Aufgaben abnimmt und sie sich ganz auf ihre Abräumerqualitäten konzentrieren kann. Und sorry, Melanie Behringer ist bei Olympia vor allem als absolute Fehlpasskönigin aufgefallen und ganz sicher nicht als Regisseurin.
    Was Schult und Benkarth betrifft, würde ich auch sagen, dass beide grundsätzlich auf Augenhöhe sind.

    (4)
  • Joe Waschl sagt:

    wenn der dfb wieder talente haben will muss er sein nachwuchskonzept überdenken. Für das die heutige Bundestrainerin verwantwortlich war.
    Zu viele Talente werden in sehr jungen Jahren viel zu sehr beansprucht, ja regelrecht verbrannt. Kreuzbanrisse und andere schwere Verletzungn pflastern den Weg vieler Talente. So fehlt der Fundus an Talenten, den wir bei den Männern nach Jahren der Aufbauarbeit heute wiede4 haben.
    Also: Spielhäufigkeit der u15 und u17 spielerinnen stark reduzieren (die spielen in bundesländerauswahlen, nationalteams, jungsteams und u17 buli in viel zu engem takt). Mit 17 oder 18 haben sie schon eine lange liste der verletzungen.
    Aktuellstes Beispiel: Sydney Lohmann

    (10)
  • FFFan sagt:

    Es bringt jetzt nichts, die Mannschaft total umzukrempeln. Für das heutige Spiel wünsche ich mir eine offensiv ausgerichtete Aufstellung mit einem spielstarken Mittelfeld.

    System: 4-1-4-1

    Aufstellung: Schult – Blässe, Hendrich, Peter, Simon (Doorsoun) – Goeßling – Huth, Dallmann, Magull, Kemme – Popp.

    Nach der Niederlage gegen Island muss sich die Mannschaft nun rehabilitieren. Dazu braucht es nicht nur einen (hohen) Sieg, sondern vor allem eine überzeugende Leistung!

    (4)
  • Oskar Walter sagt:

    Ich wollte mir das Spiel der Nationalelf zuerst in Wiesbaden ansehen, bekam aber die Eingebung, dass sich das nicht lohne. Sinnigerweise habe ich das Spiel auch noch am Freitag verpasst. Aufgrund der Kommentare habe ich es mir gestern angesehen um mir eine eigene Meinung zu bilden. Sicher ist, dass Deutschland auch durch die Unbeweglichkeit der Vorgängerin international ganz erheblich zurückgefallen ist. Ich war eigentlich von Steffi Jones vorher überzeugt, dass sie vieles besser machen wird. Allein die bisherigen Ergebnisse und das was eher stetig abwärts gehend zu sehen ist, lassen mich zweifeln. Es verbietet sich mittlerweile einfach, Spielerinnen die in der Vereinsmannschaft noch keine Form haben, in der Nationalmannschaft diese suchen zu lassen. Es ist auch ganz deutlich, dass Spielerinnen aus München wie Däbritz, Leupolz oder Maier viel von ihrem Können eingebüßt, dafür aber an Härte hinzugewonnen haben. Dass die aktuell in hervorragender Form befindlichen Magull und Dallmann zuerst auf der Bank Platz dürfen ist für mich nicht verständlich. Es macht auch wenig Sinn, Spielerinnen auf anderen als den gewohnten Posten spielen zu lassen; dazu sind wir derzeit sicher zu schwach, als dass wir uns das ungestraft leisten können. Wenn wie geschrieben wurde Markus Högner die geballte Faust in der Tasche gehabt haben soll, zur Solidarität gehört es auch, einmal klare und kritische Worte zu sagen und Veränderungen zu fordern und durchzusetzen statt ergeben zuzusehen. Sehr leid tat mir Laura Benkarth an diesem Tag. Ich habe sie in den letzten zwei Jahren immer sehr gut in Freiburg gesehen und solche Fehler sind ihr nie vorgekommen. Wenn ich aber daran denke, wie viele Klopse A. Schult gemacht und wieviel Chancen sie bekam, kann es das bei Laura Benkarth auch noch nicht gewesen sein und die völlig neben sich stehende Abwehr hat da auch sicher einiges dazu beigetragen.Ich hoffe und wünsche, dass das Trainerteam mit S.J.mit der Mannschaft sofort die Kurve bekommt; ansonsten ist wirklich Abpfiff angesagt.

