Champions League: Wolfsburg deklassiert Atlético, Bayern ausgeschieden

Von am 11. Oktober 2017 – 21.38 Uhr 34 Kommentare

Mit einem zweistelligen Sieg ist der VfL Wolfsburg furios ins Achtelfinale der UEFA Women´s Champions League gestürmt. Ausgeschieden ist hingegen trotz eines Sieges im Rückspiel der FC Bayern München.

Alex Popp bejubelt mit ihren Teamkolleginnen einen ihrer drei Treffer

Der VfL Wolfsburg zeigte gegen Atlético Madrid eine Galavorstellung © imago / regios24

Der VfL Wolfsburg kam gegen Atlético Madrid nach dem 3:0 im Hinspiel zu einem fulminanten 12:2 (8:1)-Erfolg.

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Wolfsburg im Torrausch

Vor 1.753 Zuschauern im AOK-Stadion eröffnete Alex Popp bereits früh den Torreigen (2.). Sara Gunnarsdóttir (8.) und erneut Popp (15., 16.) schraubten das Ergebnis früh in die Höhe. In der Folge trafen Pernille Harder (29., 49.), Lara Dickenmann (33., 44.), Tessa Wullaert (57., 83.) und Caroline Hansen (83.). Jucinara Soares Paz unterlief zudem ein Eigentor (41.). Für die Spanierinnen war Ludmila Da Silva (31.) erfolgreich, zudem traf Joelle Wedemeyer ins eigene Tor (76.).

Tolle Tore und perfekte Chancenverwertung

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meinte: „ich freue mich sehr über diese Leistung. Zuletzt hatten wir öfter unsere Chancenverwertung bemängelt. Dass sie auch anders kann, hat die Mannschaft heute wirklich eindrucksvoll gezeigt. Wir haben sehr viel Spielfreude entwickelt und tolle Tore herausgespielt.“

Bayern trotz Sieg ausgeschieden

Dem FC Bayern München gelang im Rückspiel gegen die Chelsea Ladies zwar ein 2:1 (0:0)-Erfolg. Doch die Gäste aus London kamen nach dem 1:0 im Hinspiel aufgrund der Auswärtstorregel weiter. Fran Kirby brachte Chelsea in Führung (60.), doch die Münchenerinnen bewiesen Moral und drehten die Partie durch Treffer von Fridolina Rolfö (76.) und der eingewechselten Lucie Voňková (83.).

Treffer aberkannt, Handspiel nicht gepfiffen

In der turbulenten Schlussphase hatte Bayern Pech, dass ein Handspiel von Millie Bright im Strafraum von der ungarischen Schiedsrichterin Katalin Kulcsár nicht mit einem Elfmeter geahndet wurde und zudem wegen einem Offensivfoul einem dritten Treffer in der Nachspielzeit die Anerkennung verweigert wurde.

Wörle: „In der Offensive nicht konsequent genug“

Bayern-Trainer Thomas Wörle erklärte: „Wir hatten ein bisschen viel Pech über zwei Spiele gegen einen guten Gegner. Und die Entscheidungen in beiden Spielen haben sicherlich dazu beigetragen, dass wir ausgeschieden sind. Wir waren aber auch in beiden Spielen in der Offensive nicht konsequent genug. Es ist jetzt direkt nach dem Spiel schwer einzuordnen. Aber wir sind sicherlich nicht gerade vom Glück geküsst gewesen. Chelsea ist jetzt weiter und sie müssen sich fragen, warum. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die heute wieder Kampfgeist bewiesen hat.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • Liza sagt:

    Ach Frau Kulcsar…warum bekomme ich immer Bauchschmerzen, wenn ich sehe, dass sie pfeift?? 😀
    So sehr es mich als Bayernfan schmerzt, dachte ich doch unzählige Male: selber Schuld. Einfach zu inkonsequent im Angriff gewesen. 🙁

    (28)
  • never-rest sagt:

    Wer will WOB diese UWCL-Saison aufhalten, vielleicht OL, aber dann bitte erst im Finale. Die Offensivabteilung der Wölfinnen ist kaum zu (s)toppen mit Popp, Pajor, Dickenmann, Harder, Hansen und Wullaert.

