WM-Quali: Popp und Leupolz zurück im Kader

Von am 10. Oktober 2017 – 15.37 Uhr 20 Kommentare

Nach mehr als einem Jahr verletzungsbedingter Pause kehrt Melanie Leupolz in den Kader der Frauenfußball-Nationalelf zurück: Für die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Island in Wiesbaden am 20. Oktober (16 Uhr) und die Färöer-Inseln am 24. Oktober (16.10 Uhr) in Großaspach kehrt auch Alex Popp in den Kader zurück.

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Bundestrainerin Steffi Jones erklärt: „Es freut mich, dass die beiden wieder dabei sind. Alex ist für uns wichtig als Leaderin, die die Mannschaft mit ihrer Leidenschaft und Präsenz mitreißen soll, zudem ist sie sehr torgefährlich. Melly verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten vor allem was den Spielaufbau aus dem Mittelfeld angeht. Es ist wichtig, dass sie endlich wieder fit ist. Sie und Alex werden unserem Spiel wichtige Impulse verleihen.“

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Mit Goeßling, ohne Marozsán, Bremer und Däbritz

Ebenfalls berufen wurde Lena Goeßling, die noch zum Auftakt der WM-Qualifikation im September geschont worden war. Nicht dabei sein können dagegen Spielführerin Dzsenifer Marozsán (Jochbeinbruch), Pauline Bremer (Schien- und Wadenbeinbruch) und Sara Däbritz (Sprunggelenk-Verletzung).

Ausfälle schmerzen

Jones meint: „Vor allem die schweren Verletzungen von Pauline und Dzseni sind natürlich bitter und im Mittelpunkt steht, dass beide wieder schnell und vollständig genesen. Das wünsche ich auch Sara. Für unsere Entwicklung als Mannschaft sind diese erneuten verletzungsbedingten Ausfälle natürlich suboptimal, aber das ist eine Situation, die wir leider schon kennen und auf die wir uns einstellen werden.“

Schlüsselspiel gegen Island

Die Vorgabe von Jones für die kommenden Partien ist eindeutig: „Das Ziel ist, auch diese beiden Spiele zu gewinnen, dabei betrachte ich vor allem die Partie gegen Island als Schlüsselspiel. Die Isländerinnen als EM-Teilnehmer sind für mich der stärkste Gegner unsere Gruppe.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • bale sagt:

    gute Besserung den dreien und ich hoffe,das poppi und melli sich spielerisch zeigen bin gespannt.verstehe nur die Bemerkung über pauli nicht,sie ist doch gar nicht nominiert.

    (6)
  • GG sagt:

    Aha, Pauli ist doch (noch) nicht abgeschrieben ?? Verstehe einer die Kommunikation der N11-Verantwortlichen …
    Im Vergleich zur letzten Abstellphase, #4 Veränderungen: Sara und Maro (jew. wg. Verletzung), Feli Rauch sowie Mandy Islacker raus, dafür die beiden Wölfinnen Lena und Alex sowie die Bayern-Mädels Melly und Knoche hinein. Und Melly bereits mit einer Startplatz-Garantie (oder deute ich die Aussage von Steffi Jones erneut falsch ?) ?
    Na ja, morgen Abend können wir uns uns mittels des FCB-Exklusiv-Senders Sport1 einen Eindruck verschaffen, ob und inwieweit Melly in der Lage ist Akzente (zu einem Verbleib in der UWCL) zu setzen. Ich gebe zu, ich bin pessimistisch …. Und das die nächste Partie in der Brita-Arena in Wiesbaden steigt, wird sich vermutlich auch nicht leistungsfördernd auswirken.
    Insgesamt halte ich den nominierten Kader für konkurrenzfähig, hätte mir aber auch eine Berufung von ISY gewünscht (z.B. an Stelle von S. Doorsoun), sozusagen als motivierendes Zeichen, insbesondere nach dem doch sehr dünnen (fadenscheinigen) Verhalten – auch des DFB – rund um ihre Hochzeit.
    Es ist Aufgabe und Verantwortung der sportlichen Führung, die nominierten Spielerinnen, auch entsprechend ihrer individuellen Stärken, aufzustellen. Wenige Fixpunkte sind bekannt: Almuth Schult (Tor), Babs Peter (linke IV). Abgesehen von Alex Popp ist dann jedoch fraglich, wer (und wo) zum Einsatz kommt. Aber warten wir erstmal auch noch den kommenden Sonntag ab, wenn in Wolfsburg #9 der nominierten Spielerinnen und weitere #6 in München aufeinandertreffen.

    (-29)
  • F.B. sagt:

    Die Ausfälle von D. Marozsan und Sara Däbritz sollten die Gelegenheit sein, Alternativen im Mittelfeld zu testen. Vor allem wünsche ich mir, dass auf der Position von Däbritz eine Spielerin derart überzeugt, dass jene dorthin verdrängt wird, wo sie auch die letzten Spiele bei Bayern war – nämlich auf der Bank. Im zentralen Mittelfeld gehe ich davon aus, dass Lena Gößling nach den sehr starken Vorstellungen in den ersten Spielen wieder ihren Platz einnehmen wird. In dieser Hinsicht sollte dann auch in der NM wieder das zurück sein, was wir in der letzten Saison in Wolfsburg vermisst und jetzt wieder zurück haben, nämlich eine wirkliche Spielgestalterin im Mittelfeld, die jederzeit in der Lage ist, einen gefährlichen Pass zu spielen.

