Frauen-Bundesliga: So lief der 5. Spieltag

Von am 15. Oktober 2017 – 17.42 Uhr 31 Kommentare

Am 5. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga ließ Tabellenführer VfL Wolfsburg im Spiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam unnötig erstmals Punkte liegen. Der SC Freiburg und der FC Bayern München gewannen und machten Boden gut.

Spielszene beim 2:2 zwischen dem VfL Wolfsburg und Turbine Potsdam

Tabea Kemme (2. v. li.) machte mit zwei Treffern den Punktgewinn für Turbine Potsdam perfekt © imago/hübner

Wolfsburg verschenkt Punkte gegen Potsdam

Tabellenführer VfL Wolfsburg ging beim 2:2 (1:1) gegen den 1. FFC Turbine Potsdam erstmals in dieser Saison nicht als Sieger vom Platz. Anna Blässe brachte die Gastgeberinnen vor 2.041 Zuschauern im AOK-Stadion unter gütiger Mithilfe von Turbine-Torhüterin Lisa Schmitz in Führung (14.). Doch Tabea Kemme nutzte für die Gäste eine Unachtsamkeit der zu weit aufgerückten Wolfsburger Defensive und sorgte für den Ausgleich (20.). Nach schöner Vorarbeit von Ewa Pajor sorgte Pernille Harder für die neuerliche Wolfsburger Führung (73.). Doch trotz einer Vielzahl von Wolfsburger Chancen trafen nur noch die Potsdamerinnen einmal ins Schwarze. Kemme spritzte in einen verunglückten Rückpass von Lena Goeßling und sicherte ihrem Team mit ihrem zweiten Treffer einen glücklichen Punktgewinn (77.).

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Freiburg sorgt spät für klare Verhältnisse

690 Zuschauer sahen im Möslestadion einen klaren 4:1 (1:0)-Sieg des SC Freiburg gegen den SV Werder Bremen. Giulia Gwinn sorgte mit ihrem Treffer (13.) für die Halbzeitführung. Anfangs der zweiten Halbzeit gelang den Gästen durch Franziska Gieseke der Ausgleich (48.). Doch Lina Magull (68.) und Klara Bühl (70.) sorgten binnen zwei Minuten für die Entscheidung. Magull machte mit ihrem zweiten Treffer dann den Endstand perfekt (83.).

Freiburgs Trainer Jens Scheuer meinte: „Es war das erwartet schwere Spiel, das wir am Ende aber auch in der Höhe verdient gewinnen. In der ersten Halbzeit haben wir einige klare Chancen liegengelassen.“ Bremens Trainerin Carmen Roth erklärte: „Leider konnten wir durch die kraftzerrenden letzten Wochen das Tempo nicht bis zum Ende mitgehen. Dennoch hat die Mannschaft heute wieder gekämpft, ist weite Wege gegangen und hat einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung gemacht.“

Arbeitssieg für Bayern

Der FC Bayern München kam vor 622 Zuschauern im Grünwalder Stadion erst der Schlussphase zu einem 2:0 (0:0)-Sieg gegen den SC Sand. Nachdem Simone Laudehr anfangs der zweiten Halbzeit noch einen Foulelfmeter verschoss (54.), machte es Kapitänin Melanie Behringer in der Schlussphase dann besser und erzielte nach Foul an der eingewechselten Jill Roord vom Strafstoßpunkt die Führung (81.). Roord sorgte kurz vor Schluss für die Entscheidung (89.)

Frankfurt dreht Partie gegen Duisburg

Der 1. FFC Frankfurt kam nach einem frühen Rückstand am Ende vor 1.320 Zuschauern im Stadion am Brentanobad zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. Pia Rijsdijk brachte die Gäste zwar früh in Führung (4.), doch Sophie Schmidt (34.) und die eingewechselte Lise Munk (82.) drehten die Partie und machten den Frankfurter Erfolg perfekt. Für den MSV Duisburg war es im fünften Saisonspiel die fünfte Niederlage mit nur einem Tor Unterschied.

