WM-Quali: DFB-Frauen landen Auftaktsieg

Von am 16. September 2017 – 15.53 Uhr 26 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf ist mit einem Kantersieg gegen Slowenien in die Qualifikation zur Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich gestartet. Getrübt wurde die Freude in Ingolstadt allerdings durch die Verletzung von Torhüterin Almuth Schult, die vorzeitig die Heimreise antreten wird.

Artistisch erzielt Svenja Huth ihr erstes Länderspieltor

Artistisch erzielt Svenja Huth ihr erstes Länderspieltor © foto2press / Steffen Prössdorf

Im Audi-Sportpark gewannen die DFB-Frauen vor 3.112 Zuschauern gegen Slowenien mit 6:0 (4:0). Für Deutschland trafen Svenja Huth (15.), Dzsenifer Marozsán (18.), Kathy Hendrich (35.) sowie Tabea Kemme (45.+2, 80.) und Kristin Demann (88.).

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100. Länderspiel für Laudehr, Kemme zweite Spitze

Bei der deutschen Mannschaft kam Simone Laudehr zu ihrem 100. Länderspiel, neben Svenja Huth durfte ihre Potsdamer Teamkollegin Tabea Kemme als zweite Spitze ran. Für die erste Annäherung ans Tor sorgte Kristin Demann, doch ihr Schuss war kein Problem für Sloweniens Torhüterin Sonja Cevnik. Im Gegenzug hatte Lara Prašnikar die erste gute Chance für die Sloweninnen, doch ihr Schuss wurde im letzten Moment noch geblockt.

Erstes Länderspieltor von Svenja Huth

Der DFB-Elf fehlten zunächst noch Ballsicherheit und Präzision, doch dann machte sich Carolin Simon am linken Flügel auf und davon, flankte mustergültig nach innen und Svenja Huth erzielte per Kopf die Führung (15.) – ihr erster Treffer im Nationaldress im 29. Länderspiel. Das DFB-Spiel nahm nun Fahrt auf, Kristina Erman legte Kemme im Strafraum, Marozsán verwandelte flach und sicher zum 2:0 (18.).

Almuth Schult verletzt

Bundestrainerin Steffi Jones musste früh wechseln, denn Torhüterin Almuth Schult musste mit einer Fußverletzung vom Platz, für sie kam Laura Benkarth. Schult wird am Sonntag vorzeitig die Heimreise antreten, Lisa Weiß von der SGS Essen wurde nachnominiert. Der Überlegenheit der DFB-Elf tat dies keinen Abbruch, Hendrich baute nach Freistoß von Marozsán per Kopf die Führung aus (35.). Und in der Nachspielzeit durften die DFB-Spielerinnen noch einmal jubeln, Kemme nahm im Strafraum mutterseelenallein einen Ball auf und hatte keine Mühe zu treffen (45.+2).

Müder Kick in Halbzeit zwei

In der zweiten Halbzeit tat sich nur wenig, die Gäste kamen einem Ehrentreffer durch Kaja Eržens Schuss nah (66.). Die DFB-Elf versuchte zwar Lücken in die slowenische Defensive zu reißen, war aber in ihren Bemühungen jetzt oftmals zu unpräzise. Doch in der Schlussphase schickte die eingewechselte Mandy Islacker Huth am linken Flügel auf die Reise, ihre Hereingabe verwertete Kemme mit ihrem zweiten Treffer (80.). Und Kristin Demann setzte kurz vor Spielende den Schlusspunkt (88.).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • SCF Klausi sagt:

    Zuerst mal gute Besserung an Almuth Schult.Ich hoffe ihre Verletzung ist nicht so schwer und sie kann bald wieder auf dem Platz stehen.

    Das hohe Ergebnis täuscht über die tatsächliche Leistung des deutschen Teams hinweg.

    Nach wie vor gab es eklatante Schwächen im Passspiel,das Umschaltenn dauert viel zu lange,Dzsenifer Marozsán macht das Spiel zu oft langsam,wo sie es schnell machen sollte.Däbritz gelang kaum etwas.Auf der Bank saßen die formstarken und technisch versierten Spielerinnen wie Magull und Kayikci und kamen nicht zum Zug.

    Gegen stärkere Gegner wird das deutsche Team mit dieser Spielweise weiterhin Probleme und das nachsehen haben.

