Frauen-Bundesliga: Kann Turbine Potsdam den VfL Wolfsburg stoppen?

Von am 14. Oktober 2017 – 14.42 Uhr 12 Kommentare

Der formstarke VfL Wolfsburg empfängt am 5. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga den 1. FFC Turbine Potsdam. Ein Gegner, der den Wölfinnen in der Vergangenheit schon mehrfach Kopfzerbrechen bereitet hat.

Spielszene zwischen Turbine Potsdam und dem VfL Wolfsburg

Immer heiß umkämpft: Duelle zwischen dem VfL Wolfsburg und Turbine Potsdam © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Nach dem furiosen 12:2-Sieg gegen Atlético Madrid in der Champions League galt es für den VfL Wolfsburg schnell wieder den Fokus auf das Bundesligaduell gegen den 1. FFC Turbine Potsdam zu richten (Sonntag, 15. Oktober, 15 Uhr, SPORT1 live). Fehlen wird dabei erneut Isabel Kerschowski, die wegen des Verdachts auf einen Meniskuseinriss in der kommenden Woche operiert wird. Zsanett Jakabfi ist hingegen wieder im Lauftraining und womöglich eine Option.

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Standortbestimmung für den VfL Wolfsburg

„Wir haben am Sonntag eine sehr schwere Aufgabe vor der Brust“, so Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch, der mit seinem Team mit vier Siegen perfekt in die neue Saison gestartet ist. „Es wird eine Standortbestimmung sein gegen Turbine Potsdam. In der Vergangenheit waren das immer Duelle auf Augenhöhe. Da entscheiden häufig Kleinigkeiten über den Ausgang. Wir wissen also um die Schwere der Aufgabe. Aber wir spielen zu Hause, wollen gewinnen und möglichst wieder zu Null und aus einer guten Defensive herausspielen.“

Bayern muss Champions-League-Aus verdauen

Für den FC Bayern München gilt es gegen den SC Sand das Aus in der Champions League zu verarbeiten (13 Uhr, TELEKOM SPORT live). „Die mit einigen Nationalspielerinnen gespickte Mannschaft von Trainer Sascha Glass verfügt über ein auffällig schnelles Umschaltspiel. Sand stellt nach dem VfL Wolfsburg das erfahrenste Team der Liga“, warnt Wörle vor dem Gegner.

Sand mit Mut zum dritten Auswärtssieg?

Sands Trainer Sascha Glass meint: „Nach dem Weiterkommen im Pokal freuen wir uns auf eine schwere, aber interessante Herausforderung. Wir werden zwar mit dem nötigen Respekt nach München fahren, aber wir wollen auch dort, genauso wie in Frankfurt, mutig auftreten. In München werden wir alles versuchen, um ein gutes Spiel abzuliefern, um eventuell etwas Zählbares mitzunehmen.“

Freiburg will Erfolgsserie ausbauen

Der SC Freiburg will im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen an die beeindruckenden Auftritte der bisherigen Saison anknüpfen. Doch Bremen hat als Aufsteiger bereits fünf Punkte auf der Habenseite und ist nicht zu unterschätzen. „Wir sind auf jeden Fall gewarnt“, erklärt Scheuer, der einen Gegner erwartet, der „defensiv sehr gut organisiert“ ist und „mit einem schnellen und gefährlichen Umschaltspiel zu gefallen weiß.“ Seine eigene Mannschaft werde gut darauf vorbereitet sein und den Gegner „sehr ernst nehmen.“

Bremen wieder für eine Überraschung gut?

Bremens Trainerin Carmen Roth meint: „Wir freuen uns auf das Spiel in Freiburg. Wie schon gegen Potsdam werden wir mit Kampf, Leidenschaft und Teamgeist in das Spiel gehen. Für mich gehört der SC in dieser Saison zu den stärksten Teams der Allianz Frauen-Bundesliga, weshalb die Partie erneut eine große Herausforderung für unsere Mannschaft sein wird. Dennoch werden wir alles daransetzen, um auch dort zu punkten.“

Frankfurt nimmt Duisburg nicht auf die leichte Schulter

Der 1. FFC Frankfurt empfängt den noch sieg- und punktlosen MSV Duisburg im heimischen Stadion am Brentanobad. FFC-Trainer Niko Arnautis meint: „Aus meiner Sicht hat Duisburg mehr Potenzial als es die Fakten momentan ausdrücken, unterschätzen werden wir die Zebras also keinesfalls.“ Duisburgs Trainer Christian Franz-Pohlmann erklärt: „Frankfurt ist ein Spitzenteam und hat große Qualität auf allen Positionen. Um zu gewinnen, müssen wir uns auf unsere Grundtugenden berufen und versuchen mit Laufbereitschaft, Einsatz und Willenskraft zu überzeugen.“