Frankfurts Trainer Niko Arnautis erklärte: „Ich bin mir sicher, dass unsere Fans heute sehr zufrieden nach Hause gegangen sind. Dieser Sieg vor der Länderspielpause hat uns allen gutgetan und jetzt können wir in Ruhe weiter daran arbeiten, den nächsten Schritt zu vollziehen!“ MSV-Trainer Christian Franz-Pohlmann meinte: „Wir befinden uns momentan in keiner einfachen Situation, schließlich haben wir heute schon die sechste Niederlage mit nur einem Tor Unterschied hinnehmen müssen. Dennoch können und werden wir auf dieser Leistung aufbauen!“

Essen überrennt Jena

Die SGS Essen feierte einen fulminanten 6:0 (2:0)-Sieg gegen den FF USV Jena. Vor 1.061 Besuchern im Stadion Essen leitete Irini Ioannidou den Torreigen ein (17.). Ein Eigentor von Shannon Woeller (36.) sowie Tore von Jana Feldkamp (38.) und Nicole Anyomi (40.) entschieden noch vor der Pause das Spiel. In der zweiten Halbzeit gelang Ioannidou mit einem verwandelten Foulelfmeter ihr zweiter Treffer (59.). Den Schlusspunkt setzte Sarah Freutel (85.).

Köln weiter ohne Punkte

Der 1. FC Köln verlor sein Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 0:3 (0:0). Nach torloser erster Halbzeit erzielte Maximiliane Rall die Gäste-Führung (54.). Sharon Beck (67.) und Lena Lattwein (77.) brachten den Auswärtserfolg der Hoffenheimerinnen dann in trockene Tücher.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • Elsig sagt:

    Elsig was very strong today, huge part why Turbine got one point today. Best CB.

    (9)
  • Zaunreiter sagt:

    Ich möchte euch was zu drei Spielen erzählen:

    1. NWSL-Championship 2017 in Orlando:
    Portland Thorns – North Carolina Courage 1:0
    Auch dieses Jahr gilt: Der Shield-Winner wird nicht Meister.
    Es war ein hart umkämpftes Spiel gestern abend/heute nacht in Orlando vor 8.124 Zuschauern, wo die Thorns von Anfang an aggressiv zu Werke gingen, um den Courage den Schneid abzukaufen. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten die Thorns das Spiel nicht mit Elf zuende gespielt, denn mein Lieblingstrickster Tobin Heath ging übermotiviert ins Spiel und der hätte ich nach dem Zweikampf mit Kristen Hamilton die gelb-rote gezeigt. Die erste nach dem Duell mit Taylor Smith. Beide Spielerinnen konnten das Spiel nicht fortsetzen. Aber die Courage nahmen den Kampf an, insbesondere auch durch ihren „Giftzwerg“ McCall Zerboni (ich wundere mich, warum dieser kleine, bissige Mittelfeldracker von Jill Ellis noch nicht nominiert wurde). Die poetische Bezeichnung „Giftzwerg“ habe ich mal von einem Autor über die WM 1970 in Mexiko übernommen, der ihn dem damaligen englischen Weltmeister Nobby Stiles widmete. Auch so ein – wenn auch zahnloser und Gebißträger – unangenehmer Spieler.
    Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe und nach 50 Minuten fiel das goldene Tor durch Lindsey Horan.

    2. FSV Wetzlar – SC Freiburg II 1:1
    Da für mein Gemüt 11 Uhr irgendwie zu früh war, kam ich erst tief in der 1. Hälfte und da stand es schon 0:1 für die Gäste. Aber die Einheimischen mühten sich, vor das Tor zu kommen, wo eine massierte Abwehr stand. Wie in vorigen Spielen versuchten sie es mit Kombinationsfußball. Nach dem Seitenwechsel erhöhten sie den Druck, dem die Breisgauerinnen zunächst Stand hielten. Vielleicht lag es auch an der frühen Uhrzeit, aber es haperte irgendwie. Ein Zuschauer um mich herum brachte es auf den Punkt: „Ich hab den Ball abgegeben, ich hab meine Arbeit gemacht!“. So sah das auch aus, weil die ballführende Spielerin warten mußte, bis sich jemand anbot oder eine wartete, bis der Ball dann kam. Es war irgendwie statisch. Aber dann fiel dann doch gerechterweise der Ausgleich zum 1:1 durch Rebecca Konhäuser. Noch eins zur Aufstellung der Breisgauerinnen: Da waren Spielerinnen mit Züfle, Karl, Krüger oder später Daria Streng auf dem Platz, die auch in der 1. hätten spielen können.