    (22)
  • Pauline Leon sagt:

    simon hat sich gleich in der 19.sekunde mit ihrer besten leistung eingeführt, dem oskarwürdigen abflug mit schwerer verletzung nach dem rüden foul von tibaut. und frau kemmes höhepunkt war sicher der schlag ins gesicht von frau rozmaric in minute 59, frau komissarin! ansonsten stimme ich SCF Klausi zu. das war eher viertelfinalniveau. auch frau neumann war auf der höhe des zeitgeistes.

    (-15)
  • Pauline Leon sagt:

    natürlich möchte ich nicht den weltklassekopfball von svenja huth zum 1:0 unterschlagen und ihre leistung insgesamt. auch der paß von islacker zu svenja in der 80. war schon super, keine frage. es gab auch lichtblicke…

    (3)
  • balea sagt:

    So furchtbar schlecht wie von Klausi angedeutet fand ich die Leistung nicht – zumindest konnte man doch eine andere Körpersprache als bei der EM beobachten. Im Radio hörte ich dann ein Sonderlob von Frau Jones für Däbritz und Laudehr, was mich dann doch verwunderte, da mir diese beiden nun am wenigsten positiv aufgefallen sind. Ich fand auf aussen Maier überzeugender als Simon, aber insgesamt sehr viel mehr Spielfluss als bei der EM, auch wenn es in HZ 2 streckenweise sehr zäh war. Das Zusammenspiel von Kemme und Huth war recht gut, auch weil routiniert – und spätestens nach der Einwechselung von Islacker merkte man auch den Wert von so einem eingespielten Tandem. Islacker fehlt doch sehr die Bindung und wie schon im Verein steht sie unnötig häufig im Abseits. Ob nun Magull und Kayikci die Sache so viel besser gemacht hätten, steht dahin – aber ich würde es begrüssen, wenn in einer anderen Partie die beiden gemeinsam auflaufen. Frau Jones sollte doch gerade so eingespielte „Vereinspärchen“ als eigene Qualität nutzen und nicht zwanghaft alles durcheinander würfeln oder die Spielerinnen auf komplett anderen Positionen einsetzen.

    (13)
  • Detlef sagt:

    Ich habe das Spiel zwar nicht gesehen, daher nur ein paar allgemeine Anmerkungen!!!

    Zunächst muß man positiv sehen, daß es der Mannschaft diesmal gelungen ist, gegen einen schwächeren-, sehr defensiv eingestellten Gegner sechs Tore zu erzielen, immerhin fünf davon ohne grobe Torwartfehler und/oder verwandelte Strafstöße!!!
    Interessanterweise wurden vier dieser Treffer von Spielerinnen verwandelt, die bei der EM keine große Rolle gespielt haben!!!
    Kann man dies vielleicht schon als „Lernerfolg“ des Trainerteams einordnen???

    Denn dies gelang in Holland weder gegen sehr defensiv-ängstliche Schwedinnen, noch gegen völlig überforderte Russinnen!!!
    Selbst im Testspiel gegen zweitklassige Brasilianerinnen konnte nicht ähnlich gut abgeschlossen werden!!!

    Dem Bericht von SCF Klausi entnehme ich allerdings, daß auch diesmal eine Sara Däbritz eher wirkungslos blieb, wie eigentlich in jedem ihrer Spiele, egal ob Natio oder Verein, in den letzten 12-13 Monaten!!!
    Und so etwas ist unerklärlich, unfassbar, und mit Leistungssport absolut unvereinbar!!!

    Die Abwehr wurde anscheinend kaum geprüft!!!
    Ich hätte LARA PRASNIKAR allerdings schon einen Treffer gegönnt!!! 😉

    Jetzt gehts also gegen Tschechien, die ich schon etwas stärker einschätze als Slowenien!!!
    Die 8 Tore gegen Faroer darf man natürlich nicht überbewerten!!!
    Eher ist zu befürchten, daß die Mädels von den Inseln gegen Deutschland eine zweistellige Klatsche kassieren werden!!! 🙁

    (-3)
  • jochen-or sagt:

    Einfache Erkenntnis!
    Wir werden für längere Zeit keine Weltklassemannschaft mehr haben !