    Der FCB zahlt dagegen auch diese Saison Lehrgeld. Lospech mit Chelsea und höchst zweifelhafte Entscheidungen des Schiris kommen auch noch dazu. Letztlich hat sich der FCB das Ausscheiden aber selbst zuzuschreiben. Schon im Hinspiel haben die Bayern Ladies lange Zeit viel zu verhalten und im Abschluss nicht konsequent genug agiert. Außerdem fehlt dem FCB eine Spielgestalterin Marke Harder, Magull o.ä. Trotzdem ein gut an zusehendendes und spannendes Spiel. Schade, dass den Bayern Ladies am Ende ein bischen das Glück fehlte.

    (12)
  • never-rest sagt:

    Nachtrag: Bei WOB gehört zu den Top-Stürmerinnen natürlich auch noch Jakabfi. Klar können nicht alle gleichzeitig spielen. Aber gerade eine Qualtität in dieser Breite hat in der AFBL schon gar nicht, aber auch international kaum ein Team zu bieten.

    (12)
  • bale sagt:

    so ist fussball,Bayern hat 1 tor alleine erziehlt anderes war Eigentor,ist immer bitter,wenn man ausscheidet,wenn es so knapp ist.bin gespannt auf die Auslosungen und Endspiel in KIEW,hoffe Hütte wird gut besucht .

    (3)
  • balea sagt:

    Wörle: „Chelsea ist jetzt weiter und sie müssen sich fragen, warum.“

    So ein jämmerliches Statement. Ich nehme an, es lag in Wahrheit an der zu tief stehenden Sonne…

    (36)
  • sam2009 sagt:

    In Schönheit gestorben, sozusagen.
    Ein gutes Spiel des FC Bayern – bis zur Strafraumgrenze.
    Leider zu spät aufgewacht..

    Und sicher – auch das ist Fußball, aber die „Liege-
    zeiten“ der Spielerinnen von Chelsea fand ich richtig
    richtig ärgerlich.

    (17)
  • Dr. Robert sagt:

    @balea,

    so eine Aussage nach so einem Spiel kann man doch auch mal tolerieren, oder?

    Immerhin hat Chelsea in Hin- und Rückspiel von drei eklatanten Schiedsrichterinnen Fehl-Entscheidungen profitiert. Und ist dann nur aufgrund der Auswärtstorregelung weiter gekommen.

    Da sollte man auch als Turbine- (und wohl auch Anti-Bayern-) Fan die Größe haben, eine solche Aussage, die dem Frust, der Enttäuschung und wohl auch der berechtigten Wut gegenüber der Schiedsrichterin geschuldet ist, geflissentlich zu ignorieren.

    (-13)
  • Dussel Duck sagt:

    Im Achtelfinale werden voraussichtlich Wolfsburg, Lyon, Rosengard, Barcelona, Man City, Brescia sowie die beiden Prager Vereine gesetzt sein. Als stärkste mögliche Gegner für WOB verbleiben dann also noch Montpellier und Chelsea.
    Montpellier habe ich noch nie gesehen. Allerdings haben sie kürzlich erst zu Hause 0:5 gegen OL verloren. Bei Chelsea bin ich mir eigentlich sicher, dass die nicht das Niveau haben, die CL zu gewinnen.
    Obwohl: Wer weiß, was dieses Jahr im Winter passiert? Vielleicht least sich ja irgendein finanzstarker Klub für ein paar Monate die halbe US-Nationalmannschaft zusammen. – Ich finde es in Unding, dass so was möglich ist. Grrrr.

    (6)
  • balea sagt:

    @Dr Robert

    Wieso „nur“ aufgrund der Auswärtstorreglung?

    „Mal“ könnte man solche Statement tolerieren, aber bei Herrn Wörle hat es doch inzwischen schon fast Methode die Fehler bei anderen, sprich meist bei den Schiris zu suchen. Er war es auch, der letztes Jahr auf die Tribüne verbannt wurde. Nur wenige Trainer sind derart lautstark und „meinungsfroh“ am Spielfeldrand. Nur wenigen Trainern fällt es derart schwer, auch mal Selbstkritik an sich oder dem eigenen Team zu üben.
    Wie gesagt, „mal“ kann man drüber wegsehen – aber so schadet er mit seiner Haltung bloss einem: seinem Team.