    (9)
  • Fan2 sagt:

    @Wolle: Guter Hinweis. Es scheint wirklich so, als würde Jones einzelne (und zwar die falschen) für das EM-Ausscheiden verantwortlich machen: Magull, Doorsoun, Dallmann und Islacker…
    Aber bloß nicht Däbritz, Marozsan, Goeßling, Peter, Blässe, Schult usw. usf. Die spielen ja bei den richtigen Vereinen.

    Ist das mit den Statuten offiziell? Es hört sich bei dir so an. Oder ist das eher eine interne Vorgabe? Ansonsten wäre das sofort zu ändern.

    @F.B.: Die Defensive mag letzte Saison nicht ganz so grottig gewesen sein wie in der Vorsaison, dennoch: Bayern hat 14x zu null gespielt, Potsdam 12x, Wolfsburg gerademal 10x.
    Die Defensive war eben nur deswegen so stark, weil schon die Offensive gut gepresst hat. Die Gegner sind ja kaum über die Mittellinie gekommen, wenn sie es aber geschafft haben, dann klingelte es eben auch.
    Nimm die Defensive von Wolfsburg und stecke sie in irgendeinen anderen Verein, oder eben, wie bei der EM in die N11, und sie ist maximal noch guter Bundesliga-Durchschnitt, aber längst kein deutsches Spitzenniveau mehr.
    Zu Gunnarsdottir und Goeßling: Es geht mir nicht darum, wer offensiv die Akzente setzt. Dafür hat Wolfsburg mit Harder, Hansen, Popp und Co. mehr als genug Spielerinnen auf dem Feld. Es geht mir darum, wer die Schaltzentrale zwischen Abwehr und Offensive ist, die Position, die wir aktuell in der N11 brauchen. Und da war es auch schon früher Keßler, die diese Rolle ausgefüllt hat, und bei Wolfsburg ist es, wie du aktuell bestätigst, ja auch Gunnarsdottir, die den defensiveren Part spielt. Für die „8“ haben wir aktuell in Deutschland mit einer Dallmann oder einer Simic gute Spielerinnen, und da will ich Goeßling gar nicht rausrechnen, wo uns die Spielerinnen fehlen, sind auf der „6“, die Position, die Demann ja bei der EM interimsmäßig ausgefüllt hat.
    Und da, auf dieser Position, sehe ich Schöne oder Doorsoun gesetzt, nicht aber eine Lena Goeßling.

    Heute nachmittag erwarte ich bis auf die Rotation im Tor und notwendigerweise Simon auf links eigentlich genau die gleiche Elf wie gegen Island. Wieso? Weil ich immer vom Worst Case ausgehe und Jones nicht mehr zutraue, dass sie dazu lernt.

    Wobei man dazu sagen muss: Mit Peter, Blässe, Wedemeyer, Goeßling, Laudehr, Leupolz in einem 21er-Kader ist es schon schwierig überhaupt eine Wunschelf aufzustellen, die nicht in der Schottischen Furche (2-3-5) spielt:
    Schlüter – Elsig, Simon – Dallmann, Doorsoun, Magull – Huth, Popp, Schüller, Kayikci, Kemme
    Aber gut, vielleicht sollte man genau so etwas mal ausprobieren.