    (10)
  • Volker sagt:

    Zuerst mal meine angesagte Entschuldigung für meinen Kommentar vor dem Spiel! Meine Freude hält sich aber in Grenzen. In den ersten Minuten zeigte Slowenien wie einfach man die deutsche Mannschaft aus dem Konzept bringen kann. Die Raumaufteilung war gut und die Passwege zugestellt was zu einer hohen Anzahl an Fehlpässen führte. Nach dem zweiten Tor der deutschen Natio war es aber vorbei. Danach hatte es den Anschein das sich die komplette Slowenische Abwehr auf Marozsán konzentriert. Was dann auch viel Raum für unsere Spielerinnen brachte und zu dem Ergebnis führte. Leider wirkt die Suche nach den „spielerischen Lösungen“ immer noch sehr langsam und umständlich. Das Zusammenspiel funktioniert am besten mit den Seilschaften aus der Liga (Kemme und Huth) was es aber für einen erfahrenden Gegner durchschaubar macht. Diese Mannschaft ist noch lange nicht soweit International bestehen zu können man sollte sich von dem Ergebnis nicht täuschen lassen. Aber das weiß Steffi Jones ich empfehle das Interview in der ZDF Mediatek:
    https://www.zdf.de/sport/zdf-sportextra/frauenfussball-interview-steffi-jones-100.html
    Gut, die gezeigten Unsicherheiten sind auf fehlendes Selbstvertrauen und die Erfahrung aus der EM zurück zu führen was sich aber im Verlauf des Spieles ein wenig gebessert hat. Solche Spiele gegen völlig unterlegende Mannschaften können ein adäquates Mittel sein eine Mannschaft zu formen.

    (14)
  • cosinus sagt:

    Die erste Stellungsnahme bringt es auf den Punkt.
    Die Kapitänin ist ein Bremsklotz, da sie körperlich nicht fit ist u. keine Spielgestalterin ist. Diese Rolle spielt z.Zt. K Demann sehr gut(hat die meisten Kontakte u. Torschüsse).
    Warum war L. Maier auf dem Platz, obwohl sie bei den Bayern kaum
    gespielt hat? Laudehr hat ein normales Spiel gemacht-gehört nicht
    zu den spielstarken Spielerinnen.

    (10)
  • Timmy sagt:

    Warum bei dem Gegner jemand mit einer gebrochenen Nase spielen muss, frage ich mich wirklich. Das ist doch kein WM-Finale, wo unsere beste Frau dann auch mal mit Maske durchziehen muss.

    (15)
  • never-rest sagt:

    So ein LALA-Spiel unserer N11. Ein Sieg, der auch in dieser Höhe erwartet werden durfte. Viel geändert hat sich seit der verkorksten EM aber noch nicht. Das Spiel war streckenweise immer nocht sehr statisch, durchsetzt mit vielen technischen Mängeln und Fehlpässen. Das Spiel ohne Ball ist stark verbesserungswürdig. Eine veränderte, nicht mehr ganz so hohe Grundaufstellung mit 2 Viererketten und davor das eingespielte Tandem aus Potsdam. Hauptäschlich Huth und Kemme waren es denn auch, die für Schwung und Tore gesorgt haben.

    Neben den beiden Turbinen hat mir Demann gut gefallen, wie sie das Spiel in der defensiven Mittelfeldzentrale aufgebaut hat. Sie hat für etwas Struktur und Ordnung im Spiel gesorgt, was man leider von Däbritz und Maroszan nicht sagen kann. Demann scheint auch von ihrer ganzen Ausstrahlung in der Lage zu sein, künftig in eine Führungsrolle hinein zu wachsen. Kemme ist vielleicht auch so eine, wenn sie sich in der N11 etablieren kann. Dagegen war das Comeback von S. Laudehr sportlich recht durchwachsen. Natürlich freue ich mich, dass sie wieder dabei ist.

    Hendrich ist eine gute Option für die Innenverteidigung. Scheint jetzt auch die BT so zu sehen. Nachdem Hendrich ihre Anfangsnervosität überwunden hatte, konnte sie mit einem sicheren Aufbau- bzw. Passspiel gefallen. Dazu noch ein Kopfballtor. Das war sehr ordentlich. Bin mal gespannt,wie sich Hendrich schlägt, wenn sie von stärkeren Gegnerinnen in ihrer Kernaufgabe richtig gefordert wird.