    (7)
  • Zaunreiter sagt:

    3. VfL Wolfsburg – Turbine Potsdam 2:2

    Bei uns in Wetzlar ist Gallusmarkt. Also die Stadt ist rappelvoll. Mit Marktbesuchern, den Gästen aus dem Breisgau und zu allem Überfluss spielte auch noch die HSG heute zuhause gegen die Rhein-Neckar Löwen, das verloren sie aber mit 24:31.
    Ich bin dann den zu vielen Menschen aus dem Weg gegangen und schnell heim, um mir dann das Topspiel anzuschauen.

    Der rote Faden, der sich durch alle drei Spiele – für mich – zog, ist die Tatsache, dass alle Schiris die Spiele an der langen Leine liefen liessen und erst spät Karten zeigten.
    Die Leine von Danielle Chesky – das erste Endspiel für sie – war besonders lang, aber das schilderte ich bereits.
    Aber in Wetzlar und auch in Wolfsburg war sichtbar, dass die Spielerinnen bei einem Foul einfach stehen bleiben und dann deute ich das als taktisches Defizit, wenn die Schiri das Spiel weiterlaufen lässt. Oder wenn eine Noelle Maritz nach einem Foul den Ball wegschlägt, und dann fassungslos gelb kassiert und das zu recht. In beiden (deutschen) Spielen gab es zwar Fouls, die – im Prinzip – nicht so schlimm waren, aber die eine oder andere gelbe Karte hätts schon sein können. Während Chesky das Spiel so leicht entglitt, hat Frau Wozniak das Spiel an der Aller doch recht souverän über die Bühne gebracht. Von Frau Arlt, die das Spiel an der Lahn pfiff, habe ich jetzt auch nichts gravierendes zu berichten.

    (9)
  • enthusio sagt:

    Jena bot heute in Essen eine erschreckend schwache Leistung und strahlte null Torgefahr aus. In dieser Form ist die Mannschaft ein ganz heißer Abstiegskandidat.

    Eine Augenweide war es dagegen, Linda Dallmanns Ballführung und Passgenauigkeit mitanzusehen. Sie hat gegenüber den vergangenen Spielzeiten einen deutlichen Entwicklungsschub gemacht, an ihr werden wir noch viel Freude haben. gegen Island und die Färöer sollte Steffi Jones ihr auf jeden Fall Einsatzzeiten geben.

    Trotzdem machte es wenig Spass, sich ein Spiel gegen einen so hoffnungslos unterlegenen Gegner anzusehen. Und ich hatte immer geglaubt, die Bundesliga wäre in ihrer Leistungsstärke inzwischen ausgeglichener. So kann man sich täuschen.

    (15)
  • Detlef sagt:

    Der etwas einseitigen Sichtweise im oberen Text muß man vielleicht auch noch etwas hinzufügen!!!

    Ich sehe es natürlich auch so, und dem folgten wohl auch die allermeisten TURBINE-Fans, daß es am Ende sehr glücklich war, aus Wolfsburg noch einen Punkt mitnehmen zu können!!!

    Aber es hätten auch drei sein können, denn Chancen dazu waren ebenfalls vorhanden!!!
    Die beste verpasste TABBI KEMME, die beinahe noch ein drittes Tor erzielt hätte, aber leider eine schöne Hereingabe mM nach von CARO SIEMS am langen Pfosten verpasst hat!!!
    Auch ESE AIGBOGUN und ANNA GASPER hatten zwei Möglichkeiten!!!

    Leider entschied sich die Schweizerin für einen Hacken zu viel, anstatt direkt aufs Tor durchzugehen!!!
    So konnte ihr Schuß leider noch geblockt werden!!! 🙁
    Und ANNA verließ leider der Mut, kurz vor Schluß noch ihren Versuch genauer zu platzieren, und schoß so etwas hektisch nur die Torfrau an!!!

    Wahrscheinlich hätte ein Potsdamer Sieg den Spielverlauf, vor allem in Hälfte Zwei, etwas auf den Kopf gestellt!!!
    Hier waren die Wölfinnen klar besser!!!
    Doch im ersten Durchgang war es viel ausgeglichener, und TURBINE hatte Wolfsburg gut im Griff!!!

    Somit ist das Remis dann auch wieder gerechtfertigt gewesen!!!
    Für die Köpfe ist es wichtig mitzunehmen, daß wir der besten Mannschaft der Liga durchaus Paroli bieten können, wenn der Einsatz stimmt!!!

    Das Trainerteam muß eigentlich erkannt haben, wer nicht mehr in die Startelf gehört, da die letzte Konsequenz eindeutig gefehlt hatte!!!
    Wer gegen so einen Gegner nicht mindestens 100% gibt, sollte auch nicht spielen!!!