    (20)
  • holly sagt:

    wenn man selbst zu wenig tore schiesst kommt man eben auch nicht weiter. da nützen auch gefühlte 80 prozent ballbesitz nix.

    vielleicht waren die herren präsident und manager auch nur da um sich zu überzeugen das man sein geld lieber in die männermannschaft investieren sollte. von dem oft zitierten festgeldkonto redet herr hoeness ja schon lange nicht mehr.
    langfristig wird bayern auch national mit dem team keine titel gewinnen.

    (13)
  • Fan2 sagt:

    Ich sehe es ähnlich wie holly, dass das Kapitel Bayern erstmal passe ist. Freiburg wird diesen Platz einnehmen. Bayern hat es verpasst, langfristig zu denken und über den eigenen Nachwuchs, der ja ohne Frage Qualität besitzt, ein Team zu formen. Stattdessen werden wie bei Wolfsburg jedes Jahr für teuer Geld Spielerinnen aus dem Ausland geholt, die dann nach 2-3 Jahren wieder weg sind.
    Deswegen überrascht mich das Aus auch nicht. Wörle ist der Erfolg zu Kopf gestiegen, das zeigt sich jetzt mehr denn je.

    Allerdings sehe ich es nicht wie @never-rest: Das Achtelfinale dürfte vermutlich noch keine große Hürde für Wolfsburg werden, danach gibt es aber schon noch 3-4 Klubs, die Wolfsburg die Suppe versalzen können. Natürlich ist hier Lyon ganz vorne zu nennen, aber auch ManCity, die sich im Winter mit Nadia Nadim verstärken werden und zudem zu den wichtigen Spielen wieder auf eine fitte Pauline Bremer zurückgreifen können. Nicht zu vergessen Barca mit Martens, Duggan und Andonova oder Rosengard mit Mittag. Das sind vier Topklubs, die Wolfsburg alle die Suppe versalzen können.

    Denn anders als Atletico haben diese vier Teams funktionierende Abwehrreihen: Lyon sowieso, die sich in diesem Jahr auch noch einmal mit dem Königstransfer Lucy Bronze verstärkt haben, City hat die anderen Größen der englischen N11 Houghton und Stokes, Rosengard mit der Abwehr um Riley und Asante sowie dem isländischen Talent Viggosdottir. Und wie heißt der schöne Spruch: Der Angriff gewinnt Spiele, die Verteidigung Titel.

    (-1)
  • Jens sagt:

    Gibt es irgendwo die Tore von Wolfsburg zu sehen?

    (2)
  • adipreissler sagt:

    Das Spiel von City gegen St. Pölten gibt es live auf der Facebook-Seite von City: https://www.facebook.com/mancitywomen/videos/vb.145679535467968/1536899573012617/?type=3&theater

    (2)
  • bale sagt:

    ich glaube auf der vfl seite,jens.

    (1)
  • balea sagt:

    Nochmal zum Thema Trainerkommentar.
    Es ist sicher auch für einen Profi schwer, in den ersten Minuten nach einer schweren Niederlage, bei dem man evt auch unglücklich verloren hat, die richtigen Worte zu finden.
    Mir hat zB das teilweise masslose Draufkloppen auf das eigene Team von einem Bernd Schröder überhaupt nicht gefallen – genausowenig wie das notorische Suchen der Fehler (bzw der Ungerechtigkeiten) bei Anderen eines Wörle. Obwohl mir bei letzterem jetzt das adressieren an den Gegner dann doch übel aufgestossen ist, sowas ist respektlos und er verscherzt sich andersherum auch den Respekt der gegenerischen Mannschaften in der Zukunft. Man sieht sich halt immer zweimal.