    (-6)
  • Fan2 sagt:

    Übrigens, wenn wir uns die Statistiken des Island-Spiels mal anschauen, so müssen wir festhalten, dass es nicht etwa daran lag, dass Deutschland in diesem Spiel nicht wie immer dominant gewesen wäre. Nein, die Deutschen waren sehr dominant: 74% Ballbesitz, 14:6 Torschüsse, 10:0 Ecken. Dominanter geht es kaum.
    Dass das Spiel gegen Island verloren ging, lag schlicht und ergreifend daran, dass der Ball, sobald Island ihn hatte und über der Mittelline war, praktisch schon im Tor lag (von den 6 Torschüssen hätten 4 ins Tor gehen müssen), während Deutschland den Ball über Stunden hätte in den eigenen Reihen zirkulieren lassen können, ohne wirklich zwingende Torgefahr auszustrahlen.
    Aus 26% 3 Tore machen – das sollte vielen, sehr vielen Teams sehr große Hoffnungen machen.
    Mein Tipp: Alles, was aus Wolfsburg kommt, erstmal konsequent aus der Abwehr und dem ZDM aussortieren.

    (2)
  • wolle sagt:

    @Fan2: Das steht natürlich nirgends in den Statuten, aber intern gilt dies als Doktrin. Ist ja auch in Artikeln von FR oder anderen Medien zu lesen.
    Ralf Peter war meines Wissen der letzte Trainer und hat reihenweise Talente im DFB-Nachwuchs produziert. Popp, Maro, Huth z.B. 1x unglücklich frühzeitig bei U17-WM ausgeschieden, durfte er direkt gehen. Wenn ich mir den Mist von Fr Bernhart anschaue kriege ich heute noch das Kotzen..

    @Joe Waschl: volle Zustimmung! Wir schaffen es, unsere weniger gewordenen Top-Talente zu verheizen. Gibt’s in anderen Nationen auch so vile Schwerverletzte in jungen Jahren? Wenn ich sehe das eine Oberdorf nicht mal 16 Jahre ist und schon U19 spielt finde ich das schlichtweg verantwortungslos.

    (4)
  • Fan sagt:

    @Fan2,
    wie wäre es wenn du mal deine Freiburger Vereinsbrille abnehmen würdest?
    Wenn du vom Fussball eine Ahnung und selber mal gespielt haben solltest, müßtest du wissen dass Abwehrarbeit bereits im Sturm ( Pressing ) beginnt. Also was soll die Kritik hier im Forum an der Abwehrarbeit desVfL Wolfsburg? Wie oft sind hier im Forum die Bayernladys wegen ihren 1:0 Siegen und der damit verbundenen Spielweise kritisiert worden? Aber sie sind damit Meister geworden. Also hat Wöhrle aus Bayernsicht allesrichtig gemacht? Ich war von dieser Spielweise nicht besonders angetan, da ist mir die offensive Spielweise der Wölfinnen um ein vielfaches lieber. Es ist doch gut wenn vorne mehr Tore geschossen werden als man hinten rein bekommt. Bei einer gleichen Tordifferenz zählen in einer Tabelle die geschossenen Tore mehr!

    (3)
  • Maskal69 sagt:

    @Fan2:
    Oder alles was aus Potsdam kommt, erstmal konsequent aus der Offensive aussotieren.

    (-2)
  • Fan2 sagt:

    @Maskal: Auf Huth mag das in gewisser Weise zutreffen, Kemme jedoch ist aktuell neben Popp die Stürmerin mit der absoluten Topform. Aber ich gebe dir recht, aktuell wäre auch ein Sturmduo Popp/Schüller was ganz feines.