    (6)
  • F.B. sagt:

    Zu Wolfsburg-Potsdam:

    Wenn man die erste Hälfte betrachtet, war ein Unentschieden sicherlich in Ordnung, nach der zweiten Hälfte hätten wir allerdings den Sieg verdient gehabt. Dabei haben wir uns aber die beiden Gegentore im Grunde selbst ins Nest gelegt. In den ersten Minuten begann Turbine mit einem starken, aus vielen vergangenen Spielen bekannten Pressing, das uns auch dieses Mal wieder vor Probleme stellte. Nach etwa 10 Minuten konnten wir uns allerdings befreien und kamen besser ins Spiel, wobei die meisten Aktionen über die rechte Seite liefen. Alex Popp vergab zunächst aus wenigen Metern die Führung. Das 1:0 fiel dann nach 15 Minuten, Pernille Harder setzte nach sehr schöner Vorarbeit Anna Blässe auf der rechten Seite in Szene und die Potsdamer Torhüterin legte sich den Ball selbst ins Netz. Die Führung wurde allerdings schnell hergegeben, da unsere Innenverteidigung nach einem Zuspiel in die Spitze komplett die Orientierung verlor und Tabea Kemme ungestört aufs Tor zulaufen und zum Ausgleich einnetzen konnte. Die übrigen 25 Minuten der ersten Halbzeit verliefen mit leichtem Übergewicht von unserer Seite, ohne wirklich zwingend zu sein. Von daher ging das Unentschieden in Ordnung.

    Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Potsdam in die Defensive gedrängt und konnte sich eine ganze zeitlang auch nicht so richtig daraus befreien. Im Gegensatz zu den letzten Spielen fehlte es uns aber offensiv an der letzten Durchschlagskraft. Ewa Pajor und Pernille Harder vergaben aussichtsreiche Schussmöglichkeiten, Caro Hansen traf nur den Pfosten. Die Führung lag in der Luft. In der 74. Minute gelang Ewa Pajor ein wunderbares Solo über die rechte Seite, ein Pass in die Mitte und Pernille Harder musste dann nur noch aus gefühlt einem Meter den Fuß hinhalten. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich gedacht, dass das Spiel damit entschieden ist, da Potsdam bis zu diesem Zeitpunkt keine einzige Torchance in der zweiten Halbzeit hatte. Doch drei Minuten später geriet ein Rückpass von Lena Gößling zu kurz, Almuth Schult eilte aus ihrem Kasten, konnte den Ball aber nicht mehr richtig wegschlagen, so dass Tabea Kemme erneut zum Ausgleich einnetzen konnte.

    Insgesamt ein ärgerliches Unentschieden, bei dem wir uns aber an die eigene Nase fassen müssen. Im Vergleich zu den letzten Spielen fehlte offensiv heute auch die letzte Konsequenz. Auch wenn Pernille Harder ein Tor erzielte, erwischte sie heute keinen guten Tag und etliche ihrer Schüsse verunglückten. Auch Alex Popp war heute längst nicht so auffällig und torgefährlich als in den letzten Spielen. Darüber hinaus war das Spiel heute sehr rechtslastig, Noelle Maritz zeigte leider mal wieder, das sie gegen starke Gegner immer noch überfordert ist und konnte insbesondere offensiv kaum etwas beitragen. In dieser Hinsicht kam die Einwechslung von Lara Dickenmann zu spät. Warum es das Trainerteam bei diesem einzigen Wechsel beließ, leuchtete mir nicht ganz ein, zumal man mit Tessa Wullaert eine sehr gute Offensivkraft auf der Bank hatte. Von daher dürfen die letzten hohen Siege nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir noch einen ziemlichen Weg vor uns haben.

    (18)
  • Pauline Leon sagt:

    als fan des allzeit fairen spiels muß ich heute tabea kemme mal sehr loben. so schweinisch sie manchmal zur sache geht, so absolut perfekt hat sie sich den ball zum 2:2 erkämpft. das war ein zweikampf auf augenhöhe. fair genug für den friedensnobelpreis! super! ein ansehnliches spiel mit spannenden 90 minuten. danke schön.

    (18)
  • Isi sagt:

    Was mir auch auffiel, war, dass Alex Popp sich auf das Spielen beschränkte – in der 1. Hälfte auffälliger als in der 2. Hälfte, und nicht bei jeder Aktion gegen sie oder ihre Mannschaft ins Lamentieren verfiel. So sah es zumindest am Fernseher aus.