    Oft finden erfahrene Spielerinnen selbst die beste Einschätzung unmittelbar nach einer schlechten Leistung – vielleicht sollten die Trainer manchmal darauf zuerst hören und sich erst dann äussern…

    (7)
  • enthusio sagt:

    Bilanz des WCL-Achtelfinales:
    Beide dänischen (Bröndby und Hjörring) und beide russischen (Zvezda Perm und Rossiyanka) Vereine sind schon komplett rausgeflogen, ebenso die einzige niederländische (Ajax), österreichische (St. Pölten) und schweizerische (Zürich) Mannschaft.
    Federn gelassen haben Deutschland (Bayern), Spanien (Atletico) und Norwegen (Avaldsnes).
    Gewinner dieser Runde sind Frankreich, England, Schweden, Italien und Tschechien, die ihre beiden Mannschaften durchbrachten.
    Respekt auch vor Island, Litauen und Kasachstan.
    Verlierer sind für mich insbesondere Atletico, Bayern, Zürich, Avaldsnes und Rossiyanka.
    Gegen wen möchte im Viertelfinale keiner spielen ?
    Lyon ? Wolfsburg ? Manchester ?
    Falsch, Kazygurt !
    Warum wohl ?
    Frag nach bei Frankfurt (und aktuell Glasgow) ! 🙂

    (9)
  • Dussel Duck sagt:

    Die relative ‚Stärke‘ der italienischen bzw. tschechischen Vereine ist natürlich auch dadurch begründet, dass pro Land so wenige Vereine an der CL teilnehmen dürfen. Wenn dann ein Verein wie Chelsea zweimal hintereinander früh gegen WOB gelost wird, kann der Länderkoeffizient (oder wie immer das heißt, ich meine die Punktzahl, die ein Verein von der UEFA dafür zuerkannt bekommt, dass er eine bestimmte Liga vertritt) nicht steigen – und Chelsea bleibt ungesetzt. Das wird sich aber bald ändern. Ähnlich in Frankreich. Vermutlich wird schon bald die Tatsache, dass man ein französischer Klub ist, ausreichen, um in der Runde der 32 gesetzt zu sein.
    Langer Rede kurzer Sinn: In einigen Jahren werden Gurkentruppen (ich denke da etwa an Glasgow und Zürich, aber auch die Dänen, sorry) nicht mehr so leicht im 32er-Feld gesetzt sein und sich ins Achtelfinale mogeln können.
    Schwieriger wird’s dann vielleicht für Bundesligaklubs, wenn nicht doch noch eine Mannschaft neben WOB absolutes Spitzenniveau erreicht. Bayern will wohl nicht. Die sind zwar bereit, 2 Mio. Ablöse für einen Männer-Assistenztrainer hinzulegen; dass sie mit diesem Extra-Geld die europäische Überflieger-Frauenmannschaft aufstellen könnten, interessiert Hoeneß und Rummenigge aber wohl nicht.

    (-1)
  • Fan2 sagt:

    @DusselDuck: Dass Bayern so schwach ist, liegt weniger an dem fehlenden Geld als daran, was damit gemacht wird. In den letzten Jahren ist in Bayern soviel rotiert worden wie bei keinem anderen Club Deutschlands, ja, Europas. Die Listen von Abgängen und Zugängen sind lang. Das geht an keinem Klub spurlos vorbei.
    Zudem ist die Durchlässigkeit für die Talente wie bei Wolfsburg gleich 0. Und das, obwohl man eigentlich eine Spitzenjugendarbeit hat. Dafür wird gefühlt halb Holland leer gekauft.

    Bayern hatte mal die beste Abwehr Deutschlands, mit Abbe, Holstad und Schnaderbeck, zudem Wenninger als Back-up. Alle ziehen gelassen oder ausgemustert. Maier, einst schon mit Philipp Lahm verglichen worden, ist völlig von der Rolle. Und Flügelflitzerin Lewandowski wurde völlig unnötig zur IV umgeschult. Und offensiv hat man Spielerinnen wie Miedema, Evans, Vero und Iwabuchi ziehen lassen, um sie mit Vonkova, Rolfö und Rolser zu ersetzen. Zudem fehlt Islacker jede Anbindung ans Spiel.
    Da sind einfach reihenweise Fehler gemacht worden, weil es nach den Meistertiteln keinen Plan gab, wie man weitermacht.