    Benkrath ist für mich eine gleichwertige Alternative zu Schult, die sich ja leider verletzt hat, hoffentlich nicht allzu schwer. Gute Bessrung jedenfalls. Ein längerer Ausfall wäre vor allem für WOB ein schwerer Verlust.

    Meier und Däbritz suchen weiter nach ihrer vergangenen Form. Weiß auch nicht was da los ist. Irgendwie tut der FCB oder Wörle den beiden nicht gut. Immerhin konnte sich Maier jetzt Spielpraxis in der N11 holen.

    C. Simon hat sich wohl für`s erste auf der linken Seite fest gespielt. SJ sollte aber den Konkurrenzkampf auch auf dieser Postition weiter aufrecht erhalten. Bin noch nicht ganz überzeugt.

    Alles in allem ist es noch ein weiter Weg für die N11, um wieder Anschluss an die Weltspitze zu finden. Wenn der Umbruch gelingt kommen vielleicht auch wieder die Zuschauer in Scharen.

    (18)
  • JK sagt:

    Ich habe gestern nur die zweite Halbzeit gesehen.
    Erstmal bin ich wirklich enttäuscht, dass Magull nicht von Anfang an gespielt hat und dann nicht mal eingewechselt wurde.
    Ich bin ein großer Fan von ihrer Spielweise – meiner Meinung nach kann sie am Ball alles und ist zudem torgefährlich…Ich glaube, sie könnte dem Spiel genau die Akzente geben, die alle von Marozsan oder auch Däbritz erwarten.
    Däbritz war enttäuschend. Es ist mit ein Rätsel, warum Jones sich so darauf versteift hat, dass Däbritz neben Schult, Peter und Marozsan zu ihrer unersetzlichen Achse zählt.
    Anscheindend ist es wirklich so, dass ein gutes, attraktives Zusammenspiel hauptsächlich zwischen den Spielerinnen klappt, die aus dem Verein eingespielt sind (z.B. Huth – Kemme). Warum schafft es der Trainerstab nicht, dass das auch zwischen anderen Spielerinnen klappt? Man kann doch dann beispielsweise im Sturm nicht immer zwei Spielerinnen aus dem gleichen Verein aufstellen, damit einigermaßen ein Kombinationsspiel zustande kommt.

    (13)
  • Andi sagt:

    Ob man zu einem Spiel das man nicht gesehen hat, einem Kommentar abgeben muss weiss ich nicht.

    In jedem Falle muss man auch dieses Spiel gewinnen, etwas das souverän erledigt wurde. Ich stimme meinen Vorrednern zu, das Maroszan und auch Däbritz eine Pause gut tun würde. Nicht zustimmen kann ich der Beurteilung von Maier. Es war ein gutes Spiel, in dem leider auch noch ein reguläres Tor von ihr nicht gegeben wurde.

    Weiter fand ich das wieder Drive zu erkennen war. Hoffe wirklich das es so weiter geht. Vorwärts immer… 🙂

    (2)
  • Andi sagt:

    Noch eine kurze Ergänzung. Ich habe das Spiel gesehen. Sogar Vorort. Der erste Kommentar bezog sich einen vorherigen Kommentar.

    (2)
  • Sundermann sagt:

    Zitat:

    „Einfache Erkenntnis!
    Wir werden für längere Zeit keine Weltklassemannschaft mehr haben!“

    Momentan gibt es wohl kein Land das eine Weltklassemannschaft im FF hat.

    (0)
  • Der Zuschauer sagt:

    Hallo Sundermann,

    es gibt ein Team und zwar die USA.

    Wenn Schweden Frankreich und die USA nicht durch das Elfmeterschießen ausgeschaltet
    hätte, währe Deutschland nieeeeee Olympiasieger geworden.

    USA ist zurecht die Nr. 1

    Deutschland ist in allen Belangen zu den USA- Mädels nur nach Noten eine 4-.

    Meine Meinung als Zuschauer

    (-5)
  • Sundermann sagt:

    @Der Zuschauer

    Schweden hat Brasilien und die USA rausgeworfen. Frankreich wurde von Kanada ausgeschaltet. Soviel zu den Fakten.

    Ob und wenn und hätte ist dann reine Spekulation.