    (22)
  • rogerfehlerer sagt:

    @ enthusio
    „Und ich hatte immer geglaubt, die Bundesliga wäre in ihrer Leistungsstärke inzwischen ausgeglichener“
    Ist mir etwas zu voreilig,beim letzten Spiel des FF USV Jena in Essen hätte man diesen Satz so aber in Bezug auf Essen schreiben können,Jena war damals in allen Belangen haushoch überlegen und gewann verdient 1:4.

    (15)
  • cosinus sagt:

    Es war ein gutes und faires Spiel !!!
    Die Einstellung von TP war sehr gut gegenüber dem Spiel gegen Bremen !Ich hätte mir ein schnelleres Einwechseln auf der der linken Seite von TP gewünscht, denn von hier kamen die meisten Angriffe der Wölfinnen.

    (12)
  • holly sagt:

    findet das spiel von wob gegen den FFC wirklich erst um 15:30 statt wegen einer tv übertragung oder ist das eine versehentlich aufgeführte Anstosszeit?

    (3)
  • Fan2 sagt:

    Wolfsburg-Potsdam war der erwartete erste Härtetest. Ein Spiel, dass mal wieder durch Konzentrationsschwächen und individuelle Fehler mehr bestimmt wurde als durch individuelle Klasse oder taktisches Geschick. Bis auf das 2:1 kann man kein Tor als wirklich herausgespielt bezeichnen. Und da war es mal wieder kein Wunder, dass es ausgerechnet Pernille Harder war, die dieses Tor machte. Wenn aktuell in solchen Spielen für Wolfsburg offensiv was geht, dann über sie. Das hat Potsdam erkannt und deswegen auch versucht, sie konsequent aus dem Spiel zu nehmen, was auch bis auf diese eine Aktion ziemlich gut geklappt hat. Eine Pernille Harder kann man nunmal nie ganz ausschalten. Dennoch: Sie war sehr unauffällig bis zu ihrem Tor und auch danach, und konnte ihre spielerische Klasse kaum zum Tragen bringen. Dementsprechend gab es keine große Verbindung von Sturm und Mittelfeld, Popp und Pajor mussten sich viele, viele Bälle aus dem Mittelfeld holen und selbst verteilen, sodass vorne dann im Zentrum immer eine Spielerin gefehlt hat, wenn über die Außen der Ball nach vorne getrieben wurde.

    Auf der anderen Seite verlegte sich Potsdam relativ effektiv auf das Kontern, was ja auch in der Person von Tabea Kemme zweimal erfolgreich zum Abschluss kam.
    Dabei vielen mal wieder, genau wie bei den Toren von Atletico auf, dass die Wolfsburger zwei große Probleme in der Defensive haben: 1. Die mangelnde Schnelligkeit in der Rückwärtsbewegung, die vor allem dem fortgeschrittenen Alter der Defensivspielerinnen zuzuschreiben ist: Fischer ist 33, Peter 29, Blässe 30, Dickenmann 31, Goeßling 31 – es hat vermutlich noch nie eine so alte Stammdefensive gegeben wie aktuell bei Wolfsburg, möglicherweise bei Frankfurt in deren letzten Jahren. Zwar gibt es bei Wolfsburg jüngere Alternativen mit Wedemeyer und Maritz, die aber längst noch kein Topniveau besitzen. Da sind andere Mannschaften wie Potsdam (Siems) oder Freiburg (Fellhauer, Simon) doch deutlich besser aufgestellt. Das konnte man übrigens gestern auch wieder sehen, als Siems Maritz nach langem Sprint an der Grundlinie noch abgefangen hat. Dazu sehe ich in Wolfsburg keine Spielerin in der Lage. Symptomatisch dafür war das erste Tor von Atletico, als Fischer gnadenlos überlaufen wurde, was übrigens auch Goeßling und Peter bei der EM von den Däninnen passiert ist.
    2. Die mangelnde Kreativität im Spielaufbau und die daraus resultierenden Unkonzentriertheiten und Schlampigkeiten im Defensivverhalten – sowohl gegen Atletico als auch gestern konnte man sehen, dass der Spielaufbau nicht wirklich vielfältig ist. Sobald man auf eine Mannschaft trifft, die die Räume eng macht, kommt das Spiel von Wolfsburg weitestgehend zum Erliegen und verlangsamt sich, sodass sich kaum Anspielsituationen ergeben. Leichtfertige Ballverluste oder gefährliche Rückpässe, wie beim 2:2, sind die Konsequenz daraus. Hier zeigt sich auch die Schwäche von Almuth Schult: Während auf der anderen Seite Lisa Schmitz ihren Fehler mehrfach ausbügelte und aufmerksam mitspielte, ja sogar einmal in Manuel Neuer-Manier 30 Meter vor dem Tor ganz abgeklärt klärte, ist Schult außerhalb des Strafraums ein Unsicherheitsfaktor, weil ihr das Timing und das vorausschauende Spiel fehlt. Mit ein bisschen mehr aktivem Mitspiel hätte sie diesen Treffer verhindern können, da sie sich selbst aktiv hätte anbieten können. So aber, durch die gepaarte Schlafmützigkeit von Schult und Goeßling, konnte Kemme dazwischen sprinten.