    @Fan: Noch einmal: Klar, ich sehe in Freiburg aktuell die Talentschmiede des deutschen Fußballs schlechthin. In 5-10 Jahren werden fast alle deutschen großen Spielerinnen entweder aus Potsdam oder Essen, mehrheitlich aber aus der Freiburger Jugend stammen, wenn dort überall pfleglich mit den Spielerinnen umgegangen wird. Eben wie die Ajax-Schule und La Masia.
    Bei Wolfsburg, klar, die haben über die Jahre dominiert. Ich stimme dir ja auch zu, dass die Defensive in der Offensive beim Pressing beginnt, nur da eben vor allem von Spielerinnen wie Hansen, Harder, Jakabfi, Wullaert und anderen, die nicht für die N11 spielberechtigt sind. Was sich aber eben immer wieder zeigt: Läuft es vorne nicht und lässt das Pressing nach, braucht es nur 1-2 schnelle Bälle und der Ball schlägt hinten ein. Pressing allein reicht da eben nicht, sondern da muss auch echte Defensivarbeit dahinter stehen.

    Gerade kam die Startaufstellung für die Färöer-Inseln. Und ich muss doch sagen, ich bin extrem positiv überrascht. Meine oben etwas lax dahin gesagte Traum-Startaufstellung hat dann doch zu 80% gestimmt. Ich vermute, dass das taktisch dann wie folgt etwa aussehen wird:
    Schult – Hendrich, Doorsoun, Peter, Simon – Magull, Dallmann – Kemme, Huth – Popp, Schüller

    Da hat Jones doch aus der Niederlage gelernt und doch eine der bestmöglichen Mannschaften aufgestellt, mit Laudehr, Leupolz, Goeßling und Blässe (Maier war ja sowieso klar) auch gerade die aussortiert, die die Schwachstellen im deutschen Team sind und waren.
    Taktisch würde ich persönlich das 3-5-2 favorisieren, mit Doorsoun vor der Abwehr, aber das wird sie mir wohl nicht gönnen, die gute Jones.

    (-1)
  • wolle sagt:

    Da hat Miss Jones ja ganz schön durchgemischt gegen die Farör

    Doorsuhn als AV?

    Huth und Schüller außen?

    Sie muss schon sehr verzweifelt sein.

    (0)
  • Maskal69 sagt:

    Wieso wird erneut im Tor gewechselt, so bekomme ich keine Stabilität in die Abwehr. Im Moment frage ich mich wär da die Aufstellung macht.

    (-1)
  • Fan2 sagt:

    Färöer ist nun auch nicht der allerernsthafteste Gegner, aber bisher ist das Spiel doch durchaus gefällig. 6:0 zur Halbzeit, damit lässt sich leben. Dallmann und Magull bringen ordentlich Tempo und spielerische Elemente rein, auch Kayikci spielt sehr gut, Doorsoun auf außen macht ihren Job ebenso wie Simon einwandfrei.
    Auch, wenn es schon deutlich angenehmer anzuschauen ist, was ein bisschen fehlt, sind die einstudierten Angriffszüge, Mittel, um mal mit ein paar schnellen Passkombinationen die Mitte zu öffnen.
    Das 1:0 war schön herausgespielt, ansonsten gab es auch hier mal wieder keinen wirklichen Spielzug, der zum Tor geführt hätte. Da fehlt hier und da auch einfach das Tempo, da werden immer noch zu viele Fehlpässe gespielt, da wird das Tempo herausgenommen und und und…

    Eine Kathrin Hendrich müht sich redlich, sie müsste aber den Ball mehr laufen lassen. Im Gegenteil dazu presst sie durch ihre schnellen Läufe nach vorne die ohnehin schon komprimierte Defensive der Färingerinnen noch stärker zusammen und macht ein Spiel in die Tiefe kaum noch möglich. Wenn hier noch stärker mit Passstaffetten und Kombinationen gearbeitet würde, dann könnte man durchaus wieder Hoffnung haben, dass es demnächst auch mal wieder gegen eine größere Mannschaft klappt.

    (-1)
  • Die Mannschaft sagt:

    Interesting that DFB’s finally taking a look at their women’s program and the mess of a national team. A bad result against France and Jones done. If I were France, I would lose on purpose so Germany won’t be a contender on World Cup on home soil with Jones’ awful coaching of a very talented group of players.

    (0)

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