    @GG: Aus welchem Grund sollte Isabel Kerschowski nominiert werden? Sie hat eine völlig indiskutable EM gespielt, ist danach erst vom Trainerteam aus dem Kader gestrichen worden und danach durch kleinere Verletzungen ausgefallen. Leistungsnachweis gleich null. So rosa kann doch eine Vereinsbrille gar nicht sein, um eine solche Nominierung zu fordern.

    (37)
  • Peter sagt:

    ich weiss dass Jones Babs mag, aber sie muss raus von der Abwehr!! sie gehört zu der alte Generation, sie ist kein modern innerverteidigerinn wie Elsig/Hendrich/Demann…

    (1)
  • Marolin sagt:

    @GG
    Sara Doorsoun hat in Sand ein gutes Spiel gemacht, sehr ballsicher und abgeklärt. Ihre Nominierung sehe ich als absolut nachvollziehbar an.

    (-3)
  • FFFan sagt:

    Island dürfte der stärkste Gegner in dieser Qualifikationsgruppe sein. Um so ärgerlicher, dass ausgerechnet jetzt die Kapitänin ausfällt. Jetzt müssen es eben die anderen richten!

    Die Veränderungen im Kader ggü. den letzten beiden Länderspielen halten sich in Grenzen: Für die verletzten D.Marozsan, S.Däbritz und M.Islacker kehren L.Goeßling, M.Leupolz und A.Popp nach überstandenen Verletzungen zurück. Ferner wird die zuletzt formschwache F.Rauch durch V.Faißt ersetzt. Für die EM-Teilnehmerinnen L.Weiß, I.Kerschowski, J.Henning und L.Petermann ist weiterhin kein Platz.

    (…)

    (4)
  • FFFan sagt:

    Die Wolfsburger ‚Achse‘ A.Schult – B.Peter – L.Goeßling – A.Popp sollte das ‚Gerüst‘ der DFB-Elf bilden.

    Als zweite Innenverteidigerin kommen K.Hendrich oder K.Demann in Frage. Im zentralen Mittelfeld wünsche ich mir L.Dallmann mal von Beginn an nach ihren zuletzt hervorragenden Leistungen im Verein. Im Sturm wäre für mich (neben Popp) die Potsdamerin S.Huth erste Wahl: mit ihren schnellen Tiefenläufen könnte sie Lücken in den Abwehrverbund des voraussichtlich kompakt verteidigenden Gegners reißen. Auf den Außenbahnen ist eine ‚Pärchenbildung‘ mit Spielerinnen aus dem selben Verein denkbar: L.Maier/S.Laudehr rechts und C.Simon/L.Magull links. Alternativ kommen aber auch T.Kemme und/oder A.Blässe in Betracht.

    Wie auch immer – für drei Punkte bedarf es im Vergleich zum Tschechien-Spiel einer erheblichen Leistungssteigerung.

    (7)
  • holly sagt:

    wenn schon jemand anderes in der abwehr, dann definitiv kim fellhauer aus freiburg.
    sie ist die mit abstand beste verteidigerin die wir im nachwuchsbereich haben.
    ihre qulaität wird so manche genannte spielerin nie erreichen.
    wenn man bedenkt das sie noch fast zwei jahre verletzt war, hat sie für ihr alter eine enorme entwicklung hingelegt.

    (19)
  • never-rest sagt:

    Doorsoun sollte mal wieder eine Chance bekommen. Für mich ist sie eine der spielstärksten MF-Spielerinnen im Kader, dazu auch noch mit einem guten Tempo, was von einigen anderen Konkurentinnen nicht behauptet werden kann, die dafür aber bei einem großen Verein spielen. Ich sehe sie am besten im zentralen MF aufgehoben. Doorsoun würde sich m.E.gut mit Demann ergänzen. Mit Däbritz, Leupolz u.a.kann sie allemal mithalten. Auch auf der IV wäre sie eine gute Wahl. Diese Vielseitigkeit ist in der N11 anscheinend nicht gefragt.

    (-18)
  • Steffi raus sagt:

    Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum Gössling in der Abwehr ist und Demann in der Mittelfeldt :/ Das sollte umgekehrt sein!

    (2)
  • Fan2 sagt:

    Mal wieder ein Kader, mit dem man weiterhin dem Abgrund entgegentrudelt. Keine Veränderung, im Gegenteil: Mit Goeßling, Leupolz und Laudehr weiter in der Rekrutierung der Alten. Jones hat anscheinend noch nicht mitbekommen, dass die Zeiten sich geändert haben:
    Nur 4 Spielerinnen vom SCF nominiert, und das, obwohl der SCF mittlerweile der einzige Spitzenverein in Deutschland ist, der nachhaltig auf junge, deutsche Spielerinnen setzt. Will man den Umbruch wirklich schaffen, dann sollten lieber mal Fellhauer, Gwinn, Bühl, Knaak oder Simic in die N11 geholt werden. Gerade auf ihren Positionen braucht die N11 allerdringendst gute Alternativen.