    Vier Gegentore in 2 Spielen, alle mehr oder minder durch eigenes Verschulden, dazu eine große Anfälligkeit bei schnellen Kontern – das alles ist eine große Schwäche des VfL, die deutlich geworden ist, und die vor Spielen gegen die Großen unbedingt abgestellt werden muss, will man diese Saison Aussicht auf nen Titel haben.

    (15)
  • enthusio sagt:

    @rogerfehlerer:

    Da glaube ich nicht, denn zwischen einem 4:1 und einem 6:0 liegen schon Welten.

    (4)
  • balea sagt:

    Anders als einigen Kritikern hat mir das Spiel WOB/Turbine sehr gut gefallen. Bes in HZ1 hatte es auf beiden Seiten Klasse, Tempo, Intensität, war spielerisch gut und in jeder Hinsicht auf Augenhöhe und ausgeglichen. In HZ2 MUSSTE WOB mehr pressen, schliesslich waren sie haushoher Favorit. Selbstverständlich gibt es dann mehr Chancen – aber die Potsdamer Defensive hat sehr, sehr gut dagegen gehalten und die eigenen Konter blieben bis zur letzten Minute absolut gefährlich.
    Es gab zwei faktische Eigentore (auf jeder Seite) und zwei schön heraus gespielte Tore (auf jeder Seite) – ich fand den ersten Treffer von Kemme durchaus schön herausgespielt, so einen Pass muss man erstmal spielen. Und was hier als Ungenauigkeiten etc beschrieben wird ist auch einfach das Resultat von konsequentem Eingehen auf Zweikämpfe im MF – es gibt eben immer auch einen Gegner in einem Fussballspiel.
    Und ja, ich muss auch die WOB Spielerinnen wie Popp loben, da die Mäkeleien etc diesmal deutlich weniger vorkamen als sonst. Auch die Schiri bekommt ein Lob. Natürlich hätte man das eine oder andere kleinlicher pfeifen können, aber ich glaube man merkte gleich, dass es allen Spielerinnen um etwas ging – aber alle dabei bewusst die Grenzen des unfairen nicht überschreiten wollten. Und dann kann man so eine Partie auch mal laufen lassen.

    Also, für mich war es seit längerem mal wieder ein sehr gutes Spiel – und nicht zuletzt spannend bis zur letzten Sekunde und unterm Strich geht dann die Punkteteilung auch vollkommen in Ordnung.

    (28)
  • bale sagt:

    danke zaunreifer ,für den Bericht,ist immer interessant spielberichte zu lesen.nun freue ich mich auf das Länderspiel gegen huh.mal sehen was sie drauf haben.kenne leider nur Sarah björk G. haben die noch andere gute Spielerinnen okay die torfrau,die bei Potsdam war.

    (7)
  • Elsig sagt:

    Look at the DFB highlight between Wolfsburg and Potsdam. Excellent long ball by Elsig lead to the first goal for Potsdam – Peter and Henning haven’t made a pass like that once (Peter also let Kemme run behind her back hmm), makes me wonder why Elsig isn’t the first choice in a German team where the CB’s (Peter/Henning) have been exposed by numerous occasions.

