Frauen-Bundesliga: Das müsst Ihr zum 4. Spieltag wissen

Von am 29. September 2017 – 22.55 Uhr 1 Kommentar

Am 4. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga bestreiten Meister VfL Wolfsburg und der FC Bayern München zum Auftakt der Englischen Wochen knifflige Auswärtsspiele. Der 1. FFC Frankfurt tritt beim FF USV Jena mit neuem Trainer an und der 1. FFC Turbine Potsdam spielt unter Flutlicht.

Spielszene zwischen FF USV Jenas Ivana Rudelic und 1. FFC Frankfurts Laura Störzel

Die Duelle zwischen dem FF USV Jena und dem 1. FFC Frankfurt waren in der Vergangenheit oft umkämpft © Jürgen Scheere / Scheere Photos

Wolfsburg setzt auf Rotation

Der bisher souverän auftretende Meister VfL Wolfsburg ist beim MSV Duisburg zu Gast. Zum Auftakt der englischen Wochen aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal kündigt Wolfsburgs Trainer Stephan Lerche Veränderungen an. „Dementsprechend ist eine Rotation gegen Duisburg definitiv erneut eine Option.“ Fehlen werden weiterhin Marie Dolvik, Katharina Baunach und Isabel Kerschowski. Bei den Gastgeberinnen kehrt Marina Himmighofen nach abgelaufener Sperre in den Kader zurück, Yvonne Zielinski fehlt mit einer Viruserkrankung. Mit einer „wahnsinnig guten Einstellung zur Defensive“ und einem „guten Konzept gegen den Ball“ wollen die MSV-Frauen laut Trainer Christian Franz-Pohlmann auftreten.

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Besonderes Spiel für Kristin Demann

Der FC Bayern München tritt bei der TSG 1899 Hoffenheim an. „Für mich wird das natürlich ein besonderes Spiel“, meint die vor der Saison von Hoffenheim nach München gewechselte Nationalspielerin Kristin Demann. „Es wird kein einfaches Spiel, weil die Hoffenheimer sich auch gerade taktisch gegen die Großen gerne etwas einfallen lassen und nichts zu verlieren haben.“ Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann meint: „Mit den drei Punkten [in Essen] sind wir lockerer in die Woche gestartet und können nun mit mehr Selbstvertrauen Richtung Bayern-Spiel schauen.“

SC Freiburg verschnupft, aber siegeshungrig

Der von einer Erkältungswelle geplagte SC Freiburg ist zu Gast bei Aufsteiger 1. FC Köln. „Das ist schon bald eine Epidemie, so etwas habe ich noch nicht erlebt“, so Freiburgs Trainer Jens Scheuer. Definitiv fehlen wird nach einem Meniskusriss Kapitänin Clara Schöne. „Wir werden mit den Spielerinnen, die uns zur Verfügung stehen ein gutes und konzentriertes Spiel abliefern“, ist sich Scheuer sich. Die Devise ist klar: „Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen, alles andere als ein Sieg wäre für uns eine Enttäuschung.“

Frankfurt hofft auf Trainereffekt

Der 1. FFC Frankfurt wird beim Gastspiel beim FF USV Jena erstmals vom neuen Trainer Niko Arnautis betreut werden. Der darf sich freuen, dass Europameisterin Jackie Groenen nach überstandenem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel wieder in den Kader zurückkehrt. Dagegen wird Saskia Matheis die nächsten Wochen krankheitsbedingt fehlen (Pfeiffersches Drüsenfieber). „Leidenschaft, Laufbereitschaft und Spielfreude sind in meiner Philosophie die Grundtugenden, die ich immer von meiner Mannschaft sehen will“, so Arnautis. Jenas Trainerin Katja Greulich meint: „Frankfurt ist eine gut eingespielte Truppe, die vor allem in ihrer Offensivreihe mit Crnogorčević und Yokoyama für viel Tempo sorgen wird. Wir werden uns darauf gut einstellen müssen, um unseren Zuschauern und Fans endlich zu Hause ein ordentliches Spiel zu präsentieren.“

Sand peilt nächsten Dreier an

Der SC Sand will im Heimspiel gegen die SGS Essen den Auswärtssieg beim 1. FFC Frankfurt vergolden. „Wir haben Essen analysiert und hoffen wie in den vergangenen Spielen die richtigen Gegenmittel zu finden“, so Sands Trainer Sascha Glass, der nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre wieder auf Jana Vojtekova zurückgreifen kann. Die Essenerinnen wollen den enttäuschenden Saisonauftakt vergessen machen. „Das wir uns steigern müssen, wissen wir und werden es am Wochenende zeigen!“, so Essens Trainer Daniel Kraus.

Potsdam spielt unter Flutlicht

Erst am Montag ist der 1. FFC Turbine Potsdam im Einsatz, wenn Aufsteiger SV Werder Bremen im Karl-Liebknecht-Stadion gastieren wird. Potsdams Trainer Matthias Rudolph ist vor dem ersten Flutlichtspiel gewarnt. „Werder Bremen ist sehr gut in die Saison gestartet und steht als kompakte und geschlossene Mannschaft auf dem Platz. Wir stellen uns auf einen kampfstarken Gegner ein und wollen die drei Punkte natürlich unbedingt in Potsdam behalten.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Zaunreiter sagt:

    Einen guten Tag allerseits!
    Ich möchte euch mal ein Erlebnis in Neuland schildern.
    Vorhin hab ich mal bei telekom-sport nachgeschaut und festgestellt, dass die ja fast alle Spiele übertragen. Gut, dachte ich mir, melde ich mich an, die 9,95 oder 14,95 für das Abo ist es mir wert. Ich wollte mich dann als Neukunde anmelden. Hab dann auf den Button gedrückt und Sekunden später teilt mir telekom-sport mit, dass das Angebot für mich nicht bereitgestellt werden kann.
    Ich bin nämlich Kabelempfänger und Kunde bei unitymedia und habe ein Paket für Fernsehen, Telefon und Internet. Wenn ich jetzt zu Telekom wechseln würde, bekäme ich dann natürlich auch das telekom-sport-sky-Angebot.
    Soviel zur Digitalisierung dieses Landes und der Verarschung der Untertanen.

    (9)

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