Essen peilt ersten Heimsieg an

SGS Essens Trainer Daniel Kraus meint vor dem Duell mit seinem früheren Team FF USV Jena: „Ich habe sechs schöne und lehrreiche Jahre in Jena verbracht. Doch all das zählt während des Spiels nicht – für uns geht es um nicht weniger als den ersten Sieg vor heimischem Publikum. Man merkt dem Team an, dass die Abläufe besser funktionieren, man sich zunehmend einspielt und wir auch als Mannschaft noch mehr zusammenwachsen.“ Jenas Assistenztrainer Steffen Beck hofft: „Wir wollen auf die gute Leistung gegen Frankfurt aufbauen, uns weiterentwickeln und ein gutes Spiel machen. Wir wachsen zusammen und sind auf einem guten Weg.“

Hoffenheim freut sich auf Highlight beim 1. FC Köln

Die TSG 1899 Hoffenheim ist zu Gast beim 1. FC Köln. Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann erklärt: „Wir wollen uns gar nicht so sehr damit beschäftigen was ist, wenn wir am Wochenende gegen den 1. FC Köln gewinnen oder was ist, wenn wir verlieren. Wichtig ist, dass wir einen Matchplan haben und das dann auch auf den Platz bringen. Für uns sind solche Spiele die Highlights, nicht die gegen Bayern oder Wolfsburg.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • OrbisJack sagt:

    Nein. Natürlich nicht. Blöde Frage. Wie denn auch?!? Soll mit ein 5-0 niederlage zu Frieden sein. Warum antworte ich eigenlich…ach ja…bin bessoffen.

    (-11)
  • bale sagt:

    auf ein gutes faires spiel bei tollen fussballwetter und vielen Zuschauern

    (10)
  • peter und steffi sagt:

    mit Peter in der Abwehr ist alles möglich für Turbine (: unglaublich dass Steffi glaubt, dass Peter die beste Innerverteidigerinn in Deutschland ist… Langsam, grosse probleme im Spielaufbau… Schade dass die Mannschaft nicht weiterentwickeln darf, weil Steffi und ihre Taktik so schlecht sind

    (-8)
  • Detlef sagt:

    Achja, OrbisJack ist wieder da!!!
    Die letzten beiden Spiele in Wolfsburg haben wir gewonnen!!! 🙂
    Aus den letzten fünf Ligaspielen gegen Wob haben wir 12 Punkte geholt!!! 🙂

    Also warum sollten wir nicht mit viel Selbstbewußtsein in die Autostadt fahren??? 😉
    Wolfsburg liegt uns viel mehr als zB die Bayern-Ladies!!!

    Wir sind kein spanischer „Zweitligaverein“, den man mal so im Vorbeigehen abwatschen kann!!!
    Bis jetzt hatten die Wölfinnen noch keinen ernsthaften Gegner gehabt!!!
    Ich hoffe sehr, daß sie heute ordentlich ins schwitzen kommen!!! 🙂

    Viel wird dabei davon abhängen, wie TURBINE seine Chancen nutzen kann!!!
    Heute wäre es ungemein wichtig!!! 🙂
    FELI RAUCH hatte ja nach den verschenkten zwei Punkten gegen Bremen angekündigt, daß man sie „dann halt woanders holen würde“!!!
    Hatte sie vielleicht damit heute gemeint??? 😉

    (4)
  • never-rest sagt:

    @Detlef: stimmt soweit alles, die Turbinen sind so eine Art „Angstgegner“ der Wölfinnen. Das hohe und sehr körperbetonte Pressing liegt WOB nicht besonders. Glaube aber, dass Potsdam heute in Wolfsburg fällig ist. Gegen die geballte Offensivpower der Wölfinnen ist momentan kein Kraut gewachsen.

    (-3)
  • Fan2 sagt:

    Freiburg hat zunächst mal die Hausaufgaben erledigt gegen eine wieder starke Bremer Mannschaft, die aber am Ende innerhalb von zwei Minuten ausgeknockt wurde.
    Dabei war einmal mehr Magull die entscheidende Spielerin, die nun die Torschützenliste anführt. Daneben verzücken die Flügelspielerinnen Gwinn und Bühl weiterhin die Bundesliga. Beide bereits mit 6 Scorerpunkten in fünf Spielen, genauso wie Magull. Auch heute kamen alle Tore durch diese drei Spielerinnen zustande: Magull auf Gwinn, Magull im Alleingang, Gwinn auf Bühl, Magull per Freistoß – da wächst eine Traummannschaft zusammen.