    (12)
  • JK sagt:

    Ich war beim Spiel FC Bayern – SC Sand. Hier meine Meinung zu einigen Spielerinnen:
    Mir ist ein Rätsel, warum Rolfö so viel Einsatzzeit erhält. Sie spielt immer von Anfang an, meistens sogar 90 Minuten. Gegen Sand auch von Anfang an – wurde dann aber ausgewechselt.
    Sie konnte mich bislang null überzeugen. Ihr technischen Unzulängligkeiten bei der Ballannahme sind ja nicht zu übersehen…Aber da lässt Wörle in der CL lieber die wieder erstarkte Leupolz (auch gegen Sand eine gute Leistung) auf der Bank und lässt Rolfö auflaufen (Leupolz hat die Außenposition von Rolfö durchaus schon öfter in Verein und auch Natio gespielt). Ich frage mich wirklich WARUM…
    Außerdem mMn völlig außer Form: Lewandowski.

    Den Bayern fehlt – finde ich – einfach ein offensives Konzept, Kreativität und Durchsetzunsgevermögen. Die Einzelspielerinnen in der offensive sind technisch zu schwach und ideenlos.

    Beerensteyn: nun ja…hatte gute Aktionen, lebt allerdings nur von ihrer Dynamik – mit Technik ist da nicht viel.

    Islacker: zur Zeit viel zu fahrlssig mit ihren Chancen und technisch auch limitiert.

    Vonkova: sucht den Abschluss – braucht aber eben die guten Zuspiele.
    Däbritz ja anscheinend verletzt, aber sowieso völlig außer Form.

    Leupolz: mMn stark verbessert, hat aber wohl noch nicht das völlige Vertrauen von Wörle. Leider.

    Rolser: kämpferisch zwar immer gut, spielerisch aber nicht unbedingt eine Bereicherung, torgefährlich auch nicht unbedingt.

    Skorvankova: Bisher ein Lichtblick. Sie hat mich positiv überrascht.

    Roord: Hatte in ihren 20 Minuten gegen Sand natürlich gute und entscheidende Szenen – kann ich aber aufgrund der Kürze ihrer Einsatzzeiten nicht beurteilen.

    Zu Rolfö habe ich meine Meinung schon geschrieben.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht reichen wird für Platz 1 oder 2. Man wurschtelt sich oft glücklich durch mit knappen Siegen. Das wirdd gegen die Topteams aber nicht klappen, vor allem weil auch die Defensive nicht mehr so sattelfest ist wie in den Meisterjahren.

    Es fehlt etwas Kreatives und Überraschendes im Spiel der Bayern…Spielerinnen wie Magull oder Dallmann würden der Mannschaft gut tun.
    Leider ist die Durchlässigkeit für die Jugend/2. Mannschaft so gut wie bei Null. Vielleicht würde es auch mal frischen Wind bringen, junge Talente (die U17 ist immerhin amtierender deutscher Meister) mehr spielen zu lassen, z.B. Verena Wieder. Aber sie erhält einfach zu selten die Chance, sich zu beweisen.

    (18)
  • Elsig sagt:

    As a regular follower of the German NT and Bundesliga, I struggle to understand why Elsig’s not a regular CB under Jones while Peter is? Peter’s had her chances for the NT. If there’s any ambitions about winning the World Cup in 2019, you need modern CB’s like Elsig and Demann who can pass the ball properly up to midfield and defend properly.

    (13)
  • rogerfehlerer sagt:

    @ enthusio
    „Da glaube ich nicht, denn zwischen einem 4:1 und einem 6:0 liegen schon Welten“
    In Zahlen ausgedrückt hast Du sicher recht,allerdings wurde hier ja auch über Leistungsstärke geredet.Und an jenem Spieltag hatte Jena die Essener im Stadion Essen in jeder Hinsicht vollständig dominiert und deklassiert.
    Ich meine immer noch dass die Betrachtung eines Spiels nur eine Momentaufnahme ist und daraus einen Rückschluss auf die Leistungsstärke generell(so früh in der Saison und nach einem richtigem Umbruch in Jena)zu ziehen scheint mir gewagt.
    Natürlich kannst Du final auch durchaus recht haben 🙂

    (9)
  • Detlef sagt:

    @enthusio,
    Also bitte lies nochmal meinen Beitrag zum Spiel Jena gegen Frankfurt!!!
    Der USV war dort über weite Strecken die bessere Mannschaft!!!

    Es fehlen Vollstreckerinnen wie Vonkova oder Hearn!!!

    (4)
  • bale sagt:

    ELSIG,YES a lot of people do not understand why she holds on to peter and henning,yes,Iagree she could give Elsig a chance to show herself.