    Und wenn man die Nr. 1 der FIFA-Rangliste ist bedeutet das noch lange nicht das man eine Weltklassemannschaft ist. Momentan gibt es IMHO im FF bei den Nationalmannschaften keine Weltklassemannschaft.

    Und wenn Deutschland gegenüber den USA eine 4- ist (wobei eine Schulnotenbewertung bei so einem Thema schon grenzwertig ist) musst du dein Notensystem aber kräftig erweitern, z.B. die Faröer müssten dann eine 8 bekommen. Mindestens. 😀

    (3)
  • Detlef sagt:

    @Zuschauer,
    Die US-Girls spielen genauso einen veralteten Fußball wie die Deutschen unter der Bundesgöttin!!!
    Rennen, rennen, alles todrennen!!!
    Da findet man kaum Kombinationen, keine technische Raffinesse, nur rennen, rennen und nochmals rennen!!!
    Auch die Engländerinnen pflegen diesen Stil noch, wenig Kombinationen, viel rennen!!!

    Die Zeiten haben sich aber geändert, und daran müssen sich auch die Amis anpassen!!!
    Sonst wird auch ihre Zeit bald vorbei sein, wie bei uns bereits geschehen!!!

    Vielleicht erleben wir bei der nächsten WM eine ähnliche Überraschung wie bei der letzten EM, und die großen Favoriten spielen alle keine Rolle mehr??? 😉

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ Sundermann:
    „Momentan gibt es wohl kein Land das eine Weltklassemannschaft im FF hat.“

    Also wenn die ‚Oranje Leeuwinnen‘ kein Weltklasseteam sind, weiß ich auch nicht…

    Ferner wurden die USA vom Zuschauer bereits genannt – zu Recht!

    Und es gibt noch ein weiteres Land: Australien! Momentan sicherlich der heißeste Anwärter auf den Asienmeistertitel im nächsten Jahr.

    (3)
  • enthusio sagt:

    @Der Zuschauer:

    Das sehe ich ganz anders. Die USA hatten bei der WM 2015 mit einer Weltklassemannschaft agiert und überragenden Fußball gespielt. Bei der Olympiade 2016 haben sie dagegen kein Mittel gefunden, den schwedischen Abwehrriegel zu knacken und sind nach einer blamablen Leistung samt drei verschossenen Elfmetern ausgeschieden.
    Ob sie in diesem Jahr wieder zu ihrer alten Klasse zurückgefunden haben, kann ich nicht beurteilen.
    Wieviele Länderspiele der Amerikanerinnen hast Du denn in diesem Jahr gesehen, um eine solche Bewertung vornehmen zu können ?

    (6)
  • Zaunreiter sagt:

    Die USA haben wieder einen Doubleheader und in der Nacht von Freitag auf Samstag Neuseeland in Commerce City (Colorado) mit 3:1 geschlagen. Am Dienstag folgt dann das nächste Spiel gegen die Football Ferns in Cincinnati (Ohio).
    Laufende Bilder findet ihr mittlerweile auf YouTube.

    Jill Ellis ist fleissig am experimentieren mit younger Girls aus der NWSL und bis zu einem Weltklasseteam ist es noch ein weiter Weg. Mallory Pugh, der Straßenköter, der einfach schulmüde war, hat im Nationaltrikot einen guten Lauf. Im USWNT ist sie besser als in Washington. Aber ist ja auch kein Kunststück, wenn da die Mitspielerinnen besser sind.
    Desweiteren wird z.b. eine Julie Ertz, bei der WM noch als CB aufgelaufen jetzt ins offensive Mittelfeld gestellt. Da macht sie ihre Sache gut, wie auch in Chicago, und fabriziert auch Tore. Sie spielt so eine Art Lauren Holiday. Hinten rechts hat Dahlkemper übernommen, die das meistens souverän macht und wie ich finde, besser als Ali Krieger. Als Backup für Naeher und Harris werden gerade Campbell (Houston Dash)und Smith (Boston Breakers) getestet. Hinten links finde ich Casey Short aus Chicago phänomenal.
    Crystal Dunn fand ich besser als sie noch für die Spirit spielte. Jetzt, im Trikot von Chelsea wirkt sie wie ein Fremdkörper im Natio-Trikot.
    Welchen Narren Jill Ellis an Allie Long gefressen hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber aus der „Portland-Gesellschaft“ würde ich neben Horan und Kling auf Sonnett kommen. Allie Long hat so einen Psycho-Blick und erinnert mich so an das „Dark horse“ Hope Solo. Jederzeit für einen Skandal gut. Zeitweise glänzte sie in den social media mit Bibelsprüchen, was aber so überhaupt nicht zu ihrem Auftreten passt. Also eine gute evangelikale Christin scheint an ihr nicht verloren gegangen zu sein.
    Raus aus dem Rennen ist anscheinend Jaelene Hinkle, die während des Pride-Month „privat unabkömmlich“ war. Die wird momentan nicht mehr eingeladen. Das muss eine Evangelikale sein, wie sie im Buche steht.