    Eine neue Topmannschaft zu finden, wird nicht schwer sein: Freiburg zeigt es, wie man es macht. Irgendwie erinnert mich das an Frankfurt in den 90er Jahren mit ihren vielen Talenten, bzw. Potsdam zwischen 2006 und 2010.
    Freiburg hat bereits jetzt einen CL-tauglichen Kader, aus Eigengewächsen und abgelegten Top-Talenten von anderen Vereinen, dem nur noch etwas die Breite fehlt. Am 05.11. werden wir auch wissen, ob dieser Kader in diesem Jahr bereits die Qualität hat, Meister zu werden.

    (3)
  • Helmut sagt:

    @Dussel Duck

    Ich muss dich korrigieren. Der schweizer Meister, dieses mal der Vizemeister, muss durch die Qualifikation und das schon seit Jahren. Was erstaunlich ist das sich drei der elf Qualifikanten durchgesetzt haben. Nämlich die aus Island und aus den „Frauenfußball-Großmächten“ Lithauen und Kazachstan! Das eine deutsche Mannschaft mal in die Qualifikation muss ist sehr unwahrscheinlich. Dazu müsste Deutschland von Platz 1 auf Platz 10 abrutschen. Ich glaube dazu dürfte keine deutsche Manschaft in den nächsten fünf Jahren einen Spiel-Punkt machen. Selbst für ein punktloses ausscheiden im 1/16-Finale gibt es 3 UEFA-Punkte.

    (4)
  • FFFan sagt:

    Videos vom Duell zwischen Chelsea und Bayern:

    Hinspiel (komplett): https://www.youtube.com/watch?v=usC2e0_Af34
    Highlights: https://www.youtube.com/watch?v=5ozp-GiECjQ

    Rückspiel (komplett): https://www.youtube.com/watch?v=o9rCUDosElA
    Highlights: https://www.youtube.com/watch?v=TGaj5wvvWUc

    Eine (Nicht-)Analyse gibt’s hier: http://miasanrot.de/sudden-death-chelsea-bayern/

    (2)
  • holly sagt:

    @Fan2, meiner meinung nach sollten lyon und wob die großen favoriten aufs finale sein wenn sie nicht wieder vorher aufeinander treffen.
    die anderen mannschaften die du genannt hast sind sicher die mannschaften die man auf den weg ins finale schlagen muss.
    es wäre peinlich wenn lyon oder wob gegen eine dieser mannschaften aus scheiden würde.

    sehe lyon und wob schon noch um 2-3 stufen besser wie die anderen teams.

    guck dir mal den kader von wob an. wo ist da ein andauerndes kommen und gehen von spielerinnen wie bei bayern?
    ein großteil der mannschaft ist schon lange in wob. sicher gibt es bei der breite des kaders immer spielerinnen die mit ihren einsatzzeiten unzufrieden sind. aber daraus das abzuleiten oder mit bayern zu vergleichen halte ich schon für sehr gewagt.

    (0)
  • Detlef sagt:

    Fan2 schrieb:
    „Am 05.11. werden wir auch wissen, ob dieser Kader in diesem Jahr bereits die Qualität hat, Meister zu werden.“

    Das ist absoluter Blödsinn!!!
    Ich erinnere hierzu an letzte Saison!!!
    Selbst wenn Du Bayern und Wolfsburg in der Hinrunde besiegst, heißt das noch lange nicht, daß Du Meister wirst, oder „nur“ die CL-Quali erreichst!!!

    Man trifft sich eben zweimal in der Saison!!!
    „Abgerechnet wird zum Schluß“
    (5€ ins Phrasenschwein)

    (5)
  • Dussel Duck sagt:

    @ Helmut: Danke für die Info!

    @ Fan2: Ich finde sehr beachtlich, was da in Freiburg gemacht wird, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass es möglich ist, hauptsächlich mit selbst geschulten Talenten die CL zu gewinnen. Für ein CL-Siegerteam braucht man mehr Geld, als Freiburg je aufbringen wird. Außerdem ist meine bisherige Erfahrung im Fußballgeschäft, dass Vereinen ohne das ganz große Geld früher oder später demonstriert wird, dass sie nur Ausbildungsklubs sind.
    Natürlich könnte man einwenden: ‚Warum labert dieser Dussel gleich von CL-Titeln, deutsche Spitzenklasse ist ja auch schon schön?‘ Aber ich bin nun mal der typische opportunistische Couch-Potato-Fan. Wenn deutsche Mannschaften häufiger früh in der CL ausscheiden, wird bei mir irgendwann die Glotze aus bleiben. Für nichts und wieder nichts werde ich nicht allzu oft meinen Blutdruck ruinieren.