    (10)
  • strike sagt:

    Bitte Dallmann, Magull lieber JK sollen nicht´zum FC Bayern München. Dort werden sie ihre Krativität verlieren. Siehe Däbritz die ist nur ein Schatten.

    (10)
  • Die Mannschaft sagt:

    Seriously, after following the Krahn/Bartusiak combo for years, I expected something new and fresh when Steffi got the job, instead she downgraded it with Peter/Henning who were on the bench the last tournaments for Krahn and Bartusiak leading to failure in the Euro’s. Jones has a wish about Germany playing entertaining football, but she doesn’t seem to know how to do basic things to accomplish this goal: new, modern centerbacks! Like Elsig. Like Demann. Like Wensing. Looks like Steffi’s done with Henning (finally), but she’s still showing clear favourism towards Peter who’s just a poor version of Demann/Elsig. This is a player that struggles with every tasks a centerback has: 1v1 defending, playing the ball properly up to midfield, start attacks/counters. Peter’s not fast or technically gifted and not helping the nationalteam or Steffi to reach its true potential. Watch Elsig against Wolfsburg this time (perfect long ball leading to 1st goal for Potsdam, Wolfsburg having a tough time to break her down) and Demann being standout for Bayern in her CB role.

    Peter’s got her chances for the NT, and she hasn’t taken them (failing in the Euro’s with her as boss in the defense). Steffi needs to stop this obvious favourism towards Peter and actually start playing talent and skills instead of her favourite player with „a lot of experience from tournaments“, but what’s ironic is that Peter’s been a sub most of her tournaments lol.

    There’s plenty other flaws with this German NT at the moment, I’m just pointing out the most obvious one which Steffi doesn’t seem to get.

    (2)
  • bale sagt:

    which German bundesliga do you support? die mannschaft

    (2)
  • rogerfehlerer sagt:

    @ bale

    „which German bundesliga do you support? die Mannschaft “

    this might be a pretty wild guess but : The Elsig German Bundesliga Mannschaft ?

    😉

    (7)
  • Die Mannschaft sagt:

    i’m not necessarily a supporter of any teams in the Bundesliga, but I do want Germany to play at their best :p

    (5)
  • Fan sagt:

    Es ist ja gut wenn hier im Forum fleißig die Meinungen ausgetauscht werden, aber könnt ihr das in deutscher Sprache machen, denn es gibt mit Sicherheit viele Menschen in Deutschland welche der englischen Sprache nicht mächtog sind

    (2)
  • balea sagt:

    Naja, offenbar beherrschen einige User die deutsche Sprache beim Schreiben nicht, können es vielleicht nur lesen. Was sollen sie tun? Unsere hochgeschätzten Fussballerinnen müssen auch alle Englisch beherrschen, sonst haben sie bei einigen Trainingseinheiten oder mit einigen Kolleginnen Probleme.
    OrbisJack hat sich auch immer mit dem deutschen abgemüht, was ihm dann auch von einigen Usern Rüffel eingebracht hat.
    Ich finds nicht so schlimm – streng genommen sind es ja nun auch nicht weltbewegende Ansichten, die da so ausgetauscht werden – also, wenn der/die eine mangels Fähigkeiten nur in englisch schreiben kann, so what…
    Ist doch auf der anderen Seite auch schön, wenn die Internationalisierung auch bei den Fans fortschreitet und einige über den Tellerrand hinausschauen. Ich schau auch immer mal bei wommensoccerunited.com nach um aktuelle Infos aus den ausländischen Ligen zu bekommen.

    (10)
  • Die Mannschaft sagt:

    So Peter is gonna captain Germany tomorrow, I see.. Looks like Jones has no plans to drop Peter after the wasted opportunity in the Euro’s, and this says a lot of Steffi Jones as a coach when she can’t seem to drop her favorite player for the benefit of the team… and this coming from a coach with ambitions about winning the World Cup 2019 with a centerback from the last decade – women’s soccer is developing, but Germany’s centerbacks are not.

    (-2)
  • balea sagt:

    @Fan
    Falls Du des englischen gar nicht mächtig bist: Bislang hat unser angelsächsicher Kollege eigentlich nichts weiter mitgeteilt, als dass er Elsig in der IV wesentlich besser als Peter findet, da sie den moderneren Fussball spielt. Neben Elsig bevorzugt er auch Demann und Wensig auf den Positionen, aber nicht Peter. Geschwindigkeit und technische Fähigkeiten. Es geht dabei um die N11.

    (6)

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