    Wie gesagt, der Weg zur Weltklasse ist auch für die USA trotz Platz 1 steinig.
    Den SB-Cup 2017 hat Frankreich gewonnen und
    den ToN 2017 hat Australien gewonnen. Australien finde ich momentan besser als die USA. Aber die haben ja auch ein schier unerschöpfliches Potential an jungen hungrigen College-Fußballerinnen.

    (3)
  • Ludwig sagt:

    „Weltklasse“ scheint mir ein recht dehnbarer Begriff zu sein. Ich denke, man kann festhalten, dass es sich bei Weltklasse nicht mehr nur um eine Handvoll Mannschaften handelt, bei denen nur die Frage offen ist, in welcher Höhe sie gegen Nichtweltklasse gewinnen. Das heißt aber nicht automatisch, dass bisherige Weltklasse aus dieser heraus gefallen ist.
    Manche Sachen sind mir immer noch nicht klar bei dem, was hier so an Kritik geäußert wird. Steffi Jones hat angekündigt, weniger rotieren zu wollen, um einem festen Mannschaftsgerüst die Möglichkeit zu geben, sich besser aufeinander einzuspielen. Dann gehört natürlich auch dazu, dass Peter und Maroszan spielen. Aber ebenso natürlich wird das gerügt. Sie und ihr Team haben festgestellt, dass es mit der Mittelfeldraute nicht so klappt, wie sie sich das vorgestellt haben. Aber bevor man es probiert, kriegt man es eben nicht heraus. Also haben sie daraus die Konsequenz gezogen, das zu ändern. Aber auch das muss sich doch wohl erst einspielen, oder?

    (2)
  • Der Zuschauer sagt:

    Hallo Enthusio,

    Ich muß gestehen,dass ich dieses Jahr auch kein Spiel der USA gesehen habe und meine Meinung stützt sich auch nicht auf die sogenannte Weltrangliste. Es ist und da lege ich Wert drauf, nur meine Meinung.Und eine Meinung darf ich doch haben.
    Meine Behauptung beruht auf der Tatsache,dass unsre NM fast immer in den letzten 20 Jahren ein Spiel gegen die USA verloren oder nur unentschieden gespielt haben.Es ist das gleiche Phänomen wie Deutschland gegen Schweden.Bei einem Tunier können die Schwedinnen einfach nicht gegen Deutschland gewinnen.
    Natürlich sind auch den USA erfolgsgarantierte Spielerinnen wie z.b. eine Wombach weggekrochen.Aber für mich waren die USA-Mädels immer und ohne Ausnahme athletischer ausgebildet.
    Und sie sind nun 3 mal Weltmeister geworden,das ist nun mal Fakt.

    Gruß,der Zuschauer

    (-1)
  • FF-Fuchs sagt:

    Der verletzten Almuth Schult wünsche ich baldige Genesung.
    Leider darf erst jetzt, nach dieser Verletzung, die wahre Nr. 1 in der NM spielen.

    (5)
  • Fan sagt:

    Der Auftaktsieg gegen Slowenien kann ganz vorsichtig optimistisch stimmen, dass ein bisschen Bewegung in die trägen Mühlen des DFB kommt.

    Mich haben vor allem Demann, Kemme und Huth überzeugt. Dagegen ist Laudehrs Zeit beim DFB meines Erachtens wirklich abgelaufen. Sie hatte kaum Anbindung zum Spiel.
    Auch Peter und Hendrich haben mich nicht überzeugt, auch Elsig konnte nicht wirklich Sicherheit und Spielgestaltung hineinbringen.