    (-1)
  • F.B. sagt:

    @Fan2:
    Bezüglich Bayern würde ich das ganz ähnlich sehen. Vor zwei Jahren war man gegenüber Potsdam und Freiburg, was den Kader und die Geschlossenheit der Mannschaft betrifft, klar voraus, dieser Vorsprung wurde innerhalb einer Saison komplett verspielt. Man wiederholt im Moment in München die Fehler, die wir vor ein bis zwei Jahren in Wolfsburg gemacht haben, nämlich fragwürdige Transfers, viel zu viel Fluktuation im Kader, keine Konstanz bezüglich Taktik und Formation und ein Trainer, der über den Zenit ist und ausgetauscht werden sollte. Es ist mir auch rätselhaft, warum man im Sommer derart viele Spielerinnen hat ziehen lassen. Sicher waren Veränderungen nötig, mit der reinen Fokussierung auf die Defensive, dem Setzen auf Kontern und der Vernachlässigung der Kreativität war es klar, dass man in absehbarer Zeit Probleme bekommt, jedoch scheint Wörle Stand heute nicht in der Lage zu sein, die Mannschaft spielerisch neu auszurichten. Darüber hinaus ist es auch überraschend, dass mit Melanie Leupolz, Sara Däbritz und Leonie Meier drei wichtige Spielerinnen komplett ihre Form verloren haben und es absolut keine Anzeichen gibt, dass sie diese zurückgewinnen. Bei Leupolz kamen sicherlich Verletzungen dazu, bei den beiden anderen gibt es eigentlich keine Ausreden.

    Bei uns kann man zu dem Schluss kommen, dass der Trainerwechsel die Mannschaft absolut belebt hat. Wichtig ist hier zunächst auch, dass mit den Fehltransfers, die Kellermann in den letzten Jahren zustande gebracht hat, aufgeräumt wurde. Mit Emilie van Egmont wurde jetzt die letzte Spielerin verkauft, die nach dem Motto „Wir kaufen alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist“ verpflichtet wurde. Das Gerüst und eine Achse mit 7-8 zur Stammformation gehörigen Spielerinnen steht. Ansonsten wird leicht rotiert. Beachtlich ist für mich am meisten, dass Stephan Lerch die in der letzten Saison völlig neben sich stehende Alex Popp wieder in die Spur gebracht und ihr die Torgefahr zurückgegeben hat. Die Rückkehr von Lena Gößling hat sicher dafür gesorgt, dass das Spiel im Mittelfeld wieder an Kreativität gewonnen hat und auch Standard-Situationen wieder zu einem gefährlichen Mittel geworden sind. Insgesamt ist die Last aber zurzeit auf vielen Schultern verteilt. Wie schon erwähnt haben wir in der Offensive fünf bis sechs Spielerinnen, die regelmäßig Tore schießen. Eine Caro Hansen, von der man in den letzten Jahren zum Teil stark abhängig war, geht zurzeit fast schon ein bisschen unter.
    Man darf aber bei dem ganzen nicht vergessen, dass es bis jetzt noch keinen echten Härtetest gegeben hat und die Mannschaft in der Defensive noch nicht wirklich gefordert wurde. Das Spiel morgen gegen Potsdam wird in dieser Hinsicht sehr aufschlussreich sein.

    (11)
  • bale sagt:

    Ja,ich finde die einkaufspolitik bei Bayern sehr fragwürdig.so riesen Umbrüche,es scheint irgendwie nicht zu passen.wo ist das MIA SAN MIA gefühl,sehr schade und immer weniger zuschauer.

    (2)
  • cwfan sagt:

    @ Fan2
    „Bayern hatte mal die beste Abwehr Deutschlands, mit Abbe, Holstad und Schnaderbeck, zudem Wenninger als Back-up“

    Also in der Saison 2016/17 war es so, wenn man Buli-, Pokal- und
    Championsleaguespiele zusammenzählt, dass sich folgende Reihung ergibt:
    Wenninger 27 Spiele
    Holstad 20
    Abbe 20
    Schnaderbeck 15

    Nicht schlecht für eine „backup-Spielerin“, finde ich.
    Oder?

