Champions League: Wolfsburg deklassiert Atlético, Bayern ausgeschieden

Von am 11. Oktober 2017 – 21.38 Uhr 34 Kommentare

Mit einem zweistelligen Sieg ist der VfL Wolfsburg furios ins Achtelfinale der UEFA Women´s Champions League gestürmt. Ausgeschieden ist hingegen trotz eines Sieges im Rückspiel der FC Bayern München.

Alex Popp bejubelt mit ihren Teamkolleginnen einen ihrer drei Treffer

Der VfL Wolfsburg zeigte gegen Atlético Madrid eine Galavorstellung © imago / regios24

Der VfL Wolfsburg kam gegen Atlético Madrid nach dem 3:0 im Hinspiel zu einem fulminanten 12:2 (8:1)-Erfolg.

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Wolfsburg im Torrausch

Vor 1.753 Zuschauern im AOK-Stadion eröffnete Alex Popp bereits früh den Torreigen (2.). Sara Gunnarsdóttir (8.) und erneut Popp (15., 16.) schraubten das Ergebnis früh in die Höhe. In der Folge trafen Pernille Harder (29., 49.), Lara Dickenmann (33., 44.), Tessa Wullaert (57., 83.) und Caroline Hansen (83.). Jucinara Soares Paz unterlief zudem ein Eigentor (41.). Für die Spanierinnen war Ludmila Da Silva (31.) erfolgreich, zudem traf Joelle Wedemeyer ins eigene Tor (76.).

Tolle Tore und perfekte Chancenverwertung

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meinte: „ich freue mich sehr über diese Leistung. Zuletzt hatten wir öfter unsere Chancenverwertung bemängelt. Dass sie auch anders kann, hat die Mannschaft heute wirklich eindrucksvoll gezeigt. Wir haben sehr viel Spielfreude entwickelt und tolle Tore herausgespielt.“

Bayern trotz Sieg ausgeschieden

Dem FC Bayern München gelang im Rückspiel gegen die Chelsea Ladies zwar ein 2:1 (0:0)-Erfolg. Doch die Gäste aus London kamen nach dem 1:0 im Hinspiel aufgrund der Auswärtstorregel weiter. Fran Kirby brachte Chelsea in Führung (60.), doch die Münchenerinnen bewiesen Moral und drehten die Partie durch Treffer von Fridolina Rolfö (76.) und der eingewechselten Lucie Voňková (83.).

Treffer aberkannt, Handspiel nicht gepfiffen

In der turbulenten Schlussphase hatte Bayern Pech, dass ein Handspiel von Millie Bright im Strafraum von der ungarischen Schiedsrichterin Katalin Kulcsár nicht mit einem Elfmeter geahndet wurde und zudem wegen einem Offensivfoul einem dritten Treffer in der Nachspielzeit die Anerkennung verweigert wurde.

Wörle: „In der Offensive nicht konsequent genug“

Bayern-Trainer Thomas Wörle erklärte: „Wir hatten ein bisschen viel Pech über zwei Spiele gegen einen guten Gegner. Und die Entscheidungen in beiden Spielen haben sicherlich dazu beigetragen, dass wir ausgeschieden sind. Wir waren aber auch in beiden Spielen in der Offensive nicht konsequent genug. Es ist jetzt direkt nach dem Spiel schwer einzuordnen. Aber wir sind sicherlich nicht gerade vom Glück geküsst gewesen. Chelsea ist jetzt weiter und sie müssen sich fragen, warum. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die heute wieder Kampfgeist bewiesen hat.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    @ balea:

    Bei FCB-TV war von 1.200 Zuschauern die Rede.

    (5)
  • holly sagt:

    @Fan2, Anna Blässe 10 Jahre,Zsanett Jakabfi 8 Jahre.Alex Popp, Luisa Wensing 5 Jahre, Noelle Maritz, Almut Schult, Nilla Fischer 4 Jahre.
    mit Lena G dazu sind das acht spielerinnen die länger wie vier jahre dort sind.
    für mich ist da schon eine gewissen kontnität zu erkennen.
    vermute jetzt mal ohne es genau zu wissen, das bei keinem anderen verein mehr spielerinnen über so einen langen zeitraum beieinander sind.

    (3)
  • Fan2 sagt:

    @holly: Zunächst einmal hast du da unrecht, denn Essen kommt hier auf 9 Spielerinnen: Weiß, Freutel, Ioannidou, Ostermeier, Dallmann, Klasen, Lehmann, Doorsoun und Schüller. Und selbst Potsdam kommt hier auf 7 Spielerinnen, trotz des großen Umbruchs.

    Was du dabei allerdings vergisst zu erwähnen: Wensing hat schon seit ein paar Jahren kein einziges Spiel mehr für Wolfsburg bestritten und es ist auch fraglich, ob sie überhaupt irgendwann mal wieder spielen wird. Auch Jakabfi hatte nie wirklich einen gesicherten Stammplatz, dasselbe gilt für Maritz. Das ist doch bei einigen anderen Teams deutlich anders.
    Gleichzeitig wird diese Kontinuität eben dadurch immer wieder zerstört, dass an zentralen Stellen neue Leute ins Spiel kommen. So ist bis auf Schult oder Fischer grundsätzlich keine der oben genannten Spielerinnen eine tragende Säule bei Wolfsburg. Diese sind in den vergangenen Jahren immer wieder ausgetauscht worden. Keßler ging, Gunnarsdottir kam, Dickenmann kam, Faißt ging, Müller ging, Harder kam, Henning ging, Peter kam.

    (-1)
  • holly sagt:

    @Fan2. ich hatte ja geschrieben soweit ich weiss. Luisa war lange verletzt(zwei Beinbrüche) hat oft in der zweiten gespielt danach. im Pokal hat sie wieder in der ersten gespielt und gestern saß sie bei der ersten auf der Bank.
    Also kann keine Rede sein von wer weiß ob sie überhaupt je wieder spielen wird
    Naja wenn du das so siehst das Alex,Zsanett und Anna keine tragende Rollen bei Wob spielen dann sei es so.

    (4)

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