    Nun ist es an Wolfsburg, nachzulegen. Wollen wir mal sehen, ob das gegen Potsdam klappt.

    (4)
  • balea sagt:

    Lieber OrbisJack – ich hoffe, Du bekommst jetzt kein ernsthaftes Alkoholproblem…

    (8)
  • Detlef sagt:

    @never-rest,
    Es ist ein Kraut gegen Wolfsburg gewachsen!!!
    2:2 bei der angeblichen „Übermannschaft“ ist nicht so schlecht!!!

    Vor allem deswegen, weil bei uns zu viele Spielerinnen heute nicht den Einsatz und die Leistung abrufen konnten, die es gegen so einen Gegner eigentlich bedurfte!!!

    Darum müssen wir mit dem Punkt auch zufrieden sein!!!

    (3)
  • SCF Klausi sagt:

    @ Fan2

    Pssst,sag das nicht so laut,sonst fühlen sich die Wolfsburger,Potsdamer und Münchner auf den Schlips getreten.

    Sag mal,bist Du Freiburg Fan und warst im Stadion ?

    Das Spiel war bis auf die ersten fünf Minuten der zweiten HZ,wo Freiburg gedanklich wohl noch in der Kabine war,reiner Anschauungsunterricht für die Bremerinnen.

    Benkarth wurde kein einziges mal richtig geprüft.Im ganzen Spiel bekam sie gerade einmal zwei gefährliche Bälle auf ihr Tor.Einer ging an die Latte und einer führte zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

    Im Abwehrzentrum hielten Fellhauer und Putigam den Laden dicht,die AV Simon und Lahr unterstützten sie dabei falls nötig.

    Im Mittelfeld klappt das Zusammenspiel zwischen Simic und Magull immer besser.Simic eher als Taktgeber und Ballverteilerin und Magull mehr mit Drang zum Abschluss.

    Auch wenn sie die Jüngsten im Team sind,dürften sich mit den bisher gezeigten Leistungen Bühl und Gwinn auf den Außenbahnen festgespielt haben.Kayikci agiert mehr als Dosenöffner und Lückenreisser für Magull,Bühl und Gwinn,sucht aber selbst auch den Abschluss.

    Freiburg lies während des gesamten Spiels Ball und Gegner laufen und kam so,nach dem Bremen müde war,zu drei sehenswerten Treffern.Manchmal habe ich den Eindruck,Freiburg braucht hin und wieder einen Dämpfer,damit sie sich außer dem schönen Spiel auch an das Wesentliche,dem Tore schießen,erinnern.

    https://www.scfreiburg.com/scoresheet/sport-club-schlagt-werder-bremen

    (7)
  • FFFan sagt:

    @ never_rest:
    „Gegen die geballte Offensivpower der Wölfinnen ist momentan kein Kraut gewachsen.“

    So kann man sich täuschen! Turbine Potsdam hat gezeigt, wie man die gefürchtete Offensive des VfL Wolfsburg mit einfachsten ‚Bordmitteln‘ neutralisieren kann. Das sollte auch künftigen Gegnern der ‚Wölfinnen‘ Mut machen!

    (6)
  • Fan2 sagt:

    @SCF Klausi: Traditionell bin ich eher kein Freiburg-Fan, dafür lebe ich einfach zu weit weg vom Breisgau (war daher da unten auch noch nie im Stadion), finde allerdings, dass Jens Scheuer und insbesondere die Nachwuchsabteilung da in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet haben. Wenn man sich anschaut, wer in den letzten Jahren ursprünglich so alles aus Freiburg kam, und wenn man sich auch anschaut, was aktuell so alles an Talenten nachkommt, ist das auf dem Niveau der Potsdamer zu ihren besten Zeiten.
    Mit Behringer, Faißt, Leupolz und Däbritz kommt schließlich immerhin die halbe Bayern-Mannschaft da her, auch Abbe hatte ja bei euch mal ursprünglich ihren Durchbruch geschafft.

    Insofern finde ich es sagenhaft, was die jungen Wilden da vorne im Offensivbereich machen. Von Harder oder Popp bei Wolfsburg, die auf dem Zenit ihrer Leistungsfähigkeit sind, sind solche Dinge zu erwarten, aber dass Bühl, Gwinn und Magull auf dem Niveau bereits mithalten können, ist sagenhaft.

    (2)
  • holly sagt:

    @Fan2 warum sollte man das nicht von Lina Magull erwarten können? Sie ist 22 Jahre alt. Hat alle Juniorinnen N11 Mannschaften durch laufen. Ist ja nicht so das sie ein Newcomer ist.

    (2)

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