    (3)
  • FFFan sagt:

    @ cwfan:

    Ja, letzte Saison war C.Wenninger beim FC Bayern das, was man gemeinhin eine ‚feste Größe‘ nennt. Traurigerweise scheint die Österreicherin nach der für sie so erfolgreich verlaufenen Europameisterschaft in ein ‚Loch‘ gefallen zu sein. Wie schlecht muss ihre Verfassung sein, wenn es für sie trotz einiger Ausfälle (u.a. Schnaderbeck) nur für die Ersatzbank reicht, während S.Laudehr in der Innenverteidigung aushelfen muss??

    (2)
  • Fan2 sagt:

    @holly: Was ist denn für dich lang in einem Verein?
    Von der Stammelf (die elf Spielerinnen bisher am meisten Spielzeit hatten): Schult – Maritz, Peter, Fischer, Dickenmann – Gunnarsdottir, Goeßling – Hansen, Harder, Wullaert – Pajor

    spielt gerade einmal eine länger als vier Jahre im Verein (Goeßling), fünf gerade einmal zwei Jahre.
    Dieses Jahr war zudem das allererste Jahr, indem das Team mal nicht mindestens 5 Zu- bzw. Abgänge hatte.

    Das ist halbwegs human im Vergleich zu Bayern, aber immerhin.

    Ob das peinlich ist, gegen ManCity, Rosengard oder gegen Barca auszuscheiden, weiß ich nicht. Wenn ich mir die letzten Jahre so anschaue, dann waren es immer knappe Spiele gegen Mannschaften dieses Kalibers. Aber gut, wenn du die Messlatte selbst so hoch legen willst, dann musst du auch die Enttäuschung ertragen.

    @Detlef: Das habe ich auch nicht behauptet. Natürlich muss man das über eine ganze Saison beweisen. Doch wenn Freiburg Wolfsburg tatsächlich schlagen, dann haben sie jedenfalls bewiesen, dass sie niemanden in dieser Liga prinzipiell fürchten müssen und jeden schlagen können, was eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, um Meister werden zu können. Ich habe nicht geschrieben, dass Freiburg automatisch Meister wird, sondern dass sich herausstellt, ob sie wirklich Meister werden können. Nach Wolfsburg ist der Weg zumindest in der Vorrunde frei.

    @DusselDuck: Sehe ich anders. Es gibt Beispiele dafür, dass es mit fast ausschließlich eigenen Talente geht, CL-Sieger zu werden, es kommt nur auf den Trainer an. Beispiele gibt es sogar bei den Männern, 1995 wahrscheinlich das Musterbeispiel mit Ajax Amsterdam unter Louis van Gaal: Mit der Surinam-Fraktion (Reiziger, Seedorf, Davids und Kluivert) sowie den de Boer-Brüdern, die allesamt die Schule von Ajax durchlaufen haben, aber auch Overmars, Kanu, van der Sar und Rijkaard, die alle als unter 20-jährige zu Ajax kamen, war der Großteil der Spieler, die das Endspiel bestritten, aus eigener Produktion.
    Aber auch Barca 2008/09 und 2010/11 wurde mit praktisch nur eigenen Talenten CL-Sieger: Victor Valdes, Puyol, Pique, Xavi, Busquets, Iniesta, Pedro, Messi – sie alle kamen aus La Masia.

    Aber auch bei den Frauen gab es mit Potsdam 2009/10 eine Mannschaft, die mit praktisch ausschließlich eigenen Talenten CL-Sieger wurde: Sarholz, Peter, Schmidt, Kemme, Kershowski, Zietz, Odebrecht, Mittag, Wich kamen alle in der Jugend zu Potsdam.
    Und so könnte es auch bei Freiburg sein.