    Richtung 2019 wäre eine Mannschaft wie folgt anzustreben:
    Benkarth – Bremer, Fellhauer, Elsig, Simon – Demann, Schöne – Huth, Magull/Dallmann, Kemme – Popp
    Das wäre mal ein Umbruch, wie er im Buche steht.

    Ob allerdings überhaupt eine deutsche N11 bei der WM teilnehmen wird, steht wohl noch in den Sternen. Die WM-Quali der Männer sollte den deutschen Frauen eine Warnung sein: Niederlande war bei der letzten WM noch Dritter, und sind dennoch ausgeschieden. Argentinien, Vize-Weltmeister, hat sich gerade mal auf den letzten Drücker qualifiziert. USA, CONCACAF-Sieger, ist rausgeflogen, genauso wie Copa America-Sieger Chile und Afrika-Meister Kamerun. Portugal hat sich erst im letzten Spiel gegen die Schweiz durchgesetzt.

    Und was die isländischen Männer können, können die Frauen allemal: Wir sollten schon mal Waldemar Hartmann und drei Weizenbier für die Spielanalyse nach Wiesbaden schicken…!

    (-5)
  • F.B. sagt:

    @Steffi raus:
    Absolute Zustimmung! Demann ist keine Spielgestalterin. Sie hat zwar ein sehr solides Passspiel, vermag aber ein Spiel nicht zu dirigieren und spielt auch kaum mal einen Vertikalpass, was nicht zuletzt im CL-Spiel der Bayern deutlich geworden ist.

    (2)
  • Helmut sagt:

    So wie ich heute festgestellt wird Demann definitiv nicht spielen. Nicht mit diesem bandagierten rechten Arm!

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ Helmut:
    „So wie ich heute festgestellt wird Demann definitiv nicht spielen. Nicht mit diesem bandagierten rechten Arm!“

    K.Demann fällt tatsächlich für die Länderspiele aus! Aber nicht wegen der Bandage am Arm, sondern wegen einer Schulterverletzung, die sie sich im Champions-League-Spiel am Mittwoch zugezogen hat.
    Ebenso fehlt V.Faißt (Schambeinentzündung):

    https://www.dfb.de/news/detail/wm-qualifikation-ohne-faisst-und-demann-176106/?no_cache=1&cHash=14fb3cf2ed01bf966c98b3a2ceea992b

    (2)
  • FF-Fuchs sagt:

    Meine Meinung: Dzseni und Sara sind für mich keine gravierenden Ausfälle!

    Wenn Schult, Peter, Gößling und Popp das Gerüst der NM sein soll,
    dann erinnere ich nur an das Viertelfinale gegen Dänemark.

    (0)
  • Fan2 sagt:

    @F.B.: Das kann ich so nicht nachvollziehen. Wenn bei Deutschland überhaupt was geht, dann über Demann. Nur: Um einen Vertikalpass spielen zu können, braucht es auch Anspielstationen, die leider nur allzu häufig fehlen.
    Bis auf eine Clara Schöne haben wir aktuell auch keine Spielerin, die ähnlich stark auf der „6“ agieren könnte wie Demann, höchstens noch eine Sara Doorsoun.

    (2)
  • holly sagt:

    für freitag werden wohl höchst wahrscheinlich Kämpferinnen gebracht. sehe da ein hartes stück arbeit auf unsere girls zu kommen.

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ FF-Fuchs:
    „Wenn Schult, Peter, Gößling und Popp das Gerüst der NM sein soll,
    dann erinnere ich nur an das Viertelfinale gegen Dänemark.“

    Da war Popp gar nicht dabei, und Goeßling hat auf der falschen Position gespielt.

    (3)
  • Fan2 sagt:

    @FFFan: Dennoch – Peter und Goeßling sind längst über den Zenit und beide um die 30. Zudem hat ja wohl das Spiel gegen Potsdam Aufschluss darüber gegeben, wie es um die gesamte Defensive, und speziell die deutschen Spielerinnen bei Wolfsburg bestellt ist (namentlich das 2:2). Es wäre Zeit, hier wirklich auf Jugend umzustellen: Ein Duo Fellhauer/Elsig in der Abwehr mit Schöne und Demann davor wäre dort ein Schritt in die richtige Richtung.

    Langfristig wird das Gerüst der N11 sowie aus einem Block von Freiburg bestehen, da führt kaum ein Weg dran vorbei.

    (-3)
  • SCF-Fan sagt:

    Wenn ich die Aufstellung gegen Island sehe, kann ich nur noch lachen. Kemme, Popp, Laudehr haben absolut null in der Startformation verloren, wieder die selben ‚alten‘ „Kämpfer“… Unfassbar einfalls-, wie mutlos.

    Wird wahrscheinlich ein Krampfsieg und Jones darf sich feiern lassen. Ich persönlich tippe allerdings 1:1.

    (0)

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