    Wo ist Bremer? Und wo ist Clara Schöne vom SC Freiburg? Mit 4 Spielerinnen ist Freiburg zweitstärkste Fraktion, aber die Kapitänin bleibt zuhause? Wieso ist Lea Schüller nur auf der Tribüne?

    (0)
  • SCF Klausi sagt:

    @ FF-Fuchs

    Ich sehe wie Du Laura Benkarth keinesfalls schwächer als Almuth Schuldt.Auf Grund Schuldts internationaler Erfahrung ist sie aber zurecht die Nr.1 .Ich würde mir aber gerade gegen schwächere Teams oder in Testspielen mehr Einsatzzeiten für LB wünschen,damit falls Not an der Frau ist,sie nicht ins kalte Wasser geschmissen werden muss und um auch im Tor einen echten Konkurrenzkampf zu schüren.

    @ Fan
    Steffi Jones steht derzeit nicht auf formstarke Spielerinnen.Wer gesund ist bleibt zu Hause oder wärmt die Bank und wer mindestens an einer Krücke läuft steht auf dem Platz.

    (1)
  • Fan sagt:

    @SCF Klausi: Nun, so sehr ich dir hier und da auch zustimme, du solltest dich nicht zu sehr von deiner Fanbrille leiten lassen. Auch in anderen Klubs spielen gute Spielerinnen. Dass beispielsweise eine Kayikci nicht gespielt hat, ist trotz ihrer Tores gegen Freiburg durchaus vertretbar, angesichts der Tatsache, dass Kemme und Huth mit Demann zusammen die besten Spielerinnen auf dem Platz waren.

    @never-rest: Ich habe Hendrich ganz anders gesehen als du. Für mich ist es fraglich, ob sie wirklich eine gute Alternative in der IV darstellt. Was wir uns immer wieder vor Augen führen müssen, ist, dass das Spiel deutlich langsamer war als gegen eine Top-Mannschaft. Und da sehe ich aktuell Hendrich noch nicht so weit, gegen eine Top-Mannschaft bestehen zu können. Beängstigend ist vor allem, dass sie, wenn die Sloweninnen mal schnell nach vorne gespielt haben, immer sehr zu kämpfen hatte, um im Laufduell gegen ihre Gegnerin mitzuhalten. Wenn ich mir das dann gegen eine Lieke Martens oder eine Alex Morgan vorstelle, dann sehe ich da ganz schwarz für die deutsche Defensive. Auch habe ich ihr Passspiel nicht so gut gesehen wie du. Schwierigkeiten in der Ballan- und -mitnahme, zudem selten mal einen öffnenden Pass nach vorne und viel zu weite Wege mit dem Ball in die gegnerische Hälfte, die sich gegen einen stärkeren Gegner in schnellen Kontern rächen können. Ich weiß nicht, wieso, aber ich habe doch gestern bei ihr ähnliche Züge wie damals bei Annike Krahn wahrgenommen. Und sollte sich das bewahrheiten, dann wird sich nicht großartig was ändern im deutschen Spiel für die nächsten 10 Jahre, sondern das gleiche behäbige Querpassspiel bleiben, dass wir in der ganzen Neid-Ära hatten.

    Noch ein Wort zu Simon: Ja, sie scheint dort erstmal gesetzt, aber mit welcher Alternative denn? Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Kershowski ist eigentlich seit der EM genauso wenig tragbar wie Blässe rechts, Potsdam hat Jennifer Cramer, die aber auch erstmal wieder Spielpraxis bekommen muss. Bleibt letztlich nur noch Verena Faißt, die schon bekundet hat, dass sie eigentlich keinen Bock mehr auf Verteidigerin hat. Andernfalls könnte man auch Babett Peter wieder zur LV machen, wobei dann die Frage ist, wer in der IV spielt. Bei Tabea Kemme hat man gesehen, dass sie auf anderen Positionen deutlich besser aufgehoben ist. Bleibt letztlich also nur Caro Simon, mit der wir meines Erachtens da eine sehr, sehr gute Spielerin haben, die großes Potential hat, wie man gerade auch beim 1:0 sehr, sehr gut sehen konnte. Sorgen macht mir eher ihr Pendant auf der rechten Seite, wo Maier aktuell doch eher schlecht als recht spielt.

    (0)

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