    @F.B.: Sehe das ähnlich wie du. Mit einer Ausnahme: Meines Erachtens ist die Offensive bei Wolfsburg nicht so stabil, wie du es beschreibst. Die Veränderung scheint auch nicht so sehr am Trainer als an der Personalie Pernille Harder zu liegen, auf die in Wolfsburg so ziemlich alles ausgerichtet zu sein scheint. Müsste ich Wolfsburg verteidigen, würde ich vor allen Dingen eine meiner beiden „6“erin als Manndeckerin für Harder abstellen. Damit allein kann man Wolfsburg vielleicht nicht aufhalten, sicher aber einiges kaputtmachen im Aufbau. Harder scheint eine ähnliche Stellung wie Messi bei Barca zu haben, allerdings nicht so sehr als Torjägerin, sondern als Schaltstelle, und ist meines Erachtens auch der Grund, wieso Popp derart wieder aufblüht, weil Harder weiß, sie einzusetzen. Gleichzeitig ist die Rechtslastigkeit verschwunden, dadurch dass das Spiel nun mehr über Harder und die Mitte läuft anstatt über Hansen und lediglich über außen. Damit kommt mehr Ausgeglichenheit und Variabilität ins Spiel. Allerdings nur, wenn Harder sich entfalten kann. Ansonsten besteht die Gefahr, dass alles wieder ins Ungleichgewicht gerät und sich vorne die Spielerinnen gegenseitig blockieren.

    @cwfan: Das liegt vor allen Dingen daran, dass Schnaderbeck lange verletzt ausfiel und Wenninger praktisch immer spielte, weil immer wieder eine der drei Spielerinnen ausfiel. Zudem bröckelte in der vergangenen Saison bereits Abbes Status in der Mannschaft, was dann zum Wechsel führte.

    (1)
  • balea sagt:

    Ist eigentlich bekannt, wieviele Zuschauer in München beim CL Spiel waren? Ich habs nichtmal auf der UEFA Seite gefunden.

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ balea:

    Bei FCB-TV war von 1.200 Zuschauern die Rede.

    (2)
  • holly sagt:

    @Fan2, Anna Blässe 10 Jahre,Zsanett Jakabfi 8 Jahre.Alex Popp, Luisa Wensing 5 Jahre, Noelle Maritz, Almut Schult, Nilla Fischer 4 Jahre.
    mit Lena G dazu sind das acht spielerinnen die länger wie vier jahre dort sind.
    für mich ist da schon eine gewissen kontnität zu erkennen.
    vermute jetzt mal ohne es genau zu wissen, das bei keinem anderen verein mehr spielerinnen über so einen langen zeitraum beieinander sind.

    (1)
  • Fan2 sagt:

    @holly: Zunächst einmal hast du da unrecht, denn Essen kommt hier auf 9 Spielerinnen: Weiß, Freutel, Ioannidou, Ostermeier, Dallmann, Klasen, Lehmann, Doorsoun und Schüller. Und selbst Potsdam kommt hier auf 7 Spielerinnen, trotz des großen Umbruchs.

    Was du dabei allerdings vergisst zu erwähnen: Wensing hat schon seit ein paar Jahren kein einziges Spiel mehr für Wolfsburg bestritten und es ist auch fraglich, ob sie überhaupt irgendwann mal wieder spielen wird. Auch Jakabfi hatte nie wirklich einen gesicherten Stammplatz, dasselbe gilt für Maritz. Das ist doch bei einigen anderen Teams deutlich anders.
    Gleichzeitig wird diese Kontinuität eben dadurch immer wieder zerstört, dass an zentralen Stellen neue Leute ins Spiel kommen. So ist bis auf Schult oder Fischer grundsätzlich keine der oben genannten Spielerinnen eine tragende Säule bei Wolfsburg. Diese sind in den vergangenen Jahren immer wieder ausgetauscht worden. Keßler ging, Gunnarsdottir kam, Dickenmann kam, Faißt ging, Müller ging, Harder kam, Henning ging, Peter kam.

    (0)
  • holly sagt:

    @Fan2. ich hatte ja geschrieben soweit ich weiss. Luisa war lange verletzt(zwei Beinbrüche) hat oft in der zweiten gespielt danach. im Pokal hat sie wieder in der ersten gespielt und gestern saß sie bei der ersten auf der Bank.
    Also kann keine Rede sein von wer weiß ob sie überhaupt je wieder spielen wird
    Naja wenn du das so siehst das Alex,Zsanett und Anna keine tragende Rollen bei Wob spielen dann sei es so.

    (0)

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